Bibi und Tina – Mädchen gegen Jungs


Filmposter: Bibi und Tina – Mädchen gegen JungsRegie:
Drehbuch:
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Kinostart D:
Laufzeit: 1:51 Stunden

Filmkritik zu “Bibi und Tina – Mädchen gegen Jungs”

5/5 von Schindler

Dieser dritte Teil der “Bibi und Tina”-Reihe von Detlev Buck knüpft genau dort an, wo die beiden Vorgängerfilme aufgehört haben und ist doch anders. Tatsächlich gibt es dieses Mal keine einzige Szene, die auf Schloss Falkenstein oder dem Martinshof spielt. Stattdessen sind wir im Wald bei einem Geo-Caching-Wettbewerb und verfolgen wie unsere Helden versuchen goldene Sterne zu finden. Natürlich gibt es Pferde, doch stehen sie dieses Mal weniger im Mittelpunkt. Weder muss ein Rennen gewonnen werden noch ist das Gestüt in Gefahr. Amadeus und Sabrina sind hier einfach das Fortbewegungsmittel auf dem sich die beiden Protagonistinnen wohler fühlen als auf den Geländefahrrädern, die einige ihrer Gegenerinnen und Gegner im Wettkampf ausgewählt haben um schneller voranzukommen. Ein weiterer wesentlicher Unterschied zu den beiden vorangegangenen Filmen ist das deutlich größere Personal. Es gibt viele neue Figuren, das war auch schon im zweiten Teil der Fall. Aber dieses Mal sind es so viele, dass man bis zum Ende des Films nicht einmal alle Namen weiß, sondern eigentlich nur ihre Funktion (Teil der Pfadfindergruppe oder eine von den Tussis mit Föhnfrisur). Trotzdem schließt man all diese neuen Charaktere schnell ins Herz, vermisst immernoch ein bisschen Sophia von Gehlenberg und freut sich trotzdem, wenn der Moschusochse und die Fans of Sheldon (mit ihrem unfreiwilligen Zuwachs Dieter Destruktivus) am Ende auf einen glücklichen Sommer zurückblicken.

Dass sich das Setting in diesem Film radikal verändert hat ist eine sehr gute Idee, denn so kann Buck der genialen Form treu bleiben und man hat trotzdem das Gefühl mehr als nur einen neuen Aufguss dessen zu bekommen, was man schon kennt. Außerdem ergibt sich so die Möglichkeit die bekannten Figuren noch einmal in völlig neuen Zusammenhängen zu erleben. Vor allem bei Graf Falco und seinem Butler Dagobert entsteht so viel neues Komikpotential. Der Film ist insofern unabhängig, als dass nicht alle Figuren wieder auftauchen (die hübsche Kommisarin aus Teil 2 scheint gar völlig aus dem Leben des Grafen verschwunden zu sein, der nun wieder Tinas Mutter anhimmelt), aber er bildet für andere Figuren eine großartige Abrundung ihrer Entwicklung. Vor allem für Hans Kakman, der Bösewicht den wir schon zweimal verabscheuen durften und dessen Lied im ersten Film sicherlich ein Highlight war. Hier bekommt er nun einen neuen, ganz phantastischen Song.

Um es kurz zu machen: Ich habe mich auf diesen Film gefreut, seit klar war, dass er gedreht werden würde. Und ich wurde nicht enttäuscht. Noch immer nimmt er sich herrlich wenig ernst, noch immer sind die Figuren hemmungslos überzogen, noch immer sind die Farben zu bunt, die Musik kommt an völlig unpassenden Stellen poppig und in Songvideoästhetik und ist genau darum so großartig und es fallen noch immer Sätze, bei denen man sich fragt ob man das nun gerade wirklich gehört hat. Besonders gelungen ist dieses Mal die Katastrophenfilm-Hommage “Feuer”, in der alle Staub im Gesicht haben wie in jedem ARD-Eventfilm, Bibi singt und alle schaufeln. Großartig aber auch der junge Franzose, der den Protagonistinnen gleich zu Beginn eine Menage a Trois vorschlägt und Urs Nägli, der neue Gegenspieler von Bibi, bei dessen Darstellung Phil Laude beweist, dass es sich nicht ausschließen muss youtube-Star zu sein und eine gute Performance im Kino abzuliefern.
Und ja, es gibt wieder eine Beziehungskrise bei Tina und Alex.

Einen ganz kleinen Minuspunkt gibt es für den von Kostja Uhlmann gespielten Sportreferendar, der selbst in dem “Bibi und Tina”-Figuren-Potpourri noch etwas zu überzogen, hektisch und überdreht daher kommt.

Trotzdem eine unbedingte Empfehlung für alle, die den ersten Film mochten. Meiner Meinung nach stärker als Teil 2 und, falls das der Plan war und kein weiterer Film mehr folgt, ein sehr guter Abschluss für eine Trilogie.
Ach ja, und ich denke auch für Kinder durchaus einen Kinobesuch wert.

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