Drehbuch: Stephen King, Michael Bacall, Edgar Wright
Schauspieler*innen: Glen Powell, William H. Macy, Lee Pace, Michael Cera
Kinostart D:
Kinostart US: (FSK R)
Originaltitel: The Running Man
Laufzeit: 2:14 Stunden

Filmkritik zu The Running Man
Unterschiedlicher können die zwei Running Man-Filme von 1987 und 2025 nicht sein: Ist die Arnold Schwarzenegger-Verfilmung typisch 80er übertrieben, künstlich und vor allem fernab der Romanvorlage, so ist dieser Film deutlich nahbarer.
Selbstverständlich liegt das auch an den Möglichkeiten von Special Effects und modernem Pacing der Erzählung. Kurioserweise baut dieser Film aber seine Spannung gar nicht durch große Effekte auf, sondern durch die auch im Roman vorliegende Prämisse:
Wenn ein ganzer Staat, inklusive Bürger und Polizei, dich für 30 Tage jagen kann, mit dem Ziel, dich zu töten – dann liegt es nah, dass jede Bewegung die letzte sein könnte. Die schwebende Angst, der falschen Person in die Arme zu laufen und die stete Frage, wer gut und wer böse ist, macht ganz ohne Bombast das Salz in der Filmsuppe aus.
Aber natürlich gibt es ausreichend Explosionen und packende Verfolgungen.
Glen Powell spielt den Ben Richards durchaus glaubwürdig, aber nun auch nicht herausragend. Selbst Josh Brolin kann seine Antagonisten-Rolle nicht ganz ausspielen. Und dennoch ist der Film rund, funktioniert in seiner Welt gut.
Abseits der Idee der Verfolgung trifft der Film natürlich einen Nerv der Zeit, wenn es um Massenüberwachung, Verfolgung von unerwünschten Personen sowie Brot&Spiele für das Volk gibt.
Dennoch brennt sich der Film weder mit seiner Erzählung noch mit seiner medienkritischen Wirkung dauerhaft ein.
Aber trotzdem ist er ein unterhaltsamer, actiongeladener Film, dem nichts Falsches vorzuwerfen ist und den man dewegen gern schaut.
