Filmszene aus Halloween Kills

Halloween Kills

Regie: David Gordon Green, Atilla Salih Yücer, Teddy Gibbons, Justin Dybowski, Phil Yarbor
Drehbuch:
Schauspieler: Jamie Lee Curtis, Judy Greer, Andi Matichak, James Jude Courtney

Kinostart D: (FSK 18)
Kinostart US: (FSK R)
Originaltitel: Halloween Kills
Laufzeit: 1:45 Stunden
Filmposter: Halloween Kills

Filmkritik zu Halloween Kills

Benutzerbild von Phil
3/ 5 von

Hatte schon der 2018er Halloween neben guter Suspense einen deutlich erhöhten Bodycount, so legt dieser Film noch einen drauf: Kaum ein Auftritt von Michael Myers, ohne dass er Personen brutalst tötet. Hierbei setzt er nicht nur auf das gewohnte Messer, sondern nutzt auch andere Werkzeuge wie eine abgebrochene Leuchtstoffröhre, die sich ihren Weg in die Kehle der dahinscheidenen Opfer bahnt.

Die Halloween-Reihe zeichnet sich nicht durch tiefgreifende Geschichte aus, jedoch ist der Plot dieser Verfilmung auffällig simpel gestrickt: Myers überlebt und schlachtet weiter, während sich die Bewohner von Haddonfield vereinen und eine Treibjagd auf Myers veranstalten. Viel mehr hat dieser Film nicht zu bieten.
Zwar geben einige Rückblenden noch Hintergründe von vergangenen Plots, aber am Ende erscheinen diese eher ungelenk eingewoben statt harmonisch aus einem Guss. Man versucht sich also an Fanpleasing, was zwar nie zu Begeisterungsstürmen, dennoch aber zu einem anerkennenden Nicken führt.

Die Wut des tobendenden Mobs auf der Jagd nach Myers gerät gerade im letzten Drittel außer Kontrolle, sodass es zu … Kollateralschäden kommt. Gerade diese pressen einem die moralische Frage des wahren Mörders ins Gesicht.
Kritisch betrachtet ist diese Inszenierung recht plump, was man dem Film aufgrund seiner grundsätzlich nicht besonders tiefgreifenden Erzählung jedoch verzeiht.

Gore-Fans kommen in diesem Film auf ihre Kosten: Das Blut spritzt kräftig und häufig, die Auftritte von Myers haben Kraft und Präsenz, seine Morde sind skrupellos und detailreich inszeniert. Auch seine Hingabe zum Drapieren seiner Opfer hat Myers nicht verloren.
Auch die breite Palette an Waffen, sowohl von Myers als auch seinen Verfolgern, bringt eine Art von Pepp in die Verfilmung.

In Summe ist der Film auf der Ebene der Erzählung sehr einfach gehalten und trägt außer dem Aspekt, dass Myers noch lebt, nichts Nennenswertes der Reihe bei. Die kleinen Anspielungen auf die Reihe oder Background-Stories der Personen sind gut gemeint, aber in ihrer Auswirkung auf die Gegenwart des Films ziemlich irrelevant. So verkommen die meisten Opfer eher zu ausreichend Lebendfleisch für Myers als zu relevanten Charakteren mit Tiefgang.

Dennoch macht es -im Rahmen des Genres- Spaß, die umfangreichen Tode zu sehen und beim nächsten Kill noch mehr Blut zu sehen.

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