Zum Thema “Ernährung” und “Kino”

Auf den ersten Blick haben die beiden Begriffe „Ernährung“ und „Kinos“ nicht viel miteinander zu tun. Ein zweiter Blick auf das Warensortiment lässt schnell erkennen, dass Kino-Snacks zumindest mit „gesunder Ernährung“ nichts am Hut haben. Mal ehrlich: was hat noch mehr Kalorien als Nachos mit Käse-Dip? Höchstens zwei Portionen Nachos mit Käse-Dip…

Aufmerksam auf das Thema „ungesunde Ernährung“ bin ich durch einen Artikel der November-Ausgabe von „Healthy Living“ geworden, die alle großen Kino-Ketten einem Test unterzogen hat. Beurteilt wurde sowohl das Angebot als auch die jeweilige Portionsgröße. Die Ergebnisse lassen durch die Bank weg Ernährungsberater die Hände über dem Kopf zusammenschlagen. Und manche Fragen lassen auch mich dann nicht wieder los:

– Warum muss die „Kinder-Größe“ einer Cola/Fanta 0,5 Liter sein?
– Warum ist das Angebot so auf Popcorn und Cola ausgerichtet?
– Warum ist das vermutlich am wenigsten Ungesunde im Kino ein Wasser-Eis (neben all den sahnigen Eis-Alternativen)?

Gesundes Essen muss nicht teuer sein – und auch nicht unattraktiv. Natürlich ist Popcorn DAS Lebensmittel der Wahl, das bis zur „Erfindung“ des Mikrowellenpopcorn fast ausschließlich im Kino verzehrt wurde. Aber manchmal hätte ich auch gerne einen kleinen Snack, der nicht gleich als halbe Tagesration an Kalorien zubuche schlägt. Gäbe es gesunde Alternativen, würde ich sicherlich auch das ein oder andere mal häufiger die Snack-Theke besuchen.

Beispiele? Warum nicht mal Sandwiches oder Wraps anbieten? Das schafft heutzutage jede größere Tankstelle. Selbst ein wenig Studentenfutter wäre gesünder als die jetzige Auswahl. Oder wenn schon Popcorn: warum nicht gesalzen? Gut, ist nicht jedermanns Sache und der Fettgehalt ist dadurch auch nicht niedriger, aber zumindest erspare ich mir den Zucker. Zwar werden solche Dinge wie Nüsse meist auch angeboten, aber leider nur sehr „unprominent“. Spezielle Menüs bestehen fast ausschließlich aus Nachos/Popcorn und Softdrink. Da könnte man doch mal ein wenig dran schrauben, oder? Es gibt doch echt genug Knabberkram, dessen Lagerhaltung nicht aufwändiger ist als die von mannshohen Tüten von Fertig-Popcorn.

Was meint Ihr?
Seid Ihr mit dem Angebot im Kino zufrieden?
Wünscht Ihr Euch andere Snacks?
Gibt es in Eurem Kino vielleicht sogar Alternativen zu Popcorn und Nachos?

12 Gedanken zu „Zum Thema “Ernährung” und “Kino”“

  1. Klar,Popcorn und Cola haben sich etabliert als DER Snack,den man im Kino standartmäßig kauft.
    Natürlich erhöht man dann auch die Preise. Enorm. Wie z.B. bei uns im Cinemaxx.

    Wraps und Sandwiches würden mich persönlich sehr ansprechen,wären aber imho auch nicht so geeignet zum Knappern für nebenbei,da schon eher Studentenfutter,welches ich jedoch dem Popcorn/Nachos niemals vorziehen würde.

    Zudem kommt ja auch,dass es häufig in unmittelbarer Nähe der Kinos Pizzaläden und sonstiges gibt. Siehe das Cinemaxx am Raschplatz Pizza Hut,sowie jenes an der Nikolaistr.,wo ein American Sonstwas-Laden gleich neben dem Kino ist,sodass,wenn man von der Innenstadt aus kommt dort schön vorbei kommt und vorher,oder nachher dort einkehren kann.

    Gut finde ich es jedenfalls,dass außer Pocorn noch Nachos angeboten werden.
    Wenn jedoch irgendwann Weintrauben im Kino angeboten werden sollten,wäre ich sofort dabei ;).

  2. In dem Gebäude von unserem Kino gibts noch andere Geschäfte, wie z.B. einen Stand mit belegten Baguettes und gegenüber einen “Chinatürken”. Also einen chinesischen Imbiß in dem es auch Döner gibt und ein Chinese und ein Türke arbeitet. Dort hole ich mir meistens vor der Sneak einen Döner und damit habe ich meine Nacho-Abhängigkeit überwunden. 😉

  3. Ich glaube auch, dass das Vorhaben von Wraps o.ä. daran scheitert, dass sie keine dauerhaften Snacks sind. Nachos, Popcorn und auch die Nüsse kann man in kleinen Portionen knabbern.

    Ein Wrap ist keine Knabberei, das artet ja fast in eine Mahlzeit aus. Es gibt ja auch keine Pizza im Kino.

  4. Wenn man oft ins Kino geht, dann können die Kinosnacks ganz schon auf die Figur schlagen. Seitdem habe ich auf Nachos verzichtet, esse lieber vorher einen Döner und bin sportlich aktiv. 😉

    Achja und es muß ja nicht immer Cola sein. Bei uns im Kino gibts auch Mineralwasserflaschen und Obstsäfte.

  5. @Eric:
    Klar gehen die Kino-Snacks auf die Figur. Genau darum geht es mir ja. Warum müssen es immer Snacks sein, die kalorientechnisch an der Obergrenze sind? Tobi_As erwähnt Weintrauben. Kann ich mir auch ganz gut als Snack vorstellen. Oder eben andere Sachen, die man durchaus als Snack ansehen kann und die nicht gleich eine vollwertige Mahlzeit sind. Da gäbe es sicherlich genug. Weingummi zum Beispiel (zwar auch nicht sooo gesund, weil viel Zucker, aber egal…). Bei uns läuft Weingummi meiner Meinung nach vor allem deswegen nicht, weil es falsch angeboten wird. Bei uns im Kino gibt es diese großen “Regale”, in denen sich jeder ein Tütchen schnappt und dann mit dem Schäufelchen das auswählt, wonach ihm gerade ist. Wenn ich dann daran denke, dass da sicherlich einige Sorten seit Monaten vor sich hingammeln, greife ich da mal lieber nicht zu. Besser wären da die populärsten Sorten (“Gummibären”, “Colorado”, was mit Lakritze) in handelsüblichen Tüten. Einen Mehraufwand gäbe es nicht. Mag sein, dass die auch so schon angeboten werden, dann geht die Werbung dafür aber derbe unter.

    Und das mit dem Wasser… Sei froh, dass es bei Euch Wasser in Flaschen gibt. Bei uns gibt es das “gute” Bonaqua, das aus einem Zapfhahn mit Cola und Fanta kommt. Man darf ja nicht vergessen, dass bei diesen Anlangen meist die Cola aus Mineralwasser (in diesem Falle eben Bonaqua) und Sirup bzw. Konzentrat hergestellt wird. Entsprechend schmeckt dann auch das normale Wasser. Meist hat es einen süßen Nachgeschmack, weil es eben durch den gleichen Hahn gurgelt wie die Cola. Und auf so unsauberes Wasser mit süßem Beigeschmack habe ich schon mal gar keine Lust. 😉

  6. Also, bei uns (Kammerlichtspiele Celle) gibts alles aus der Flasche. Ich trinke immer Apfelschorle zum Popcorn, weil mir sonst vom Zucker schlecht wird.
    Für Nachos konnte ich mich im Kino nie erwärmen, weil ich der Typ bin, der mit allem rumsaut. Die Portionen sind am Preis gemessen relativ kein.
    Um die Ecke gibt es eine Pizzaria und den unvermeidlichen Dönerladen. Ich finde es jedoch schrecklich, wenn man vor dem Film Döner ißt und dann schön ausdünstet.

    Ich denke auch nicht, dass sich Dinge wie Warps und Pizza etablieren würden, eben weil sie unhandlich sich. Ich finde aber auch die Studie an sich bescheuert. Ein Kino ist ja kein Supermarkt oder ein Bistro. Die sind nicht für gesunde Ernährung zuständig. Wer von dem Kino nicht dick werden will, darf es eben nicht essen. So viel Verantworten muss man dem Kinogänger einfach zu trauen.

  7. Also Wraps und Co. halte ich für totalen Schwachsinn.
    Ist ja schließlich kein Restaurant oder FastFood Schuppen. Abgesehen davon finde ich, dass JunkFood einfach zum Kinobesuch dazu gehört. Entweder verzichtet man oder man spart die Kalorien woanders ein – Ich meine im Endeffekt isses doch so, dass man selber Schuld ist wenn man immer hemmungslos zulangt.

    Dennoch finde ich die Option, Alternativen zu schaffen, echt gut. Weil ich einfach denke, dass dies auch ziemlcih viele Abnehmer finden würde… (Frauen…? *g*).
    Was ich mir vorstellen könnte wären z.B. getrocknete Früchte, evtl. handliche Früchte wie Weintrauben oder so JoghurtFruchtbecher wie dieser eine v. McDoof.).

  8. @Berg-Ulme:
    Döner vor der Vorstellung ist echt eine Sache für sich und würde ich wohl aus Rücksicht auf die Beisitzer auch nicht machen.

    Aber ich muss Dir dann doch noch in einem Punkt widersprechen: klar hat jeder die Verantwortung für sich selbst und braucht das ganze Zucker-Krams im Kino nicht zu essen. Was ich bemängele, ist die Alternative. Gern würde ich vielleicht mal was anderes als Snack essen. Und da fehlt mir dann doch die gesündere Alternative. Ein Kino ist sicherlich kein Supermarkt und ich wünsche mir auch keine meterlangen Regale mit ausgiebiger Waren-Vielfalt, aber ein wenig könnte man doch auch an Leute denken, die nicht gerade auf “Zucker pur” stehen. Vielleicht ja mal ein Müsli-Riegel?! Ist nicht schwer zu lagern und wird bei Bedarf nur über die Theke gereicht. Ist noch weniger Aufwand als Popcorn-Tüten füllen…;-)

  9. Ich hasse den ganzen Unsinn, den sie dir da überteuert andrehen wollen. Deswegen bringe ich mir immer selber was mit, meinen Schnaps und oft auch eine herrliche Fleisch-Platte mit viel Zaziki. Wenn der Film sehr lang ist, grille ich auch manchmal, das freut die Leute sehr. Ich kann mir das erlauben, weil ich nicht fett werde, egal wie viele Rinder ich auch verputze …

  10. @andreas Da darf ich korrigieren. Weder das Bonaqua noch der PostMix Sirup der Cola (oder aller anderen PostMix Getränke) wird mit Mineralwasser “angemischt” sondern mit dem in Deutschland sehr guten Leitungswasser. Das wiederum wird gekühlt, durch einen Karbonisator geschossen, mit CO² versetzt und jedes Produkt dann erst in der Düse am Getränketower angemischt bzw. gezapft. Weder läuft durch die Coladüse das Bonaqua noch umgekehrt. Was auch nach meinem Empfinden eklig wäre. Bonaqua ist ein PreMix Getränk und kommt halb fertig in diesen Containern von CC an. Hier wird nur gekühlt und mit CO² versetzt. Und Bonaqua ist weit davon entfernt ein Mineralwasserr zu sein, es ist ein Tafelwasser.

    Ich biete hier in meinem Kino ständig neue Produkte an. Nun war zwar noch kein Müsliriegel dabei (werde das aber mal aufnehmen, bin hier etwas freier als zu CxX Zeiten) doch ich nehme regelmäßig MHD abgelaufene Ware aus den Schubladen, weil schlicht keiner nachfragt. Wie ich im CxX Forum schon schrob: das Bedürfnis nach alternativen Produkten wird gerne laut geäussert, genutzt wird jedoch sehr verhalten.

  11. Was ich persönlich begrüßen würde: bei uns im Kino gibts relativ viel freie ungenutzte Fläche. Unser Kino könnte diese Fläche beispielsweise verpachten an einen Imbißbetreiber z.B. Subway, Pizza Hut oder ähnliches und von dessen verkaufserlösen einen gewissen Anteil abbekommen. Damit wären dann auch eventuelle Minderumsätze der eigenen Kinosnacks aufgefangen. Vorteil wäre, daß die Kunden eine größere Vielfalt angeboten bekommen und vielleicht auch manche ins Kino zu dem z.B. Subway gehen und dann auf die Idee kommen, danach doch gleich noch einen Film zu schauen. Ich habe einen Interviewtermin für den Podcast beim Marketingchef der Kinokette bekommen und werde das mal abfragen.

  12. xvetdnorqjksjagpwell, hi admin adn people nice forum indeed. how’s life? hope it’s introduce branch 😉

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