Tucker & Dale vs. Evil – BluRay-Review und Gewinnspiel

Beim Fantasy Filmfest 2010 war der Film ein absoluter Renner: Richtig viel Blut sollte spritzen, lustig sollte er sein. Ein Hochgenuss für den Horror-Liebhaber, der sein Lieblingsgenre gern mal stilvoll durch den Kakao gezogen sieht. Doch wie sehr man Horrorfilme durch den Kakao ziehen und alles falsch machen kann, das haben wir in den letzten Jahren zu häufig sehen müssen.
“Tucker & Dale vs. Evil” ist hier die lang erwartete Abwechslung. Die BluRay/DVD hat als Veröffentlichungsdatum den 22.07.2011 und wir haben für euch die BluRay unter die Lupe genommen.

Tucker & Dale vs. Evil
Veröffentlichung: 22.07.2011
© 2011 Universum
mit freundlicher Unterstützung von Universum Film Home Entertainment

Story:

Eigentlich sollte es für Tucker (Alan Tudyk) und Dale (Tyler Labine) doch nur ein echtes Männerwochenende werden. Doch beim Fischen fällt eine gut aussehende junge Frau ins Wasser. Tucker und Dale retten sie herorisch und winken fröhlich zu ihrer Freundesgruppe am Ufer herüber: “Wir haben eure Freundin!”
Doch die Gruppe hat nur eines im Kopf: Die zwei etwas dumpfbackig aussehenden Männer wollen ihrer Freundin etwas antun. Die Gruppe steigert sich in wilde Horrorfantasien, währenddessen Tucker und Dale nur das Beste für Allisson (Katrina Bowden) wollen. Als dann auch noch auf ihrem Gelände Stück für Stück einer nach dem anderen der Jugendgruppe stirbt, ist es für diese klar: Tucker und Dale wollen ein Massaker anrichten. Doch diese verstehen die Welt nicht mehr…

Kritik

Das Spannende ist, dass wir von Nerdtalk den Film bereits einmal kritisiert haben. Im Folgenden findet ihr meine Meinung zum Film. Aber es lohnt sich auf jeden Fall, die gesamte Kritik auf der eigenen Seite zu lesen, denn auch Andy hat eine Meinung zum Film.

Dieser Film ist einfach zum Abfeiern. Sowohl für Splatterfans wie auch für Fans des etwas absurden Humors.
Ja, Tucker und Dale sehen schon etwas komische aus. Aber grundsätzlich sind die Beiden zwei unscheinbare Personen und würden beim Fischen auch die Fische wieder in den See werfen. Und dann fällt auch noch eine Frau ins Wasser – gutaussehend und halbnackt. Allein die Tollpatschigkeit der Beiden dieser Schönheit gegenüber könnte diesen Film füllen. Stattdessen konzentriert sich der Film auf eine verdammt kluge Zusammenstellung der Satire des Splatter-/Horrorgenres.

Auf der einen Seite hat man die Jugendgruppe, die sich in einem grandios ausgeloteten Maß von Overacting in den Verfolgungswahn hineinsteigert. Kein Akt, der nicht einer Folter, einem vorbereitenden Massaker oder teuflischem Sadismus zugeschrieben wird. Dass hier dann natürlich auch das Stolpern bei der Flucht, die durchdrehende Blonde und der selbstbewusste Gruppenführer mit von der Partie sind, ist doch klar.
Auf der anderen Seite sind Tucker und Dale, die der jungen Allisson das Leben gerettet haben und nur das Beste für sie wollen. Geradezu rührend ist es, wie ein voll (und ich meine VOLL) behaarter Dale bereits um das Frühstück herumdruckst. Als Dank will Allisson beim Renovieren des Hauses helfen.

Wie das dann aussieht?
Allisson hebt eine “Scheissgrube” aus und die Jugendgruppe meint, sie müsse ihr eigenes Grab graben. Und das ist nur eines der absolut absurden Ideen, in die sich die Gruppe hineinsteigert.

Natürlich ist der Film nicht ernst gemeint – und doch rutscht er nie in den Untergürtelklamauk wie “Desaster Movie”, “Meine Frau, Ihre Spartaner und ich” und Konsorten ab. Stattdessen hält “Tucker & Dale vs. Evil” stets das Lot zwischen angemessenem Splatter und Satire, die auch als solche ankommt. So einen positiv bekloppten Film habe ich lange nicht mehr gesehen. Natürlich tragen dazu auch die Hauptfiguren bei: Alan Tudyk spielt den Tucker und sieht so aus, als ob er den Drogentrip aus (dem britischen Original von) “Sterben für Anfänger” immer noch nicht überwunden hätte. Tyler Labine ist vielleicht aus einer Nebenrolle aus “Zack and Miri make a porno” bekannt, füllt seine Rolle als Dale aber fast noch besser als Tudyk aus. Wenn mir der Vergleich erlaubt sei: Labine wirkte auf mich wie Zach Galafianakis, nur eben nicht so übertrieben affektiert – genau richtig.

In der Summe ist “Tucker & Dale vs. Evil” ein Film, der in der Gruppe wohl noch mehr Spaß macht und einem Filmfan nicht entgehen sollte.

BluRay-Review:

Der Film kommt auf BluRay selbstverständlich in lässigem 1080p daher. Der Sprachumfang von Deutsch und Englisch scheint gering, aber angesichts dessen, dass beide in DTS-HD 5.1 daherkommen, kann man das durchaus verschmerzen. Etwas schade ist, dass das Untertitel-Reportoire nur aus einem deutschen Untertitel besteht: Zumindest Englisch hätte noch drin sein können und da Untertitelspuren kaum Speicherplatz einnehmen (wovon auf einer BluRay aber ausreichend vorhanden wäre), wären ja noch europäische und angrenzende Sprachen wie Französisch, Spanisch, Türkisch oder Russisch drin gewesen. Schade.

Bonusmaterial

Auch das Bonusmaterial ist eher bescheiden geraten, da sich das Material auf einen Trailer und ein Making Of beschränkt. Man muss aber sagen, dass ein Making Of irgendwie immer seinen Reiz hat, schließlich ist es schon interessant, wie der Film hinter den Kulissen produziert wurde. Dennoch: An der Stelle hätte ich mir mehr gewünscht.
Als positiven Aspekt kann man hier hervorheben, dass sich abseits von Bild und Ton die BluRay und die DVD nicht unterscheiden: Auch hier gibt es als Bonusmaterial den Trailer und das Making Of zu sehen.

Gewinnspiel

Wie so häufig habe ich hier ein DVD-Exemplar von “Tucker & Dale vs. Evil” liegen. Exklusiv für euch. Das könnt ihr gewinnen.
Wie? Ganz einfach:

Ergänzt auf eurem Twitter-Account folgenden Satz:
“Ich höre @Nerdtalk , weil…”

Unter allen Einsendungen, die als @Reply in unserem Twitterstream auf twitter.com/Nerdtalk erscheinen, verlosen wir einmal die DVD zu “Tucker & Dale vs. Evil”.
Einsendeschluss ist Sonntag, der 24.07.2011, um 23:59:59 Uhr. Rechtswege sind politisch inkorrekt und deswegen ausgeschlossen.

Viel Erfolg! 🙂

Herzlichen Glückwunsch an @steveprell!

Kommentare(3)
  1. Filmfreak 21.07.2011
  2. phil 21.07.2011
  3. Film Nerd No1 25.08.2011

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