Tiefe Täler mit Stromberg oder Threads, große Freude mit Olivia und Andy macht mit Auto laden Geld. Was für eine Welt, in der wir leben. Und ihr seid live dabei, in euren Ohren, in diesem Podcast
Besprochene Filme / Serien:
- Olivia
- Threads
- Running Point
- Michael
- Stromberg – Wieder alles wie immer
- Good Luck, Have Fun, Don’t Die
- Scarpetta
- Beef
Timecodes:
(00:00:00) Trump, Putin und Xi würden Ted Lasso schauen - Nerdtalk #679(00:06:57) Geld verdienen mit Auto laden
(00:13:16) Netflix: 250 Millionen Menschen schauen mit Werbeabo
(00:17:50) Das macht man doch mit KI
(00:23:48) Über das Unwissen der Wissenden
(00:28:51) Unser ESC 2026
(00:41:38) Der Nerdtalk-Konzeptzettel
(00:46:48) Film: Olivia
(00:56:25) Film: Threads
(01:05:53) Serie: Running Point
(01:07:31) Film: Michael
(01:13:22) Film: Stromberg - Wieder alles wie immer
(01:20:17) Film: Good Luck, Have Fun, Don’t Die
(01:26:34) Serie: Scarpetta
(01:38:08) Serie: Beef
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Phil
Nertok, ohne dich ist das Leben viel zu schwer,
Musik muss laut gehört werden. So sieht es mal aus.
Die letzten Wochen, die letzten Aufnahmen habe ich immer so ein bisschen die
Musik vorher runtergedreht, weil ansonsten die Ohren wegfliegen.
Dieses Mal habe ich es vergessen. Naja, jetzt sind wir wieder ein bisschen tauber als vorher.
Andy
Ist nicht schlimm, ist nicht schlimm.
Phil
Was sagst du?
Andy
Ist nicht schlimm.
Phil
Hä? Was?
Andy
Hä?
Phil
Andi, wieder willkommen zurück hier bei Nerd Talk. Schön, dass du da bist.
So, dafür lässt dich jetzt Micha hier entschuldigen.
Aber du bist hier adäquate Vertretung.
Das will ich hoffen. Vertretung wäre jetzt ja das, also schön wären wir ja alle
drei, aber irgendwann, wir müssen noch auf was hinarbeiten, so nach dem Motto.
Andy
Genau, so sieht es aus.
Phil
Wie ist es dir ergangen? Schön, dich mal wieder so zu hören.
Steht dein kleines Dörfchen noch?
Was macht deine Solaranlage? Was macht dein Auto?
Erzähl mal einen Schwank aus dem Leben. Wir haben jetzt ja lange nichts mehr von dir gehört.
Andy
Also die Solaranlage, die hat so momentan ihre Macken. Das war nicht Akku gesprochen vorher.
Der Akku ist so ein bisschen morsig. Du siehst dann immer diese Grafik,
diesen Verlauf, wie voll der Akku noch ist.
Dann siehst du immer so die Batterie, die dann so die ganze Nacht über das Haus
mit Strom versorgt, alles super, aber sobald das Teil nur noch einen Füllstand
von 50% hat, dauert es eine halbe Stunde und dann ist das Ding auf 10%.
Und da ist wohl irgendwie eins von den Akkumodulen so ein bisschen morsig.
Das heißt, wir kommen mit dem, was wir da jetzt haben, nicht mehr durch die
Nacht, sondern müssen dann tatsächlich morgens ein bisschen Strom zukaufen.
Das ist ein bisschen blöd, aber...
Phil
Also ist nicht ein Anzeigefehler oder sowas, sondern ist das wirklich ein Defekt sozusagen.
Andy
Tatsächlich ein Defekt. Und das sieht man auch, wenn dann wirklich die Sonne
draufballert und der Akku dann geladen wird, dann lädt er sich bis 90 Prozent,
dann verweilt er da eine Stunde, bis er dann auch wirklich auf 100 Prozent geladen wird.
Und das war früher auch nicht so. Also da werde ich mal die Garantie in Anspruch nehmen müssen.
Aber die ist ja eh zehn Jahre und das Ding haben wir jetzt seit,
glaube ich, drei oder vier. Von daher alles gut.
Phil
Gut, weil das wäre jetzt mal eine Frage gewesen. Also gerade Batterien sind
ja bekanntermaßen irgendwie, wie heißt das so schön, Verbrauchsartikel.
Nee, nicht Verbrauchsartikel, Verschleißartikel. Und das ist dann bei so einem großen,
also ihr habt jetzt nicht so ein Balkonkraftwerk, sondern ihr habt ja so richtig
große Solarpaneele auf dem Dach und so einen richtigen guten großen Akku,
der so einen halben Hauswirtschaftsraum da einnimmt.
Andy
Naja.
Phil
Sagen wir es mal so, er ist aber schon in der Ecke, ist er schon so brusthoch.
Also der ist nicht klein.
Andy
Naja, ich sag mal, er ist hüfthoch. Noch nicht mal.
Phil
Ja, du bist ja auch ein großer Mann.
Andy
Naja, gut, klar. Mit meinem 3,72 Meter. Stimmt's.
Und von der Fläche her ist er auch nur ein bisschen größer als so ein,
ich sag mal, nicht mal ein DIN-3-Blatt.
Phil
Ach nee, komm, ein bisschen größer ist das schon. Nee, never ever.
Dann habe ich ihn viel größer in Erinnerung.
Andy
Ja, du meinst vielleicht den Wechselrichter an der Wand. Das ist wirklich ein Koloss.
Phil
Das ist auch noch ein Brecher. Aber du hast eben Kolosse bei dir zu Hause.
Da war ich mir jetzt tatsächlich unsicher, wie lange hat man da denn da auf
so einen Verschleißartikel Garantie oder Unterstützung oder sonst was.
Offensichtlich 10 Jahre. Ist auch ganz schön lang, oder?
Also echt für so einen Akku ist 10 Jahre doch auch schon eine Zeit.
Andy
Ja, eigentlich schon.
Phil
Gut verhandelt.
Andy
Selbst dann hat der ja immer noch glaube ich 80% seiner Leistung.
Also das ist die Garantie. Genauso bei den Solarpanelen.
Ich weiß nicht, ob wir da 20 oder 30 Jahre Garantie drauf haben.
Also die gehen ja nicht kaputt auf einen Schlag, sondern die haben dann immer
weniger Leistung im Lauf der Zeit, weil die Chemikalien sich dann da irgendwie zersetzen,
korrodieren, keine Ahnung, was da passiert, aber die sagen auf alle Fälle,
genau wie beim Elektroauto, wo es dann heißt, du hast, was weiß ich,
300.000 Kilometer Garantie auf dann mindestens immer noch 80 Prozent der Kapazität.
Phil
Na gut, ja.
Andy
Und sowas, ja, das passt.
Phil
Ja, okay. Meine Solaranlage, ich bin gerade jetzt ein bisschen,
ich habe mich durch KI beraten lassen und ich glaube, ich muss die neu ausrichten.
Was heißt ausrichten? Ich habe ein Balkonkraftwerk und da hängen zwei Paneele
und ich habe jetzt einfach mal die KI gefragt, eigentlich musst du das aus hoher
Philosophie anwinkeln und so weiter und so fort.
Und ich habe das nur so ganz rudimentär angewinkelt. Kommt aber eigentlich auch ganz gut Strom bei rum.
Aber die KI sagt, ja, du könntest aber noch mehr bekommen. So,
und jetzt sind ja gerade warme Tage und so etwas.
Und ich kriege meinen Akku nicht mehr voll. Und ich denke so,
liegt das jetzt am Winkel oder nicht?
Ich werde das noch eruieren. Das ist jetzt ja mein erster Frühsommer mit Balkonkraftwerk.
Dank dir, der mich im Herbst letzten Jahres dazu getreten hat, es zu tun.
Andy
Warme Tage sind ja gar nicht so gut für Solarzellen.
Phil
Ja, stattfindlich.
Andy
Weil die Rekordergebnisse, die wir einfahren, die sind eigentlich immer im April
oder Mai, weil da ist es noch nicht zu warm.
Weil wenn du wirklich auch 35 Grad Lufttemperatur hast und dann knallt die Sonne
auf die Teile, die ja nur auch schwarz sind, heizen die sich so dermaßen auf,
dass die Leistungsbereitschaft von den Teilen einbußen hat.
Das heißt also, wenn die Umgebungstemperatur relativ kühl ist,
aber die Sonne halt schon einen ziemlich rechten Winkel da raufknallt,
hast du wirklich die beste Ausbeute.
Und im Sommer ist es nicht so viel wie im Frühling.
Phil
Das stimmt, also tatsächlich im März und April hatte ich tatsächlich Rekordwerte
bei mir im Balkonkraftwerk.
Und dann saß ich in Panama auf meiner kleinen Insel und freute mich,
dass ich dann so ab 13 Uhr einfach auch meinen Akku voll hatte und einfach irgendwie 500, 600 Watt.
Man muss ja noch den Grundverbrauch abziehen, den die Wohnung ja trotzdem hat,
500, 600 Watt in das Stromnetz eingespeist habe. Aber ich dachte,
ja, fühlt sich gut an, aber fühlt sich auch falsch an. Ich will den Strom selber haben. Aber naja.
Andy
Ja, ich habe letztens sogar, ich habe ja diesen dynamischen Stromtarif und zahle
immer quasi das, was der Strom gerade an der Strombörse kostet.
Und letztens hatte ich tatsächlich mal die Möglichkeit, mein Auto zu laden und
dafür noch Geld zu kriegen.
Das war witzig. Das war, glaube ich, am 1. Mai. Genau, am 1.
Mai ist ja Feiertag. Das heißt, Fabriken und so weiter und Büros brauchen nicht so viel Strom,
weil es ja eigentlich Feiertag ist, da wird ja nicht so viel gearbeitet und
die privaten Haushalte verbrauchen auch niemals so viel Strom wie große Fabriken
und entsprechend gab es da einen Stromüberschuss,
weil es war recht windig und die Sonne hat auch gut geschienen und an dem Tag
lag der Strompreis für eine Stunde bei minus 40 Cent.
Normalerweise zahlst du so im Durchschnitt ja 25 bis 30 Cent und in dem Fall
habe ich jetzt für jede Kilowattstunde 40 Cent gekriegt.
Und dann musst du das natürlich auch so timern, dass du dann möglichst,
nicht dass das Auto dann schon vom Solarstrom voll ist bis dann um 12 Uhr der
Preis so günstig ist, musst du dich dann tatsächlich hingehen und sagen,
so jetzt lade mal das Auto nicht auf, damit wir nachher ballern können.
Und das Problem ist, wenn die Sonne richtig ballert und ich habe ja nur eine
11 Kilowatt Wallbox, also so eine kleine, die du ohne große Anmeldung bei dir aufbauen kannst,
dann zieht der natürlich erstmal den ganzen PV-Strom und das,
was dann zu den 11 Kilowatt noch fehlt, das holt er dann aus dem Netz. Ja.
Das heißt, wir hatten ungefähr so sieben bis acht Kilowatt PV zu dem Zeitpunkt
und dann hat er nur noch drei bis vier Kilowattstunden gezogen.
Aber es hat immerhin gereicht, um in der Zeit dann vier Euro Guthaben zu kriegen.
Phil
Ja, aber es ist jetzt ja nicht so, dass jetzt ein Stromanbieter,
der eine Abrechnung schickt und sagt, Mensch, Herr Wasch, sie kriegen jetzt hier vier Euro wieder.
Dann verrechnen die doch irgendwie so.
Andy
Ja, klar, das wird verrechnet. Das war ja auch, wie gesagt, am 1.
Mai. Da habe ich dann gesehen, oh cool, die schulden mir jetzt quasi 4 Euro.
Aber so im Lauf der Tage, gerade jetzt hast du auch mal wieder ein bisschen,
dass die Sonne nicht so scheint.
Oder wie gesagt, unser Hausakku reicht nicht mehr durch die ganze Nacht.
Das war jetzt natürlich dann doch schon wieder, glaube ich, 19 Euro zu zahlen haben in diesem Monat.
Aber hätten auch mehr sein können. Aber gerade jetzt, wo sie 2,30 Euro oder
so für Benzin aufgerufen haben dieser Tage,
ist das natürlich cool, wenn du sagen kannst, ja mit meinem Elektroauto zahle
ich nicht nur nichts, sondern ich kann meinen Tank voll machen und kriege dafür sogar noch Geld.
Phil
Aber tatsächlich, also wenn man schon bei diesem Thema ist, wie kann das denn
sein, dass es also wirklich Minus-Strompreise gibt?
Weil in meiner Welt ist es ja auch irgendwie so, es muss immer,
also es darf im Stromnetz immer nur so viel Strom drin sein,
wie auch abgenommen, weil sonst kriegst du irgendwie Probleme und sowas.
Es gibt diese Strombörse, wo das dann alles verhandelt wird.
Das ist mir alles am Rande ja schon klar.
Aber da sitzt doch keiner und sagt so, ja, nee, also jetzt haben wir als Stromanbieter,
nee, machen wir mal eine Stunde, ballern wir einfach mal, verschenken wir unseren Strom.
Und Leute, wir verschenken Ihnen nicht nur, Leute, ihr kriegt sogar Geld dafür.
Also wie kommt das, dass der Preis so, also dass der negativ sein kann?
Andy
Das Problem ist, dass das Netz überlastet ist.
Phil
Also doch, die Überlastung.
Andy
Der merkt, oh, meine Windkrafträder, die ballern hier richtig Strom in die Leitung
und unsere PV-Anladen, die ballern auch noch Strom in die Leitung.
Da ist so viel Last auf den Stromkabeln, das muss irgendwo hin.
Und ehe uns dieser ganze Bums hier um die Ohren fliegt, sage ich lieber,
hier Leute, ihr könnt jetzt hier günstig den Strom verbrauchen,
damit das Netz entlastet.
Angebot und Nachfrage. Es war viel Angebot da, viel Strom da,
kaum Nachfrage, weil Feiertag, da hast du keine energieintensiven Fabriken am Laufen,
die wirklich viel Strom fressen, sondern nur so ein paar Billo-Privathaushalte,
die tagsüber ja auch nicht wirklich was machen,
außer mal vielleicht eine Wäsche oder einen Backofen an, sonst hast du ja keinen
großen Stromverbrauch.
Und dann wird gesagt, ja, der Strom muss raus, deswegen bietet man ihn jetzt günstig an.
Das ist ja genauso wie dieser Anreiz, den es jetzt gibt seit
Anfang des Jahres, nee, seit letztem Jahr die variablen Netzentgelte, die ich jetzt auch habe.
Du zahlst ja auf den Strompreis auch nochmal an deinen Stromnetzbetreiber,
der dir quasi eine Gebühr auflegt, damit er den Strom über das Kabel in dein
Haus bringt, zahlst du normalerweise diese Netzentgelte und auch da ist es so,
dass die sagen, hier pass auf zu bestimmten Zeiten,
wenn jetzt im Winter ist das dann meistens, Und wenn da kein Strom,
wie ist es denn? It's complicated.
Phil
Ich merke es.
Andy
Auf alle Fälle zahle ich dann für die Zeit von 0 Uhr bis 5 Uhr ganz,
ganz wenig Netzentgelt und kriege dadurch den Strom dann noch günstiger.
Also nach dem Motto, ja, da haben wir halt den Strom, weil ja auch noch Kraftwerke
laufen, Kohlekraftwerke, die halt die ganze Zeit durchlaufen.
Und nachts um drei braucht eigentlich keiner den Strom. Deswegen bieten wir
den halt so günstig an, damit er überhaupt abgenommen wird und nicht irgendwie verpufft.
Und dann nutze ich das natürlich dann, um nachts mein Auto für kleines Geld zu laden.
Phil
Ja, das ist kompliziert. Bei meiner Oma, weißt du,
die Kaffeemaschinen in die Steckdose, dann weißt du, da zahlst du irgendwie
50 Cent für eine gesamte große Kanne Kaffee, für die gesamte Familie, dann hat sich das.
Nicht so was Kompliziertes mit hin- und herrechnen und sowas.
Ich finde es sehr faszinierend, muss ich sagen. Und ich habe auch über den dynamischen
Strompreis nachgedacht, lohnt sich für Balkonkraftwerke nicht so richtig,
laut meinen Berechnungen und von daher.
Andy
Das lohnt sich, glaube ich, dann auch wirklich erst, wenn du wirklich eine Wärmepumpe
oder ein Elektroauto hast und da wirklich Strom reinballerst,
weil unser Stromverbrauch hat sich ja mit Anschaffung von zwei Elektroautos
tatsächlich dann verdoppelt.
Und dadurch war natürlich dann die Anschaffung von einer PV-Anlage und dynamische
Stromtarife und dynamische Netzentgelte dann erst so richtig sinnvoll.
Phil
Er liegend, ja.
Ich spare woanders. Ich spare bei Netflix.
Ich habe ja seit Jahren dieses Werbeabo bei Netflix.
Das heißt, ich zahle nur 5 Euro und muss ab und zu so ein bisschen Werbung gucken.
Und ich weiß noch, wie ich da dann seinerzeit rüber geschwenkt bin von meinem
normalen Netflix-Programm da, meinem normalen Netflix-Tarif für irgendwie 12
Euro oder sowas, dass ich auf einen Fünfer gegangen bin.
Und ich glaube, ihr wartest ja ganz laut hier sogar einen Podcast geschrieben
haben und gesagt haben, das hältst du nicht durch, einen Monat bist du wieder.
Ich bin immer noch ein Werbegucker und ich bin in guter Gesellschaft.
Netflix hat jetzt gerade mal so Zahlen veröffentlicht, dass knapp 250 Millionen
Menschen einfach mit einem Werbeabo gucken.
Das Ding geht weiter durch die Decke.
Micha würde sich jetzt zurücklehnen und sagen, ja, das habe ich gesagt und das ist doch ganz klar.
Aber tatsächlich finde ich es dann doch interessant, weil natürlich ist es mit
Werbung in irgendeiner Form ein anderer Genuss.
Ich habe einen Filmservice und...
Zahl war es dafür und trotz alledem ist Werbung drin. Aber irgendwie ist das okay, finde ich.
Und das denken offensichtlich mega viele mehr, weil nochmal,
es ist ein richtiger Erfolgskracher für Netflix.
Andy
Und die Werbung ist dann immer vor Serienepisoden oder vor Film oder auch mittendrin?
Phil
Auch mittendrin tatsächlich. Also davor, das sind immer so, also meistens sind
so 45 Sekunden bis 60 Sekunden.
Also es sind auch nicht nur so ein paar Sekunden, es sind dann so zwei oder drei Spots.
Du hast dann oben rechts auch so einen kleinen Countdown, das heißt,
du weißt auch erstens, wie viele Spots laufen und wie lange die noch laufen.
Andy
Das geht schon.
Phil
Was ich ganz nett finde auch, das ist bei Netflix offensichtlich irgendwie,
ich nenne es mal, kuratiert gesetzt.
Also entweder ist dann die KI sehr intelligent oder es sitzt da wirklich,
wer da sagt, so jetzt ist ein richtiger Zeitpunkt, um einen Werbeblog zu schalten.
Weil das ist nicht so wie bei YouTube oder sowas, wo du teilweise ja mitten
im Satz einen Werbeblock hast.
Und dann springt ja YouTube auch irgendwie fünf Sekunden wieder zurück,
damit du wieder den Anschluss bekommst nach dem Werbeblock.
Bei Netflix ist das dann wirklich am Ende einer Szene oder so.
Oder tatsächlich, manchmal, auch da kann man über Zufall diskutieren,
ist das auch an einem schönen dramaturgischen Punkt, wo du denkst,
oh, und dann hängst du da und sagst, scheiße, diese Minute.
Andy
Da wird dann aus dem Film, der zwei Stunden geht, quasi so eine Serie mit Cliffhanger,
weil nach 7,50 Minuten, wo es gerade dramatisch wird, dann kommt erstmal die
Werbepause. Ja, so in etwa.
Phil
Ganz genau. Aber mich stört es tatsächlich nicht. Also andere würde vielleicht
genau dieses Cliffhanger-mäßige stören.
Irgendwie habe ich mich sehr gut daran gewöhnt.
Andy
Hm, na, ich weiß gar nicht mehr, was ich noch alles abonniert habe,
ob ich noch Join habe, also Apple TV habe ich noch, Prime Video habe ich noch, Netflix habe ich noch.
Ja, jetzt habe ich wenigstens so ein heise Plus-Abo mal wieder beendet.
Phil
Oh, das habe ich immer noch.
Andy
Nach drei Monaten.
Phil
Das habe ich immer noch.
Andy
Wo ich dann dachte, oh, 11,99 im Monat, nee, so häufig liest du dann doch nicht
die Plus-Artikel, dass sich das wirklich lohnen würde.
Phil
11,99 zahlt 60 Euro im Jahr.
Andy
Echt?
Phil
Ich zahle irgendwie 60 oder 70 Euro im Jahr dafür.
Ah, warte mal, das kann sein, weil ich ein CT-Abo noch parallel habe.
Ich habe ja die CT an sich abonniert. Das kann reduziert sein.
Ja, ich habe ein Haushaltsbuch. Ich habe seit Jahren ein Haushaltsbuch von Finanzfluss.
Das ist ja so ein YouTube-Finanz-Tipp-Channel, mit dem ich auch ganz viel so
über Aktien und ETFs und auch generell so die Basics des Geldes gelernt habe,
weil so bitter es ist, das hat mir keiner so richtig beigebracht.
Und zwar hast du mich auch zu dem Thema ETF gebracht und sowas und auch das
war eine gute Entscheidung.
Vielen Dank, lieber Andi. Bitte, bitte.
Nichtsdestotrotz, dieses Thema finanzielle Bildung ist nicht so in unserer Familie
und da habe ich dann ganz viel über Finanzfluss gelernt und mitbekommen.
Und die haben dann halt auch gesagt, es ist eigentlich schon recht wichtig,
so ein Haushaltsbuch zu führen und dann haben die so eine Tabelle online gestellt.
Und tatsächlich Ende jeden Monats sitze ich dann da, habe mein kleines Bankingprogramm
und ordne da dann meine Ausgaben den Kategorien zu.
Und übertrag dann diese Kategorien in das Excel-Sheet, damit ich genau sehe,
welche Abos gehen wohin, was ist regelmäßig, was kostet mich das und so weiter. Ja, vorbildlich.
Andy
Kannst du jetzt auch mit Chat-GPT machen.
Phil
Ja, das war jetzt diese neue Funktion.
Andy
Dass du da dein Konto mit verbinden kannst.
Phil
Würdest du das machen? Da muss ich an dich denken. Da muss ich an dich denken.
Andy
Nee.
Phil
Ah, da endet es, ja. Das gesamte Gesundheitsleben da reinpacken und Ernährungsangebote.
Andy
Ich mache dann gleich Open Claw, dann nehme ich im Komplettzugriff. Mit allen Pins.
Phil
So. Hast du Open Claw mal ausprobiert?
Andy
Ne. Da lasse ich auch besser die Finger von.
Phil
Achso, aus Selbstschutz, ja?
Andy
Das muss nicht sein.
Phil
Sonst dann eskaliert es bei dir noch.
Andy
Ich bin ja weiterhin Kind von Gemini. Allein dadurch, dass ich halt ein Pixel-Fone
habe, wo dann ein Jahr lang Gemini Pro mit drin war.
Und jetzt hat man sich da so eingerichtet und da gibt es ja auch immer neue
Features und das kommt ja jetzt auch so ein bisschen out of the box,
dass du da irgendwie dann im Browser noch irgendwelche Sachen mitmachen kannst,
agentenmäßig und so weiter.
Da warte ich mal ab und mir reicht das, was ich da so an Funktionsumfang habe.
Phil
Ich bin, ich kriege von der Firma Chachipity bezahlt und trotz alledem bin ich
bei Claude gelandet, der kostenlosen Variante.
Und ticke da jetzt immer mehr rein, weil irgendwie die Ergebnisse,
also erstens Claude, also man ist ja dann doch irgendwo ein Consumer,
ein Verbraucher. Claude sieht einfach schöner aus.
Aber ist auch irgendwie von seinen Antworten, wie ich finde,
schöner, angenehmer, weiß ich nicht alles.
Und ich weiß gar nicht, ob das bei ChatGPT geht, aber da kann ich auch so,
ach fuck, ich habe vor kurzem schon mal noch diesen Begriff gesucht.
Keine Agenten, sondern ich nenne es mal so Plugins da mit reinladen.
Das ist nicht der richtige Begriff.
Und dann kann ich bei Claude kann ich dann so ein Plugin aufrufen,
das heißt Promptmaster.
Und dann kann ich Claude sagen, schreibe mir bitte auf meinen sehr stokeligen
und dummen Prompt einen in Anführungsstrichen professionellen Prompt,
der dann halt sehr gute Ergebnisse liefert und so weiter.
Und dann schreibe ich da zwei Sätze rein und dann macht er da einen richtig
elendig langen Prompt raus, so mit Charakterisierung.
So wie man es halt macht, du bist ein erfahrener Haustechniker mit Schwerpunkt
auf, keine Ahnung, Bohren über Stromleitungen und so weiter und so fort.
Und das ist ganz geil, das nutze ich sehr, sehr häufig, dass ich so sage,
liebes Claude mit diesem komischen Plugin, schreibe mir einen professionellen Prompt auf,
das Gestokel, was ich da reinschreibe und das wiederum Copy-Paste ich dann wiederum
in Cloud und dann kommt großartige Antworten bei ihm. Großartige.
Andy
Ja, so ein Plugin habe ich auch für Gemini. Ich weiß nicht, ob das Cortex ist
oder ob das Superpower for Gemini ist.
Irgendwie eins habe ich, da gibst du deinen Prompt ein, dann machst du Rechtsklick
und dann sagst du quasi, mach mal, mach das mal hübscher und sag ihm mal,
du weißt ja, was ich meine, formulier das nochmal ein bisschen besser aus.
Phil
Ja, genau.
Andy
Tatsächlich. Aber das mache ich dann auch häufiger mal, wenn ich jetzt wirklich
einen richtig komplexen Prompt brauche, dass ich dann sage, hier,
pass auf, ich brauche einen
optimierten Prompt, der soll das und das machen und bitte denkt an das und das
und stelle mir nochmal fünf Fragen, um das alles zu konkretisieren,
damit du auch ganz genau weißt, was ich meine.
Und dann arbeitet man sich da dann eigentlich so immer durch.
Das finde ich eigentlich ganz putzig.
Phil
Putzig, aber ist auch ein schönes Wort. Putzig, ne?
Andy
Ja, oder ich hatte ja mal auch mal mir überlegt, ich habe doch dieses KI mit
Fahrrad fahren und Trainingspläne erstellen und auswerten und Ernährung und so weiter und so fort.
Da hatte ich mir dann auch überlegt, dass ich daraus eine Videoreihe bei YouTube
mache und habe mir dann auch überlegt,
dass ich dann diese einzelnen Schritte, die man braucht, um irgendwie was weiß
ich hier, Garmin-Daten in Gemini automatisiert zu exportieren und so weiter,
dass ich da dann einen Blogartikel zu mache, weil man das dann besser nachlesen
kann und das kannst du natürlich dann auch so machen,
kopiere das Ganze und führe mich hier durch diese Anleitung einmal Schritt für Schritt.
Und dann läuft das quasi im Dialog. Das fand ich eigentlich auch ganz cool.
Dass du da wirklich so 20 Arbeitsanweisungen untereinander hast mit kleinen
Skripts und so weiter und so fort.
Und dann sagst du hier, markier das alles, kopier das und dann sag einfach nur
fühl mich bitte mal hier durch diese Installationsschritte durch.
Und dann geht das wirklich Step by Step. Dann sagt er, hier hast du das gemacht?
Ja gut, funktioniert das?
Nee. Ja, was hast du für einen Fehler? Ja, das und das.
Ja, nee, dann gibt da mal das und das ein. Funktioniert es jetzt?
Ja, okay, dann Schritt zwei und so weiter und so fort. Fand ich wirklich sehr, sehr witzig.
Es hat bei mir nachgelassen, in dem Moment, wo ich wieder draußen Fahrrad gefahren bin.
Wenn man wirklich die ganze Zeit nur drinnen auf dem Indoor-Trainer fährt,
dann kann man sich wirklich so einen Plan machen lassen von wegen,
ja, fahre jetzt mal 30 Minuten nur 100 Watt und dann fährst du mal eine Minute
150 Watt und dann wieder nur 100.
Aber wenn du dann weißt, okay, du kannst zur gleichen Zeit dann auch draußen
fahren und dann ballerst du dann richtig, ist dir das scheißegal.
Da hast du dann kein strukturiertes Training, sondern wenn es dann bergauf geht,
dann geht es halt bergauf. Da musst du dann halt in die Pedale treten.
Phil
Ja, aber das ließe sich optimieren. Dann nimmst du da irgendwie dein Fahrrad,
Navi, welches war das nochmal, das auch skriptierbar ist, wo du dann die Untergrundeigenschaften
und die Steigungen und alles mit drin hast.
Und dann sucht die Gemini halt die geilste Strecke ever raus.
Und dann fährst du berge hoch, die bist du noch gar nicht hochgefahren.
Vielleicht dann auf Schotter, aber hey.
Andy
Ja, das gibt es ja noch nicht so richtig. Also es gibt in Komoot,
die haben wohl eine Kooperation mit JetGPT, dass du sagen kannst,
hier generiere mir mal eine Radroute von da nach da mit möglichst wenig Verkehr
und viel Schotteranteil oder so.
Aber das, als ich das ausprobiert habe, dachte ich mir, nee,
das kannst du ja so wirklich besser. Da kommt ja nur Müll bei raus.
Phil
Ach, wie unerwartet. Jetzt kommst du in einen Bereich, wo du dich gut auskennst
und stellst fest, KI ist gar nicht so gut.
Oh, mit eigenen Waffen geschlagen. Das ist ja auch geil.
Andy
Das ist genau wie früher so dieses, dass du immer denkst, hier Journalisten,
wir schweifen ein wenig ab, aber, dass du dann denkst, wenn du in der Zeitung
diese Netzweltseite immer liest und dann liest du da über irgendwelche Sachen,
wo du dich wirklich auskennst und du liest dann,
nee Leute, das, was ihr da schreibt hier, lieber Redakteur, das ist ja irgendwie am Thema vorbei.
Das ist faktisch nicht richtig und dann denkt man sich dann immer,
okay wenn ich das Thema verstehe und der nicht,
Aber in anderen Themen schreiben die Leute ja auch was, was ja vielleicht auch
nicht faktisch richtig ist, aber da muss ich es dann glauben,
weil ich halt nicht dieses Wissen habe. Weißt, was ich meine?
Phil
Ja, ja, ja, ja, ich glaube zumindest.
Ich bin früher mit HSE24 eingeschlafen, dem Shopping-Sender.
Und zu den Zeiten, wo ich dann immer schlafen gegangen bin, hatten sie tatsächlich
ihre IT- und Technik-Stunden.
Und da bin ich dann auch die Wände hochgegangen, was die dann da als den neuesten heißen Scheiß.
Andy
Ja, der 486. Ganz tolle, ganz tolle. Brauchen sie nie wieder was Neues.
Sind sie fit für die Zukunft mit?
Phil
Ja, vor allen Dingen, nein, also die haben da irgendwelche ganz,
ganz wilden Betriebssysteme angeboten, wo die dann gesagt haben, ja, da ist alles drauf.
Sie kriegen das Microsoft Office, also sie kriegen das Office kostenlos und
sie können hier im Internet surfen und sie haben gar keinen Stress mehr mit
Sicherheit und Stabilität. Das war nicht mal ein Linux, das war irgendwie so
ein, also für die Nerds und uns, so ein BSD-Derivat.
Naja, auf jeden Fall, ja, du konntest mit diesem Ding dann genau das machen, aber bloß nicht mehr.
Also du konntest auch tatsächlich ja nichts nachinstallieren und hat es Glück,
wenn dann Drucker funktionierte und konntest das Ding in die Ecke treten,
wenn es nicht funktionierte. Und das haben die natürlich alles nicht angesprochen.
Und ich fand das schon fast unterhaltsam, wie sehr die Leute über ihren Leisten gezogen haben.
Andy
Ja gut, da ist natürlich, das ist ja nur Sale, das ist klar.
Die versuchen dir was zu verkaufen, aber ich meine jetzt Beispiel sowas wie
zum Beispiel, wenn ein Redakteur schreibt, ja der Messenger-Dienst X,
wo du dann denkst, ja da kannst du zwar Messages schreiben, aber es ist ja kein Messenger-Dienst,
wo ich dann denke, das ist ja nur faktisch falsch.
Und wenn da schon ein Redakteur was Falsches schreibt, was ja eigentlich nicht so 100% richtig ist,
wie ist das dann bei Themen, was weiß ich, der Nächste schreibt irgendwas über
Ernährung und ich verlasse mich darauf, dass das richtig ist,
merke aber in meinem Fachthema ist nicht alles richtig.
Das ist die Unsicherheit, weißt du?
Phil
Ja, also wenn X jetzt irgendwie komplett falschen Funktionen zugeschrieben wurde,
dann würde ich so sagen, ja okay,
wenn keine Ahnung, X jetzt mit TikTok verwechselt wird oder sowas,
dann würde ich auch sagen, okay, aber ob das Ding nun ein Social Media Netzwerk,
ein Messenger-Dienst oder so etwas ist.
Andy
Ja, das sollte ja jetzt nur so ein Beispiel sein. Also irgendwas,
wo ich weiß, dass es faktisch falsch ist. Kommt ja nun tatsächlich mal vor.
Phil
Das stimmt wiederum.
Andy
Gerade wenn du in normalen Tageszeitungen diese Netzwild-Seite liest.
Da sind ja manche Sachen dann immer sehr runtergebrochen, aber eben auch so
runtergebrochen, dass ich denke, nee, du hast es jetzt so runtergebrochen,
dass es tatsächlich auch ein bisschen falsch wird.
Phil
Das ist tatsächlich, also... Ja, nun, das liegt leider in der Natur der Sache,
weil Technik und sowas ist ja halt kompliziert.
Und wenn du dann wenig Zeit oder halt einen dummen Batz vor dir sitzen hast,
dann musst du das halt auch runterbrechen und dann entstehen halt irgendwie Unschärfen.
Also ich kenne das aus meinem Beruf auch, wo man dann IT-unerfahrenen Personen
irgendwas erläutern muss, weil sie sind Geschäftsführer und die geben dir das
fucking Geld. Also müssen die irgendwie grundsätzlich verstehen, was du da tust.
Ja gut, und dann brichst du halt gewisse Dinge so runter, dass sie,
wenn sie ein Mensch mit Erfahrung hört, eigentlich sagt, das ist sachlich falsch,
aber es verfolgt den Zweck.
Und vielleicht sind die Netzweltseiten auch nur den Zweck verfolgend,
diese Info rüberzubringen, weil sie sind dann halt doch irgendwo,
keine Ahnung, in einer Taz mit drin, wo das Klientel halt jetzt nicht tech-affin ist.
Würde man es tech-affin haben wollen, würden die Redakteure ihre Artikel vielleicht
auch in der CT schreiben. You know what I mean?
Vielleicht konsumierst du die falschen Tech-Artikel, mein lieber Andi.
Andy
Ja, das kann sein. Die von der Tageszeitung halt.
Phil
Ne? Ja.
Andy
Ja gut, bei Golem und Heise würde sowas nicht passieren.
Phil
So.
Andy
So.
Phil
So, dann haben wir doch unseren Konsens.
Andy
Richtig. Also, lest vernünftige Fachmagazine und nicht so Populärliteratur wie Tageszeitung.
Phil
Genau.
Andy
Jeder hat was gelernt.
Phil
Oh Gott. Oh Gott.
Andy
Ja, gleich Stuckrad Barre lesen, Mensch. Also wirklich.
Ein Stucki.
Phil
Ja, ja. Es tat mir ein bisschen im Herzen weh.
Wir haben ja ein bisschen länger jetzt gesucht nach einem Aufnahmezeitpunkt
und dann hat sich das alles verzögert und so.
Und letzte Woche Samstag war ESC.
Andy
Ja.
Phil
Und ich hätte gerne mit euch davor darüber gesprochen.
Ja, jetzt machst du es nachher.
Andy
Ja, nee, Phil, das Problem ist, vorher hätte ich dazu eigentlich gar nichts
zu sagen gehabt, weil ich davon wirklich komplett nüscht, nüscht,
also ich habe mich wirklich, ich glaube, am Freitag habe ich mich hingesetzt
und dachte, ey, komm, jetzt musst du, wie ich es hier mal, das von Sarah Engels hören, das Lied.
Und dann dachte ich mir, ja, ist jetzt nicht so der Super-Banger,
aber auch grundsätzlich nichts, womit man sich wirklich verstecken muss.
Also, ich sage nur, Vom letzten Jahr, das Ballern, das ist sogar tatsächlich
auf meiner Ballern-Playlist fürs Fahrradfahren.
Das gibt ordentlich Schub nach vorne und jetzt das Fire fand ich jetzt eigentlich
auch grundsätzlich gut durchproduziert.
Und 23. Platz finde ich da jetzt nicht wirklich fair.
Phil
Nee, ne? Da bin ich dabei.
Also ich sehe es genauso, also ich fand Ballern letztes Jahr nicht so geil. Ganz ernsthaft.
Dafür hat es bei mir vom letzten Jahr, lass mich mal ganz schnell nachgucken,
ob ich es so schnell finde, Survivor geschafft.
Das ist so ein sehr, ich gucke gerade mal, ob ich es so schnell finde, von Park.
Park mit Survivor. Den habe ich in meiner täglichen Playlist vom letzten Jahr
noch. Baller war nicht so.
Und feiert dieses Jahr. Ja, das ist ein schöner Popsong. So,
es hat Spaß gemacht, sich den anzuhören und anzugucken.
Tut nicht weh, aber ist tatsächlich jetzt auch nicht der Weisheit letzter Schluss. Aber es ist okay.
Am 23. Platz fand ich auch wirklich bitter. Wir waren ja auch die erste,
das erste Drittel, die erste, hast du den ESC überhaupt gesehen? Okay, gut.
Ja, das erste Drittel, die erste Hälfte bei der Punktevergabe hatten wir noch null Punkte.
Und dann haben wir uns über irgendwie
drei Punkte gefreut und dann über in Summe acht Punkte. Ach du gut.
Andy
Nee, über zwei Punkte, zwei Punkte und zweimal vier Punkte.
Phil
Oder so, ganz genau, ganz wild.
Ganz wild. Ja, und jetzt habe ich gerade heute Morgen wieder bei Insta und so
gelesen und bei hier Google News Flash geraffel, dass am Ende doch der LSC muss abgesetzt werden.
Das ist doch eine Klingelei und so etwas.
Und hier schieben sich die Länder ihre Punkte selber zu.
Willkommen in 2026. Das hatten wir aber auch schon 1996 so gefühlt,
dass das eigentlich so eine Länderschieberei war.
Andy
Also das fand ich dieses Jahr jetzt eigentlich so relativ wenig,
aber vielleicht kriegt man das jetzt auch nicht mehr so mit,
weil früher hattest du ja nur Jury-Voting und jetzt hast du Jury-Voting und Publikums-Voting.
Oder damals ist es jedenfalls mehr aufgefallen, wenn Montenegro von Serbien
Punkte kriegt und so weiter.
Die ganzen ex-jugoslawischen Staaten sich da gegenseitig die Punkte zuschieben.
Und auch so bei uns hattest du immer so dieses Gefühl, ja, unsere zwölf Punkte,
liebe Grüße an unser Nachbarland.
Das fand ich jetzt dieses Jahr eigentlich nicht so auffällig wie sonst immer.
Phil
Ja, das stimmt auch wieder. Also es gab genug Ausreißer, aber irgendwo,
dass dann trotz alledem dort so Sympathien entstehen, als Zypern da war,
da habe ich dann auch schon gesagt, naja, das wären zwölf Punkte für Griechenland
und oh, Wunder, es wurde. Ja, das stimmt.
Andy
Aber das fand ich dann doch die Ausnahme. Also früher fand ich es ein bisschen
mehr, wobei es ist ja auch, glaube ich, seit,
Zwei, drei Jahren jetzt wirklich so machen, dass Zuschauervoting quasi gesammelt ist.
Von allen 35 teilnehmenden Ländern habt ihr insgesamt so und so viele Punkte gekriegt.
Da fällt es dann nicht mehr so auf.
Phil
Das fand ich aber auch, also das war ja mega spannend am Ende nochmal.
Überhaupt erstmal Israel über Runden über Runden mit großem Abstand auf einmal auf Platz 1.
Und dann, ja, die finale Gegenüberstellung.
Du denkst, Alter, wenn jetzt Israel gewinnt, die Welt explodiert oder implodiert,
irgendwas wird passieren.
Aber wow, wie krass wäre das, wenn Israel gewinnen. Und dann kommen da irgendwie, wie viel?
500 Punkte oder 400? Ich weiß es gar nicht mehr so genau.
Andy
Ja, 512, glaube ich, hatte sie insgesamt.
Phil
Ja, kamen da auch so ein Zuschauervotings noch dazu und ich denke so,
wow, das ist, also erstmal das gesamte Voting ist spannend.
Andy
Nee, 300 schlag mich tot kamen dazu.
Phil
Okay.
Andy
Insgesamt hatte sie dann 500.
Phil
Aber dieses gesamte Zuschauervoting war super interessant, weil manche,
zum Beispiel Deutschland, glaube ich, hat ja auch 0 Punkte bekommen.
Und dann gibt es andere im Zuschauer-Voting, die kriegen da 200,
300 Punkte und dann merkst du erst, wie beschissen Deutschland eigentlich dann
wirklich abgeschnitten hat.
Und dann auf der anderen Seite, wie packend eben dieses gesamte Voting ist,
wenn da jemand irgendwie aus der unteren Hälfte sich auf einmal hocharbeitet
auf den, keine Ahnung, dritten, vierten oder auch gar ersten Platz.
Und dann denkst du, oh mein Gott, oh mein Gott, was passiert jetzt?
Ich habe da mein Bildschirm geklebt, ich sage es dir.
Andy
Ich fand auch wieder gut, dass viele Länder in ihrer eigenen Landessprache gesungen haben.
Das finde ich immer, wenn so alle Länder zusammenkommen, finde ich das irgendwie
besser, dass jeder so einen Teil von seiner Kultur mit einbringt,
anstatt dass sie alle, wir machen jetzt hier alle einen englischen Popsong und
hoffen, dass wir damit einen guten Platz machen.
Ja, das macht, glaube ich, so den ESC für mich auch so mit am meisten aus.
Auch das erste Lied irgendwie aus Dänemark, wo du kein Wort verstanden hast,
aber du denkst dir, ja cool, das ist ESC, so muss das sein.
Phil
Ja.
Andy
Und dann hast du sowas wie Schweden, die dann so eine Techno-Dings auf Englisch
machen und du denkst dir, ja, das ist generisch, super, danke Schweden,
das ist doch nicht Schweden.
Phil
Wobei ich es ganz interessant fand, ich habe Samstag zwar den ESC geschaut,
Aber eigentlich nicht geschaut, denn ich habe bei uns im Filmrauschpalast,
also im Kino, habe ich tatsächlich ein ESC-Screening veranstaltet.
Wir waren ausverkauft, wobei ausverkauft ist relativ, die Eintrittskarten waren
kostenlos, aber wir hatten ein volles Haus.
Und von daher habe ich mich auch immer wieder um Gäste und Technik und sowas gekümmert.
Und wenn du so mit einem halben Ohr nur teilweise beim ESC zuhörst,
die Musik war zumindest so overall, wenn du jetzt echt nicht auf die einzelnen
Länder geguckt hast und sowas. dann an vielen Stellen.
Doch, also ich will nicht sagen generisch, aber gleich zumindest irgendwie.
Das war an ganz vielen Stellen so dieses Mal recht, recht progressiv nach vorne.
Es waren so viele Techno-Beats oder starke Beats darunter. Klar gab es auch
die ruhigen Momente und auch die, ich fand übrigens Österreich auch irgendwie
interessant, muss ich sagen.
Ja, so und ich finde es wirklich schade, dass die auf dem letzten Platz gelandet
sind, weil das ist doch auch irgendwie so ein bisschen dieses Kantige und das Spannende am ESC,
dass dort andere Musikarten auch mal irgendwie eingeräumt werden und Menschen
und Länder mit Musik und Interpretation davon experimentieren auch so ein Stück.
Und wenn ich jetzt da echt den gesamten Abend zusammenfasse,
wie gesagt, ich habe nicht die einzelnen Performance so im Ohr von vielen Ländern,
aber dann war da ganz viel poppige Musik,
starker Bass drin, viel nach vorne und wenig von Besonderheiten von etwas,
wo Menschen sich wirklich hingesetzt haben und gesagt haben,
jetzt will ich hier mal ein Gehör sozusagen beim ESC bekommen.
Sei es entweder ganz leise oder eben ganz leise.
Roboterartig laut. Wäre ich nicht.
Andy
Ich fand es schon ganz cool. War alles in allem.
Phil
Die Leute sind auch super abgegangen. Also offensichtlich war es ein toller ESC.
Wie gesagt, so viel habe ich dann, ich habe immer wieder mal hingeguckt und
am Ende groß mitgefiebert, die Performances.
Da war ich dann eher am Bier verkaufen. Aber die Leute im Saal sind gut abgegangen
und haben gejubelt und geboot.
Nicht bei Israel, das war wirklich so ein Ding, wo ich dachte,
oh mein Gott, nicht, dass die uns jetzt in einem halben Saal auseinandernehmen,
aber alle waren sehr anständig, aber wenn dann in irgendeiner Form da so keine Ahnung, dort so,
jemand war, den sie im Saal nicht so cool fanden und der Punkte bekommt,
ach, war schon cool. ESC ist cool, ESC macht Spaß.
Andy
So, das sag ich dir. Hier, Griechenland, Sieger der Herzen, dieser Super Mario-Man.
Phil
Ja!
Andy
Am Anfang dachte ich noch, Alter, oh, was ist denn das für ein Scheiß,
aber am Ende dann dachte, der ist echt sympathisch. Der macht da einfach so seine Show.
Phil
Genau.
Andy
Das ist so ein Individuum.
Phil
Genau. Und davon fehlten mir dann tatsächlich noch zwei, drei mehr.
Also ich will nicht sagen, dass das jetzt, dass E-Szene eine komplette Freakshow
werden soll, aber so zwei, drei dieser Individuen der eigenen Leute,
die da wirklich eine eigene Show daraus machen.
Warum denn nicht? So. Weniger Beat, mehr Spaß.
Andy
Moldavian, glaube ich, dieser Typ, der da aussah wie Oli, Lukas Podolski da
irgendwie so Moldova, Moldova, I come to Moldova.
Aber irgendwie cool, hat mitgerissen. Also ich fand, da war irgendwie dieses
Jahr kein wirklicher Totalausfall.
Bis auf diesen Typen da in Silber.
Phil
Ich glaube aus Litauen oder so, da dachte ich mir.
Andy
Ja, nee, tolle Botschaft, aber nein.
Phil
Dessen Performance habe ich sogar gesehen, weil ich meine es total ernst,
ich bin tatsächlich am Dienstag vor dem ESC über das Halbfinale gestolpert. Ich,
klickte einfach so ein bisschen sinnlos und hilflos wieder durch das Internet
und habe dann gesehen, ach gucke mal, hier läuft gerade das erste Halbfinale.
Na gut, dann habe ich mir das angemacht und da war dann eben jener und da habe
ich auch schon gesagt, boah, okay, auch das ist Kunst. Schwere Kurs.
Auch das ist Kunst, aber ob das beim ESC was wird, ja, nein.
Andy
Naja. Und was sagst du zum Sieger-Song?
Phil
Och,
ist im Grunde fast genauso wie Fire. Also es hat ein bisschen mehr Schmiss, muss ich sagen.
Rockt ein bisschen weiter nach vorne. Ganz unfair ist das nicht, dass er gewonnen hat.
Aber ich würde jetzt auch nicht sagen, dass das der ikonischste Song jetzt der
gesamten Saison war oder der gesamten Reihe da. Bist du nicht?
Andy
Beim ersten Mal hören dachte ich mir noch, oh nee, was ist das denn?
Also beim zweiten Mal, als es dann performt hat, als es gewonnen hatte,
dachte ich, ja nee, ist schon irgendwie eingängig und ich fand es cool,
dass es dann irgendwie auch so verschiedene Musikstile miteinander gemixt hat.
Irgendwie so im Mittelteil klingt es da mal so ein bisschen orientalisch,
wo ich dann dachte, ja cool, damit holst du auch so eine spezielle Region ab beim Voting.
Das war schon ein bisschen darauf ausgelegt, denke ich mal, dass man da mehrere
Geschmäcker bedient und also im Endeffekt fand ich es dann doch ganz cool.
War jetzt nicht mein Favorit, aber Also.
Phil
Das Stück ist auf jeden Fall für Lautstärke gemacht. Also wir haben dann im
Kino sowieso den ESC auf einer moderat hohen Lautstärke gehabt,
weil wenn du ins Kino gehst und den ESC anguckst, dann willst du die Musik auch
hören und nicht irgendwie auf Zimmerlautstärke in irgendeiner Form,
sondern dann kannst du auch in der Kneipe gehen oder zu Hause gucken.
Und dann habe ich am Ende nochmal, als der Siegersong dann nochmal performt
wurde, nochmal die Musik richtig hoch gedreht, noch höher als vorher.
Und das hat schon Spaß gemacht, das gebe ich ja zu. Auch der Song hat durchaus
treibende Beats und fette Bässe mit drin.
Und wenn du das dann laut hörst, das macht schon Spaß.
Das ist ohne Frage so.
Aber nochmal, ich höre mir lieber noch fünfmal Survivor vom letzten Mal an,
als diesen Song letztes. Also da habe ich mehr Bock an Survivor.
War so mein Hidden Champion letztes Jahr.
Andy
Also für mich wäre es Kroatien gewesen. Das waren diese, vielleicht hast du
es gesehen, diese fünf Gesichtstätowierten Frauen,
die so einen mythischen Gesang gemacht haben, wo ich dachte, ja,
das wäre wirklich mal auf der einen Seite so ein Lied, das würde ich gerne mal
live performt sehen, auf der anderen Seite aber auch eins, wo du denkst,
okay, so ein zwei Stunden Konzert willst du damit vielleicht nicht verbringen.
Das ist dann vielleicht doch ein bisschen too much.
Phil
Ich gucke gerade mal. Ja, ich habe sie gesehen, aber nicht gehört oder nicht bewusst gehört.
Wie gesagt, einen eigenen Favoriten habe ich nicht, dafür war ich zugegeben zu wenig dabei.
Muss ich passen dieses Mal.
Andy
Ach ja.
Phil
Dafür habe ich Filme geguckt. Oder Bierfilme und Serien geguckt.
Andy
Überleitung des Todes.
Phil
Ja, wenn denn richtig. Wenn wir keine vernünftige haben, dann machen wir lieber
hier einmal Cold Turkey.
Andy
Das Geile ist, wir reden ja gerne mal aus dem Nähkästchen und müssen den Leuten
nochmal ein bisschen Backstage sagen, wie das denn hier bei uns aussieht.
Wir haben ja beide unseren Konzeptzettel auf, den haben wir in Google Docs.
Phil
Konzeptzettel. Also ihr merkt die Widersprechlichkeit.
Andy
Genau, weil das Konzept geht damit los, dass wir als allererstes immer in der
Folge sagen wollen, welche Filme und Serien wir denn heute besprechen.
Und irgendwie, wer sich das Ganze mal anhört, der wird merken,
obwohl es da ganz oben sogar schon fett markiert ist, machen wir das eigentlich fast nie.
Phil
Das liegt einfach daran, guck mal, das ist einfach vom User-Interface,
dieses Google Docs falsch, da ist nämlich ein Absatz dazwischen.
Wir haben einen Absatz dazwischen und dann kommen unsere Themen und wenn wir
in diese Sendung live reingehen, dann sehen wir natürlich nur unsere Themen.
Ich nehme mal diesen Absatz daraus und auf einmal ist das ein Themenblock.
Siehst du, was das mit dir macht?
Andy
Vielleicht machst du dieses, welche Filme besprechen wir heute einfach mal in
24-Punkt-Größe. Dann hättest du vielleicht eine Chance.
Phil
Wir versuchen es nächstes Mal. Aber dieser Konzeptzettel, also das ist ja wirklich
ein historisches Dokument,
weil seitdem es Nerd Talk gibt und wir hier das mit Google Docs machen und wir
feiern dieses Jahr in knapp einem Monat übrigens, unser 20-Jähriges,
nee, 19-Jähriges, Entschuldigung, unser 19-Jähriges.
Ich glaube, seitdem existiert auch dieses Google Doc.
Und wenn man dann die History aufruft, Google und auch viele andere Anbieter
speichern ja so eine Seitenrevision sozusagen zurück, dass man dann in der Zeit
zurückspringen kann oder so.
Das ist bei unserem Nerd Talk Arbeitszettel auch so. Nur dass,
wenn du das öffnest, dann die History von, keine Ahnung, sagen wir jetzt mal,
18 oder 17,5 Jahren lädt. Und damit, ich glaube, wir dann schon einige Google-Server
geschrotet haben, weil die einfach dabei überlastet waren.
Und mindestens zerschießt es dir, also das ist mir eigentlich reproduzierbar
passiert, es zerschießt dir den Browser, wenn du die Historie öffnen möchtest.
Andy
Die Kollegen bei Google, die mussten schon so einige Server festplatten,
nur für unser Arbeitsblatt zu kaufen.
Phil
Das ist wirklich so.
Andy
Ich scroll da mal durch. aber du kommst wirklich nicht voran.
Ich bin jetzt bei 2020, 2019.
Also, das ist gut gereift, sag ich mal. Wie so ein guter Wein.
Phil
Ja, mach mal nicht weiter, wie gesagt, sonst crash dir der Browser weg. Das ist wirklich so.
Es sind so viele Daten, die können so ein Browser dann irgendwann nicht mehr
verarbeiten. Und Google vermutlich auch nicht.
Andy
20, 17 wenig.
Phil
Oh, oh, oh. Nicht anklicken, nicht anklicken, dann implodiert die Welt.
Don't touch it, don't touch it.
Andy
Please. Oh, hier steht sogar schon Lars Dolkemeier noch mit drin. Ui, ui, ui, ui.
Phil
Ja, ja, ja. Das waren Zeiten, ey.
Andy
Oh, those were the days.
Phil
Oh, Mann, oh, Mann. Ja, auf dem Konzeptzettel, der ist ja auch ehnländisch lang.
Also da stehen sehr, sehr, sehr, sehr viele Dinge drauf und wir scrollen selten so tief runter.
Andy
Stimmt, da sind unsere Top-5-Listen, da sind unsere Prognosen auf Doom.
Phil
Ich habe jetzt einfach mal auf Drucken geklickt und das wären zwölf Seiten unser
Konzeptsettel sind zwölf DIN-A4-Seiten und tatsächlich nutzen,
ich scroll nochmal hoch nutzen du die ersten zwei.
Andy
Und der Rest ist irgendwie so datenwürdig wie damals diese Werbung damals der
Mensch nutzt nur 10% seines Gehirns nutzen sie jetzt mehr und kaufen sie ein
Buch von Scientology und alles klar oh wei,
Ja, was haben wir denn hier für Filme und so weiter? Wollen wir es nicht mal sagen jetzt?
Phil
Achso, ja, natürlich. Scheiße, scheiße.
Genau, ich bin nicht multitaskingfähig. Jetzt muss ich auch hochscrollen, diese zwölf Seiten.
Also, ich möchte noch einen ganz kurzen Nachklapp geben zur letzten Sendung,
wo Michael über Michael gesprochen hat.
Dann habe ich Good Luck, Have Fun, Don't Die gesehen. Und ich bringe einen Film
von 1984 mit, der sehr beängstigend ist und sich Threads nennt.
Andy
Ach, Mensch, wie das Social Network von Facebook. Top.
Ja, ich bringe zwei Filme mit, deutsche Produktionen, also ich und Filme.
Ich habe tatsächlich mal zwei Filme gesehen.
Einer davon ein Fernsehfilm, das wäre Olivia. Ja, ein Kinofilm,
und zwar Stromberg, wieder alles wie immer.
Dann habe ich noch Serien geguckt, und zwar möchte ich über die zweite Staffel
von Beef ein bisschen länger reden.
Und über die zweite Staffel von Running Point gibt es eine kleine Speedround.
Phil
Soso, hast du einen Mitteilungsdruck in dir?
Andy
Doch, ja, ein bisschen schon.
Phil
Muss ich sagen. Ja, dann komm, komm, komm, komm, lass raus.
Andy
Ja, also dann fangen wir mal mit dem an, den ich wirklich, wie der Erwarten,
sehr, sehr gut fand. Und zwar ist das Olivia.
Olivia, der Name sagt schon, es ist quasi eine Verfilmung der Autobiografie
von der Drag Queen Olivia Jones.
Phil
Oh!
Alter, ja, ich bin da drüber gestolpert. Ich habe auf Insta die Werbung gesehen
und dann so, ja, hallo, ich komme aus Springe und meine Mutter wohnt ja in Springe.
Ich dachte so, ach, das ist ja interessant.
Jetzt bleibst du mal irgendwie an dem Clip dran, was ich sonst nie mache bei Insta.
Und dann habe ich da tatsächlich auch die Werbung für Olivia gesehen.
Oh, jetzt hast du mich, weil das sah tatsächlich ganz interessant aus.
Andy
Ja, cool, weil ich wollte den eigentlich so gar nicht gucken,
hatte den gar nicht auf dem Schirm, aber meine werte,
geschätzte Gattin wollte den gucken und dann gibt man natürlich auch gerne mal
nach und sagt, ja komm, dann klick mal drauf, gucken wir mal Olivia und der
entpuppte sich als wirklich guter Film.
Am Anfang hatte ich so das Gefühl, der macht diese ganze Geschichte ziemlich
schnell. Also es geht um Olivia Jones.
Das Leben wird gezeigt von Oliver, wie er damals noch hieß, als kleiner Steppke
von vielleicht acht Jahren, wie er eine Tracht prügelt nicht,
aber böse Blicke von seiner Mutter kriegt, weil er ihre Klamotten angezogen hat.
Also schon von frühester Kindheit an einen Hang dazu hatte, sich Frauenklamotten
anzuziehen, sich zu schminken, sich zu stylen.
Dann auch angefangen hatte, sich seine eigenen Kleidchen zu machen.
Also war auch sehr näher begeistert und wollte dann irgendwann natürlich auf die große Bühne.
Er hat gemerkt, hier, ich bin fürs Entertainment und ich habe Trans-Travestie-Künstler
gesehen, Mary und Gordy, die damals ja noch sehr bekannt waren oder auch Lilo Wanders,
die damals in den Medien gewesen ist und da wollte er auch hin und ist dann
tatsächlich seinen Weg gegangen.
Er hat sich mit seiner Mutter, gespielt von Annette Frier, irgendwann entzweit
und hat gesagt, ich muss hier raus aus diesem miefigen Springe,
liebe Grüße nach Springe und ist dann nach St.
Pauli gezogen und hat da dann versucht sein Glück zu machen als Travestie-Künstler,
der quasi in Frauenklamotten irgendwelche Lieder nachsingt und mit großer Geste dann intoniert.
Und ich hatte da jetzt kein großes Interesse dran.
Das Wirken und Schaffen von Olivia Jones kriegt man natürlich immer so ein bisschen mit.
Aber dass ich ja jetzt gesagt hätte, Mensch, jetzt muss ich mir unbedingt die
Biografie angucken, so war das eigentlich nicht. Aber ich muss sagen,
der Film hat mich überzeugt.
Am Anfang hätte ich gedacht, der hechelt da so ein bisschen durch,
alles so sehr gedrungen, also sehr, sehr schnell zusammen.
Du bist da schnell im Thema, weißt schnell, worum es geht und geht eigentlich
damit los, dass du Olivia Jones in der Jetzt-Zeit siehst. Die echte?
Phil
Also hat da Olivia Jones selber mitgemacht?
Andy
Nee, auch nicht. Sondern tatsächlich dann den, der sie spielt in der Jetzt-Zeit.
Und dann geht es mit einem Flashback zurück in ihre Kindheit.
Und da siehst du dann ein kleines Kind, dann als 14-Jähriger und als 18-Jähriger
dann nach Hamburg gegangen. Pipapo.
Das wird eigentlich relativ schnell abgehandelt, fand ich.
Ich muss aber sagen, der Film hatte echt fünf Stellen, wo ich wirklich einen
dicken Kloß im Hals hatte.
Also weil mich entweder die schauspielerische Darstellung so begeistert hat,
weil der Hauptdarsteller ist wirklich gut, mir sagte der Name nichts,
aber der hat das wirklich gut rübergebracht.
Und zum anderen konnte man sich wirklich gut durch die Szenen, die gezeigt wurden,
wirklich gut hineinversetzen, was es für einen Menschen, der homosexuell ist
und einen Hang zur Travestie hat und zum Dragqueen sein hat,
in den Ende der 80er Jahre groß zu werden.
Und damals war noch nicht alles so super tolerant, wie es heute ja manchmal
leider immer noch nicht ist, aber es hat sich ja doch viel geändert.
Und das kriegst du hier wirklich sehr, sehr gut mit. Also auch sein Gefühlsleben
wird hier sehr offen gezeigt, dass ich dann dachte, hau, hau,
hätte nicht gedacht, dass der Film mich jetzt so mitnimmt.
Du merkst immer noch, dass es ein Fernsehfilm ist, also jetzt cineastisch von
der Kameraführung vielleicht nicht so, das ist ein super Meisterwerk,
aber der Film schafft es dann doch tatsächlich in vielen Szenen mit wenig kurzen
Einstellungen eine Stimmung zu generieren, dass du dann denkst, oh ja, beispielsweise,
er wurde ja quasi von seiner Mutter verstoßen und als er dann nach Hamburg gegangen
ist, war das Verhältnis sehr abgekühlt, er hat sich immer nur am Telefon gemeldet und irgendwann,
als er dann auch schon im Fernsehen gewesen ist und dann irgendwann vor einem
Eurovision Song Contest,
sagte er dann auch das Wort zum Sonntag an.
Das war so quasi mehr oder weniger das Finale des Films, so der Punkt,
wo er es dann wirklich geschafft hatte.
Und da hat sich dann seine Mutter tatsächlich mal überwunden und ist dann nach St. Pauli gekommen.
Und das wird dann gezeigt, du siehst in Sekundenbruchteilen so Einstellungen,
was weiß ich hier, Silbersackgasse und die Ritze, Rotlichtviertel.
Und dann im Gegenschnitt siehst du sie dann, wie sie da so sehr skeptisch da
so zaghaft über die Reeperbahn geht.
Und dann denkst du dir, allein mit so einer kleinen Einstellung wird irgendwie
so viel rübergebracht, sodass sie sich jetzt überwindet und zu ihrem Sohn nach
Hamburg fährt, um sich das da wirklich alles mal anzugucken.
Also ich muss sagen, hat mir sehr, sehr gut gefallen und ist kostenlos in der
ZDF Mediathek verfügbar.
Phil
Es gibt häufig auch so diesen Moment, wir kommen da ja vielleicht,
oder Micha hat es ja letztes Mal schon zu Michael erzählt, wo man so sagt,
okay, hat es diesen Film wirklich gebraucht?
Was bringt dieser Film oder dieses Werk dann dem Künstler oder der Künstlerin
jetzt in irgendeiner Form etwas?
Aber ich höre so raus, bei Olivia Jones oder jetzt diesem Film,
Olivia, ist das zumindest gut aufgegangen. Ja, okay.
Andy
Also es ist jetzt nicht so, dass man jetzt denkt, oh, das ist jetzt wie,
was weiß ich ja, Milk damals mit Champagne, der dafür, glaube ich,
auch einen Oscar gekriegt hat.
So irgendwie so ein Symbol für Homosexualität und Akzeptanz,
sondern mir ist es eigentlich eher so dieses, Alter, was hat Olivia Jones alles
mitgemacht, um jetzt da zu sein, wo sie ist?
Ich glaube, irgendwann hatte sie dann vier Clubs auf der Reeperbahn mit über
100 Mitarbeitern und hat eben okay.
Irgendwie im piefigen Springe angefangen und ist da vom Dorfproll verdroschen
und angespuckt worden, weil er homosexuell ist.
Also, war schon beachtlich.
Phil
Weißt du, woher kommt der Plot?
Also war da im Hintergrund dann doch Olivia Jones mit dabei und hat da irgendwo beraten?
Andy
Das basiert auf ihrer Autobiografie, die sie schon geschrieben hat.
Phil
Ah.
Andy
Aber wie weit sie jetzt da dann auch an den Dreharbeiten beteiligt gewesen ist,
das weiß ich nicht, aber sie kommt nicht drin vor.
Ich glaube, kann sein, dass im Abspann, doch im Abspann wird, glaube ich, ihre Mutter,
gezeigt und sie dann auch nochmal in echt, aber so als Cameo irgendwie in der
Jetzt-Zeit ist sie nicht dabei, sondern das wird dann alles durch den wirklich
hervorragenden Schauspieler, ich muss echt mal gucken, wie er heißt.
Jetzt such mal einen Film.
Phil
Johannes Hegemann.
Andy
Genau, richtig.
Phil
Johannes Hegemann.
Andy
Hat der was zu tun mit Helene Hegemann, kann das sein?
Man weiß es nicht.
Künstlerfamilie. Also auf alle Fälle sehr sehenswert.
Phil
Okay, nehme ich mit. Packe ich auf meinen kurzen Stapel?
Nein, also wie gesagt, hat ein latentes Interesse bei mir geweckt.
Und irgendwie, also ich habe jetzt da keine Ablehnung irgendwie Olivia Jones gegenüber.
Aber tatsächlich, ganz im Gegenteil, es interessiert mich schon irgendwie tatsächlich.
Weil das ist ja auch so eine Ikone halt in Hamburg.
Und das finde ich immer sehr interessant, gerade wenn es so schillernde Figuren
sind, die werden ja nicht out of the sun schillernd und berühmt und so wie sie sind.
Und das finde ich ganz unabhängig jetzt von irgendwelchen Travestie-Ausrichtungen
oder so etwas, finde ich immer sehr interessant,
wie aus so einem dörflichen Menschen dann so eine schillernde Figur werden kann,
die jetzt in diesem Fall in Hamburg auf dem Kiez wirklich Land auf,
Land ab bekannt ist, aber dann natürlich auch so in den Fernsehsendungen ist und sowas.
Ja, vom Tellerwäscher zum Millionär hätte ich fast gesagt. Das ist schon fast
inspirierend, sich sowas anzupassen.
Andy
Also ich habe eigentlich auch so nicht den Hang zu Travestie-Shows oder so.
Da denke ich mir, ja, wer da Spaß dran hat, macht das gerne.
Phil
Ja, voll.
Andy
Ich finde das jetzt nicht so reizvoll. Wobei das natürlich dann schon mal irgendwie
schön ist, so eine richtig schöne Travestie-Nummer, so mit Glamour.
Und wenn sich einer so richtig in die Musik reinschmeißt und so weiter.
Aber dass der Film es wirklich geschafft hat, dass ich da fünfmal kurz vorm Heulen gewesen bin.
Wo ich dann denke, ey, das geht um Olivia Jones.
Aber irgendwie war es wirklich so dieses Zusammenspiel zwischen guter darstellerischer
Leistung und guten Drehbuch, Kameraarbeit.
Also nicht unbedingt die Einstellung, sondern einfach so dieses,
was wie zusammengeschnitten wurde. Das hat für 90 Minuten wirklich mich gut unterhalten.
Phil
Okay. Okay. Okay. Ja, vielen Dank.
Ich habe gerade jetzt so ein bisschen überlegt, wie ich jetzt,
also welchen Film ich jetzt nehme.
Wir müssen jetzt nach der großen Euphorie bei jetzt durch das tiefe Tal,
aber tatsächlich müssen wir dringend über Threads sprechen.
Der ist mir vor einigen Wochen mal so durch die Timeline gerutscht.
Es ist ein Film der BBC aus dem Jahre 1984,
der ja so pseudodokumentarisch, aber auch so leicht dramaturgisch aufbereitet,
halt einen nuklearen Angriff auf Großbritannien zeigt und die Folgen eines Atomkriegs im Allgemeinen.
Und der Film wurde dann da besonders hervorgehoben, weil der in seinen Auswirkungen,
in seiner Darstellung so drastisch und so real sei.
Und ich habe gedacht, das klingt interessant.
Und habe den dann gesucht und natürlich findest du den nirgendwo,
außer, und das hat mich ja richtig verwundert, den findest du im Internetarchive.
Es gibt ja hier unter archive.org das große Internetarchiv, wo man ja auch Webseiten,
Snapshots sozusagen sehen kann und sich angucken kann, wie Google,
keine Ahnung, 2004 aussah.
Da werden auch Spiele wegarchiviert und so etwas und eben auch Filme.
Und ich habe tatsächlich Threads im Internetarchiv gefunden.
In einem unfassbar krassen britischen Akzent.
Ja, das spielt halt in Großbritannien. Ich habe dann irgendwo noch bei Open
Subs mir noch die Untertitel ausgesucht, weil tatsächlich du verstehst diesen
Film, glaube ich, echt nicht als Non-Native-Speaker,
wenn du mit diesem krassen Britisch dieses kleinen Örtchen Sheffield konfrontiert wirst.
Und du siehst in der ersten Stunde so schwelend so ein Konflikt zwischen der UDSSR und den USA.
Denn die Sowjetunion, die in diesem Film läuft oder überfällt den Iran.
Interessante Parallelen zu heute und die USA finden das nicht so cool,
auch ein interessanter Flex irgendwie und so schaukelt sich da so halt die Eskalation
immer auf und wir sehen da ein junges Paar,
was dann sich findet und liebt und dann in Häuser einzieht und du siehst ja
eigentlich so ein bisschen in der ersten Hälfte des Films so wie sie in Sheffield
leben, immer wieder gibt es so.
Texttafeln, so keine Ahnung, so und so viele tausend Menschen wohnen hier oder
so und so viel des Bruttosozialproduktes werden hier in Sheffield gemacht,
um einfach zu zeigen, wow, hier sind viele Menschen.
Und dann siehst du die halt ganz normal im Pub und so. Und immer wieder hast
du so ganz leise im Hintergrund so die Eskalation,
dass du hörst, ja, die USA haben jetzt irgendwie die Sowjetunion angegriffen
oder da haben Ultimatum und das Ultimatum lief aus.
Und das ist so ganz nebenbei, die Menschen leben ganz normal und du siehst dann aber auch,
wie so im Hintergrund die Stadt anfängt schon mal irgendwie Notreserven aufzubauen
und so long story short in der Mitte des Films kommt zum Atomschlag und Sheffield wird getroffen,
ziemlich stark und du siehst dann halt, wie die Menschen.
Verbrennen, du siehst wie die Menschen dann unter der Strahlen Krankheit leiden,
wie auf einmal Und das ist so ein bisschen der Aufhänger des Titels auch,
wie diese feinen Fäden der Gesellschaft auf einmal in so einer Extremsituation
dann einfach in sich zusammenbrechen, sich auflösen.
Und alle sind nur noch Überlebensmodus und jegliche gesellschaftliche Normen
und Konventionen sind auf einmal aufgebrochen, weil tatsächlich das gesamte
Leben auf den Kopf gestellt wurde.
Und dann siehst du eben wieder dieses junge Paar oder insbesondere die junge
Frau, wie sie dann durch dieses zerstörte Sheffield läuft, versucht irgendwie an Essen ranzukommen.
Auch eher schwierig, weil ja alles verstrahlt ist, dabei wirklich verletzte Menschen sieht und so.
Und man merkt es ja schon irgendwie an der Erzählung. Er hat ein intensiver Film.
Andy
Ein Feel-Good-Movie, würde ich sagen.
Phil
Ja, es ist wirklich so. ja, das werde ich wahrscheinlich mein Leben lang hier
nicht mehr loswerden mit dem You Good Movie.
Andy
Precious.
Phil
Oh ja, und jeder weiß, was ich meine. Ja, aber,
Ich finde irgendwie, es ist natürlich auch jetzt heute irgendwie ein sehr,
sehr wichtiger Film, weil ja, also natürlich hat dann da so flankierend der
Iran-Konflikt jetzt heutzutage da mit reingespielt und dann liest du im Plot, ja,
da geht es eben auch darum, dass ein Land den Iran angegriffen hat und du denkst,
ach Mensch, das kenne ich, diese Story.
Und dieser Film Threats oder wie er in Deutsch heißt Tag Null,
zeigt dann halt, wie sich so eine Eskalation ganz langsam aufschaukelt und das
tatsächlich so in interessanter Weise, und auch das ist ja irgendwie realistisch,
da ist nicht die Bevölkerung von Tag 1 komplett aufgescheucht und in Sorge,
ja, lass doch da die USA und die UdSSR,
lass die doch da ein bisschen kabbeln, so nach dem Motto.
Also das passiert so beiläufig im Radio oder es ist ein Newsbeitrag im Fernsehen abends.
So, ganz normal. Und du merkst gar nicht als Bürger und auch als Zuschauer in
diesem Film, merkst du gar nicht, wie krass es da britzelt und wie stark es da britzelt.
Und irgendwann ist dieser Kipppunkt da und du merkst einfach,
fuck, jetzt ist es eigentlich zu spät. Jetzt ist irgendwie alles kacke.
Auch noch vor dem Atomschlag, weil du einfach merkst, okay, da sind die Fronten
jetzt so verhärtet, das kann jetzt nur zur weiteren Eskalation führen und,
Selbst da würdest du als normaler Bürger jetzt auch nicht so sagen,
ja, das geht jetzt weiter bis zum Atomschlag.
Und der Film erzählt es halt weiter, weil irgendwann kabbeln sich zwei Nationen
und irgendwann drückt wer auf den roten Knopf.
Und das ist erschreckend realistisch, erschreckend realistisch,
auch mit diesen wirklich leider verletzten Menschen und der Strahlenkrankheit,
alles sehr, sehr realistisch gemacht.
Ja, wenn man sich diesen Film antun möchte mit diesem Plot, sollte man das auf
jeden Fall tun. Eine weirde Empfehlung, aber ich meine es ernst.
Andy
Ja, klingt so ein bisschen wie, wenn der Wind weht damals.
Ist auch aus Anfang der 80er, ich glaube von 1982, ein Animationsfilm,
der auch mit diesem Thema spielt,
dass ein älteres Ehepaar in England während der Zeit des Kalten Krieges so seinem
Alltag nachgeht und im Radio, während sie Kartoffeln schält,
kommen dann immer die Nachrichten, ja, die Sowjetunion wird jetzt immer böser
und neue Konflikte, lalala.
Und irgendwann kommt dann auch da der Atomschlag.
Ja, noch so ein Feelgood-Movie. Scheint ja in dem Film jetzt auch so zu sein,
dass das alles erst so ein bisschen belanglos über die Nachrichten läuft,
bis dann irgendwann der große Moment da ist, vor dem sie alle mal Angst haben.
Phil
Und dann zeigt dieser Film auch wiederum sehr gut, also natürlich, die Städte,
bekommen natürlich davon mit, sie kriegen natürlich Informationen von den Sicherheitskräften
und so etwas Und dann bereiten sie den Notfall und den Katastrophenfall vor
und versuchen das alles zu organisieren und holen ihre tollen Bücher und Pläne
aus den tiefen und tiefen Hierarchive raus und sitzen zusammen und planen und machen.
Und dann kommt diese fucking Bombe und nichts tritt so ein, wie du es geplant
hast, was auch irgendwie komplett realistisch ist und auch nicht schön geredet, weil ja,
du kannst auch so viel planen, so eine Atombombe, wenn es wirklich knallt, dann, dann, dann, dann.
Steht die Welt Kopf, dann bringt dir der tollste Plan nichts mehr.
Dann ist nur noch Improvisation und Überleben angesagt.
Und das zeigt dieser Film halt auch sehr imposant, dass jeglicher Stab und jegliche
Planung im wahrsten Sinne des Wortes über einem zusammenbrechen kann, if you know what I mean.
Also um das zu erzählen, tatsächlich sitzen die und dann bringt ja nichts.
Die sitzen im Bunker und auf einmal ist dieser Bunker in sich zusammengebrochen.
Dann bringt der tollste Stab auch nichts mehr.
Und das kannst du auch nicht planen.
Andy
Das stimmt.
Phil
Ah, bitter, aber wirklich irgendwie auf seine Weise ein sehenswerter Film und
ein Film, den ich aus guten Gründen, glaube ich, lange nicht vergessen werde.
Ja, wer sich das anschauen möchte, im Internet Archive gibt es den Film kostenlos
zum Runterladen oder Streamen.
So, jetzt rette uns, lieber Andi.
Andy
Wie wäre es mit einer schönen knackigen Spround?
Phil
Oh ja, warte, warte, warte, da war ich nicht drauf vorbeit. Hier, da.
Andy
Speed Round. Yes!
Phil
Yes, da ist er.
Andy
Jawohl!
Phil
So, jetzt brauchen wir die Ente noch. Aber das wird natürlich jetzt ein bisschen schwierig.
Warte mal, ich versuche das nochmal. Letztes Mal habe ich, als ich das hier
gemacht habe, mich ja selber vor dem Timer hier erschrocken.
Ich habe jetzt hier einen Google-Timer. Gebe jetzt eine Minute ein und ich bin
ganz gespannt, was du jetzt Speed Rounden möchtest.
Drei, zwei, eins, go!
Andy
Ich speedrounde die zweite Staffel von Running Point. Über die erste Staffel
habe ich auch schon mal gesprochen.
Das ist eine Serie mit Kate Hudson in der Hauptrolle, die über die Geschicke
eines imaginären Basketball-Profi-Basketball-Teams entscheiden darf.
Sie ist nämlich die Managerin.
Und das Ganze ist so ein bisschen in die Richtung von Ted Lasso.
Vielleicht nicht ganz mit so viel Herz geschrieben wie Ted Lasso,
Aber doch eine Serie, die mich auch in der zweiten Staffel wieder relativ gut unterhalten hat.
Begeistert würde ich jetzt nicht sagen, aber gut unterhalten.
Es sind jeweils immer so ungefähr 30 Minuten jede Folge, in der so dieses ein
oder andere Problem auftaucht und immer viele Lacher dabei,
ein paar smarte Sprüche auch dabei und alles in allem ein guter Zeitvertreib
für, wenn man gerade mal eine halbe Stunde auf dem Bus warten muss oder so.
Phil
Also tatsächlich.
Andy
So, fünf Minuten habe ich noch liebe Grüße an alle, die mich kennen und ganz
besonders an die schöne Stadt Springe.
Phil
Okay, Warten auf dem Bus, auch eine tolle Serie übrigens.
Andy
Genau.
Phil
Muss ich gerade so daran denken. Und vor allem eine schöne Serie,
nicht wenn man eine halbe Stunde auf dem Bus warten muss. Ich habe mir das gerade
so vorgestellt, so wenn man irgendwie eine halbe Stunde auf dem Bock sitzt.
Ja, so Heimtrainer-mäßig und da dann irgendwie was wegbingen will.
Andy
Das stimmt, für sowas ist das gut. Die ist nicht zu komplex.
Also auch nicht so, dass man sein Gehirn da so großartig anstrengen muss.
Die kann man ganz gut nebenbei wechseln, wecken.
Phil
Okay. Ich, achso, warte mal. Ich habe auch noch eine Speedround.
Drei, zwei, eins, go. Ich will nochmal ganz schnell einen Nachklapp machen zu Michael.
Unser Micha hat ja letztes Mal schon über die Verfilmung von Michael Jackson
erzählt und war nicht besonders begeistert. Und ich auch als großer Michael-Jackson-Fan
konnte es natürlich trotzdem nicht lassen, mir den Film auch mal im Kino anzugucken.
Und das hat einen Grund, weswegen das jetzt alles in der Speedround gelandet
ist, denn ich kann mich ja nur zustimmen,
tatsächlich ist dieser Film irgendwie vom Production Value schon groß und hoch
irgendwie und shiny, aber irgendwo fehlt diesem gesamten Film das Herz,
irgendwo so auch die Liebe und es wird Michael Jackson als Figur überhaupt nicht gerecht.
Seit langem habe ich einen Film gesehen und habe gedacht, das Format Film ist dafür falsch.
Ich wünsche mir Michael als eine große Serie, angelegt irgendwie auf fünf oder
sechs oder zehn Episoden, das wird irgendwie dem Leben gerecht und ist nicht
so ein krasses Gehetze wie in diesem Film.
Das war wirklich sehr enttäuschend.
Andy
Na guck, just in time.
Phil
Ich möchte noch nachschicken, Jaffa Jackson hat für seine Rolle als Michael
Jackson mindestens eine Oscar-Nominierung verdient.
Der hat das sehr, sehr, sehr, sehr gut gemacht. Sehr, sehr, sehr, sehr gut.
Andy
Ich habe mich nur gewundert, dass wir uns jetzt irgendwie alle wieder so einig
sind, dass diese ganzen Vorwürfe, wegen denen er damals gecancelt wurde,
jetzt irgendwie so vom Tisch sind.
Weil, weiß ich nicht. Fand ich komisch.
Phil
Ja, tatsächlich. Also es ist an dem Tag, wo ich da ins Kino gegangen bin,
habe ich auch eine Nachbarin unten beim Keller aufräumen getroffen.
Und der habe ich auch so erzählt, ja, ich gehe mir Michael angucken.
Und die dann auch so, ja, nee, also scheint ja ein guter Film zu sein,
aber nee, boykottiere ich. Also genau das, was du jetzt sagst, Andi.
Es gab Gründe, dieser Mensch hat auch eine ganz andere Seite.
Der hat Gründe irgendwo, dass wir den so auch ein bisschen weggecancelt haben.
Und jetzt wird er hier so glorifiziert. Nein, ich gucke mir diesen Film einfach nicht an.
Und ich stand da und habe gesagt.
Andy
Verstehe ich, mache ich trotzdem. Genau so Michael das Musical in Hamburg,
wo ich dann denke, hey, es ist zwar nichts bewiesen, aber es ist auch nichts
einwandfrei widerlegt worden.
Irgendwie haben wir jetzt so gesagt, hier ein Mantel des Vergessens und mit
Michael Jackson kann man doch nochmal ein bisschen Geld verdienen, komm, das geht doch.
Phil
Es ist halt,
Spielverderber. Nein, ist auch richtig. Ich sage den Satz jetzt so,
wer mir vor der Zunge liegt, er macht halt geile Musik.
Und er ist halt eine ganz, ganz interessante Person.
Da bietet der Film auch durchaus Einblicke, wie er sich da durchgesetzt hat.
Aber ja, man kann tatsächlich das eine nicht ohne das andere sehen.
Andy
Ja, das ist dann, dann müssen wir uns auch wieder Filme mit Kevin Spacey angucken.
Phil
Oder Rammstein hören wieder oder sowas.
Andy
Genau. Künstler und Werk von der Privatperson trennen.
Das ist das Problem.
Phil
Ja, bei Jerk ist gerade auch ein ganz schwieriges Thema geworden.
Andy
Richtig, richtig. Da muss so jeder seinen eigenen Mittelweg finden.
Phil
Ja, also da gibt es auch kein richtig oder falsch.
Und die Argumente sind ja indiskutabel.
Also man kann da irgendwo nicht Michael Jackson irgendwie so ins positive Rampenlicht
stellen, einfach sagen, dass er da nicht irgendwo,
interessante Verhältnisse zu Kindern hatte, um das mal so auszudrücken.
Andy
Aber ich sehe es so wie du. Wenn, dann könnte ich es mir wahrscheinlich auch
wirklich eher so als Serie vorstellen,
die dann vielleicht auch zwar eine durchgehende Story hat, aber in was weiß
ich, das ist eine sechsteilige Miniserie sein, die in jeder Folge den Schwerpunkt
auf irgendwas anderes legt.
Sei es jetzt darauf, wie er Lieder komponiert und dann eine Folge,
wo es dann vor allem darum geht, was weiß ich, hier irgendwie eine Tanzchoreografie
ganz besonders hinzukriegen,
You know what I mean.
Phil
Ja, wäre ein Ding oder ich habe da recht plump gedacht und einfach gedacht,
naja, also keine Ahnung, jedes Jahrzehnt oder vielleicht auch nur alle fünf
Jahre oder jedes Album ganz genau,
weil dieser Film geht knapp zwei Stunden und einiges davon sind ja auch Musik-Performances,
die auch wie gesagt wirklich sehr, sehr toll interpretiert wurden von Jafar Jackson und so.
Aber es ist trotz alledem meine unfassbare Hetze durch das Leben.
Ich meine, der Film startet, lass mich kurz schauen, 1966 und endet ja irgendwann so 1988.
Also der presst 20 Jahre irgendwo in zwei Stunden und das passt nicht.
Vor allen Dingen, weil wir auch nochmal, dann hat Michael ja auch erwähnt.
Man bekommt es aber mit, 1988, da endet ja die Karriere von Michael Jackson eigentlich noch nicht.
So, da geht es ja noch ein bisschen weiter und auch das fehlt in diesem Film einfach,
ganz unabhängig jetzt wie gesagt, dieser Privatperson Michael Jackson,
aber wir haben da noch ein paar Alben vor uns und wir haben da tatsächlich noch
ein bisschen Skandalchen und spannende Momente von Michael Jackson vor uns und
auch das erzählt dieser Film einfach nicht.
Ich bin da wirklich trotz großer Vorfreude, das trifft es eigentlich eher und
viel Toleranz sozusagen für alle Seiteneffekte, da bin ich da reingegangen.
Ich bin trotzdem enttäuscht rausgegangen aus diesem Film. Schade.
Andy
Ich hätte auch noch eine Speed Round.
Phil
Oh, noch eine?
Andy
Ja.
Phil
Ach, da ist ja noch eine. Du hast recht. Entschuldigung.
Andy
Da ist ja noch eine. Auf unserem schönen Konzeptzettel.
Phil
Auf diesem tollen Konzeptzettel. Oh mein Gott. Und ich habe den Counter schon
wieder geschlossen. Warte, ich mache ihn für dich extra nochmal an.
Ich muss nochmal neu timern.
So, dann geht es los. Drei, zwei, eins, go.
Andy
Ich habe gesehen Stromberg. Wieder alles wie immer.
Und meine geschätzte Kollegin Daniela, liebe Grüße an dieser Stelle,
hat gesagt, oh, Andi, mach das nicht. Ich war dafür im Kino,
es war der schlimmste Film, den ich jemals gesehen habe.
Und ich muss sagen, sie hat recht. Der Film ist richtig, richtig, richtig schlimm.
Das Problem ist, man kennt ja Stromberg, die Serie, das war ja so eine sogenannte Mockumentary.
Das war ja so aufgetan, als wäre es eine Dokumentation vom Arbeitsalltag in diesem Büro.
Das Ganze wurde aber ja irgendwie wirklich nur so als Dokumentation gemacht.
Und in dem Film jetzt wird so getan, als wenn die damals Dokumentierten 20 Jahre
später, als Medienstars wieder zusammenkommen.
Das heißt also, man geht irgendwie einen Schritt zurück, kriegt eine neue Perspektive
auf diese Person und das bekommt dem Film absolut nicht.
Das ist ein riesiger Berg Probleme, der gewälzt wird und hat mit dem Stromberg
von damals nichts zu tun.
Dann guckt lieber die alten Serien noch ein drittes oder viertes Mal.
Phil
Du hast auch einen Timer nebenbei laufen lassen. Das war schon wieder so eine Punktlandung von dir.
Ja, du, ich entziehe mich jeglichen Kommentars, weil ich bin der falsche Empfänger dafür.
Ich könnte jetzt ganz viel sagen, so im Sinne von told you so oder das habe
ich schon mal im ersten Film gespürt, dass das alles nicht aufgeht.
Aber das, glaube ich, würde jetzt im ersten Film auch, glaube ich, nicht so ganz gut tun.
Ja, aber ich habe auch nur Schlechtes gehört. Genau dieses Selbstreferenzielle,
dass man das abfeiert und abkultet und dass das irgendwo gar nicht funktionieren würde.
Andy
Ja, ganz traurig.
Traurig, traurig, traurig.
Phil
Mehr gibt es doch zu nichts zu sagen, oder? Von deiner Seite mache ich jetzt.
Andy
Nee, wirklich. Das wird nur ein Problemfilm, wo jeder so sein Problem hat.
Die eine Ehe geht in die Brüche.
Einer merkt, dass er keine Freunde hat. Einer merkt, dass alles immer noch so scheiße ist wie immer.
Und dabei sollst du dann gute Laune haben. Aber das klappt nicht.
Phil
Wie unerwartet. Also jetzt mal tatsächlich abseits dieses Metathemas,
dass einfach der gesamte Plot nicht funktioniert.
Ist es denn in sich dann trotzdem lustig in deiner Sichtweise?
Ist Stromberg weiterhin, hat er seine coolen Lines da drauf und so?
Andy
Nee, auch nicht. Das Problem ist, das ist wahrscheinlich genau wie damals bei
das Kanu des Manitou, so dieses dürfen wir uns jetzt eigentlich noch Indianer
nennen oder sagt man das heutzutage nicht mehr?
Und hier hast du es dann jetzt auch immer was weiß ich, Stromberg sagt dann,
ja, früher hat man den ja Neger genannt.
Äh, nee, sag ich natürlich nicht, sag ich natürlich nicht. Und das ist ja wirklich
alle zwei Minuten, sondern früher hat man gesagt, die hat richtig dicke Huppen.
Ne, sag ich natürlich nicht, sag ich natürlich nicht. Wo ich dann denke,
Alter, es ist so, ne, ganz schlimm.
Phil
Okay.
Andy
Es ist nicht witzig. Nicht witzig. Es ist gar nicht witzig. Es ist echt ein
Problemfilm. Es ist ein Drama geworden.
Phil
Oh Gott.
Andy
Ich war einer von den Stromberg Ultras. Südkurve habe ich damals gesessen. Und jetzt sowas.
Phil
Oh mein Gott.
Andy
Vergiss es.
Phil
Klassenabstieg.
Andy
Ich wollte noch mal gucken, ob da überhaupt der Ralf Hussmann noch dran irgendwie Anteil hatte.
Ich glaube nämlich nicht, weil das hätte ich dem nicht zugetraut,
dass der, der würde sich, hätte nur gesagt, nur über meine Leiche,
wenn ihr sowas drehen wollt.
Das geht ganz an dem vorbei, was er gemacht hat.
Phil
Find mal raus, ob das so ist, kannst du ja gleich noch nachreichen.
Ich erzähle dir mal was über Good Luck, Have Fun.
Andy
Ja, Ralf Hussmann, oh Gott.
Alles klar.
Phil
Jetzt hast du dich weit aus dem Fenster gelehnt. Das würde Ralf Fußmann nie mitmachen.
Andy
Ich habe mich nicht aus dem Fenster gelehnt. Ich bin jetzt nur persönlich sehr
von Ralf enttäuscht, dass er sich für sowas hergibt.
Für so eine problemgeladene Story.
Phil
Musst du ihm das nächste Mal dann halt am Stammtisch sagen, wenn du nächste Woche wieder triffst.
Andy
Ralle, alte Hunde.
Phil
So geht das nicht. Das nächste Bier musst du mir mal ausgeben.
Das hast du nicht so gut gemacht.
Andy
Vor allem Bier. Phil, du kennst dich.
Phil
Die nächste Rhabarberschorle.
Andy
Genau.
Ingwer-Limette.
Phil
Das Schlimme an der Sache ist, ich trinke ja sowas auch ganz gern.
Also wenn du so bunte Mischungen, sind ja eigentlich ganz cool.
Also so normale Orangensaftschorle ist ja schon langweilig geworden.
Und dann hast du da irgendwie tatsächlich so Gurke-Avocado oder sowas.
Und ich denke so, hey, das klingt interessant. Das trinkst du jetzt einfach mal.
Andy
Genau. Ich hatte letztens Fritz-Limo-Ingwer-Limette. Ich dachte,
alter, schmeckt die gut.
Phil
Ja, ne?
Andy
Da muss ich nur mal gucken, was denn da so an Zucker und so weiter drin ist.
Aber das könnte so das Getränk des Sommers werden.
Phil
Ja, fang nicht an. Ich habe jetzt hier, ich glaube, in der ersten Viertelstunde
eine Fruchtinade getrunken. Orange Maracuja.
Andy
Fruchtinade?
Phil
Ist das wirklich so? Fruchtinade.
Andy
Fruchtinade.
Phil
Ja, guck mal. Fruchtgehalt 11 Prozent. Das ist mehr als so manche andere.
Andy
Das klingt noch so ein bisschen nach DDR, weißt du?
Phil
Ja, das ist natürlich.
Andy
Frucht die Nade.
Phil
Ist auch Spreequell.
Andy
Also siehst du, kiekst du hier wahr? Spreequell.
Phil
Spreequell Frucht die Nade.
Andy
Oh, schöne Brandenburg hier.
Hat sogar noch weniger Zucker als Fritzlimo.
Phil
Siehste, das wusste ich natürlich und deswegen habe ich da zugegriffen.
Andy
Fünf Kalorien weniger.
Ich überlege nochmal, was der Sommer trinkt wird. Ich halte euch da auf dem Laufenden.
Phil
Okay. Ich habe meine Entscheidung schon getroffen. Das ist Omas Gartenlimonade.
Andy
Omas Gartenlimonade?
Phil
Real Talk.
Andy
Von deiner echten Oma?
Phil
Nein. Es ist tatsächlich, warte mal, es heißt doch Omas Gartenlimonade. Heißt das nicht so?
Andy
Oma mit AR geschrieben. Oma Gartenlimonade. Mit Kebab.
Phil
Nicht Omas Gartenlimonade, aber tatsächlich Gartenlimonade. Einfach nur Garten
minus Limonade. Ohne Omas.
Andy
Liebe Podcast-Hörer, wir reden gerade über Omas Gartenlimonade.
Phil
Das ist wirklich sehr, sehr lecker. Das ist eine sehr, sehr tolle Limonade.
Wenn man die findet, gibt es in der Regel bei Edeka,
Schön ausgeglichen, fruchtig, nicht zu süß, trotz alledem eindeutig Limonadeneinschlag.
Andy
Ach, ist das die, die wir auch immer haben?
Phil
Mag ich echt sehr gerne.
Andy
Wir haben nämlich auch immer so eine Gartenlimonade. Zitronenlimonade.
Ist das die mit diesem grünen Bäumchen als Logo?
Ah, siehste, guck, Bad Brambacher ist das, ne?
Phil
Ich glaube, ja.
Andy
Ja, die haben wir hier auch.
Phil
Richtig lecker. Richtig lecker. Siehste? ohne dass wir uns abgesprochen haben,
haben zwei unabhängige Leute diese Limonade als lecker identifiziert.
Also, liebe Podcast-Hobar.
Andy
Hat aber viel Zucker, ne?
Phil
Pss, pss, pss, pss.
Andy
Nichts im Leben ist umsonst.
Phil
So nämlich. Genau. Das stellt auch Sam Rockwell fest.
Andy
Oh! Überleitung des Todes.
Phil
Das stellt auch Sam.
Andy
Was hat Sam jetzt schon wieder gemacht?
Phil
Sam Rockwell ist die Hauptrolle in dem Film Good Luck, Have Fun,
Don't Die und ist geführt als der Mann aus der Zukunft und besser lässt sich
seine Rolle nicht beschreiben. Er spielt nämlich...
Ein Mann aus der Zukunft, der dann abends in einen Diner stürmt.
Er sieht aus wirklich, also sagen wir es mal, wie so ein Klischee-Obdachloser.
Bisschen dreckig, zerzaust in irgendwelchen wilden Klamotten.
Irgendwelche Kabel hängen an ihm runter und alles wild.
Er geht da rein und sagt, so liebe Leute, ihr seid jetzt diejenigen,
die jetzt die Welt retten können.
Ihr seid mein 171. Aufschlag. Ich habe das hier schon 170 Mal durchgespielt.
Alle 170 Mal ist es gescheitert und jetzt muss es halt irgendwie mal gut gehen
wir sind jetzt in dieser Nacht am Wechsel am Kipppunkt der Weltgeschichte heute
wird die Welt verändert und ihr helft mir, nein nicht ihr helft mir,
sondern wer hilft mir dabei und alle gucken ihn total weird an und so, ja what?
Also ja, nee, ja komm, dich kenne ich Steven, du bist du kannst mir immer helfen
und dann meldet sich da George, nee George, dich nehme ich nicht Du machst immer nur Probleme.
Und er so, was ist das für ein fucking Dude?
Ist er betrunken? Ist er auf Droge? Du hörst von fern die Polizei kommen.
Und dann Sam Rockwell, ja gut, dann war es das offensichtlich dieses Mal auch wieder.
Dann jage ich hier jetzt halt alles in die Luft. Dann holt er so einen Zündstift
raus. Und dann so zwei, drei Leute, nee, hier, also...
Ich schließe mich dir an. Und du sitzt da und denkst so, hä,
hä, hä, was passiert hier gerade?
Und das ist im Grunde auch so ein bisschen der Grundtenor des gesamten Films.
Dieses, hä, was passiert hier gerade? Es ist ein Film,
ich will da gar nicht jetzt mal so hin erzählen, wohin sich das alles entwickelt,
aber tatsächlich Sam Rockwell als runtergerockter Mann aus der Zukunft,
zumindest gibt er vor, das zu sein,
hat dann eine kleine Gruppe von Menschen um sich geschart, mit denen er in dieser
Nacht die Menschheit retten will.
Andy
Ui.
Phil
Und ja, wir als Zuschauer sind genauso klug oder dumm wie die ganzen wenigen
deiner Besucher, die sich ihm anschließen.
Aber du stellst relativ schnell fest, irgendwas ist hier, denn so viel sei erzählt.
Also erstmal ist natürlich die Polizei auf der Suche nach denen allen,
nach denen sie sich dann so im Hinterraum versteckt haben. und dann,
ja, dann lass doch durch die Vordertür. Nee, Vordertür ist nicht gut,
da werden wir erschossen.
Dann lass durch die Hintertür. Nee, Hintertür, da wartet irgendwie,
keine Ahnung, der und der und der hat dann ein Säbel dabei.
Und dann denkst du, woher weiß er das? Ist das alles richtig? Keine Ahnung.
Dann sneaken die sich da durch und hangeln sich von Insel, von Story-Insel zu Story-Insel.
Und das hat alles Vibes von Everything, Everywhere, All at Once.
Ich möchte jetzt bei weitem nicht sagen, dass Good Luck, Have Fun,
Don't Die in exakt der gleichen Liga spielt, aber die Vibes sind auf jeden Fall die gleichen.
Dass du wirklich das anguckst, du hast weirde Situationen, du hast weirde Figuren,
du hast ganz, ganz komische Momente und du denkst einfach nur so,
was passiert hier und wo bewegt sich das hin?
Und du denkst einfach nur, ja, es ist faszinierend, es ist aber auch bekloppt, aber lustig.
Unterhaltsam. Ja. Mehr möchte ich nicht sagen. Ja.
Andy
Okay.
Phil
Gore Verbinski Gore, Gore, Gore, Gore. Gore Verbinski hängt dahinter.
Den war ja zum Beispiel für solche tollen Sachen wie A Cure for Wellness oder
Rango Ken oder auch Pirates of the Caribbean wahrer Regisseur.
Also ganz, ganz unbekannt ist, dürfte er jetzt ja nicht den Leuten sein, aber,
gerade wenn man sich so Rango nochmal bewusst macht, hat man da auch nochmal
eine schöne Parallele zu der Wildheit sozusagen, dieses Films.
Andy
Okay, also Everything, die Dings, das war früher nicht so mein Film.
Du sagst, es geht so ein bisschen in die Richtung. Ist der nur abgedreht oder
wird der dann auch so fantastisch, sag ich mal.
Ich meine sowas hier, Hardcore Henry war auch abgedreht, aber das habe ich gefeiert.
Ja,
nee, ich muss nicht viel sagen, aber gibt es Paralleluniversen, ja oder nein?
Phil
Vielleicht. Okay, gut.
Andy
Also vielleicht doch eher nichts für mich.
Phil
Man weiß es nicht.
Also verortet sich tatsächlich so von seiner Grundidee in der Jetzt-Zeit und
schaut sich die Jetzt-Zeit so an.
Und ich hatte ja eingangs auch so gesagt, der gute Sam Rockwell hat auch so
irgendwie Elektrokabel an sich runterhängt, wenn er diesen Diner entert.
Und so viel sei gesagt, es bezieht sich auf die Jetzt-Zeit und so ein kritisches
Hinterfragen und so ein satirisches Aufzeigen von, in was für einer Welt leben
wir denn heute tatsächlich, jetzt in 2026.
Und lasst uns das jetzt einfach mal sehr radikal weiterdenken und überlegen,
was da so alles passieren kann und dann sind wir da irgendwo so ein bisschen
in dem Bereich, wo die Welt eventuell an einem Kippepunkt steht.
Andy
Ja, okay. Meinst du, ich sollte da doch mal einen Blick drauf werfen?
Phil
Ne, weiß ich nicht. Also probier's mal, aber tatsächlich wir haben es halt auch mit,
Vielleicht.
Andy
Nicht nur realistische, sagen wir mal so.
Phil
Es sind doch fantastische Elemente dazwischen.
Andy
Okay, gut. Alles klar.
Phil
Alles klar. Zack, Film zur Seite geschoben.
Andy
Aber immerhin habe ich gerade durch diese Gedankenverknüpfung in meinem Kortex
mich daran erinnert, dass ich noch eine Serie gesehen habe.
Weil, über Everything All at Once, da hat ja Jamie Lee Curtis mitgespielt.
Und die hat in einer anderen Serie mitgespielt, die ich auch gesehen habe.
Die habe ich jetzt nochmal schnell auf unseren Konzeptzettel gepackt,
auf die mir immer minutiös geplant ist, dass da dann doch noch eine Serie mehr drauf ist.
Phil
Ja, los, dann hau raus. Welche Serie ist denn nachgetragen worden?
Andy
Nachgetragen wurde die Serie, ich glaube, ist von Netflix die Serie Scapetta.
Phil
Das klingt so ein bisschen nach medizinischem Besteck.
Miets exquisite Vorspeisen. So Busketter mit Skalpell oder so.
Andy
Mit Medizin hat es insoweit ein bisschen was zu tun, dass Nicole Kidman die
Hauptdarstellerin ist und die spielt eine Bezirksstaatsanwältin,
ist es nicht, aber auch nicht so eine richtige Pathologin, aber irgendwie so ein Mittelding.
Sie guckt sich immer die Leichen an, geht dann aber auch los ermitteln.
Also sie ist nicht nur die, die sagt, ja, die Leiche ist jetzt schon seit 10
Stunden tot, sondern sie geht dann auch raus und guckt, wer ist denn der Täter.
Und die hat eine Schwester gespielt, wirklich fabulös von Jamie Lee Curtis.
Und die ist ein richtiges Ekelpaket in der Serie, wo ich nochmal gedacht habe,
Alter, die hat in dem Ding jetzt nochmal so eine richtige Glanzrolle.
Also auch sehr überdreht, aber nicht so diese Art überdreht,
wie es dann in Everything Once ist, sondern irgendwie sehr chaotisch.
Also Nicole Kidman ist die Gute in der Familie, die es geschafft hat,
die ihr Medizinstudium gemacht hat, die jetzt Ermittlerin ist und Jamie Lee
Curtis ist halt die andere.
Also das schwarze Schaf der Familie.
Die Frau, die immer mit verschiedenen Männern was hatte, die sich nicht um ihre
Tochter kümmert, sondern die jetzt eher so bei der Tante Nicole Kidman wohnt
und von der mehr oder weniger großgezogen wurde.
Und es dreht sich eigentlich alles darum, dass vor 20 Jahren ein Serienkiller
dort in der Gegend unterwegs war und sie haben damals auch jemanden ins Gefängnis gebracht.
Und jetzt stellt sich raus, vielleicht ist das der Falsche, weil mit der gleichen
Art zu töten ist jetzt ein anderer Mensch unterwegs.
Vielleicht haben wir damals nicht den richtigen Serienkiller erwischt.
Und das war eine sechsteilige, lässt mich nicht lügen, sechsteilige Serie.
Achteilige Serie. Die bei IMDB, ich glaube, sechs von zehn Sternen hat und dem
würde ich mich anschließen.
Also die ist ganz okay, kann man gucken, solide gemacht, hat auch ein paar Überraschungen.
Und wie gesagt, das Spiel von Jamie Lee Curtis ist richtig gut und ein paar
Wendungen sind richtig, richtig, richtig cool.
Phil
Ich finde es ja faszinierend, also da sind so viele Serien da draußen und bei
diesen gesamten Serien nehmen halt auch oder spielen halt auch wirklich namhafte
Schauspieler und Schauspielerinnen mit.
Also hier Nicole Kidman und Jamie Lee Curtis in den Hauptrollen so gesehen.
Und das mal für so eine achtteilige Serie, die mal so hingespittet ist da so
und dann so bei Amazon weggekriegt.
Klingt jetzt ja alles sehr abfällig und so. Natürlich ist das dann auch wahrscheinlich
eine sehr teure Produktion und natürlich rennt da jetzt nicht Nicole Kidman
einfach so durch die Gegend und sagt, ach ja, hier bei der Serie mach ich einfach mal mit,
sondern die wird natürlich dann auch durch Nicole Kidman aufgewertet, auch finanziell.
Aber nichtsdestotrotz, das ist jetzt ja, früher war das so, wo Nicole Kidman
mitspielt, großer Film und krass und jeder neue Auftritt wird da gefeiert und
jetzt hast du diese ganzen Stars in diesen tausenden von Serien gleichmäßig verteilt.
Du bekommst gar nicht mehr mit, wo
in Anführungsstrichen deine Lieblingsschauspielerinnen alles mitspielen.
Andy
Ja, das ist so krass. Also gerade auch bei Nicole Kidman, die man ja eigentlich
wirklich so als die Kinoschauspielerin im Kopf hat. Da gucke ich,
die hat jetzt Scapetta gespielt.
Davor hat sie 16 Folgen in Nine Perfect Strangers gespielt. Dann in 16 Folgen Lioness der Serie.
Dann in der Serie Sirens. Dann hat sie auch in der Serie Expats mitgespielt.
Und zum Film Australia gab es auch eine Miniserie.
2023, da hat sie auch mitgespielt. Also die hat momentan in der letzten Zeit
quasi fast mehr Serien gemacht als Filme.
Phil
Früher, wie du schon sagst.
Andy
Da war Da war das was Besonderes, wenn man eine Hollywood-Schauspielerin in
einer Serie spielt und heutzutage ist das so, ach Mensch, guck,
machen sie jetzt irgendwie alle.
Der Trend geht zur Serie, Leute, ich sag's euch immer wieder.
Phil
Das will mir nicht in den Kopf rein. Um es mal positiv vorzudrücken,
sonst rede ich immer so abfällig.
Ich wertschätze ja das Commitment, sich so viel Zeit und so viel Elan ans Bein
zu binden, um da einer Story zu folgen oder in eine Welt einzutauchen.
Aber für mich ist das nichts, ey.
Wow, schon bemerkenswert, wie viel Zeit da.
Wenn ich so höre, ja, ich habe jetzt hier mal irgendwie, keine Ahnung,
die ersten drei Staffeln von dieser Serie nochmal geguckt.
Und dann gucke ich so nach und hat eine Episode irgendwie 50 Minuten,
neun Episoden pro Staffel.
Und dann erzählt jemand so nebenbei, ja, ja, ich habe zuletzt die letzten drei
Staffeln gerewatcht. Und ich denke so, alter, holy fuck, du hast das nicht mehr einmal gesehen.
Du hast diese Länge auch noch freiwillig, obwohl es so viele weitere Serien
gibt, die dir bestimmt auch gefallen
noch einmal geguckt was für ein zeitliches Commitment was für eine,
Verbindlichkeit, Liebe zu dieser Serie was man mit der Zeit alles hätte machen
aber es ist nun mal so gerade jetzt so bei Olivia.
Andy
Das war ein Film der wirklich punktgenau 90 Minuten hatte, da war ich dann auch
überrascht wie häufig hat der mich wirklich in den Bauch getreten und ein Kloß in den Hals, pipapo,
Dann gibt es ja sogar Kurzfilme, die gehen zehn Minuten und du sitzt da und
denkst dir, alter, der hat mich jetzt gerade richtig ergriffen.
Und bei Serien auf der anderen Seite hast du halt die Möglichkeit,
so eine Erzähltiefe zu kriegen.
Also früher waren Serien ja meistens sowas hier wie Friends oder How I Met Your Mother.
Das waren dann so, wie hießen sie, oder Star Trek, Monster of the Week.
Eine abgeschlossene Episode, dann vielleicht irgendwie noch ein Erzählstrang,
der sich mal hingezogen hat. Aber eigentlich konntest du da zu jeder Folge einsteigen.
So Knight Rider, A-Team, Airwolf, das waren alles abgeschlossene Fälle in sich.
Aber heutzutage werden ja Serien, gerade sowas wie Scappetta oder auch die jetzt
folgende Beef, das sind Serien, da werden komplexe Handlungen aufgebaut,
die du so gar nicht in einem Film unterbringen kannst.
Und das finde ich ist irgendwie so eine Dimension, die der Film gar nicht abbilden kann.
Phil
Ja, das ist schon wahr. Das ist schon wahr.
Ich meine, ich erinnere mich noch an eine Serie, die ich dann ja auch durchgesehen
habe. Eine Amazon-Serie war das, glaube ich, Little Fires Everywhere.
Das ist halt auch so ein Ding, das entfacht, im wahr Sinn des Wortes,
sein Feuer ja tatsächlich über die Beziehungen, die auch erstmal bekannt gemacht
werden müssen, dass du erstmal die Leute kennenlernst, die Charaktere und dann
ihre Beziehungen zueinander feststellst.
Und dann, was ja so ein bisschen die Serie jetzt auch auszeichnet,
dieses Schwelnde, dieses Leise, das ist ja nicht das laute Geschrei,
sondern das sind diese ganz kleinen Zickereien, die dann da ja entstehen.
Little Fires halt. Eher wirklich, dass im bildlichen Sinne das gesamte Haus brennt.
Andy
Das allerbeste Beispiel finde ich ja nur noch Breaking Bad guck dir an Breaking
Bad geht damit los, du hast einen Chemielehrer, der ziemlich,
duckmäuserisch ist sag ich mal und am Ende hast du da den gleichen Schauspieler als,
Drogenbaron, als absoluten Paten von Albuquerque und du denkst dir,
alter, wie hat der sich denn entwickelt, aber in der Serie ist es wirklich,
plausibel dargestellt und du machst jeden Schritt mit, aber versuch das mal
in einen Film zu packen, der zwei Stunden oder zweieinhalb Stunden ist. Kriegst du nicht hin.
Phil
Ja, stimmt schon. Das stimmt schon. Und nichtsdestotrotz habe ich mir diese
Serien erst auf Empfehlungen angeguckt und habe dann mir die erste Episode angeguckt
und die hat mich gecatcht.
Also Breaking Bad ist wirklich ja eine Ausnahme mit wie vielen Staffeln? Fünf? Sechs?
Andy
Oder so etwas? Eigentlich sechs, Aber die zweite hieß irgendwie 5.1 und 5.2.
Phil
Irgendwie so. Ja, aber das ist wirklich die Ausnahme. Aber ansonsten habe ich
immer nur so ein Staffel-Dinger mir angeguckt. Auch hier,
Erwachsen werden.
Das ist ja auch so ein Einstaffel-Ding. Das würde ich mir vielleicht noch gerade so geben.
Aber dann wirklich da sich teilweise zu sagen, das hatte ich ja schon ein paar
Mal hier in Nerd Talk erwähnt, so, ja, du musst bis zur siebten Episode in der
zweiten Staffel warten, dann wird's gut.
Ich denke so, Leute, kriegt ein Leben.
Ihr müsst erst mal elf Stunden euch langweilen und es muss euch ins Gesicht
kotzen, ehe ihr wirklich merkt, wie geil die Serie ist.
Ja, weiß ich nicht. Mit den 11 Stunden kann ich was anderes machen.
Andy
Aber hast du Ted Lasso geguckt?
Phil
Nee.
Andy
Aber bei Ted Lasso kann ich es dir wirklich schwören, wenn du die erste Folge
guckst, willst du die anderen Folgen auch alle sehen.
Weil das ist eigentlich so die Serie, auf die sich alle verständigen können,
dass wir die alle wirklich über allemaßen lieben.
Das ist so die tollste Serie, die es in den letzten Jahren gegeben hat.
Also wenn ich, ich glaube, da bin ich nicht der Einzige, aber wenn ich eine
einzige Serie einem Menschen empfehlen müsste, zu gucken, dann wäre es Ted Lasso.
Phil
Also ich habe gerade mal eine To-Do-App geöffnet und schreibe jetzt rein Ted
Lasso, Doppelpunkt, Zitat, wenn du die erste Episode gesehen hast,
willst du nicht mehr aufhören.
Andy
Richtig.
Phil
Willst du nicht mehr aufhören, aufhören, Klammer auf, sagt Andi, Klammer zu.
So, das ist jetzt in meiner To-Do-Liste und ich bin, was das betrifft,
sehr konsequent. Dinge von meiner To-Do-Liste kommen erst weg, wenn sie fertig sind.
Andy
So.
Phil
Jetzt habe ich, also The Pile of Shame is real und Ted Lasso ist ganz oben jetzt.
Andy
Ja, und da gehört es auch hin, Phil.
Phil
Und wehe, wehe.
Andy
Ein ganz tiefer Blick in deine Augen durch die Leitung hier.
Da gehört es auch hin, ganz oben auf die To-Do-Liste.
Passt sich nämlich auch sehr gut, weil jetzt im Sommer auch noch eine neue Staffel
von Ted Lasso kommt, obwohl die Serie eigentlich schon abgeschlossen war.
Aber die Fanbase ist so groß und wir sind alle so needy.
Wir brauchen Ted Lasso in unserem Leben. Deswegen gibt es jetzt noch eine Staffel.
Phil
Du legst viel in die Waagschale, lieber Andi. Du legst viel in die Waagschale.
Andy
Ja, das mache ich. Aber es ist, frag wen du willst. Alle sind Ted Lasso-Freunde.
Selbst beim Sneakpot. Das sind drei ganz unterschiedliche.
Die mögen eigentlich ganz unterschiedliche Sachen. aber auf Ted Lasso können
sich alle einigen. Alle.
Phil
Alle.
Andy
Ich glaube, selbst Trump, Putin kannst du an den Tisch sitzen,
würden alle Ted Lasso gucken. Bin ich fest von überzeugt.
Phil
Okay. Dann machen wir das so. Dann erzähl mir was zu Beef. Damit ich Ted Lasso mir angucken kann.
Andy
Genau. Beef. Das war auch so ein Serienphänomen des letzten Jahres.
Beef ist eine Serie von Studio A24.
Und Studio A24 kennen wir ja auch alle für qualitativ hochwertige Kost und die
auch manchmal so ein bisschen unkonservativ oder leicht entrückt ist. You remember.
Und Beef ist eine sogenannte Anthologie-Serie.
Phil
Gut, damit kann ich nicht arbeiten.
Andy
Das beste Beispiel für so eine Anthologie-Serie ist American Horror Story.
Da hast du immer mehr oder weniger das gleiche Ensemble, also die gleichen Darsteller,
die aber in jeder Staffel einen anderen Horror zeigen.
Da hast du dann eine Staffel, da geht es um so was weiß ich hier Horror im Feriencamp.
Dann hast du eine Staffel, die spielt in einer alten Irrenanstalt.
Dann hast du eine Staffel mit einem Serienmörder.
Also immer so die gleichen Leute. Es dreht sich immer alles um irgendwie Horror.
Aber es ist in sich jeweils komplett abgeschlossen. Und genauso ist es bei Beef.
Die erste Staffel von Beef war letztes Jahr schon sehenswert und ein absoluter Hingucker.
Weil bei Beef geht es darum, aus was für Kleinigkeiten sich Beef entwickeln kann.
In der ersten Staffel ging es darum, eine Frau steht auf dem Baumarktparkplatz,
setzt mit ihrem Auto zurück und dann hupt sie einer an.
Sie schreit ihn irgendwie an und die ganze Staffel geht dann darum,
wie dieser Streit immer mehr und mehr eskaliert.
So, bis sie sich gegenseitig zu Hause auflauern und so weiter und so fort.
Die zweite Staffel geht jetzt dahin, es spielt in einem Country Club,
also ein Golfclub, Tennisclub für gut betuchte Leute, wo man 300.000 Dollar
auf den Tisch legen muss, um überhaupt Mitglied zu werden.
Und nach einer Charity-Veranstaltung fahren die Organisatoren oder der Geschäftsführer
nach Hause und streitet sich ganz wilde, wilde, wilde mit seiner Frau.
Jetzt hatten die aber irgendwas auf dieser Charity-Veranstaltung vergessen und
zwei Bedienstete, also mehr oder weniger Geringverdiener, sollten ihnen die
Sachen nach Hause bringen und als sie dann zu diesem Haus kommen und diesen Streit mitkriegen,
filmen sie das Ganze mit dem Smartphone.
Von wegen, oh hier guck mal, unser Chef, ganz fieser Streit mit seiner Frau,
der erhebt schon fast die Faust.
Ja, und es kommt dann dazu, dass sie ihren Chef erpressen.
So nach dem Motto, ich will nicht mehr Geringverdiener sein.
Wenn du mir nicht einen besseren Job hier im Country Club gibst,
dann veröffentliche ich dieses Video von dir und deiner Frau.
Und das Ganze eskaliert dann immer weiter hoch auf verschiedenen Ebenen.
Du siehst immer irgendwelche Leute, die irgendwen in der Hand haben,
unter Druck setzen oder stinkig auf wen anders sind und das Ganze ist wieder sehr, sehr sehenswert.
A24 halt.
Kann ich nur sehr empfehlen.
Phil
Delivern ja auch irgendwie am Laufenden Band A24 und gefühlt ist die,
also ist ja auch irgendwie klar, dass wenn sie so viel delivern,
dann nicht überall die Qualität hoch ist.
Also zwischenzeitlich hat für mich das Label A24 so ein bisschen,
ganz bisschen wirklich, so ein bisschen ja, Rost angesetzt und so,
aber ist ja schön, dass das bei Beef genauso ist und das Schlimme an der Sache
ist, es hört sich auch sehr interessant an.
Andy
Muss ich sagen. Das ist so.
Phil
Oh Mann.
Andy
Ja, das ist halt, man kann es nie machen.
Phil
Mich hat gefragt, ob wir die Nerd Talk Aufnahme verschieben können und ich habe
festgestellt, dass jeden Abend in der kommenden Woche ich irgendwie ausgeplant bin.
Und jetzt kommt ihr mit so vielen interessanten Serien um die Ecke. Leute, wann?
Andy
Das ist aber, gerade auch bei Beef, das ist so ein eins führt zum anderen,
dass sowas von sowas kommt.
Phil
Ja, das finde ich super interessant. Diese Dynamiken, diese Psychologie dahinter,
dass das im Grunde so ein ganz kleiner Auslöser dann auf einmal sich so hochschaukelt.
Im Grunde genauso auf einer etwas anderen Ebene wie bei Threats ja auch.
Der eine stichelt, der andere stichelt ein bisschen mehr, der andere versteht
das wieder falsch. Dann wird auch mal Tacheles gesprochen, das kommt irgendwie
in den falschen Hals oder ist doch ernst gemeint und man zickt sich an und auf
einmal explodiert eine Atombombe.
Bei Beef ein bisschen anders, aber dann doch vom Grundgedanken auch so.
Andy
Vom Prinzip her irgendwie gleich. Es fängt in diesem Country Club an und irgendwie
zum Ende hin gibt es wilde Verfolgungsjagden in der koreanischen Hauptstadt Seoul.
So, wie kommt man jetzt dahin, Phil? Dafür brauchst du mehr als 90 Minuten. Es ist einfach so.
Phil
Oh Mann, das klingt super interessant.
Andy
Und das war jetzt nicht gespoilert.
Phil
Das klingt super interessant.
Andy
Und eine Sache ist mir aufgefallen.
Phil
Und ich fange jetzt doch erst mal Ted Lasso an, Andi.
Andy
Ja genau, erst mal Ted Lasso. Das ist das Wichtige. Ted Lasso ist wichtig.
Und in dieser Serie Beef, eine Sache, die mir aufgefallen ist,
ich weiß nicht, ob das so ein Markenzeichen von A24 ist oder nur so ein,
in Anführungszeichen, Easter Egg in dieser Serie.
Du hast quasi von jeder der haupthandelnden Personen eine einzige Szene,
wo diese Person mit einer anderen Person interagiert, die dann von der gespielt wird.
Beispiel, eine Frau, die die ganze Zeit immer irgendwelche Sachen macht,
setzt sich ins Flugzeug, dann kommt eine koreanische Stewardess auf sie zu,
stellt ihr eine Frage, was sie trinken möchte.
Sie sagt, ich hätte gerne das und das. Dann gibt es wieder einen Schnitt auf die Stewardess.
Und die wird dann in dem Moment nicht mehr von der koreanischen Stewardess gespielt,
sondern von der Person, der gerade die Frage gestellt wurde.
Und dann wieder Gegenschnitt und danach ist es wieder die Koreanerin.
Und das gibt es in dieser Serie wirklich von jeder Person. Aber nur ein einziges Mal.
Aber auch ohne Sinn und Verstand. Also es hat nichts mit der Handlung zu tun,
sondern einfach nur so Also ich necke euch mal, ich bastel das jetzt mal so
hin, dass die Person gerade mit sich selber spricht.
Sehr kurios. Also A24, immer so ein bisschen gegen den Strich.
Du guckst jetzt erstmal Ted Lasso, da bist du bedient. Da gibt es glaube ich
jetzt vier oder fünf Staffeln, aber die sind so schnell rum, das glaubst du nicht.
Jeder liebt Ted Lasso, jeder.
Phil
Ich öffne nochmal meine Notiz-App. Wenn du die erste Episode gesehen hast,
willst du nicht mehr aufhören, sagt Andi.
Andy
Schwöre.
Phil
Warte, ich passe meinen Tast nochmal an. Doppelpunkt schwöre.
Ich werde dich damit konfrontieren. Du setzt viel aufs Spiel,
Andi. Du setzt viel aufs Spiel.
Andy
Es gibt wenige Sachen, bei denen ich mir sicher bin, aber die Erde ist rund
und Ted Lasso ist die beste Serie.
Der Himmel ist blau. Ted Lasso, Beste.
Phil
Okay. Ja, ich habe jetzt spontan heute Abend was vor. Ich gehe mal Ted Lasso schauen.
Andy
Ja, das ist gut. Besser kann man seine Zeit kaum verbringen.
Phil
Okay, okay. Dann lass mich schnell diese Sendung schneiden.
Dann haben wir diesen Scheiß auch weg. Dann kann ich mich jetzt hier um Ted
Lasso kümmern. Vielen Dank, lieber Andi.
Andy
Jo, gerne.
Phil
Wir hören uns nächstes Mal wieder. Dann hoffentlich wieder mit Micha.
Liebe Grüße aus dem Podcast-Studio raus ins Krankenbett.
Andy
Gute Besserung.
Phil
Und ihr da draußen werdet auch ganz schnell gesund oder noch viel besser. Bleibt ganz gesund.
Und habt viel Spaß. Auch euch. Bis zum nächsten Mal. Tschüssi.