Samsung HW-K950 – die Soundbar mit Dolby Atmos für zu Hause

Bild: Samsung.com

Dolby Atmos kennt man vielleicht aus dem Kino: Ton nicht nur von vorn, hinten, links und rechts – sondern auch von oben. So soll noch ein besseres und räumlicheres Klangbild entstehen. Doch Samsung dachte sich “Hey, das muss doch zu Hause auch gehen” und brachte die HW-K950 raus: Eine Soundbar mit Dolby Atmos.
Samsung hat für diese Soundbar nach Köln ins Hyatt Regency geladen – und ich konnte mir einen Eindruck davon machen, ob der umfängliche Klang auch außerhalb des Kinos funktioniert.

Was ist Dolby Atmos genau?

Sicherlich kennt jeder von uns Dolby Digital 5.1 oder Dolby TrueHD 7.1: Die erste Ziffer gibt die Menge der Boxen an, die Ziffer nach dem Punkt die Menge der Subwoofer. In der 7.1-Ausstattung gibt es also sieben Boxen, die rund um das heimische Sofa aufgebaut werden: Ein Center-Lautsprecher am Screen, jeweils einer links und rechts davon, jeweils einer rechts und links vom Zuschauer und noch einmal zwei, die hinter dem Zuschaer positioniert werden.
Das ist schon charmant und macht einen guten Sound.

So kann Dolby Atmos im Kinosaal aussehen: Die dunkelblauen Boxen sind über den Rängen angebracht.
Bild: Dolby.com

Dolby Atmos im Kino nutzt bis zu 64 Lautsprecher, die aber nicht nur um den Hörer herum, sondern auch über ihm positioniert werden. Fliegt also ein Helikopter über einen hinweg oder regnet es im Film, so hört man es auch von oben und fühlt man sich noch mehr in den Film reinversetzt. Einem Sounddesigner ist es nun nicht nur möglich, den Ton in einer waagerechten Ebene zu positionieren, sondern ihn quasi überall erschallen zu lassen.

Dolby Atmos gibt es schon seit einigen Jahren, genauer seit 2012. Der erste Film in Dolby Atmos war Merida, zwischenzeitlich gibt es diverse Filme, die diese neue Möglichkeit zum Sounddesign nutzen. Besonders empfehlenswert ist hier übrigens Gravity.

Die Samsung HW-K950 mit Dolby Atmos

Nun, 64 Boxen ins Heim-Wohnzimmer hängen, das ist eher nicht so cool. Zudem stellte sich auf dem Event schnell heraus: Der WAF ist dabei nun nicht wahrlich groß. Deswegen hat sich Samsung einiges einfallen lassen:

Das HW-K950-Set besteht nicht nur aus der Soundbar, sondern auch aus einem weiteren Subwoofer und zwei Rear-Boxen. So sorgt man mit möglichst wenig Boxen dafür, dass der Bass schön ertönt und der Sound auch galant von hinten kommt. Ganz großer Charme-Faktor: Alle Devices finden sich per Funk. Strippen ziehen ist Zeug von gestern.
Nun stellt sich die Frage: Wie kommt der Ton an die Decke? Eigentlich ganz logisch – und doch recht pfiffig. Ich verweise mal den den Kollegen Lars von All About Samsung, der auch in Köln war und das Thema sehr gut aufarbeitet (und wer mich findet, kann sich ein Gummibärchen nehmen 😉 ).

In der Soundbar und den Rear-Boxen sind also Lautsprecher, die nach oben gegen die Decke gerichtet sind. Die Decke reflektiert den Ton und so wird der Eindruck erweckt, dass der Ton von oben kommt. Es klingt zugegeben nach einer gewissen Krücke, aber zu meiner Überraschung funktioniert das wirklich gut. Natürlich benötigt es dafür schon eine flache Decke, Wandschrägen sind da eher eine große Herausforderung. Altbau-Wohnungen müssen sich aber nicht fürchten: Bis etwa 4 Meter Deckenhöhe spielt das System ohne Probleme mit.

Mit drei Boxen-Anordnungen in der Soundbar (Center, links, rechts, jeweils unterteilt in Box für Höhen, Mitten und Tiefen, somit in Summe 9 Boxen in der Bar) und zwei Rearboxen, einem Subwoofer und vier Boxen, die gegen die Decke strahlen, ist die Samsung HW-K950 also ein 5.1.4-System. Und mit 500 Watt ein System, das auch kräftig Power unterm Hintern hat.
Auch ansonsten ist die Bar schon gut ausgestattet: Sie ist vorbereitet, 3D-Videostreams zu verarbeiten, kann per Bluetooth auch von extern bespielt werden oder klinkt sich nahtlos in ein existentes Samsung Wireless Sound-Setup ein.

Der erste Eindruck

Samsung hat nicht nur eingeladen, um die Soundbar einfach nur anzufassen, sondern auch, um sie in Action zu erleben. Ich war wirklich sehr skeptisch: Ich bin bereits Dolby Atmos-verwöhnt, das Astor in Hannover setzt seit Eröffnung auf das neue Sounddesign. Kann da die Soundbar mithalten?

Das Set der Samsung H-K950: Die Soundbar, ein Subwoofer, zwei Rear-Boxen
Bild: Samsung.com

Verdammte Axt: Die kann echt was.
Die Soundbar hat keine 64 Boxen wie das Kino zu Hause. Und die Soundbar klebt keine Boxen an die Decke. Natürlich ergibt sich dann ein Unterschied. Aber ich war wirklich überrascht, dass das recht simple Setup einer Tonreflexion selbst in schallgedämmten Meetingräumen so gut funktioniert. Im Verlauf des Events schauten wir noch Everest und so mancher Schneesturm war deutlich auch von oben zu hören.

Die unverbindliche Preisempfehlung von 1.499 EUR mag im ersten Moment abschrecken. Doch haltet euch vor Augen: Das Set ist ein komplettes Soundsystem für zu Hause. Man braucht weder einen Verstärker noch Boxen. Wer sich schon einmal ein Soundsystem gekauft hat, weiß, dass allein diese Zusammenstellung schnell vierstellige Summen hervorrufen kann. Hinzu kommt die absolute Flexibilität aufgrund von fehlenden Audiokabeln. Die HW-K950 ist vorbereitet für jeglichen technischen Fortschritt, kann Bluetooth, 4K-Auflösung, 3D-Video und WiFi. Und natürlich strahlt sie Dolby Atmos ab, ganz ohne Verkabelungsarbeiten.
Betrachtet man sich diese Features zusammen, so ist das kompakte System gar nicht mal so teuer gemessen an dem, was es mitbringt. Klar, es ist weiterhin Geld – doch es sind eben auch keine Notebook-Lautsprecher, die hier verbaut wurden: Qualität hat seinen Preis. Wer dennoch sparen möchte, verzichtet auf die zwei Rear-Speaker und zahlt 200 EUR weniger. Doch wer sich einmal gegen die Rears entscheidet, kann sie nicht später nachrüsten – also lieber gleich richtig und dann auch richtig Spaß haben!

In den kommenden Wochen erhalte ich ein Testexemplar, um die Samsung HW-K950 in meinen eigenen Räumen zu testen. Und dann wird sie ganz abseits von Presse-Events auf die Probe gestellt. Ich werde euch auf dem Laufenden halten.

Für die Transparenz: Samsung hat zu diesem Event eingeladen und Kosten für Fahrt und Unterkunft übernommen.

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