Wolf of Wall Street – BluRay Review

The Wolf of Wall Street: Ein Film mit vielen Nominierungen (bspw. 5x Oscars, 4x BAFTA, 2x GoldenGlobes), aber nur wenigen Auszeichnungen (u.a. Golden Globe Bester Hauptdarsteller für DiCaprio) – doch allein die Masse der Nominierungen zeigt das Potential in diesem Film. Seit dem 30.05.2014 ist der Film auf DVD/BluRay erhältlich.
Wir haben für euch schon einen Blick in die BluRay geworfen.

Kinostart: 16.01.2014 DVD-/BluRay-Start: 30.05.2014 © 2014 Universal Pictures Germany
Kinostart: 16.01.2014
DVD-/BluRay-Start: 30.05.2014
© 2014 Universal Pictures Germany

Story:

Der junge Börsenmakler Jordan Belfort gründer mit Anfang 20 die Aktienfirma “Stratton Oakmont”, mit der er schnell zum Multimillionär wird. An der New Yorker Börse ist er allerdings wenig beliebt, obwohl seine Mitarbeiter ihn vergöttern. Er pflegt einen ausschweifenden Lebensstil mit Drogen, Partys, Drogen, Frauen, Drogen und Yachten. Dass nicht alles, was er tut um zu dem dafür erforderlichen Reichtum zu kommen, ganz legal ist, kümmert zunächst weder ihn noch seine Familie noch seine Mitarbeiter. Doch als das FBI beginnt gegen ihn zu ermitteln, wird die Schlinge langsam enger.

Kritik:

Wir haben den Film bereits in unserer Filmsektion umfangreich besprochen, deswegen hier nur ein kurzes Zitat aus der Filmkritik von Schindler:

Der Film ist eine einzige Orgie. Von Anfang bis Ende sehen wir einen Rausch: des Geldes, der Drogen, der Partys, der Frauen. Alles souverän, selbstverliebt und augenzwinkernd kommentiert von einem unendlich charmanten Jordan Belfort alias Leonardo DiCaprio. […] Ein Film, vollkommen gemacht für die große Leinwand, dem es perfekt gelingt, die Zuschauer aus ihrem Alltag herauszureißen. Ich habe selten so eine gute Stimmung im Kinosaal erlebt.

Die vollständige Kritik des Films “Wolf of Wall Street” und alles Weitere zum Film findest du in unserer Filmsektion.

Die BluRay

Bild: 1080p, 16:9, 2.40:1
Ton: Deutsch, Spanisch (DTS 5.1), Englisch (DTS-HD MA 5.1)
Untertitel: Deutsch, Englisch, Spanisch, Dänisch, Finnisch, Isländisch, Norwegisch, Schwedisch

Simples, aber schönes Menü, macht Stimmung auf den Film. Technisch ist alles nicht so detailverliebt wie beispielsweise bei BluRays von Marvel oder Disney, dennoch tut die BluRay ihren Zweck. Ton und Bild sind über jeden Zweifel erhaben, machen Spaß. Natürlich kann man den dialoglastigen “Wolf of Wall Street” nicht mit einem Actionfilm vergleichen, aber so manche Partyszene oder auch die Schiffreise auf hoher See sind durchaus imposant inszeniert.
Störend fallen die ganzen Disclaimer beim Start der BluRay auf, die sich über knapp eine Minute hinziehen, aber gerade bei der Lust auf den Film die Zeit um ein Vielfaches länger anfühlen.

Martin Scrosese - Immer im Einsatz, auch in prekären Szenen © 2014 Universal Pictures Germany
Martin Scrosese – Immer im Einsatz, auch in prekären Szenen
© 2014 Universal Pictures Germany

Extras

Das Featureset ist ein bisschen mager geraten, aber interessanterweise hat die deutsche Version sogar noch mehr Features als das US-Release. Es fehlt an einem Audiokommentar oder an Outtakes, die man eigentlich schon als Standard erwartet. Auch ist der gesamte Featurebereich mit etwas mehr als 30 Minuten nun auch nicht gerade umfangreich geraten. Aber immerhin sehenswert.

Das Wolfsrudel

Ein recht umfangreicher Einblick in den Produktionsprozess des Films, leider viel zu wenig Behind The Scenes. Dafür immer wieder Gespräche über Martin Scorsese, Leonardo DiCaprio oder Jean Dujardin. Spannend ist die Erkenntnis, welche für den Film so wichtige Szene nahezu komplett auf Improvisation basierte – so wie viele Szenen des Films.
Durchaus interessant, obwohl ein paar Filmszenen und ein bisschen mehr Behind The Scenes wirklich gut gewesen wäre.

Verwilderung

Von der Art der Inszenierung ähnlich wie “Das Wolfsrudel”: Auch hier sieht man Martin Scorsese, Leo DiCaprio, Jonah Hill, … in Interview-Situationen und einigen Behind-The-Scenes. Diesmal gibt es aber mehr Fokus auf den realen Jordan Belfort und sein Gefolge: Wie nah ist der Film an der realen Person und ihren Aktionen, worauf wurde bei der Umsetzung besonders geachtet? Leonardo DiCaprio schildert sein Treffen mit dem echten Jordan Belfort, Scorsese äußert sich zu den Herausforderungen, die das Verhalten des echten Jordan Belfort im Film zur Folge hatte.
Etwas erschreckend, wie nah der Film laut Aussagen der Filmcrew am Original ist, allein deswegen schon einen Blick wert.

Der Film war gut - berechtigter Applaus for Scorsese © 2014 Universal Pictures Germany
Der Film war gut – berechtigter Applaus for Scorsese
© 2014 Universal Pictures Germany

Roundtable

Ein Format, das ich mir auf mehr Disks wünschen würde: Die Hauptcharaktere des Films (DiCaprio, Scorsese, Hill, aber auch Terence Winter als Drehbuchschreiber) sitzen gemeinsam an einem runden Tisch und schnacken recht locker über den Film. Eindeutig lockerer als die inszenierten Interview-Situationen, insbesondere bei Jonah Hill fragt man sich manchmal, ob er sich bewusst ist, dass Kameras laufen. Natürlich gibt es thematische Dopplungen mit den Features vorher, aber gewissermaßen ist alles aufgrund der Art des Gesprächs doch wieder neu.
Sehr unterhaltsam, aber genau so wie alle anderen Features ein bisschen zu kurz geraten.

Fazit

Cooler Film, den man immer wieder sehen kann und jedes Mal erneut mitreisst. Die Features bewegen sich im oberen Drittel der Bewertungsskala und auf technischer Ebene gibt es hier nichts zu meckern.
Also eine rund gewordene Scheibe, die zwar von der Art der Präsentation nicht optimal geworden ist (Menü, Disclaimer), aber sobald man im Film ist, ist jeder Groll verschwunden 😉

Also: Kaufen.

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