Fünf Jahre sind ja eine lange Zeit. Manches war gut, was in den Jahren kam (zum Beispiel 100Mbit/s-Internetleitungen), manches war schlecht (zum Beispiel Hipster).
Manches hat sich gehalten (zum Beispiel der Trend zum Nicht-Mainstream), manches wurde -zum Glück- häufiger ausgetauscht. Zum Beispiel die Designs von Nerdtalk.de.
Wir sind nicht ins Rennen gegangen, wie ihr uns heute kennt – Oh Nein! Der Weg zum jetzigen Design war getrieben von designerischen Sünden, gepaart mit pragmatischen „Irgendwas müssen wir ja haben“-Designs. Ein Blick durch 5 Jahre Nerdtalk-Design.
Schwarz geht immer

In Zeiten, wo Podcast eher noch ein „Insiderbegriff“ war, musste das Mikro mit im Logo sein. Die kleine Liebe zum Detail zeichnete sich hier aber auch schon ab: Im Logo gab es einen Filmstreifen, der immer aktuelle Kinofilmszenen zeigte. Der Rest war eher einfach gehalten, klare Linien, ebenso klare Kontraste. Erinnert mich spontan an meine allererste Seite, die war auch in rot-schwarz gehalten.
Aber wir von Nerdtalk wollten loslegen, folglich waren wir mit dem Design mehr als zufrieden.
Im Zeichen des „N“

Roter sollte die Seite sein – Rot wie ein Kinosaal. Und irgendwie… nerdig. Wir definierten „nerdig“ eben als „keine Standardschriftart“. Zudem hatte das Logo einen weiteren Vorteil: Es war mehr oder weniger einfach. Weder Olly noch Andy noch ich waren (und sind) Designer – wir waren froh, überhaupt ein Bild erstellen zu können. Wir hatten doch nichts, früher… Es war also ein Kompromiss zwischen gewolltem Design und Laien-Grafikkünsten. Das Ergebnis stellte uns zumindest zufrieden.
Andy hatte irgendwann die Idee, aktuelle Filmszenen freizustellen und in unseren Header einzubauen. So sah man als Kopfgrafik beim einen Aufruf einen Spiderman, beim anderen Kurt Russel und beim dritten Aufruf die Grinsekatze von „Alice im Wunderland“. Die Idee gefiel uns sehr gut – hatte aber natürlich einen nicht ganz unerheblichen Aufwand mit sich gebracht. Rückblickend war es gar nicht so viel Aufwand, wenn man bedenkt, was Nerdtalk heutzutage an Zeit konsumiert. Aber früher…

In der Summe war das Design OK, aber man sah eben, dass da keiner mit echter Kenntnis draufschaute.
Make it dark, baby!

Zwischenzeitlich ist eine Menge passiert: Olly ist ausgestiegen, die Verantwortung ging an Andy und der sagte im Chor der Anderen: „Wir brauchen ein neues Design!“. Doch wir wollten nicht die selben Fehler machen wie bei den ersten Designs. Ganz persönlich sollte es werden, auch individuell. Und doch mehr oder weniger Standard. Und vor allem: Gutaussehend!
Es dauerte eine Weile, bis wir „unser“ Design gefunden hatten. Und es ist Andy zu verdanken, dass er den Freunschaftskontakt zu unserer Eileen aufgemacht hat, ihres Zeichens studierte Designerin.
Sie setzte sich hin und passte die von uns ausgesuchte Vorlage an unsere Wünsche an. Mehr noch: Eileen erfand das Logo neu und machte es zu dem, was es heute ist: Weniger Spielereien, dafür eindeutiger und mit dem Stern-N eindeutig und unverwechselbar. Ohne sie ständen wir wohl nicht da, wo wir nun stehen.
Wir trennten uns vom lockeren Weiß und setzten mit Schwarz gewollte Kontraste. Auch das bewusste Einbinden von Schwarz-Weiß-Bildern als Teasergrafiken war ein Bruch, den man so selten im Internet sieht, der aber mit dem Design gut harmoniert.

Das Ergebnis gibt es bis heute zu sehen.
Und wie geht’s weiter?
Fakt ist: Es geht weiter. Wir wollen hier nicht zu viel verraten, aber wir planen bereits wieder designerische Anpassungen: Die vielen Rubriken, die neue Filmsektion, die Umsetzung neuer Ideen – alles braucht Platz und will gut positioniert werden. Und dieser Anforderung werden wir Folge leisten. Wie es am Ende aussieht – lasst euch überraschen 😉