Nerdtalk Extended: Animation, Zeichentrick und CGI

Wann lernten gezeichnete Bilder laufen, wann kam die Computeranimation dazu? Wie ist die Geschichte der großen Animationsstudios Disney und Pixar? Wann kamen Spezialeffekte auf? Welchen Stellenwert haben eigentlich noch Animationsfilme? All dies und noch viel mehr klärt diese Nerdtalk Extended über Animation, Zeichentrick und CGI

Wann lernten gezeichnete Bilder laufen, wann kam die Computeranimation dazu? Wie ist die Geschichte der großen Animationsstudios Disney und Pixar? Wann kamen Spezialeffekte auf? Welchen Stellenwert haben eigentlich noch Animationsfilme? All dies und noch viel mehr klärt diese Nerdtalk Extended über Animation, Zeichentrick und CGI.

Filme zur Sendung

Literatur

  • Lev Manovich, Language of New Media, Cambridge (Mass.)/London 2001.
  • Jacqueline Berndt, Phänomen Manga. Comic-Kultur in Japan, Berlin 1995.
  • Andreas Friedrich (Hrsg.), Reclam Filmgenres: Animationsfilm, Stuttgart 2007.
  • Eric L. Smoodin (Hrsg.), Disney Discourse. Producing the Magic Kingdom, New York/London 1994.
  • Animationsfilm, Montage-AV Ausgabe 22/2/2013. ( http://www.montage-av.de/a_2013_2_22.html )

Musik: http://www.bensound.com
Teaserbild: Jason Prat / flickr.com (CC2.0)





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16 Gedanken zu „Nerdtalk Extended: Animation, Zeichentrick und CGI“

  1. Hallo ihr Lieben,

    sehr spannende Folge, bei der ich wieder einiges dazulernen durfte.

    Zu der Theorie, der 1. gesehene Kinofilm war von Disney: Da bin ich mir nicht mehr sicher, ob das bei mir auch der Fall war, meine früheste Kinoerinnerung ist „Mrs. Doubtfire“. Der früheste Disney-Film, an dem ich mich erinnere, ihn im Kino gesehen zu haben, war „Aladdin“, ansonsten habe ich auch viele auf VHS-Kassette gesehen wie z.B. „Bernhard & Bianca“ oder „Mary Poppins“. Die Disney-Renaissance-Phase der 90er hab ich volle Bandbreite miterlebt, besonders „Schöne und das Biest“ und „Der Glöckner von Notre Dame“ zählen zu meinen Lieblingen :).

    Zu der Abgrenzung: Ehrlich gesagt mach ich da persönlich keine Trennung zwischen den Bereichen. Unabhängig von der Technik beurteile ich einen Film nach verschiedenen Faktoren wie Story, Figuren, etc. Die Technik selbst, egal ob Zeichentrick, Computer-Animation oder Stop-Motion, ist für mich eher das i-Tüpfelchen.
    Von den Teams her würde ich eher Richtung Zeichentrick und Stop-Motion gehen, auch wenn es tolle Animationsfilme wie „Drachenzähmen leicht gemacht“, „Die Hüter des Lichts“ oder jüngst „Manolo und das Buch des Lebens“ gibt. Ich glaube, das liegt daran, dass PC-Arbeiten immer etwas „klinischer/glatt gebügelter“ aussehen. Mir fällt grad kein besseres Wort dafür ein, aber ich vermute, ihr versteht, was ich meine. Wenn Techniken gemischt werden wie z.B. bei „Coraline“ hab ich da persönlich keine Probleme mit, so lange es gut aussieht.

    Einen Zeichentrickfilm möchte ich noch hervorheben: „Mrs. Brisby und das Geheimnis von NIMH“ (1982) von Don Bluth, der damals auch bei Disney mitgearbeitet hat, was man sehr stark bei „Robin Hood“ sieht. Sehr düster, aber unglaublich schönes Charakterdesign, Zeichentrick vom Feinsten, einer meiner Kindheitsfilme.

    Zum Thema Stop-Motion fiel mir beim Hören eures Podcasts ein Kurzfilm wieder ein, der damals mit dem Oscar ausgezeichnet wurde. Es handelt sich um „Peter und der Wolf“ von Suzie Templeton aus dem Jahre 2006, der diesen wunderschönen handgemachten Charme besitzt. Viele müssten die Musik von Sergei Prokofiev kennen, die 1936 komponiert wurde und quasi als Basis für den Film dient.
    Hier der Link zum kompletten Kurzfilm (knapp 30 min): https://www.youtube.com/watch?v=j42w6amilLo

    Animes sind ja auch ein sehr breites und spannendes Feld, besonders die Ghibli-Filme zeichnen sich durch ein unglaubliches Niveau an Detailreichtum aus. Was ich bei deren Filmen auch sehr schätze, ist, dass es kein reines Gut und Böse gibt, z.B. bei „Prinzessin Mononoke“. Am Anfang des Filmes sieht es zwar immer so aus, als ob man da klar trennen könnte, aber im Verlauf des Film lernt man die Figuren immer besser kennen und versteht auch besser, warum wer wie handelt, und alle machen in irgendeiner Form eine Entwicklung durch. Anders als z.B. „Mein Nachbar Totoro“ haben die Ghibli-Filme einen deutlich erwachseneren Ton drauf, den ich sehr wertschätze. Im Bereich Anime-Serie mein persönlicher Tipp: “Fullmetal Alchemist: Brotherhood”. Diese Serie ist einfach perfekt, weil sie es schafft, eine Geschichte so packend zu erzählen, dass du sogar mittrauerst, wenn eine der Figuren stirbt (noch extremer als bei “Game of Thrones”).

    Achja, ich gehöre offenbar zur Minderheit, die weder von „Bambi“ noch von „König der Löwen“ traumatisiert wurde. Bei mir war es „Cap und Capper“. Ich hab es nie geschafft, diesen Film je bis zum Ende zu schauen, weil die Szene, wo die alte Frau den Fuchs im Wald aussetzt und dann im Rückspiegel das völlig verwirrte Tier sieht, mich als Kind völlig aus der Bahn geworfen hat.

    So, genug von mir. Macht weiter so und genießt jetzt v.a. eure Sommerpause ;)!

  2. Tolle Folge, aber explizit ohne jetzt Phil an den Karren fahren zu wollen, die CGI-Besprechung fand ich als (halber?) Fachidiot ein bisschen flach. Vor allem weil der Eindruck erweckt wurde, heutiges CGI basiere nicht mehr auf Dreiecken. Deshalb gibt es jetzt den GANZ grossen Kommentar-Hammer.

    Heutige Computergrafik in Filmen basiert immer noch auf Punkten die zu Dreiecken verbunden werden. Wieso sieht man das nicht? Weil die Kanten dieser Dreiecke weich gezeichnet (gerendert) werden und weil die Rundungen der 3D-Modelle aus Millionen und Milliarden dieser Dreiecke bestehen (bei Flächen ist es natürlich egal).

    Natürlich werden 3D-Modellierer nicht jeden Punkt von Hand plazieren, sondern in einem leicht niedrigeren Detailgrad arbeiten und dann mit ihrem 3D-Programm Punkte automatisch generieren um die gewünschte Rundung zu erzielen. Ausserdem kann man auf hochauflösenden digitalen Oberflächen auch mit einem Grafiktablet “herumkneten”, ein Prozess der “Sculpting” genannt wird. Kann man sich alles auf Youtube anschauen und selber beibringen.

    Die Form des 3D-Modells zu erstellen ist ausserdem nur der kleinste Teil.
    1. Es muss für jeden Mesh-Punkt eine Koordinate auf einem 2D-Bild vergeben werden, um ein Einfärben des Modells überhaupt zu ermöglichen.
    2. Es muss für jeden Mesh-Punkt definiert werden, an welchen digitalen “Knochen” er wie stark dranhängt. Diese “Bones” werden später Animator bewegt. Eine fertige Animationsfilm-Figur hat Hunderte von diesen Bones um abseitige Dinge wie “Form und Öffnungsgrad des rechten unteren Augenlids” kontrollieren zu können, was sehr wichtig sein kann (z.B. Scrat in Ice Age)
    3. Die Bones müssen ebenfalls von Hand plaziert und in ihrer Bewegung eingeschränkt werden.
    4. Es müssen digitale Materialien definiert werden, was insbesondere bei Pelz oder photorealistischen Objekten extrem viel Arbeit geben kann. Was einen als Nicht-Künstler nicht bewusst ist, Gegenstände haben nicht nur eine “normale” Farbe haben, sondern auch feinste Unreinheiten/Kratzer, eine Glanzfarbe/Glanzverhalten, sind durchscheinend, reflektierend, leuchten selber, etc. Diese Dinge sind nur schon bei Computerspielen Standart, und Filme sind da noch mal viel krasser unterwegs. Ich komm noch dazu.
    5. Es muss für alle Szenen die Beleuchtung definiert werden. Man stelle sich ein Filmset vor, wo man aber Scheinwerfer in jeder beliebigen Grösse und Form überall plazieren kann, um den gewünschten Effekt zu erzielen. Grosse Qual der Wahl, wichtig auch der Nachbau von Lichtszenarien von “echter” Footage.
    6. Eigene state-of-the-art 3D-Darstellungs-Software die extra entwickelt werden muss. Bei Dingen wie z.B. Meeres-Wasser-Wellen wurden von Pixar speziell für irgend einen Film extra neue Technologien entwickelt. Weiss nicht mehr welchen, ist auch egal. Hier ein grosses JA, Fraktale werden da sicher auch eine Rolle spielen. Interessant auch: Schnee. Wieso?
    7. Wenn Dinge explodieren sollen, kommen speziell dafür entwickelte Physiksimulationen zum Einsatz, die Flussgkeiten simulieren können oder wie Dinge zerbröseln oder Schnee sich verhält wenn eine animierte Figur sich darin bewegt. Diese Simulationen müssen aufgsetzt, kalibriert und getestet werden.

    Aber wie kommt man denn nun zum digitalen Bild? Im Gegensatz zu Computerspielen, die im Grundsatz einfach nur 3D-Dreiecke zeichnen, wird bei Film-CGI (riesige Menge) digitaler Lichtstrahlen simuliert, die vieles können, was echte Lichtstrahlen auch können, namentlich Bebrochen/Abgelenkt/Gestreut/etc. werden. Die werden dann auf die digitale 3D-Szene losgelassen, und manche landen dann in der digitalen Kamera und ergeben ein Bild.
    Dieses Prinzip ist die Grundlage für photorealistisches CGI in Filmen und ging früher wegen der Rechenleistung nicht, was mit ein Grund ist weshalb das CGI zum Teil (trotz ausreichender Menge Polygone) eher Scheisse aussahn (z.B Dune ist echt hart). Das Lichtstrahlen-Simulieren heisst Raytracing, hat (natürlich) viel mit Physik zu tun und braucht extrem viel Rechenpower, der aus zusammengeschalteten Grafikkarten gewonnen wird (Render-Farm). Hinweis: Diese Grafikkarten machen dann nicht das, was sie normalerweise tun, nämlich Dreiecke direkt malen und das Bild anzeigen, sondern führen eben ein spezielles Raytracing-Programm aus, das akribisch einzelne Lichtstrahlen simuliert.

    Photorealistische 3D-Modelle zu erstellen und anschliessend zu animieren und in Szene zu setzen und zu rechnen ist unendlich aufwändig und für das Budget von modernen Filmen einer der Hauptfaktoren. Gab ja auch diesen kleinen Skandal mit Life of Pi, Nerdtalk berichtete..

    Was ist ein Fraktal? Ein geometrisches Muster, z.B: die Form von Broccoli oder sowas:
    https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/8/89/Pythagoras_baum_Filled.png

    Hier das obglitatische Beispiel-Fraktal das viele Menschen kennen:
    https://en.wikipedia.org/wiki/Mandelbrot_set
    Das Mandelbrot kann z.B. zu einer Grafik einer Insel verwurstet werden (plakatives bespiel):
    https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/a/ae/Mandelbrot_island.jpg

    Hier noch der historische Beweis (Pixar, 1972) dass auch eine aus eckigen Dreicken bestehende Hand “RUND” dargestellt werden kann (2:45)
    https://vimeo.com/16292363

    Hier ist ein Artikel (mit guten Links) zu dem erwähnten Star Trek Film mit dem Fraktal-Planet inklusive einer kleinen Doku von damals
    http://motherboard.vice.com/blog/the-beautiful-math-behind-hollywood-s-first-computer-generated-sequence
    Am Anfang sieht man das Modell des PLaneten, das aus Dreicken besteht.
    Quote: “The Fractal Technique is a form of controlled randomness which adds a natural life complexity to simulated scenes.”
    Das fasst die Verwendung von Fraktalen in CGI ganz plausibel zusammen, finde ich. Bin jetzt auch kein Experte, man möge mich ergänzen.

    Zum Schluss noch eine lustige alte Seite von pixar wo man ein paar ihrer rendering-technologie-gedanken sieht, kann man sich mal anschauen wenn man die Mathematik hinter der Simulation von krausem Haar wissen will oder so. 😀
    http://graphics.pixar.com/library/

    Vielen Dank für die schöne Folge liebe Nerdtalker, war toll.

  3. Ich habe die Folge noch nicht ganz gehört, doch bisher gefällt sie mir sehr gut. Doch was wäre eine Episode Nerdtalk Extended ohne die technischen Besserwisser? 😀
    Bei eurem CGI-Gespräch fielen leider einige doch recht grobe Fehler. Auch heute basiert CGI noch auf Polygonen und Polygon-Netzen (sogenannten “Meshes”).

    Fraktale sind – vereinfach gesagt – geometrische Objekte mit hoher Selbstähnlichkeit — bekannt ist die Mandelbrot-Menge, als Beispiele in der Natur wird häufig Broccoli oder Blumenkohl genannt. Fraktale spielen wie erwähnt auch in der CGI eine Rolle, gerade dann wenn etwas nicht haarklein modelliert werden soll, sondern vielmehr auf natürliche Art und Weise zufällig aussehen soll, bestes Beispiel sind Landschaften (wie eben die nach dem Einsatz der Genesis-Maschine). Siehe zum Beispiel: https://en.wikipedia.org/wiki/Fractal_landscape
    Dennoch gab es natürlich keinen Paradigmenwechsel in der Computergraphik, dass man tatsächlich alles mit Hilfe von Fraktalen erzeugt. Auch die runde Form von moderner Computergraphik kommt nicht durch Fraktale zustande, sondern durch die riesige Zahl von Polygonen und auch durch den Einsatz von Texturen und Anti-Aliasing.

    Klar, alles nicht so wichtig für die Sendung, aber da ihr ja doch einige Minuten darüber spracht, wollte ich das klarstellen. Ein längeres Feedback kommt vielleicht noch, wenn ich mit der kompletten Folge fertig bin.

    Liebe Grüße
    Lukas

  4. Mein erster Kinofilm war ebenfalls von Disney, Peter Pan. Ich muß etwa fünf oder sechs Jahre alt gewesen sein, ich erinnere mich gut daran, wie überascht ich war, dass es schon dunkel draußen war, als der Film zuende war. Jetzt bin ich 51 und habe etliche Hundert Filme im Kino gesehen.

  5. Ich möchte als alter Puppentrickfilmer auch noch klarstellen, dass die Augsburger Puppenksite ncihts mit Trickfilm zu tun hat. Das ist abgefilmtes Kasperletheater. Weiss nicht ob es da einen eigenen Fachbegriff dafür gibt. Trickfilm ist im Einzelbildverfahren entstanden und wird Fotografiert.

    Danke an dom und Lukas dass ihr mir mehr Arbeit zum Richtigstellen abgenommen habt 🙂

  6. Welche Art besser ist, ist doch scheiss egal. Es sind die Drehbücher die zählen. Toy Story ist auch für Erwachsene Witzig, es singt niemand und hätte auch als Zeichentrickfilm funktioniert.
    Und schön, dass ihr dann doch noch die neuen Puppentrickfilme wie Boxtrolls und Corpse Bride erwähnt habt. 🙂 Wobei der beste natürlich Nightmare bevore Christmas ist…
    Deutsche Trickfilme gibts noch: Lissi und der wilde Kaiser und Jim Knopf ist in der Mache (bin gespannt…)

  7. Zu Puppenfilmen/Augsburger Puppenkiste: Dass es sich dabei nicht um Trickfilme handelt, ist aber doch völlig klar, oder nicht?
    Unsere Frage, und die Frage einiger entsprechender Forschungen (vgl. angegebene Montage AV-Ausgabe), war: Wie verhält es sich mit dem Begriff der “Animation”? Und da ist es durchaus interessant, sich auch über so etwas wie die Augsburger Puppenkiste, Sesamstraße, Muppets, etc. Gedanken zu machen. Dabei wird dann auch die von Dir gegebene Definition des Trickfilms, “abfotografierte Einzelbilder”, unter Umständen zweifelhaft, wie wir im Gespräch zu Theorien des digitalen Bildes ja deutlich gemacht haben.

    Zu den CGI-Ergänzungen kann ich nicht viel sagen, da das sehr tief in die mathematische/technische Materie geht. Raytracing wäre das einzige, was für mich davon tatsächlich sehr spannend erscheint: Dort lassen sich Fragen nach filmischem Realismus ansetzen, die der Diskussion um das digitale Bild noch einmal eine andere Perspektive geben. So gibt es (auch bei Manovich, meine ich) das Gedankenspiel eines Bildes, das tatsächlich auf Basis einer allumfassenden Formel physikalischer/optischer Gesetze generiert würde: Was hieße das für “Realismus”?

    Vielen Dank aber in jedem Fall für die umfangreichen Ergänzungen 😉

  8. Hallo Erstmal!!

    Erstmal wieder eine Fantastische Sendungdanke für die schöne Zeit.

    Um mich mal zu Outen ich gehöre zum Team Lars um das mal so zu sagen ;-)!
    Es ist das und das eine heiden arbeit zu produzieren ob ich mir da jetzt die Finger wund zeichne Oder am Computer den Goldenen Blick bekomme vom animieren der Figuren oder Kreuzweh Krieg vom Figuren umstellen bei Stop Motion. Alles ist arbeit alles braucht seine Zeit und jeder wird gleicher masen sein Herzblut und seine Liebe in das jeweilige Projekt stecken.
    Ich weiss nicht mehr ganz genau was mein erster Film war den ich im Kino gesehen habe sicher was von Disney, wunder bar habe ich noch Robin Hood in errinerung, vor allem die Schlange His. Sehr gut kann ich mich aber noch an meinen Filmmarathon erriner als ich ca 13 war. Da Habe ich mir Final Fantasy angesehn der Erste voll durchanimierte Film. Schau ich mir jetzt noch gern an egal wie gut oder schlecht die Qualität mancher beurteilt mir gefällts. Und was ich auch gefressen habe, auch weil mein Vater ein grosser Fan der Reihe ist, Asterix. Der erste von 1967 (Asterix der Galier) bis hin zum Ersten Animierten Asterix (Asterix in Amerika). Die originalen erwähne ich nicht weiter da sie nicht wirklich hier ein passen aber auch nicht wirklich gut waren. und zum Schluss noch der Lezte voll am Computer entstandene. ich hab ihn leider noch nicht gesehen deswegen kann ich nicht viel dazu sagen.

    Nun Ja
    Danke für euere Aufmerksamkeit bis denne
    Euer Alucard

  9. Moin,

    in die Diskussion »Augsburger Puppenkiste« will ich gar nicht so weit einsteigen, jedoch: Natürlich sind das keine Animationsfilme, sondern abgefilmtes Puppentheater (das per Fäden schon »animiert« ist, aber eben nicht Stop-Motion). Für mich ist Animationsfilm per Definition nach wie vor abfotografierte Einzelbilder, gezeichnet, geknetet, gebastelt, was auch immer oder eben halt per Computer gemalte, modellierte und in Bewegung gebrachte Figuren und Geschichten.

    Was ich allerdings bis jetzt zur Geschichte des Zeichentrickfilms noch vermisst habe, ist die Erwähnung der Trickfilmer, die schon vor Jahrzehnten den Disney-Overkill zu durchbrechen versuchten, seien es Ralph Bakshi mit dem Undergroundfilm »Heavy Traffic«, dem revolutionären »Herrn der Ringe«, »Wizards« und »Fire and Ice, oder die französisch-tschechische Produktion »La Planète sauvage« von ’73. Ich habe die Sendung aber noch nicht zu Ende gehört.

  10. @alucard: Final Fantasy war der erste Computeranimationsfilm mit realistischen Darstellungen, der erste abendfüllende durch und durch computeranimierte Film ist natürlich »Toy Story«.

  11. Hi,

    ich habe mir die Folge nun auch endlich anghört. Und was soll ich sagen, es gibt zwar etwas zu kritisieren, doch insgesamt ist Euer Extented Format wirklich interessant.

    Es ist schlichtweg falsch, dass die Disney Parks keinen Gewinn machen. Walt Disney World in Orlando zählt zu den erfolgreichsten “Parks” weltweit und bis auf Disneyland Paris generieren die Parks alle Gewinn. Paris ist auch der einzige Standort der finanzielle beim Bau und auch im Betrieb staatlich bezuschußt wird/wurde. Diese Begünstigungen der französischen Regierung gaben allerdings schlußendlich den Auschlag, dass der Park da steht wo er steht und nicht wie ursprünglich geplant auf dem Gelände des heutigen Port Aventura in Spanien.

    Auch, dass es keine Konkurrenz im Trickfilmmarkt in den 30ern gab ist so nicht richtig. Disney mag der Pionier gewesen sein, der abenfüllende Spielfilme produziert hat, doch Paramount und besonders Max Fleischer produzierte ebenfalls Trickfilme. Fleischer Studios produzierte so zum Beispiel Popeye-Kurzfilme (Popeye the Sailor Meets Sindbad the Sailor [1936], Popeye the Sailor Meets Ali Baba’s Forty Thieves [1937] und 1939 mit Gulliver’s Travel auch einen abendfüllenden Zeichentrickfilm. Auch MGM und Warner Bros. waren schon früh im Trickfilmgeschäft.

    Schön, dass Ihr Balance angesprochen hat. Ich gehöre zu den Menschen, die den Film sogar kennen. Mein Vater hat ihn irgendwann mal von 3SAT auf VHS aufgekommen und der Film ist auch heute allein wegen seiner Aussage sehenswert.

    Wenn ich es recht in Erinnerung habe, sprach Lars davon, dass Asterix in Amerika der erste Asterix-Film sei. Dies ist natürlich ebenfalls nicht richtig. Asterix der Gallier ist hier richtig.

    Und nun bitte die nächste Folge Extented!

  12. Lieber gnislew,

    vielen Dank für den Kommentar 🙂
    Zu Deinen Anmerkungen: Dass Disney bei weitem nicht die ersten waren, die Zeichentrick gemacht haben und auch in den 1930ern nicht die einzigen, haben wir ja ausgeführt. Dennoch: Konkurrenzlos. Denn wie Du schon sagst: Der Rest beschränkte sich v.a. auf Kurzfilme und nur vereinzelt Langfilme. Und in jedem Fall in keiner Weise mit dem anhaltenden ökonomischen Erfolg vergleichbar, den Disney vorweisen konnte, bzw. der Disney bis heute unter den ganz großen Filmstudios gehalten hat. Insofern: Konkurrenzlos.

    Zu ASTERIX: Stimmt, falls ich was anderes gesagt habe, bezog ich das darauf, dass es sich dabei 1994 um den ersten richtig großen Zeichentrick-Erfolg nach einer relativ langen Flaute handelte. Klar gab es vorher schon zahlreiche andere Asterix-Filme.

    Liebe Grüße!

  13. Mal wieder eine schöne Extended-Episode, die mir viel Spaß gemacht hat – auch wenn es ein paar technische Ungereimtheiten gab (Polygon-Meshes wurden ja weiter oben schon angesprochen, ebenso “Asterix”). Schade nur, dass ihr einen der besten deutschen Zeichentrickfilme, nämlich den fantastischen “Felidae” aus dem Jahr 1994 nicht erwähnt hattet, der insofern bemerkenswert ist, als dass er ein Tier als Protagonist hat, gezeichnet ist, sich doch eher dem Horror-Genre zurechnen lässt und für Kinder keinesfalls etwas ist. Solltet ihr den Film noch nicht kennen, spreche ich hiermit eine dicke Empfehlung dafür aus! Gerne mit kurzer Besprechung in einer der nächsten Folgen… 🙂

    Macht weiter so!

  14. Hey liebe Dudes, liebe Dudinnen !
    Schöner Podcast, wieder was gelernt. Aber, lasst doch dem Schindler mal mehr Sprechzeit. Wenn er mal was sagt, wird oft dazwischen gequatscht…Das nervt. Zum Thema: Die Musikvideos von PRIMUS möchte ich euch ans Herz legen. Stopmotionanimationpopotion ! “Primus – Southbound Pachyderm” ist nur ein Highlight. 😀

  15. Bei der Diskussion um Minute 45 wird total die frankobelgische Comic-Tradition unterschlagen. In Frankreich/Belgien sind seit jeher Comics für Erwachsene etabliert, entsprechend gab es dort auch Zeichentrickfilme für Erwachsene. Als herausragendes Beispiel möchte ich hier “Le Planete Sauvage” (1973) von René Laloux nennen.
    Überhaupt sind die 70er Jahre ein Jahrzehnt der Erwachsenen-Zeichentrickfilme: Das Werk von Ralph Bakshi etwa habt ihr komplett vergessen.

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