Ein Zustand kollektiver Geisteskrankheit

Phil erzählt von seiner Reise nach Panama und Micha zweifelt erneut an der KI. Zugleich bieten Filme einen tollen Zufluchtsort - und davon haben wir wieder einige im Gepäck. Größtenteils sehr aktuell, doch Micha bringt auch einen psychodelischen Klassiker mit. Nerdtalk im Netz ---------------- Twitter: https://twitter.com/nerdtalk Instagram: https://www.instagram.com/nerdtalk.de/ Facebook: https://facebook.com/nerdtalk.de YouTube: https://www.youtube.com/nerdtalkde Slack: https://nerdtalkde.slack.com/ Spotify: https://open.spotify.com/show/0fErSTLTVo70laJDn8nk2y?si=b01e00ef399846a0 iTunes: https://podcasts.apple.com/de/podcast/nerdtalk-der-filmpodcast/id415386591 Unterstütze uns - genieße Vorteile ---------------------------------- Steady: https://steadyhq.com/de/nerdtalk Patreon: https://www.patreon.com/nerdtalk PayPal: https://www.paypal.com/cgi-bin/webscr?cmd=_s-xclick&hosted_button_id=WQF6AVM9KC3CL Nerdtalk Merch: https://nerdtalk.myspreadshop.de/

Besprochene Filme / Serien:



Timecodes:

(00:00:00) Ein Zustand kollektiver Geisteskrankheit - Nerdtalk #678
(00:07:16) Phil war in Panama
(00:28:56) Twitter ist 20 Jahre alt
(00:32:11) Pokemon Go trainiert KI
(00:59:02) Die Wahrhaftigkeit von Kindheitserinnerung
(01:04:00) Neuer Apple CEO John Ternus
(01:13:36) Film: The Drama
(01:20:55) Film: Sentimental Value
(01:29:50) Film: Rental Family
(01:40:40) Passkeys im Internet
(01:49:45) Film: Conjuring 4
(01:51:40) Film: Der wilde Planet
(01:55:15) Film: Lifehack
(01:59:06) Film: Michael


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Phil
Say snackable one more time,
Der Sommer kommt so langsam auch im Podcast an.
Micha
Ja, wirklich, ne?
Phil
Es ist aber auch wirklich so.
Micha
Ich habe schon Farbe im Gesicht.
Phil
Du, erzähl mir was. Ich komme früh aus Panama zurück.
Micha
Ah, braun gebrannt.
Phil
Aber hör auf, ich habe sogar so richtig, also auf dem letzten Tag mir dann noch Sonnenbrand geholt.
Richtig fettes Ding.
Micha
Weil du so, ach scheiße, die ganze Zeit in der Bude gehockt hast.
Ich muss ein bisschen Urlaubsbräune reinholen.
Und dann rausgegangen, einfach in die Sonne gelegt, ohne Sonnenschutz.
Phil
Ja du, wirklich, wirklich. Nein, so schlimm war es nicht. Aber tatsächlich,
die letzten Tage war ich auf so einer einsamen Insel.
Fünf Minuten Maximum gebraucht, um einmal um diese Insel herumzulaufen,
wenn du getrödelt hast und,
dann ja pure Sonne und dann muss man von dieser Insel natürlich auch irgendwie
wieder zurück und dann naja, wenn du so über das Meer fährst,
knallige Sonne in Panama, das knallt halt auch dann wieder auf dem Meer zurück auf deine Haut.
Micha
Ja und hast du Sonnenschutz drauf gehabt?
Phil
Ja.
Mehr. Natürlich nicht.
Micha
Ja, natürlich.
Phil
Natürlich nicht. Also zumindest habe ich so für die Rückreise das so gedacht,
Alter, wir sind ja irgendwie nur so zehn Minuten mit dem Boot gefahren.
Ich dachte, da wird schon nichts passieren. Das wird schon ganz gut gehen.
Nee, buff, Sonnenbrand nochmal so auf den letzten Tag mitgenommen.
Micha
Tja, siehst du. Ja, aber Moment. Zehn Minuten mit dem Boot fahren,
Sonnenbrand. Was hast du die restliche Zeit gemacht, wenn du dir da keinen Sonnenbrand hast?
Phil
Nein, nein. Ich hatte ja, oh, wie so ein ITler. Ich habe dann meinen Laptop
mitgenommen und habe dann auch ein bisschen gecodet.
Micha
Genau, habe mich da in so einen Café gesetzt und dann gecodet.
Phil
Nein, da habe ich natürlich Sonnenschutz aufgelegt. Am ersten Tag natürlich
auch wieder viel zu wenig.
Ich glaube, ich hatte sogar tatsächlich in den ersten Tagen mir so einen Sonnenbrand
mit so kleinen Brandbläschen eingefangen.
Also einmal richtig hart durchgestochen.
Micha
Ja, aber das war nicht abgeheilt.
Phil
Das ist dumm. Ich sage es dir.
Micha
Wie es ist. Ja, also das ist ja das grundlegende Problem, das viele Urlauber haben.
Am ersten Tag einfach direkt die monatelang in der Kälte und Dunkelheit geschundene
Haut einfach direkt in die tropische Sonne gehalten.
Also da bist du nicht allein.
Aber meine Frage ist halt, also wenn du dir am ersten Tag so Brandbläschen geholt
hast, also ich meine, das dauert ja schon eine ganze Weile, bis das wieder abheilt.
Also da warst du ja nicht nach zwei Tagen wieder durch und ready to go.
Phil
Nö, aber dann habe ich gemerkt, oh, vielleicht ist der Sonnenschutz eine gute Idee.
Und dann habe ich das halt mehr oder weniger konsequent durchgehalten.
Und wie gesagt, am allerletzten Tag habe ich gedacht, okay, komm.
Micha
Auch die Brandbläschen drauf.
Phil
Nee, die sind ja zwischenzeitlich, denen geht es gut, mir geht es gut. an der Nand.
Micha
Willkommen beim Horror-Podcast für Dermatologen.
Phil
Also tatsächlich, ich bin gut braungebrannt wieder zurückgekommen.
Micha
Geil.
Und jetzt schön aufrechterhalten auf der Sonnenbank, ne?
Phil
Ja, natürlich.
Micha
Schön direkt Abo bei irgendwie, wie heißen die in Deutschland.
Phil
Ich war noch nie in einem Salarium.
Micha
Ah, echt? Warum sage ich echt, als ob mich das überrascht.
Phil
Ich weiß nicht, wie ich das jetzt einordnen soll. Ich weiß nicht,
warum mich das überrascht will, dass du noch nie im Solarium warst.
Kann man so und so verstehen. Nee, aber ich habe tatsächlich,
also wenn ich jetzt schon wieder in diesem großen Fettnäpfchen der Selbstaufgabe
bin, ich habe auch dieses typisch deutsche Tanning,
ja, dieses braun, so,
tatsächlich so bis Mitte Oberarm bin ich braun.
Micha
Also Trucker-Bräune.
Phil
Ja, so richtig.
Micha
Ach ja.
Phil
Ja, und dann tatsächlich so bis Mitte Oberschenkel ist dann braun und da drunter
oder darüber ist alles Käseweiß.
Micha
Wie so ein Mozzarella.
Phil
Es ist so, ey.
Micha
Wie so ein Mozzarella da drunter.
Phil
Ja. Ich habe mich nicht getraut, tatsächlich da dann mit meinem gesamten Körper
mich der Sonne da hinzugeben.
Micha
Also gut, verantwortungsbewusst, ja. Sieht halt aber kacke aus auch, ne?
Ja, ich meine, jetzt musst du einfach warten, bis die Bräune wieder weg geht
und dann hast du ja nichts davon.
Phil
Also man könnte jetzt sehr bitter sagen, sieht ja keiner außer mir. Also von daher.
Micha
Da reden wir nach der Sendung mal drüber.
Phil
Am Ende der Sendung brauche ich eine Therapie-Sitzung.
Micha
Ja, wirklich.
Phil
Oh mein Gott.
Micha
Naja, aber nee, ich hab mir auch, ach du Scheiße, ich hab ja noch einen Film
in der Kamera, der gar nicht zu Ende geknipst ist.
Ja, dann holler die Weitfäde mal schnell, schnell mal den Film vollknipsen.
Naja, nee, ich habe mir ja mal einen richtig, also da erinnere ich mich bis
heute dran, einen richtig miesen Sonnenbrand geholt.
Erstes Mal Kreta, auch genau wie du, am letzten Tag dachte ich so,
boah, da muss noch ein bisschen mehr Bräune rein.
Und dann direkt auf die rote Haut quasi, die eh schon rot war,
nochmal so hingelegt in die Sonne und so, boah, gib ihm und so.
Und es war richtig hart, also das war so knallerot, also wie so eine Flasche
Tomatenketchup quasi. Also es war wirklich richtig, richtig, richtig rot.
Und das ist dann aber, also das war komplett unverantwortlich und mega ungesund
und meine Haut hatte richtig einen reinbekommen. Aber das war danach so dunkel
schokobraun, also das war unglaublich.
Also ich hatte wirklich jahrelang, hatte ich so am Bauch, so in der Leistengegend quasi,
richtig wie so eine, wie heißen diese, Vignetta oder so dieser Kuhn,
so zur Unterhose hin, so weiß und da drüber.
Also jahrelang so ein Äquator einfach in der Leiste, wo einfach der Unterschied,
also krass, also es hat wirklich ewig gehalten, weil meine Haut,
also ich glaube, ich habe so eine harte Tiefenbräune da mir reingeholt.
Würde ich nicht noch mal machen, muss ich dazu sagen. Don't try this at home.
Phil
Ich glaube, das ist wirklich der Horror-Podcast für die Dermatologen.
Wenn die das hören, die denken so, oh mein Gott, das ging hier in die subkutane
Haut-Ebene hinein. Das ist eigentlich voll die Schädigung.
Micha
Hast du die Leber angegriffen. So tief rein ging das. Ja, ja, voll.
Phil
Eie, eie, eie, eie, eie. Wenn man schon Pigmentstörungen mitnimmt.
Ui, ui, ui. Oder natürlich Bräune in den Untiefen. Natürlich, das war pure Bräune.
Micha
Ja, ja.
Phil
Da ist nichts Schlimmes passiert.
Micha
Würde ich nicht nochmal machen. Aber gut, es ist wie es ist. Mal jung und naiv.
Phil
Ja, ja, ja. Wir mussten alle da durch. Wir mussten alle da durch. Ja.
Micha
Was ist sonst passiert, die Tage?
Phil
Ja, ansonsten, ich bin wieder da. Deswegen war es auch ein bisschen ruhiger
und still hier auf dem Kanal. Aber jetzt sind wir mit Nerdtalk wieder da.
Micha
Andi lässt sich entschuldigen.
Phil
Andi lässt sich entschuldigen.
Micha
Kurz dazu sagen, falls ihr es nicht gemerkt habt, dass wir jetzt nur bei Quatschen.
Phil
So richtig chillaxed am Samstagvormittag. Das ist ja auch wieder was Ungewöhnliches
für uns, sonst nehmen wir immer mal abends auf.
Jetzt echt so, draußen scheint die Sonne...
Micha
Das ist eine andere Energy. Schreibt uns in die Kommis. So wie hier eine andere
Vormittags-Energy haben.
Phil
Lasst uns ein Like da, wenn ihr genauso fühlt. Nein, aber ich habe es gerade
schon gesagt, ich war in Panama und es ist halt,
Ich war auf dieser Insel wirklich irgendwie vor der Küste von San Blas,
damit man es mal eingeordnet bekommt für diejenigen, die Panama kennen oder
irgendwie danach suchten.
Also da waren wir auf einer dieser vielen kleinen Inseln, die es da gibt.
Irgendwie so 300 Stück sind da so mitten im Meer drin.
Und auf so einer ganz kleinen Insel. Acht Hütten, wie gesagt,
maximal, wenn du trödelt, fünf Minuten einmal, um diese Insel zu umrunden.
Nichts außer Strand und Palmen. Also es ist wirklich pures Paradies gewesen.
Und guter Handyempfang.
Micha
Nicht so wie hier in Deutschland.
Phil
Da sind wir wieder beim Thema.
Micha
Danke Merkel. Wirklich, wo ist mein Handyempfang?
Phil
Digga, ich fand das so bemerkenswert. Wir haben mit Indigenen auf dieser Insel gelebt.
Es war wirklich total off von allem.
Strom gab es nur irgendwo in dem Dorfgemeinschaftshaus.
Micha
Was hast du denn für eine National Geographic Tour gemacht? Mit Indigenen,
es gab keinen Strom, was?
Phil
Ja, ist wirklich so. Warte mal, wie hießen die?
Micha
Warte, irgendwie, wo sind denn die Fotos überhaupt? Also erstmal,
weil das ist ja auch eine Sache, ne?
Früher hat man ja seine Fotos irgendwie so auf Flickr gehauen oder auf Twitter
oder auf Instagram. Das ist bei dir ja nix, das ist ja Funkstille.
Phil
Ja, das ist...
Micha
So, also du könntest mir hier sonst was erzählen.
Phil
Ja, ist aber so. Also ich habe tatsächlich, weiß nicht, ey.
Micha
Hast du Fotos gemacht überhaupt?
Phil
Ja, zu Genüge. Also durchaus einige. Und das sind alles, aber zu weiten Teilen,
es ist wirklich wild, aber es sind zu weiten Teilen echt so krasse Postkarten-Paradies-Motive.
Micha
Ja, komm, da möchte ich jetzt kurz mal was sehen im Slack. Das kann ja so nicht sein.
Phil
Ja, ja, ja.
Micha
Also er erzählt mir hier einen vom Pferd. Ich muss mir das ein bisschen bildlich vorstellen.
Also ich stelle mir echt vor, kennst du diesen Film? Wahrscheinlich nicht.
Es gibt diesen Film, der heißt Baby Dino Legend of the Lost Legend.
Irgendwie so. Und da gibt es so eine Szene, wo die auch so einen Dinosaurier
irgendwo im, ja, ich glaube im Amazonas oder was suchen.
Und dann werden die auch von so Indigenen quasi so aufgenommen und so.
So stelle ich mir das vor. Dass das so Typen waren mit so einem Stück Holz in
der Nase und wo du denen so zeigst, wie man ein Schokoriegel isst.
Phil
Ja, das ist jetzt zugegeben jetzt schon fast hart rassistisch.
Aber tatsächlich ist es fast so. Also wir hatten da tatsächlich,
das war, also es sind, das war das mal ein bisschen eingeordnet bekommen,
also dieses indigene Volk sind die Guna und die haben tatsächlich in Panama.
Micha
Nicht mit Doppel-O.
Phil
Nein.
Micha
Okay.
Phil
Und die haben tatsächlich in Panama so ein kleines, ich nenne es mal schon fast
Staatsgebiet, wo du auch richtig einreist.
Also es gibt eine Pseudogrenzkontrolle.
Micha
Alter Phil, sorry, ich sehe gerade die Bilder, das ist doch KI generiert, laber doch nicht.
Phil
Das ist echt... Warte mal, warte mal.
Micha
Und du fotografierst den 16 zu 9...
Phil
Ja.
Micha
Du bist ja einer.
Phil
Ich bin Fuchs. Du bist ein Fuchs.
Micha
Ja.
Phil
Ich habe jetzt gerade mal ein Foto hinterher geschickt, wo ich auf einer Baumschaukel
sitze. Auch wieder total.
Micha
Mit Sonnenbrand im Nacken.
Phil
Ja, mit hartem Sonnenbrand im
Nacken. Aber auch wieder. Also es ist wirklich so, du hast da die Palme.
Dort ist eine Schaukel angebracht an dieser Palme. Wobei, das ist jetzt explizit keine Palme.
Aber du sitzt da an diesem Strand, guckst in den Sonnenuntergang.
Und wie echt so im Paradies hast du da so eine Holzschaukel.
Und schaukelst da vor dich hin. Es ist wirklich überkrass.
Also die Guna, um da mal so unserem Bildungsauftrag zu folgen,
Sind da wirklich so ein indigenes Volk, was sich mit viel Aufwand natürlich
wieder von Panama in irgendeiner Form Land nicht erstritten hat,
sondern verteidigt hat sozusagen.
Dass sie gesagt haben, ey, wir leben hier schon ein bisschen länger,
als Panama existiert und wir wollen
jetzt auch irgendwie unser Territorium irgendwie auch noch behalten.
Und das haben sie jetzt. Und das ist super interessant. Es ist total unklar, wie viel es davon gibt.
Die leben in so Communities. Unsere Community bestand aus 43 Mitgliedern.
Micha
Sorry, aber diese Holzhütten, die ich da sehe auf den Fotos,
sind das deren Häuser oder sind das so Airbnbs für 1000 Dollar?
Phil
Nee, nee, das sind deren Häuser.
Micha
Echt? Das sind deren Häuser. Ja, da war das doch gar nicht so rassistisch,
was ich gesagt habe. Also wie leben die denn da?
Phil
Die leben wirklich eben in diesen Holzhütten da, ja.
Micha
Okay, aber das frage ich jetzt wirklich mit aufrichtigem Interesse. Tragen die Klamotten?
Phil
Ja, die tragen Klamotten, die sehen auch ganz vernünftig.
Micha
So ganz normal, so Tommy Hilfiger, Polo-Shirt und so.
Phil
Ja, so krass und auch wieder nicht, aber tatsächlich ganz normal.
Und die haben da durchaus ihren, also die wohnen auf diesen Inseln.
Unter anderem, wie gesagt, die haben auch so eine Art Nationalpark,
der denen gehört und deren größte Einnahmequelle ist trotz alledem der Tourismus.
Wir lebten da dann schon mit diesen Leuten auf dieser Insel zusammen,
aber trotz alledem, die leben in Holzhütten, beziehungsweise so,
das ist Bambus, glaube ich, oder so etwas, oder Palmholz.
Abdeckung war auf jeden Fall mit Palmblättern.
Und richtig krass.
Micha
Da hast du gewohnt.
Phil
Da habe ich gewohnt. Und richtig cool, jetzt wird es tatsächlich sehr klischeehaft.
Ich habe dir gerade noch mal ein Bild gesandt. Wir wurden morgens.
Micha
Da bläst einer in die Muschel.
Phil
Da bläst einer in die Muschel.
Micha
So ein Horn. Tatsächlich.
Phil
Für das Dorf. Fürs Essen wurden wir dann von einem Menschen zum Essen gerufen,
der in eine Muschel geblasen hat.
Und dadurch eben ein Tutton, ein Hornton losgetreten hat.
Und weil diese Insel halt so fucking klein ist, hast du das halt über diese
gesamte Insel gehört. Ja.
Micha
Krass. Ja, siehst du, da war ich so weit weg nicht mit ein Stück Holz in der
Nase. Also das ist schon sehr...
Exotisch? Sagt man das noch? Darf man das noch sagen? Exotisch?
Weiß ich auch nicht. Man weiß schon, was ich meine. Einem sehr fremd.
Phil
Tatsächlich. Und das ist auch super interessant gewesen. In Panama,
da sprichst du ja Spanisch.
Und ja, ich kann kein einziges Wort Spanisch.
Micha
Außer so sie. Muchas gracias. Con queso.
Phil
Aber als es losging so mit Nummern, wurde es schon schwierig bei mir.
Zwischenzeitlich habe ich das...
Micha
Einfach an Ricky Martin denken.
Phil
Wieso?
Micha
Ja, un, dos, tres, ne?
Phil
Ja, stimmt. Ja, also tatsächlich. Das kennt man noch so aus der Kindheit.
Un, dos, tres, cuatro, siete, seis. Das kriegt man gerade noch so hin.
Aber dann sieben wird schon schwieriger.
Micha
Weiß nicht. Siete.
Phil
Siete. Das ist richtig.
Micha
Ja, oder?
Phil
Acht.
Micha
Ocho.
Phil
Richtig. Ocho.
Micha
Ocho.
Phil
Ocho. Ocho.
Micha
Keine Ahnung. Nievo.
Phil
Alter.
Nievo. Richtig geil.
Micha
Ich hatte gar kein Spanisch in der Schule.
Phil
Ja, siehst du dich auch nicht.
Micha
Ja.
Phil
Wir aber mit Google Translator dahin und haben irgendwie so gesagt,
so, keine Ahnung, wir würden gerne noch Bettdecken haben wollen, weil die irgendwie...
Micha
Uff, ja, da wird es schwierig.
Phil
Tatsächlich, also es war irgendwie auch ein bisschen süß. Ich war da mit meinem
Travel Buddy Christian da unterwegs und wir haben dann so eine...
Das entwickelt sich vollkommen die falsche Richtung, was ich jetzt erzähle.
Aber wir hatten eine private Hütte, ja. Wir wollten nicht so...
Micha
Mit einem vibrierenden Wasserbett. Hahahaha. Hahahaha. Hahahaha.
Phil
Ich wusste, dass sie das da entwickelt.
Weil die Hütten, die sind shared und du hättest dann natürlich auch mit anderen
dort in derselben Hütte schlafen können.
Micha
Ah, okay. Weil die haben natürlich für die ganzen Touristenmassen,
haben die nicht so viele Hütten.
Phil
Ganz genau. Wie gesagt, die hatten acht Hütten und in einer Hütte waren dann
irgendwie drei oder vier Betten und wir wollten die dann nicht irgendwie shared
machen. Deswegen hatten wir zu zweit eine und es gab dann in dieser Hütte so
in Anführungsstrichen so von der Dimension ein normales Bett.
Und ein, ich nenne es mal Queen-Size-Bett. Und die haben uns wirklich in das
Queen-Size-Bett bezogen.
Weil sie wahrscheinlich irgendwie so dachten, da kommt jetzt so ein Couple.
Und dann mussten wir tatsächlich nochmal...
Micha
Ja, Queen-Size ist jetzt auch nicht so los. Das ist ja 1,40, oder?
Phil
Ja, aber so.
Und was wollte ich sagen? Genau, dann haben wir mit Google Translator halt nach
weiteren Laken und Betzeug gefragt.
Und ich halte denen da das Spanische hin.
Und erst mal voll die Probleme, das zu lesen. muss man sagen.
Micha
Ach so, ist ein anderes Spanisch?
Phil
Und dann haben die das auch nicht verstanden. Ich dachte so,
Leute, Alter, offensichtlich.
Micha
Ja, Freunde, so können wir nicht weiter. So können wir nicht weiter hier.
Phil
Und dann haben wir das im Nachhinein alles mal gegoogelt. Also tatsächlich haben
die Guna eine eigene Sprache, die auch komplett eine andere ist als Spanisch.
Und die wird auch nicht gelehrt.
Micha
Ach so, die wird einfach vererbt.
Phil
Genau, die wird vererbt. Die wird nirgendwo gelehrt, nirgendwo auf der Welt.
Die ist auch nicht richtig dokumentiert und so. Das ist wirklich so eine… Aber Spanisch.
Micha
Also echt?
Phil
Also es ist fernab von Spanisch.
Micha
Verstehenden kennt Spanisch oder was?
Phil
Genau und deswegen ist Spanisch für die eine Fremdsprache. Und die haben dann
so eine Art von Schule, wo sie irgendwie dann auch Spanisch und insbesondere
Spanisch und Englisch lernen sollen.
Sagen wir es mal so, so erfolgreich war es zumindest bei der Community,
wo wir jetzt waren, nicht.
Da war es wirklich mit Spanisch und Englisch eher schwierig.
Aber es ist tatsächlich, wir hatten dann abends doch mal mit jemandem zusammengesessen
und haben dann mit einzelnen englischen Vokabeln und Händen und Füßen irgendwo
uns dann doch kommunizieren können.
Und tatsächlich, deren Sprache hat überhaupt nichts mit dem klassischen Spanisch
oder anderen Sprachen zu tun.
Das ist schon wild. Das war wirklich interessant, da mal irgendwie mit denen
da zusammenzuleben man doch irgendwie so festzustellen, okay, da gibt es,
Das ist ja eigentlich auch sehr schön, da gibt es Menschen, die wirklich so
ganz andere Gesellschaftsstrukturen haben und einen ganz anderen Lebensstil,
als man so in dieser, ich nenne es mal, westlichen Welt kennt.
Da herrscht auch das absolute Matriarchat vor.
Also die Frau ist da wirklich King of Kotlet und wenn der Mann da heiratet,
dann muss der Mann in die Hütte der Frau ziehen und so etwas und muss für die
Frau und die Familie arbeiten.
Das ist total interessant, ja. Ja, und du kannst ja, ja.
Micha
Ja, und du bist ja, also, was ich mich ja frage die ganze Zeit bei deinen Ausführungen
ist, wie kommst du denn da drauf oder dahin?
Oder im Flugzeug? Nee, nee, schon klar, aber du, also weißt du, du so, ja, ach,
ich habe so meinen IT-Job und so und ich mache jetzt, ich fahre jetzt in einen
der abgelegensten Orte irgendwie der Welt Und das ist ja nichts,
dass man jetzt einfach mal so auf Airbnb sich klar macht oder so.
Phil
Also ich habe da ja meinen Travelbody, mit dem ich ja auch in Shanghai und sowas war.
Und erstmal grundsätzlich entstanden ist das ja auch wieder ganz kurios.
Wir wollten eigentlich nach Nicaragua und hätten dann über die USA fliegen müssen.
Und dann kamen wir so in die USA.
Also wenn man da einfach auch nur Transit macht, man reist tatsächlich in die
USA ein und muss dann wieder aus der USA offiziell auch wieder ausreisen.
Und wir alle bekommen gerade so
mit, wie das mit Einreisebestimmungen auch übergreifend von irgendwelchen,
Trump unlieben Leuten ist, dass man da wirklich irgendwie durchleuchtet wird
oder viele Dinge angeben muss. Und dann haben wir so gesagt, wollen wir das?
Und wir sind übereingekommen, nein.
Und Christian, so heißt der Travel Buddy, sagt dann so, ja, warte mal,
dann wärst du bereit, irgendwie nochmal 200 Euro vielleicht mehr zu bezahlen
für einen etwas anderen Flug, der ein bisschen teurer ist, aber dann fliegen
wir nicht über die USA. Und dann sagte ich so, ja, such mal. Und er begann zu suchen.
Und tatsächlich, literally, die nächste Nachricht, die ich bekam,
war, Phil, wir fliegen nach Panama.
So, dann flogen wir halt nach Panama. Und tatsächlich hat er von einer Kollegin
halt erfahren, Mensch, das ist ganz geil, du musst dir in San Blas die Inseln
anschauen. Und tatsächlich ist das in Panama, wenn du dort als Tourist hinreist,
auch irgendwie so ein Ding.
Es gibt von diesen Inseln, wie gesagt, irgendwie so 300, die natürlich alle
jetzt nicht bewohnt sind, aber viele sind bewohnt.
Und dann kannst du dich da halt mit so einem auch durchaus funktionierenden
System hinchauffieren lassen und dann da auf dieser Insel leben.
Das heißt, es ist gar nicht mal so abwegig.
Micha
Etwas zu machen. Okay, es ist schon touristisch erschlossen,
sage ich mal. ohne, dass es jetzt eine Einkaufsmeile gibt mit irgendwie einem Hardrock-Café.
Phil
Aber es ist tatsächlich so touristisch erschlossen, dass du...
Micha
Aber man kann da hingefahren werden.
Phil
Genau, du hast dann einen WhatsApp-Kontakt, diesen WhatsApp-Kontakt,
den haust du an und der organisiert dir dann tatsächlich einen Transfer,
die Einreise sozusagen in das Nationalgebiet, auch die Abgaben,
du musst da Einreisegebühr bezahlen und der kümmert sich auch um den Boottransfer
und auch wieder rückholen und alles etwas, das klappt tatsächlich ich ganz gut
und ist halt jetzt nicht von so einem klassischen Reiseorganisationen,
aber dann doch von Menschen, die da alles zusammenhalten, organisiert, ja.
Micha
Ach, ich sehe hier gerade, okay.
Phil
Ich kann es nur empfehlen, es ist so geil.
Micha
Nee, es sieht wirklich richtig krass aus, also ja, Postkarten halt,
kannst eine Postkarte nach der anderen hinzimmern.
Phil
Ja.
Micha
Wobei mir natürlich hier schon auch ein bisschen...
Wie soll ich sagen, nicht die Lust vergeht oder so. Ich klicke mich gerade so
durch so Bilder auf TripAdvisor und so Gunayala-Region.
Phil
Ganz genau, das ist das.
Micha
Und dann sehe ich da die ganzen Yachten angelegt und denke mir so, naja.
Phil
Nicht bei uns.
Micha
Achso, okay.
Phil
Es ist, also wenn man, also tatsächlich so als Bottomline Panama auf jeden Fall,
es klingt total absurd irgendwie. Also allen, denen ich erzählt habe,
ich fahre nach Panama, alle so, Panama, oh wie schön ist Panama.
Micha
Ja, genau, Janosch, ne?
Phil
Ja, genau. Aber erstens, ich habe dann vor Ort festgestellt,
so wild ist das gar nicht.
Also wir haben sehr, sehr viele auch Deutsche getroffen, also überraschend viele Deutsche.
Das ist so Punkt eins. Und Punkt zwei, Panama ist unfassbar schön.
Also es ist wirklich...
Micha
Also jetzt doch, oh wie schön ist Panama.
Phil
Ja, doch, doch, doch, doch, doch.
Micha
Ja, glaube ich, glaube ich, glaube ich. Ich habe ja so ein Fotobuch gemacht.
Über, keine Ahnung wie, Umwege, Generationelles, Weiterreichen und so,
sind so Negative in meinem Besitz, Fotonegative aus den 1930ern,
auch unter anderem von Panama.
Also es ist so eine Südamerika-Reise, da ist auch ein bisschen Mexiko,
glaube ich, dabei und ein bisschen noch Brasilien und so.
Aber da sind auch ein paar Fotos aus Panama dabei und da denke ich so,
ah, das irgendwie, das hat schon was.
Ich meine, gut, das ist jetzt 100 Jahre her, aber ich habe mir diese Fotos,
ich habe mir die ja alle gescannt und ich habe auch ein paar Bilder tatsächlich
in meinem Flur hängen von diesen alten Fotos.
Aber das hat schon einen Vibe, sage ich mal, einen Flair da.
Phil
In direkter Nähe ist ja Costa Rica und das ist ja vielleicht etwas,
was wir weißen Deutschen häufiger besuchen und wir haben auch einige Touristen
getroffen, die teilweise so einen Roundtrip machen,
irgendwie so Costa Rica, Kolumbien,
Panama und nahezu alle, die wir getroffen haben, sagten aber auch so,
hey, Panama ist schon schön.
Und Costa Rica auch. Ich war noch nie da.
Costa Rica soll auch sehr schön sein, aber Panama ist da halt so dieses Ticken
weniger touristisch erschlossen.
Weißt du, Costa Rica soll man merken, dass da wirklich sehr,
sehr viel auf Tourismus ausgelegt ist und Panama ist da so ein bisschen...
Gesettelter, ein bisschen lokal-coloriter sozusagen.
Die haben sich die Tradition noch so gewahrt, auch unabhängig von den Gunnar,
was natürlich jetzt eine sehr krasse Ausprägung von Wahrung der eigenen Kultur ist.
Und du merkst einfach Panama an, dass das eben nicht so shiny ist und so etwas,
sondern einfach, dass da das Leben ein bisschen anders und mehr lateinamerikanisch pulsiert.
Ist schon cool.
Micha
Ja, ganz geil. Ganz geil, schon ein cooler Urlaub.
Phil
Definitiv, definitiv.
Micha
Wie lange warst du da?
Phil
Zwei Wochen. Und dann waren wir einmal, also für diejenigen,
die jetzt vielleicht doch entweder nach Panama mal wollen oder da mal da waren.
Wir waren in Panama City, sind dann nach Bocco del Toro.
Das ist so eine Halbinsel, wo eigentlich ganz viel so gefeiert wird.
Ich nenne es mal das Mallorca von Panama. Aber wir waren halt Ende April geht
es los mit der Regensaison.
Und von daher mit der Regenzeit. Und von daher waren kaum noch Touris da.
Wir waren noch ein bisschen off.
Aber das war sehr schön. Dann sind wir nach Bokette. Das ist so Berge, wirklich.
Also hohe Berge. Wir sind dann auch bei einer Kaffeefarm gewesen.
Und wir haben, warte mal, es gibt eine, es gibt eine, auch voll krass,
wir sind einen Track gegangen, den Pianist's Trail. Jetzt musst du sagen, oh.
Micha
Ja, oh.
Phil
Ja. Denn da sind, warte mal, ich muss mal kurz googeln, wie die guten Kolleginnen
und Kollegen da nochmal heißen.
Zwei Frauen, junge Frauen verloren gegangen. Die sind bis heute immer noch nicht...
Micha
Habt ihr wiedergefunden?
Phil
Nein, aber wirklich, die sind da langgegangen und...
Micha
Und da dachtest du, das machen wir auch.
Ja, das ist die richtige Reaktion, ja.
Phil
Ja, nein, also ich finde es jetzt gerade so auf die Schnelle nicht.
Zwei junge Frauen sind diesen Wanderweg, der auch relativ anstrengend war,
vor zehn Jahren gegangen und sind wirklich lost und man weiß nicht, was ihnen passiert ist.
Man hat aber irgendwie nach Wochen dann irgendwie deren ausgebleichte Schädelknochen
gefunden und alle sagen so, wie kann das so ausgebleicht sein,
das sieht ja fast wie gewaschen aus und tatsächlich chemisch gebleicht.
Man hat nie die gesamten Knochen gefunden.
Es hat irgendwie tag- und wochenweise auf deren Handys irgendwelche komischen
Fotos gegeben und man weiß nicht, was mit dem passiert ist.
Und das ist so eine Urban Legend sozusagen geworden und wirklich so ein bisschen creepy.
Micha
Ja, herzlich willkommen bei unserem True Crime Podcast. Finde ich super,
wie du einfach deine schöne Panama-Reise direkt in so eine Ecke jetzt gebracht hast.
Phil
Und dann Lisanne Frohn, glaube ich, also spricht man das auf Niederländisch
aus, Lisanne, egal, und Chris Kremers, zwei junge Mädels.
Genau, diesen Trail sind wir gegangen, ich bin noch da, mir geht's gut.
Aber da waren wir oben in den Wolken.
Micha
Aber deine Begleitung nicht mehr.
Phil
Ja, ganz genau. Und dann waren wir halt am Ende.
Micha
Ja, und ist das noch nicht verfilmt worden?
Phil
Noch nicht, noch nicht. Aber es gibt ganz viele tatsächlich True Crime YouTube
Channels und sowas, die sich damit auseinandersetzen, weil ein bisschen creepy
ist das schon, weil man nicht weiß, was mit denen passiert ist.
Auf einmal, man findet zum Beispiel auch deren Rucksack und der Rucksack war
super sauber und da waren auch saubere Kleidung in diesem Rucksack und so etwas.
Man fragt sich, wenn du irgendwie lost in the jungle bist, ja,
also es ist wirklich so in den Bergen, Dschungel und weiß ich nicht alles und
da irgendwo tageweise verloren oder offensichtlich über Tage da irgendwie gelebt,
gewandert, die versucht zu retten hast,
dann wird so ein Rucksack nicht super sauber sein.
Und trotz alledem war er das. Und ja, man weiß halt nicht, wo sich das hinbewegt.
Kannibalen ist, also dass die einfach aufgefressen wurden. Vielleicht ein Verbrechen
und man hat sie verschwinden lassen oder so etwas. Also richtig creepy.
Ja, kann man sich auch mit auseinandersetzen. Ja, so.
Dann am Ende diese Insel, dann waren wir wieder zurück über Panama City.
Ich habe den Panama-Kanal gesehen, war auch super interessant. sein.
Ja, Fat nach Panama.
Micha
Geil, coole Experiences.
Phil
Ist so, ist so.
Micha
Ne, auch geile Fotos und so, ja. Also.
Phil
Aber was habe ich denn jetzt hier in der Tech-Welt verpasst?
Micha
Ja, in der Tech-Welt, da hat sich ja so einiges getan. Du warst ja komplett unplugged.
Phil
Ist so.
Micha
Ja, obwohl wir ja seit 20 Jahren jetzt plugged in sind gewissermaßen,
weil Twitter ist jetzt 20 Jahre alt geworden.
Phil
Wer, was, Twitter?
Micha
Twitter, du erinnerst dich, formerly known as Twitter. Ich sage immer noch Twitter.
Ich sage, also ganz ehrlich.
Phil
Ja, nein, also ich wehre mich auch ganz hart. Ich musste so ein bisschen schmunzeln.
Wir haben ja auch so eine Nerd-Talk-Vorlage für Briefe und so etwas.
Und da steht unten auch noch Twitter drin und ich lasse das so.
Ich schreibe doch nicht X daneben.
Micha
Ja, ja, voll. Also, ja, X.
Phil
Wo landen wir da?
Micha
Ja, ja, voll. Ja, auf jeden Fall, der erste Tweet wurde abgesetzt am 21.
März von Jack Dorsey, dem Erfinder von Twitter und so, 2006.
Und das ist jetzt, ja, ist jetzt 20 Jahre her. Und so ein bisschen hat mich
das ja zum Denken gebracht.
So ein bisschen dachte ich so, hm, 20, also erstmal muss man sich auf die Zunge
zergehen. Das sind 20 Jahre, das ist halt fucking lang.
Also so 20 Jahre, das ist ja nicht so wie so 10 Jahre, so irgendein Startup
hält halt vielleicht 10 Jahre am Markt durch.
Aber 20 Jahre, das ist ja schon viel.
Und vor allem ist Twitter ja auch echt so gesellschaftsdefinierend.
Also jedes Staatsoberhaupt, jeder Ministerpräsident und bla hat irgendwie so ein Account.
Und ist ja auch zu so einem Medium geworden, wo dann einfach auch so wirklich
internationale Diplomatie quasi auch mit drauf verhandelt wird.
Und irgendwie denke ich mir so...
Idee gut, Umsetzung, müssen wir nochmal drüber reden, glaube ich.
Phil
Ja, das ist aber so ein schleichender Prozess gewesen.
Es war eben nicht so, dass Twitter irgendwie erstens von Tag 1 jetzt in der
Mitte der Gesellschaft stand und Punkt 2, also Twitter hatte auch eine,
ich nenne es mal, positive Hochphase.
Also du warst auf Twitter, ich weiß nicht, ob du, ich glaube.
Micha
Andi hat mich reingeholt.
Phil
Siehste.
Micha
Ja, ich erinnere mich, wir saßen, wir haben so eine, Ich weiß sogar den genauen Tag, glaube ich.
Ich glaube, wir haben nämlich so eine Fototour gemacht, wo wir irgendwie,
glaube ich, am Frühlingsfest rumgelaufen sind und so.
Und dann fing Andi mir an zu erzählen, so ja, Twitter und so. Und ich war so...
Was soll ich denn damit? Wen interessiert denn das, was ich mache?
Und dann hast du es halt ausprobiert und zack, hooked.
Phil
Ja, also ich habe ja auch meinen Twitter-Account und so und irgendwie ist das
jetzt aber auch in einer Versenkung verschwunden.
Auch vor der Übernahme von Elon Musk war das Ding ja wirklich schon so eigentlich
durch, weil dass der immer mehr
sich da vergiftete und irgendwie eine ganz komische Ausprägung annahm.
Und jetzt sind wir da angekommen, ganz unabhängig von Twitter,
dass ja hier ganze Nationen Social Media verbieten.
Also es ist irgendwie, aber Twitter ist da tatsächlich irgendwie so ein ganz
zentrales Element dieser Social Media und ich nenne es mal Short Message Kommunikation
gewesen und es ist teilweise ja heute auch noch,
man schaue sich Truth Social an, ist im Grunde ja auch ein Twitter-Klon und
Trump regiert da drüber quasi, es ist schon abgefahren.
Micha
Und beeinflusst die Aktienmärkte und alles. Also das ist halt richtig krass.
Ja, also zum Thema schleichender Prozess, genau das ist es nämlich.
Also weil viele Dinge, die wir heutzutage so als schwierig empfinden oder so, also auch KI und so,
das sind ja Dinge, die sind ja nicht plötzlich aus dem Nichts aufgetaucht,
sondern auf einmal merkt man so, wie man eigentlich so die Punkte alle rückwirkend
verbinden kann zueinander.
Also ich habe in unserem internen Slack hatte ich ja,
Dieses Video geteilt, ich weiß nicht, ob du es dir angeschaut hast, mit Pokémon Go, ne?
Phil
Ja.
Micha
Das war ja so the crazy shit, wo jeder mitgemacht hat. Ich nicht übrigens.
Ich auch nicht übrigens. Oh, sehr gut. Okay. Aber alle waren so die ganze Welt
so, oh, ich sammle hier Pokémons und so.
So und sind durch die Gegend gelaufen mit ihren Handys, haben irgendwie Landmarks gefilmt und so.
Und haben im Grunde genommen einen Datensatz erstellt für irgendeine Firma,
die jetzt irgendwie in saudischer Hand ist und überhaupt.
Die jetzt quasi auf diesen ganzen globalen Positionsdaten sitzt,
mit Bildern, mit allem, mit irgendwie triangulierten Bewegungsmustern und alles
und benutzen die jetzt quasi,
um KI zu trainieren, um die Daten weiterzugeben, um die zu verkaufen,
um irgendwelche Software zu entwickeln, um militärisch das vielleicht auch zu nutzen und so.
Und da denke ich mir so, das war alles irgendwie nicht so gedacht, oder?
Also ich meine, ich verstehe, dass Firmen das machen, ist gar keine Frage,
aber wir sind halt irgendwie auch so reingeschlittert in so,
ey, das ist ja cool, das ist ja die neue Welt, so, wir können ja jetzt alles,
wir können jetzt alles machen, mein Handy hat jetzt eine Kamera auch drin, ist ja cool und eine,
Selfie-Kamera, da kann ich ja jetzt mit meinen Oma und Opa facetimen und so.
Aber eigentlich sind diese Sachen, die werden alle so.
Uns präsentiert, entweder als Spiel oder als wie so Convenience und als irgendwie
digitale Freiheit und so.
Aber am Ende des Tages ist es halt alles irgendwie große Konzerne,
die unsere Daten abgrabbeln.
Und ich meine, das ist jetzt keine neue Erkenntnis, das wussten wir,
aber es ist halt irgendwie so, es wird halt langsam so deutlich,
also weil das war immer so ein ungreifbares Konstrukt von wegen,
ja, was bedeutet das denn, Daten sammeln?
Aber mittlerweile ist es halt nicht mal mehr sammeln, sondern mittlerweile ist
es halt verwerten und wir sind einfach in so eine Ecke gerutscht,
finde ich, wo wir so, glaube ich, jetzt wirklich auch eine Legislative brauchen,
die das wieder ein bisschen zurecht drückt.
Und da muss ich sagen, ich bin ja
ein großer Europa-Fan und ich finde so tatsächlich, die Europäische Union,
glaube ich, also zumindest das, was ich so mitkriege macht auch einiges richtig,
ehrlich gesagt mit so Tech-Konzernen und von Dingen so, ja sorry, aber.
Datennutzung hier bitte nicht und wenn, dann muss der Server bitte auch hier stehen und so,
ja, irgendwie man weiß sich halt auch nicht mehr so richtig dagegen jetzt zu
wehren, ne, ich denke mir halt nur,
Leute, wenn die nächste Ice-Bucket-Challenge kommt oder so sah meine Mutter
vor 20 Jahren aus, ja, irgendwelche komischen Challenges, die darauf abzielen,
dass ihr irgendwie Fotos irgendwo hochladet, denkt einfach nochmal drüber nach.
Wem bringt denn das was? Das ist übrigens auch der Grund, warum ich bei Twitter
auch eigentlich nicht mehr bin, weil ich denke so, okay, die 13 Leute, die mir folgen,
von denen über die Hälfte, ja, drei Viertel gar nicht mehr bei Twitter reingucken,
so, das heißt, es gibt genau so drei Leute wahrscheinlich, die das irgendwie
interessiert, wenn ich da irgendwas poste.
Die interessiert es dann halt wahrscheinlich auch nicht.
Und eigentlich tue ich damit nichts anderes, als halt auch dann einem Konzern
kostenlos Daten von mir zur Verfügung zu stellen. Und da habe ich irgendwie keinen Bock drauf.
Phil
Sagt derjenige, der an einem Apple MacBook sitzt und den iCloud-Sync nutzt.
Micha
Ja, was soll ich denn machen? Also was soll ich denn machen?
Für yourself. Nutze Ubuntu.
Phil
Genau, nutze Ubuntu.
Micha
Ja, genau. Ja, aber das ist ja, wir sind ja gefangen in dieser Welt.
Also wir kommen da ja gar nicht mehr raus.
Also dieses Thema Privatsphäre haben wir schon häufiger diskutiert,
aber wir sind einfach zu tief drin.
Also da müssen wir jetzt eigentlich auf die Politik hoffen, dass das irgendwie geregelt wird alles.
Und KI auch und so. Also das ist zu spät.
Wir können nicht mehr als Individuum aussteigen. Das geht nicht.
Du existierst einfach nicht. Ohne Handy kannst du ja mittlerweile in manchen
Restaurants gar nichts mehr bestellen. Ja.
Phil
Ja, riesiges Thema. Auf jeden Fall, Twitter ist geil.
Genau, ich weiß jetzt auch nicht. Wir sind von Twitter zu Pokémon Go,
zu KI-Fordering. Also tatsächlich.
Micha
Du hast recht, es ist ein schleichender Prozess.
Phil
Genau, es ist ein schleichender Prozess. Und was dieses Pokémon Go betrifft,
also du hast es ja so ein bisschen angerissen.
Wir haben Pokémon Go genutzt. Und der große Vorteil jetzt ist natürlich,
man hat diese Portale, glaube ich, oder sowas sind es, die man da scannen muss
mit Pokémon Go und das sind immer so Points of Interest, irgendwelche Statuen,
irgendwelche Häuser oder sonst etwas und ja, jedes Bild, was wir dann da mit Pokémon Go,
mit Augmented Reality eingefangen haben, wurde dann übertragen und so hat man
jetzt natürlich von Statuen,
von Häuserwänden, von allem quasi perfekte Aufnahmen,
hell, dunkel, aus verschiedensten Winkeln, in den verschiedensten Auflösungen,
bei Sonnenschein, bei Regen, bei allem und so.
Wenn man das alles übereinander legt, kann man jetzt natürlich hervorragend
bis auf wenige Zentimeter im Grunde nachvollziehen, wo Menschen sind,
weil das Bildmaterial dafür da ist.
Ich finde das ein bisschen stumm im Wasserglas, was du da jetzt gerade so als...
Ich finde es schlimmer, wenn Dinge geschehen und es geht persönlich in irgendeiner Form an dich ran.
Micha
Ja, das ist ja ein kleiner Schritt.
Phil
Persönlich auf dich zurückgeführt wird und auf einmal dann, keine Ahnung,
Profile über dich erstellt werden oder so etwas.
Micha
Ja, aber werden sie ja.
Phil
Naja, du lädst Fotos hoch und tatsächlich hat das ja nichts damit zu tun.
Da ist ein Micha und der hat das Foto in Pokémon Go bereitgestellt.
Micha
Nee, jetzt Pokémon Go nicht, aber das ist ja die Vorarbeit, die dafür gemacht
wird, sofort danach ermitteln zu können, zum Beispiel, wo du bist von einem Foto.
Das stimmt. Das stimmt, ja. Das ist ja nur sozusagen die Datengrundlage,
die da geschaffen wurde, aufgrund derer du dann überwacht werden kannst.
Noch engmaschiger, als du es ohnehin wirst.
Weil dann nicht mehr nur ist, was machst du eigentlich im Internet,
sondern was machst du eigentlich auch in der echten Welt?
Wo befindest du dich? Da brauchen wir eigentlich gar keine Kameraüberwachung
mehr im öffentlichen Raum, weil das macht ja jeder freiwillig schon mit seinem Handy.
Phil
Okay, jetzt verstehe ich so ein bisschen, wo du hin willst.
Micha
Genau, das ist ja das Problem. Weil wir haben, also ich finde,
die ökonomische Rechnung des Ganzen ist ja auch so, bringt mich ja so ein bisschen zum Rasen.
Weil wir stellen Unternehmen unsere Daten zur Verfügung, die die ökonomisch nutzen,
also wir haben ja gar keinen ökonomischen Nutzen davon, sondern Unternehmen
nutzen unsere Daten für ihre ökonomischen Ziele, also das heißt eine KI zu trainieren,
irgendwie die Datensätze weiter zu verkaufen etc. etc.,
Und gleichzeitig wird uns aber dann Geld abgenommen für einen iCloud-Drive,
für einen G-Drive und so, wo ich so denke, nee, nee, nee, nee,
nee, nee, nee, also so schon mal gar nicht.
Also ihr wollt doch, ihr wollt doch unsere Daten.
Also das ist ja so wie Geld bei einer Bank lagern quasi.
Also jede Bank, die Kontoführungsgebühren erhebt, da denkst du dir so,
ja, nee, seid ihr bescheuert, ich gebe euch ja mein Geld.
Also dann, ihr könnt ja in der Zwischenzeit mit diesem Geld operieren so,
ne, also nee, ich möchte bitte ein kostenloses Konto haben.
Und da denke ich, so wäre es halt das Mindeste auch, dass eigentlich die ganzen
Konzerne sagen, ja komm, G-Drive, 100 Gigabyte, free, whatever so.
Also ist ja nicht der Fall. Wir werden ja schön zur Kasse gebeten,
weil wir das so als irgendwie Convenience betrachten.
Oder auch bei Pokémon Go eben, weißt du, du irgendwelche In-App-Purchases hast
für irgendwelche, keine Ahnung, Powerbooster und so.
Wo du so denkst, warum muss ich denn jetzt noch Geld bezahlen,
dass sich Unternehmen an unsere Daten bereichern? Das ist ja total auf den Kopf
gestellt, diese ökonomische Rechnung.
Phil
Du bist ja aber schon im Klaren darüber, dass das eine sehr utopische Sichtweise ist, ja?
Micha
Natürlich, aber ich meine, hey, es ist nicht deine Schuld, dass die Welt ist,
wie sie ist. Es ist nur deine Schuld, wenn sie so bleibt.
Herzlich willkommen zu einem anderen Podcast.
Wir sind wie so ein Chamäleon. Wir gehen durch alle Genres einmal durch hier.
Phil
Ja, stimmt. Also sei die Graswurzelbewegung, bitte. Legt los.
Micha
Nee, ich meine, man ist ja zu bequem. Man ist halt zu bequem.
Ich denke so, bitte Politik, rette uns.
Also die Politik muss uns jetzt retten.
Phil
Ja, wobei...
Micha
Ganz ehrlich.
Phil
Also ja, ja, korrekt. Also übergreifend muss die Politik uns retten,
weil sie einfach da Leitplanken und Gesetze aufstellen muss,
wo man sich dran zu halten hat oder nicht.
Und da gibt es jetzt ja auch schon große Initiativen, wo ich dir aber zustimme,
so richtig, ja, sind sie noch nicht.
Also wir sind jetzt nicht kurz davor, irgendwie das große KI-Gesetz zu bekommen.
So, darauf wollte ich noch.
Micha
Nee, das stimmt. Aber das liegt
halt auch daran, dass sich dieser Themenkomplex so schnell verändert.
Phil
Richtig. Das ist kein schleichender Prozess, um darauf zurückzukommen,
sondern ich meine, das haben wir jetzt schon die letzten zwei Jahre nahezu in
jeder Nerdtalk-Sendung thematisiert,
wie schnell KI sich entwickelt und dass wir alle drei eher dystopisch da so
ein bisschen in die Zukunft gucken,
wie sich das alles entwickelt, ist jetzt ja auch ein offenes Geheimnis. Ja.
Ja, da kommt man gar nicht hinterher und wie soll dann eine EU da hinterher
kommen, das alles zu managen und so etwas und dann zu klären und irgendwo,
global galaktisch irgendwie festzusetzen, sodass alle Nationen happy sind und
dann im Zweifel auch noch das auf ihr nationales Recht runterbrechen können, wenn sie es wollen.
Das ist halt alles nicht so einfach und in der Zwischenzeit kommen die Elon
Musks und sonst wäre es um die Ecke und die Open AI.
Micha
Mit Taschen voll Geld.
Phil
Ja, und ballern.
Micha
Machen einfach mal.
Phil
Ich habe gerade wieder gestern eine Doku über,
Peter Thiel gesehen, der das halt auch einmal, der alles mit Geld erschlägt
und einfach auch ganz offen sagt, Demokratie ist ein Thema, das brauchen wir nicht mehr.
Micha
Ja, dieses Manifest, ne?
Phil
Genau, Demokratie, genau, Palantir und sowas, Demokratie und so etwas hindert
die Menschheit am Fortschritt und so etwas.
Und wir wollen jetzt einmal die gesamte Gesellschaft revolutionieren, ja.
Micha
Ja, du, also ich sag mal so,
Die Menschheit wird sich in eine andere Richtung entwickeln müssen,
glaube ich, weil ich glaube, dieses Konstrukt, das wir jetzt hatten über die
letzten 100 Jahre, 150 Jahre mit Krieg und allem, ich glaube,
das funktioniert so nicht mehr.
Also ich glaube, wir werden irgendwie eine andere Gesellschaftsstruktur finden
müssen, vor allem, weil eben KI viele Jobs übernehmen wird und so weiter.
Also sehr ähnlich wie die industrielle Revolution, wo man plötzlich auch dachte,
ja okay, dann ist jetzt offensichtlich der Fahrstuhlknopfdrücker,
so Fahrstuhloperator ist halt einfach kein Beruf, der existiert.
Oder irgendwie, keine Ahnung, in einer Fabrik irgendwie, weißt du,
Stahlgießer, was weiß ich.
Also klar, da gibt es immer noch Menschen, die diese Maschinen bedienen,
aber das hat sich ja alles verändert.
Und genauso wird es jetzt in den nächsten 10, 20 Jahren auch werden mit KI und
so, dass die Menschen sich einfach irgendwie neue Aufgaben finden müssen.
Nur der Punkt ist, finden wir das?
Also das ist ja das große Problem. Und ich glaube, dass wir perspektivisch,
also in so 200 Jahren, in 100 Jahren, wie auch immer, ich könnte mir schon vorstellen,
dass wir zu so einer Star Trek Utopie kommen.
Also ich kann mir schon vorstellen, dass wir da ankommen, dass wir den Kapitalismus
und irgendwie auch die Demokratie hinter uns lassen und sagen, hey.
Pass auf, es gibt jetzt irgendwie eine Gesellschaftsform, wo die Leute sozusagen
arbeiten, um sich selbst oder der Menschheit irgendwie altruistisch irgendwie
zu helfen und die Menschheit vorwärts zu bewegen.
Wir müssen aber nicht arbeiten, weil wir können eigentlich alles replizieren
und wir haben eine KI, die für uns denkt und so.
Und das kann schon sein. Nur der Punkt ist, es wird eine Phase dazwischen geben,
die wird fucking hässlich.
Also ich glaube, bis wir da hinkommen, da muss noch eine Phase dazwischen stattfinden,
wo die Menschheit einfach so einen Bruch erfährt, wo man einfach merkt,
okay, so kann es ja jetzt auch nicht weitergehen.
Und dann, Mann, irgendwann... Also ich glaube, das ist echt der Horror, das zu sagen.
Aber ich glaube, der Leidensdruck der Menschheit muss erst groß genug werden, dass jeder...
Auch eingenordet wird auf dieses okay, wir sind jetzt tatsächlich in so einer,
wir müssen zu so einer Utopie hin, wo jeder jedem hilft und jeder für den anderen
irgendwie mitarbeitet, wenn
er es möchte und wenn niemand es nicht möchte, ist das auch okay, weil,
Also so wie es die letzten 100 Jahre funktioniert, ich glaube nicht,
dass das weitere 100 Jahre nochmal funktionieren wird.
Phil
Wäre schlimm, wenn das so wäre.
Micha
Ja.
Phil
So, aber ja, also man hat ja zumindest Möglichkeiten, das zu formen.
Also wo du jetzt so sagtest, wir können ja gar nichts tun und die Politik muss
was tun. Also man darf ja auch selber was tun.
Micha
Ja, natürlich, wählen gehen vor allem.
Phil
Tatsächlich? Geht wählen.
Micha
Solange wir noch eine Demokratie haben.
Phil
Bitter, das so aussprechen zu müssen.
Micha
Bis unsere KI das für uns macht.
Phil
Ja, das aussprechen zu müssen und wir wissen alle, wie ernsthaft die Lage ist.
Ich habe Anfang des Jahres über den D-Day gesprochen, den Digital Independence Day.
Das ist ja zumindest auch irgendwie ein Versuch eben als Einzelner irgendwas verändern zu können.
Also unter di.day kriegt man so Wechselrezepte, wie man sich zum Beispiel von
Microsoft lösen kann, wie man tatsächlich sich von Windows lösen kann,
tatsächlich auf Linux oder wie man,
keine Ahnung, Twitter in den Hintern tritt.
Und wenn man da irgendwas sagt, ich will da trotz alledem dieses Twitter-Feeling
haben, zum Beispiel auf Mastodon wechselt.
Micha
Wo auch keiner ist, aber immerhin auch keine rechten Nazi-Trolle.
Wobei das große Problem sind ja nicht die Leute, die auf Twitter sind,
sondern ich glaube der Algorithmus.
Also das große Problem Aufmerksamkeitsökonomie, das ist halt das Problem.
Phil
Aber worauf ich hinaus möchte, ganz unabhängig jetzt von der Diskussion Twitter,
Mastodon, kann man nochmal ein separates Thema machen, vielleicht nicht heute.
Micha
Ach nö.
Phil
Ach nö, genau.
Micha
Hatten wir schon.
Phil
Genau, aber ich glaube es wäre auch falsch zu sagen, die da oben müssen jetzt
was machen und ich bin hilflos. Sondern tatsächlich kann man ja,
wenn man selber sich mal so hinterfragt, wo, also wie du es ja im Grunde auch selber schon,
gesagt hast, wenn man sich bewusst macht, was tue ich hier eigentlich und wem nützt das,
dass ich hier convenient in irgendeiner Form überall den Sync habe oder dass
ich jetzt Pokémon Go kostenlos spielen kann und so etwas.
Ich glaube, das ist eine große Kompetenz, die wir in den kommenden wenigen Jahren
auf- und ausbauen müssen,
dass einfach eine gesunde Skepsis sozusagen aufkommt und auch ein Gefühl dafür,
ja, was passiert mit meinen Daten, wem nutzt das, wenn ich jetzt irgendwo einen
kostenlosen Service benutze und so weiter.
Und wenn dieses Gefühl da ist, ist, glaube ich, schon mal ein großer Schritt
nach vorne getan, damit man eben nicht Microsoft, Musk und sonst wen irgendwie
das Geld in den Drachen oder die Daten vor allen Dingen in den Drachen schmeißt.
Micha
Genau, nee, also Fairpoint, aber das ist halt wirklich auch so ein Tropfen auf
den heißen Stein, das zu denken.
Also ja, also das ist total richtig und wichtig, dass man sich darüber Gedanken macht.
Das Problem ist nur, und ich also wirklich am Gone to Die on That Hill,
der Wechsel, der Tausch, der stattfindet, ist jedes Mal ausnahmslos Komfort
gegen Privatsphäre, jedes Mal.
Und ich predige das seit, glaube ich, 20 Jahren, dass Komfort gegen Privatsphäre
immer der Tausch ist, der in solchen Momenten stattfindet.
Und ich denke jetzt zum Beispiel an so ein aktuelles Beispiel Chat-GPT.
Ja, wie Leute einfach Chat-GPT Dinge erzählen, die sie nicht mal ihrem Arzt
oder Psychologen erzählen würden
und Fotos hochladen von irgendwie den intimsten Details ihres Lebens.
Und ich denke mir so, ja, und selbst wenn du dir da Gedanken machst von wegen
so, ah ja, vielleicht muss ich mir mal darüber Gedanken machen und so,
der Komfort dieser Dienstleistung, die dann halt am Anfang halt auch erstmal kostenlos ist,
ist halt so hoch und bei Twitter ja genau das Gleiche damals,
dass wir uns dieser Illusion hingeben von wegen, ach, das ist ja cool, das ist ja praktisch.
Und ehe du dich versiehst, ist es zu so einer Commodity und so einer Abhängigkeit
geworden, dass du auch schon wieder zu spät bist.
Also eigentlich müsstest du aus dem Komfortdenken aussteigen.
Also du müsstest eigentlich sagen, nee, ich mache es mir jetzt extra schwer
im Leben, weil das ist halt eine perfide Struktur, die existiert,
ganz einfach. Du kannst dich dem nicht erwehren als Mensch. Klar,
also ich meine, du kannst.
Aber ich meine, ist das denn dann noch Leben?
Phil
Auch da gibt es ja einen Mittelweg. Also ich war ja sehr...
Positiv hyped aus technischer Sichtweise, als DeepSeek veröffentlicht wurde.
DeepSeek ist ja die chinesische KI und unabhängig jetzt des chinesischen Flavors
da drin, hat DeepSeek ja auch irgendwo die Tech-Welt so ein bisschen zum Beben gebracht.
Micha
Eine Woche.
Phil
Ja, nein, weil tatsächlich dieses Modell deutlich kleiner und auf geringeren
Ressourcen läuft, also Rechnerressourcen, als es die großen KI-Modelle tun.
Und das gibt es ja heute jetzt auch an anderen Stellen, dass man schon auf normalen
Rechnern oder auf stärkeren, aber auch kaufbaren Rechnern irgendwo KI laufen lassen kann,
die vielleicht nicht Chat-GPT 5.7 sind, aber vollkommen für den normalen Alltag ausreichen.
Und da kann ich mir auch durchaus vorstellen, dass ähnlich wie es dann eigene
Lösungen sozusagen zum Dateispeichern, zum Synchronisieren für Office-Anwendungen
und so etwas gibt, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis es da auch ein offenes Modell gibt.
Micha
Was sich eben nicht OpenAI nennt. Aber auch bis dahin ist es halt zu spät schon.
Phil
Oder du hostest den Scheiß halt selber. Also es gibt immer diesen Zwischenweg.
Micha
Okay, aber Phil, du denkst das halt immer aus so einer Sicht von wegen,
aus dieser IT-Nischen-Ding, von wegen, ich code mir einfach selbst mit meinem
Raspberry Pi, mache ich mir eine KI zu Hause,
so, weißt du, ich nenne die HAL 9000, so, weißt du,
der Punkt ist, das bist du halt, weißt du, du mit deinem Mastodon und so.
Also fragt mal Hannover Passarelle, fragt doch mal Leute nach Mastodon,
ob die schon mal von Mastodon gehört haben.
Niemand wird dir da sagen, oh ja, doch, ja stimmt, ja nee, ich benutze jetzt
Mastodon, das wird viel geiler.
Der Großteil der Menschheit wird einfach das nehmen, was am einfachsten,
am simpelsten und am conveniensten ist.
Phil
Ja, aber da sind wir doch wieder beim Full Circle. Da sind wir doch beim Full
Circle, dass wir in den kommenden Jahren eben uns dieser...
Wir Gefahren bewusst sein müssen, dass Daten irgendwo hinfließen und verwertet werden.
Und wenn man das den Leuten mal klar macht, kann ich mir durchaus vorstellen,
dass viele dann sagen, ja klar, so cool finde ich das nicht.
Und wenn man dann sagt, ja Digga, aber es gibt hier eine fast genauso angenehme Variante.
Micha
Ja, aber da sind die ganzen Leute dann nicht mit drauf, zum Beispiel.
Also KI jetzt mal eine andere Sache, aber Social Media.
So wie viele Unternehmen haben versucht, Social Media irgendwie zu lancieren
und die sind alle gescheitert, weil da eben nicht Hinz und Kunz und alle drauf
sind. Also kritische Masse ist halt ein Problem.
Phil
Ja, kritische Masse baust du auf, indem du sie bekommst, ne?
Micha
Ja, ja, genau. Aber du bekommst sie dadurch, dass du etwas so praktisch und
so convenient machst und so viel Komfort anbietest, dass die Leute sagen,
ah ja, cool, da kann ich ja gar nicht widerstehen.
Und das muss einfach so addicting sein, dass die Leute da einfach nicht fernbleiben können.
Und genau das passiert ja mit KI und so. Das ist so praktisch. ChatGPT ist free.
Also die krasseste Technologie, die
wir fast jemals hatten in der Menschheitsgeschichte, ist einfach für Umme.
Du kannst dir das einfach auf die Website und gibst was ein.
Phil
Wir sind mit WhatsApp gestartet und zwischenzeitlich gibt es genug Leute da
draußen, die auch Telegram und Signal nutzen.
Das heißt, das ist wieder ein weiteres Thema, weil natürlich irgendwie super
nervig und ich bin vollkommen dabei, die meisten Leute nutzen WhatsApp.
Es ändert aber nichts daran, dass auch eine kritische Masse in irgendeiner Form
Signal oder Telegram nutzen.
Micha
Das sind ja auch große Unternehmen, die am Ende mit den Daten alles machen können.
Phil
Aber tatsächlich, dass man da zugunsten zum Beispiel von Verschlüsselung,
Datenschutz und so etwas, dann sagt, nee, ich wechsle oder ich kommuniziere
über Signal. Das hat sich auch durchgesetzt.
Micha
Ja, aber das sind schon wieder, also wie viel Prozent der Menschheit sind das? Zwei?
Phil
Also ich habe einige Signal-Kontakte und es werden zunehmend mehr und das sind auch keine IT-Er.
Micha
Geh bitte nicht von dir aus. Geh nicht von dir aus. Du bist in so einer Tech-Bubble drin.
Phil
Nein, nein, wie gesagt.
Micha
Also ich habe neulich, pass auf, Beispiel, meine Personal-Trainerin.
Ja, nee, ich bügel dir da jetzt drüber. Pech gehabt.
Phil
Ja, ich will schon.
Micha
Meine Personal-Trainerin, die redet mit der so und sie so fragt mich,
ob ich WhatsApp habe. Und ich so, nee, habe ich nicht. Und ich so,
du kannst ja einfach in iMessage schreiben. Und sie so, was?
Und ich so, iMessage. Und sie so, noch nie gehört. Und ich so,
du hast doch ein iPhone. Und sie so, ja. Und ich so, ja, hier,
guck mal, da ist eine Messaging-App drauf. Und sie so, krass.
Und dann halt ich mir so, wow, okay. Und genau das ist der Großteil der Menschheit,
die sich gar keine Gedanken machen, die null technisches Verständnis,
null Dings. Sie sind WhatsApp.
Die Oma benutzt WhatsApp, die Mutter benutzt WhatsApp, die Freundin benutzt
WhatsApp, die benutzt alle WhatsApp, deswegen benutze ich auch WhatsApp.
Und du gehst einfach so von dir aus, von wegen so, ah ja, hier,
da gibt es doch noch Signal und Threema. und End-to-End-verschlüsselt.
Nobody gives a fuck. Wirklich, nobody gives a fuck.
Phil
Ja, und noch einmal, da sind wir wieder bei dem Thema. Die Leute müssen es halt
wissen und man muss ihnen tatsächlich bequeme Lösungen bieten.
Micha
Genau.
Und die bequemen Lösungen müssen sozusagen von oben kommen.
Weil die bequemen Lösungen, die macht ja niemand so grassroots-mäßig einfach.
Klar, gibt's halt. Also Twitter hat ja auch so angefangen. Ja,
siehst du ja, wo das geendet ist.
Phil
Ich weiß es nicht. Ich weiß es nicht. Ich sehe das nicht so dystopisch,
weil auch da tatsächlich so ein leichtes Totschlagargument.
Also es gibt ganze alternative Betriebssysteme, die sich wirklich dann auch durchgesetzt haben.
Micha
Ja, da kannst du nichts mitmachen.
Phil
Dieser Podcast wird damit gerade aufgenommen.
Micha
Auf was?
Phil
Auf Linux.
Micha
Ja, ich benutze ein Mac.
Phil
Siehste. Übrigens auch ein Unix-Unterbau.
Micha
Ja, schon klar. Nee, aber ich denke mir halt so Linux. Also sorry,
aber wer zieht sich denn Linux? Also ich denke schon wieder an meine Trainerin, weißt du?
Phil
Ja, das ist natürlich ein sehr krasses Beispiel. Wenn du da so eine hibbe Trainerin
hast, die irgendwie zu dumm ist, in irgendeiner Form sich mit ihrem iPhone auseinanderzusetzen,
dann haben wir, glaube ich.
Micha
Ein Trainerin-Problem. Du verstehst einfach nicht, dass jeder nicht ist wie du.
Phil
Aber es ist auch nicht jeder wie deine Trainerin, Mann.
Micha
Mehr Leute, also mehr Leute sind wie meine Trainerin. Glaub mal.
Wirklich. Nee, wirklich. Tech-Kompetenz ist wirklich, also forget it.
Phil
Da müssen wir aber hin.
Micha
Ja, da müssen wir hin, aber da müssen wir vielleicht statt irgendwie,
weiß ich nicht, Geografie zu unterrichten, müssen wir vielleicht Tech-Kompetenz unterrichten.
Phil
So.
Micha
Also vielleicht muss sich einfach auch mal der Lehrplan ändern.
Phil
So.
Micha
Ach, wieder hier Anarcho-Podcast, ey, wir wollen noch gar nicht,
Wollen wir noch über Filme reden eigentlich?
Phil
Ja. Ja, let's agree to disagree. Wir werden es sehen. Dieser Podcast ist 18 Jahre alt. Sogar 19.
Zwischenzeitlich noch nicht ganz. Gott, wir feiern bei euch.
Micha
Im Übrigen füttern wir auch gerade Daten. Spotify transcribt das ganze Ding.
Lernt unsere Stimmen. Ja, schlecht übrigens. Ja, aber du, es ist heute noch
schlecht. Das ist halt das Einfinger zu viel Phänomen.
Und dann im Jahr ist es halt nicht mehr Einfinger zu viel.
Phil
Andi wirft das ganze Zeug in Notebook-LM und lässt sich wiederum richtig weird
Podcasts aus unserem Podcasts generieren.
Micha
Selbst Andi, also zum Beispiel, jetzt mal als Beispiel, weil er gerade nicht
dabei ist und sich nicht wehrt.
Selbst Andi, ich meine, er ist ja Tech-affin und er weiß ja überall diese Dinge
Bescheid, macht es trotzdem.
Macht es trotzdem. So einfach Google, einfach die Daten in den Rachen werfen.
Ich meine, wie wir früher gebloggt haben auch noch. Also Twitter ja auch.
Aber Andi war ja ganz vorne mit dabei. Sein ganzes Leben einfach öffentlich.
Ich meine, kein Wunder, dass wir jetzt so krasse KI-Modelle haben.
So herzlichen Dank. Das sind halt die ganzen Blogger gewesen,
die ganzen YouTuber, die seit 20 Jahren nichts anderes machen,
als mit Video, Foto, Audio, geschriebenem Wort und so diese ganzen Large Language Models zu erstellen.
Und eigentlich war das aber alles nicht so gedacht. Also ich frage mich,
wie viele, und das ist eben dieses Thema stückweiser Prozess,
wie so Privatsphäre weg erodiert.
Also wenn man mit einem Schlag quasi von vor 20 Jahren bis heute den Sprung
gemacht hätte und gesagt hätte, hey, pass auf, alles, was du im Internet eintippst
und so, das wird jetzt benutzt, um halt eine KI zu trainieren und überhaupt
ist das cool für dich, dann würden die meisten Leute sagen, ich spinne wohl.
Nee, meine ich nicht, habe ich keinen Bock. Aber dadurch, dass es immer so Stück
für Stück für Stück für Stück sozusagen der Goalpost verschoben wird,
was eigentlich noch Privatsphäre ist und was eigentlich nicht,
ja, kommen wir da leider jetzt da an, wo wir wahrscheinlich ankommen werden.
Phil
Und auch nicht mehr raus. Es ist alles da.
Micha
Ja, genau. Es ist zu spät. Also die Daten sind halt da.
Und dabei noch ein ganz anderes Thema, das wollte ich nochmal ganz kurz mit reinwerfen.
Irgendwie war mir auch so ein bisschen dystopisch jetzt neulich,
mein Bruder, also mein Bruder hat ja Zwillinge und so.
Und macht dann immer so Fotos von denen und so und Dings. Und er ist ja auch
Tech-affin und so und spielt immer mit ChatGPG rum.
Und dann hat der ChatGPG jetzt ein neues Model für Bildgenerierung gelauncht
und so, was ja irgendwie ganz cool ist und irgendwie so auf dem Level oder besser
als irgendwie Nanobanana von Google und so.
Und dann ballert der da die Bilder rein von seinen Kindern und macht dann,
also da kommen richtig krass gute Sachen raus, also quasi hat so ein Foto gemacht,
irgendwie von den Kids und so und so gesagt, hey mach das bitte irgendwie in so ein.
Wie, als ob das in so ein Fotostudio aufgenommen worden wäre,
weißt du, so richtig schön ausgelöchtet und da hat es so, es kommt ein Bild
raus, die beiden Zwillinge, mega süß, sehen genauso aus, wie sie aussehen,
aber es sieht halt aus, als wäre es in einem Fotostudio fotografiert worden und so.
Und da kam mir so der Gedanke, okay, krass und mega beeindruckend, dass das geht und so.
Macht natürlich perspektivischen Fotografen arbeitslos, okay.
Aber dann gleichzeitig dachte ich so, die Wahrhaftigkeit von Kindheitserinnerungen,
wo ist die eigentlich hin?
Also was wird mit einer Gesellschaft passieren, die sich nicht mehr darauf verlassen
kann, dass all die Fotos, die sie aus ihrer Kindheit haben, die dazu beiträgt,
dass man sich ja an Dinge erinnern kann.
Weil ich habe viele Kindheitserinnerungen, habe ich nur immer noch,
weil es ein Bild gibt, dass das passiert ist, dass sozusagen diese Erinnerung
in meinem Bewusstsein frisch hält.
Aber wenn du dann irgendwann eine Generation an Menschen hast,
die sich nicht mehr darauf verlassen können, dass ihre Kindheitserinnerungen
und die Bilder aus ihrer Kindheit eigentlich wahrhaftig sind,
zu was führt das? Was macht das mit diesen Menschen?
Phil
Tja, da habe ich jetzt auch nicht die eine Antwort drauf. Da habe ich doch auch
noch nie drüber nachgedacht.
Micha
Nee, da hat auch keiner eine Antwort drauf. Ich habe da auch noch nie drüber
nachgedacht, bis eben vorgestern.
Wo ich so dachte, das ist ja wie bei Blade Runner. Also künstlich eingesetzte,
weil es hindert ja nichts daran.
Also es gibt ja bestimmt Leute, die jedes Kinderfoto, was sie irgendwie machen
von ihren Kindern, durch so eine KI jagen und sagen, oh, da waren wir in Disneyland,
da waren wir das. Das gibt es ja bestimmt.
Also ich meine, das sind zwar die wenigsten und so, Aber was hindert einen denn daran, das zu machen?
Und dann irgendwann als Mensch, der dann so zurückguckt auf irgendwie die Dokumente seines Daseins,
und dann auf einmal so merkt, oder es nicht merkt, sich so denkt,
ah stimmt, da waren wir in Disneyland, aber warst gar nicht in Disneyland.
Du erinnest dich aber daran, dass du da warst.
Phil
Und auf einmal bildest du sogar eine eigene Erinnerung darüber aus,
dass du irgendwie Mickey Mouse getroffen hast.
Micha
Ja, genau. Also, ja, schwierig. Schwierig, schwierig.
Der Einzige, ja jetzt Existenzkrise.
Phil
Ja tatsächlich, voll die Existenzkrise. Zum Glück betrifft es mich ja nicht,
also von daher, aber es ist, ja,
also es ist, ich bin jetzt ja auch im November letzten Jahres Onkel geworden
und da werden dann natürlich auch Kinderbilder ins kleineren WhatsApp-Gruppen,
womit wir wieder beim Thema wären,
geteilt, also nichts öffentlich und so, aber trotz alledem.
Auch da stellt sich natürlich die Frage, wie dann vielleicht zukünftig dieses
Kind auch tatsächlich mit KI verbessert wird irgendwie oder so.
Also die Bilder, das Kind verbessern wir irgendwie auch lustig.
Die Bilder verbessert werden.
Micha
Ja, aber gibt es bestimmt. Also gibt es bestimmt auch so Leute,
die einfach immer so einen kleinen Beauty-Retouch drüber laufen lassen.
Weil das Kind irgendwie ein bisschen schmutziges Gesicht vom Essen, bla.
Einfach ein bisschen schön, damit die Großeltern das ein bisschen mehr liken.
Phil
Boah, Digger, ey.
Micha
Ja, ja. das ist alles nicht richtig, was hier passiert das fühlt sich alles falsch an.
Phil
Ja, also da hast du mich jetzt echt sprachlos gemacht, weil das ist gerade so,
oh mein Gott, bis gerade eben war ich noch happy.
Micha
Ja, so, endlich, endlich, das war mein Ziel. Das war mein Ziel,
dich hier runter zu ziehen.
Phil
Ja, aber das ist ja wirklich dann eine ganz krasse Gefahr, weil ja,
diese Kindheitsbilder, das sind ja das Einzige, was es gibt.
Und wir alle haben uns jetzt auch schon mal den Spaß gemacht,
ganz sicher schon heute irgendwelche Bilder zu nehmen und einfach mal kommentarlos
in die Runde zu schmeißen. und die Leute sehen es als echt an.
Ja, ja, voll. So, funktioniert heute schon und ja,
das machen wir zum Spaß, aber zukünftig irgendwie tatsächlich Erinnerungen da dranhängen oder,
Einordnungen und im Zweifel dann sogar die Eltern, sofern sie dann zu diesem
Zeitpunkt noch leben, eventuell die Eltern sich selber nicht mehr hundertprozentig erinnern.
Gut, ob man im Disneyland war, ja oder nein, das kriegt man vielleicht gerade noch gepasst.
Aber nichtsdestotrotz, so kleinere Dinge weiß man dann ja vielleicht auch gar
nicht mehr, dass das so passiert oder eben so nicht passiert ist.
Und auf einmal verschiebt sich eine gesamte Erinnerung, Existenz,
ein gesamtes Menschendasein.
Alter, mehr!
Micha
Ein Zustand kollektiver Geisteskrankheit einfach.
Phil
Ach, na. Können wir uns einfach in schöne Filmwelten treffen?
Micha
Ja, genau. Ne, pass auf, noch ganz kurz. Ein Mann, der es jetzt reißen muss,
der es jetzt rumreißen muss, auf dem belastet jetzt alles. Apple hat einen neuen CEO.
Phil
Ach du gute Güte.
Micha
Ja, hast du mitbekommen vielleicht. John Turnus, ja, neuer CEO von Apple,
fängt, glaube ich, die Rolle ab September oder so an, weiß ich nicht.
Also wird jetzt demnächst ein Übergang, übernimmt von Tim Cook.
Und das finde ich ja auch relativ krass, ne, dass wir jetzt eigentlich die komplette
Tim Cook-Ära auch erlebt haben.
Also irgendwie, ich erinnere mich ja noch, so Steve Jobs ist gestorben,
Tim Cook hat übernommen und man dachte so, ja okay, das ist jetzt halt so für
die nächsten x Jahre ist es jetzt Tim Cook und jetzt sind halt die x Jahre halt
schon rum und jetzt kommt da einfach ein neuer, junger, dynamischer Typ so.
Phil
Wie lange hat Tim Cook? Tim Cook?
Micha
Was, wie alt?
Phil
Nee, wie lange hatten wir den?
Micha
Achso, der hat bestimmt fast 20 Jahre gemacht, oder? Ich sage 17 Jahre.
Phil
Apple CEO ...
2011, ab Januar 2011 vertrat er seinen Vorgang als Steve Jobs. Da vertrat er ihn noch.
Micha
Genau und hat er dann übernommen.
Ja, auf jeden Fall wird interessant, was das mit Apple macht und dann ja quasi
auch bei Extension sozusagen mit der ganzen Tech-Industrie auch,
weil Apple hat ja jetzt wirklich die letzten 20, 25 Jahre schon echt den Ton
angegeben, wohin es geht.
Also ich meine allein oranges Telefon.
Also fangen wir mal damit an. Apple haut ein oranges Telefon raus und auf einmal
hat jeder Hersteller das Flagship-Modell auch in orange und du denkst dir so, sag mal, hackt's?
Also es ist ja sehr lächerlich quasi, wie der Markt funktioniert.
Und jetzt ist natürlich die Frage, okay, wird Apple auch in Zukunft weiterhin
so den Ton angeben, weil kein Imperium hält ewig und so.
Aber ich bin halt gespannt, wie das die Firma verändern wird,
weil John Ternis ist ja, wie gesagt, kommt ja eher aus dem Engineering und aus
dem Produktmanagement und so, wohingegen Tim Cook ja irgendwie so ein Supply
Chain irgendwie Guru war und so.
Und ich bin halt gespannt, was das einfach mit Apple-Produkten macht und dann
eben bei Extension halt, in welchem Bereich Apple dann jetzt konkurrieren wird
oder um Kunden, wie das den Markt beeinflussen wird und so weiter.
Also, ja, ich bin nicht traurig drum, muss ich sagen. Ich fand Apple unter Tim Cook,
bisschen, so ein bisschen fad geworden.
Phil
Ja, ne?
Micha
Also das ist so ein bisschen so ein langweiler Brand.
Phil
Ja, wobei natürlich Steve Jobs da dann halt auch das krasse Gegenteil war,
weil er da ja auch wirklich revolutioniert hat und irgendwie eine Persönlichkeit war.
Micha
Ja, klar, das kannst du ja nicht ersetzen.
Phil
Aber ich glaube, also auch wenn du da CEOs hast und Geschäftsführer,
die natürlich in irgendeiner Form eine Stoßrichtung vorgeben,
aber gerade bei Apple kann ich mir auch vorstellen, dass,
in gewisser Art und Weise natürlich auch ganz viel von den Mitarbeitenden kommt.
Also es hat ja schon Grund, weswegen es so etwas wie Unternehmenskultur und so etwas gibt.
Und ich kann mir nicht vorstellen, dass jetzt Apple ein normaler,
langweiliger Computerhersteller wird,
sondern da laufen bei Apple schon kreative Leute herum, die auch irgendwie so
einen Spirit, glaube ich, in sich tragen und einfach da weiterhin Bock haben, Maßstäbe zu setzen.
Und das nimmt natürlich dann ein Geschäftsführer, ein CEO gerne auf und treibt das auch voran.
Aber um das nochmal so aufzuzäumen, nur weil da jetzt vielleicht,
also wir haben es ja in Tim Cook gesehen,
da kommt ein Langweiler, in Anführungsstrichen, ein Fader-Typ,
sagen wir es mal so, in die höchste Führungsposition und trotz alledem geht
es Apple weiterhin gut und revolutioniert und er findet orangene Telefone.
Und das geht ja jetzt nicht zwangsläufig alles auf Tim Cook in Person zurück, sondern schon darauf,
dass zwar eine Stoßrichtung vorgegeben wird, aber die Kreativität und die Innovation
kommt natürlich durch die Kolleginnen und Kollegen, die eben in der Entwicklung
sitzen, die einfach geile Ideen haben, die pitchen und dann natürlich dann auch umgesetzt werden.
Micha
Ja, ja und nein. Also das stimmt schon.
Also die Stoßrichtung wird natürlich vorgegeben eben von oben oder sozusagen
von der Führungsetage, weil es ist ja nicht nur der CEO.
Und da wird quasi Strategie entwickelt und so weiter. Nur die Leute,
die dann darunter arbeiten, die müssen sich halt innerhalb dieser...
Rahmenbedingungen bewegen. Also die können jetzt nicht einfach machen und sagen,
so ich mache jetzt hier sowas und dann sagt aber der Vorgesetzte von dem,
sagt halt, ja, aber das ist ja gar nicht unser Company-Ziel gerade.
Wir arbeiten ja gar nicht da dran. Lass das mal. Und dann wird das halt eingestampft,
weil nicht, weil die Vorgabe ist gerade, ein günstiges MacBook zu machen zum Beispiel.
Und nicht Virtual Reality.
Und dann werden einfach Produkte oder Ideen einfach auch gekillt möglicherweise.
Und Apple ging es gut, unter Tim Cook, aber jetzt oranges Telefon ist jetzt
quasi, sag ich mal, nicht revolutionär im Sinne. Das ist halt okay.
Aber Apple ging es gut, weil Tim Cook einfach die finanzielle und die Supply
Chain Seite und wie stellt man die Sachen her? Wie produziert man die?
Wie verschifft man die? Wo kommen die Komponenten her? Wo wird was hergestellt?
Weil er das halt einfach auf Vordermann gebracht hat und der Aktienkurs natürlich
dem das total gedankt hat, weil Apple halt einfach so viel Kohle sitzt,
das kann man sich gar nicht vorstellen.
Ja, aber wenn jetzt ein neuer CEO da ankommt und sagt, so pass auf,
unsere Firmenphilosophie ist jetzt halt irgendwie eine andere.
Ich meine, ich habe das ja selber erlebt, so on the inside, wenn dann so ein
CEO-Wechsel stattfindet und du auf einmal merkst, ja krass, hier weht ja jetzt
auf einmal ein ganz anderer Wind und auf einmal ist eben Kreativität nicht mehr
so gefragt, sondern Scalability zum Beispiel. Ja, also….
Mal gucken, mal gucken. Also ich meine, ich denke mir halt, ich will nicht sagen,
es kann nur besser werden, weil Tim Cook war jetzt auch kein schlechter CEO
oder so, der hat das schon alles sehr gut gemacht.
Und wer bin ich mir anzumaßen, ob Tim Cook jetzt gut oder schlecht ist,
von einem CEO zum anderen.
Aber ich denke mir so, ja, John Tarnas, keine Ahnung, ich kenne den nicht und
so, aber wenn es jetzt ein bisschen mehr wieder ums Produkt selber geht,
vielleicht ist das nicht schlecht.
Nur es fehlt dann halt jetzt zum Beispiel auch so ein Johnny Ive oder so,
jemand, der das Ganze aus so einer Design-Sicht vielleicht auch mal sieht und so.
Aber ja, wir werden sehen.
Auf jeden Fall interessante News, wird spannend werden, wo Apple steht in zehn
Jahren. Kommen wir in den Podcast nochmal zurück.
Phil
Du sagtest gerade, du kennst ihn nicht. Was weißt du denn über diesen John Turnus?
Also wer oder was ist das denn?
Micha
Ich weiß nur, dass der bisher Hardware-Chef war. Also der ist jetzt auch seit 2000 lange bei Apple.
Phil
Ich habe gerade Wikipedia offen.
Micha
Seit 2001, ja. Ja, siehst du ja schon ewig lang auch.
Phil
Und 2013 wurde er Vice President of Hardware Engineering.
Micha
Genau.
Phil
Und seit 2021 hat er die Leitung der Hardware-Entwicklung.
Micha
Ja, genau. Ja, genau. Und das ist alles, was ich auch weiß.
Phil
Also sein Team war außerdem an der Entwicklung des MacBook Neo und der iPhone 17 Reihe beteiligt.
Micha
Was ich ja interessant finde, ist, dass der Chip-Chef, der bisher für die Entwicklung
dieser Apple Silicon Reihe verantwortlich war und auch davor,
dass der jetzt halt die Leitung der kompletten Hardware übernimmt.
Und da bin ich halt mal gespannt, wie so ein Elektroingenieur dann...
Produktentwicklung insgesamt macht. Aber naja. Man wird sehen.
Spannende Sache auf jeden Fall. Mal gucken, wo es Apple hinverschlägt.
Phil
Ja, okay, genau.
Micha
So. Filme.
Phil
Filme.
Micha
Erstmal kurz Luft holen. Wir haben es natürlich mal wieder verabsäumt,
am Anfang kurz zu sagen, über welche Filme wir heute sprechen.
Brandaktuellen Scheiß dabei tatsächlich, ne?
Phil
Ja, doch, kann man sagen.
Micha
Ja, ja, doch, doch. Also ich zum Beispiel. Nee, du ja auch. Du hast ja auch Brand aktuell.
Phil
Ich habe mir Sentimal Value angeschaut.
Ist jetzt ja tatsächlich in dieser Oscar-Season heißer Scheiß gewesen.
Dann ein Film, der Anfang des Jahres lief. Da habe ich mir Rental Family angeguckt
und in der Speedround habe ich noch Conjuring 4.
Ich weiß gar nicht, wann der das letzte veröffentlicht wurde.
Ach, guck mal auch. September 2025.
Micha
Na schau, siehste. Alles vom letzten halben Jahr so.
Wie sieht es bei dir aus? Ich habe zwei Filme im Gepäck, die sind aktuell im Kino tatsächlich.
Da sage ich gleich zu, ob die sehenswert sind oder nicht.
Und zwar das eine ist The Drama mit Zendaya und Robert Pattinson, ein A24-Film.
Und Michael, die Michael-Jackson-Biografie.
Phil
Oh, okay, okay, okay, okay.
Micha
Ja, ja, ja.
Phil
Bin sehr gespannt. Genau.
Micha
Also wirklich, das ist so.
Phil
Wer großer Michael Jackson, da kommen wir nachher drauf.
Micha
Ja, du, also wer nicht, oder? Also ich meine, ich glaube, es ist ja Michael
Jackson, also jetzt mal sozusagen die öffentliche Kontroverse aus dem Vor.
Michael Jacksons Musik einfach nicht zu mögen ist, als würde ich sagen,
ich mag die Musik der Beatles nicht.
Also jetzt mal im Ernst. Also ich habe ja eine Kollegin, habe ich ja hier schon
mal im Podcast erzählt, die haben so geredet über Hasssongs und da war sie so,
ja, ihr absoluter Hasssong ist Billie Jean.
Und dann dachte ich so, willst du mich verarschen? Und sie so,
ja, der ist so repetitiv.
Und ich so, ey, Billie Jean, ernsthaft? Also ich meine, das ist ja einer der Songs des 20.
Jahrhunderts. Also, naja.
Wie dem auch sei, ich möchte kurz über The Drama sprechen.
Phil
Ja, mach das Drama auch.
Micha
So, pass auf. Ein Film läuft aktuell im Kino. Hast du darüber was gehört,
gesehen, einen Trailer gesehen? Gar nicht.
Phil
Ich bin echt überhaupt nichts von gehört. Ist das so ein großer Film,
das man davon hätte hören müssen?
Micha
Ja, mach kurz. Es ist kein großer Film in dem Sinne.
Es ist einer dieser Filme, für die ich mich einfach massiv irgendwie,
auch wenn es nur hier im Podcast ist und im privaten Kreis, einsetzen möchte.
Weil das sind Filme mit einem relativ überschaubaren Budget, die story-driven sind.
Also wo es wirklich darum geht, okay, pass auf, es gibt eine Geschichte oder
es gibt ein moralisches Dilemma.
Und das wird halt einmal sozusagen als Geschlecht, Geschichte irgendwie verpackt, erzählt und so weiter.
Und die kosten, keine Ahnung, 20 Millionen, 15 Millionen vielleicht oder so.
Und so diese Medium-Budget-Filme für Erwachsene. Das ist eine aussterbende Gattung leider.
Und das letzte Mal, also nicht das letzte Mal, aber einer der Filme,
an denen ich da auch denken muss, ist zum Beispiel American Fiction mit Jeffrey Wright.
Der lief vor zwei Jahren oder so mit diesem, hast du ihn auch gesehen? Nee.
Achso, okay. Ja, schade eigentlich. Die sind schuld daran, dass das Kino ausstirbt. Das würde ich damit.
Ist so, ist so. Ist so, ist so.
Und du siehst so ein bisschen Rom-Com mäßig, so ein bisschen deren Zusammenkommen
und so und wie die sich kennenlernen und so und auf Dates gehen und so.
Und dann irgendwann einfach denen Schlusswassen, so pass auf,
wir wollen heiraten, das läuft hier, das ist es, lass heiraten.
Und dann sitzen die eines Abends zusammen mit so Freunden und so,
sind gerade am Testessen des Hochzeitsmenüs und so.
Und dann kommt in dieser Runde von vier Leuten irgendwie so diese Idee auf,
was war eigentlich das Schlimmste, was ihr je gemacht habt? Und dann erzählt
jeder einmal ringsherum, was so das Schlimmste war, was sie hier gemacht haben.
Und dann packt Sandaria einmal aus und alle am Tisch sind so, what the fuck.
Phil
Okay. Kann man das hier sagen oder wäre das Spoiler?
Micha
Nee, das wäre ein Spoiler. Ich möchte bewusst ausklammern, weil auch das Marketing
für den Film das bewusst ausklammert. Das ist wirklich ein großes Geheimnis,
was das ist, was sie getan oder nicht getan hat.
Und Robert Pattons Charakter gerät halt in so eine Identitätskrise darüber,
ob er sie jetzt eigentlich noch heiraten will.
Also ob das eigentlich die Person ist, die dachte, dass sie ist und so.
Und das ist wirklich ein sehr guter Film mir hat der sehr gefallen,
weil der halt auch ein Thema anpackt, was natürlich Triggering ist für manche
Leute, der balanciert aber so sehr schön diese.
Diesen schmalen Grat zwischen irgendwie, okay, das ist irgendwie ein Drama.
Irgendwie ist es aber auch witzig. Irgendwie hat es aber auch so einen Pfiff und so.
Also es ist so ein bisschen unkonventionell auch geschnitten und springt auch
ein bisschen umher in der Handlung und so.
Und das ist einfach so ein Film, wo ich so da saß und dachte,
geil, endlich mal wieder ein Film mit einer Story und mit Charakteren,
für die man sich interessiert, die halt gut geschrieben sind,
die halt, wo man auch an die Hand genommen wird.
Und so, ich mag das ja, wenn Filme so einen an die Hand nehmen und so den Gedankenprozess
der Charaktere einen selber nachfühlen lassen.
Weil man ist ja mit denen dort und erfährt zum ersten Mal etwas über einen Charakter,
von dem man sich ja irgendwie auch ein Bild gemacht hat über die Laufzeit des Films.
Und der packt dann auf einmal aus und du denkst dir so, uff, okay.
Wie gehen wir damit jetzt um? Und wie gehen die anderen Charaktere jetzt damit auch um?
Und ich mag das einfach, wenn man so das Gefühl hat, man ist so Teil von dem Film und denkt halt mit.
Und denkt natürlich dann auch an sich selbst oder auch an seinen Partner oder
Partnerin, wo man sich so fragt, was habe ich eigentlich gemacht, was das Schlimmste war?
Was ist das Schlimmste, was ich je gemacht habe in meinem Leben?
Und könnte ich das überhaupt öffentlich hier im Podcast erzählen?
Oder auch der Partner oder die Partnerin und so. Also ja, schon ein cooler Film.
Also ich muss sagen, wenn ihr diesen Monat ins Kino geht, dann schaut mal,
ob ihr euch den anguckt. Der ist wirklich sehenswert, der ist wirklich gut.
Wie gesagt, so ein kleines Drama oder Dramödie für Erwachsene mit guten,
sexy Darstellern, die ihren Job sehr gut machen, von einem coolen Regisseur.
Der Regisseur hat einen anderen Film gemacht, den ich jetzt tatsächlich im Nachgang
nochmal gucken möchte, habe ich jetzt leider noch nicht, nämlich Dream Scenario mit Nicolas Cage.
Phil
Michael Cera sehe ich gerade, ja.
Micha
Genau, der handelt nämlich davon, dass Nicolas Cage irgendwann merkt,
dass er in meinen Träumen von anderen Leuten auftaucht.
Also auch irgendwie eine interessante Prämisse, wo ich so denke,
ja okay, cool, warum nicht?
Erzähl mir die Geschichte davon. Und ich glaube, da möchte ich einfach so ein
bisschen auch eine Latze brechen.
Also Filme, die eine Geschichte, die was zu sagen haben. Nicht diese Marvel-Kacke,
wo am Ende wieder die Erde in Schutt und Asche liegt und Space Laser und so.
Kein Bock, wen interessiert denn das?
Phil
Dream-Scenario sehe ich gerade, habe ich gesehen. Ich weiß gar nicht,
wo ich den gesehen habe, aber den habe ich tatsächlich gesehen.
Micha
In einer Fantasy-Film-Fest vielleicht.
Phil
Das kann sogar tatsächlich sein, aber das ist, also guck dir den an,
der ist tatsächlich ganz cool.
Micha
Ja, wollte ich gucken, gibt es bei Mubi, aber nicht in Deutschland.
Oder auch nicht in Holland, genau. Also da war ich so, ach, danke.
Weil diese Apple-UI, Apple-TV-Aggregation hat mir das dann halt gezeigt,
so, dass der halt bei Mubi verfügbar ist. ich gehe rein und sage,
nee, sorry, nicht verfügbar in deinem Land.
Ach komm, wofür zahle ich den Scheiß eigentlich? Halt die Fresse, Mann. Ja, wirklich.
Ja, auf jeden Fall The Drama. Sehr sehenswerter Film. Ich habe den sehr gemocht.
Phil
Also ich bin ja begeistert, dass du das jetzt so positiv darstellst,
weil als ich so hörte, ja, da sitzt man da abends zusammen und man macht so
ein, ich sage jetzt mal plump, ein Trinkspiel.
Micha
Seelen Striptease.
Phil
Genau, so ein Trinkspiel, um das jetzt mal ein bisschen zu abstrahieren und
dann Und dann kommen unerwartete Wahrheiten ans Licht.
Das erinnert mich an so einen billigen Horrorfilm.
Micha
Nee, nee, nee, nee, überhaupt nicht.
Phil
Genau, ich habe es rausgehört, das ist bei diesem Film nicht der Fall.
Micha
Ja, ja, nee, nee. Also sie ist auch nicht irgendwie dann irgendwie,
weißt du, läuft mit dem Messer durch die Gegend und schnetzelt Leute nieder oder so eine Scheiße.
Nee, nee, also es ist dann wirklich Erwachsene reden miteinander und merken
so, uff, okay. Und dann geht der Rest des Films halt eben darum,
okay, will man jetzt eigentlich noch heiraten oder nicht?
Oder wie geht man jetzt mit diesem Elefant im Raum quasi, wie geht man damit
um? Weil das ist jetzt ausgesprochen und es steht jetzt da, buff, in der Mitte.
Und was macht man jetzt eigentlich damit? So, ja.
Also ja, sehr, sehr sehenswert. Guckt ihn euch an. Der ist gut.
Phil
Okay.
Micha
Ja.
Phil
Es ist eingeloggt, möchte ich mal so sagen.
Micha
Sehr gut. Kommt auf die Watchlist.
Phil
Ja, hör auf. Ich suchte gerade nach etwas, was das nicht war.
Ja, it is what it is.
Ich habe mir Sentimental Value angeschaut. Ist ja ein Film, ich habe es vorhin
schon gesagt, der ja durchaus bei den Oscars eine relevante Rolle gespielt hat.
Ich muss mal kurz nachgucken, wie war denn das?
Wie war denn das? Da war er groß nominiert, ausgezeichnet als bester internationaler
Film, aber auch so nominiert. Bester Film, Regie, Drehbuch, alle Darsteller,
die man sich so vorstellen kann.
Wester Schnitt, also durchaus auch ein ganz großer, heißer Kandidat gewesen.
Handelt ja davon, dass wir zwei Töchter sehen, die beide erwachsen sind und ihr Leben führen.
Die eine insbesondere ist Schauspielerin mit einer großen Lampenfieber,
die andere ist Historikerin. und als deren Mutter stirbt, kommt dann auf einmal
deren Vater wieder zurück. Die beiden lebten getrennt vorher.
Vater ist irgendwie in so einer Nacht in Nebel Aktion ausgezogen und jetzt kommt
er auf einmal wieder zurück und sagt so, ja, hallo, ich bin da und die Töchter
sind natürlich irgendwie sehr skeptisch, was will der jetzt?
Und dann kommt er auch noch um die Ecke und sagt, ey, ich würde gerne einen
Film drehen, Ich würde gerne einen Film mit euch drehen.
Die Mädels echt total anti und sagen so, ey, du bist einfach abgehauen,
du hast ein Alkoholproblem und weiß ich nicht alles.
Was treibt dich jetzt dazu, einfach jetzt hier aufzutauchen und dann auch noch
einen Film, angeinspiriert durch das Leben unserer Mutter, in unserem Haus auch noch zu drehen.
Also so und es geht dann halt in diesem Film eben um dieses Familienverhältnis,
was ist jetzt eigentlich los, was ist Vergangenheit sozusagen und wie können
diese beiden Töchter und der Vater wieder zusammenfinden, finden sie überhaupt zusammen.
Und naja, der Vater, Gustav heißt, er will dieses Filmprojekt umsetzen und da
seine Töchter da nicht richtig mitspielen, sagt er dann, okay,
anstatt dass meine Töchter quasi sich selbst spielen, hole ich mir eine Schauspielerin
ran, gespielt von Elle Fanning.
Micha
Ich habe mich schon gefragt, wie die in den Film reinpasst, weil es ist ja alles Däne.
Phil
Norwegisch.
Micha
Norwegisch, ja. Ja, und ja.
Phil
Genau, Elle Fanning. Ich habe mich immer gefragt.
Micha
Wie passt Elle Fanning da rein?
Phil
Genau, Elle Fanning ist dann halt eine, ich nenne es mal, externe Schauspielerin,
die quasi angemietet wird, um da eben diese Tochter zu spielen,
weil die tatsächlichen Töchter das nicht möchten.
Und dadurch ergibt sich natürlich auch irgendwie so ein Spannungsfeld,
weil Gustav, der Vater, dann auch ein...
Gutes Verhältnis einfach mit der Rolle von Al Fanning.
Rachel ist das dann, hat, also jetzt nicht im amorösen Sinne, sondern einfach so,
es ist, es macht glaube ich was mit dir und das zeigt der Film auch ganz gut,
wenn du als Tochter siehst, dass jetzt dein Vater irgendwie mit einer zwei anderen
Frau interagiert, aber diese andere Frau spielt,
dich, das ist schon mal das erste weirde und dann versteht sich der,
dein Vater mit dieser Frau einfach, wie gesagt, überhaupt nicht im amorösen
Sinne, sondern einfach wirklich auf persönlicher Ebene versteht sich auch noch gut.
Und da ergibt sich so eine Meta-Ebene, die dieser Film dann auch,
um es mit dem Titel zu sagen, ganz sentimental abhandelt.
Ja, das so im Überblick. Hast du diesen Film gesehen?
Micha
Leider nicht. Wollte ich tatsächlich im Rahmen der ganzen Oscar- Geschichte
und so, aber ist dann hinten übergefallen, leider.
Vielleicht hole ich den nochmal nach. Es hängt jetzt ganz stark davon ab,
wie die nächsten fünf Minuten laufen.
Phil
Als ob du auch nur ansatzweise etwas auf meine Meinung geben würdest.
Micha
Ach Phil, wenn du wüsstest.
Phil
Oh, Digga, Digga, Digga.
Micha
War nicht dein Ding, oder was?
Phil
Nee, ich verstehe den Hype nicht.
Micha
Echt nicht? Ich verstehe den Hype nicht.
Phil
In mir schwelt so ein bisschen das Gefühl, dass ich einfach vielleicht noch
nicht bereit bin für diesen Film oder irgendwie nicht diese Erfahrungen gemacht habe.
Das ist halt schon ein, muss man auch sagen, ein sehr erwachsener Film,
der dann halt ja so sich tatsächlich viel mit diesen Problemen auseinandersetzt
von Vergangenheit, die vielleicht noch nicht vollständig aufgearbeitet ist.
Obviously, weil in irgendeiner Form gibt es ja Missmut zwischen Töchtern und
Vater, also da gibt es was aufzuarbeiten.
Dann spielt dieses Haus an sich noch eine sehr metaphorische Rolle.
Der Film startet auch damit, dass dieses Haus schon fast personifiziert wird,
weil es erlebt Dinge, dieses Haus verändert sich, dieses Haus atmet,
dieses Haus ist aber manchmal dann auch kalt und so etwas.
Das ist im Grunde so ein bisschen wie, ach wie hieß denn dieser Film,
der mit der stehenden Kamera gemacht wurde, gerade vor einem halben Jahr. Egal.
Micha
Der stehende, was, Presence, ne. Ach ja, Here.
Phil
Here, ganz genau. Da ist ja das Haus irgendwie auch so Meta-Ebene für eine Erzählung,
das ist hier ähnlich bei Sentimental Value.
Bin aber tatsächlich nicht so in diesen Film so reingekommen,
dass ich jetzt dachte, oh mein Gott, das ist echt ein...
Micha
Ich habe geweint.
Phil
Ich habe geweint oder so etwas. Wenn ich mir dann die ganzen Kritiken anschaue
auf Letterboxd oder anderen auch Filmkritikseiten, wo genau das so gesagt wird.
Ich habe geweint oder wie kann ein Haus so viel Emotionen besitzen oder so etwas.
Micha
Das Haus war ja schon Kinderschauspieler damals, das wissen ja die meisten nicht.
Das ist ja schon lange im Business.
Phil
Ich habe das alles nicht gespürt. Es ist eine schöne Geschichte, wirklich,
weil du siehst diesen Vater,
der eine Vision hat, der eine Idee hat und dort etwas verfilmen möchte,
der auch tatsächlich als gescheiterter Mann zurückkommt, als gebrochener Mann,
so das wollte ich sagen, als gebrochener Mann wieder zurückkommt.
Der natürlich sich in den letzten Jahren und Jahrzehnten auch irgendwie weiterentwickelt
hat und das ist schon tragisch, wenn der zurückkommt zu seinen Töchtern in irgendeiner Form,
versucht Kontakt zu denen aufzubauen und die ihn eiskalt abblitzen lassen und
er dann da irgendwo weiterhin so alleine ist.
Und du merkst richtig, wie er den Kontakt sucht und nicht bekommt.
Das ist schon schade. Und wie gesagt, du hast dann diese Beziehung zwischen
ihm und Elle Fanning, wo das einfach smoother läuft.
Und du hast auch Elle Fanning als diese Schauspielerin, die auch ganz,
ganz großartig im Grunde versucht...
Irgendwie diese Tochter zu spielen, aber auch sehr schnell feststellt,
dass da offensichtlich auch mehr ist und dann da irgendwo dann auch tatsächlich
in diese Familiengeschichte so ein bisschen einsteigt und so etwas.
Da sind schon schöne Elemente dazwischen.
Aber vielleicht ist es wieder so ein Ding, das groß angekündigt und bester internationaler
Film und so etwas, dass es vielleicht auch so ein bisschen an diesen,
und diesen krassen Kritiken übrigens ja auch, bei mir zumindest an den Erwartungen
schon wieder gescheitert ist.
Micha
Ja, das ist ja der Fluch quasi der Oscars, weil man dann vielleicht auch in
so einen Film mit anderen Erwartungen reingeht und denkt so, oh, jetzt aber so.
Und die Academy fand den aber vielleicht einfach nur geil, weil das ein ausländischer
Film ist mit zwei Gesichtern, die man schon mal gesehen hat.
Und sich so denkt, oh ja, stimmt, das ist ein gutes Drama, diese nordischen
Filme, ich mag ja nordische Filme, denkt sich die Academy, ja.
Naja, okay, ich werde ihn vielleicht noch mal schauen, mal gucken.
Mir wurde ja schon auch von anderer Seite durchaus heiß empfohlen.
Phil
Ich glaube auch, wie gesagt, dass ich da nicht den Connect bekommen habe oder so etwas.
Aber ich sehe ja auch, dass es so viele da draußen gibt, die den wirklich mit
Wärmstens empfehlen und irgendwie auch bei Letterboxd irgendwie fünf Sterne
mit Herzen geben und so etwas.
Und ich habe lange nicht mehr so ein Herzschmerz gespürt und so etwas.
Da muss ja was dran sein. Sondern vielleicht fehlt mir die Erfahrung,
was dieser Film halt so rüberbringt, was ja eigentlich schon fast ganz schön
ist, dass man nicht so eine gebrochene Familienstruktur hat oder ich habe irgendwie
einen Vibe da nicht so richtig mitbekommen.
Guck ihn dir gerne an. Ich bin wirklich sehr interessiert daran,
wie du ihn findest. Aber ich war jetzt so medium mitgerissen.
Micha
Okay. Na gut, im Gegensatz zum
nächsten Film, schätze ich, den wir beide gesehen haben. Rental Family.
Phil
Oh, ja. Großartiger Film. Zur nächsten Film.
Nein, warte mal, ich muss mal kurz Kapitelmarke setzen. So, ich war nicht darauf
vorbereitet. Ich dachte, wir springen immer hin und her.
Micha
Nee, machen wir nicht. Wir machen Michael am Schluss.
Phil
Okay. Rental Family, habe ich im Flugzeug geguckt und kann man machen. Tatsächlich?
Micha
Ist ein Flugzeugfilm. Ist nicht so schlimm.
Phil
Bin ich drüber gestolpert, weil das ein süßes Stimmt.
Micha
Wollen wir das mal als Top 5 machen? Top 5 Flugzeugfilme?
Phil
Ja, schreib mal auf. Richtig gut.
Micha
Oder? Ja, gute Idee. Filme, die man durchaus im Flugzeug gucken kann.
Phil
Schreib mal auf, ich mache mal Plot-Zusammenfassung. Ich bin drüber gestolpert,
weil ich dann im Flugzeug das Filmposter sah und da war dann in irgendeiner
Form Brendan Fraser drauf, wie er irgendwie sein Gesicht zu einer, ich glaube Katze,
geschminkt hatte und auf seinen Schultern war ein junges asiatisches Mädchen
und ich habe so gedacht, okay, das sieht umgeben in so einem Fest und so und
ich dachte, das sieht ja interessant aus und dann habe ich da irgendwie so gelesen,
Irgendwie Brendan Fraser spielt irgendwie so, der verleiht Persönlichkeiten.
Da habe ich gedacht, naja, komm, Flugzeug, gib ihm.
Tatsächlich spielt Brendan Fraser einen amerikanischen Schauspieler,
eher zugegeben erfolglosen Schauspieler, der in Tokio lebt.
Und da, weil er so erfolglos ist, eher sehr schlechte Werbung macht und ihn
wirklich als Marketingfigur auftritt und sowas. Also wirklich eigentlich das,
was man so als Schauspieler nicht machen möchte.
Und dann wird er angesprochen von so einer Agentur,
dass er jetzt ja seine Schauspielkenntnisse und Fähigkeiten jetzt mal so richtig
auf nächstes Level bringen kann, denn diese Agentur vermittelt ja Persönlichkeiten,
vermittelt Menschen für andere Figuren,
für andere Momente.
Micha
Das klingt jetzt ein bisschen abstrakt.
Phil
Ja, ja, ganz genau.
Micha
Also sie vermittelt Menschen, die quasi in anderer Menschenleben eine Rolle übernehmen sollen.
Phil
Genau, zum Beispiel eine, das kann man ganz gut so sagen, da ist zum Beispiel
so ein zurückgezogener Nerd, der quasi nie das Haus verlässt und irgendwie nur zockt.
Und für den ist er zum Beispiel dann der beste Freund, der regelmäßig vorbeikommt,
mit ihm redet, sodass da irgendwie so ein Social Contact sozusagen entsteht.
Oder er besucht einen Autorin, der irgendwie unter Demenz leidet und der aber,
nochmal, ich glaube, wie war
das, für den er nochmal seinen Abschlussroman oder sowas schreiben soll.
Oder seine Biografie. Genau, ganz genau.
Und da ist er dann auch irgendwie so der beste Freund und der Mentor sozusagen,
damit dann der sich auch nochmal erinnert und so etwas. Und,
Brendan Fraser wird dann auch engagiert von einer Mutter und das ist ein ganz
anderes Level, denn er soll jetzt den Vater spielen für die junge Mia.
Micha
Die ihren Vater nicht kennt.
Phil
Muss man dazu sagen. Der Vater nicht kennt, ganz genau. Der Vater ist irgendwie,
als sie noch ganz klein war, abgehauen.
Und jetzt soll Mia aus so einer Privatschule, da gibt es Aufnahme,
Rituale Aufnahmegespräche und das ist alles so ein bisschen wackelig,
weil Mia in irgendeiner Form jetzt auch nicht aus sich herauskommt und gar nicht so glänzen kann.
So sieht es zumindest die Mutter. Also engagiert sie über diese Agentur Brendan
Fraser als den angeblichen Vater,
sodass Mia einfach wieder motiviert ist, auch Lebensfreude zeigt und dann einfach
Bock hat, auf diese Privatschule zu gehen und dort irgendwo diese Aufnahme bestehen kann.
So, und das ist so der Mainplot sozusagen, wie er in dieses Leben reinkommt,
mit dieser Mia Dinge verbringt.
Micha
Ja, und vielleicht, um noch ein bisschen sozusagen Salz hier in die Suppe zu
bringen, also es entsteht natürlich irgendwie eine Bindung von mir zu Brandon Fraziers Charakter.
Also das ist ja der springende Punkt.
Weil die Leute werden so vermietet quasi an Leute, die halt irgendwie irgendeine
Lücke in ihrem Leben füllen müssen.
Und natürlich kommt es, wie es kommen musste, übernehmen diese Leute dann halt
ein bisschen mehr als nur diese Rolle.
Also das ist dann ein slippery slope, wie man das dann navigiert.
Also aus seiner Sicht, aus der Sicht der Mutter und so und ja.
Phil
Genau. Und das ist so tatsächlich so der Hauptplot. Es gibt noch,
wie gesagt, noch diesen Seitenplot mit den Autoren.
Da jongliert Brandon Fraser auch nochmal so ein bisschen herum.
Und das nimmt ja dann nach hinten hin auch nochmal ein bisschen mehr Raum ein und so.
Aber es ist ein wunderschönes Drama,
was man wirklich so Flugzeugfilmen ganz gut weggucken kann, was überhaupt nicht
wehtut, was aber auch eine zugegeben, wenn man jetzt diesen Plot mal so drei,
vier, fünf Minuten sacken lässt,
auch einer erwartbaren Story oder Verlauf folgt.
So, also ich glaube, da sitzt man nicht am Ende und sagt so,
oh, das hat mich jetzt überrascht, das hätte ich gar nicht mit gerechnet, holy so, ähm,
Aber der Weg dahin ist einfach super süß. Es ist genau dieses,
du hast es genannt, Slippery Slop,
dass du echt so denkst, oh Gott, jetzt spielt er da den Vater,
die junge Mia baut doch irgendwie Vatergefühle oder Tochtergefühle auf.
Und wie kommt der da wieder raus?
Und Brandon Frazier spielt das auch wirklich süß. Ich finde,
er ist ein bisschen unter seinen Fähigkeiten geblieben.
Also ich glaube, er konnte nicht mal so richtig performen, Aber das, was er da so bringt.
Micha
Ist schon gut. Genau, ich glaube, die Rolle bietet das halt nicht an.
Weil das ist halt keine Rolle von großen Gefühlsausbrüchen oder irgendwie so,
oder cholerisches Umsichtschreien oder so, sondern es ist halt eine leise, stille Rolle.
Und ich finde, Brandon Fraser ist da eigentlich auch die perfekte Besetzung als so ein Gentle Giant.
Also er ist halt ein großer, sozusagen heftiger Typ und ist aber so ein ganz
behutsamer, freundlicher, liebenswerter Mensch und so.
Und das passt halt, finde ich, sehr gut eben in diesen Kontrast zwischen diesem
Mädchen, die ist, keine Ahnung, wie alt ist sie in dem Film? Zehn, elf, zwölf?
Phil
Elf, glaube ich, ja.
Micha
Genau. Und das sozusagen erhöht diesen Kontrast dann auch nochmal irgendwie.
Also ich mochte den auch sehr. Ich habe den witzigerweise in Marseille geguckt, in einem Kino. Ähm.
Weil es einfach hart geregnet hat und die Museen alle zu waren und ich dachte,
na gut, gehst du halt ins Kino.
Und ich habe den witzigerweise auch verwechselt, weil ich habe da nicht so genau
irgendwie drauf geachtet.
Und ich dachte, der und Sentimental Value wird irgendwie der gleiche Film,
beziehungsweise ich hatte das Gefühl, Rental Family war auch Oscar nominiert, war er gar nicht.
Und da war ich so, achso, der war ja gar nicht Oscar nominiert.
Achso, naja gut, okay, hätte ja auch. so.
Also Brandon Fraser spielt das halt, wie gesagt, sehr gut und der ist irgendwie,
ja, warmherzig und süß geschrieben und so.
Das war wirklich so ein liebenswerter Film, einfach von vorne bis hinten.
Also wirklich so ein bisschen sentimental, bisschen melancholisch, aber auch nicht zu sehr.
Also das ist genauso die richtige Tonalität, wo man sich irgendwie so ein bisschen
eingelullt irgendwie fühlt oder so ein bisschen in so eine warme Decke eingehüllt,
weil ja, der tut nicht weh,
Der will nicht zu viel, aber der gibt einem trotzdem irgendwie was mit und so. Ich fand ihn gut.
Phil
Der hat auch einen schönen Unterton, weil wir haben eben Brendan Fraser als
ein, sowohl in der Rolle, als auch dann ja auch pur optisch,
als einen amerikanischen Menschen,
der in Tokio lebt, also in einer asiatischen Kultur und der lebt auch wirklich,
der ist da nicht irgendwie mal kurz hingereist.
Und da bekommst du im Laufe des Films ja auch immer wieder mit so leichte Culture Clashes.
Der offensichtlichste ist einfach, dass es in Tokio in der asiatischen Kultur
eben tatsächlich diese, ich will nicht sagen Notwendigkeit gibt,
dass man sich eben solche Menschen mal anmietet.
Micha
Wegen gesellschaftlicher Zwänge.
Phil
Genau so und da gibt es so auch ein, zwei nicht überbordene,
aber tatsächlich Momente,
wo du dann auch so merkst, dass andere Kulturen, andere Menschen,
andere Denkweisen existieren und dann hat auch Brendan Fraser in seiner Rolle
da so ein bisschen dran zweifelt und so.
Micha
Weil man ja so ein bisschen auch so gleich in so ein Judgment verfällt.
Ja, ne. Von wegen ist das moralisch überhaupt?
Darf man das? Darf jemand sozusagen eine Dienstleistung anbieten für irgendwie Emotionales oder so?
Und interessant, der Film macht das dann ja auch, finde ich,
ganz interessant, weil das ist jetzt nicht wesentlicher Plot,
aber Bestandteil sozusagen ist, dass er ja auch immer zu so einer Prostituierten geht.
Und dann mit der halt quasi einfach quatscht. Also wir sehen ja gar nicht,
wie die am Machen sind, sondern er redet ja meistens nur mit der.
Sie liegen im Bett und reden irgendwie.
Und dann heißt es, er ist ja auch nichts anderes. Also das macht der Film,
finde ich, irgendwie ganz witzig, dass es so da ist und man zu dieser Schlussfolgerung
irgendwie selber kommt, aber es jetzt auch nicht so in your face ist.
Aber eigentlich ist es, denkt man sich so, das ist ja irgendwie,
also was ist das für ein komischer Double-Standard?
Phil
Ja. Er spielt dann, also Sophie ist ja noch angerissen, zum Beispiel auch dann
einen Ehemann bei einer Hochzeit, wo du auch so denkst, Alter,
das ist natürlich ganz schön krass.
Das ist tatsächlich sowas, wo man einfach merkt, da schlagen Kulturen aufeinander
und das Judgment trifft es eigentlich ganz gut.
Du verfällst sofort in so ein Das kann doch wohl nicht wahr sein.
Das ist ja Betrug an der Familie und so etwas.
Und dann gibt es eben dann doch Dinge, die da schwelen, das dann vielleicht,
in einem anderen Licht darstellt, als man meint.
Micha
Ja.
Ja, süßer Film. Absolut. Hab den auf IMDb gar nicht bewertet, sehe ich hier gerade.
Phil
Du jetzt.
Micha
Ja, ich hab den auf Letterboxd bewertet. Das hab ich dem dann gegeben.
Da guck ich doch direkt mal nach, oder?
Phil
Mach das mal, das wäre ja sowas von pfiffig.
Micha
Das wäre pfiffig, ne? Das wäre à la bonheur.
Ach krass, ich hab den auf Letterboxd auch nicht bewertet? Doch,
da ist er. Ja, dreieinhalb hab ich ihm gegeben. Sieben Sterne.
Phil
Ja, das würde ich jetzt auch so sagen. starke drei, schwache vier Sterne in meiner Bewertung.
Micha
Irgendwie so im Dreh.
Phil
Ganz genau.
Micha
Ich habe den bewertet, ich bin noch nicht eingeloggt.
Übrigens, ganz kurz nochmal die Brücke schließen, zuvor hin zu so Daten und bla und überhaupt.
Weißt du, was mich richtig stutzig macht, so online, ist, dass ich überall jetzt,
genötigt werde von Websites, so Passkeys zu erstellen.
Wo ich so denke, ja, was soll das denn? Warum?
Also ich habe so das Gefühl, man möchte mich irgendwie von der Kontrolle über
meine Passwörter entfernen.
Oder man möchte mich so einloggen in so ein Ecosystem.
Du musst jetzt aber immer ein Gerät an dir haben, um das irgendwie zu machen.
Also irgendwie dieses Persky-Scheiße, ich check das nicht und ich will das auch nicht.
Phil
Jetzt trägerst du natürlich den ITler in mir.
Micha
Ja, ja. Und du so, nee, das ist eine geile Sache, mach das.
Phil
Ja, also Ja.
Und der Hintergrund, also jetzt hast du das Thema aufgemacht,
ich versuche es kurz zu machen.
Der Hintergrund ist ja zum Beispiel, dass Kennwörter sehr schnell hackbar sind,
sofern du sie nicht sehr, sehr lang machst.
Und dann mit so einem Passwortmanager rumjonglierst und so ein Scheiß,
was ja vielleicht auch nicht jeder macht, so Passwortmanager.
Sondern es gibt dann tatsächlich noch ausreichend viele Menschen da draußen,
die überall das gleiche Kennwort haben oder dann ähnliche Kennwörter,
die sich leicht zu tippen lassen oder so etwas.
Und das ist natürlich nicht so richtig sicher. Und dann kommt vielleicht noch
dazu, dass es ja viele Phishing-Seiten gibt, die da dann eine ähnliche Adresse
haben, aber nicht zu 100 Prozent.
Und dann, also zum Beispiel, keine Ahnung, Paypal.com erstmal eine normale Adresse.
Aber wenn du da zum Beispiel PayQ, also den Buchstaben QAL bekommen hast,
dann mag das vielleicht relativ schnell beim ersten Blick dir gar nicht auffallen,
dass du die falsche Website aufrufst.
Und diese Passkeys, die werden auf deinem Gerät erstellt mit,
natürlich Computer, können schnell rechnen, oh Wunder, super hohe Verschlüsselungen
und super komplizierten Algorithmen.
Und diese Passkeys funktionieren halt auch nur auf dieser einen Website.
Die sind gebunden an die Adresse.
Das heißt, wenn du auf einer anderen Webseite landest, funktioniert dieser Passkey nicht.
Micha
Aber ist auch nicht anders als ein Passwortmanager.
Phil
Ja, es wird da aber tatsächlich, es ist ja in den Betriebssystemen zum Beispiel integriert.
Du musst jetzt ja beim iPhone oder beim Android oder auch bei Windows und Mac,
du musst jetzt ja gar nicht mehr irgendwie einen Passwortmanager installieren, sondern...
Micha
Genau, der ist ja schon drin.
Phil
Genau, das ist einfach drin, der sagt, willst du einen Passkey machen? Du sagst, jo.
Micha
Nee, aber Passkey ist ja was anderes. Also ich habe so das Gefühl, Websites...
Also, weil ich habe, also diese Passwort-App auf den links, die speichert ja
einfach nur meine Passwörter.
Aber ich habe irgendwie das Gefühl, diese Passkeys, die funktionieren ja irgendwie anders.
Phil
Die funktionieren anders. Diese Passkeys, die werden, die sind tatsächlich hochgradig
verschlüsselt und sind gerätegebunden. Das ist so ein bisschen in Anführungsstrichen nervig.
Es sei denn, du synchronisierst die wieder beim Passwort-Manager,
das würde auch funktionieren.
Machst du ja zum Beispiel mit Apple Passwords ja auch oder so etwas oder One
Password machen das ja alle aber der Charme daran ist dass du nicht mehr selber
irgendwelche Kennwörter copy pasten musst oder dir merken musst aber kannst du dann.
Micha
Trotzdem noch weil ich habe das Gefühl das ist so der erste Schritt dazu dass
wir von Kennwörtern ganz weg gehen und ich dann an Firmen wieder gebunden bin
um überhaupt meine eigenen Accounts zuzugreifen so.
Phil
Nö also Also.
Micha
Ich traue der Sache nicht.
Phil
Also, du bist da in keinerlei Firma gebunden. Noch einmal, diese Passkeys existieren,
sofern du sie nicht synchronisierst, nur auf dem Gerät und funktionieren auch nur auf diesem Gerät.
Und da bist du an gar nichts gebunden. Und das ist tatsächlich sicherer und
das tatsächlich weg von Benutzernamen und Kennwort.
Also das ist so die große Master-Idee zum Beispiel bei eBay oder ich glaube
auch PayPal machen das bereits, dass du ohne Benutzername,
also du meldest dich einmal mit Benutzername und Kennwort an,
das ist natürlich der Start und dann generierst du diesen Pass-Key und dann
kannst du dich per zum Beispiel auf dem Smartphone super bequem einfach per
Fingerabdruck oder Face-ID,
anmelden. Und du brauchst keinen Benutzernamen mehr, kein Kennwort-Hassle,
sondern einfach, ey, ich gehe zu PayPal, PayPal sagt, hier Digga,
du hast einen Passkey, willst du nutzen? Du sagst, jo, und schon bist du drin.
Also das ist ja noch smoother, als dort Apple-Passwords zu nutzen.
Micha
Ja, wobei, wenn jemand da, ja, ja, nee, das stimmt, das ist schon smooth,
aber irgendwie ist mir das nicht geheuer, dass das so an Geräte gekoppelt ist. Ich weiß nicht.
Ich habe so das Gefühl, das entfernt einen so ein Stück von der Kontrolle über
den Account. Ich weiß nicht.
Weil das ersetzt ja kein Passwort, oder?
Phil
Oder ersetzt es das Passwort? Es kann das Passwort ersetzen.
Micha
Ja, siehst du, und da wird es nämlich tricky.
Phil
Bei Microsoft hast du die Möglichkeit, ich glaube Microsoft war es,
das Kennwort komplett zu löschen und dich nur noch mit Passkey einzuloggen.
Das würde funktionieren. Das ist die große Vision von den Leuten,
die die Passkeys erfunden haben.
Also da sind ja auch die ganzen Tech-Unternehmen dahinter, die supporten das und fördern das auch.
Aber das ist so die Master-Idee, dass man im Grunde weg von Benutzernamen und
Kennwörternmanagement, sondern einfach diese Passkeys, wie gesagt,
die sind sicher gespeichert auf dem Gerät und wenn du ein neues Gerät hast,
ja Gott, dann lockst du dich einmal mit diesem Gerät neu ein,
sorgst einmal dafür, dass da ein Passkey generiert wird und dann ist das wieder safe.
Und du musst dich nicht irgendwie um Phishing Sorgen machen,
weil dieser Passkey funktioniert ja nur wirklich auf Paypal.com und keiner anderen Schreibweise.
Und das ist super sicher und das ist auch nicht hackbar.
Also Passwort-Datenbanken oder so etwas können ja mal auch gehackt werden, verloren gehen.
Micha
Ja, aber nicht hackbar. Also ich meine, wenn du die synchronisierst, die Passkeys.
Phil
Ja, das ist dann, das ist so ein bisschen der.
Micha
Und ich meine, das willst du ja. Also ich meine, du willst die ja synchronisiert
haben. Du willst ja nicht das auf einem Gerät nur.
Phil
Genau, das ist ein bisschen der Trade-off tatsächlich, weil am Anfang war das
wirklich, erinnerst du dich noch an diese,
An diese Tokens, die du so in USB-Ports reinsteckst und vielleicht dann sogar.
Micha
Ja, genau, genau, genau. So den Anstrich hat das nämlich.
Phil
Genau, und da sind die Paar's, und das ist natürlich super bulky und irgendwie
überhaupt nicht cool in der Anwendung.
Und die Paar's Keys sind so die Idee quasi, das so ein bisschen halt convenient
zu machen und zugleich dann aber auch sicher.
Und dieses Synchronisationsfeature, das war in den ersten Veröffentlichungen
auch nicht mit drin, Bis eben dann auch alle User so sagten,
Leute, ich fange jetzt nicht an, auf meinem Smartphone,
auf meinem Tablet, auf meinen zwei Laptops, nämlich andererseits privat und geschäftlich,
irgendwie mit Passkeys da zu jonglieren, weil ich logge mich da ja in irgendeiner
Form täglich auf, keine Ahnung, 15, 20 Seiten ein.
So, wenn wir das mal so durchgehen, ist das vielleicht schon so viel mit Webmailer,
Social Media, irgendwie, wie gesagt, PayPal, Ebay, Netflix, whatever.
So, da kommt schon was zusammen. Und da fange ich nicht an, auf irgendwie vier
Geräten da was anzulegen und das zu managen. Und da hat man dann auch gesagt,
komm, dann bauen wir da eine Sync-Feature ein.
Besser ein Sync-Feature, was vielleicht die Sicherheit ganz leicht untergräbt,
als dass man weiter im Grunde die Leute mit Passwortmanagern und komplexen Kennwörtern
und so etwas überfordert, sondern einfach Daumenabdruck drin.
Micha
Ja, irgendwie, ja, ich weiß nicht. Ich fremde damit ein bisschen.
Phil
Ja, das verstehe ich sogar und das ist tatsächlich irgendwie schwer zu vermitteln,
aber es ist tatsächlich, wie ich finde, so zwischendurch eine ganz,
also es macht mir Spaß schon fast wirklich einfach nur, ohne dass ich mit Kennwortmanagern
groß herum hantieren muss, mit Fingerabdruck mich da sauber einzuloggen.
Und das auch noch sicherer als mit Kennwörtern.
Aber ja, ich verstehe dieses...
Wir sind immer noch nicht so ganz am Ende der Informationskampagne, glaube ich.
Also ich verstehe die Skepsis davor. Es ist irgendwie noch nicht so richtig
publik gemacht worden und nicht so sauber verankert. Das stimmt.
Micha
Ich habe übrigens auch, aber da können wir nach der Sendung mal reden,
ich habe irgendwie mein E-Mail-Konto zerschossen und komme nicht mehr rein.
Phil
Okay, das kann ein Problem sein, das muss kein Problem sein.
Gucken wir mal, was wird da so. Das ist ein bisschen kompliziert.
Micha
Genau.
Phil
Machen wir erstmal weiter und zwar hiermit,
jawohl in your face ja ganz genau wir haben ein paar Filmchen noch vorbereitet
für euch ja mach du mal sagt er,
muss ich.
Micha
Die Ente stellen.
Phil
Ich wäre ja schon ein bisschen dankbar wenn du die Ente stellst Warte.
Micha
Machen wir das so. Ja, eine Minute, ne? Okay, Zeit läuft.
Phil
Ja, ich habe mir Conjuring 4 angeschaut. Tagline, das letzte Kapitel,
der letzte Film der Conjuring-Reihe, war kacke.
Micha
Okay, wie zu erwarten. Speedrun Ende. Ja, okay.
Phil
Ja, nein, also es ist wirklich so, dass, ja, der vierte Teil der Conjuring-Reihe,
wir sehen da wieder die Ed und Laureen Warren, wie sie irgendwie ein ein Special Case lösen.
In irgendeinem Haus in Pennsylvania bekommt ein junges Mädchen einen creepy
Spiegel geschenkt und dieser scheint natürlich verflucht zu sein.
Parallel haben Ed und Lorene Warren dann eine junge Tochter geboren und bereits
das Kind von ihr kommt auf die Welt durch einen Vorfall des Dämons, eines Dämonbefalls.
Und die ersten Teile waren ja in irgendeiner Form noch cool und irgendwie creepy
und das hier ist einfach nur noch, ja, du hast mich aufgefordert, jetzt musst du da durch.
Micha
Ja, aber du musst auch die Minute einhalten.
Phil
Ach so.
Micha
Ja, die wird erst ausgemacht, wenn die Minute, also wenn du aufgehört hast zu reden.
Phil
War scheiße.
Micha
Ja, okay, war scheiße. Na gut. Dämonbefall, das gefällt mir gut.
Phil
Es ist wirklich super langweilig, ganz billige Schockeffekte,
hat gar nichts mehr mit zu tun mit dem Creep,
den ich zum Beispiel bei Annabelle, also ich glaube dem ersten war das ja noch
hatte, mit dieser creepigen Puppe, hat es überhaupt nicht mehr gehabt.
Sehr enttäuschend, sehr schlechter Abschluss.
Micha
Na gut. Na gut, ich habe auch noch, achso, ich habe zwei Sachen in der Speedrun sogar.
Phil
Stelle ich fest.
Micha
Ja, ja, ja. Das gibt es ja nicht. Das ist unfassbar. Ja, wirklich.
Na gut, dann starte ich mal die Ente, auf geht's.
Ich habe mir angeguckt einen Film, den ich schon sehr, sehr,
sehr, sehr, sehr, sehr, sehr lange auf meiner Watchlist hatte,
nämlich Der wilde Planet, oder Fantastische Planet, Fantastic Planet heißt es auf Englisch.
La Planète Sauvage von 1973 ist ein französischer bzw.
Französisch-tschechischer Film, so steht es auf Mubi-Film, ein Animationsfilm
von 1973 und handelt von einem fremden Planeten, wo die sogenannten Drax leben
und die Drax halten sich Menschen als Haustiere.
Also die Drax sind so Avatar-mäßig, so große Aliens und die Menschen sind aber
so winzig, also so handgroß quasi.
Und die halten sich die als Haustiere. Ja, und das Ganze ist so eine Metapher
irgendwie auf Unterdrückungsgesellschaft und bla und so.
Und ja, Hunde sollten wählen gehen dürfen.
Phil
Was?
Micha
Denkt man sich danach. Ja, ist okay. Da war ich ein bisschen enttäuscht von.
Ich dachte, der wäre irgendwie ein bisschen geil, aber der ist schon sehr arzi-farzi und trippy.
Phil
Und wie kamst du auf den? Also einfach mal auf den? Ich kam auf den Bildung
einfach mal so oder gibt es da keine Auslöser?
Micha
Da gibt es einen Auslöser tatsächlich und zwar, es gibt diesen Film von Ende 90er glaube ich sogar,
The Cell mit Jennifer Lopez von Tarsem Singh und da wird der Film sozusagen gereferenced,
also Jennifer Lopez spielt da ja eine Polizistin,
die so einen Serienkiller irgendwie dingfest machen will und der Film handelt
ja davon, dass sie so in seine Träume dann eindringt oder in sein Unterbewusstsein
durch so ein Gerät und so.
Und da schläft sie eines Abends vorm Fernseher ein und dann läuft dieser Film
und ich glaube, ich habe in dem Audiokommentar oder so, habe ich dann auch sagt,
Tarsem Singh glaube ich auch irgendwas dazu,
dass der Film halt so crazy ist und so sick und so komische wie soll ich sagen,
psychedelische Elemente enthält und so Horror und ich dachte so,
okay, klingt irgendwie klingt wild,
möchte ich mir mal angucken Und war jetzt aber am Ende so ein bisschen so,
ja, okay, ist halt so ein Animationskunstfilm irgendwie.
Gute Jazzmucke aber im Soundtrack. Der Soundtrack war gut, so ja,
Free Jazz irgendwie, aber ja, einmal gesehen.
Es gab ihn bei Mubi und da dachte ich so, ach komm, wann, wenn nicht jetzt? Schön in HD und so.
Habe ich mal angeschaut, aber gepackt hat er mich nicht.
Phil
Es sind irgendwelche blauen Wesen, ne?
Micha
Ja, genau.
Phil
Okay, da kriege ich ja mehr Albträume als alles andere von diesen Viechern.
Micha
Ja, ja, ja, der ist auch sehr unangenehm von der Grundprämisse und von der Visualität und so.
Ja, mit diesen Aliens, die dann so darüber bestimmen, wie das Wesen der Menschen,
Oms heißen die, wie das so auf dem Planeten weitergehen soll und so.
Und die Rebellion der Menschen und so.
Phil
Ja, blaue Viecher mit irgendwelchen Kiemen oder Flossen als Ohren und knallroten Augen.
Ich verstehe, was du meinst mit psychedelisch.
Micha
Ja, ja.
Phil
Na ja, gut, okay, war nicht so. Fair enough.
Micha
Ja, nee, nee, muss man nicht.
Phil
Okay.
Micha
Also ich meine, es ist bestimmt irgendwie Kino-Konferenz.
Historie und so. Und zu Recht wahrscheinlich irgendwie auch als Kultfilm verschrien,
aber unterhaltsam war der jetzt nicht.
Phil
Okay.
Micha
Na gut. So, und dann, oh shit, okay, los geht's. Dann war ich mal wieder in der Sneak.
Und was in der Sneak geguckt wird, hat Bringpflicht auf jeden Fall für die Speedround,
nämlich einen Film, der hieß Lifehack.
Der kam anscheinend oder der ist anscheinend vom letzten Jahr, ist ein Erstlingswerk.
Und ist einer dieser Filme, die nur auf einem Bildschirm spielen.
Da kennt man ja manche von, weiß nicht, Unfriend hieß der, glaube ich, oder?
Und Krieg der Welten zuletzt, der ja sehr schlecht war und so.
Und dieser Film handelt aber von einer Gruppe Kids, ich glaube,
das ist ein britischer Film, von einer Gruppe Kids, die so auf Discord abhängen
und online zocken, halt so typische Gen-Z-Kids und so.
Und die dann so einen CEO einfach ausnehmen wollen, weil der halt ein Arschloch
ist und sich an seiner Kryptowallet bedienen und da irgendwie ihn um 25 Millionen
Pfund oder Dollar oder so erleichtern.
War ganz spannend, muss ich sagen. Also für so einen UI-Only-Film und so war
der schon ganz cool und tatsächlich der ganze Heist, der dann stattfindet am Ende, der war schon...
Interessant und sehenswert.
Phil
Wenn man es gut macht, sind solche Filme auch ziemlich geil.
Also allein, es ist eine andere Art der Inszenierung und wenn es vernünftig läuft,
das gab es ja auch zum Beispiel mit Searching, hieß er glaube ich,
wo ja von einem jungen Vater, glaube ich, die Tochter oder sowas oder der Sohn verloren gegangen ist.
Und man dann zu weiten Teilen zumindest diesen Film auch miterlebt,
wie er dann versucht über Mails und Facebook und so etwas herauszufinden, wo sie denn ist.
Und das war auch ein großartig inszenierter Film, obwohl man ja sagen würde,
ja, also das ist ja ein sehr begrenzter Raum, so ein Screen.
Und was kann da den Film tragen? Doch, doch, doch, doch.
Ich mag das. Also da mag vielleicht natürlich jetzt auch wieder meine IT-Faszination
natürlich wieder rauskommen.
Micha
Ah, feels right at home. Schön auf Discord abhängen.
Phil
Ja, und wenn das auch noch funktioniert, umso geiler, umso geiler. Ja, ja.
Micha
Also in dem Film, das passt halt gut zusammen, weil diese Kids,
das ist halt alles so, also Kids, das sind halt, keine Ahnung,
Late-Teenagers, Leute in ihren Zwanzigern oder so.
Und die hängen da halt wie gesagt ab und so. Und das passt alles gut zusammen.
Also so deren Welt und wie die
so reden miteinander und auf welchen Plattformen das alles stattfindet.
Weil es ist irgendwie WhatsApp mit drin, es ist irgendwie Discord mit drin,
es ist irgendwie iMessage mit drin und so. Und die ganze Zeit diese Videochats.
Und dass die Story sich dann quasi auch um so ein Taxi dreht,
also so ein Pseudo-Elon Musk.
Und dann um Krypto und so, das ist alles so eine Welt, wo ich so das Gefühl
habe, ja, ja, das ist plausibel vom Storytelling.
Also das macht Sinn, dass der Film so stattfindet auf dieser Art und Weise.
Das ist jetzt natürlich kein neues Konzept in dem Sinne und jetzt auch nicht
bahnbrechend, also das ist nicht der Schauwert.
Aber ich finde es ganz gut gemacht. Also wie gesagt, gerade zum Ende,
wo es dann so in die echte Welt geht, obwohl man das auch nur vom Bildschirm
aus betrachtet, war schon spannend.
Also ich war schon on the edge of my seat.
Phil
Da seid ihr in den Niederlanden, aber vielleicht wieder ein bisschen weiter,
als wir hier in Deutschland.
Bei dir lief er jetzt Ende April bereits in der Sneak. Bei uns in Deutschland
startet der Film am 9. Juli.
Micha
Ah ja. Du, hier möglicherweise auch. Also ich meine, vielleicht kam er jetzt
einfach halt nur in der Sneak.
Phil
Alter, dann seid ihr mit den Sneaks aber echt weit vorne.
Micha
Ja, das ist halt auch ein kleiner Film. Ich meine, der hat jetzt,
glaube ich, seit längerem keinen Verleih gefunden international,
weil der auf IMDb ist ja mit 2025 gelistet. Ja.
Aber Erstlingswerk gut gemacht. Keine Frage. Also von dem Regisseur bin ich
gespannt, ob der nochmal nachlegen kann.
Phil
Lifehack.
Micha
Ja, genau. Na gut, das war's mit der Speedround.
Wir kommen zum Schwergewicht der heutigen Kinowoche.
Michael. Michael, genau.
Phil
Michael spricht über Michael. Ich weiß nicht, was der Schwergewicht ist.
Micha
Da muss ich übrigens nochmal ganz kurz sagen, ich habe so einen Instagram-Account
entdeckt, der heißt Das Letzte Hemd.
Da sind so Fan-T-Shirts von bekannten Musikern, nur halt auf Deutsch übersetzt.
Also so P. Diddy ist dann halt Puff-Dieter und so.
Und so und irgendwie, warte, da muss ich kurz reingehen, ach ja genau,
Korn war Mais, klar, warte, das muss ich jetzt ganz kurz nachgucken,
damit ich hier keine Scheiße erzähle.
Ja, auf jeden Fall ist das ganz witzig, weil die machen nämlich zu jedem Posting,
machen die auch immer den Song auf Deutsch dann auch und zwar so schlecht und
das ist teilweise sehr amüsierend und entlarvt halt auch,
wie schlecht dann manche Songs halt auf Englisch einfach auch sind,
aber sobald die auf Englisch sind, ist es so, ja, ist okay, passt und wenn du
die dann mal auf Deutsch irgendwie übersetzt, dann denkst du so,
heieieiei, das ist ja nicht so geil.
Na toll, jetzt finde ich es natürlich nicht auf die Schnelle.
Naja, wie dem auch sei, ist auf jeden Fall witzig. Das ist der Zählend. Michael.
Das Biopic von Michael Jackson.
Phil
Ich bin richtig, also Hyped ist der falsche Begriff, aber ich freue mich schon
sehr auf, ja schon ein bisschen,
weil Michael Jackson hat halt auch meine Kindheit begleitet sozusagen,
war da ein riesiger Star, ist halt auch wirklich, King of Pop macht zeitlose
Musik und hat natürlich auch so seinen Nimbus um sich herum gehabt mit allen
auch negativen Facetten und so etwas.
Es ist einfach eine Persönlichkeit, die sich dann doch irgendwo so in meine
Leben so festgesetzt hat.
Wie gesagt, sowohl von der Musik als auch von der Geschichte und so etwas.
Jetzt kommt ein Biopic raus und ich habe hohe Erwartungen.
Oh Gott.
Micha
Witzig, genau. Diese Psychologe. Genau, erzählen sie doch nochmal von ihrer Mutter.
Nee, also, ja, also witzigerweise jede Review, die ich gehört habe zu diesem
Film, fängt genauso an, wie du es gerade gemacht hast.
Michael Jackson, der Größte, meine Kindheit, bla bla.
Same, also bei mir same. Und das zeigt halt auch einfach, wie riesig,
also man macht sich da ja keine Vorstellung mehr davon.
Wie groß Michael Jackson eigentlich gewesen ist. Also was für ein unfassbares
Phänomen das eigentlich war, Michael Jackson.
Also wirklich, wenn man so sagt, ja, das war der größte Popstar aller Zeiten.
Nee, du hast keine Ahnung.
Also du hast keine Ahnung, wie riesig der war. Und jetzt, wie du sagst, kommt halt ein Biopic.
Und da sind die Erwartungen natürlich erwartungsgemäß sehr hoch,
weil man so denkt, ja, wie wird man dem eigentlich gerecht?
Und ich mache es kurz, die Antwort ist gar nicht. Also man wird dem einfach nicht gerecht.
Ich fand ehrlich gesagt, der Film ist so ein bisschen unwürdig,
weil Michael Jackson...
Einfach ein Riesenvisionär ist, ein musikalischer Visionär, der sich dadurch
ausgezeichnet hat, immer so einen Schritt voraus zu sein, immer zu wissen,
wohin die Musik als nächstes geht und so.
Das war dann in späteren Jahren manchmal nicht mehr so der Fall,
aber ich sag mal so, bis Dangerous oder sogar bis History hin war er ja wirklich
so, wo man so dachte, boah krass Michael Jackson, also das Apple der Musikindustrie.
Und man denkt, ja, der gibt jetzt den Ton an und alle machen es nach.
Und gleichzeitig aber auch unkopierbar irgendwie.
Und da hätte ich mir einfach gewünscht, dass da ein Film um die Ecke kommt,
der einfach auch ein bisschen visionär zutage geht damit und auch vielleicht
eine visuelle Eigenständigkeit hat oder eine eigene Haltung entwickelt auch
zu Michael Jackson oder eine Haltung dazu,
was er eigentlich erzählen will oder wie er eigentlich zu Michael Jackson steht.
Und das findet halt gar nicht statt. Also der Film ist halt mehr ein Produkt
als ein tatsächlicher Film, weil
durch die Involvierung halt der halben Jackson-Family in dieses Projekt,
die halt alle irgendwie Executive-Producer sind oder so, weißt du,
die Brüder und Schwestern außer Janet, da kommen wir gleich nochmal drauf zu sprechen,
entsteht natürlich auch ein Film, der maximal safe das abhandelt.
Also dieser Film hat keine Ecken, keine Kanten, kein gar nichts.
Das ist einfach, der Film wirkt, als ob das Greatest Hits Album von Michael
Jackson und seine Wikipedia-Page einfach gebumst hätten.
Weißt du, du hast einfach alle Songs runtergeschrammelt, ja,
irgendwie so, ah, und der Song, du bist da noch, und der Song und so,
und gleichzeitig hangelt der sich einfach so genau an den Live-Events entlang,
und das ist ehrlich gesagt bockenlangweilig, weil, dass Michael Jackson eine
schwere Kindheit hatte,
Und Joe Jackson irgendwie ein Tyrann war. Und dass er dann das war und dann
war das und dann war Jackson 5 und dann war irgendwie Thriller und dann muss
er nochmal irgendwie mit den Jacksons ran und so.
Das weiß man alles und das steht auch alles auf der Wikipedia-Page.
Und der Film ist aber eigentlich eine Wikipedia-Page mit einem Visualizer und
einem coolen Soundtrack, was eben das Michael Jackson Greatest Hits ist.
Was sehr... Ja... Whatever. Also, ob der Film jetzt existiert oder nicht, ist wirklich...
Also Wumpe, es ist egal.
Phil
Wie vernichtend.
Micha
Ja, aber das ist halt leider so. Also ich möchte dazu sagen,
und da komme ich gleich zu, es gibt ein paar sehr gute Sachen an dem Film auch.
Aber alles in allem hätte ich mir einfach gewünscht, dass der Film mehr wirklich so ein Denkmal ist.
Weil so wirkt er einfach, der wirkt einfach zu glatt, auch die Visual Effects
teilweise von diesen Auftritten.
Wenn ich schon das Gefühl habe, nee, sorry, ich glaube, dieses ganze CGI-Stadion
mit der CGI-Crowd, das glaube ich alles nicht, dann tut das eigentlich dem Ganzen auch Unrecht.
Also weißt du, es wäre, also ich hätte mir einfach gewünscht,
dass er einem das spüren lässt, wie krass das eigentlich war mit Michael Jackson.
Und das macht der Film nicht, dadurch, dass er so eine komische,
märchenhafte Distanz zu einem einnimmt, alles so ein bisschen so fake aussieht
und so und so diese, wie der gedreht ist und diese Digital Cinematography und
alles, das ist alles so, ja, okay,
also das ist genau so ein Film ohne Witz.
In fünf Jahren kannst du mit einer KI so einen Film generieren.
Ganz ehrlich. Kannst einfach sagen, hey, ich möchte gerne einen Biopic über
Michael Jackson haben, bitte nimm den Wikipedia-Eintrag als Grundlage.
Hier sind die Songs, die vorkommen müssen, go. Dann kriegst du genau so einen Film raus.
Dann denkst du, ja, okay, whatever.
Seltsam an diesem Film ist dann halt eben auch, ich hab's gerade angesprochen,
das Involvement der Jackson-Familie, also für die, die es auch nicht wissen,
da wurde ja viel nachgedreht bei dem Film, weil man vergessen hatte,
der Produktion zu sagen, dass diese ganze Geschichte um diese,
Anschuldigung 1993 und irgendwie so, dass das in dem Film irgendwie aus rechtlichen
Gründen nicht vorkommen darf.
Man darf irgendwie die Namen der Leute nicht nennen und überhaupt darf man keinen
Bezug darauf nehmen und so.
Ja, das hat man einfach vergessen. Das heißt, man muss einfach das letzte Drittel
von dem Film komplett neu drehen.
Ja, und so ein bisschen fühlt es sich auch so an, ehrlich gesagt.
Also man hat es schon irgendwie gerettet, aber der Film endet dann auch einfach
sehr abrupt und ich dachte mir so,
okay, also what, was ist denn hier eigentlich die Story? Also die Story des
Films ist eigentlich, Michael Jackson bricht, oder sozusagen.
Entkommt der Tyrannei seines Vaters.
Das ist die Story. Und das ist der Arc, der stattfindet. Und sobald das geschehen
ist, ist der Film eigentlich auch rum.
Also der Film jetzt, ja, ist kein Spoiler.
Aber der endet halt im Jahre 88.
Wo ich so denke, sorry, aber da war Michael Jackson ja noch nicht mal auf seinen Zenit angekommen.
Also der endet da einfach. Und dann endet der mit so einem Schriftzug,
wo dann da steht, Historic Continues, wo alle Leute so sind,
so, oh, da kommt bestimmt ein zweiter Teil.
Und ich so, nee, Safe, also das ist wirklich Prognose auf Doom von mir,
Safe kommt von diesem Team kein zweiter Teil zu diesem Film.
Also der wird bestimmt seine Kohle machen oder so. Aber ich denke mir so,
was willst du denn erzählen?
Also ich meine, die Idee hinter diesem Film ist ja, dass die Familie nochmal
ordentlich abcashen kann von dem, der Legacy von Michael Jackson und dem so
ein Denkmal setzen kann oder wie auch immer nochmal ein Abkulten davon,
wie Michaels Leben so war und überhaupt.
Was soll dann der zweite Teil erzählen? Von wegen, okay, dann macht er halt
das Dangerous-Album und dann kriegt er die ganzen Allegations und dann hält
er sich zwei Stunden lang damit auf, wie Michael Jackson quasi im Gerichtssaal
zerfickt wird oder wie. Also das will doch keiner sehen.
Also zumindest nicht als Fortsetzung zu diesem Film. Dass es vielleicht irgendwann
mal einen Film gibt, der das nochmal behandelt.
Fair enough. Aber da gab es ja auch eine krasse Netflix-Doku zu dem Thema schon.
Deswegen ist da auch die Frage, warum nicht einfach eine Doku gucken?
Und die Frage stellt sich bei diesem Film auch.
Also warum nicht einfach eine Doku gucken über das Leben von Michael Jackson.
Anstatt jetzt diesen Film zu schauen, der das Ganze irgendwie fiktionalisiert und so weiter.
Also der Film wirkte für mich eher wie so...
Einen Film, der jetzt Gen Z erklären soll, wer eigentlich Michael Jackson ist,
für eine Generation, die halt mit Michael Jackson so gar nichts am Hut hat,
weil wahrscheinlich gestorben ist, bevor sie auf der Welt waren, so, weißt du?
Und da denkst du, ja, okay, kann man machen, aber es ist, wie gesagt,
ein Wikipedia-Artikel mit Musik.
Zwei relativ herausragende Sachen gibt es dann doch an dem Film, muss ich sagen.
Das eine ist, Joe Jackson wird gespielt von Coleman, wie heißt der, Domingo Coleman.
Der macht das sehr gut, also der Vater von Michael Jackson der spielt den sehr
gut ja, ist eine gute Performance keine Frage.
Herausragend ist allerdings Jafar Jackson als Michael Jackson,
muss ich echt sagen ich hatte echt wahnsinnige Skepsis,
also ich war wirklich so uff nach dem Trailer und so, ich dachte so boah,
der sieht irgendwie nicht aus wie Michael Jackson und ach ne,
der hat irgendwie nicht den Style und den Swagger, aber ich muss sagen,
Hut ab Also krasse, krasse Performance.
Also das ist wirklich so auf einem Level, wenn nicht besser mit Austin Butler und Elvis.
Es ist besser als Rami Malek, als Freddie Mercury in Bohemian Rhapsody.
Der Film ist auch, muss ich auch dazu sagen, besser als Bohemian Rhapsody in
meinen Augen, weil Bohemian Rhapsody war unerträglich in meinen Augen,
in seinem Anspruch oder in seinem Ansatz zu sagen, das ist Situation A,
die führte zu Track A, hier ist Situation B, die führte zu Track B.
Also es war wirklich wie so ein Diorama im Naturkundemuseum rumgegangen bist
von Fenster zu Fenster und dir so gedacht hast, ah ja, okay,
und da hat er jetzt, keine Ahnung, Bicycle Race geschrieben.
Und ich denke so, ja, okay.
Boring as fuck. Und der Film macht das zum Glück nicht ganz so.
Aber ich muss sagen, also nochmal zurück zu.
Jafar Jacksons Performance. Der macht das wirklich herausragend.
Also der verkörpert Michael Jackson wirklich echt gut. Das ist am Anfang noch
so ein bisschen bumpy, wo ich so denke, so richtig fühle ich das nicht.
Aber je länger der Film eigentlich voranschreitet, desto mehr denkt man so, boah, krass.
Also wo es für mich geklickt hat, Es gibt ja diese legendäre Motown 25 Performance,
also wo Michael Jackson Billie Jean auf der Bühne singt zum 25-jährigen Jubiläum von Motown.
Und da hat er ja zum ersten Mal gemoonwalkt und das ist, wie gesagt,
eine legendäre Performance und so.
Und Jafar Jackson einfach, du kannst die Sachen übereinander legen und denkst
dir so, ja, das ist perfekt.
Also wirklich jeder Schritt, jede Bewegung, jedes Hüftzucken,
der Moonwalk, alles, das sitzt einfach.
Das ist so krass gut, wie er das macht. und die andere Sache ist,
es sind halt dann nicht nur die Performances, sondern wenn du die Augen zumachst,
du hast das Gefühl, es ist Michael Jackson. Also wie er redet.
Also es ist so krass, weil man kennt ja Michael Jacksons Redestimme auch aus
diversen Interviews, auch von seinen Alten teilweise und so.
Und Michael Jackson, also Michael Jackson lebt einfach.
Du hörst dazu und denkst dir so, krass, es ist echt wie Michael. Also es ist voll irre.
Von daher, also Jafar Jackson in allen Ehren, Er hatte vor ein paar Jahren einen
Song, den ich sehr gemocht habe tatsächlich. Also ich wünsche ihm echt alles Gute.
Vielleicht, also ich glaube nicht, dass das jetzt seine Schauspielkarriere kickstarten
wird, weil er hat nach eigenen Angaben tatsächlich noch nie geschauspielert.
Und besonders vor diesem Aspekt muss man sagen, okay, krass,
also da wirklich, wirklich gut.
Aber das war es dann leider auch. Also insgesamt ist der Film wirklich,
also playing it safe und wenn du wirklich nur reingehst und ich glaube,
viele Leute gehen tatsächlich auch einfach nur so rein.
Von wegen, hey, ich möchte einfach nur Michael Jackson Musik hören,
ich möchte so ein bisschen so tra-ri-ra, wie war das eigentlich so, dann passt das schon.
Also das war ja bei Bohemian Rhapsody irgendwie nicht anders,
also ich saß da im Kino und die Leute so, yeah, den Song kenne ich, Applaus.
Es gab auch Applaus tatsächlich am Ende von dem Film, was ich voll krass fand,
aber das liegt halt einfach, das macht halt keinen guten Film.
Die Leute haben nicht den Film applaudiert, sondern die Leute haben der Musik
applaudiert. Michael Jackson vielleicht selber.
Phil
Ja.
Micha
Ja, genau. Die Musik von Michael Jackson ist unfucking fassbar gut.
Auch nach 20, 30, 40 Jahren sind das alles unfassbare Bretter.
Es ist, wie du gesagt hast, zeitlos. Es sind natürlich Produkte ihrer Zeit und
man hört es auch, aber die sind einfach, also über jeden Zweifel erhaben es die Musik.
Und klar, wenn es dann Applaus gibt, so, ja, klar, Michael Jackson,
es zieht halt, aber als Film ist es trotzdem egal.
Es ist wirklich ein scheißegaler Film.
So, ich habe fertig.
Phil
2009 ist er gestorben. 2009.
Micha
Schon eine Weile, ne? Das ist echt schon eine Weile. Vor Steve Jobs. Ja.
Ich erinnere mich, als ich vor dem Rechner saß, 2009, und das live im Livestream
von CNN dann geschaut habe, wie er ins Krankenhaus eingeliefert wurde und so. Also Michael Jackson.
Phil
Ja, ja, ja. Krass, so live dran war ich nicht. Ja, aber irgendwie.
Micha
Ich war ja auch ein Riesen, also Michael Jackson war ja wirklich ein Kindheitsidol auch bei mir.
Also ich habe ja die Platten alle auf Platte und auf CD, sogar mehrfach.
Weil ich habe die remasterte Version und die originale Version.
Also ja, ich glaube, man kann heutzutage niemandem richtig, das ist so wie,
weißt du, früher einem Kind so Großeltern oder so erzählt haben,
Elvis, Elvis, das war einer und so. Und man dachte so, ja, ja,
Opa, ist gut so, alles klar.
Aber genauso ist es halt mit Michael Jackson auch. Man muss das echt damals
erlebt haben, um wirklich zu verstehen, wie krass das war.
Wenn Michael Jackson einfach in deiner Stadt ein Konzert gegeben hat,
dann lag die Stadt einfach brach.
Also dann war einfach so, ne, Michael Jackson is in town.
Oder als Michael Jackson bei Wetten, das war, da hat man nichts anderes geguckt.
Da hat man fucking Wetten, das geguckt, gefälligst. Ja, ist so.
Also von daher, liebe Kinder, falls ihr zuhört, hoffentlich nicht.
Also Michael Jackson ist einfach unglaublich.
Aber der Film, du ganz ehrlich, also 6 von 10 wohlwollend.
Phil
Oh.
Micha
Ja.
Phil
Ja, dann hole ich mir lieber noch mal History raus und dann höre ich das Album durch.
Micha
Ja, genau. Ja, und wie gesagt, seltsam diese Entscheidung, dass der Film halt
nur so quasi die erste Hälfte seines Lebens eigentlich abbildet.
Phil
Ja, aber das ist ja irgendwie, also ja, gut.
Micha
Nee, aber auch musikalisch. Also ich will jetzt nicht sagen,
auf welchem Song es aufhört.
Es hörte halt einfach auf, wo ich so dachte, achso, jetzt Ende? Achso, okay.
Also ich dachte, da kommt halt noch einiges. Vor allem, weil ich im Trailer
habe ich auch, meine ich mich zu erinnern, auch noch ein, zwei Szenen gesehen,
wo noch so Musikvideos nachgestellt waren.
Und es kam gar nicht vor in dem Film. Und da war ich so, aha, komisch.
Also anscheinend, ich glaube, man hat sehr viel Material da liegen lassen.
Und es war bestimmt ein Film, muss ich auch sagen, also weißt du, was Dailies sind?
Phil
Nee.
Micha
Achso. Okay, Dailies sind quasi so Tagesproduktionen oder das,
was am Tag hergestellt wurde.
Also Produzenten gucken halt, wenn ein Film gedreht wird, dann gucken die halt
die Dailies am Ende des Tages und was wurde heute eigentlich gedreht. Also das Rohmaterial.
Und das ist bestimmt ein Film, der in den Dailies mega krass aussah.
Also wo man wirklich so dachte, boah, also das wird echt ein krasser Film.
Also die ganzen Performances und die nachgestellten Musikvideos und alles so.
Das sah wirklich alles auf den Dailies bestimmt alles mega cool aus.
Aber sobald du es in so einen Film packst und dich wirklich so einer ganz langweiligen
Erzählstruktur entlang hangelst.
Verliert es halt einfach so komplett seinen Reiz. Und man fragt sich eigentlich
so, ja, und warum machen wir das jetzt?
Also, ne, was soll das? Und es gibt Filme, die nähern sich so Biopics einfach auch echt besser.
Also als Musik-Biopic möchte ich halt echt vorne ranstellen.
Rocket Man, den habe ich schon mal erwähnt bestimmt.
Das Elton John-Biopic, mega cool, weil der Film so ein bisschen loser umgeht
mit seiner Erzählstruktur und auf einmal auch eine Szene direkt zu einer Musical-Nummer wird und so.
Und der verschmilzt die Sachen so. Und er nimmt sich auch die Freiheit,
so ein bisschen, wie sagt man, metaphysisch zu sein oder auch so ein bisschen weirder.
Und das finde ich halt cool, wenn so ein Film so eine Haltung hat.
Oder der Steve Jobs Biopic mit Michael Fassbender.
Auch da hat man sich ja überlegt, okay, mit welcher Struktur versehen wir eigentlich
diesen Film, weil der findet ja quasi zu kurz vor drei großen Produktlaunches statt.
Da wird nicht einfach das Leben chronologisch aus dem Wikipedia-Artikel nacherzählt,
sondern da überlegt man sich vorher,
okay, wie wollen wir es eigentlich erzählen und was sind eigentlich so die Meilensteine,
die uns diesen Charakter näher bringen und uns irgendwie etwas verraten über
diese Person, wie diese Person getickt hat und so. Das heißt,
es gibt Möglichkeiten, das zu machen.
Macht dieser Film halt nicht. Also Michael Jackson ist halt,
ja, ein ewig Kind gebliebenes. Er mochte irgendwie Peter Pan.
Joe Jackson war scheiße und hat sich einen Affen geholt.
Und hat sich dann die Haare verbrannt bei einer Pepsi-Werbung. Cool. Also.
Phil
127 Minuten zusammengefasst in 15 Sekunden.
Micha
Ja, genau. Ja, genau. Und dazwischen halt, der Rest ist Musik.
Phil
Ja, also ich glaube, größtes Problem ist tatsächlich, dass die halbe Jackson-Familie
in der Produktion mit dabei war, die natürlich krassen Finger darauf hatten,
dass alles safe ist und alles glatt gebügelt und so etwas und bloß nicht Ecken
und Kanten oder auch zu viel Einblick oder so etwas.
Micha
Ja, und Antoine Foucault, der Regisseur, der tut mir halt ein bisschen leid auch.
Ich weiß nicht, wie viel da jetzt auf ihn zurückgeht, aber ich habe so das Gefühl,
er war da ehrlich gesagt auch einfach nur Handlanger.
Also er hat einfach nur diesen Film zusammengesetzt für das Studio und für die Jackson Family.
Also ich glaube, er hatte auch gar nicht viel kreative Möglichkeit,
hier was damit zu machen, glaube ich.
Vielleicht täusche ich mich, vielleicht ist er einfach kein guter Regisseur,
aber naja. Und achso, eine Sache wollte ich auch noch sagen,
weil du Jackson Family und ich habe das jetzt gar nicht erwähnt.
Janet Jackson hat, genau, ist ja eine bekannte, also die zweitbekannteste Jackson,
würde ich mal sagen, nach Michael.
Phil
Ohne Frage, ja. Genau.
Micha
Und hatte ja auch eine respektable Solo-Karriere neben Michael Jackson und so.
Hatten ja die anderen Geschwister auch alle und so, aber ihre stand auf jeden Fall raus.
Und sie war ja nicht beteiligt an der Produktion dieses Films.
Und das führt jetzt zu so einem komischen Ding, dass sie auch in dem Film gar
nicht vorkommt. Also als Figur.
Und ich denke mir so, hä, wie weird ist das denn? Also da laufen alle rum und
so, ja, Latoya Jackson und bla.
Und einfach so Janet, also wird nicht mal erwähnt. Also geschweige denn,
dass es auch eine Figur gibt in dem Film, die irgendwie ihr nachempfunden ist oder so.
Gar nicht. Also es einfach findet nicht statt. Und da denke ich so,
boah, wie komisch und armselig ist denn das?
Weil das, finde ich, ist halt nicht nur irgendwie dann so eine rechtliche Sache
oder so, was es wahrscheinlich ist, sondern es ist dann auch,
es kratzt einfach auch an der gesamten,
Glaubwürdigkeit dieses Films, wenn dann so eine Sache, also wenn dann sozusagen
die Rechtslage, das Storytelling oder sozusagen das Wiedergeben wahrer Begebenheiten übertrumpft,
dann denke ich mir so, ja okay, dann brauche ich dem Rest dieses Films ja auch
gar keine Bedeutung mehr beimessen, wie das eigentlich war, so oder?
Weil offensichtlich ist das ja eh, wie ich es eben schon gesagt habe,
nur ein Produkt diverser Rechtsabteilungen, die zusammengekommen sind und sich
auf diese Version geeinigt haben. Boring.
Phil
Ja, da fehlt dann auch irgendwie was. Also da fehlt ja komplett irgendwie, ja, wie du schon sagst.
Und das untergräbt die glaubwürdig.
Das merkt man vielleicht in Filmen nicht. Also ich würde es wahrscheinlich nicht
so merken, weil ich da jetzt nicht sitze und immer sage, entspricht das der
Wahrheit und da fehlt auch Janet Jackson und so. Aber wenn man dann diesen Film
einfach mal reflektiert und
drüber spricht und so etwas, dann fällt einem so, warte mal, wo war Janet?
Und ich kann mir echt vorstellen, dass dann der gesamte Film im Grunde selbst
seiner Leuten gefallen hat oder haben könnte, dann so da irgendwo so ein bisschen
das mit dem Arsch einreißt.
Micha
Ja, ja. Oh, schade.
Naja, kann man machen, muss man nicht machen.
Ich hätte mir gewünscht, dass man es vielleicht noch ein bisschen länger auf
dem Köcher gelassen hätte und vielleicht auch noch mal ein bisschen mehr freie
Hand einem Regisseur gegeben hätte,
der auch wirklich was zu erzählen hat und nicht einfach nur,
wie gesagt, einen Wikipedia-Artikel vertont.
Phil
Das tut mir leid. Also für dich, für mich, ja, danke.
Micha
Du wirst ihn ja eh gucken.
Phil
Ja, tatsächlich, über kurz oder lang werde ich ihn ja reinziehen.
Du hast schon gesagt, er wird wahrscheinlich auch ein großer Erfolg werden,
weil halt eine ganze Generation das jetzt irgendwie gucken möchte.
Und ja, selbst wenn man nicht den Plot und sowas verfolgen möchte,
kann ich mir durchaus vorstellen, dass dieser Film auch Spaß macht,
weil du eben die Songs da hast.
Du hast sie dann nochmal auf großer Leinwand. Du hast sie in einem guten Sound.
Du hast die Best of Michael Jackson dann halt nochmal so komprimiert.
Das macht ja auch irgendwie...
Auf eine eigene Weise Spaß. Erfüllt natürlich nicht den tiefgehenden Gedanken
hinter diesem Film und dass der tatsächlich offensichtlich nicht so gut ist.
Aber es hat schon einen Grund, weswegen Konzerte in Kinosälen übertragen werden
und dass Konzertfilme hier oder da auch ganz gut funktionieren im Kino.
Also das wird vielleicht mit diesem Film wahrscheinlich genauso funktionieren.
Micha
Also da gab es ein paar so Konzertsachen, auch ein paar, wo ich so dachte,
boah, also ich muss den Song jetzt auch nicht in voller Länge sehen.
Aber es gab so ein paar Konzertperformance, wo ich dachte, ja,
Brett, also Ballard, schön abgemischt in Atmos mit neuer Dynamik und alles so.
Also ja, hat der bei Bohemian Rhapsody genauso funktioniert,
hat bei Elvis genauso funktioniert.
Aber das ist halt eine technische Leistung. Also da muss man sich halt von den
Toningenieuren verbeugen.
Phil
Ja.
Micha
Ach, naja.
Phil
Na gut. Micha.
Micha
Sind wir durch für heute, ne?
Phil
Jawohl, sind wir durch für heute. Guck mal, lange interessante Sendung, muss ich sagen.
Micha
Ja, voll. Wie lange haben wir jetzt hier gequatscht?
Phil
Zweieinhalb Stunden, glaube ich. Schön, dass ihr mit dabei wart,
liebe Hörenden da draußen.
Und die, die... Vergesst, das ist ein schlechter Wort. Nein,
also schön, dass ihr mit dabei wart.
Schaltet auf jeden Fall das nächste Mal wieder ein und dann gucken wir mal,
in welcher Konstellation mit welchen sehr langen oder vielleicht noch kurzem
Lava-Team der Spitzung.
Michael, es war mir eine Ehre. Bis zum nächsten Mal.
Micha
Tschüss.
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