Filmische Weihnacht überall – Unsere Filme für die gemütlichste Jahreszeit

Auf dem Adventskranz glimmen die Kerzen, die Kamine lodern wohlig warm, die ganze Familie sitzt zu Spekulatius, Marzipan und heißem Kakao zusammen, Schneeflocken legen sich schlummernd auf das Fensterbrett, der Tannenbaum ist geschmückt und die Kinder singen Weihnachtslieder zu Blockflötenmusik. Kurzum: Es weihnachtet sehr. Und ob nun eure Weihnacht eher kitschig-rot-golden oder schlicht und mit einer kühlen Kiste Pils gefeiert wird – eines gehört fast so sehr zum Fest wie der dicke Mann im roten Mantel. – Klar: Filme. Gefühlt legen die Fernsehzeitungen zwischen Weihnachten und Neujahr fast so viel Gewicht zu wie ihre Leser – wenn es draußen kälter und dunkler wird, wenn nach dem Festessen die Bäuche voll und die Geschenke verteilt sind, dann ist es umso schöner im gemütlichen Beisammensein einen weihnachtlichen Film zu schauen. Dabei hat jeder seine eigenen, typischen Weihnachtsfilme, die alljährlich einfach zu den Feiertagen dazugehören. Wie sieht es bei den Nerdtalkern aus? Welche Filme dürfen für uns beim Fest nicht fehlen? Wir haben uns hingesetzt und unsere ganz persönlichen Weihnachtsfilme für euch zusammengestellt – ihr Kinderlein kommet und freuet euch mit uns! Nerdtalk wünscht einen schönen dritten Advent!

Profil_Phil_sw_xmasPhils Weihnachtsfilme

Kevin allein zu Haus

Als der Film im Kino war, war ich noch nicht groß genug, ihn dort sehen zu können. Doch als er auf VHS herauskam, war ich einer der ersten Konsumenten. Ich weiß gar nicht bei wem, wir hatten keinen Videorekorder… Hm. Sei es drum: Wie es Kevin mit viel Witz, List und Tücke die beiden Einbrecher Harry und Marv vom Haus abhält, das ist einfach klassisch. Klar, nach heutigem Maß ist womöglich der Slapstick-Faktor ein Stück zu hoch geraten, aber hey: Das Bügeleisen auf der Stirn bleibt dennoch lustig! Oder die Böller in den Töpfen. Erinnert ihr euch daran, wie Kevin mit einer Modelleisenbahn und Pappfiguren eine Party simuliert? Der Farbeimer am langen Band ist auch unvergessen.
Der Film strotzt einfach vor kindlich schönen Streichen – für Groß und Klein ein Klassiker.

Michel in der Suppenschüssel

Michel aus Lönneberga: Er ist einfach ein so gutherziger Junge. Ich finde den Kleinen von Grund auf sympathisch, auch und vielleicht gerade wegen seiner Macken. Trotz dessen, dass er einsam im Schuppen sitzt, verliert er nie die Hoffnung und bleibt aufrichtig. Die Mutter kann nie wahrlich böse sein, im Gegenteil, sie schützt ihn sogar vor den Wutausbrüchen des Vaters. Und die Magd Lina gibt zwar vor, gegen Michel zu sein und trägt ihn doch in seinem Herzen.
Wenn man also genauer hinschaut, sind sie eine so herzliche Familie, die Svenssons. Und trotz allem vordergründigen Ärger und Stress halten sie zusammen – eine Eigenschaft, die auch zu Weihnachten passt und wieder etwas ist, wo Groß und Klein etwas von haben. Denn auch wenn wir uns ärgern oder die Kinder nicht so wollen, wie man selbst: Am Ende sind wir alle füreinander da.

Loriot – Weihnachten bei den Hoppenstedts

“Früher war mehr Lametta” – Hach Gott, habe ich gebraucht, den Witz von Loriot zu verstehen. Und was habe ich ihn mögen gelernt. Eigentlich habe ich immer eine große Runde um Loriot gemacht und dann gab es irgendwann mal “Weihnachten bei den Hoppenstedts” bei iTunes kostenlos zu laden. Für mich wurde dann dieser Kurzfilm quasi zum “Dinner For One” zu Weihnachten. Wie Opa Hoppenstedt zum Helenenmarsch mitzuckt und Evelyn Hamann zum Kauf des Atomkraftwerkes überzeugt wird (“Aber es macht Puff, und die Kühe fallen um und die kleinen Häuser und Menschen … da ist dann immer ein großes Hallo und viel Spaß.”) – einfach lustig, selbst jedes Jahr erneut den Spiegel in so vielfältiger Weise vorgesetzt zu bekommen.

Puhdys – Dezembertage

Es ist eine Familientradition geworden, seitdem es die DVD des Konzertmitschnitts gab. Man muss dafür etwas ausholen: Mein Vater war in seinen jungen Jahren Roadie bei den Puhdys und hier zuständig für den Auf- und Abbau sowie “Einspielen” des Schlagzeugs. Ab und zu kam es auch zu der Gelegenheit, dass er selbst bei Konzerten das Schlagzeug spielte. So verbindet eine Menge meinen Vater und eben die Puhdys.
2004 kam dann eben die Konzert-DVD heraus, die in den Weihnachtstagen 2003 im Berliner Tempodrom aufgenommen wurde und einen tollen Mix zwischen klassischen Weihnachtsliedern neu interpretiert (“Kommet ihr Hirten”, “Vom Himmel hoch da komm ich her”), Puhdys-eigenen Weihnachtsliedern (“Dezembertage”, “Merry Christmas”), Auftritten von befreundeten Gastbands (Bell, Book & Candle, Stamping Feet) und Puhdys-Klassikern (“Wenn ein Mensch lebt”, “Lebenszeit”, “Alt wie ein Baum”) enthält.
Besonders groß erwartet ist immer der Titel “So große Wünsche“, der von den Wünschen der kleinen Kinder handelt – hier tritt die seinerzeit sechsjährige Kimberly auf, Tochter des Gitaristen Quaster, mit einem Kinderchor auf der Bühne auf. Und wie professionell sie das durchzieht: Süß, Knuffig und das Maximum, was man an Weihnachten erleben kann. Gerade ihr Solo und der Refrain danach – Gänsehaut der Wonne.

Schaue es gerade auf YouTube und habe Pipi inne Augen…
Ein Weihnachten ohne Puhdys? Undenkbar!

Profil_Lars_sw_xmasLars’ Weihnachtsfilme

Mäusejagd

Ein Film, der – sieht man einmal nüchtern darauf – wirklich nicht besonders gut ist. Zwei Brüder erben ein Haus und wollen dies so schnell wie möglich verkaufen. Eigentlich kein Problem, wäre da nicht eine Maus, die beide in den Wahnsinn treibt. Ein bisschen Kevin – Allein zu Haus steckt dabei durchaus mit darin: Der Witz richtet sich wohl vornehmlich an die jüngeren Zuschauer und funktioniert vor allem über Schmerzen und Missgeschicke der beiden Protagonisten. Doch ähnlich wie Kevin – Allein zu Haus, den man im übrigen an dieser Stelle ebenfalls auflisten könnte, überdeckt der Charme der Nostalgie, überdeckt das winterliche Setting und die dann doch irgendwie herzliche Erzählung alles andere und für mich gehört Mäusejagd seit Jahren ganz klar zum Standardprogramm des vorweihnachtlichen Fernsehens. Ist eben einer dieser Filme, an dem trotz allem kein Weg vorbei führt.

Hautnah

Zunächst völlig kontraintuitiv diesen Film hier zu listen. Wie komme ich dazu? Obwohl Hautnah für meine Begriffe zu den schmerzlichsten Liebesfilmen gehört, ist er darin einer der ehrlichsten. Liebe ist nicht ein Weg zum Happy End, Liebe ist ein irrsinniges, genauso strahlendes wie dunkles Gefühl und Hautnah ist kein Liebesfilm, sondern ein Film über wahre Liebe. Mal ganz ohne das Bündel an Konnotationen, das zu dieser Redewendung gehört, sondern reduziert auf die zwei Kerne: Wahrheit und Liebe.
Seitdem ich den Film vor Jahren im Winter zum ersten Mal gesehen habe, hat es sich zufällig immer wieder ergeben, dass ich ihn vor Weihnachten schaue – keine bewusste Tradition also, aber eine, die auch dieses Jahr bestimmt noch stattfinden wird, oder dann eben doch zur bewussten Tradition gelangt. Und vielleicht ist es auch gar nicht so verkehrt, zur Zeit der überall ins Gesicht springenden Liebe der Werbesprache, auch mal einen Film mit einem wahren Kern zu schauen.

Der kleine Lord

Ein Ritual, das man mir erst aufzwingen musste: Seit ich denken kann, wird dieser Film mit meiner Familie geschaut. Lange Zeit konnte ich mir alle Jahre wieder nichts Schlimmeres vorstellen, doch irgendwann kommt dann die Wendung und ich muss anerkennen, dass Der kleine Lord in der Tat eine herzerwärmende Geschichte über Nächstenliebe und ehrliche Freude erzählt. Wenn man also erstmal die Pubertät überwunden hat und das Filmschauen mit den Eltern nicht mehr an sich schon uncool ist, gehört auch dieser Film seit einigen Jahren fest in mein Programm zu Weihnachten.

Und bevor nun der Schindler von seinen Weihnachtsfilmen erzählt, muss ich auf einen faszinierenden Zufall in der Vorbereitung dieses Artikels hinweisen: Ohne Absprache und völlig unerwartet, schickte er mir haargenau die drei Filme zu, die ich selber bereits gelistet hatte. Ich änderte meine drei Filme also auf die obigen, die ebenso zu Weihnachten gehören, und schließe mich den folgenden dreien voll und ganz an:

Profil_Schindler_sw_xmasSchindlers Weihnachtsfilme

Annabelle und die fliegenden Rentiere

Ein kleines Kalb, ein großer Traum. Annabelle will unbedingt dabei sein, wenn der Schlitten des Weihnachtsmannes gezogen wird. Es ist ihr allergrößter Wunsch – und dann entscheidet sie, lieber etwas Gutes für einen Freund zu tun. Ihr Wunsch bleibt ihr ein Leben lang und wird natürlich letztlich doch vom Weihnachtsmann erfüllt. Am Ende fliegt die nun ältere Kuh mit dem Schlitten davon.
Ein zutiefst herzerwärmender Kinderfilm, liebevoll gezeichnet und synchronisiert. Eine kleine Perle, humorvoll und doch so tieftraurig, dass ich mir bisher bei jeder Sichtung des Films eine kleine Träne nicht verdrücken konnte. Annabelle gehört zu Weihnachten wie der Baum, der Schnee und die Geschenke. Es ist die Weihnachtsbotschaft die hier verkündet wird: Verschenke Glück -auf dass auch du glücklich wirst. Wer ihn noch nicht kennt, sollte es dringend nachholen. Dauert auch nur eine knappe Stunde!

Tatsächlich … Liebe

Ein Film, der zwar an Weihnachten spielt, den man aber eigentlich auch das ganze Jahr über schauen kann. Verschiedenste Liebesgeschichten nehmen ihren Lauf, verzetteln sich und am Ende ist natürlich alles wieder schön. Da kann der Regierungschef das Hausmädchen lieben oder das Lichtdouble beim Porno-Dreh seinen Kollegen. Selbst Rockstars können plötzlich Neigungen entwickeln, mit denen sie vorher niemals gerechnet haben.
Für mich erst seit zwei Jahren eine Weihnachtstradition geworden, aber eine die ich bereits sehr lieb gewonnen habe. Ich kann gar nicht sagen, wie oft ich diesen Film schon gesehen habe, aber ich tue es immer wieder mit großer Freude. Er ist einfach charmant. Und gerade an Weihnachten eine wunderbare Möglichkeit, den Alltagsstress zu vergessen und in Stimmung zu kommen.

Weihnachtsmann & Co. KG

Kein Film, aber eine sehr niedliche Serie, die für mich in die Adventszeit gehört. Nun schon seit ein paar Jahren nicht mehr in Gänze gesehen (was früher natürlich jedes Jahr Pflicht war), erinnere ich mich immer noch gerne an den Weihnachtsmann, seine drei pfiffigen Elfen, ihre Spielzeugmaschine und den bösen Gegenspieler Grantelbart. Und die eine oder andere Folge an einem dunklen Adventssonntag, das muss dann doch immer wieder sein. Mehr aus Nostalgie wahrscheinlich inzwischen, finde ich doch die meisten Witze inzwischen nur noch teilweise amüsant. Aber es gab eine Zeit, da habe ich sie wirklich und aufrichtig geliebt.

Bettis Weihnachtsfilme

Natürlich gehören bei mir ebenfalls Der kleine Lord und Tatsächlich … Liebe zum absoluten Film-Pflicht-Programm (allein schon, um ein ums andere Jahr Hugh Grant tanzen zu sehen) und mit meiner Wahl erfülle ich dann doch auch gern jedes Klischee und sämtliche Frauenquoten, aber seis drum:

3 Haselnüsse für Aschenbrödel

Kein wenn, kein aber. – Ich komme aus dem Osten, ich bin absolut damit groß geworden und habe wohl keinen Film der Welt so häufig gesehen wie diesen. (Was einem die endlosen, zugegebenermaßen tatsächlich enorm nervenden, Wiederholungen nicht schwer machen.) Am 24. ist es Pflicht – bevorzugt parallel zum Baumschmücken. Und wenn mein Herr Vater und ich mit verteilten Rollen den Text mitsprechen, bleibt kein Auge trocken. Ich spreche selbstverständlich den Prinzen und er das Aschenbrödel …

Während du schliefst

Sandra Bullock als sie noch zauberhaft war; ein bisschen Kitsch – muss sein. Der Film trifft das weihnachtliche Thema zumindest thematisch, wird bei uns aber auch gern abwechselnd mit E-mail für dich gesehen. Fragt nicht warum, ich versuche seit Jahren ein Muster zu erkennen.

Highlander

Es kann nur einen geben. Es macht überhaupt keinen Sinn diesen Film hier anzuführen, aber aus unbestimmten und völlig schleierhaften Gründen läuft er seit Jahren bei uns an irgendeinem der Feiertage. Ich glaube, weil meine Eltern gern Queen hören und ich von kleinauf darauf konditioniert bin bei „Who wants to live forever“ loszuflennen. Und Wikipedia nennt das dann eine Powerballade. Erschütternd.

Bridget Jones

Noch ein Klischee. Dabei mag ich den Film nicht mal. Aber Colin Firth trägt einen Rentier-Pulli. Reicht als Begründung, mehr braucht es nicht. Einen Rentier-Pulli!


Noch etwas mehr als eine Woche ist es hin, bis sich endlich die Geschenke türmen und Kinderaugen voll Entzücken strahlen – doch was passiert, wenn Oma wieder Socken schenkt und Mutti einen selbst-gehäkelten Pullover? Statt euch passend zu Weihnachten etwas zu schenken, haben wir dieses Jahr daher einen tiefen Blick in unseren Gewinn-Fundus geworfen und starten eine ganz besondere Art der nach-weihnachtlichen Bescherung:

Ab dem 25.12. morgens um 10 Uhr habt ihr hier die Chance einen Wunsch auch tatsächlich erfüllt zu bekommen. Was ihr tun müsst? Ganz einfach: Schreibt uns nach Gewinnspiel-Start in den Kommentaren einerseits, welchen unserer Gewinne ihr gerne haben möchtet und berichtet dazu kurz, welche Erinnerung ihr an besonders furchtbare oder aber besonder wundervolle Weihnachtsgeschenke habt. Dabei gilt: Pro Person nur ein Wunsch! Dieser wird dafür auch in jedem Fall erfüllt, sofern ihr als Erster euren Wunsch in den Kommentaren für ein Geschenk unserer Liste äußert. Das Ganze könnt ihr noch bis zum 05.01.2015 um 23:59 Uhr tun, oder eben bis alle Geschenke einen glücklichen Eigentümer gefunden haben. Klar soweit? Dann sucht euch etwas Schönes aus und habt ein wundervolles Weihnachtsfest, feiert schön und lasst euch fein beschenken 😉

Die Nerdtalk-Weihnachtsgeschenke:

Eine Menge dazwischen :)
Für jeden etwas dabei!

Merchandise:
I love you, Philipp Morris – T-Shirt (XL)
Megamind – T-Shirt (XL)
Hell – Trinkflasche
New Moon – Soundtrack CD
Die kommenden Tage – Tasche
Monty Python – Sprechender Fuß
Der letzte Trapper – Handwärmer
Toy Story – Sammelfigur Jessie

Filme:
Cold Blooded – BluRay
Song for Marion – BluRay
Lovelace – BluRay
Drecksau – DVD
Hawking – DVD
Auge um Auge – DVD

Fröhliche Weihnachten und einen guten Start ins neue Jahr wünscht euch das gesamte Nerdtalk-Team!

Es gelten für das Gewinnspiel unsere Teilnahmebedingungen.

(Titelbild: X-Mas, bearbeitetes Foto von sonic.knight / flickr.com / Lizenz CC BY SA)

(Weihnachtsmütze: 20051031165049-0, Bearbeitung aus einem Foto von César Rincón / flickr.com / Lizenz CC BY SA)

Kommentare(25)
  1. bullion 14.12.2014
  2. Fanelia 14.12.2014
  3. Lars 14.12.2014
  4. phil 14.12.2014
  5. Lars 14.12.2014
  6. Teo 16.12.2014
  7. KOEK 17.12.2014
  8. Hestia 19.12.2014
  9. GekonntPlanlos 25.12.2014
  10. Teo 25.12.2014
  11. Jobbe 25.12.2014
  12. Robert Horry 25.12.2014
  13. Thor 25.12.2014
  14. DeeWee2012 25.12.2014
  15. pastore 25.12.2014
  16. Michael Kastner 25.12.2014
  17. stanleyhitchcock 25.12.2014
  18. stanleyhitchcock 25.12.2014
  19. onkelmicha 25.12.2014
  20. Fanelia 26.12.2014
  21. Martin 26.12.2014
  22. phil 26.12.2014
  23. Reinhold 28.12.2014
  24. Katrin K. 30.12.2014
  25. Jan 05.01.2015

Hinterlasse uns einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.