Nerdtalk Sendung 369

Gesehene Filme:

Kill the Boss 2 *
Die Tribute von Panem – Mockingjay Teil I *
Mr. Turner – Meister des Lichts *
Die Nacht vor der Hochzeit *
Die Schwester der Braut *
Sein Mädchen für besondere Fälle *
Die Sieben Samurai *
Adams Äpfel *

Vorgestellte Filmstarts der Woche:

The Zero Theorem

Die Pinguine aus Madagascar

Kill the Boss 2

Das Verschwinden der Eleanor Rigby

Sonstiges:

Trailer zu Jurassic World





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16 Gedanken zu „Nerdtalk Sendung 369“

  1. Sehr schön! Bettina darf gerne wiederkommen! Ein sehr angenehmer Gast 😉

    Ich zweifelte ohnehin daran, ob ich mir Mockinjay ansehen soll und nach deinem Review werde ich auf die Konserve warten. So etwas in der Richtung hatte ich mir schon gedacht, nachdem das Aufsplitten beim Hobbit schon so “gut” funktioniert hat.

    Was siehst du (Lars) denn als Thema von Interstellar? Der Film macht ja einen ganzen Haufen existentialistischer Themen auf, formuliert aber keines so richtig zu Ende und schwächt das ganze Raumfahrt-als-Zukunft-der-Menschheit-Ding sogar mit seinem esoterischen Ende. Alles was Interstellar aufgreift, habe ich so schon besser in anderen Filmen gesehen (abgesehen von der Optik). Ich nenne mal Contact (wo Kip Thorne übrigens auch wissenschaftlicher Berater war) oder 2001. Die Sequenz, in der Cooper das Wurmloch erklärt wird, wurde sogar 1:1 aus Event Horizon übernommen. Nimmt man noch Scifi-Literatur dazu, ist Interstellar nichts weiter als banal. Die Kombination aus existentialistischer Science Fiction und Liebesgeschichte ist erst im August von Jeff Lemire im Comic Trillium deutlich spannender umgesetzt worden. Interstellar steht für mich in einer Reihe von Produktionen, bei denen ich sage “Wow, der sieht super aus, ist inhaltlich aber eher langweilig.” Ein Blender, der dem Genre nichts hinzufügt und mir keinen Erkenntnisgewinn bietet.

  2. Inhaltlich sehr gute Folge. Teo hat recht Bettina darf gerne wiederkommen.
    Ein Paar technische Anmerkungen:
    Für den Verzicht des Chips-Konsums während der Aufnahme bin ich euch sehr dankbar.
    Soundtechnisch war diese Folge leider ein bisschen grenzwertig – der ständige Hinweis auf Flugzeuge die dann doch nicht zu hören waren eingeschlossen.

  3. Ja, ich habe leider den Fehler gemacht, die Rohdatei bereits zu bereinigen, nicht wissend, dass unsere automatische Post-Production das auch tut – mir ist auch schon aufgefallen, dass dadurch einige Sache schwammig bis synthetisch klingen. Mein Fehler, bitte um Verzeihung.
    Was die Flugzeuge angeht: Auch dort bitte ich um Verzeihung, dass ich nicht die gesamte Folge am Mikro mitgehört habe und nicht wusste, wie laut das tatsächlich in der Aufnahme auftreten würde 😉

  4. Schön, dass Ihr die Frauenquote erfüllt. Der weibliche Phil- Ersatz hat ihre Sache echt gut gemacht.

  5. Auch von mir ein ganz dickes Lob an Euch beide, Bettina war in der Tat ein sehr würdiger Ersatz für Phil. 🙂

    Ganz generell, auch weil es mir in der neuesten Episode besonders positiv aufgefallen ist: Ich mag diese Mischung aus mehr oder weniger aktuellen Filmen und filmhistorischen Rückblicken sehr gerne. Diese Episode war mit dem Exkurs zur Screwball-Komödie und mit Kurosawa wirklich sehr gelungen. Werde mir die erwähnten Screwball-Komödien definitiv näher anschauen, da mir auch Wilders “Manche mögen’s heiß”, der ja irgendwo auch noch dort eingeordnet werden kann, außerordentlich gut gefällt.

    Macht weiter so!

  6. kurzer Kommentar:
    sehe ich es richtig, dass Lars NIGHTCRAWLER noch nicht gesehen hat?
    Ich möchte nur darauf hinweisen, dass der vermutlich nicht sehr lange in den Kinos laufen wird …

  7. Interessanter Gast, gerne wieder. Vorallem das Segment über die guten, alten Screwballkracher. Da kamt ihr Filmwissenschaftler irgendwie durch, seid wohl ein eigenes Volk. ;P Ne, im Ernst. Gerne wieder.

    Ja, “Mockingjay – Part 1” ist letztendlich Verarsch am Konsumenten. Vorallem, wenn man bedenkt, dass es nahezu die gleiche Seitenzahl in Buchform hat als das erste Buch. Im Gegensatz zu Harrry Potter, wo das letzte Buch doppelt so viele Seiten hatte wie das erste Buch. Da machte es noch Sinn. Aber hier hätte man eine tolle 30 Minuten Exposition erzählen können und einen notfalls 3 Stunden Film machen können.

    Übrigens muss ich DIr da ein bisschen widersprechen, Lars. Das “Hunger Games” Franchise ist zwar sehr groß geworden, aber die Filme haben, nach heutigen Maßstäben, keine Blockbuster Budgets. Der Film jetzt kostete 125 Millionen Dollar bzw. die beiden letzten Teile Mockingjay, ingesamt 250 Million Dollar. Quelle: http://www.boxofficemojo.com/movies/?id=hungergames3.htm // http://www.nasdaq.com/article/mockingjay-is-going-to-destroy-guardians-of-the-galaxy-but-not-for-the-reason-you-think-cm416836

    Wenn man diese Zahl nimmt und es vergleicht mit anderen Blockbuster Fluch der Karibik 3 hat fast 2,5 Mal so viel gekostet mit 300 Millionen Dollar oder Spiderman 3 mit 260 Millionen Dollar doppelt so viel. Da kann man schon fast sagen, dass es ein günstiger Blockbuster ist. Und insgesamt waren die Effekte doch nicht so übel. Was hat Dich denn gestört?
    Quelle: FDK 3/ Spiderman 3 ( http://www.nytimes.com/2007/05/29/movies/29pira.html?_r=0 //// http://variety.com/2007/film/news/red-carpet-becoming-more-global-1117963193/ )

  8. Nachtrag zu “Das Verschwinden der Eleanor Rigby”:

    Eigentlich gibt es 3 Versionen von dem Film, einmal wo der komplette Film aus SEINER und IHRER Sicht gezeigt wird, sie heißen im amerikanischen dann einfach “The Disappearance of Eleanor Rigby: Him” und “The Disappearance of Eleanor Rigby: Her”.

    Dann gibt es noch eine 3. Version, die kommt hier in Deutschland raus, sie verbindet beide Filme praktisch, in Amerika heißt dieser Film übrigens “The Disappearance of Eleanor Rigby: Them”. Ich hoffe mal in den Genuß zu kommen, beide einzelne Filme mal zu sehen. Denn die Rezensionen haben sich ziemlich begeistert gezeigt.

    Quelle: http://deadline.com/2014/05/cannes-how-new-version-of-toronto-pic-disappearance-of-eleanor-rigby-founds-its-way-to-croisette-in-un-certain-regard-725576/

  9. Noch mal zu Nightcrawler:
    Leider geht der Film im Wahn zwischen Interstellar und Mocking Jay und bald noch Hobbit völlig unter.
    Dabei ist es einer, wenn nicht DER Film des Jahres.

  10. Sehr sehr schöner Cast.

    Grade die Teile über Filmhistorie, Filmanalyse und Kultfilme, für die ihr euch immer so charmant entschuldigt, machen mir besonders Spaß. Habt ihr dazu vielleicht auch Literaturtips?

  11. @Teo*Interstellar
    Kann Dir nur zustimmen. Ich fand den Film aus den von Dir genannten Gründen auch eher mittelmäßig und zusammengestückelt. Ich bin Ihm aber dankbar, dass er in mir die Lust geweckt hat einige der (recht deutlichen) Referenzen nochmal anzuschauen. Habe Letze Woche Event Horizon und 2001 (viele 1:1 Kameraeinstellungen und Storyelemente) nachgeholt. (Haben mich beide mehr gepackt als Interstellar). Will mir in nächster Zeit aber auch noch Gravity, Contact, Inception, Stargate und Per Anhalter durch die Galaxis ansehen.
    Fazit: Film selbst enttäuschend, im Nachhinein aber froh ihn gesehen zu haben. 6/10

    ps: Nightcrawler, bis jetzt mein Film des Jahres (dank Gyllenhaal) und Ein Schotte macht noch keinen Sommer/What We Did on Our Holiday, meine Überraschung des Jahres (super englische Komödie) unbedingt im Original anschauen.

    pps: Für mich ist der Tatort: “Im Schmerz geboren” das Beste aus Deuschland seit langem. Für Filmkenner ein Spass -Von Leone, Truffaut bis Tarantino alles vertreten. Shakespeare, Hongkong-Thriller, Italowestern. Alles dabei. Tolle Darsteller (Ulrich Tukur, Ulrich Matthes 1+). Ausgezeichnete Musik. Hätte ich gern im Kino gesehen.

    Ausserdem Empfehlung: Auf MUBI (diesen Monat echt einiges dabei) noch bis 06.12. I AM LOVE. Ein künstlerischer -welch Überraschung- Liebesfilm mit ganz toller Tilda Swinton, super Kamera und top Soundtrack. Drauf einlassen und wirken lassen. Je nach Gusto wahrscheinlich Hop oder Top.

  12. @Togo: Meinst Du im Bezug zur Screwball Comedy oder generell? Für ersteres gibt es als Art Standardwerk von Stanley Cavell Pursuits of Happiness, dessen Thesen aber nicht unbedingt alle so einwandfrei zu nehmen sind. Etwas umfassender und nicht nur Screwball wäre z.B. Classical Hollywood Comedy, hrsg. von Karnick/Jenkins.

  13. Hey, ich höre Nerdtalk! 😉

    War wieder eine tolle Folge. Habe mich über die Klassiker sehr gefreut und daß ihr beide über die Filme sprechen konntet, hat das Hörvergnügen noch aufgebessert. Wäre vielleicht eine Idee, solche Filme mit Bettina zu besprechen. Gerne mehr davon.

    Aber natürlich freue ich mich auch wieder auf den lieben Phil! 😉

    Über die Qualität der Aufnahme kann ich nicht viel sagen, höre die Folgen immer auf dem Weg zur Arbeit (Fußweg und auch U-Bahn), mit nur einem Stöpsel im Ohr…

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