Tron:Legacy – DVD-Review, Kritik und Gewinnspiel

1982 kam Tron auf den Markt und war von den Einspielergebnissen eher ein Flop. Dennoch war er unter den Filmkennern eine Perle: Der Film wurde mit bis dato ungesehenen Effekten gedreht, die die Abstraktheit eines Computersystems und den Cyberspace recht gut visualisierten.
29 Jahre später kommt Tron:Legacy in die Kinos – von den Fans lang erwartet und auch für Neulinge zugänglich mit neuster 3D-Technik umgesetzt. Seit dem 01.06.2011 kann man die DVD und die BluRay (3D) von Tron:Legacy kaufen. Wir von Nerdtalk durften uns die DVD bereits ansehen.

Tron:Legacy
Veröffentlichung: 01.06.2011
© 2011 Walt Disney (disney.de/tron)
mit freundlicher Unterstützung von Walt Disney Home Entertainment

Story:

Kevin Flynn (Jeff Bridges) verschwindet nach seinem Sieg gegen das Master Control Program im Jahr 1989 spurlos. Es verbleibt sein Sohn Sam (Garret Hedlund), der eines Tages durch eine Pagernachricht in Kevins alte Spielhölle gerufen wird. Es dauert nicht lang und er findet sich wieder in dem, was man landläufig als Raster bezeichnet: So wie einst sein Vater ist Sam nun auch in einem Programm.
Seitdem hat sich viel geändert: Das einst freundliche Programm Clu (Jeff Bridges) hat sich das Raster zum Untertan gemacht und möchte das Vertrauen der Programme in die User zerstören. Beim Kampf gegen Flynn schloss sich das Portal zur Realwelt und Flynn ist gefangen in der Welt, die er selbst erschaffen hat.
Da Sam mit seinem Eindringen in das Raster dieses Portal wieder geöffnet hat, möchte dieser so schnell wie möglich aus dem Raster heraus, um Clu zu löschen. Doch Sam möchte nicht allein gehen, sondern seinen gealterten Vater mitnehmen. Aber Clu hat in “seiner” Welt viele Verbündete, die dies verhindern möchten.

Kritik:

Ich bin ja schon ein Fan des alten Films von 1982. Natürlich ist der Film schon irgendwie ziemlich nerdig, aber Idee und Umsetzung sind echt verdammt Klasse. Selbstverständlich muss man hier noch den Aspekt des Alters hinein beziehen, erst dann kann man den Film richtig einordnen.
Aber wie steht es nun um das Sequel Tron:Legacy?

Der Film macht vieles richtig: Das Wichtigste ist, dass die Optik beibehalten und nur mächtig aufpoliert wurde. Die leuchtenden Uniformen waren früher schon Kult und werden zeitgerecht in die Jetztzeit transportiert. Auch die ziemlich spacige, kantige und doch geometrische Welt im und ums Raster werden gut übernommen. Sein letztes tut dann natürlich der 3D-Effekt, der in solch umfangreich computergenerierten Welten gerade richtig wirken kann.
Auch die Kämpfe oder gerade die Lightcycle-Rennen sind verdammt cool umgesetzt: Schnelle Schnitte, jedoch hat man immer einen Überblick.
Kurz: Die Optik stimmt einfach von vorn bis hinten.

Was bringt aber die tollste Optik, wenn die Story zu wünschen übrig lässt? Und damit sind wir beim Manko des Films angekommen: Eine tiefgehende Geschichte oder besondere Charakterentwicklungen gibt es in Tron:Legacy in keinster Weise. Nun müssen wir das aber auch einmal objektiv sehen: Wir sprechen hier von einem Actionfilm, der seine Passion in der Optik gefunden hat. Da wäre eine umfangreiche Story auch fehl am Platze. Es ist ein ähnliches Feeling wie bei “Resident Evil – Afterlife”: Die hochwertige Optik gleicht so manches Loch in der Story aus.

Doch Tron:Legacy kann noch mehr als nur gut aussehen. Der Film kann vor allem auch besonders gut klingen. Daft Punk steuerte den treibenden Soundtrack zu Film bei und geht damit eine eigentlich auf der Hand liegende Symbiose ein: Der Stil von Daft Punk bedient sich viel der elektrischen Musik, vermischt mit klassischen 8-Bit-Elementen. Kann man eine Computerwelt passender vertonen?
Mit so manch schon fast orchestralen Stücken schaffte Daft Punk einen Soundtrack, der jede Szene passend untermalt, sie teilweise sogar trägt. Und zugegeben, der Soundtrack rockt auch unabhängig vom Film auf CD sehr gut. Ich persönlich möchte den Soundtrack als DEN Soundtrack 2010 bezeichnen.

In der Summe ist Tron:Legacy ein durch und durch guter Actionfilm, der besonders durch Optik und Soundtrack überzeugen kann. Abzüge in der B-Note gibt’s für eine maue Story, die eher Mittel zum Zweck zu sein scheint. Aber was bleibt, ist ein Film, den ich mir trotz des Mangels gern mehrfach anschaue.

DVD-Review:

Wir erhielten freundlicherweise ein DVD-Exemplar zur Rezension. Gern hätten wir die BluRay gesehen, jedoch ist der Ansturm (zu Recht) derart groß, dass wir nur eine DVD erhielten.
Bereits das Menü kann überzeugen, man verfolgt einen Ritt auf einem Lightcylce durch das Raster aus der Egoperspektive. Ab und zu macht man Halt vor Leinwänden, die die wichtigsten Personen des Films zeigen, ehe das Cycle weiterfährt. Unterlegt ist bereits der Titelscreen mit dem passenden Track von Daft Punk, so wie jeder Screen seinen eigenen Track hat.
Das Bild ist einer DVD entsprechend: Natürlich kein HD, aber bereits hier kommt die Optik des Films schon schön rüber – viele bemängeln eine zu dunkle Bildwiedergabe, dies kann ich nicht bestätigen.
Die DVD spricht Deutsch, Englisch, Französisch und Türkisch im 5.1-Format, der Untertitel wird zusätzlich noch ergänzt durch Niederländisch.

Extras:

Für den wahren Fan sind natürlich die Specials neben dem Film das Wichtigste und selbstverständlich kommt man dieser Erwartung nach.

Das Design von Tron:Legacy
Es wird angemerkt, dass ein zentrales Element von dem Design eines Tron-Films das Licht ist. Die Einleitung machen sehr viele Concept Arts aus, dazu kommen alle wichtigen Personen rund um den Film zur Sprache, wie sie die Welt von Tron sehen.
Es folgen Auseinandersetzungen mit dem den unerwartet vielen realen Sets aus dem Raster und wie man die Anzüge ebenfalls ganz real und ohne Nachbearbeitung zum Leuchten bringt.
Zum Schluss wird sich noch mit der Frage auseinandergesetzt, wie Jeff Bridges’ Gesicht trotz des realen Alters für den Charakter Clu auf jung getrimmt werden konnte. Stichwort Motion Capturing fürs Gesicht. Wer Bridges mit Sommersprossen sehen möchte, kommt an diesem Extra nicht vorbei.

Die Stars von Tron
Hier wird den “Alteingesessenen” von Tron die Möglichkeit gegeben, sich zu dem gesamen Projekt Tron zu äußern. Denn nicht nur Jeff Bridges war sowohl im alten als auch im neuen Tron mit dem selben Charakter vor der Kamera. Auch Bruce Boxleitner ist in beiden Filmen in den Rollen von Alan Bradley und Tron zu sehen. Hinter der Kamera gab es einen Positionswechsel: Steven Lisberger war im alten Tron noch Regisseur, in Tron:Legacy trat er immerhin noch als Produzent auf.
Doch im Fokus des neuen Films stehen Garret Hedlund und Olivia Wilde in ihrer Rolle als Quorra. Die alten Hasen äußern sich zu der Zusammenarbeit mit den Hauptdarstellern und es gibt so manchen Blick in die Making Ofs.

Weitere Extras
Die weiteren Extras sind eher marketingtypischer Art. Es gibt einen First Look auf die Tron-Animationsserie “Tron:Uprising”, Timon und Pumbaa werben mal wieder für 3D-BluRays und in der Sneak Peek gibt es Trailer für kommende Filmreleases auf BluRay (Incredibles) oder Kino (Cars 2).

Unterschiede zur BluRay

Wie erwähnt, konnten wir nur die DVD testen. Doch, was ist bei der BluRay anders?
Natürlich gibts fetten Ton auf die Ohren: Deutsch, Englisch und Französisch gibt es mit DTS-HD 7.1, nur Türkisch schaut weiter mit Dolby Digital 5.1 in die Röhre – wenn man davon sprechen möchte… Auch das Bild ist ganz BluRay-like natürlich hochauflösend in 1920×1080 (1080i).
Zu den existenten Extras reihen sich dann noch ein Musikvideo zu “Derezzed” (geschrieben, produziert und gespielt von Daft Punk) und ein Feature “Am Tag danach: Flynn lebt!”.

Gewinnspiel

Was wäre ein Review ohne Gewinnspiel? Eben!
Und deswegen gibt es für euch ein Fanpackage zu Tron:Legacy zu gewinnen, bestehend aus

  • 1x BluRay von Tron:Legacy
  • 1x Original Filmplakat
  • 1x Fanarmband

Was ihr dafür tun müsst? Eigentlich ganz einfach: Folgt uns auf Twitter und veröffentlicht folgende Nachricht in eurer Timeline:

Ich will das BluRay-Fanpackage zu Tron:Legacy von @Nerdtalk gewinnen: http://bit.ly/lJDFg1

Und nun soll mir keiner kommen, dass er/sie noch nie beim Gewinnspiel gewonnen hätte – so schnell war man wohl selten im Pott.
Das Gewinnspiel läuft bis zum 10.06.11, 23:59 Uhr. Jeder Twitteraccount zählt nur einmal – ihr dürft aber gern mehrmals twittern. Wenn es schon nicht die Gewinnchancen erhöht, erhöht es euren Sympathiefaktor bei uns. Ist doch auch was…

Viel Erfolg 🙂

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen!
Gewinnspiel in freundlicher Zusammenarbeit mit Walt Disney Home Entertainment.

Kommentare(10)
  1. Anna 09.06.2011
  2. Markus 09.06.2011
  3. Steffy 09.06.2011
  4. herzblatt 09.06.2011

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