Media Monday 71

Tja, da ich heute schon einiges hier ins Blog gepustet habe, timer ich den Artikel zum aktuellen Media Monday vom Medienjournal-Blog eben auf “kurz vor zwölf”. Trotzdem viel Spaß und wer will, kann natürlich gerne mitmachen!

1. Karl Urban gefiel mir am besten in „Priest“, „R.E.D.“, „Star Trek“ oder „Die Bourne Verschwörung“ – könnte ich hier vielleicht sagen. Bis auf ersteren alles Filme, die ich gesehen habe. Aber der Herr Urban hat sich mit ü-ber-haupt nicht eingeprägt. Scheint nicht so das charismatische Kerlchen zu sein. Da halte ich es dann doch lieber mit Peter Urban, seines Zeichens aus Tradition der Kommentator des Eurovision Song Contests. Der liegt mir da näher.

2. Tobe Hooper hat mit “Poltergeist” seine beste Regiearbeit abgelegt, weil das einer meiner erste Gruselfilme war. Und auf einen vielleicht 12jährigen Steppke hat damals sogar die kleine, faltige Medium-Dame fiesen Eindruck gemacht, dass ich mich am liebsten bepieselt hätte.

3. Mary Stuart Masterson gefiel mir am besten in “Some Kind of Wonderful”. Nicht, dass ich diesen Film seinerzeit gesehen hätte, aber er wurde 1987 jede Woche in der BRAVO gefeatured. Und diese hübsche junge Frau mit dem frechen Kurzhaarschnitt hat sofort mein Herz erobert. Wie ich der IMDB gerade entnehmen kann, ist sie inzwischen sogar noch hübscher geworden.

4. Egal ob Film oder Buch, darf es gerne etwas übersinnlich werden oder habt ihr die Geschichte doch lieber in der harten Realität verhaftet?
Natürlich gibt es einige Stoffe, die ruhig mal ein wenig was mysthisches haben dürfen. Inzwischen kehre ich mich aber immer mehr den übersinnlichen Filmen ab und interessiere mich vielmehr für die Filme, die einen realistischen Hintergrund haben. Dabei muss es nicht unbedingt ein „Based on a true Story“ sein, das leider viel zu oft eher ein Trash-Prädikat ist. Aber Dramen wie etwa „Irina Palm“ oder „The King’s Speech“ sind mir inzwischen viel näher als „Paranormal Activity“ & Co.

5. Historienfilme gibt es ja wie Sand am Meer: Welches Setting, welche Epoche ist euch die liebste? Oder mögt ihr gar grundsätzlich überhaupt keine historischen Filme?
Spannend finde ich, was in den vergangenen Jahren mit dem Western passiert ist. Während es früher immer nur die Guten und die Bösen gab, die sich entweder untereinander gekeilt haben oder auf die „Rothäute“ druff sind, scheint es mir als würden neuere Western auch häufiger mal ein realistischeres Bild der damaligen Verhältnisse zeigen. Beispielhaft dafür könnte etwa „Todeszug nach Yuma“ genannt werden, in dem Christian Male eben nicht den kantigen „Guten“ spielt, der aus dem Nichts kommt, sondern einen stinknormalen Bürger mit einigen Wehwehchen und Macken. Auch „Die Ermordung des Jesse James…“ klingt für mich erst mal nicht nach einem lupenreinen Western, sondern eher nach einer Personen- und Milieustudie. Steht noch immer auf meiner „To-See-Liste“. Ebenso könnte ich eigentlich mal wieder „The Missing“ gucken. Hat mir damals sehr gefallen. Man sieht: Western ist für mich durchaus reizvoll, allerdings eher die Western fernab vom in den 50er und 60ern üblichen John-Wayne-Schmu.

6. Vielen Filmen wird oft mangelnder Tiefgang vorgeworfen. Doch woran erkennt man eigentlich Tiefgang in Filmen? Poetische Bildsprache, endlose Dialoge, innere Monologe, detailliert gezeichnete Figuren etc pp.?!?
Tiefgang lässt sich meiner Meinung nach schwer allgemeingültig definieren. Generell gelten wohl Filme, deren Handlung komplex ist und sich vielleicht auch erst nach und nach erschließt als „tiefgängig“. Ich finde, dass es vor allem auf Filme zutrifft, die nicht alles immer in aller Ausführlichkeit darstellen müssen. Manchmal reicht auch nur ein kurzer Blick, um unendlich vielen Gefühlen Ausdruck zu verleihen. Häufig muss in Filmen nicht immer alles auf den Punkt besprochen werden, sondern lässt sich ebenso nur mit Blicken erklären. Das ist tiefgründig. Für mich kommt allerdings auch noch der eigentliche Wortsinn zum Zuge: ein Film mit Tiefgang geht bei mir tief rein, berührt mich, lässt mich darüber nachdenken oder auch darüber hinaus über das große Ganze sinnieren. Solche Filme reizen mich und erklären auch meine unter Punkt 4 genannte Zuwendung zu realistischen Dramen.

7. Mein zuletzt gesehener Film ist „The Road“ und die war herausragend, weil er auf geniale Art und Weise das fiktive Szenario einer postapokalyptischen Welt mit realistischen Handlungsweisen und vorstellbaren Charakteren verknüpft hat. Mehr dazu – wie üblich – in der ausführlichen Kritik.

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