Media-Monday #80

Auch im Jahr 2013 haut das Medienjournal-Blog wöchentlich Fragen zu Film und anderem Popkultur-Kram raus. Und wir machen bei der Aktion natürlich auch weiterhin mit!

1. Joe Pesci gefiel mir am besten in den „Lethal Weapon“-Filmen als aufgedrehter, nimmermüder Leo Getz.

2. Robert Zemeckis hat mit “Zurück in die Zukunft” seine beste Regiearbeit abgelegt, weil es einfach einer jener Filme ist, die – egal ob man ihn mag oder nicht – doch auf jeden Fall in die Top Ten der besten Filme (zumindest der 80er Jahre wenn nicht gar überhaupt) zählt. Ein geschickt geschriebenes Zeitreise-Abenteuer, das inzwischen so was von Kult ist. Trotzdem freue ich mich auf den bald anlaufenden „Flight“ auch sehr.

3. Julia Stiles gefiel mir am besten in den „Bourne“-Filmen mit Matt Damon, auch wenn ich mir ihre Anwesenheit in diesen Filmen gerade erst in der IMDB anlesen musste. Julia Who?!

4. Eure Meinung zur Zensur- und Indizierungspolitik in Deutschland: Gerechtfertigt, egal oder absolute [zensiert]?
Gestört habe ich mich daran eigentlich nie, weil ich nie ein großes Interesse an den Dingen hatte, vor denen mich unser Staat glaubte, schützen zu müssen. Schon zu Analog-Zeiten gab es auf dem Schulhof immer einen Kumpel, dessen Kumpel irgendwie doch alles Verbotene besorgen konnte. Und wer heute nicht selbst findig genug ist, im schier grenzenlosen Internet auch zensierte Sachen zu finden, der kennt doch zumeist einen Kumpel von einem Kumpel, der genau weiß, wo man klicken muss, um auch die rigidesten Verbote zu umgehen. Oftmals sorgt doch gerade erst eine Indizierung für eine größere Publicity für so manches Machwerk, das dank seiner miesen Qualität ansonsten nur einem kleinen Zielgrüppchen aufgefallen wäre. Nun ja.

5. Dass viele die Originalfassungen von Filmen und Serien bevorzugen steht außerfrage und ist insbesondere im Englischen ja durchaus gut verständlich, wie aber handhabt ihr es – sofern ihr ebenfalls dieser Gattung angehört – mit Produktionen aus Ländern, deren Sprache euch überhaupt nicht geläufig ist?
Mit Untertiteln kann ich mich nie so wirklich anfreunden, weil sie mich in vielen Momenten von dem Gezeigten ablenken. Gerade in intensiven Dialogen will ich auch genau auf das Minenspiel der Akteure achten können, ohne immer das Gefühl zu haben, wichtige Textzeilen zu verpassen. Da greife ich also lieber zur deutschen Synchronisation.

6. In letzter Zeit versuchen immer mehr Serien – wie Filme es schon länger tun – mit Sex und Gewalt, sprich Blut und Brüsten, Zuschauer anzulocken (zumindest wird ihnen das gerne unterstellt). Wie ist eure Meinung (gerne anhand eines oder mehrerer Beispiele)?
Eigentlich schaue ich zu selten Serien, als dass ich da eine Tendenz zu mehr Sex und Gewalt erkennen könnte. Okay, dass „Game Of Thrones“ da neue (fragwürdige) Maßstäbe setzen soll, hat sich auch bis zu mir herumgesprochen. Im DVD-Regal wartet „Boardwalk Empire“ noch auf meine Sichtung, das – wenn man anderen Blogs glauben darf – da auch nicht ganz ohne ist. Da freue ich mich aber mehr auf ausgefeilte Charaktere und schön geschriebene Drehbücher als auf Gewalt und Sex. Am besten passt dafür die Antwort, die viele Darstellerinnen auf die Frage nach Nacktaufnahmen in Filmen geben: „Wenn es für die Handlung wichtig ist, ja.“ Und so erwarte ich gerade von „Boardwalk Empire“ auch so einige Gewaltszenen, die dem Mafia-Genre gerecht werden, hoffe aber noch mehr, dass die Gewalt hier nicht zum Selbstzweck verkommt, nur um vielleicht eine Zuschauerschaft anzulocken, die auf so primitive Schlüsselreize wie Blut und Titten abfahren.

7. Mein zuletzt gesehener Film ist „Bronson“ und der war schon irgendwie außergewöhnlich, weil er mir zum einen zeigte, dass Tom Hardy tatsächlich schauspielerisches Talent hat und nicht immer nur der Muskelprotz sein muss, der fies gucken kann. Zum anderen weil der Film eher schwer zugänglich ist und vermutlich nicht für den Massengeschmack taugt. Das an sich ist sicherlich kein Qualitätsmerkmal, aber manche dieser Filme habe ich ja ganz gerne.

Comments (1)
  1. bullion 07.01.2013

Hinterlasse uns einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.