Media Monday #50

Es schleicht sich gerade so ein, dass unser Tag für den Media Monday der Tuesday wird, was? Diesmal hat es uns Wulf vom Medienjournal-Blog ganz einfach gemacht und nicht einmal Namen vorgegeben. So wie ich gelesen habe, ist er gerade im Prüfungsstress. An dieser Stelle: viel Erfolg!

1.) Der Schauspieler Heath Ledger gefiel mir am besten in „The Dark Knight“, denn ich bin auch heute noch sehr sicher, dass ich in diesem Leben keinen perfekteren Filmbösewicht sehen werde. Diese Fixiertheit auf das blanke Chaos, ohne jeglichen Hintersinn ist der Wahnsinn in Perfektion. Ledger verlieh dem Wort „Chaos“ ein ganz neues und unvergessliches Gesicht.

2.) Regisseur Quentin Tarantino hat mit „Inglorious Basterds“ seine beste Regiearbeit abgelegt, weil er hier seine große Stärke der Dialogregie voll ausspielt, ohne zu sehr auf nebensächlichen Glanz zu achten. Auch in „Death Proof“ oder „Pulp Fiction“ wird sehr viel geredet, doch ist das Gesagte dort meist eher belanglos, während die Action alle Aufmerksamkeit auf sich zieht. Ganz anders dagegen „Inglorious Basterds“: er nimmt einen bereits mit der allerersten Szene gefangen, wenn Hans Landa mit dem französischen Bauern spricht und ihn letztlich verhört. Und ist es nicht spannend wie in der Soldatenkneipe Lt. Hicox versucht seine Tarnung aufrecht zu erhalten, ohne dass wild herumgeballert werden muss? Und das Aufeinandertreffen von Shosanna und Hans Landa, bei dem sie sich bis aufs äußerste zusammenreißen muss, während Landa genüsslich und kultiviert seinen Kuchen isst? Hach ja, sollte ich mal wieder gucken…

3.) Die Schauspielerin Julianne Moore gefiel mir am besten in „A Single Man“, weil sie von Regisseur Tom Ford sehr ästhetisch in Szene gesetzt wurde. Zwar ist ihre Rolle nicht allzu groß, aber sie hat doch einen ganz ordentlichen Impact und schafft auch mit wenig Screen-Time eine sehr authentischen Charakterdarstellung. Rote Haare, Sommersprossen. Schon wieder „Hach ja“…;-)

4.) Auf meiner ewigen Bestenliste in punkto Film stehen auf jeden Fall „Perfect Sense“, „Das Parfüm“, „The Dark Knight“, „Moon“, „Black Swan“, „Die fabelhafte Welt der Amelie“, „Before Sunset“, „2 Tage Paris“, „Million Dollar Baby“, „Marvel’s The Avengers“, „Brothers“, „Ziemlich beste Freunde“, „Poll“ und noch zig andere, die ich vergessen habe.

5.) Wohingegen ich mir „The Host“ allerhöchstens unter Gewaltanwendung noch einmal ansehen würde.

6.) Oder braucht noch jemand eine Buch-Empfehlung? Da fiele mir spontan „Erbarmen“ von Jussi Adler-Olsen ein, weil dies der erste Fall von Carl Mørck ist, der gemeinsam mit seinem Assistenten el-Assad von null auf hundert zu meinem Lieblings-Kommissar avancierte. Kommt selten vor, dass ich Bücher richtig schnell ich mich reinfresse. Bei Adler-Olsen ist das aber komischerweise nie ein Problem. Die Nachfolger „Schändung“ und „Erlösung“ brauche ich gar nicht zu empfehlen. Wer einigermaßen was mit Krimis anfangen kann und „Erbarmen“ gelesen hat, wird um diese Bücher nicht drum rum kommen.

7.) Mein zuletzt gesehener Film ist „Cowboys & Aliens“ und der war mittelmäßig, weil mit Daniel Craig und Harrison Ford zwar zwei echt coole Typen die Hauptrollen spielen (ich liebe Fords knurrige Brummel-Stimme – und die von Craig ebenso), die Handlung aber abgesehen vom Setting an sich eher innovationsarm ist. Zwar interessant, dass die Aliens mal nicht in der Jetzt-Zeit oder der Zukunft bei uns anlanden, aber weder Witz noch Charaktere noch Action reißen den Film wirklich raus. Wobei: da ist ja noch Olivia Wilde…

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