Nerdtalk Sendung 413

Lars hat THE WALK gesehen, Phil die Doku dazu: MAN ON WIRE. Während LArs mit DUNE und STARGATE Klassiker nachholte, gibt sich Phil mit P2 SCHREIE IM PARKHAUS, ACHTERBAHN und THE LOFT die volle Dröhnung #Horrorctober. Lars kontert mit 4 ABENTEUER VON REINEETE UND MIRABELLE und dem ganz besonderen Filmtipp DIE FARBE DES GRANATAPFELS.

Gesehene Filme

The Walk *
Man on Wire *
Dune *
P2 – Schreie im Parkhaus *
Stargate *
Achterbahn *
4 Abenteuer von Reinette und Mirabelle *
The Loft *
Die Farbe des Granatapfels *

Vorgestellte Filmstarts der Woche

James Bond 007 – Spectre





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10 Gedanken zu „Nerdtalk Sendung 413“

  1. Zum Thema »Dune« sei noch die seinerzeit geplante, aber letzten Endes leider nicht gemachte Verfilmung des Werks durch den Avantgarderegisseur Alejandro Jodorowsky (Regisseur z.B. der sehr surrealen Filme »El Topo« oder »Montana Sacra – Der heilige Berg« .

    Die Entwürfe und das komplette Storyboard machte der verstorbene Comiczeichner Moebius (der mit Jodorowsky später auch den »Incal« als Comicreihe erschuf). H.R. Giger sollte übrigens auch mitwirken und der SF-Illustrator Chris Foss lieferte Set- und Schiffdesigns.

    Wäre das Werk von Jodorowsky verfilmt worden, wäre Lynch sicher nicht auf die Idee gekommen, den Stoff anzufassen. Leider ist es nicht dazu gekommen, Dune hätte – glaube ich – ein abgefahrenes Meisterwerk werden können.

    Ich empfehle sehr die Dokumentation »Jodorowskys Dune«.

  2. Hallo,
    die in diesem Podcast gemachte Aussage, Berlin hätte das einzige IMAX – Kino mit Lasertechnologie ist nicht korrekt. Dem Zentrum für Kunst und Medientechnologie in Karlsruhe (ZKM) ist ein IMAX angegliedert. Dieses Kino besitzt ebenfalls diese Technik. Man zeigte bis zum 5.10. den in diesem Cast angesprochenen THE WALK – der Film wird dann in diesem Saal durch den neuen Bond abgelöst werden, genau so wie in Berlin.
    Kleine Anmerkung: Film hat nix mit Wissenschaft zu tun – deshalb finde ich solche Studiengänge auch reichlich seltsam. Die Großen und Wichtigen der Filmbranche waren allesamt keine Theoretiker oder Wissenschaftler in irgend einer Form, sie waren Pragmatiker, die zum Teil sogar eine recht bescheiden Schulbildung und schon gar keine akademische Ausbildung genossen haben. Sie haben nur ihr Handwerk verstanden und dieses haben sie gewiss in keiner Uni gelernt. Die technischen Fortschritte des KInos widerum wurden von Handwerkern und brillianten Ingenieuren gemacht – egal ob in Bild und/oder Ton. Warum müßen wir in Deutschland immer alles so theoretisieren und gleichirgendwelche Studeengänge draus zimmern? Wollte ich nur mal anmerken…

    Beste Grüße….

  3. Hallo xtc123,

    eine kleine Recherche meinerseits ergab, dass meine Aussage zumindest im Blick auf Karlsruhe durchaus korrekt war – dort eröffnete das Laser-IMAX laut Homepage erst am 5.11. Sofern diese Information also nicht falsch ist, war das Berliner IMAX bis gestern das einzige deutsche, sollte ich sonst keinen anderen Saal irgendwo übersehen haben.
    (http://www.filmpalast.net/imaxr-kino.html)

    Zu Deinem Problem mit der Filmwissenschaft: Nun, was soll man da noch erwidern? Auch dort ist dein einleitendes Argument leider faktisch falsch – sehr viele bedeutende Regisseure haben Film studiert und/oder waren nicht weniger bedeutende Filmtheoretiker. Da kann ich deine Einschränkung auf geringe Schulbildung und handwerkliche Intuition nicht nachvollziehen. (Auch wenn z.B. Pier Paolo Pasolini, dieser große Filmkünstler mit hoher Bildung und vielseitig theoretischem Schaffen, Dir witzigerweise zustimmen würde.)

    Außerdem ist leider die Verbindung von filmkünstlerischem Schaffen und akademischer Auseinandersetzung an den Inhalten und Zielen der Filmwissenschaft sehr weit vorbei, was den zweiten Schritt deiner Argumentation wenig nachvollziehbar macht. Ich empfehle einen Blick vielleicht auf die eine oder andere Homepage einer deutschen Film- oder Medienwissenschaft, um einen Eindruck davon zu bekommen, wie rein inhaltlich die Schwerpunkte gesetzt sind.

    Zuletzt fürchte ich aber zu meinem Bedauern, dass du deine Meinung nicht ändern wirst. Der alte Hut einer Forderung nach mehr Technik, Handwerk, Praxis und der Abschaffung von freiem und kritischem Denken der Geisteswissenschaften scheint nie aus der Mode zu kommen, auch wenn er dadurch nicht weniger bedenklich und gefährlich wird.

    Ich hoffe aber, dass du vielleicht das Interesse hast, dich mit den von dir so scharf abgelehnten Gegenständen ein Stück weiter auseinanderzusetzen. Und sei es nur, um sie ein bisschen besser zu verstehen.

    Liebe Grüße!

  4. Sehr unterhaltsame Ausgabe von euch! Allerdings fand ichs erschreckend wie du “The Loft” zerissen hast und kann da deine Kritik mal so gar nicht nachvollziehen. Also mir hat der Film gut gefallen und es war mir total egal ob die Twist plötzlich da reingehauen wurden 😀 Kann den wirklich empfehlen der macht Spaß wenn man jetzt nicht auf übelsten Filmkritiker macht!

  5. Hallo Lars,
    Monk ist eine Fernsehserie über einen Expolizisten, der Probleme mit seiner Psyche hat. Daraus ergeben sich viele “Macken” (er kann keinen die Hand geben, hat Angst vor Keimen, trinkt nur bestimmtes Wasser usw.). Allerdings hat er auch eine Gabe (oder Fluch), dass er sich alles einprägt, was er sieht und hört. Das nutzt er um Kriminalfälle zu lösen.
    Die Serie lohnt sich. Es gibt 8 Staffeln. Eine Folge dauert ca. 45 Minuten. Die Folgen bauen sehr lose aufeinander auf, sodass ein nebenher schauen möglich ist.

  6. Hallo!
    Danke für die wöchentliche gute Unterhaltung und Information. Ich finde die Mischung an aktuellen Filmen und Retro perfekt und habe schon viele Anregungen mitgenommen. Also möchte ich versuchen die Anregungen “zurückzuzahlen” mit zwei Dokus:
    “The Cutting Edge: The Magic of Movie Editing” (gibt es in schlechter Qualität bei Youtube oder als Bonus-DVD bei Bullit) In der an vielen Beispielen Schnitttechnik erklärt wird.
    Und als Beweis, dass Geisteswissenschaften toll sein können die Doku-Reihe “Great Artists with Tim Marlow” (leider schwer/teuer zu finden). Hier wird genau erklärt, warum denn ein Künstler so toll ist und z.B. warum die Mona Lisa ein Meisterstück ist und was an Vermeer so neu war.

  7. Hallo erstmal

    Lieber Lars, ich kann dir nur voll und ganz zustimmen. Der Film Stargate ist ein mieser einstig ins Stargate Universum. Die Serie wird dich aber umso mehr erfreuen. Schon alleine weil Richard Dean Anderson die Rolle des Jack O´Neill übernimmt , und diese so wunderbar ausfüllt (meiner Meinung nach). Ich habe vor nicht mal all zu langer Zeit alle Folgen von der Ersten bis zur Letzten Folge durch Konsumiert und ich hab´s genossen. Was mir sehr gefallen hat war, dass es eine Syfy-Serie ist die in der Gegenwart spielt und nicht in irgend einer entfernten Zukunft, kann ja auch ganz schon sein aber mal was anderes ist auch nicht schlecht. Von mir würde die Serie 5 von 5 Sternchen bekommen. auch zu empfehlen ist das Spin-Off Stargate: Atlantis das in einer Anderen Galaxie Spielt in der Stadt Atlantis die im Zuge einer Stargate SG1 Folge gefunden wird und daraus entsteht dann Stargate: Atlantis. auch diese Serie bekommt von mir 5 von 5 Sternchen. Ich habe sie schon vor Jahren gerne geschaut und werde sie auch immer wieder gerne Schauen. zu Stargate Univers kann ich leider nicht soviel sagen hab ein paar Folgen gesehen aber nicht genug um eine anständige Meinung mir bilden zu können .
    Soviel mal dazu
    Schöne Zeit

  8. Wie immer vielen Dank für die Episode!

    Kurz zum Thema Pritlove: Ich kann nicht alle Formate von ihm gleichermaßen empfehlen aber einige Formate, wie z.B. Fokus Europa und CRE, zeichnen sich wirklich durch eine überwiegend sehr tiefgehende und durch die Gäste auch fachkundige (!) Aufarbeitung eines Themas aus. Eure Extended Sendungen gehen da ja in eine ähnliche Richtung. Es gibt sogar Ausgaben die thematisch eine Ergänzung zu hier darstellen könnten, auch wenn ich ausgerechnet die verlinkte Ausgabe nicht in bester Erinnerung habe:
    http://cre.fm/cre150-filmsynchronisation

    Da ich gerade auf letterboxd sehe, dass euch beiden “Ich seh, Ich seh” gefiel würde ich eine Empfehlung für einen anderen Film eines österreichischen Regisseurs aussprechen, nämlich Hanekes Funny Games. Ich finde die Filme ähneln sich stilistisch, beide konfrontieren mit einer Darstellung von Gewalt die einem jegliche Freude an dieser raubt. Und damit meine ich die “Freude” die man hat, wenn Bond in Casino Royale sein 00-Lizenz erwirbt, die man in der Aufzugsszene von Drive verspürt oder wenn in Sicario gemordet wird. Und das ist schon eine Gewaltdarstellung die deutlich weniger überzeichnet ist als in Actionkinos vor einigen Jahren.
    In “Ich seh, Ich seh” und noch viel mehr in Funny Games ist die Gewalt dagegen greifbar sinnlos, naturalistisch unästhetisch und darüber hinaus trifft sie die Falschen ohne als Genugtuung am Ende über die “Richtigen” hereinzubrechen. Man verliert als Zuschauer spürbar die Kontrolle über die Gewalt, die einem zuvor in Filmen immer zu Diensten war, man möchte es nicht sehen, und bekommt ein wenig mehr den Eindruck von echter Gewalterfahrung.

    @xtc123 Film mag wirklich nicht immer mit Wissenschaft zu tun haben, da stimme ich zu, aber spätestens die Beschäftigung mit Film kann eine Wissenschaft sein. Warum hierbei andere Kriterien als bei anderen Fachbereichen gelten sollten, leuchtet mir nicht ein. Einem Wirtschaftswissenschaftler würdest du doch sicherlich auch nicht vorhalten, dass es Andere seien, die die Wirtschaft tragen. Nämlich eher die Handwerker, die Ingenieure. Das ihre Wissenschaft unnötig sei, weil sie einen Prozess beschreibt, der auch ohne von ihr benannt zu werden so existieren würde. Sie sich um Vergangenes ohne Relevanz schere. Und sowieso, eine Wissenschaft, die bei wichtigen Fragestellungen zu sich widersprechenden Theorien kommt, das sei keine, weil sich daraus auch kein praktischer Nutzen ergeben wird.
    Man sollte sich darauf einigen, dass jedes Wissen von Wert ist.
    Dass das auf den Film zutrifft, zeigt sich allein daran, dass wir uns offensichtlich die Zeit nehmen einen mehrstündigen Podcast zu hören um uns anschließen noch damit auseinanderzusetzen.

    MfG

  9. Na wenigstens weiß Lars jetzt, dass die meisten schwarzen Oliven nur gefärbt sind.. 😀 Ihr könnt ruhig noch mehr Urban Legends bringen 😉

    Die alten Songs von Dune kenn’ ich auch noch. Sie haben sogar Nothing compares 2 u mal gecovert, den man in meiner Kindheit in der Schwimmhalle im Original hoch und runter gespielt hatte.
    Die Jodorowskys Dune Dokumentation kann ich auch wirklich empfehlen. Den ganz großen Hype kann ich zwar nicht nachvollziehen, aber die Ideen und Ansätze hinter Jodorowskys Verfilmung von Dune waren echt imposant und für viele kommende Filme wegweisend. Und ein tolles Ende hat die Doku. Schaut einfach mal auf Youtube, dort könnte man vllt. unter Duna de Jodorowsky die OV Fassung finden. 😉 Ich war von ihr in etwa genauso fasziniert wie bei Man on Wire.

    Achso, ja. Rollercoaster war ok, mehr aber auch nicht. 3 1/2 von 5 Sterne gab ich ihm. Kurz davor hatte ich Psycho und The Birds gesehen. Mit beiden konnte ich leider nicht viel anfangen. Da schau ich mir lieber nochmal alle Stanley Kubrick Filme an.
    Vielleicht biete ich ja bei Gelegenheit meine Hitchcock DVD Collection mal zum Wichteln an. 😉

  10. @ Mr. Feconi: Wer bei der Fahrstuhlszene von DRIVE oder (besonders) den Tötungen in SICARIO “Freude” empfindet, muss aber ganz schön abgestumpft sein. Dass SICARIO ein packender Thriller ist, macht die Gewalt nicht weniger sinnlos und beklemmend. Villeneuve zeigt das doch wunderbar ungeschönt, wie extrem abseits jeglicher Menschlichkeit und Moral agiert wird. Ich zumindest bin mit einer mehrere Tage anhaltenden Beklemmung aus dem Film gekommen! Vielleicht liegt hier der Trugschluss in der Wahrnehmung, dass ein Film der “unterhaltsam” inszeniert ist, auch automatisch die Gewalt in der Weise darstellt. Aber ich sehe das anders, speziell bei diesem Film. Bond oder IRON MAN hingegen, die tief-reaktionär immer noch in Form einer positiven Darstellung Gewalt als Lösungsweg für Konflikte praktizieren, sind da um einiges problematischer…

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