Endlich wieder zu dritt schnacken wir über die Zukunft des Bankings, KI-Skandale, Post von der Justiz und natürlich einer Menge, also wirklich: Eine Menge Filme.
Besprochene Filme / Serien:
- Backrooms
- Whiplash
- Sechswochenamt
- Disclosure Day
- Walk Hard: The Dewey Cox Story
- So klingt das Leben
- F1
- Hoppers
- Ladies First
- Kill Bill: The Whole Bloody Affair
- Dirty Harry
- Masters of the Universe
- Hundstage
Timecodes:
(00:00:00) Schmingus Dingus - Nerdtalk #681(00:04:33) NAS Speicher versprechen zu viel
(00:13:56) Kleine KI-Skandale - der FAZ-Skandal
(00:22:41) Auf den Lime gegangen
(00:30:05) Post von der Justiz
(00:33:40) IngDiba führt ggf. Gebühren ein
(00:39:16) Kanada - von der technischen Seite
(00:48:45) Film: Sechswochenamt
(00:55:27) Film: Walk Hard: The Dewey Cox Story
(01:05:03) Film: Whiplash
(01:13:41) Film: So klingt das Leben
(01:19:46) Film: Disclosure Day
(01:30:38) Film: F1
(01:36:35) Film: Hoppers
(01:39:31) Film: Ladies First
(01:44:08) Film: Kill Bill: The Whole Bloody Affair
(01:46:32) Film: Dirty Harry
(01:47:43) Film: Masters of the Universe
(01:51:08) Film: Hundstage
(01:53:56) Film: Backrooms
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Micha
Ja, funky.
Andy
Ja, funky. Das ist das einzige Lied, wo sich Wert auf Wien reimen darf.
Micha
Hauptsache Wien ist dabei. Genau so.
Phil
Erwischt.
Micha
Das stimmt. Ah ja, das ist künstlerische Freiheit.
Phil
Aber schön, so von der Stimmung, also irgendwie so ein bisschen leicht.
Micha
So beschwingt, ne?
Phil
Ja, ganz genau.
Micha
Bisschen sophisticated, ein bisschen laid back.
Phil
Ja, so ein bisschen.
Micha
Ein bisschen Wiener Schmäh.
Phil
Genau, in der heutigen Zeit alles gar nicht so schlecht. Ein bisschen laid back, so entspannt.
Micha
Das stimmt, können wir gut gebrauchen hier. Eure Wohlfühle-Oase für die Ohren.
Phil
Das war richtig. Ja, schön, dass wir hier mal wieder zu dritt sind,
Alter. Das war ja ein Tal der Duo-Sendungen.
Micha
Ja, ja.
Phil
Und da sind wir.
Micha
Das stimmt. Aber da sind wir wieder, zu dritt. Allerdings von der Entfernung
her natürlich weiter denn je.
Phil
Tatsächlich, sonst ist das ja immer das Aufnahme-Dreieck Hildesheim, Berlin, Amsterdam.
Dieses Mal ist es.
Micha
Ja, nee, diesmal bin ich in Los Angeles.
Phil
Warum auch nicht?
Micha
Schon immer noch ein Dreieck, aber schon eher ein bisschen spitzer, sag ich mal.
Andy
The triangle of sadness.
Phil
Ja, genau.
Micha
Das ist ein spitzeres Dreieck.
Phil
Die Hypotenuse ist länger sozusagen.
Micha
Nee, die Hypotenuse ist sehr kurz.
Phil
Oder so. Stimmt. Jetzt wollte ich mal was Kluges sagen.
Micha
Die Hypotenuse ist doch die gegenüber dem rechten Winkel, was dieses Dreieck nicht hat.
Phil
So sieht es nicht aus.
Andy
Ja, aber die ist ja länger als die Katheden. Die Katheter.
Katheter? Wie heißen sie denn? Krapaten?
Micha
Ich glaube, du vielleicht Krapaten.
Andy
Die drei Fragezeichen und der Krapatenhund.
Micha
Genau.
Ich glaube, wir lassen das mal lieber. Aber Leute.
Andy
Ist ja hier kein Geometrie-Postcast.
Phil
Zum Glück.
Micha
Noch nicht, noch nicht. Kommen wir noch hin. Unser Podcast ist ja wandlungsfähig. Ganz schlechter Start.
Andy
Ganz schlechter Start dafür.
Micha
Ja, aber Kinder, seid unbesorgt. Ihr entnehmt das dem Coverbild.
Wir sprechen heute über Backrooms. Endlich. Endlich. Endlich.
Und wir haben noch eine ganze Menge anderes Zeug auch dabei.
Aber Backrooms ist der Hook hier.
Phil
Backrooms ist dabei. Ich habe mir noch sechs Wochen angeguckt.
Ein ganz besonderer Film in vielerlei Hinsicht.
Und dann ein Film, der jetzt Mitte Juli startet. So klingt das Leben.
Und dann noch so ein paar kleinere Filme.
Micha
Klingt nach einem Helene Fischer Biopic, wo hier Til Schweiger die Hauptrolle spielt.
Phil
Was dich überraschen. Das ist geschehen.
Micha
Ja, geil.
Andy
Ja, ich habe noch drei Filme mitgebracht, einen ganz alten aus den 70ern und
zwar Dog Day Afternoon, dann ein Film, der jetzt auch schon fast 15 Jahre alt
ist und zwar Whiplash und noch relativ aktuell F1 mit Brad Pitt.
Micha
Hatten wir schon mal in der Sendung, Brad Pitt macht die Alte lang.
Andy
Ja.
Phil
Oh Gott ey.
Micha
Ja, nee, genau, also Backrooms auf jeden Fall. Ich habe im Flugzeug noch ein
paar Sachen gesehen, unter anderem Walk Hard, The Dewey Cox Story,
ich weiß nicht, ob ihr den schon mal gesehen habt und Disclosure Day,
den neuen Spielberg, ja, ja, großes Eventkino, sag ich mal.
Ja, ja, und dann halt noch Speed Round, aber da könnt ihr euch auch überraschen lassen.
Phil
Richtig, richtig.
Ja, bevor wir jetzt hier aber mal über Filme sprechen, muss ich erstmal einen
kleinen Rant loswerden. Also erstmal, hallo, ich bin wieder unter den NAS-Besitzern,
den Netzwerkspeichern, weil so langsam ich mal alles wieder so ein bisschen,
in die eigenen Räumlichkeiten holen wollte und auch viel Speicher irgendwo brauche
und das soll ja überall verfügbar sein.
Micha
Wieder Unabhängigkeit von der amerikanischen Infrastruktur.
Phil
Das ist das Oberthema. Ja, ja. Ich möchte darauf hinweisen, dass ich seitdem
ich das vor anderthalb Jahren gesagt habe oder zwei Jahren immer noch mein Mail-Konto,
nicht mehr bei Gmail habe, meine Fotos auf meiner eigenen kleinen Nextcloud
gespeichert habe, die gehostet wird extern bei Hetzner, aber trotz alledem weg von Google und so etwas.
Ja, und jetzt so ein bisschen mehr Speicher auch wieder ins Eigenheim holen.
Und da habe ich mich jetzt wieder durch viele, viele Videos durchgearbeitet.
Was nimmt man da heutzutage?
Einfach für die Nerds unter uns. Ich bin bei einem kleinen Ugreen NAS gelandet
mit zwei Festplatten einschüben. Und das reicht mir erstmal.
War gerade auch hier bei den Prime Days im Angebot. Von daher,
gib ihm. Habe fast das Dreifache nur für die zwei Festplatten bezahlt,
wie ich das scheiß NAS bezahlt habe.
Aber was mich da so andauernd voll aufgeregt hat, alle kommen da so um die Ecke und sagen so, ja,
weg von Google Fotos, du kannst deine eigenen Fotos hosten und du kannst da
deine eigene kleine Nextcloud oder sowas wie auch unter anderem Dropbox abbilden,
was hier an sich auch stimmt.
Aber dann rennen die ganzen YouTuber, die das bewerten, auch durch die Gegend
und sagen, ja, kauf dir einen NAS und du hast dein eigenes Netflix zu Hause.
Und ich denke so, ja, nein, das ist alles Bullshit, was ihr da redet.
Micha
Ja, das ist Bullshit, ja.
Die neue Staffel Stranger Things taucht da ja auch nicht plötzlich auf.
Phil
Genau. Ich meine, das hat alles durchaus Sinn und Zweck irgendwo, dass man sagt, hey,
vielleicht ist es echt besser, die eigenen Urlaubsfotos bei sich zu haben oder
eben zu sagen, keine Ahnung, meine Videodateien, die lade ich nicht in Cloud-Speicher
irgendwo hoch und zahle da monatlich für, sondern habe das bei mir irgendwo
in meinem Karbuff da stehen.
Aber dieses Thema, du hast dein eigenes Netflix, du installierst einfach Plex
oder Jellyfin und dann kannst du da auch das Netflix-Abo kündigen,
das ärgert mich richtig, weil alle darauf hinspringen.
Weil am Ende muss man ja trotz alledem, also Netflix oder Amazon Prime,
machst du an, hast du Film.
So, wenn du das zu Hause mit eigenen Sachen machen möchtest,
ja, wo kommen die Filme denn her?
Am Ende von deinen DVDs und Blu-rays, die du erstmal besitzen musst und dann
irgendwie, es ist ja nicht so mega schwer, aber trotzdem aufwendig,
das auch noch zu rippen, dann muss das da irgendwie rein und verteckt werden. Also da,
wird die Welt, das sagt ein ITler,
wird die Welt dann doch ein bisschen zu einfach gemacht. Meine Güte.
Ich behalte aber, also das Medien-Ding ist sowieso jetzt nicht so mein Thema.
Mir ging es insbesondere um eine Fotosammlung irgendwie.
Andy
Aber das sind dann mutmaßlich auch immer diese ganzen YouTuber,
die dann auch sagen, Mensch, und wenn ihr euch dann damit anmeldet mit meinem
Rabattcode, dann kriegt ihr sogar noch mal 10%. Wow.
Und dann ist das nämlich geil wie Netflix. Wow.
Phil
Ja, nee, sowas, solchen folge ich ja zum Glück gar nicht. Also ich finde das
irgendwie immer ein bisschen komisch, wenn da tatsächlich so Rabattcodes und
so etwas mit rausgegeben werden. Also irgendwie, ich weiß nicht, es ist am Ende Werbung.
So, und wenn da aber dann so ein Tech-Channel ist, der irgendwie dreimal in
der Woche irgendwelche Tech-Sachen veröffentlicht und da keine Rabattcodes und
sowas rausgibt, klar, der kriegt ziemlich sicher die Technik auch nach Hause
geschickt, aber irgendwann hat das für mich einen anderen Geschmack.
Andy
Ja, aber wenn das so ein Tech-Channel ist der, der sowas als den heißesten Scheiß
verkauft, dann würde ich mal überlegen, ob das vielleicht ein Scheiß-Tech-Channel ist.
Phil
Und genau das ist das. Die Schnittmenge ist da ziemlich groß von verschiedenen
Channeln, die das machen.
Sei es, dass viele große YouTuber, die irgendwie so Tech-Reviews machen,
aber auch kleinere bis hin zu Privaten, die eigentlich gar kein größeres Interesse
daran haben, sondern einfach sich,
das privat gekauft haben und endlich ein bisschen Content für ihren Channel mal wieder haben.
Und alle sagen sich, ja, du kannst Netflix kündigen und dann rechnen sie dir
vor, dann sparst du 20 Euro im Monat, wo ich denke, ja, aber 20 Euro ist auch das Prägen.
Andy
Ja, jeden Film auf DVD.
Phil
Ja, so toll.
Micha
Ja, eben, genau, das ist halt der Punkt. Es geht ja nicht nur darum,
dass man irgendwie irgendwas streamen kann, sondern was man streamen kann.
Also das ist ja der Punkt. Du musst ja die ganzen Sachen irgendwo herkriegen.
Dass es jetzt technisch machbar ist und ja, man zahlt bei Netflix ja kein Zwanni
dafür, dass die ein Interface auf einem Fernseher haben. Man zahlt ja für den Content.
Phil
Und beim Spani zahlst du auch noch für Auflösungen und so etwas,
die du bei 13 Euro oder 5 Euro nicht hast.
Micha
Ja, und auch für die Neuheit der Filme und Serien.
Als Vergleich würde ich das jetzt nicht unbedingt sehen. Und ich finde,
es geht durchaus beides.
Also ich finde, jetzt gerade Netflix, okay, das ist jetzt ein spezieller Fall,
aber ich finde auch so gerade mit so Fotos und so, ich habe halt meine Fotos
alle offline auf einer privaten,
also nicht mal am Netzwerk hängenden Festplatte und die sind da halt und bestimmte
Fotos oder so iCloud oder so, das ist dann halt online, okay,
Aber ich habe die trotzdem noch gebackupt. Also ich habe sozusagen die Convenience,
die abrufbar zu haben auf verschiedenen Geräten. Aber wenn es jetzt hart auf
hart kommt, habe ich die im Zweifelsfall halt auch offline zu Hause.
Phil
Genau.
Micha
Es geht beides. Man kann in beiden Welten unterwegs sein. Man muss da,
finde ich, nicht so fatalistisch irgendwie mit umgehen.
Phil
Ja.
Richtig. Und dann, das ist vielleicht noch ein smarter Move,
muss ich sagen. Und ich liebäugle mit denen.
Du musst ja im Zweifel die Filme nicht kaufen, sondern hier in Berlin kostet
Bibliotheksausweis 10 Euro pro Jahr.
Micha
Rippen.
Phil
Und dann gehst du in die Bibliothek und rippst den ganzen Scheiß.
Also Privatkopien sind erlaubt.
Aber trotz alledem, du musst dann auch irgendwo gucken,
welche Bibliothek hat die Blu-ray oder die DVD. Dann rennst du da hin.
Dann musst du das irgendwie innerhalb von zwei Tagen durchpushen,
weil dann musst du den ganzen Scheiß wieder zurück. Und ja, nee, also das ist...
Andy
Es ist wie Netflix, nur mit Schritten sammeln.
Micha
Genau, nur gesünder.
Phil
Genau.
Andy
Ja, ich habe das bei mir auch. Also ich habe Google Fotos eigentlich,
weil es ist einfach halt nun mal praktisch.
Ich denke mir dann auch, ja, Nass ist ja geil, aber was ist,
wenn hier wirklich mal was passiert, die Bude abbrennt und dann kannst du sagen,
ja, ist ja super, dass ich unabhängig war, aber jetzt sind die letzten fünf
Sommererinnerungen irgendwie im Arsch, weil die sind dann weggebrannt.
Aber ich nutze ja auch einen Synology-Nass Und da gibt es ja auch dieses Fotos,
dass dann immer, sobald mein Handy zu Hause ist im WLAN und aufgeladen wird
über Nacht, dann pusht es alle Fotos dann da rein. Das finde ich dann schon ganz praktisch.
Gerade jetzt so Kanada-Urlaub, ich komme nach Hause und muss diese ganzen Fotos,
wenn ich sie nutzen will oder Videos nicht vom Smartphone runterjuxen,
sondern einfach nächsten Tag mache ich Explorer auf und dann kann ich es mir
einfach da rausziehen, weil sie sowieso schon auf der Festplatte liegen.
Micha
Da muss ich auch nochmal eine Lösung finden weil ich mach das immer manuell,
Also ich gehe quasi in iCloud und lade die Fotos runter und so.
Phil
Also das funktioniert tatsächlich ganz charmant, egal mit welcher App,
dass du das irgendwo auf dem Handy installierst.
Und dann kannst du ja sagen, anstatt dass das irgendwie zu Google Fotos oder
in die iCloud geladen wird, sagst du dann in irgendeiner App,
hey, verbinde dich da zu meinem Speicher bei mir und dann lad halt das da hoch.
Im heimischen WLAN auch nur und das funktioniert echt ganz schön.
Und ob du dafür diese Synology-Fotos nutzt, ich werde mir jetzt irgendwie nochmal
ein bisschen tiefer das Image anschauen. Das ist auch so eine Self-Hosted-Lösung,
was im Grunde sich anfühlt wie Google Fotos und genauso aussieht und sowas,
nur halt alles auf eigenem Festplatte.
Das kann das auch. Also das guckt dir tatsächlich mal an, egal wie du es löst,
aber da gibt es echt coole und smarte Lösungen. So einmal konfigurieren, dann läuft das durch.
Ja, so, wollte ich mal so irgendwie meinen Unmut loslassen. Aber wie gesagt,
bei mir rödelt jetzt auch ein Naas.
Micha
Dass du irgendeinem Otto auf den Leim gegangen bist.
Phil
Nicht nur ein Otto. Nein, nein, es war ja eine bewusste Entscheidung.
Ich habe das schon lange vor mir hergeschoben. Machst es, machst es nicht.
Ah, Festplattenspeicher, unfassbar teuer gerade.
Wie gesagt, ich habe für die Festplatten alleine irgendwie, nee,
ich habe vorhin das Dreifache gesagt, das ist das Doppelte.
Aber trotz alledem, eigentlich ist das teure ja immer, dass das Gehäuse drumherum
und dann müssen halt die Festplatten irgendwie noch dazu.
Jetzt ist das genau andersrum, weil halt einfach Speicherplatz...
Oh, unfassbar teuer.
Micha
Meine letzte Festplatte, da habe ich mal richtig auf die Kacke gehauen,
habe ich nämlich eine 8 Terabyte SSD gekauft.
Genau, und dann eine Hülle separat drumherum, ja, 700 Euro gekostet.
Voll teuer. Aber ich dachte mir so, nee, komm, ich möchte jetzt alles auf einer
Platte haben und alles SSD bitte und danke.
Phil
Ja, genau. Und das ist noch günstig, glaube ich, nach heutigen Maßstäben.
Micha
Ja, das kann sein. Das ist jetzt auch schon drei, vier Jahre her, glaube ich.
Ja, danke KI, ne?
Phil
Ja, genau.
Micha
Danke KI, frisst den ganzen Speicher und die RAM auf und alles, ne? Ja, ja, danke echt.
Phil
KI ist nicht gut, Überleitung für dich, Andi.
Andy
Ja, nee, genau, ich habe es nicht wirklich mitgekriegt, weil das war wohl in
der Zeit, als wir in Kanada waren, aber hier gab es wohl so einen kleinen,
in Anführungszeichen, Medienskandal, weil der Ministerpräsident von Thüringen, Mario Vogt, wohl in der,
FAZ einen Kommentar geschrieben hat und es stellte sich dann raus,
dass der wohl von 100 zu 100 Prozent von der KI geschrieben ist.
Und das wollte ich einfach mal hier zur Diskussion stellen, wie wir uns denn zu sowas verhalten.
Weil grundsätzlich, KI nutzt eigentlich jeder. Und ich finde es eigentlich grundsätzlich
auch gut, wenn Politiker das nutzen. Also das Einzige, was ich ihm jetzt vorwerfen
würde, wäre, dass er es halt nicht kenntlich gemacht hat.
Phil
Also wir sitzen da natürlich irgendwie zwischen den Stühlen als 100 Prozent
KI-generierter Podcast. Von daher ist das natürlich schwer zu beantworten.
Was jetzt hier das FATS-Thema betrifft, das geht ja, also es ist doch vollkommen
okay, wenn man sich unterstützen lässt von KI und da irgendwo so ein bisschen
das runter machen lässt und so.
Aber der Artikel, den du jetzt bei uns im Konzeptzettel verlinkt hast,
der weist halt darauf hin, erstens, es ist halt zu 100 Prozent und da weiß ich
halt nicht, also Texte ein bisschen runter machen ist nicht 100 Prozent KI. und,
der veröffentlichte und jetzt wieder depublizierte Artikel hat halt irgendwie
auch Zitate von irgendwelchen Wissenschaftlern hin halluziniert.
Und das ist halt so eine Grenze, die ist nicht so geil.
Andy
Das stimmt, das stimmt, das stimmt.
Phil
Also ich finde das gut, ein viel genutztes Wort in diesen Monaten und Jahren
eine Brandmauer gegen KI in Journalismus zu haben.
Und die sollten wir auch tatsächlich ein bisschen aufrechterhalten.
Micha
Ja, kann es aber vergessen, glaube ich.
Phil
Also unterstützen, ja, aber tatsächlich volle Texte schreiben und das dann nicht
kenntlich machen, das ist halt arschig.
Andy
Ja, es ist halt, man weiß halt immer noch nicht.
Micha
Macht man da die Linie auch, also was mit Voice-Overn und so.
Andy
Weil dann frage ich mich immer auf der anderen Seite, würden wir jetzt auch
wieder beklagen, wenn es jetzt wieder so wie Angela Merkel, ja,
Internet ist ja Neuland.
wo ich dann denke, ja, jetzt sei doch mal froh, dass sich da jemand mutmaßlich mit beschäftigt hat.
Kann natürlich immer noch sein, dass es ein Assistent von ihm gewesen ist oder
was, aber das sind ja nun mal meistens auch die, die reden und Kommentare schreiben.
Also die wenigsten Wortergüsse kommen ja nur wirklich von den Ministerpräsidenten, hörst du, himself.
Also von daher denke ich mal, ist ja immerhin schon mal schön,
dass sie so tatsächlich merken, oh KI ist ein Thema, kann man ja tatsächlich
auch mal benutzen und muss nicht immer nur so an einer Seitenlinie stehen und,
KI kenne ich mich nicht mit aus, das ist für uns hier komplettes Neuland.
Ja, lassen doch ein bisschen spielen, dann hat er jetzt einen Fehler gemacht,
soll das besser kennzeichnen und gut ist.
Phil
Ja, auch der zugegeben etwas arrogante Umgang der Staatskanzlei,
der Thüringer Staatskanzlei, ist halt auch so ein bisschen schwierig.
Also die dann einfach so sagen, ja doch, also die Systeme werden unterstützend
eingesetzt und wir bewerten KI nicht als menschliche Arbeit,
sondern als zeitgemäßes Werkzeug.
Und dann so, ja und grundsätzlich verweisen wir mal darauf, dass es keine generelle
Zeichnungspflicht für KI generierte Texte gäbe.
So muss ich nämlich nicht kennzeichnen. Und ich denke so, okay,
wenn wir auf diesem Sandkastenniveau sind, muss ich gar nicht kennzeichnen.
In der FAZ, in einem journalistischen Artikel als Ministerpräsident, dann,
diskutieren wir gerade auf verschiedenen Ebenen.
Micha
Ja, also das Problem ist ja auch gerade ein bisschen, dass wir so ein KI-Wettrennen
haben, weil jeder meint, er kann jetzt mit Claude und mit Dings seinen Arbeitgeber abnatzen.
Ja, von wegen, ich mache jetzt alles irgendwie schneller, einfacher und jeder
versucht da so sneaky mit möglichst wenig Aufwand möglichst viel Output irgendwie zu kriegen.
Ganz zu schweigen davon, dass selbst viele Arbeitgeber das ja sogar auch unterstützen.
Also dass sie eigentlich wollen, dass ihre Mitarbeiter KI benutzen und so.
Und wir sind dann in so einer Schleife gerade drin, wo wirklich jeder versucht,
also KI-Maxing eigentlich zu betreiben.
Token-Maxing ist ja der Begriff eigentlich.
Wo einfach immer versucht wird, irgendwie noch einen rauszuquetschen und noch
einen Tier kommen. Und ich habe das automatisiert und überhaupt.
Und das führt dann halt eben dazu, dass dann jemand sagt, ja,
wie du, gibt doch gar keine Kennzeichnungspflicht denn überhaupt.
Ja, weil wir gerade in so einem Zeitgeist leben, wo einfach jeder der Meinung
ist, nee, nee, nee, je mehr ich aus so einer KI rausquetschen kann,
ohne dass es jemand merkt, desto geiler und es sieht trotzdem aus,
als hätte ich Arbeit geleistet.
Das ist halt leider der Zeitgeist.
Phil
Ich glaube aber, der Zeitgeist bricht bald zusammen in sich,
weil einerseits ist das natürlich kulturell, methodisch nicht besonders geil.
Auf der anderen Seite habe ich jetzt gerade vor einer Woche oder sowas auch
irgendwie so eine Studie gelesen, die ich natürlich nicht verlinken kann,
weil ich spontan auf das Thema komme.
Aber dass irgendwo, man sagt ja mit KI macht man sich die Arbeit leichter,
man ist schneller, das ist günstiger, weil ich werfe einmal 20 Euro in eine
KI und kann einen ganzen Monat damit Sachen generieren,
dass das gerade reihenweise nach hinten losgeht, weil man eben dann doch bei
den KIs immer nochmal nacharbeiten muss, beziehungsweise sehr viel Zeit ins
Prompting reinstecken muss und was dann dort als Ergebnis rauskommt,
auch nochmal geschliffen werden muss.
Das heißt, in diesen Iterationen, ehe du das gewünschte Ergebnis hast,
dauert es irgendwie auch.
Und dann kommt halt noch dazu, du hast es gerade gesagt, Micha,
Token-Maxing, du ballerst da schon Tokens rein und die größeren Unternehmen stellen fest, ach Fico,
cool, wenn da jetzt Ergebnisse rumkommen, aber wir zahlen auch irgendwie auf
einmal, keine Ahnung, 10.000 Euro für KI-Tokens.
Und ich habe auch da, wie gesagt, ohne Namen, weil spontan in den Kopf gekommen,
auch gelesen, dass gewisse große Unternehmen jetzt irgendwie wieder anfangen,
tatsächlich entlassene Menschen wieder einzustellen, weil sie feststellen.
Dass sie günstiger sind und qualitativer arbeiten, weil denen sagst du was und
dann denken die selber und machen ein gutes Ergebnis.
Und dann kosten sie halt irgendwie nur ein paar tausend Euro,
anstatt dass du nur für eine KI 10.000 Euro reinballerst und du dann irgendwo,
dort super viel parametrisieren musst.
Super interessant.
Micha
Naja.
Phil
Nee, aber Mario Vogt war kein cooler Deal. Wie gesagt, ich finde auch den Umgang
von der Tübinger Staatskanzlei nicht so cool.
Andy
Ja, das stimmt.
Phil
Aber ich glaube, ein Stück weit wir werden uns nicht verretten können.
Solange aber, kennt ihr diesen Online-Radiosender absolut, so absolut Classics, absolut Relax.
Die haben ja auch absolut AI als separaten Sender. Und ich habe mal einen Nachmittag
da reingehört. Da wird die Musik durch eine KI zusammengestellt.
Es wird keine KI-Musik gespielt, es sind einfach nur die Zusammenstellungen.
Und dann moderiert vormittags,
Ai, ja, K-A-I. Und,
dann nachmittags ist es irgendwer anders. Ich glaube, Aileen.
Was ich auch irgendwie immer noch interessant finde, dass tatsächlich die Morningshow
durch, auch wenn wir jetzt die Möglichkeit haben, durch einen Mann moderiert
wird. Also in den heutigen Zeiten hätte es ja auch dann Aileen in die Morningshow.
Egal, auf jeden Fall. Die moderieren dann in Anführungsstrichen.
Und solange wir uns mit KI noch auf so einem Niveau bewegen,
was die Musikzusammenstellung betrifft und auch die super schlechten Moderationen,
höre ich mir lieber das schlechteste Formatradio von Menschen an,
weil das, was die da produzieren, ist wirklich absoluter Bullshit.
Andy
Wobei, ich muss sagen, der NDR nutzt das ja auch inzwischen für Verkehrsmeldungen
und da finde ich es gar nicht mal so doof.
Also da wird dann wirklich gesagt, so auf der A2 in Richtung Peine,
jetzt Gegenstände auf der Fahrbahn und das klingt dann auch schon alles sehr
flüssig und wenn du nicht wirklich drauf hören würdest, würdest du nicht merken, dass das KI ist.
Micha
Nee, und ich glaube, wir haben, also ich finde gerade Verkehrsmeldungen so,
das ist erstens was, das hat auch keiner Bock, das vorzulesen so.
Und je neutraler man das vortragen kann, desto besser.
Und ich glaube, wir interagieren eigentlich schon oder nehmen so viele KI-Voice-Over
eigentlich schon tagtäglich auf, von denen wir gar nicht wissen, dass sie KI sind.
ich habe neulich gesehen, ich weiß nicht, ob es die Tagesschau war oder so,
aber ich glaube irgendwas vom öffentlich-rechtlichen so ein YouTube-Video und
ich dachte so, ja, normales Voice-Over ich habe da gar nicht drüber nachgedacht,
bis dann auf einmal ein Name komplett falsch ausgesprochen wurde,
und da dachte ich so, oh, krass, das ist ja ein KI-Voice-Over,
so und dann habe ich das, also,
es war voll, also so interessant, weil ich hätte das nie im Leben hinterfragt,
ob das ein Mensch gesprochen hat oder nicht, ne und ich glaube,
wir sind tatsächlich schon an einem Punkt, wo wir längst drüber hinaus sind,
also wo ganz viele Sachen einfach KI sind.
Andy
Ja.
Micha
Naja.
Andy
Tja, krass.
Micha
Andi. Ne, Phil. Ja, ich. Phil. Ja, du. Du bist irgendjemandem auf dem Leim gegangen.
Phil
Genau.
Micha
Da habe ich auch was zu sagen. Interessantes Wortspiel.
Phil
Dankeschön. Verstehst du? Ja, und es ist, it is what it is. Tatsächlich bin
ich einer Sache auf den Leim gegangen und ihr seht das Wortspiel schon,
der Rest kriegt nicht über die Story mit.
Vor ein paar Wochen war mein Fahrrad kaputt und ich musste das in die Werkstatt
bringen und die Werkstatt sagte, ja, komm in einer Woche vorbei und dann dauert
es irgendwie zwei Tage, ehe das fertig ist.
Also war ich irgendwie so anderthalb Wochen ohne Fahrrad und das Wetter war
cool und ich fahre gerne irgendwie Fahrrad, irgendwie so die kurzen Strecken und er so, was machst du?
Und ich so, na gut, dann mietest du dir halt ein Leimenfahrrad,
diese grünen Fahrräder, die da überall rumstehen.
Und dann sprang mich die App an und sagte, Mensch, Phil, du könntest hier auch
ein Abo abschließen, nur für einen Euro.
Kannst du dann einen Euro im Monat, dann kriegst du vergünstigte Rollerfahrten
und vergünstigte Fahrradfahrten.
Irgendwie, was war das? Bis 20 Minuten zahlst du nur einen Euro fürs Fahrrad,
beziehungsweise 20 Minuten nur einen Euro für einen Roller, äh, 1,50 für einen Roller.
willst du nicht? Ja, ich fahre jetzt ja viel mit den Leimrädern und das könnte
sich lohnen. Und was macht er?
Schließt natürlich das Abo ab und dann ruft irgendwann auch die Werkstatt an
und sagt, Mensch, Phil, wir haben ein Fahrrad neu gemacht und es funktioniert alles.
Andy
Habe ich nicht, ich habe jetzt ein Abo.
Phil
Ich glaube, ich werde im Scheiß fahren.
Nee, aber tatsächlich, ich habe das Abo bis heute.
Ja, weil es ist halt nur ein Euro, das ist so niederschwellig,
da fängst du nicht an nachzudenken. Und ich bin jetzt mal richtig mutig und
ich denke, das hat Konzept von Lime.
Andy
Nein.
Phil
Aber richtig, also die Schwelle einfach richtig niedrig setzen auf ein Euro,
und kräftig da ein bisschen Marketing drauf machen.
Diesen Euro, da denkst du nicht groß drüber nach. Und wenn das irgendwie,
keine Ahnung, deutschlandweit 10, 15, 100.000 Leute machen, ja Gott,
dann machen die 100.000 Euro Umsatz im Monat mehr.
Micha
Nee, vor allem, es geht ja gar nicht um den Euro. Schon sneakig.
Nee, aber es geht ja gar nicht um den Euro.
Phil
Und ich nutze deren Systeme, genau.
Micha
So, genau. Also du hast dann dieses Abo und denkst dir, ach,
eigentlich könnte ich jetzt ein Lime nehmen, wo du normalerweise nicht drüber
nachdenken würdest, wenn du das Abo nicht hättest. Ja, das heißt ja jetzt immer.
Genau, und dann so katsching, gleich mal 8 Euro für eine Fahrt gezahlt oder so.
Also genau, das ist ja wie mit Amazon eigentlich, die haben ja auch Prime lange
Zeit oder immer noch unter Wert verkauft, weil es ja gar nicht darum geht,
dass die mit Prime irgendwie mit den,
Abo-Gebühren da die Kohle gemacht haben, sondern weil es darum ging,
dass die Leute einfach viel mehr bestellt haben dann.
Phil
Ja.
Micha
Also ja, so ist das. Du, ich habe das ja bei Uber auch, ich habe ja Uber One
oder wie auch immer das heißt so.
Und dann kriegst du halt auch kostenlose Lieferungen bei Uber Eats und dann
denkst du dir so, ja komm, ich zahle ja keine Lieferkosten, dann passt es schon so.
Aber dann kommen dann noch so andere Kosten hinzu, so Servicegebühr,
Verpackungspauschale, bla.
Ja, so und am Ende denkst du dir so, okay, du zahlst da jetzt irgendwie 8 Euro
im Monat und wirst eh dann ausgenommen wie so eine Gans und dann kriegst du
angeblich auch noch Rabatte für irgendwie,
Fahrten, aber dann denkst du auch so, ja, die Preise sind ja eh random,
also die Preise sind ja dynamic pricing, so, das heißt, dieser Rabatt auf einen
fiktiven Preis, den könnt ihr euch eigentlich auch in den Arsch stecken, so, weil.
Andy
Ja, dann denkst du mir, ah, scheiß drauf, ich bestelle jetzt eine Pizza.
Micha
Genau, genau. Ja, also das ist halt, ja, Entschittification.
Phil
Tja.
Micha
Ja, aber ich habe mit Lime, ja, ja, voll. Ich habe mit Lime,
aber muss ich sagen, auch eine schlechte Erfahrung jetzt gemacht die letzten Wochen.
Ich war in Paris und habe mir mit dem Kumpel so Lime-Räder genommen.
Und dann dachte ich so, okay, wir sind ja jetzt irgendwie zwei, drei Tage unterwegs.
Also nicht am Stück, aber halt so über die nächsten paar Tage.
nimmst dir so einen Lime Pass für irgendwie, keine Ahnung, 20 Euro oder weniger noch wahrscheinlich.
Und dann hast du da irgendwie eine Stunde oder keine Ahnung oder zwei Stunden, wie auch immer drin.
So, und dann haben wir das genommen, hat alles auch prima funktioniert und so
weiter. So, haben wir Fahrräder irgendwann abgestellt.
So, irgendwann war ich aus meinem Account ausgeloggt und dann wollte ich mich
wieder einloggen. Und dann kam so ein Pop-Up so, genau, und dann kam so ein
Pop-Up, nee, du hast gegen die Nutzerrichtlinie verstoßen, so dein Account ist geblockt.
Phil
Zu viel Fahrrad gefahren.
Micha
Ja genau, nicht so heavy, ich habe Guthaben auf dem fucking Account,
ich habe gerade Guthaben auf den Account geladen und so und,
was denn für ein Verstoß gegen den Nutzerrichtlinien, ich habe immer die Fahrräder
da abgestellt, wo man sie abstellen soll, ich habe immer brav Fotos gemacht
von allem und überhaupt, ja Verstoß, ja sorry geht nicht, dann habe ich so dem
Support geschrieben, da kam dann erstmal keine Nachricht.
Oder beziehungsweise anders. Es kam eigentlich erst ein Pop-up,
dass der Account geblockt ist. Und ich so, hey, bitte blockiert meinen Account,
oder entblockt meinen Account.
Und dann kam halt die E-Mail zurück vom Support, so, ja, dein Account wegen Nutzerverstoß.
Und ich wollte eigentlich nochmal fragen, was sie eigentlich meinen.
Aber dann meinte er so, ja, ich habe ja gesehen, du hast hier gerade mit deiner
Apple-ID, also mit so Sign-In mit Apple, so, hast hier einen neuen Account gemacht.
Das Guthaben ist ja jetzt da drauf, wie auch immer.
Benutz doch einfach den. Und ich so, ja.
Andy
Super.
Micha
Und ich dachte mir so, okay, sorry, aber also ich meine, ja,
ich habe jetzt einen anderen Account gemacht, glücklicherweise.
Und glücklicherweise warum auch immer, also ich verstehe überhaupt nicht,
es ist ein separater Account, wo das Guthaben da einfach rübertransferiert,
weil, keine Ahnung, die Geräte-ID ausgelesen wird oder so, was weiß ich.
Ich hatte mich eigentlich mit meiner Telefonnummer angemeldet,
ursprünglich. Und jetzt aber halt mit Apple-ID. Naja, egal.
Aber da dachte ich so, was denn für ein Verstoß gegen Nutzer?
Also ich habe die Fahrräder einfach komplett ordnungsgemäß benutzt die ganze Zeit. Ja, geil.
Andy
So kann man seinen Stakeholdern immer sagen, oh, wir haben wieder so viele neue Kunden.
Micha
Ja, genau.
Andy
Scheint ja zu laufen.
Micha
Das Ding. Genau, genau. Wachstumsprognose.
Andy
Da pumpen wir nochmal Geld rein.
Micha
Ja, ja, voll. Also, naja. Leim, ne?
Phil
Ja, aber die haben halt die besten, oder mit die besten Fortbewegungsmittel.
Ich meine, es gibt ja auch noch die anderen...
Also zumindest was diese Roller betrifft, sind die Leimdinger schon gut gefedert.
Was haben denn diese Pinken immer? Wie heißen die? Woi. Woi, genau.
Woi. Und die sind zum Beispiel überhaupt... Die sind günstiger,
aber die sind auch überhaupt nicht gefedert, sodass wirklich,
wenn du da irgendwie über eine Bordstandkante oder mal über Kopfstandpflaster
fährst, Alter, das schüttelt dich durch wie sonst was. Und diese Leimdinger...
Micha
Ja, die sind schon komfortabel.
Phil
Ja, und auch die Fahrräder sind cool. Hört sich fast wie so ein Werbeblock an. Nein, ist es nicht.
Andy
Wir haben da gleich noch einen Rabattcode.
Micha
Genau. Eigentlich voll am Haten hier, ne? Einen Scheißladen,
aber die Fahrräder sind schon cool.
Andy
Mit Nerdtalk 20 kriegt ihr 20% auf die Einmeldung.
Micha
Genau.
Phil
Das wäre so geil, wenn jetzt durch irgendeine Koop, die tatsächlich da draußen
existiert mit irgendeinem YouTuber, tatsächlich Nerdtalk 20 funktionieren würde
und alle jetzt denken, dass...
Micha
Okay, die Chance ist halt gering.
Phil
Ja, aber Nordhoc ist natürlich auch ein generischer Begriff.
Nur in Deutschland ist er ein gesetztes Ding, nämlich das sind wir.
Andy
Eine Marke, eine Marke.
Phil
Eine Brand. Eine Brand.
Micha
Ja, geschützt und alles.
Phil
Ja, voll.
Micha
Naja.
Phil
Nun gut, wie sieht es sonst aus.
Micha
Werter Andi? Ja, du hast Stress mit dem Gesetz.
Andy
Ich habe Post von der Justiz gekriegt. Ui, ui, ui.
Man muss dazu sagen, das war alles im Vorfeld von unserer Kanada-Reise.
Und man kann ja Reisen buchen und man kann Reisen buchen. Ich sage mal,
die Reise, die ich jetzt mit Phil demnächst antreten werde nach Mallorca,
das ist ja so eine Pauschalreise.
Das ist ja so eine stinknormale Pauschalreise. Da klickst du einmal drauf,
weil keine Ahnung was da im Reiseportal ist, dann hast du die gebucht.
Genau, und dann hat sich da ja irgendwie rausgestellt, dass ich mit meiner Kollegin
die Vertretung irgendwie nicht regeln kann. Dann einmal nochmal draufklicken,
dann hast du storniert und eine Woche später nochmal gebucht.
Alles tutti. Und dann gibt es ja die Kanada-Reise, wo meine Wertegattin ja wirklich
richtig, richtig lange gesessen hat.
Nicht nur Flüge buchen, sondern dann auch wirklich alle Campingplätze buchen.
Also die sind dann in Kanada, sind die zu verschiedenen Terminen buchbar und
dann mussten wir natürlich immer gucken, weil wir mit einem befreundeten Pärchen
gefahren sind, dass wir dann auch immer zwei Stellplätze möglichst nebeneinander
kriegen und das, wo immer so ein riesen Ansturm ist.
Also es war wirklich ein Riesenaufwand, diese ganze scheiß Reise zusammenzubuchen,
und zwei Tage bevor es dann losgehen sollte, gucke ich in den Briefkasten und
finde da einen Brief vom Bundesamt für Justiz.
Und ich dachte, ach du Scheiße. Also ich wusste, ich habe nichts Böses gemacht,
dachte mir, okay, aber nicht, dass die jetzt auf die Idee kommen,
dass du gerade jetzt zu dem Zeitpunkt, wo Kanada ansteht, irgendwo als Schöffe
oder sowas antanzen sollst.
Habe ich das Ding mit zitternden Händen aufgemacht und stellte sich dann raus,
ich hatte Wochen vorher mich an einer Sammelklage gegen Amazon beteiligt und
das war einfach nur die Bestätigung der,
Oh, ein Glück.
Phil
Das ist aber Clickbait hier.
Andy
Podcastbait.
Phil
Post von der Justiz.
Andy
Ja, man muss das ja auch ein bisschen spannend aufbereiten.
Phil
Ja, also Glück gehabt. Ich habe mich auch bei der Sammel...
Micha
Und ihr werdet nicht glauben, was da drin stand.
Andy
Ich bin nur auf den Leim gegangen.
Micha
Ja, wirklich.
Andy
Bei der dritten Seite musste ich weinen.
Micha
Bei der dritten Seite musste ich weinen.
Phil
Ja. Also ich habe mich auch bei einer Sammelklage angeschlossen,
hier bei diesem Facebook-Daten-Line.
liegt da so, wo diverse YouTube-Rechtsanwaltskanzleien sagen,
hier schließt dich unserer Sammelklar gegen Facebook an. Wenn wir alles gewinnen,
kannst du bis zu 300 Euro gewinnen.
Andy
Kriegst du 1000 Mark.
Phil
Ja, komm, gib ihm.
Micha
Voll komisch. Ich habe vor einem halben Jahr oder so, habe ich auch mal so Post
aus Amerika bekommen auch und war so, was ist das jetzt hier?
Irgendwie, weiß ich nicht, muss ich irgendwo Steuern zahlen oder irgendeine
Scheiße. Also war da komplett verwirrt.
Habe ich es auch oft gemacht und dann war da ein Scheck drin,
auch wegen einer Sammelklage gegen Amazon, weil ich einmal vor ein paar Jahren
als Prime-Kunde innerhalb Amazon Amerika was bestellt habe,
und da war irgendwas nicht richtig mit dem Pricing von dem Prime und jetzt kann
ich 13-Dollar-Check einlösen.
Andy
Das ist so geil.
Micha
Ja, genau.
Andy
Bei mir geht es um so ungefähr 80 Euro. Mal gucken, was bei mir kommt.
Micha
Ja, aber ich denke, so dieser Aufwand. Also da haben die mir wirklich aus Amerika
einen Brief mit einem Check drin gesteckt, über 13 Euro.
Und ich weiß nicht mal, wie man einen fucking Check einlöst. Ja, geil.
Das kam noch dazu. Ich dachte so, hä, was mache ich mir jetzt damit?
Andy
Ja, den können Sie einlösen in der badenwürtischen Bank in, keine Ahnung, Stuttgart.
Micha
Genau, genau, ja. Also es war ein bisschen seltsam.
Phil
Ach ja. Ist wir ja von euch bei der ING, bei der ING-DiBa?
Andy
Ja.
Phil
Ja, hast du mitbekommen? Was machst du mit deinem Konto, wenn die jetzt da irgendwo
9,99 Euro pro Monat für ihre Services haben wollen?
Micha
Äh, gar nichts befürchtet machen, ne?
Phil
Ja.
Micha
Ja, das ist ja eh so eine Sache.
Phil
Ich zahle dir doch nicht 10 Euro im Monat. Ich bin zu irgendetwas hin,
weil ich dort ein kostenloses Gehaltskonto und auch so ein Tagesgeldkonto bekomme.
Und jetzt fangen die an, in anderen Ländern zu sagen, okay, wir nehmen jetzt
hier irgendwie 3,99 Euro für das kleinste Paket, damit wir euch das gleiche
bereitstellen, was wir vorher kostenlos bereitgestellt haben.
Ich gucke mit Argus-Argen drauf. Ich sag's dir, wenn die da tatsächlich hier
in Deutschland mit anfangen, ich fettwitzel.
Micha
Ja, aber was glaubst du denn? Also ich meine, glaubst du, Banken haben keinen
Bock auf Abo-Modelle oder was?
Phil
Ja, natürlich haben sie Bock da drauf, aber ich habe keinen Bock da drauf.
Micha
Ja, natürlich hast du da keinen Bock drauf, aber dann good luck so.
Also ich habe neulich mich auch mit jemandem von so einer holländischen Bank
unterhalten. Ich meine, ist er in GDB nicht holländisch auch? Ich glaube, oder?
Phil
Ja, ich glaube tatsächlich, ja.
Micha
Ne, genau. Und da habe ich mich aber mit jemandem unterhalten von so einer Neobank und so.
Und dann ging es auch eben darum von wegen, ja, die haben halt ein Abo-Modell.
Also die nennen es nicht Kontoführungsgebühren, sondern die haben halt das Elite-Premium-Abo
und bla und überhaupt. und da ist
das mit drin und das und irgendwie Überweisungen bis eine Million und so.
Und ich denke mir so, okay, das sind alles so Sachen, die macht man eh nicht irgendwie.
Aber trotzdem, also das Baseline-Konto kostet halt einen Zehner.
Und dann denke ich mir so, krass, also wo sind die Zeiten denn?
Ich meine, damals bei der Sparkasse hatten wir ja schon so, Kontoführungsgebühren,
drei Euro oder was, wollte ich mich verarschen.
So und jetzt aber, ja, sind Banken ja auch auf den Trichter gekommen,
dass man Leuten irgendwie Abo-Modelle andrehen kann und dann möglicherweise
noch mit so einem Bonus, wo man einen Rabatt bekommt auf irgendwas anderes.
Andy
Das ist ja nur nicht wirklich was Neues. Ich meine, Kontoführungsgebühren gibt es seit es Banken gibt.
Micha
Eben.
Ja, nee, eben genau, das meine ich ja. Früher hat man es irgendwie so hingenommen,
weil ja, das ist irgendwie so ein Vorgang oder sowas, Prozessgetriebenes,
ja, okay, Kontoführungsgebühren, kann ich schon verstehen, Verwaltungsaufwand.
Aber mittlerweile fühlt sich das einfach an beim Banking auch wie so Lifestyle,
wie so Netflix, wie so, ja, also muss ja kein Konto bei uns haben,
wenn der Abo-Preis zu hoch ist.
Phil
Ja, also tatsächlich. Ja, Kontoführungsgebühren gehörten mal dazu,
aber das ist halt auch 10, 15 Jahre her, so zumindest für einen Privatkunden.
Micha
Und dann gab es keine eine Zeit lang.
Phil
Genau, so und jetzt fängt die ING damit an und also.
Micha
Und andere machen es nachbestimmt.
Andy
Ja, das ist nämlich die Frage. Die ING war, glaube ich, so ungefähr die Einzige,
die keine Kontoführungsgebühren hatte. Deswegen waren wir alle zur ING gegangen.
Ich sage mal, guck dir mal die Sparkassen an, guck dir die Volksbanken an.
Deswegen haben wir den den Vogel gezeigt und sind alle zur Ink gegangen.
Phil
Ja, aber zwischenzeitlich hat sich das ja auch geändert. Die Konsorsbank,
die DKB, dann die ganzen Neo-Dinger wie Revolut und sowas, die sind alle kostenlos.
Frage ist natürlich, wie lange noch.
Micha
Ganz klar. Stimmt nicht.
Phil
Doch?
Micha
Nee, das meine ich ja nämlich. Also ja, mit dem Konto kannst du halt nichts
machen. Ja, aber zum Beispiel jetzt mal ganz konkret, Bank, B-U-N-K,
ich glaube, also die haben irgendwie ein Free-Konto, aber mit diesem Free-Konto
kannst du halt einen Scheiß machen.
Also wenn du das Konto richtig benutzen willst, dann Ja, das ist es ja.
Phil
Ich will es ja gar nicht richtig benutzen. Ich will irgendwo mein Geld drauf
haben. Ich will irgendeine Karte haben, dass ich damit bitte auch noch im Idealfall
kostenlos im Ausland bezahlen kann. Und dann bin ich eigentlich happy.
Micha
Ja, aber da musst du schon Geld zahlen.
Phil
Ja, oder auch nicht.
Micha
Also ich glaube, früher oder später werden es alle Banken machen.
Das ist nämlich die Frage.
Die Lunte, also Lunte gerochen hat irgendwie, dass man da Leuten Geld aus der
Tasche nehmen kann. Die werden das machen, safe.
Andy
Also ich gucke gerade bei ING, musst du 1000 Euro Geldeingang monatlich haben,
dann hast du keine Kontoführungsgebühren.
Phil
Ja, das ist aktuell so.
Micha
Das ist bei der Sparkasse ja auch so, glaube ich.
Phil
Genau, das ist aktuell so. Also tatsächlich haben die angekündigt,
das tun sie jetzt, also haben sie in anderen Ländern angekündigt,
teilweise auch schon angestoßen, dass du dort tatsächlich ein gewisses Abo abschließen musst.
Irgendwie, ich habe jetzt in den Kommentaren gelesen, in Polen haben sie es jetzt nicht gemacht.
Da gibt es weiter ein kostenloses Konto. Und die Frage ist halt,
also sie haben es angekündigt und in anderen Ländern umgesetzt.
Die Frage ist, wie reagieren sie jetzt in Deutschland?
Und da gucke ich eben mit großen Argesagen drauf.
Andy
Es bleibt abzuwarten.
Phil
Aber ich finde das schon tatsächlich so ein bisschen...
Schade, sozusagen. Wenn ich jetzt mal auf Finanzfluss irgendwie mal so einen
Girokonto-Vergleich aufrufe, der natürlich jetzt nicht lädt auf die Schnelle.
So, dann hat hier Norisbank, C24, Consasbank, BBVA, was immer das auch ist,
Satanda, Trade Republic, DKB, Revolut. Alle haben keine Kontoführungsgebühren.
Andy
Ja, dann gehst du halt zu den, Mann.
Phil
Also tatsächlich, da gibt es ein paar. Ja, nun mal er war.
Micha
Man hat ja auch keinen Bock, die ganze Zeit umzuziehen.
Andy
Trade Republic. Was passiert, wenn die dann keine Investoren mehr haben?
Dann ist dein ganzes Geld auf einmal futsch.
Phil
Ja, also es heißt ja nicht, dass es jetzt so Trade Republic...
Andy
Oder hier C24, die Bank von Check24. Ey, wenn da so Leute arbeiten,
wie diese ganzen Check24-Familien in der Werbung, dann seht ihr mein Geld aber in Äon Jahren nicht.
Phil
Nachvollziehbar, du. Nachvollziehbar.
Andy
Also bitte.
Phil
Wobei deren Fortschritt Check 24 ist auch fast ein eigenes Thema,
darüber zu sprechen, was die so machen.
Naja gut, aber du sagtest gerade, du warst in Kanada.
Andy
Richtig, richtig, richtig.
Phil
Und in einer Private Session habe ich sehr, sehr, sehr, sehr,
sehr viele Fotos gesehen. Es scheint ein sehr geiler Urlaub gewesen zu sein. Erzählen Sie mehr.
Andy
Ja, ich wollte eigentlich nur so ein bisschen von der technischen Seite erzählen.
Und zwar hatte ich ja zwei Kameras dabei.
Die Drohne habe ich schon mal wohl, weiß ich nicht, mitgenommen,
weil in Naturparks, Nationalparks darfst du die Drohne nicht fliegen und quasi
die Ecke, wo wir waren, ist quasi alles Nationalpark.
Das hätte sich nicht gelohnt. Ich habe mir ja erst vor gar nicht allzu langer
Zeit eine neue 360-Grad-Kamera gekauft von Insta360.
Die X4R, also wie das iPad Air.
Und ich habe auch noch meine alte Go2 dabei gehabt. Das ist ja so eine Kamera,
die so groß ist wie so ein Daumen ungefähr, die man sich per Magnet zum Beispiel
ans T-Shirt machen kann.
Und es stellt sich wieder mal raus, die Kamera, die man immer dabei hat,
ist eigentlich die beste.
Also so eine 360-Grad-Kamera, die ist ja hier manchmal vielleicht ganz cool,
so beim Fahrradfahren, wenn du sie irgendwo hinhalten kannst und dir keine Gedanken
machen musst, wo du gerade mit der Kamera hinguckst, sondern das alles in der
Post-Production dann machen kannst.
Aber es stellt sich raus, ich habe tatsächlich diese kleine Billo-Kamera,
die häufig wirklich an meinem T-Shirt gebaumelt hat, wirklich bevorzugt,
Weil die hast du immer dabei, die kannst du einfach mal schnell abnehmen,
kannst dann schnell filmen und dann ist sie wieder weg.
Und das hat mich jetzt dazu motiviert, dass ich mir das Nach-Nach-Nachfolge-Modell
davon gekauft habe, die Insta-Go-Ultra.
mit der ich heute meine ersten Erfahrungen gesammelt habe. Und das ist echt schon eine coole Sache.
Phil
Das ist ein Outcome, mit dem ich nicht gerechnet hätte. Ich hätte jetzt damit
gerechnet, die beste Kamera ist die, die du dabei hast. Und toll,
dass ich meine Instas hier und GoPros da und bla habe.
Und ich dachte, der Satz endet mit, am Ende habe ich die ganzen Fotos mit meinem
tollen Google Pixel 23 Plus gemacht.
Andy
Ja, die Fotos ja auf alle Fälle.
Phil
Ja, und die Videos im Zweifel auch. Das heißt, du bist in dem Urlaub wie so
ein Dulli mit so einer Magnetplatte zwischen T-Shirt und Kamera durch die Gegend gerannt und hast dir so,
eine Kamera vor die Brust geklemmt.
Andy
Um es mal so zu sagen, in der Innenstadt von Hannover wäre ich mir damit wahrscheinlich
auch wie ein Dulli vorgekommen.
Aber in Kanada, wenn du da nur mit vier Leuten durch die Gegend stocherst und
dir höchstens mal eine Elchkuh entgegenkommt, da war jetzt so mein Dulli-Gefühl
eigentlich relativ klein.
Phil
Ja, das Charme-Level dann unter den verbleibenden vier, drei,
vier Leuten ist dann gesunken.
Andy
Ich verstehe.
Phil
Aber jetzt mal Real Talk, das hast du tatsächlich gemacht. Also so mehr oder
weniger den gesamten Tag diese kleine Kamera so an der Brust gehabt und dann
tatsächlich kurz zack mal was aufnehmen oder vielleicht einfach mal beim Gehen oder Radfahren oder,
einfach mal so laufen lassen, dass man so einen,
jetzt komme ich gerade nicht auf den Begriff hier,
First-Person-Blick hat so.
Genau, okay. Ja, das ist interessant.
Andy
Du hast halt, um es noch kurz zu erklären, du hast ein Halsband,
das kannst du dir unter das T-Shirt machen, das hat so ein,
Magnet vorne dran und dadurch, dass die Kamera auch magnetisch ist,
kannst du dir einfach deine Kamera direkt an die Brust machen und wo andere
für ihre GoPro oder sowas echt hier so ein ganzes Geschirr brauchen,
um sich da so ein Brustgurt fertig zu machen,
pappst du dir das einfach nur ans T-Shirt und kannst es dann auch in die Hosentasche
machen, damit sie aufgeladen werden kann oder so und es ist echt praktisch,
dass du dann wirklich so diese,
bei Wanderungen zum Beispiel hast du dann so diese First-Person-View,
dass du dann auch siehst, wie du da mit deinen alpinen Wanderstöcken,
dich da irgendwelche Summits hochschleppst.
Kannst du dann aber auch immer schnell mal von der Brust nehmen,
um irgendwas einzufangen, was dir so gerade am Wegesrand da begegnet.
Und das ist echt wesentlich praktikabler als die 360-Grad-Kamera.
Für die du dann erstmal die Kamera, die ist größer, die musst du immer aufpassen.
Die hat natürlich auch auf beiden Seiten Linsen. Da musst du immer gucken,
dass den beiden Linsen nichts passiert. Das heißt, du bist dann immer damit
beschäftigt, den Linsenschutz rauf und runter zu machen.
musst dann immer noch ein Selfie-Stick dabei haben und wenn du das dann alles,
dieses ganze Geschirr da erstmal ausgepackt hast da bist du echt schneller mit
so einer Kamera die du schnell am T-Shirt dran hast Ja.
Micha
Haben wir in letzter Sendung noch drüber gesprochen wie scheiße das ist mit
Metaglasses und so, dass wir jetzt einfach die ganze Zeit durch die Gegend laufen
und alles und jeden filmen Tja.
Phil
Wie löst du die Kamera aus? Also, die läuft ja nicht 24-7 dann, oder?
Andy
Nee, die läuft nicht 24-7. Die ist einfach ganz neu. Du hast es nicht verstanden
damals bei unserer Hochzeit. Da habe ich ja versucht, dir das zu erklären und
es hat leider nie funktioniert. Deswegen haben wir keine Bilder von unserer Hochzeit.
Micha
Also jetzt gut aufpassen, Faye.
Andy
Stell dir einfach vor, sie ist wirklich nur so groß wie ein Daumen.
Und auf der Oberseite hast du eine Linse und unten hast du einfach eine freie
Fläche, auf die du einfach nur einmal raufdrückst und dann nimmt sie auf und
dann drückst du nochmal drauf und dann hört sie auf, aufzunehmen.
Es ist wirklich ganz einfach.
Phil
Stell mich nicht so dumm da.
Micha
Du musst dir ja erstmal merken, wann du das erstmal gedrückt hast,
ob das aufnehmen war oder nicht. Das musst du dir erstmal merken.
Andy
Dafür blinkt sie ja sogar, wenn sie aufnimmt, dass du sehen kannst,
hier, ich bin jetzt gerade aktiv.
Also eigentlich ist das schon für viele Dummies abgefedert, aber wir arbeiten dran.
Du kriegst sie dann auf Mallorca in die Hand und dann gucken wir mal,
ob du damit zurande kommst.
Phil
Zigtausende Hörer sagen jetzt, was für ein Spaten ist Phil eigentlich.
Andy
Nee, aber es ist echt so dieses, ich habe insgesamt, glaube ich,
knapp 1300 Videoclips gemacht. Das sind sechs Stunden insgesamt,
die ich jetzt noch zusammenschnippeln muss, wovor ich mich jetzt auch drücke.
Weil das Problem ist, du hast jetzt einmal die Videos von dem Pixel-Smartphone,
dann hast du die von der 360-Grad-Kamera und die von der kleinen Magnetkamera und die alle irgendwie,
so hinkriegen, dass sie chronologisch alle richtig sind, das ist ein Ding der Unmöglichkeit quasi.
Da hängt viel Arbeit dran.
Phil
Wird man dann das Ergebnis auf deinem YouTube-Channel namens Fahrradkram,
Fahrradkram, Fahrradkram, YouTube, wird man das da sehen können?
Andy
Ich vermute mal eher nicht. Höchstens vielleicht so ganz kleine Ausschnitte.
Ich habe heute ein neues Video aufgenommen mit meiner neuen Kamera,
so den ersten Eindruck, mal auf der Fahrt mit dem Rad zur Arbeit und zurück
ausprobiert, wie die denn so funktioniert.
und da werde ich vielleicht mal so zwei, drei kleine Sachen aus Kanada mit reinschneiden.
Aber das wird Samu gewesen sein. Aber es ist eher so fürs Persönliche.
Phil
Aber es wird wieder neuen Content auf Fahrradkram geben. Geil!
Ja, die Saison ist wieder da, Andi ist wieder aus Kanada zurück.
Jetzt wartet das Fahrrad.
Andy
Ja, jetzt muss ich auch ein bisschen liefern. In sechs Wochen geht es mit dem
Fahrrad nach Dänemark und das in drei Tagen über 400 Kilometer,
da muss ich noch ein bisschen in Form kommen.
Ich habe in Kanada so dermaßen abgebaut, drei Wochen nicht Rad gefahren,
schlecht geschlafen, jeden zweiten Tag mit einem Camper wieder unterwegs gewesen.
Also es hat mir wirklich sehr viel Energie geraubt, die ich jetzt erst langsam wieder aufbauen muss.
Phil
Das ging jetzt so im Nebensatz unter. Du fährst mit dem Fahrrad nach Dänemark
und fährst dann in Dänemark mit dem Fahrrad. Du fährst mit dem Fahrrad nach Dänemark.
Andy
Genau, ungefähr in die Ecke, wo wir beide letztes Jahr waren,
nur noch ein paar Kilometer weiter.
Phil
Natürlich.
Andy
Ja.
Phil
Okay. Drei Tage hast du die.
Andy
Genau, drei Tage, jeden Tag 140 Kilometer. Mal hoffen, dass das funktioniert.
Phil
Das hoffe ich auch. Das hoffe ich auch. Naja, mach mal, mach mal.
Ich schließe mich lieber mit Serien und Filmen. Eher Filmen.
Andy
Ja, Ted Lasso, sag ich nur.
Phil
Schwieriges Thema. Vor zwei Sendungen haben wir darüber gesprochen.
Ich habe so meine To-Do-Liste aufgenommen.
Und jeden Tag schreit mich meine To-Do-Liste an mit dem Zitat,
du musst dir Ted Lasso angucken.
Micha
Ist die To-Do-Liste von der Wertigkeit über der Watchlist oder unter der Watchlist?
Andy
Genau.
Micha
Also kommen Filme erst auf die To-Do-List und dann auf die Watchlist oder kommen
die erst auf die Watchlist und dann auf die To-Do-List?
Phil
Ich finde diese spitze Frage sehr unangemessen.
Micha
Ja, hast du mich schon verstanden.
Phil
Nein, nein, nein, tatsächlich. Das ist wirklich, also ich glaube,
ich könnte ohne meine To-Do-Liste nicht mehr leben, weil die dann wirklich auch
so Serientermine drin hat, die mich dann einfach daran erinnern, teilweise zu atmen.
Micha
Serientermine ist ein schöner Begriff in dem Zusammenhang. So,
Ted Lasso. Ted Lasso, mein Serientermin.
Phil
Na, nicht schlecht.
Ja, jetzt muss ich es nur mal abarbeiten. Aber tatsächlich, meine To-Do-Liste,
hat eigentlich, also es gab mal eine ganze Weile Zeit, da war die wirklich bei
null oder eins bis zwei offenen Tasks.
Zwischenzeitlich ist sie so bei sieben, acht offenen Tasks. Aber hey,
da sind so manche andere To-Do-Listen deutlich umfangreicher.
Andy
Ja, aber Ted Lasso ist da schon sehr lange drauf.
Phil
Ja, da sind auch Sachen von April 2025 drauf.
Andy
Das ist mir versprochen Wenn das schon nicht mit den Hochzeitsfilmen geklappt hat.
Micha
Wenn wir Freunde wären.
Andy
Du bist mir doch mal schuldig,
Siehst du.
Micha
Was du angerichtet hast Ja,
Hochtraumatisiert Naja Gut, Filme, oder?
Ja, gerne Ja, wollen wir Wer fängt an.
Phil
Ja, ne?
Micha
Ja, nicht alle auf einmal, ne?
Phil
Okay, komm, dann fange ich an mit einem kleineren Film, der aber wirklich empfehlenswert
ist, nämlich Sechs Wochenamt.
So, ist ein Film, der jetzt irgendwie, glaube ich, gerade am Ende seiner Kinotour
ist und in vielerlei Hinsicht interessant ist, von einer jungen Regisseurin,
gedreht, irgendwie mit knapp 100 Minuten auch noch ganz schön konsumierbar.
Wobei das Thema ein bisschen schwierig ist, denn wir sehen dort die junge Lore,
die tatsächlich in der allerersten Szene ihre Mutter an den Krebs verliert.
Und wir verfolgen dann in diesem Film tatsächlich auch, zwar auch traurig,
aber auch mit einer gewissen Leichtigkeit, wie Lore probiert,
irgendwo eine schöne Abschiedsfeier für ihre.
Mutter aufzubereiten. und wir sehen da halt ganz viel, was halt so passiert,
wenn nahe Verwandte sterben.
Auf einmal kommen die ganzen anderen Verwandten und sagen, so und so muss das
aussehen, die Beerdigung. Und die Oma findet das sowieso alles nicht so richtig,
dass da jetzt irgendwo verbrannt wird.
Menschen gehören unter die Erde. Auf einmal kommt der Pfarrer um die Ecke und
kondoliert dir, obwohl du gar nichts mit Glauben zu tun hast.
Und das ist irgendwie ein sehr schöner, aber natürlich aufgrund des Themas irgendwo
auch ein bisschen trauriger Film, aber eben mit einer gewissen Leichtigkeit.
Und was diesen Film irgendwas so ein bisschen besonders macht,
im positiven Aspekt ist, der wurde ausschließlich von und mit Ehrenamtlichen,
Entschuldigung, doch mit Ehrenamtlichen gedreht,
was man dem Film auch wirklich positiv anmerkt.
Also da sind auch einige Laien-Schauspieler dabei, ist aber auch professionell
produziert und so etwas.
Aber du merkst irgendwie, dass dort Leute dann mit einer größeren Passion dabei
sind, nochmal irgendwo einen Inhalt in ihre Figuren zu bringen,
als wenn sie in Anführungsstrichen nur bezahlt würden.
Und ja, ich bin da jetzt tatsächlich jetzt drüber gestolpert,
weil wir den bei uns im Kino zeigen und da tatsächlich die Regisseurin da war
für ein Q&A und ich habe es gedacht, naja, klingt irgendwie interessant.
Da ist noch so eine Side Note dabei, dass das alles auch noch zur Corona-Zeit
spielt, was aber im Film jetzt nicht so krass durchkommt.
Sondern so, ich habe mir das angeguckt und ich fand, wir haben auch ein bisschen
gelacht im Saal, weil bestimmte Situationen halt einfach so komisch und so zynisch
sind, wenn so ein Bestatter einem da auch so ganz klar sagt,
ja, das kannst du so machen, ist dann halt so,
hat die Mutter jetzt ja auch nichts von.
Und du denkst so, ja, stimmt, aber auch wieder nicht. Interessanter Film,
wirklich interessanter Film. Lohnt sich zu gucken, wenn man natürlich irgendwo
auch mit dieser Thematik umgehen kann.
Einfach nur des Sterbens eines nahen Verwandten, was ich in diesem Film wirklich
sehr, sehr gut fand. Der drückt nicht so. Das ist nicht so, oh, Mutter gestorben.
Oh, tragisch, traurig und so. Aber so ist es gar nicht.
Andy
Wie erklärt sich denn der Titel? Sechs Wochen Amt.
Phil
Ist das eine ernste Frage?
Andy
Ja, sechs Wochen Amt. Amt klingt jetzt, weiß ich nicht, du sagst was von Ehrenamt,
aber was hat das mit dem Amt auf sich?
Phil
Tatsächlich, das wusste ich auch nicht. Wir mussten alle so ein bisschen schmunzeln,
als dann die Regisseurin das sagte. Sechs Wochenamt ist tatsächlich ein,
ich sag mal, ein etablierter Begriff in der katholischen Kirche.
Das ist nämlich, also wenn eine Person stirbt, dann wird das gerade so in dem
religiösen Bereich natürlich irgendwie auch bekannt gegeben,
wie gesagt, der Pfarrer kommt und so etwas und,
das Sechs-Wochen-Amt ist dann, dass die nach sechs Wochen, nachdem die Personen
verstorben sind, noch einmal in der Messe namentlich gewürdigt werden und sozusagen
da noch einmal dann erwähnt wird, Mensch, vor sechs Wochen ist die Person gestorben.
Und das ist dann auch so ein rituelles Ende der Trauerzeit.
Natürlich darfst du auch weiter trauern, aber innerhalb dieser sechs Wochen
sozusagen ist das dann, ist das in Anführungsstrichen normal.
Also es klingt jetzt komisch so, aber es ist halt so ein Ritus sozusagen.
Andy
Also im Gottesdienst gesagt, ja, die Erna Müller ist ja vor sechs Wochen gestorben
und alle durch die Reihen so, oh, ist das schon wieder sechs Wochen?
Ja, ja, die Zeit vergesst. Super, ja, kann ich mir gut vorstellen.
Phil
Hat mir aber überhaupt nichts zu sagen.
Micha
Wo kann man den sehen, Phil?
Phil
Tatsächlich in diversen Programmkinos. Also der ist größer, als man so denken mag.
Micha
Der hat nur 38 Bewertungen auf IMDb.
Phil
Ja, darum habe ich ihn auch ganz bewusst hier mal reingeschleppt.
Also der läuft tatsächlich in diversen. Auch in Hannover zum Beispiel,
im Kino am Raschplatz, wird er gezeigt.
Micha
Aber ist er denn wirklich empfehlenswert? Oder bringst du den nur mit,
weil das ein kleiner Film ist und du Distinktionen betreiben möchtest?
Phil
Nein, habe ich nicht.
Andy
Die Regisseurin so nice fand.
Phil
Nein, nein, nein. Also natürlich ist irgendwo auch, also ich fand den Film toll
und weil er so klein ist und er meines Erachtens eine noch größere Öffentlichkeit
braucht, habe ich ihn schon durchaus deswegen mitgebracht.
Aber auch wie gesagt aus Überzeugung.
Und die waren selber ein bisschen überrascht. Der Film hat bei diversen kleinen,
kleinen Filmfestivals durchaus auch abgeräumt.
Die haben irgendwie eine halbe Welttournee gemacht. Also der ist auch irgendwie
in Südkorea gelaufen. Die sind da richtig steil drauf gegangen auf diesen Film.
Also der ist auch international, hatte da irgendwo so ein Gehör gefunden.
Und ja, spricht auch irgendwo für den Film. Ja, sechs Wochen.
Andy
Seine Filmperle.
Phil
Ja, tatsächlich. Ich will jetzt nicht sagen, kann man sich mal so angucken,
da kommen wir später zu einem Film, der sich eher da so einordnet. Aber ja.
Andy
So im Sinne von unserer damaligen DNA, so ein Film in der Sneak,
wird man ihn gucken und wird sich denken, ach Mensch, hättest du sonst nicht
geguckt, aber hat sich gelohnt.
Phil
Genau, das trifft es tatsächlich sehr, sehr gut.
Andy
Ja.
Phil
Mehr braucht es nicht. Wer die Möglichkeit hat, soll sich gerne mal dazu motiviert
fühlen, sich in diesen Film hinein zu begeben.
Das mag jetzt irgendwie auch tatsächlich so eine Laienarbeit klingen,
wenn wir über Ehrenamt sprechen und auch Laien-Schauspielern.
Ich würde sagen, dieser Film ist ein guter Beleg dafür, dass das Pendel auch
im positiven Sinn in die andere Richtung ausschlagen kann. Ja.
Andy
Top.
Phil
So, jetzt war ich der Icebreaker. Ich habe jetzt über einen Film gesprochen. Jetzt seid ihr dran.
Micha
Na gut, dann mache ich eben kurz. Fangen wir mal an. Habe ich im Flieger gesehen,
stand bei mir längere Zeit auf der Liste.
Walk Hard, The Dewey Cox Story, ist ein Film mit John C. Reilly in der Hauptrolle.
Er spielt Dewey Cox, ein Musiker, dessen gesamtes Leben quasi einmal abgebildet
wird. Also gewissermaßen Musik-Biopic, aber dieses Biopic ist kein normales
Biopic, sondern es ist eine Parodie auf Biopics.
Und ich hatte den, wie gesagt, länger auf der Liste und der ist irrsinnig witzig.
Also ich muss sagen, ich finde es total super, dass ich ihn jetzt gesehen habe
und sehr schade, dass ich ihn so lange noch nicht gesehen habe,
weil der zerlegt diese Biopic-Formel einfach so gut, dass man eigentlich danach
kein normales Musik-Biopic mehr gucken kann, ohne sich zu denken, Mann, ist das dumm.
Weil es sind wirklich alle Klischees drin. Wie er als kleiner Junge mit so Bluesmusiker
beobachtet und dann zum ersten Mal eine Gitarre in die Hand bekommt und anfängt
auch mit einer rauchigen Stimme zu singen und die Gitarre sofort beherrscht und so.
Oder dann so ins Aufnahmestudio geht und der Studioaufnahmeleiter so ist alles scheiße.
Und wenn du jetzt nicht sofort auf der Stelle einen Song schreit,
hier ins Mikrofon trell hast, der unser aller Leben verändert,
du hast 15 Sekunden Zeit.
und dann fängt er halt an zu singen und alle fangen an zu heulen und du denkst,
so, genau diese ganzen Sachen, die einfach in jedem fucking scheiß Biopic drin
sind, wo man so denkt ja komm, nie im Leben war das so, weißt du,
wie er dann so 15 Kinder mit seiner Ehefrau hat, die überhaupt nicht an ihn
glaubt und dann aber irgendwie die.
Die femme fatale mistress irgendwie auf der Seite, mit der er dann am Ende durchbrennt
und so also diese ganzen Klischees, die du kennst aus Elvis,
aus irgendwie, Rocketman ging ja noch, aber aus Bohemian Rhapsody, aus Walk the Line.
Also alle Biopics gehen eigentlich auf diese Formel zurück.
Und das finde ich so clever, das so zu machen beziehungsweise einfach,
also es ist ja die Quintessenz von der Parodie, das einmal so offen zu legen
und wirklich alle Gags daraus zu generieren, dass eigentlich Musikbiopics echt scheiße sind.
Also ich habe nämlich eh ein gestörtes Verhältnis der Musikbiopics genau aus
diesem Grund. Und der Film geht genau da rein.
Andy
Der ist ja schon fast 20 Jahre alt. Ich glaube, den könnte ich mir gut vorstellen
in so einem Double Feature zusammen mit Anchorman.
Micha
Ja, das ist genau die gleiche Art.
Andy
Der gleiche Schlag.
Micha
Okay, cool. Ja, ja, voll. 100 Prozent.
Und John C. Reilly spielt das halt cool. Also wie gesagt, er spielt ja die ganze
Zeit eigentlich sich selbst, also außer als Kind.
Aber sobald er halt so 13 ist, ist es halt John C. Reilly.
Und es spielen halt alle um ihn herum, sind aber 13-Jährige. Oder beziehungsweise,
lernt er halt irgendwann seine Frau kennen, so Mary Jane oder was weiß ich,
wie die heißt, so Peggy Sue, was weiß ich.
Und dann ist das halt Kristen Wiig und sie ist halt aber auch 13.
und es ist halt so, es ist halt komplett Banane eigentlich alles,
aber die Gags, die halt daraus generiert werden, sind einfach köstlich.
Ja, und dann nimmt er halt ein bisschen was von, wie gesagt,
von Walk the Line, ein bisschen was von dem Beach Boys Biopic,
dann ist dann irgendwie eine Bob Dylan-Phase mit drin.
Also es sind quasi einmal alle möglichen Biopics, Musikbiopics,
die ihr irgendwie jemals gesehen habt, sind irgendwie in diesem Film verwurschtelt,
aber nicht so dumm wie ein Scary Movie, von wegen so,
ja, ha, ha, hier, guck mal, hier ist irgendwie eine Referenz da dran und hier
ist eine Referenz da dran,
sondern jeder Gag in diesem Film speist sich eigentlich aus dieser Idee,
wie dumm so ein Biopic eigentlich ist und wie an den Haaren herbeigezogen eigentlich
die meisten dieser Storys sind, die in so einem Biopic halt verhandelt werden
oder erzählt werden mit irgendwie
Drogenkonsum und überhaupt so und Alkoholismus und,
dann fällt er in so ein tiefes Loch und dann holt ihn seine Affäre da irgendwie
raus wieder und dann ist er in der Entzugsklinik und also all die Sachen einfach.
Megafilm. Ich fand den ultra, ultra witzig. Und ich habe jetzt das gar nicht
mehr nachguckt. Du hast gerade nachgeschaut, Andi, ne?
Der ist ja schon eine Weile älter, wie du gesagt hast.
Andy
2.
Micha
Kommen wir vor. Okay, dann kam der nach Walk the Line wahrscheinlich, oder? Ja.
Phil
Also laut Filmkompetenz Wikipedia orientiert er sich auch an Walk the Line.
Micha
Ah ja, ja, ja, ja. Genau. Also ja, Top-Empfehlung von mir. Ich fand den ultra
witzig. Und wie du sagst, Andi, also Anchorman ist genau so ein Film,
der da reinpasst. Also die ganzen Will Ferrell-Filme eigentlich.
Die sind alle genau dieser Schlag von Filmen. Aber der ist einfach so dumm,
dass er wieder clever ist. Also, Top-Empfehlung.
Phil
Also Micha, jetzt muss ich das aber nochmal ein bisschen in der Tiefe hinterfragen.
Wir haben zwar jetzt auch gerade gelacht. Wir haben natürlich dann auch aus
sozialem Druck gelacht.
Bestimmt aber auch intrinsisch motiviert. Aber es war natürlich auch irgendwie
für die Show, selbstverständlich.
Und du sagtest selber, dass du ein gestörtes Verhältnis...
Micha
Warum jetzt als Markus Lanz?
Phil
Ein gestörtes Verhältnis.
Andy
Wahnsinn, Wahnsinn.
Phil
Zu Musikfilmen hast. Kann es sein? Kann es sein? Habe ich da einen Punkt bei dir?
Micha
Das ist eigentlich die Parodie von der Parodie, was du gerade machst.
Du machst ja eigentlich von Switch den Typen hier.
Phil
Dass du diesen Film besonders gut findest, gerade weil du ein gestörtes Verhältnis
zu Musikfilmen hast. Und der in der Gesamtbetrachtung gar nicht mal so witzig ist.
Micha
Nee, ja gut, Humor ist ja eh mal so eine diffizile Sache. Entweder man kann
drüber lachen oder man kann nicht drüber lachen.
Bei mir hat er halt einfach wirklich einen Punkt getroffen, weil er genau all
diese Sachen macht, für die ich halt Musikbiopics scheiße finde und daraus halt Witze generiert.
Wenn man jetzt denkt, das ist jetzt ein straightes Biopic und dann guckt man
denen so, das ist ja blöd.
so dann wird man natürlich nicht drüber lachen können aber also ich gehe schon
davon aus dass wenn man ein bisschen Humor hat und ein bisschen versteht dass
Biopics eigentlich tatsächlich immer nach dem gleichen Schema ablaufen,
Dann glaube ich schon, dass man darüber lachen kann. Auch wenn man nicht so
wie ich eigentlich gegen Biopics, Musik-Biopics eine Fäde führt.
Phil
Ich finde das lustig, wie du jetzt gerade zwischen den Zeilen gesagt hast.
Also du hast ja gesagt, den kann man lustig finden, wenn man Humor hat.
Das heißt, die, die ihn nicht cool finden, ihr habt einfach keinen Humor, ihr seid nicht.
Micha
Ihr habt ein Herz.
Phil
Stein aus Herz. Herz aus Stein.
Micha
Oder gucken vielleicht auch Filme nicht Stein aus Herz, genau. So, schreibt es mal auf.
Nee, vielleicht gucken die Leute dann die weil Filme insgesamt einfach auch
nicht so aufmerksam oder sozusagen sind sich vielleicht nicht dessen bewusst,
wie bestimmte Erzählstrukturen oder bestimmte so Klischees in Filmen einfach
immer wieder auftauchen.
Sondern so man das Gefühl hat, ah ja, und dann bei Bohemian Rhapsody war es
so und bei Walk the Line war es so und bei noch einem anderen Film war es noch
anders, bei den Bruce Springsteen-Filmen und so.
Und du aber eigentlich denkst, nee, die sind eigentlich alles der gleiche Film.
Also die erzählen alle die gleiche Story, nur halt mit einem anderen Soundtrack.
Also ich glaube, wenn man sich das vergegenwärtigt hat, dann ist Walk Hard einfach sehr witzig.
Ich meine, allein der Titel, Walk Hard.
Da gibt es auch einen Moment, wo die dann darauf kommen, quasi auf diesen Satz,
weil er irgendwie sagt, I'm walking this walk, not because it's easy,
but because it's hard. I'm gonna walk hard. Und dann fängt er sofort an,
seinen Song zu schreiben.
Genau diese Sachen.
Phil
Oh geil, ja doch.
Micha
Ja, ja. Klingt gut. Ja, doch, kann ich empfehlen. Ist so ein Sonntagsfilm auch.
Also da muss man nicht großes Trara machen, sondern man kann den einfach gemütlich
sich mal irgendwo leihen. Ich weiß nicht, ich glaube nicht, dass es den gerade
irgendwo im Streaming gibt oder so.
Phil
Nee, also im Streaming allgemein schon, aber jetzt nicht in einer Flatrate mit drin.
Ich habe gerade mal geguckt, also die größte Schnittmenge werden wir wahrscheinlich
bei Amazon Prime Video haben, wo du ihn dir für die klassischen 2,99 beziehungsweise 3,99 leihen kannst.
Micha
Das ist der auf jeden Fall wert. Okay, klar ist der. Ja, vor allem natürlich im Original.
Ja, wie gesagt, Kristen Wiig spielt mit und Jenna Fischer, heißt die,
aus Office, die hat Pam gespielt in The Office.
Phil
Ah, ja.
Micha
Und ich muss sagen, die ist richtig hot in dem Film.
Phil
Die ist in The Office durchaus hot.
Micha
Ja, die ist in The Office, ist die aber süß. Das stimmt, ja.
Das ist einfach eine süße, so genau. Und in Walk Hard dachte ich so, Hallöchen.
Also, ja, ja, unerkannte Talente da, ja.
Phil
Ja, also schaut den. Ich möchte jetzt sagen, ich nehme den auf meine Watchlist,
aber ich sage es einfach nicht. Ach, ich bin scheiß drauf.
Andy
Hör auf, du Hunde.
Phil
Du mit meiner Watchlist. Ja,
was mache ich denn jetzt?
Ich nehme den jetzt einfach bei Amazon auf meine Watchlist.
Micha
Oder pass auf, noch besser. Ich erwarte jetzt hier ein bisschen Commitment.
Du leihst den jetzt einfach direkt und dann musst du den einfach gucken in den nächsten zwei Tagen.
Andy
Nee, Phil, pass auf, komm, wenn wir uns mal wieder treffen, hier,
wenn du uns mal wieder besuchen kommst oder ich nach Berlin komme,
dann gucken wir den zusammen.
Micha
So.
Andy
Zusammen lacht man nämlich lustiger und dann haben wir schon mal hier so ein Couple-Goal. Weißt du?
Phil
Geil. Cool, machen wir so. Das ist, das ist, das ist, also ja, voll dabei.
Coole Idee. Ja, Ballcard. Virtual Brofest, Andi.
Andy
Ja, dann kann ich auch noch mal hier einen Musikfilm hinterher schmeißen,
wo wir gerade am Thema Musikfilme sind.
Es gibt einen Musikfilm, an dem ich schon immer riesengroßes Interesse hatte
und jetzt auf dem Flug nach Kanada gemerkt habe.
Micha
Habt das denn noch nie gesehen?
Andy
Nee, den haben sie da im Angebot, dann guckt er den noch mal an.
Ich habe mit Schrecken festgestellt, dass der inzwischen schon unfucking fassbare
zwölf Jahre alt ist und zwar Whiplash. Ja, das ist ja ein Monster von einem Film.
Phil
Wie konnte der an dir vorbei?
Micha
Alter, Alter. Das schockt mich, dass du den nicht gesehen hast bisher.
Andy
Aber echt, wirklich.
Micha
Also genau deine Kragenweite.
Andy
Richtig, richtig. Kurz zur Story. Miles Teller spielt einen jungen Schlagzeuger,
der an der tollsten Musikhochschule der Vereinigten Staaten als Schlagzeuger,
sich da seine Meriten verdienen darf.
Und er kriegt einen Mentor vorgesetzt, gespielt von J.K. Simmons,
den wir ja alle, glaube ich, sehr,
sehr, sehr lieben, weil er ein wirklich fantastischer Darsteller ist.
und der ist ein richtiges Arsch, ein richtiger Schleifer, eine miese Drecksau.
Ein Tyrann, richtig, ein Einwandfrei. Es ist ein reiner Tyrann, sag ich mal.
Und das Spannende ist halt dieses Zwischenspiel zwischen diesen beiden Leuten
und wie in diesem Film herausgearbeitet wird, wie tatsächlich das Genie funktioniert.
Oder totale Leidenschaft.
Also dieses sich so lange irgendwelche Schlagzeuge so lieb ausprobieren,
bis die Hände Blasen schlagen und anfangen zu bluten, dann kurz mal in Eiswasser
gekühlt werden und dann weiter nochmal eine Stunde, nochmal eine Stunde.
Und der Film ist richtig, richtig geil. Also J.K. Simmons hat dafür einen Oscar
gewonnen, den kann ich komplett nachvollziehen.
Dann noch zwei Oscars, einmal für Film-Editing, also der Schnitt ist wirklich
brillant, also gerade so diese Detailaufnahmen, die du siehst,
wenn er da auf sein Schlagzeug haut, dass du dann irgendwie nur so die Hälfte
von einem Becken siehst und dann siehst du den,
Taktstock und so weiter und so fort, das ist so geil in Szene gesetzt und natürlich
auch Sound-Mixing, also.
Der hat mich richtig, richtig gekriegt, ich hatte wirklich im Flugzeug,
was ja nur wirklich nicht gerade so,
der ultimative Moment ist, wo du wirklich so große Filmmomente zelebrieren kannst,
aber ich hatte echt Gänsehaut und ich hatte echt teilweise Pipi in den Augen, weil J.K.
Simmons so geil aufgespielt hat, in so einem,
knalleengen schwarzen T-Shirt, wirklich sehniger Arme, richtig durchtrainiert
und der hatte so eine Körperspannung, wenn er da,
so gezeigt hat, wie diszipliniert man hier gefällig zu sein hat,
also das war wirklich aller, aller Ehren wert, also es ist jetzt,
kein wirklicher Geheimtipp, aber auf alle Fälle, wer den nicht gesehen hat, nachholen.
Micha
Fehlt dir denn jetzt noch was in deiner Damien Chazelle Filmografie? Äh, du.
Also Whiplash, La La Land, First Man, Babylon und einen habe ich vergessen.
Andy
Ja, Babylon habe ich mal angefangen, aber nicht zu Ende geguckt.
Nee, nicht zu Ende geguckt. Der fehlt mir tatsächlich noch.
Micha
Ah ja.
Phil
Auch ein sehr wilder Film.
Micha
Ja, Babylon ist wild, ja. Aber muss man, also kann ich voll verstehen,
wenn man den nicht mag. Ich finde ihn gut. Ich mag den tatsächlich voll.
Aber ja, ist ein spezieller Film. Aber Whiplash, also ich glaube,
das ist so ein Film, Konsensfilm eigentlich, kann man sich, glaube ich,
kann sich jeder darauf einigen.
Ist einfach super. Ich habe den tatsächlich vor ein paar Wochen auch nochmal gesehen.
Und alles, was du sagst, Andi, kann ich unterstreichen. Also die Darstellung
von Fletcher durch J.K. Simmons und so und die Energie, die dieser Film einfach
mitbringt durch eben Sound, durch Edit, durch alles.
Und einfach dieser schreckliche Tyrann, der halt ist, da läuft es einem echt kalt den Rücken runter.
Phil
Absolut.
Andy
Ja, vor allem wie dieser Film halt nicht nur vermittelt, wie da jemand irgendwie
versucht, der Beste zu sein, sondern auch wirklich so richtig diese Leidenschaft durchkommt.
Also ich sage mal, zum Vergleich würde mir jetzt so Black Swan einfallen,
wo du dann auch zwei konkurrierende prima Ballerinen hast.
Aber da fand ich, kam irgendwie nicht so diese unbedingungslose Leidenschaft
raus, wirklich der Beste in seinem Gebiet zu werden.
Und das fand ich hier wirklich nochmal so komplett über die Grenze gehen,
das fand ich hier tatsächlich nochmal eine Nummer besser.
Micha
Das stimmt, das stimmt. Und ja auch so ein bisschen die moralische Frage oder
so die ethische Frage oder wie auch immer man das nennen möchte,
die der Film so ein bisschen aufwirft, ist, heiligt der Zweck die Mittel?
Wie weit darf man gehen? Wie weit sollte man sich aufopfern für Perfektion und für Kunst und so?
Also ich glaube, die bekannteste Szene natürlich in dem Film ist,
was I rushing or was I dragging?
Wie er die ganze Zeit ohrfeigt. Und man eigentlich so denkt,
krass, ich höre gar keinen Unterschied. Genau. Genau das Gleiche.
Andy
Und natürlich auch die eine Szene, wo dann Jack Kissimmons tatsächlich mal so
ein bisschen Herz zeigt, wenn er erzählt, dass irgendwie wie ein ehemaliger
Schüler von ihm irgendwie durch einen Autounfall ums Leben gekommen ist und
er dann mit den Tränen ringt, wo du dann denkst, ey, tief in diesem Arschloch drin,
steckt tatsächlich ein Typ, der sich auch um seine Schäfchen da so ein bisschen
kümmert und mit ihnen mitschübert.
Micha
Ja, aber glaubt man ihm das denn bis zum Schluss? Also ich habe immer so das
Gefühl, das ist so ein bisschen performativ, was er da macht.
Ich glaube, das ist so ein bisschen, so 100 Prozent kaufe ich ihm das irgendwie nicht ab.
Vor allem, weil er ja dann der Klasse erzählt, er ist bei einem Autounfall ums
Leben gekommen, der Schüler.
Und dann lernt man ja, dass das gar nicht der Fall war.
Und man denkt so, warum erzählt er das denn dann den Schülern?
Also als Lüge quasi, weil die haben ihm ja bestimmt nicht erzählt,
dass er bei einem Autounfall ums Leben kam oder doch. Also so ein bisschen fadenscheinig
ist der Typ dann schon, wie auch in so verletzlicheren Momenten, sag ich mal.
Andy
Also auf alle Fälle Tip-Top-Film. Kann man nicht anders sagen.
Micha
Muss ich auch sagen, ja. Trotzdem muss ich sagen, La La Land mein Lieblingsfilm von Giselle bisher.
Also La La Land ist halt L.A. und so und ist halt einfach großes Kino.
Whiplash ist ein schöner, schönes Musikdrama so, Aber La La Land ist für mich
halt das, wie sagt man denn, das Opus Magnum, Magnum Opus, sagt man das so?
Andy
Opus Magnum.
Micha
Mofus Magnum, genau.
Andy
Mofus Mofus.
Micha
Und Whiplash basiert ja übrigens auch auf einem Kurzfilm von Daniel Chazelle.
Also wird das noch hinterher geschoben, ja.
Phil
Ich möchte aber, weil du es gerade so zur Seite getan hast, auch nochmal Babylon
irgendwo wertschätzen.
Also das ist ja auch auf einer Laufzeit, glaube ich, ein Brecher.
Ja, drei Stunden oder so.
Ja, also ist jetzt auch kein klassischer, keine Ahnung, anderthalb oder zwei
Stunden Film, sondern er geht halt drei Stunden.
Und der ist halt von Anfang bis Ende schlichtweg...
Überbordend, aber auch wirklich wunderschön inszeniert und auf einer gewissen
Art und Weise, auf eine positive Art und Weise anstrengend, weil halt da,
ja, ich meine die Tagline hier in Deutschland ist ja Rausch der Ekstase und das,
trifft Babylon, also das trifft, glaube ich, den Inhalt ganz gut.
Also wirklich so ein Rausch der Ekstase, den du da siehst in diesem Film und der reißt dich mit.
Also wirklich, fand ich auch einen bemerkenswerten Film.
Micha
Ja, und eine schwitzende Margot Robbie die ganze Zeit.
Phil
So, cool.
Micha
Schadet auch nicht.
Andy
Das stimmt.
Micha
Ja, ja, ja. Was ja interessant ist bei Damien Chazelles Filmografie insgesamt,
ist ja, dass jeder seiner Filme ausnahmslos zu tun hat mit dem Thema,
für seine Kunst sich selbst aufzugeben.
Also das ist bei Whiplash der Fall, das ist bei La La Land der Fall.
Also quasi immer dieser Kampf zwischen, wer möchte ich sein und was möchte ich
irgendwie machen mit meinem Leben und repräsentieren und was ist mein Leben eigentlich.
Und jeder seiner Filme, also wie gesagt, Babylon, First Man,
Whiplash, Laland, sind alle Handeln von diesem Thema, wo ich so denke,
kann den mal jemand in den Arm nehmen oder so.
Irgendwie denke ich mir so, Mann, Damien Chazelle, also komm,
da muss doch auch nochmal ein anderes Thema gehen, oder?
Phil
Ja, aber tatsächlich, so runtergebrochen ist mir nie aufgefallen,
muss ich offen zugeben. Aber ja, ist tatsächlich.
Micha
Leitende Künstler halt. Ja, leitende Künstler.
Ja, apropos leidender Künstler, vielleicht gehe ich einfach nochmal in den Film
hier rein. Oder möchtest du nochmal, Phil?
Phil
Ich kann, also ich mache mal kurz.
Ich möchte ganz kurz über So klingt das Leben sprechen. Ihr hattet vorhin so
gefragt, bei Sechs Wochen Abend,
ist das ein Film, den du irgendwie da so mitbringen musst oder so etwas.
Das war bei Sechs Wochen Abend nicht der Fall. Weil bei So klingt das Leben
wurde es mir tatsächlich vorgeschlagen. Man kam auf mich zu und sagte,
ey, hier ist eigentlich ein schöner spanischer Film.
Leicht und mit Musik und würdest ihn mal gucken wollen. Das startet Mitte Juli in Deutschland.
Und ich so, ach ja, ach komm, machen wir mal. Und Gott, ist der süß.
Das ist eigentlich wirklich so ein wahrer Feelgood-Movie.
So klingt das Leben. Spanischer Film geht um so ein kleines galizisches Fischerdorf.
Die haben vor ein paar Jahren irgendwie ein Schiffsunglück gewesen und viele
Leute aus diesem kleinen Schifferdorf sind daran gestorben und alle sind in so einer Trauerphase.
Und dann ruppen die sich zusammen, weil sie da dann als Dorfgemeinschaft beschließen,
an so einer Rolanda, heißt es glaube ich, oder Rolandas zu gründen.
Also so ein klassisches Musikensemble mit Dudelsäcken und Tambourins und so etwas.
Das ist dort in dieser Gegend generell bis heute irgendwo offensichtlich so
ein Ding, dass man da auch so kleine Wettbewerbe macht.
Und die ruppen sich und sagen, komm, da wollen wir mitmachen.
Das, was die da veranstalten mit irgendwelchen Formationen bei irgendwelchen
Wettkämpfen, das können wir auch.
Und dann kommt die Tochter, die 18-jährige Tochter eines der Verunglückten,
von einem der Verunglückten und sagt so, ich rub euch jetzt alle zusammen,
wir üben hier jetzt einfach mal.
Und dann treten wir am Ende des Films halt gemeinschaftlich bei diesem Musikwettbewerb
auf und performen nochmal und versuchen natürlich auch zu gewinnen.
Und wenn ich das so erzähle, man hat schon ein paar Filme gesehen,
man weiß ganz genau, was passiert, wie das läuft und so etwas.
Und das macht diesen Film so angenehm, einfach wirklich für so einen Sonntagnachmittag zu gucken.
Er ist so ein bisschen lustig, weil du hast natürlich so kauzige Figuren dazwischen,
die natürlich auch sehr festgefahren sind in ihren Vorstellungen.
Dann muss man sich irgendwo immer wieder von der Trauer auch mal entledigen
und irgendwas zu sagen, komm, wir müssen jetzt auch nach vorne gucken.
Und dann ist die Musik auch immer sehr, sehr, sehr positiv und sehr,
sehr mitreißend. Also ich wusste, der Zweidrittel des Films hörst du Dudelsäcke
und das hört sich auch noch gut an. Ich hätte nicht gedacht,
dass sie das durchhalten.
Und es klingt gut, es ist schmissige Musik, wo du einfach so mindestens irgendwo
mit dem Fuß so ein bisschen mitwippst oder so.
Natürlich klappt nicht alles und so etwas. Das ist einfach ein echt süßer Film,
wie sich so eine Dorfgemeinschaft zusammenfindet und über,
Musik sich neu erfindet und gemeinschaftlich daran arbeitet,
irgendwo an so einem Wettbewerb teilzunehmen mit allen Höhen und Tiefen, die man sich in so einem,
Comedy-like Drama so vorstellen kann.
Kann ich mir auch sehr gut irgendwie wirklich so vorstellen,
Programm, Kino, schönen Sonntagnachmittag, was wollen wir gucken?
Lasst uns mal tatsächlich, so klingt das Leben, gucken.
Ich hatte überraschend viel Spaß.
Micha
Ich bin ja erstaunt, dass du diese ganzen kleinen Filme, die irgendwie so,
also ich meine, es ist ja fair so, das muss ja nicht immer Mainstream sein,
aber dass du das irgendwie so guckst und denkst, ah ja, den guck ich jetzt,
anstatt halt Disclosure Day zum Beispiel zu schauen.
Phil
Ja gut, das war jetzt halt so, ja, wir schicken dir einen Streaming-Link und
guckst sie halt einfach an und Veröffentlichung war halt, oder ist halt Mitte Juli.
Ich habe den jetzt irgendwie vor zwei Wochen gesehen, das heißt,
man hat da irgendwie vor anderthalb, also anderthalb Monate vor Veröffentlichung Kontakt aufgenommen.
und dann denke ich so, ja, sowas kannst du machen, das liest dich schon ganz
nett und dann guckst du den irgendwie mal so weg und in diesem Fall war das sogar,
ja, wirklich vielleicht auch da war ich im richtigen Mut dafür,
weil sowieso Stimmung bei mir war da an dem Tag so ein bisschen, ja,
guckst du diesen Film an und musst dir auch irgendwie machen und wird bestimmt
ganz nett werden und dann war der Tag irgendwie danach auf jeden Fall bunter
und heller und fröhlicher, als er vor dem Film war und das ist eigentlich auch was Positives.
Ja, ich hätte mir auch Disclosure Day angucken können. Ich hätte mir auch Ted Lasso angucken können.
Vielleicht müssen wir da tatsächlich so eine Challenge dran binden,
so eine Deadline und so etwas und dann, dass ich gewisse Filme mitbringen muss.
Hättest du jetzt gesagt, Andi, eigentlich bist du ja schuld,
Andi. Eigentlich hättest du gesagt, Andi, Phil, ich werde mit dir in der nächsten
Nerdtalk-Sendung über Ted Lasso sprechen. Ich hätte delivered.
Andy
Jetzt bin ich wieder schuld. Genau.
Phil
Einfach mal die Schuld umkehren.
Micha
Das ist einfach eine Frage der Formulierung, ja?
Phil
Ja, so.
Micha
Das habe ich bei Disclosure, der aber eigentlich so formuliert auch fällt.
Andy
Man muss das visualisieren, alles klar.
Phil
Genau. Noch prägnanter machen. Ja, weil so klingt das Leben,
hat es geklappt. Da tatsächlich,
viel mehr gibt es dazu gar nicht zu erzählen. Echt kleiner, süßer Film.
Wenn man echt mal so nicht weiß, was man jetzt wenn man im Programmkino vorbeitingelt,
dann gucken soll, könnte man sich da mal reinbegeben. Man kommt,
glaube ich, durchaus beschwingter und mit einem Lächeln aus dem Kino raus. Cool.
Andy
Du siehst uns begeistert, Phil.
Phil
Ja, ach Gott, ich meine aber tatsächlich, was wollt ihr sagen?
Also ihr habt den Film halt jetzt auch nicht gesehen. Ihr hättet auch aus naheliegenden
Gründen noch nicht die Gelegenheit dazu.
Und es ist jetzt auch nicht so, dass der jetzt so edgy und so kantig ist,
dass man sich irgendwo dran reiben kann.
Sondern es bleibt einfach ein kleines Feel-Good-Movie ohne Ecken und Kanten.
Wie gesagt, es ist genau vorausschaubar natürlich, was passieren wird.
Und wenn man fünf Minuten nachdenkt, was bei so einem Zusammenstellen von so
Dorfgemeinschaften mit verschiedenen Charakteren so passieren kann,
all das passiert, es ist beschwingt leicht, nichts Dramatisches dazwischen.
Ja, also das reicht manchmal auch, um einen Film zu besprechen.
Kommen wir zum nächsten.
Micha
Na gut, ja. Ich habe Disclosure Day gesehen.
Der neue Steven Spielberg-Film, in dem sich Steven Spielberg endlich wieder
seinem, sag ich mal, wie nennt man das denn?
Seinem Brot, nee, Brot und, nee, Haus und Hof, nee. Da gibt es doch so ein Hopfen und Malz, nee.
Andy
Brot und Butter.
Micha
Brot und Butter, so, ja, danke. Sein Brot und Butter-Thema annimmt,
nämlich Aliens und Shufos.
Und da denkst du dir, ja geil, geil, endlich mal wieder Steven Spielberg in
seinem Metier, der Meister bei der Arbeit, das schauen wir uns mal an.
Der Film handelt davon, dass ein Analyst,
von so einer staatlichen Einrichtung namens Wardax geheime Dokumente mitnimmt,
an sich reist auf irgendwie 35 USB-Sticks,
die Aufnahmen enthalten, die zeigen, dass wir mit Außerirdischen bereits Kontakt hatten.
die Aufnahmen sind von irgendwelchen geheimen Laboren wo irgendwie Aliens seziert
worden sind, wo mit Aliens gesprochen wurde, Aufnahmen von Roswell,
von irgendwelchen UFO-Sichtungen Crash-Sites und so weiter,
und er will das Ganze publik machen und an die Öffentlichkeit gehen damit und,
das ist natürlich nicht so ganz im Sinne,
dieser staatlichen Einrichtung,
dessen Chef oder Babo gespielt wird von Colin Firth und unser Antagonist ist
und versucht, dem Ganzen einen Strich durch die Rechnung zu machen.
So, soviel erstmal zur Handlung. Emily Blunt spielt im Übrigen auch noch mit.
Sie spielt eine Moderatorin, Wetteransagerin, irgendwie bei einem staatlichen ...
Sender in, keine Ahnung, Kansas, Kentucky, irgendwie so,
und wird dann auch noch in die Geschichte eingebunden, weil sie auf einmal irgendwie,
ich sag's mal, so einen Knall hat,
und anfängt, wir zu reden und auf einmal in so Alien-Sprache und sie versteht
das auch auf einmal alles und überhaupt und irgendwie tun die beiden sich zusammen
und dann findet man auch später heraus, warum die beiden sich jetzt eigentlich zusammentun und so.
ja, lange Rede, kurzer Sinn der Film ist grottenschlecht der ist einfach so
scheiße weil ich hatte die ganze Zeit über das Gefühl bei diesem Film, dass Steven Spielberg.
Eigentlich gar nicht mehr so richtig am Puls der Zeit ist und irgendwie auch
gar nicht mehr so richtig den Zeitgeist versteht.
Und dieser Film weder die Spielberg-Magie hat, wo man so denkt,
wow, ich bin irgendwie in einer anderen Welt oder irgendwie ist er besonders
magisch oder poetisch oder keine Ahnung,
noch hat er so eine abgebrühte Klarheit, wo man sagt, ja, wenn jemand Dokumente
leaken wollen würde an die Öffentlichkeit über Außerirdische,
dann würde das so und so und so ablaufen.
Der Film macht quasi so eine Early-2000s Direct-to-DVD-Plot-Geschichte,
was eigentlich nur ein großer Heist ist.
Die ganze Zeit wird Josh O'Connor's Charakter, der quasi diese Dokumente liegen
will, wird eigentlich verfolgt. Also zwei Stunden lang wird er halt verfolgt.
Von eben Colin Firth und seinem Schläger-Trupp.
Und Colin Firth ist einfach als Bösewicht schon mal wahnsinnig schlecht besetzt.
Also ich meine, ich mag den total, aber in der Rolle hat der halt einfach mal so gar nichts zu suchen.
So, und dann geht es irgendwie um komische glühende Kristalle,
die plötzlich Dinge unsichtbar machen können und Sachen durch die Luft fliegen
und man kann sich auf einmal teleportieren und alles so
also alles so Sci-Fi-Mambo-Jumbo, der irgendwie nur lose zusammenhängt und am
allerbeschissensten ist es dann noch, dass Steven Spielberg einfach jegliche,
UFO-Lore nimmt, also alles, was irgendwie mit UFOs zu tun hat und in diesen
Film einfach reinbuttert.
Dann gibt es dann so eine Sequenz, die irgendwie über so Crop Cycles ist, so Kornkreise.
Und dann wird das aber gar nicht mehr aufgegriffen. Ja, Kornkreise gibt es.
Und ich so, ja und? Also was hat das jetzt mit der Story? Ja nix,
aber wir wollten es mal zeigen.
Und ich denke mir so, ja, was soll denn die Scheiße? Also richtig, richtig schlimm.
Und dann das aller, also ein paar große Fehler begeht der Film in meinen Augen. Zum einen
Das, was Steven Spielberg sehr gut gemacht hat in seiner Karriere,
dieses Thema Show, don't tell.
Oder anders gesagt, don't show und mach es halt noch spannender.
Also zum Beispiel Jurassic Park. Funktioniert halt, weil du die meiste Zeit
über eigentlich keine Dinosaurier siehst.
Du weißt halt, da sind welche und du hast sie einmal gesehen.
Aber nachdem du sie gesehen hast, funktioniert es eigentlich dadurch,
dass du weißt, oh, da ist ein Busch, da ist was. Da hat gerade der Busch gewackelt.
Oder da vibriert gerade irgendwie das Wasserglas oder so.
Der weiße Hai, sag ich nur. Genau, oder der weiße Hai, genau.
Das funktioniert super. Und in dem Film macht Steven Spielberg genau andersrum.
Da wird einfach alles gezeigt. Also da gibt es eine Szene, die ist für mich
symptomatisch für den gesamten Film.
Nämlich dann, wenn Josh O'Connor seiner Freundin in dem Film dieses Video zeigt.
Er zeigt ihr ein Video aus Area 51, wo irgendwie Richard Nixon auf irgendeinem
Rollfeld irgendwen anders trifft und dann gehen die in so ein Labor und torturen,
also quälen irgendwie so ein Alien.
Und es wird halt gezeigt und es sieht total Panne aus, weil es sieht überhaupt
nicht aus wie Überwachungsfootage.
Es sieht aus wie so CGI, dieses Alien einfach aus. Dieser Footage aus den 70ern.
Sieht total CGI aus, sieht total kacke aus.
Und das wird uns alles so gezeigt. Wo ich so denke, die Szene wäre so viel effektiver
gewesen, wenn ihr einfach den Laptop hinhalten würde, man auf ihr Gesicht draufhalten
würde, wie sie in Schock ist, und man einfach nur die Geräusche hören würde.
Und dann würde ich mir denken, boah, das wäre so eine intensive Szene,
weil du so weißt, was guckt sie da? Wie schrecklich ist denn das?
Was muss denn da passieren? Aber dadurch, dass Steven Spielberg sich entscheidet,
nee, ich zeige jetzt hier einfach alles, ist es halt total reizlos.
Und das zieht sich durch den ganzen Film leider.
Weil der Film hat ein Finale, also ich meine, ich möchte jetzt nicht spoilern,
aber das Finale ist wirklich, wo ich so dachte, echt jetzt?
Also es würde einfach so alles so offengelegt und so und ich denke mir so,
boah, das hat gar keine Mystery, das hat gar nichts.
Und es ist halt ein richtig vertaner Scheißfilm, der nichts irgendwie mit so
Gegenwartskultur zu tun hat oder damit, wie es eigentlich dann wirklich wäre,
wenn man solche Sachen liegen würde.
Und der Plot ist auch nicht besonders interessant, die Charaktere sind nicht
besonders interessant.
Janusz Kaminski als Kameramann hat auch eigentlich tatsächlich seine besten
Jahre hinter sich, weil das alles so sehr langweilig eigentlich gefilmt ist,
so sehr uncinematic und so.
Genau, sehr unambitioniert, genau, das ist ein gutes Wort, ja.
Und der Film plättet so vor sich hin, hat dann am Ende, also die letzten 15
Minuten gehen dann halt voll rein in diese Sci-Fi-Nummer, obwohl es am Anfang
gar nicht, also die ersten zwei Stunden sind halt so gar nicht Sci-Fi,
sondern Verfolgungsjagd.
Und am Ende wird es dann nochmal Sci-Fi, aber auch da denkst du dir so,
boah, bitte, also so viel CGI, wo du so denkst, ich glaube nichts davon.
Also diese ganzen vermeintlichen Archivaufnahmen, die die so zeigen,
da denke ich so, boah, das wäre so easy gewesen, also wenn ihr dann eine Aufnahme
von Roswell habt, dann schleppt einfach ein paar Leute mit einer Super-8-Kamera
in irgendein Feld in was weiß ich wo,
legt da ein paar Alien-Puppen hin und dann habt ihr eure Footage und dann ist gut.
Aber dann wird da irgendwie so mit CGI rumgefuchtelt und dann so komische Aliens,
die dann irgendwie so gerade im Sterben liegen, wo du so denkst,
ja, ich sehe aber, dass das CGI ist, obwohl das eine Aufnahme aus den 50ern
sein soll. Ich glaube gar nichts in diesem Film.
Und das ist halt einfach der Tod für einen Film, der dich eigentlich dazu animieren
soll, irgendwie, ja, diese Suspension of Disbelief irgendwie,
dich da so ein bisschen reinzulehnen.
Und dann zum Schluss gibt es dann eine Message im Grunde genommen,
dafür, dass wir alle lieb zueinander sein sollen und dass die Menschheit,
weil der ganze Film spielt auch so ein bisschen vor dem Hintergrund davor,
dass gleich der Dritte Weltkrieg ausbricht, weil du hast immer im Radio so Nachrichten, so
Russland und China und bla und so bringen sich alle in Position und so.
Und du hast ja das Gefühl, da brodelt es irgendwie gerade in dieser Welt.
Also jetzt auch nicht so weit weg vom Schuss.
Und dann ist aber die Message vom Film, wenn wir alle einander nur ein bisschen
mehr zuhören, das wäre doch schön dann wären doch alle Probleme aus der Welt,
aber ich hände mir so, boah, sorry Stephen also wie naiv ist denn das,
das ist ein durch und durch naiver Film einfach scheiße,
nicht gucken, also könnt ihr gucken, aber seid euch gewahr, dass Steven Spielberg
einfach wirklich seine besten Zeiten hinter sich hat also ich finde,
so, wo man sagt, das war noch richtig on level Steven Spielberg,
wo man so sagt, jo passt, der Meister hat abgeliefert, war glaube ich München.
Fast alles, was danach kam. Das ist schon ein paar Tage her.
Aber alles, was danach kam, wurde dann sukzessive immer so, ja,
so Lincoln war irgendwie scheißegal.
Bridge of Spies war eigentlich ganz gut, aber war jetzt irgendwie auch nicht so großes Kino. Ja.
Ready Player One war halt Schrott so.
Phil
Ey, so geiler Film, Real Talk.
Micha
Nachhalt dein Maul.
Nein.
Andy
Ich fand den auch geil.
Micha
Ja, nee, nee, nee. Ready Player One ist ein kompletter Müll auch.
Ja, also von daher Disclosure Day, wie ich ihn nenne, weil es ein Griff ins Klo ist. Ja.
Phil
Großartiges Wortspiel auch.
Micha
Echt fantastisch. Der Meister bei der Arbeit.
Phil
Ja, echt.
Andy
Opus Magnum, sage ich mir.
Micha
Opus Schmopus.
Andy
Sag mal, wo ich dich gerade dran habe, Opus Schmopus, es gibt da eine Sache,
da weiß ich nicht, ob es stimmt, aber du kannst mir das vielleicht sagen.
Es gibt in Polen einen Feiertag, der nennt sich irgendwie Schmingus Dingus.
Micha
Schmingus Dingus, ja.
Andy
Wo Männer auf die Straße laufen und Frauen mit Wasser bespritzen, richtig?
Micha
Genau. Schmingus Dingus. Schmingus Dingus, ja.
Gibt es tatsächlich. Wo ich mir so denke, das ist ja auch irgendwie in der heutigen
Zeit, wo wir alle durch sind mit MeToo und so und dann auch noch so ein Ding, so Frauen anspritzen.
Naja, ist schon ein bisschen aus der Zeit gefallen, würde ich mal sagen.
Aber ja, gibt es tatsächlich. Kann ich bestätigen. Schmingus Dingus, ja.
Andy
Geil.
Micha
Habe ich nie mitgemacht. Also ist mir nicht Dings, aber meine Mutter hat mir
davon erzählt. Ja, ja, Schminkusdegel.
Andy
So, hat sie den Papa kennengelernt.
Micha
Ja, ja, genau. Einmal kurz im Bus angespritzt worden. Ja.
Andy
Ja, haben wir das auch geklärt. Cool.
Micha
Genau, gibt es, ja. Ja. Na gut.
Andy
Ja, ich habe noch F1 gesehen, tatsächlich. Ah ja.
Ich habe zwar auch Apple TV Plus momentan noch im Abo, aber es musste mich dann
erst in einen Airbus 330 verfrachten, damit ich dann denke, ach komm,
hier ist ja sonst so scheiße, guckst du halt F1, hast noch ein bisschen Flug
vor dir, zweieinhalb Stunden geht der Film.
Micha
Oh, du kannst, ach nee, sorry. Weil du bist ja mit derselben Airline geflogen,
wie ich, habe ich gesehen.
Da war nämlich, weil wenn du jetzt noch geflogen wärst, aber bisher nicht,
du bist jetzt durch, aber da war nämlich Walk Hard, Work Hard war da nämlich
im Sortiment auch. Ah shit.
Andy
Hätte ich das geahnt.
Micha
Wir müssen wieder nach Kanada. Sorry, ich muss los. Work Hard gucken.
Andy
Guck ich dann auf dem Fahrrad auf dem Weg nach Dänemark. Ja,
F1. Der in Anführungszeichen aktuelle Film von Joseph Kusinski,
der uns so schöne Perlen wie zum Beispiel Top Gun Maverick geschenkt hat.
Und eigentlich kann man den Film damit zusammenfassen, ja, das ist Top Gun mit Formel 1 Autos.
Also von der Geschichte her ist es ähnlich. Also Brad Pitt spielt den alten
Haudegen, den alten Rennfahrer, der die Nesca-Serie gerade gewonnen hat und der von seinem alten,
Freund und ehemaligen Rennstahl-Kollegen, gespielt von Javier Bardem, gefragt wird.
Und der ist inzwischen Sportdirektor und fragt, hey Mensch, ich habe hier ein
Formel 1 Team und wenn wir nicht wenigstens einen Punkt irgendwie im Weltklassement
hier kriegen, dann verlieren wir unsere Lizenz und du bist doch hier so ein
super alter geiler Typ, willst du nicht für uns fahren?
und dann lässt sich Brad Pitt natürlich überreden, denkt sich,
oh, Formel 1 ist ja nun doch die Königsklasse, dann versuchen wir da nochmal
unser Glück auf die alten Tage,
und dann ist es ja so, in der Formel 1 hast du immer zwei Leute pro Rennstall,
die fahren und kriegt dann natürlich so einen Heißsporn vorgesetzt,
der natürlich glaubt, ihm gehört die Welt als dem zukünftigen Formel 1 Weltmeister,
und es geht die Konkurrenz los, aber irgendwie raufen selbst die sich zusammen und.
Während der Junge dem Alten keine Vorteile lassen will, lässt der Alte dann
dem Jungen dann doch mal den Sieg und alles ist dann irgendwie gut und cool und,
geil geschnitten, geil abgefilmt, netter Film. Du kriegst, was du denkst und
das ist manchmal auch eigentlich genug. Also ich habe mich wirklich gut unterhalten gefühlt.
Der hatte sogar fast schon ein bisschen mehr Tiefgang, als ich ihm zugetraut
hätte, ohne jetzt zu sagen, dass es wirklich ein tiefgehendes Drama ist.
Aber ich fand das so vom Schauspielerischen her ganz okay.
Hat für zweieinhalb Stunden echt gut unterhalten. Ich könnte es wahrscheinlich
jetzt nicht mehr großartig zusammenfassen, mich nicht an viel erinnern,
aber für die zweieinhalb Stunden, die man geguckt hat, denkt man sich,
ja, auf alle Fälle für einen Mann, geil.
Micha
Ja. Ja, ist halt ein Männerfilm, ne? Ja.
Andy
Ist halt nicht Emily in Paris.
Micha
Nee, genau. Nee, gar nicht, ja. Aber es ist geil, also wir haben ja in der Sendung,
oder ich habe in der Sendung schon mal von, habe ich ja schon mal von erzählt, funktioniert.
Genau wie du sagst. Also warum mehr? Es ist einfach saubere Storytelling,
man kriegt was man erwartet, sind jetzt auch keine wahnsinnigen Wendungen drin,
aber trägt die Geschichte ja eigentlich ganz gut über diese Formel 1 Saison so.
Ist natürlich auch cool, dass die den wirklich auch bei Formel 1 Rennen gefilmt haben, ne?
Also weil die sind ja wirklich dem Formel 1 Zirkus wirklich hinterher gereist
und haben quasi immer an Tagen, wo quasi nichts war oder auch an Tagen,
wo glaube ich Warm-Up oder Qualifying oder irgendwie sowas war haben die dann
ja auch mitgefilmt und so.
Also das siehst du dem Film schon an. Der sieht schon sehr hochwertig aus,
muss ich sagen. Ja, es kommt sehr authentisch rüber.
Andy
Und ich meine mich auch zu erinnern, dass wir damals bei Top Gun Maverick auch
sagen mussten, ja, sorry guys, 2022, gutes Filmjahr, aber irgendwie so am besten
unterhalten hat uns Top Gun Maverick.
Du hast zwar vielleicht irgendwelche Dramen, die dann noch ein bisschen tiefer
reingehen und andere Gefühle wecken, aber so rein auf der Unterhaltungsebene, so mit,
smarten Kerlen, smarten Sprüchen, cool gefilmt Kampfflugzeugen,
war das irgendwie so vom Unterhaltungslevel her damals so der beste Film und
dementsprechend sehe ich das bei F1 eigentlich genauso.
Micha
Ja, das stimmt.
Phil
Ich hätte fast gesagt, steht noch bei mir auf der Watchlist.
Andy
Oder schon auf der To-Do-List.
Phil
Man weiß es nicht. Nee, nee, auf der Watchlist. Auch tatsächlich auf so einer
echten Watchlist. Aber ja, muss ich halt auch irgendwie dann mal bei Zeiten gucken.
Also ich, da tatsächlich, im Gegensatz zu manchen anderen Filmen,
wenn man so sagt, oh, bist du da jetzt so, also tust du dir diesen Film an oder
alle reden darüber, aber dich kickt es nicht so.
Zumindest bei F1, ja, also ich finde diesen Vergleich einfach Top-Car-Maverick
mit Autos, finde ich eigentlich schon ganz geil.
So, und da weiß man genau, was man bekommt und wenn man Bock darauf hat, gib ihm, Alter.
Schön die Anlage aufdrehen oder zumindest Kopfhörer aufsetzen und dann sich
die Ohren kaputt ficken und dann richtig Spaß haben.
Also, der Tag wird kommen. Ich schwöre es dir, ja, mit Schwören.
Micha
Dass du den guckst.
Phil
Ja, ja, ja.
Micha
Ja, ja, ja. Ja, dann los.
Phil
Ja, jetzt nicht. Jetzt müssen wir über Filme sprechen.
Micha
Ja, muss ja auch wieder ein bisschen Zeit vergehen, bis wir ihn zum dritten
Mal beim Podcast besprechen.
Von hier in die Sachen zeitgleich.
Phil
Ja.
Micha
Naja.
Phil
Gut.
Micha
Ja, wie sieht's aus? Speedrun mal, oder?
Phil
Jawoll.
Andy
Yes.
Speedrun.
Micha
Da sind wir.
Phil
Jawollo. Ich finde es immer noch bemerkenswert, diese Trivia,
die mich ja so überrascht hat vor einigen Sendungen, dass du das eingesprochen hast.
Micha
Ja, dass du das nicht wusstest, überrascht mich.
Phil
Nee, ja, voll.
Gut, Speed Round, wir haben alle was mitgebracht.
Andy
Jawohl.
Micha
In welcher Reihenfolge?
Phil
Keine Ahnung, komm, ich,
laufe vorneweg mal wieder.
Micha
Dann muss ich die Ente stellen, ja?
Phil
Dann musst du wieder die Ente stellen, ganz genau.
Micha
Na gut, okay. Timer, eine Minute, Ente und los geht's.
Phil
Ich als Animationskind habe mir dann auch mal Hoppers angeschaut,
der ja neueste Film von Disney bzw.
Pixar. In der Hauptrolle haben wir Mabel, die eigentlich so eine Umweltaktivistin
ist und sagt, ey, die Umwelt darf nicht zerstört werden, weil der Biber leben.
Und dann sagt einer, der dort richtig was Großes hinbauen möchte,
der Mayor dort so, nee, da sind keine Biber da.
Mabel stellt das fest. Long story short, über so einen komischen Roboter kann
sie sich auf einmal als Biber ausgeben und sneakt sich sozusagen in die Tierwelt ein.
Und sorgt natürlich als Umweltaktivistin dafür, dass wieder Biber sich ansiedeln.
und den Menschen mal gezeigt wird, dass auch Tiere ihr Reservoir brauchen.
Und tatsächlich ist das ein super süßer Film, der es ganz gut schafft.
Einerseits so natürlich Unterhaltung zu bringen, andererseits aber auch so für
Umwelt ein bisschen wieder so ein bisschen Werbung zu machen.
Und es gibt da so ein Rat der Tiere, Rat der Insekten, Rat der Säugetiere, Rat der Vögel.
Die kommen alle zusammen und arbeiten sich gemeinsam.
Andy
Und die Ente auch.
Phil
Die Ente auch. Und arbeiten gemeinsam irgendwie an einer gemeinsamen Zukunft.
Eine schöne Aussage für die aktuelle politische Lage.
Andy
Das, was die Menschen nicht hinkriegen. Müssen dann die Tiere.
Micha
Ja, also das Gleiche, was Disclosure Day eigentlich möchte.
Phil
Okay, das ist ein interessanter Dings.
Andy
Together we can change the world.
Micha
Ja, aber Pixar gehen ja ein bisschen auch die Ideen aus, oder?
Also Biber und verkleidet sich Roboter, bla bla.
Phil
Ja, ich habe gemerkt tatsächlich, dass die Story ein bisschen komplexer ist,
als dass sie in einer Minute runterreißbar ist.
Micha
Aber immerhin ist es nicht, guck mal hier, dieses Gefühl ist eine orange Wolke.
Phil
Ja.
Micha
Also wenigstens Pixar von dem trip wieder runter.
Phil
Und wirklich die letzten Pixar-Filme waren, wie ich finde, gar nicht mal so,
gut. Und da kommt Hoppers, also das ist jetzt nicht so Pixar-Alterklasse.
Micha
Also Pixar-Filme sind seit 15 Jahren nicht mehr so gut.
Phil
Genau, aber es ist nicht mehr so, natürlich auch nicht wie die alte Klasse,
aber wie ich finde, fällt das schon positiv auf, wenn man so auf die letzten
Filme mal schaut. Kann man sich echt mal angucken, echt ganz süß.
Micha
Gibt es auch einen Rat der Raten?
Phil
Schönes Wortspiel.
Aber enttäuschenderweise nein. Nee, ich überlege gerade, ob irgendwie Rat der
Nagetiere oder sowas dazwischen ist. Es gibt doch Rat der...
Es gibt auch noch Fische. Die gibt es auch noch.
Micha
Fisch sucht Rat.
Phil
Ja, so.
Micha
Oh Gott.
Phil
Oh, Bücher, ey. Eieieiei. Unser Wortspiel Maschinen-Garnier.
Okay, weiter geht's mit Speed.
Micha
Ja, dann weiter geht's. Ja, du bist immer noch.
Phil
Achso, ich bin immer noch. Warte mal, darauf war ich nicht faul.
Also jetzt wirklich ganz kurz zwei Sekunden.
Micha
Ja, ja, doch. Immer, wir bleiben jetzt bei einer Person die ganze Zeit.
Phil
Okay, ganz kurz aufrufen. Okay, ich wäre einsatzbereit.
Micha
Okay, los geht's.
Phil
Ich habe mir Ladies First angeschaut. Das war wirklich so ein Sonntagmorgen-Film
bei Netflix durchgeguckt und wurde mir empfohlen. Sacha Baron Cohen spielt einen
super snobbigen Manager in einer männerdominierten Marketingfirma.
und er läuft mit dem Kopf gegen einen Pfahl und auf einmal wacht er in einer
Welt auf, die komplett von Frauen bewegt wird und alles ist auf die Frau ausgelegt.
Es heißt nicht Kings Cross, es heißt Queens Cross. Es gibt keine Mona Lisa,
es gibt irgendwas anderes. Und er versucht da in irgendeiner Form aus dieser
Welt wieder rauszukommen, muss dafür aber die Frauen quasi hierarchisch überholen.
Tu das mal in einer frauendominierten Welt.
Und dieser Film ist eine tolle Satire und ein Spiegel vor die Augen halten,
wie ja, wie patriarchisch und Männerdominiert die aktuelle Welt ist weil es fühlt sich,
ganz ganz komisch an, wenn Frauen sich ganz normal verhalten nur dass es halt
Frauen sind also mit demselben Gehabe auftreten wie Männer,
aber für Frauen passt das nicht, schönes Ding.
Micha
Okay, krass. Hast du offensichtlich nicht zugehört, als ich den letzte Woche in der Speedround...
Phil
Ist das so?
Micha
Nee, hab ich nicht. Ja, doch, ja.
Phil
Echt? Hast du geklappt?
Micha
Ich hab den richtig runtergemacht.
Phil
Echt?
Micha
Ja, und du so... Null! Hättest du dir mal lieber Disclosure der Janus?
Phil
Muss ich mir echt nochmal... Null! Muss ich mir echt nochmal anhören.
Nee, ich fand den echt ganz knuffig.
Micha
Nee, ich fand den total schlimm. Ich fand den richtig scheiße.
Phil
Ja, mit den ganzen Anspielungen, wie gesagt, fand ich ganz geil.
Also Kings Cross, Kings Cross und so.
Micha
Ja, ha, ha, ha, das ist halt so ein Schenkelklopf-Humor so.
Der gesamte Film ist Schenkelklopf. Ja, aber die Welt würde ja ganz anders aussehen
und ganz anders strukturiert sein, wenn Frauen quasi an der Macht wären oder
wenn wir so ein Materiarchat hätten so.
Also, weil was der Film macht und das hat mich so abgenervt eigentlich an diesem Film ist,
Der nimmt einfach die Männerwelt und sagt so, so, wir flippen das jetzt einfach.
Und jetzt sind Frauen richtige Showbys und machen Saufspiele und holen sich
Stripper nach Hause und so. Und ich denke mir so, ja, nee, nee,
nee, nee, nee. Also es wäre ja, du kannst ja nicht einfach sagen so,
du kannst ja nicht einfach einen Mann nehmen. Also es ist ja so ein richtiges
Drehbuch, als hättest du einen Mann geschrieben.
Er stellt sich, also was, stellt sich einen Mann vor und schreibt aber,
nee, ist eine Frau jetzt.
So, so ist es ja nicht. Frauen sind ja andere Geschöpfe so, weißt du,
als Männer so. Und die Welt wäre ja eine ganz andere so.
Und dieser Film ist so eindimensional und flach, weil er einfach sich überhaupt
keine Mühe macht, in die Tiefe zu gehen und mal zu überlegen,
ja stimmt, wie wäre die Welt eigentlich? Und wären Trinkspieler eigentlich noch
das, was an der Tagesordnung wäre?
Und würden sich alte Uschis irgendwie Stripper reinholen und dann an einem Herzinfarkt sterben?
Phil
Ja, genau deswegen funktioniert der Film so toll für mich, weil er da den Spiegel
vorhält. Für Männer ist das, oder wenn wir Männer bei Saufspielen zugucken, ist das normal.
Ja, natürlich, da kann man moralisch aber irgendwo so.
Und dann guckst du auf einmal von außen Frauen zu, wie sie, und das fühlt sich
total weird an und falsch.
Und dieser Film schafft es, glaube ich, tatsächlich mit diesem Eins-zu-eins-Übertragen der,
Verhaltensweisen auf das andere Geschlecht, schafft er es so schön,
wie ich finde, uns einen Spiegel vorzuhalten, wie dumm und vorbelastet und vor...
Ich komme gerade nicht auf den Begriff...
vorurteilsbelastet, wie er Männer teilweise oder generell diese männliche Business-Welt
funktioniert. Fand ich ganz cool.
Micha
Ja,
kann man gelten, dass das den Einwand... Danke, das beruhigt mich.
Ich fand es trotzdem halt zu flach. Also ich finde, das hätte man viel cleverer machen können.
Und vor allem auch dann diese Generalisierung. Ja, so ist das halt in der Welt. So, nee, ist es nicht.
Also ich meine, ich habe ja auch in verschiedenen Unternehmen gearbeitet.
Und klar, ich bin ein Mann und vielleicht sehe ich es einfach nicht so.
Aber das, was in dem Film dargestellt wird, ist ja wirklich alleräußerste so
rüpelhaftes Show-Vie-Verhalten.
Also, auch da muss man dann so sagen, ja, so sind Männer halt.
Ne, so sind Männer nicht. So ist der Charakter, den Sacha Baron Cohn spielt.
Und es gibt solche Männer, keine Frage.
Aber dann noch so zu tun, als wäre das so das allgemeingültige Ding,
ist halt irgendwie auch fragwürdig, sag ich mal.
Phil
Ich hatte, wie gesagt, durchaus meine Unterhaltung, hab mich auch ein bisschen
nicht ertappt gefühlt, im Sinne von, dass ich dieses an Tag lege,
aber wie gesagt, auch dieses Spiegelvorhalten fand ich echt einen coolen Move.
Ja, jetzt hab Choose your player, liebe Zuhörerinnen und Zuhörer.
Und schreibt in die Kommis, wem ihr jetzt zustimmt. Herzchen. Genau.
Micha
Na gut, dann mach ich eben kurz weiter mit Speedround. Ja, dann stell ich mir
hier selber eine Ente. Und zwar geht's los. Ich hab gesehen Kill Bill The Whole Bloody Affair.
Das ist Kill Bill Vol. 1 und 2. Die kamen ja damals vor 20 Jahren getrennt ins
Kino, weil das Studio das so wollte und doppelt abcashen.
Aber laut Quentin Tarantino war das immer schon ein Film und gehört zusammen und so weiter.
Und ich habe da so gemischte Gefühle, muss ich sagen. Also Kill Bill Vol.
1, die erste Hälfte ist in meinen Augen nach wie vor ein Brett und ein richtig
krasser visionärer Film.
Kill Bill Vol. 2 fand ich damals nicht so geil und finde den immer noch nicht
so cool. Und wenn man die beiden Filme jetzt zusammenlegt, entsteht da jetzt
auch kein besseres Ganzes draus.
Sondern ich habe das Gefühl, die zweite Hälfte zieht eigentlich die erste Hälfte ein bisschen runter.
Und ich habe auch nicht das Gefühl, dass Quentin Tarantino das wirklich als ein Film gedacht hat.
Da ist ganz klar in meinen Augen eine Trennung drin zwischen diesen beiden Hälften.
und wenn du die halt zusammen guckst, auch wenn dann eine Pause im Kino auch
nochmal ist, zwischendrin hast du nicht das Gefühl, dass das jetzt irgendwie,
das Sehen oder die Wahrnehmung dieses Films maßgeblich beeinflusst hat.
Phil
Wolltest du jetzt ein bisschen flexen, dass du es schaffst, die das einzuhalten?
Micha
Wer kann, der kann.
Gut. Das dazu?
Phil
Ja, nee, dann mach weiter.
Micha
Nee, nee, sag, sag.
Phil
Nee, ich kann mir auch vorstellen, dass tatsächlich, das ist ja so ein Vier-Stunden-Ding
dann, dass du irgendwo auch in...
Micha
Vier-einhalb Stunden, ja.
Phil
Vier-einhalb Stunden, dass du dann auch ermüdet bist, so ein Stück weit.
Und dann vielleicht auch gar nicht aufgrund der Art der Erzählung und auch was
du da alles siehst, dann im ersten und auch im zweiten Teil,
einfach auch mental erschöpft bist und gar nicht das gesamte Werk dann so wertschätzen kannst.
Micha
Ja, könnte sein. Aber ich muss sagen, ich habe da ganz gut durchgehalten eigentlich.
Ich mag einfach den zweiten Kill Bill nicht.
Also ich finde, der wird mir zu rührselig, zu sentimental, zu zerfasert und so.
Es gibt so ein paar gute Momente natürlich, aber der erste ist halt einfach
ein Brett, der geht halt so nach vorn, der ist so expressiv.
Und noch eine andere Sache, die ein bisschen angemahnt wurde,
die Bildqualität. Also der wurde ja damals auf Film gedreht.
Achso, nee, war ja ein Speedrun, komm.
Machen wir weiter. Muss jetzt zeitig raus.
Okay. So, ich habe gesehen im Flieger zum ersten Mal Dirty Harry.
Habe ich noch nie gesehen mit Clint Eastwood aus den 70ern. Will jetzt fast
sagen, so sein Breakthrough eigentlich.
Wollte ich immer mal gucken und dann saß ich aber im Flieger,
es gab nichts Geileres im Entertainment-Angebot und dann dachte ich so,
ach komm, warum nicht jetzt?
und der war schon nicht schlecht, also auch die Mucke,
von Lalo Schiffrehen und alles und man muss auch sagen, viele,
ganz viele der Zitate, die so fallen oder viele der One-Liner und so,
die in diesem Film vorkommen, die sind halt einfach übergegangen in die Popkultur.
Also ich kannte viele dieser Zitate lange, bevor ich diesen Film jetzt gesehen habe.
Muss aber auch sagen, der Film ist sehr aus seiner Zeit. Also da läuft einfach
so ein Typ mit einer Wumme rum, der Polizeiofficer ist und einfach außerhalb
des Gesetzes Sachen auf seine Art macht und dann zwar so ein bisschen Gegenwind
bekommt, aber am Ende die Rechtschaffenheit irgendwie siegt.
Schwierig, sage ich mal aus heutiger Sicht.
Mhm. Ja.
Andy
Check.
Micha
Check. Okay. Und dann habe ich noch gesehen, habe ich noch gesehen,
also läuft, Masters of the Universe, der neue He-Man-Film.
Boah, He-Man, yeah.
Ihr erinnert euch ja vielleicht noch an den Film aus den 80ern mit Dolph Lundgren, genau.
Ich fand den ja als Kind damals total geil. Ich habe den vor ein paar Jahren
nochmal geguckt und dachte so, Gott, was ein Scheiß.
Und der hat auch tatsächlich damals gar nicht so richtig viel mit He-Man zu tun gehabt.
Einfach so lose zusammengewürfelt und so weiter. Und das bei dem anders.
Also dieser Film orientiert sich sehr stark an den Figuren, an der ganzen Erzählung
von He-Man und so weiter.
Ist auch sehr schön gemacht eigentlich. Also das Set-Design,
die Kamera, Farben, alles, das ist alles cool. Gut gecastet auch.
Zum größten Teil Jared Leto als Skeletor ist richtig cool.
Aber mein großer Kritikpunkt an dem Film ist, der ist einfach zu lustig.
Also da werden Gags in Momente reingehauen, wo ich so denke,
sorry, aber das ist jetzt kein Moment, der einen Gag braucht.
Ständig. Ein dummer Witz nach dem anderen. Und das hat mir ein bisschen den
Spaß an dem Film verdorben, tatsächlich.
Andy
Fatal.
Micha
Ja.
Phil
Ich hab nichts erwartet.
Micha
Aber ansonsten okay. Ja, nee, du, ich glaub, ich weiß auch nicht,
wo der Film hinfällt, ehrlich gesagt, weil, also wer, für wen ist denn der?
Also, weil die Leute, die irgendwas mit He-Man anfangen können, die sind alle über 40 so.
Ja. Und Kids heutzutage, die denken sich so, hä, wie, Masters of the Universe, was soll das?
So, was ist das? Also deswegen, ich weiß noch ganz, ob der jetzt so richtig
funktioniert hat im Kino oder nicht.
Andy
Für die sind Masters of the Universe irgendwelche Leute an der Aktienbörse.
Micha
Ja, Kryptobros.
Andy
Genau.
Micha
Kryptobros, genau so sieht es aus, ja.
Naja, also von daher, war okay. Kann man sich mal angucken. Ich sehe schon,
wie Phil in ein paar Sendungen den einfach dann guckt wahrscheinlich.
Phil
Nee, nee, nee, nee, nee, nee, nee, nee, nee.
Micha
Wie, nee, nee, nee, nee, nee, nee, nee, nee. Masters of the Universe,
nicht dein Ding, oder was?
Phil
Nein, früher war das so ein bisschen, aber ich bin nie so richtig angekommen
bei He-Man. Also ich habe es geguckt, zugegeben, aber so richtig, nee, nee.
Micha
Okay. Ja, ich finde, ja, okay. Es gibt übrigens ein ganz kleiner Ding,
weil Andi gleich direkt wusste mit Dolph Lundgren und so, Gibt auch einen schönen
kleinen Cameo von Dolph Lundgren in dem Film. Einen kleinen Staffelstab. Ja, ja, ja.
Also kann ich auch kurz erzählen. Ja, kann ich auch kurz erzählen.
Die sind halt im Gym und am Pumpen. Und dann ist halt Adam, also der neue He-Man,
ist halt am Pumpen und steht vorm Spiegel.
Und dann steht so auf einmal so Dolph Lundgren neben ihm und sagt irgendwie,
nicht du bist mir im Weg, sondern er sagt irgendwas, was quasi auch anwendbar
wäre auf, ach so, ich war vor dir hier oder ich war vor dir dran oder irgendwie sowas.
und das ist so ein kleiner Moment, so eine Staffelstab-Übergabe,
wo man weiß, ah ja, okay, man acknowledged schon, dass es diesen alten Film
gab und so und dass Dolph Lundgren da He-Man war und jetzt quasi geht's halt
weiter mit neuem Cast und so. Ist ganz schön. Ist ganz süß gemacht.
So ein bisschen Fan-Peasing.
Andy
Ich muss nur vorhin dran denken, als du gesagt hast, den anderen hast du damals
als Kind gesehen und fandst ihn so geil und jetzt ist er dir auch hochnotpeinlich.
Das gilt bei mir für Flash Gordon.
Micha
Ah ja.
Andy
Oh geil, Flash Gordon, beste Film. Wenn man den heute guckt,
dann denkst du dir, alter, selbst der Böse, wie sieht es aus wie der Der eine
von, wie heißen sie? Genghis Khan mit Glatze.
Ganz schlecht geschminkt. Ganz schlimme Effekte.
Micha
Aber dafür geile Mucke.
Andy
Genau, Queen.
Micha
Immerhin das, genau.
Andy
Savior of the Universe.
Phil
Ja, ist so.
Micha
Voll.
Naja, gut, Andi, du hast auch noch eine Speedround am Start.
Andy
Ja, richtig. Und mir ging es quasi genauso wie dir im Flugzeug.
Mal wusste ich, was man gucken soll. Nimmst du doch mal einen Klassiker aus den 70ern.
Und zwar Dog Day Afternoon oder auf Deutsch Hundstage. Ein Film von Sidney Lumet,
in den Hauptrollen. Al Pacino und John Casale, die auch kurz davor in Der Pate
schon gemeinsam auf der Bühne standen.
Ist ein Film, basiert auf einer wahren Begebenheit. Und zwar in den 70er Jahren
haben zwei Typen versucht, eine Bank auszurauben.
stellten dann aber fest, der Tresor ist leer und haben dann einfach alle Angestellten
der Bank als Geiseln genommen.
Und das muss so ein bisschen gewesen sein, wie es bei uns in Gladbeck gewesen ist.
Also irgendwie haben sich dann vor dieser Bank ganz viele Menschen getroffen,
zu demonstrieren und Applaus zu applaudieren, also zu applaudieren für die Bankräuber,
die sich ja gegen die Kapitalisten aufwenden.
Und die Bankangestellten haben sich dann so ein bisschen mit den Gangstern verbündet
und hat mich jetzt aber nicht so wirklich überzeugt.
Ich hatte den auch cool in Erinnerung, aber irgendwie, ich weiß nicht,
ob er im Flugzeug ein paar Szenen geschnitten sind, also er war nicht so heftig,
wie ich ihn mir damals gedacht habe und war jetzt, naja, so wie Dirty Harry.
Micha
Aber das ist witzig, mit dem Flugzeug so geschnitten und so.
Also ich habe einen Film auch geschaut hier, I'm Thinking of,
nee, This is Where I Leave You, so eine Familien-Dynamik, Komödie mit irgendwie wie heißt der noch?
Jason Bateman und so. Und da gab es so mehrere Szenen in dem Film,
wo du ganz klar gesehen und gehört hast, dass dann einfach Fuck-Momente einfach,
geoverdubbt wurden mit What the hell? Oder so.
Und du siehst aber die Lippenbewegung und merkst so nee, das hat die nicht gesagt.
So und das war irgendwie ein bisschen komisch. Das hat mich auch aus dem Film
ein bisschen rausgenommen. Und kann gut sein, dass man da Gewalt und so extremen
Gore durchaus auch rausschneidet.
Das auf jeden Fall. Also keine Empfehlung.
Andy
Nicht unbedingt, nee. Also nicht in der, die ich gesehen habe.
Wobei eine Sache muss ich noch erwähnen, das fand ich ganz spannend,
weil dann wird natürlich versucht, den irgendwie Bekannte von den Bankräubern
irgendwie aufzuschnappen, um denen so ein bisschen ins Gewissen zu reden,
von wegen, ey jetzt gib doch auf und bringt doch nichts, lalala.
und dann stellt sich raus, dass Al Pacino eigentlich homosexuell ist und einen Mann geheiratet hat.
Und dann gibt es auch noch eine Szene, die nur wirklich sehr lange dauert,
so ungefähr zehn Minuten, wo die beiden quasi ihre Beziehung da durchkauen,
wo ich dann denke, ey, für einen Film von 1975 zwei Homosexuelle,
die ihre Beziehung aufarbeiten, das ist schon,
hätte ich nicht gedacht. Konnte ich mich auch nicht dran erinnern.
Aber erwähnenswert. So, reicht. Tschüss.
Phil
Nee, noch nicht Tschüss.
Micha
Gut. Nee, noch nicht Tschüss. Nee, jetzt kommen wir nämlich hier zum eigentlichen Kern der Sache.
Phil
Naja, komm. Also das ist jetzt halt ein großer Film. Die vorigen zwei Stunden
waren auch schon kernig.
Micha
Ja, die waren auch schon kernig. Das stimmt.
Andy
Kernig.
Micha
Das stimmt, ja. Kernig, ja. Ja, Backrooms, ne, Phil? Du hast ihn gesehen?
Phil
Ich hab Backrooms gesehen.
Micha
Sehr gut. Andi, du hast Backrooms nicht gesehen, oder?
Andy
No.
Micha
Nein. Und Phil, ganz kurz noch. Wir hatten letztes Mal im Podcast schon drüber
geschwunden. Du hast aber auch in der Zwischenzeit Obsession auch nicht geschaut, oder?
Phil
Nee, nee. Ich glaube, der,
läuft erst relativ spät hier an. Ich muss nochmal gucken.
Kinostart Deutschland. Das hat mich nämlich im Nachhinein dann auch verwundert.
Finde ich jetzt so schnell nicht, verdammte Angst.
Micha
Na gut. Egal. Ja, Backrooms. Ja.
Es ist ein Film von Kane Parsons, der verantwortlich ist für ganz viele von
diesen Backrooms-Videos auf YouTube.
Phil
Seit einer Woche.
Micha
Die alle so ein bisschen found, läuft Obsession, ja?
Phil
Obsession läuft seit einer Woche in Deutsch.
Micha
Ah ja, okay. Ja, danke für das Reingrede. Gerne.
Phil
Sehr gerne.
Micha
Ja. Ach komm, mach du doch.
Andy
Jetzt will ich auch nicht mehr.
Phil
Du hast das schon ganz gut dargestellt.
Micha
War schon mal ein guter Start.
Andy
Komm, Micha.
Micha
War schon mal ein guter Start, genau. Okay, also Backrooms, wie gesagt,
ein Film von Kane Parsons, der verantwortlich ist für diese ganzen Backrooms-Kurzfilme,
Found-Footage-Filme, nicht alle, aber ein paar davon, die zurückgehen auf so dieses eine
Foto von diesen komischen Backrooms und das ganze Thema Liminal Space.
Gibt es alles in den Medien gehört, wir erzählen euch hier nichts Neues.
Ja, auf jeden Fall handelt der Film von, jetzt habe ich die Charaktere natürlich
mir hier nicht rausgesucht.
Clark, genau. Und Clark ist Verkäufer, sozusagen nicht gescheiterter Architekt,
aber arbeitet zumindest nicht Architekt und ist daher Verkäufer in einem Möbelgeschäft.
Irgendwo in, ich glaube es ist Kalifornien, ich glaube schon.
Ja, oder? Und es ist halt so ein richtig ranziges, Lagerhallen-artiges Möbelgeschäft in den 90ern.
Ja, und hat irgendwie auch zu Hause irgendwie Stress, weil Frau hat die noch
so im Haus geschmissen und überhaupt und so.
Und er wohnt dann auch in diesem Möbelgeschäft und so. Und da passieren komische
Dinge mit der Stromrechnung, weil da ist irgendwie so voll viel Strom wird da
anscheinend abgezapft. Und überhaupt der ganze Schaltkasten in dem Ding macht keinen Sinn.
Ja und eines Nachts geht er in den Keller oder in das Untergeschoss von diesem
Möbelgeschäft und sieht irgendwie in der Wand so ein Spalt irgendwie,
es sieht alles komisch aus und so.
Dann guckt er sich das mal genau an und er sich versieht, sozusagen fällt er
aus unserer Realität heraus und landet in den sogenannten Backrooms,
in diesen riesigen, nicht enden wollenden, labyrinthartigen, gelben,
Büroräumen gewissermaßen, die halt mehr oder weniger leer sind,
also sowohl menschenleer als auch leer von Objekten meistens.
und wenn Objekte auftauchen, dann sind die halt irgendwie so entkontextualisiert
und irgendwie auch so nicht richtig.
Also irgendwie so, der Film hat diese Metapher so, so als ob man jemandem erklärt,
wie ein Hund aussieht und dann der Person sagt, dass sie einen Hund malen sollen,
obwohl sie noch nie einen gesehen hat.
So ein bisschen wirkt das alles. Ja, und er denkt sich so, what the fuck,
davon muss ich jetzt erstmal meiner Psychologin erzählen.
Und das macht er dann auch und er verliert sich dann aber, Also wird dann so
ein bisschen manisch in diesen Backrooms.
Ja, und die Psychologin denkt sich dann auch so, hm, da ist ja irgendwie was dran anscheinend.
Und der Film läuft unter dem Label Horror, gewissermaßen zu Recht,
Ist aber irgendwie anders, fand ich, als andere Filme. Ja.
Phil
Wie fandest du ihn? Also tatsächlich, Horror kam bei mir bis auf so zum Schluss,
kam gar nicht so bei mir an, sondern der Film arbeitet ja sehr viel eben damit,
mit einfach der Existenz der Backrooms.
Also, dass du einfach ein zutiefstes Unwohlsein in dir spürst,
weil du eben diese Backrooms siehst.
Du hast es gerade schon so ein bisschen skizziert, es ist alles gelb,
der Boden so ein bisschen verranzt gelb, unendlich lange Weiten,
dann läuft Clark irgendwie um die Ecke und dann ist da doch irgendwie...
Ja, eine Pappfigur, die irgendwie Grüße oder von so einer Kassette Grüße in
30 Sprachen abspielt und du guckst es einfach an und denkst so,
fuck, was ist das hier, was passiert hier?
Andy
Kurze Zwischenfrage.
Phil
Ja.
Andy
Spielt der so mit diesem Gefühl, so von wegen, du siehst irgendwas,
was so ein bisschen realistisch aussieht und in dir selber soll sich dann so
dieses setzen von wegen, warum eigentlich nicht? Das kann auch sein.
Also dass du so, weil ihr das gerade so beschrieben habt, dass das ein bisschen
realistisch wirkt und halt nicht so total abgesponnen, sondern dass du denkst,
ja, kann sein, dass es das wirklich gibt.
Phil
Also nee, definitiv, also unwahrscheinlich. Also das ist ja die ganze Lore um die Backrooms.
Die Geschichte ist ja so ein bisschen, um da nochmal auszuholen,
dass du quasi aus der Realität herausglitscht und dann eben in so einer Parallelwelt
bist, wo aber tatsächlich ja dann,
komische Figuren auftreten, auf einmal bestimmte, zwar schon die physikalischen
Regeln gelten, aber irgendwo dann doch eine eigene Welt existiert.
Und du siehst zum Beispiel auch in dem Film Möbel und ganze,
Statuen, die quasi auch in die Wand oder in den Boden reingeglitscht sind sozusagen,
also dann quasi auch mit dem Boden verbunden sind,
wie halt in so einem schlecht programmierten Computerspiel, wo auf einmal ein
Stuhl in der Wand drinnen hängt und du kannst ihn auch nicht rausnehmen oder
du glitschst auf einmal selber durch eine Wand.
Und das ist so die Aufmachung der Backrooms an vielen Stellen,
da, wo du die Objekte hast. Und von daher glaube ich, ja.
Micha
Ja, ja, ja. Und es wird auch so, ich will nicht sagen offen gehalten,
aber es ist schon nicht so, dass man das Gefühl hat, diese Backrooms sind ein realistischer Ort.
Phil
Ja.
Micha
Es ist nicht klar, ob das wirklich ein physisch existenter Ort ist oder ob der
eigentlich nicht existent ist, so richtig, obwohl es natürlich schon auch eine Brücke dahin gibt.
Es gibt ja diese ganze Lore dahinter, wobei die natürlich auch sehr symbolbehaftet
ist, mit diesen Forschern, die halt irgendwie so Tore in diese Backrooms haben
und eigentlich auch selber interessiert daran sind,
herauszufinden, was es mit diesen Backrooms eigentlich auf sich hat und so.
Also alles sehr diffus und undurchsichtig.
Phil
Und lädt dich deswegen zum Interpretieren quasi auch ein.
Micha
Kurzer Funfact. Ich sitze hier in einem Raum tatsächlich, der genau die Wand war.
Creepy. Ja, und auf einmal wird mir wirklich ganz komisch. Das ist auch so ein
Loch in der Decke zum Dachboden.
Ja, ja, ja, ja. Okay, na gut. Gutes Setting auf jeden Fall.
Andy
Ich hätte jetzt gedacht, wie damals hier Blair Witch Project.
Das war ja so der erste Found-Footage-Film, wo du auch immer so ein bisschen
damit gespielt hast, ist das jetzt vielleicht realistisch? Ist das echt?
Das war ja irgendwie so ein bisschen darauf angelegt.
Ich glaube, der nächste Found-Footage-Film, das war dann Cloverfield von J.J.
Abrams und da war irgendwie klar, ja komm, da ist es logisch außerirdische Pipapo,
aber beim Blair Witch war es ja so dieses, es ist realistisch.
Micha
Also man muss dazu sagen, dass Backrooms kein Found-Footage-Film ist.
Andy
Nee, nee, ich meine nur.
Micha
Genau, es gibt Momente, wo du diese First-Person-Camcorder-Einstellungen durchaus hast.
Aber der Film spielt schon ein bisschen damit, dass er dich eigentlich im Unklaren
darüber lässt, wie realistisch das ist.
Beziehungsweise Phil hat es eigentlich auch ganz gut gesagt,
in den Backrooms sind die Sachen zumindest realistisch empfunden.
so, ne, also man hat so das Gefühl, es könnte irgendwie sein,
es könnte irgendwie auch nicht sein ein großes Thema, finde ich in dem Film
ist auch, dass man eigentlich in den Backrooms auch ein bisschen das vorfindet,
was man eigentlich mitbringt
also wie viel man eigentlich bereit ist davon zu glauben und so weil man darf
ja nicht alles glauben, was man denkt,
und da passieren Dinge die sind, ja, irgendwie realistisch, aber irgendwie halt
auch so wo du denkst, hm, seltsam okay, zumindest, genau,
Ja, und wie Phil gerade gesagt hat, also ich mochte den Film sehr.
Ich habe den tatsächlich zweimal geschaut.
Phil
Oh!
Micha
Ja, weil was ich cool finde, ist, dass man es geschafft hat,
aus diesem Backrooms-Thema, was ja eigentlich null Substanz hat.
Also es ist ja eigentlich nur, es basiert ja auf einem Foto,
wo jemand ein Foto gemacht hat von so einem Büroraum und gesagt hat,
ist ja ein bisschen creepy.
Und dann hat man aber geschafft jetzt, ein paar Jahre später,
ein Drehbuch zu konstruieren, was das Ganze so ein bisschen mit Substanz anreichert,
weil was der Film ganz cool macht, finde ich, dieses Thema mit der Psychologin und mit Clark
und diese ganze Visualisierung des Unterbewusstseins, weil diese Backrooms in,
meiner Lesart, beziehungsweise ich glaube, das ist auch so die Lesart,
in der der Film angelegt ist,
spielen halt eben damit, dass das alles sein Unterbewusstsein irgendwie ist.
Und dass er mit Dingen konfrontiert wird, die er vielleicht verdrängt,
mit seinem eigenen Über-Ich konfrontiert wird, mit seinem Trauma irgendwie versucht
klarzukommen, eben dass ihn seine Frau verlassen hat und alles.
Und das finde ich sehr clever und sehr geschickt gemacht.
Phil
Ja, das sagst du aber auch was, Micha, weil tatsächlich, es ist ja schon irgendwie
so, dass der Film, auch der Film, der hat für mich nicht so viel.
Du sagst jetzt irgendwie so, ja, aus dieser kleinen Geschichte wurde so viel
gemacht. Ja, das stimmt.
Aber, also, da wurde ein ganzer Film draus gemacht, aber irgendwann dieser Film,
außer dass er sich mit dieser Mystik der Backrooms auseinandersetzt,
hat er bis auf das Ende vielleicht jetzt auch nicht so viel Substanz.
Und trotz alledem bin ich rausgegangen und hab gesagt, hey, irgendwie hattest
du dann doch deinen weirden Spaß dabei.
Aber es ist nicht so, dass dieser Film jetzt einen krassen roten Faden hat oder
einen krassen Plottwist oder irgendwie sowas, wo du sagst, Alter,
damit hätte ich nie gerechnet.
Sondern es ist so, hier sind die Backrooms, wir verfolgen jetzt der Typ nochmal
Clark, wie er die Backrooms entdeckt und wie er da irgendwo sich auch drinnen
verliert und dann begleiten wir die Psychologin dabei und dann gibt es das Finale.
Micha
Ja, aber ich fand das schon trotzdem sehr stringent und es ist auch sehr stringent
eben an diesem Thema Psychoanalyse entlang gehabt.
Phil
Ja, das auf jeden Fall.
Micha
Also, dass die Backrooms, wie gesagt, als Metapher fungieren für eben sein Unterbewusstsein,
für sein verdrängtes Trauma und all solche Sachen.
und das finde ich macht der Film schon gut, also er gibt einem schon genug oder
gerade so genug, dass man das Gefühl hat, ah ja da möchte ich mich ein bisschen
mit beschäftigen und ein bisschen,
durchdringen, worum es hier eigentlich geht, aber jetzt auch nicht so viel,
dass man das Gefühl hat, ja okay, hier wird einem irgendwie alles auf dem Silbertablett,
serviert also ich finde, da ist,
eine gute Trennmenge da und tatsächlich hat mich der Film jetzt aber auch inspiriert,
mal darüber nachzudenken, ob ich nicht vielleicht doch langsam mal meinen eigenen
YouTube-Channel starten mich dann,
mit so Filmanalyse und so, weil für mich gibt in dem Film noch eine zweite Komponente,
die da irgendwie drin ist.
Aber da möchte ich jetzt noch nicht drauf eingehen.
Phil
Ah ja, da möchtest du dann in deinem YouTube-Channel drauf eingehen.
Micha
Genau. Es geht so ein bisschen um dieses Thema Menschenlehrerraum,
weil diese Angst, die ja in den Backrooms ist, ist, dass man das Gefühl hat,
diese Menschen sind eigentlich für Menschen, von Menschen,
Es sind aber keine Menschen da, obwohl welche da sein sollten.
Und ich glaube, das ist so ein bisschen diese Angst. Und der Film macht da auch
was mit. Also das ist jetzt nicht sein Hauptthema, sondern das Hauptthema ist
ganz eindeutig diese psychoanalytische Schiene.
Aber diese Angst davor, dass Menschen hätten da sein sollen,
aber keine da sind, das ist irgendwie das, was den Film irgendwie ganz interessant macht.
Und es wird immer mal wieder so aufgegriffen in verschiedenen Momenten.
Also für mich das beste Beispiel ist eigentlich diese Backstory von der,
Psychologin, wie sie immer diese Flashbacks hat von ihrem Kindheitshaus und
so und wie sie diesen Abdruck hat von diesem Beton, wo sie in der Garageneinfahrt
ihre Hand reingedrückt hat in den Beton und sie hat diesen Abdruck immer noch und so,
als Totem oder als Erinnerung eben an irgendwie ihre Kindheit.
Aber auch da zieht sich ja dieses Thema durch. Von wegen, da waren mal Menschen,
aber da sind jetzt keine Menschen mehr in diesem Haus. Und dann wird das Haus abgerissen und so.
Und also da ist so ein ganz, ganz
feiner Faden, der sich da irgendwie auch durchzieht durch diesen Film.
Und ich glaube, das ist so ein bisschen der Grund, den oder ich glaube,
das kann niemand so richtig artikulieren.
Aber ich glaube, das ist was, was unterschwellig, glaube ich,
den Reiz für viele Menschen ausmacht.
Warum diese Backrooms-Sache so furchteinflößend ist. oder zumindest,
wie hast du es genannt, Unbehagen auslöst.
Und was ich glaube, was vor, ich möchte fast sagen, noch so 50 Jahren wahrscheinlich
nicht so viel Unbehagen ausgelöst hätte wie heutzutage.
Weil ich glaube, wir haben heute mehr Angst davor, verdrängt zu werden als Menschen.
Dass es Orte gibt, wo wir waren und vielleicht nicht mehr sind.
Phil
So finde ich auf jeden Fall einen interessanten Blickwinkel,
in mir regt sich trotz alledem irgendwie so, ich glaube da also schön und gut,
dass du da so viel reininterpretierst, für mich ist das tatsächlich irgendwo eher so eine,
Wir verfilmen jetzt eher mal so diese Lore, weil da jetzt der,
wie heißt der Typ, Cain Parsons halt ein ziemlich intelligenter und guter Filmemacher ist.
Da ist gerade irgendwo auch immer so ein schwelender Hype sozusagen.
Also diese Backrooms, seitdem sie im Internet aufgetaucht sind,
kriegst du sie jetzt ja nie weg, obwohl sie jetzt am Anfang vielleicht so ein
bisschen in Foren gehypt wurden.
aber sie sind da so und jetzt macht man da halt mal einen Film draus ich gehe
da eigentlich gar nicht mal so also so so tief,
inspiriert und tief metaphorisiert aus diesem Film heraus von daher finde ich
es tatsächlich total super und interessant was du da alles drin siehst.
Micha
Ja ich habe mich da ein bisschen reingegangen.
Phil
Ja tatsächlich ich ja auch das ist es ja ich ja auch Und ich glaube.
Micha
Für viele Leute funktioniert das aber auch auf so einer ganz ästhetischen Ebene.
Also wo man sagt, ja, spooky, scary, passt.
Und dann gar nicht tiefer einsteigt und auf der Ebene funktioniert der Film auch.
Aber ich habe das Gefühl, du hast es gerade gesagt, dass Kane Parsons ein durchaus
intelligenter Filmemacher ist, ein intelligenter Typ.
Und ich glaube, der möchte da ein bisschen mehr noch.
Phil
Man muss das auch nochmal sich auf der Zunge zergehen lassen.
Also Kane Parsons, ich schlage das jetzt nochmal nach, dass ich keine Scheiße
laube. Der ist 20 fucking Jahre alt. Der ist richtig jung.
Micha
Ja, aber wenn du dir mal so Materialien, so Presse und so mit ihm anguckst, der redet schon smart.
Also der weiß schon, was er hier tut. Also das ist jetzt nicht irgendwie an
den Haaren herbeigezogener Scheiß, sondern das hat schon Hand und Fuß alles.
Und deswegen mag ich, also ich mag mich dann auch in Filme so ein bisschen reinsteigern,
das ist jetzt vielleicht das falsche Wort, aber zumindest über Filme nachdenken,
wo ich das Gefühl habe, der Filmemacher hat auch darüber nachgedacht.
Weil ich mag das nicht, über Filme nachzudenken, wo ich das Gefühl habe,
der Filmemacher hat sich nichts dabei gedacht, deswegen brauche ich mir nichts
dabei denken, weil whatever.
Aber wenn du so jemanden hast oder auch so jemanden wie Alex Garland,
da denkst du dir, ja okay, der möchte ja was. Also er ist ja kein dummer Typ,
der will ja mit seinem Film was ausdrücken.
Und ich glaube, da würde ich jetzt Kane Parsons einfach mal dazuzählen.
Phil
Der Film lädt halt auch schlichtweg mit seinen weiten Räumen und seiner auch
nur angedeuteten Symbolik an vielen Stellen, lädt er natürlich auch zur Diskussion ein.
Und? Zur Interpretation. Und du hast jetzt ein bisschen was gesagt über Liminal
Space und Unterbewusstsein. Das ist obvious, dass das da ein Teil dabei ist.
Und da lässt sich dann ja auch, also sobald es in die Psyche geht,
kannst ja sowieso ganz viel da rein interpretieren oder raus interpretieren.
Also unter dem Aspekt fand ich den Film auch sehr, sehr interessant.
Und ihr seid auch die Ersten, du bist der Erste, mit dem ich jetzt da so drüber
spreche und ich finde das, wie gesagt, sehr interessant, was du da drinnen siehst,
weil wahrscheinlich jede Person da was anderes draus nimmt. Es gibt vielleicht
auch welche, die einfach sich nur schlichtweg hart gruseln.
Manche, die da rausgehen und so sagen, the fuck, das war jetzt auch verschwendetes Geld irgendwie.
Micha
Das war auch mein Eindruck. Also als ich im Kino saß und manche Leute sind so
aufgestanden, waren so The what?
Oder kann ich verstehen. Also wenn man unachtsam quasi in diesen Film geht und
so und einfach nur ein bisschen gruseln will, ja okay.
Phil
Das kriegst du ja nicht.
Micha
Aber der ist dann schon verwirrend auch eher. Ja, definitiv.
Weil der sich dann nicht mehr stringent anfühlt.
Phil
Ja.
Micha
Übrigens interessant, was der Film auch, ja?
Phil
Nee, mach du.
Micha
Interessant, was der Film übrigens auch macht, deswegen meinte ich auch,
dass der sich anders anfühlt als andere Horrorfilme.
Der ist erstens sehr gut gefilmt und der ist sehr gut gefilmt, weil sehr hell ist.
Also andere Horrorfilme ziehen ihren Grusel und da gehört jetzt Obsession zum
Beispiel auch dabei und ganz viele andere Smile und hast ja nicht gesehen,
ziehen ihren Grusel ja daraus, dass du quasi nichts siehst, bevor du dich fürchtest.
Also es ist alles im Verborgenen. Es ist alles irgendwie im Schatten abgesoffen und so.
Und der Film lädt ja dazu ein, dass du sehen sollst. Also du sollst ja sehen, dass da nichts ist.
Weißt du? Also dass da keine Menschen sind zum Beispiel. Und dass da leerer
Raum ist, wo du alleine bist.
Und das finde ich halt voll interessant, weil ich könnte kaum Horrorfilme nennen,
die das schon mal gemacht haben.
Die sagen, nee, nee, nee, unser Approach ist nicht zu sagen,
wir fürchten uns vor der Dunkelheit, sondern wir fürchten uns eigentlich davor,
dass wir ganz offen zeigen, dass hier irgendwie was sein sollte.
Und das finde ich irgendwie auch interessant als ästhetische Komponente in diesem Film.
Phil
Ja, also ich bin nicht so euphorisch wie du, dass ich jetzt mit Anlaufe das
zweite Mal in der Vorstellung gelaufen wäre, aber ich hätte schon Bock dazu, weil dieser Film, ja,
der trägt etwas in sich, was eben dann über den normalen Horror hinausgeht,
wie gesagt, diese Küchentisch oder auch tiefgehende Psychologie,
die du da reinpacken willst, solche filmischen Aspekte, wie du sie erwähnst.
Und ich glaube tatsächlich, je mehr man über diesen Film spricht mit verschiedenen
Leuten, desto mehr sieht man vielleicht dann doch in ihm.
Ja, muss man sich vielleicht angucken, aber man muss sich darauf einstellen,
dass das eben weder der klassische Horror ist, noch der klassische Film an sich,
gerade so noch hinten hin.
Micha
Ja, ja, ist sein eigenes Ding.
Phil
Ja, und tatsächlich funktioniert dieses Found-Footage von Kane Parsons,
kann man ja auch auf YouTube sehen.
So ist ja Kane Parsons auch, hat er seine Sichtbarkeit bekommen.
hat da einfach so ein bisschen in dem 3D-Tool Blender rumgeklickt und hatte
da so eine Idee und wollte mal ein bisschen mit After Effects von Adobe was
rumtesten und hat dann diesen Film gemacht und dann bei YouTube hochgeladen
und kann man sich angucken
und worauf wollte ich jetzt hinaus?
Da kann man sich nämlich da so ein bisschen diesen Vibe, diese Grundstimmung
dann doch ganz schön angucken.
Man kann sich natürlich auch richtig reinarbeiten, weil es sind irgendwie 16
nicht chronologische Episoden, die er hochgeladen hat, aber allein die erste
Episode von 14 Minuten oder so ein Bums,
gibt eigentlich schon so einen Eindruck, wie die Backrooms aussehen und wie
auch dieser Film eben diese Stimmung rüber trägt.
Und wenn man sagt, hey, das klingt interessant, dann go for it,
es lohnt sich. Doch, doch, das schon.
Micha
Und man muss aber, finde ich auch wichtig, glaube ich, zu erwähnen,
man muss aber die Lore jetzt nicht kennen.
Also es ist okay, in den Film komplett reinzugehen, ohne zu wissen,
was zum Gaia Backrooms jetzt eigentlich ist oder sind oder so.
Also er funktioniert auch so.
Phil
Und falls es tatsächlich so Backrooms-Ultras unter unseren Hörerinnen und Hörern gibt, tatsächlich,
ganz ernst gemeint, dann meldet euch echt gerne mal, weil mich wirklich interessiert,
wenn man da mal so richtig sich reingegrindet hat.
Vielleicht irgendwie wirklich jede Episode bei YouTube verfolgt hat,
bei Reddit auch mal in so manche Theorie,
eingestiegen ist und stark mitdiskutiert hat, vielleicht diese Law selber mit
Ideen angereichert hat, wie dieser Film dann bei euch ankommt.
Weil am Ende ist es ja dann doch ein kommerzielles Werk und so,
wie ich es verstanden habe, erfindet Parsons irgendwie auch,
neuen Umgang mit den Backrooms im Gegensatz zu den klassischen Episoden, die er hochgeladen hat.
Und das kann einerseits jetzt diese gesamte Geschichte und diese gesamte,
wie heißt das eigentlich, diesen Mythos weiter erweitern.
Micha
Opus Magnus.
Phil
Zum Beispiel.
oder man sagt, nee, Alter, was geht mit dem? Der hat was richtig Geiles erfunden.
Jetzt hat er seine Idee an A24 verkauft. Das Kommerzschwein.
Das könnte ich mir tatsächlich auch vorstellen, dass es solche Meinungen da
draußen gibt. Von daher, wenn ihr wirklich da mal drinnen seid,
total super interessiert daran, meldet euch mal, schreibt es in die Kommentare
oder eine Mail an info.net.de.
Würde mich mega interessieren.
Micha
Ja.
Phil
Ja, so. Backrooms.
Micha
Ja, ich fand ihn super. Acht von zehn.
Phil
Ja, da wäre ich dann auch so. So doch, ja, so sieben bis acht von zehn.
Also dann treffen wir uns ja dann doch irgendwie so.
Micha
Und auch gut gespielt und gut gecastet. Absolut. Noch mal ganz kurz auch erwähnt. Also,
Civitel Edgifior oder so. Mega gut. Mit Oscar Nominierter, glaube ich. Auch Schauspieler.
Renate Reins war ja auch. Sentimental Value ja zuletzt und so.
Alles schon, also, funktioniert in der Besetzung. Vor allem er,
finde ich, ist so überhaupt nicht der Typ, an den ich zuerst gedacht hatte,
so als Filmemacher oder als Studio Executive, zu sagen, so, wen können wir hier besetzen?
So, weißt du? Und ich würde da an wen komplett andere denken.
Und dann haben die ihn aber genommen und ich habe mir gesagt,
er funktioniert voll gut irgendwie. Also, mag den. Ja gut.
Phil
Soviel zu den Backrooms. Soviel zu dieser Sendung.
Micha
Soviel zu dieser Sendung, genau.
Andy
Feierabend.
Phil
Jawollo.
Micha
Ich fahre jetzt noch schön nach Hollywood rein.
Phil
Ah, natürlich.
Micha
Ja, baller mir ein schönes Pastrami-Sandwich.
Phil
Was steht heute sonst noch so auf der Uhr? Einfach den Leisure,
den Day so ein bisschen genießen?
Micha
Ja, genau. Ich treffe noch einen Kumpel, ehemaligen Kollegen auch.
Phil
Los Angeles Live.
Micha
Genau, Los Angeles Live, genau. Hau mir ein Pastrami-Sandwich rein und dann,
fotografiere ich noch ein bisschen.
Es gibt hier noch so einen Tesla-Diner.
Das wollte ich mir noch angucken. Das ist wirklich so ein Diner von Tesla,
das so voll futuristisch aussieht, wo man so hinfahren kann und dann irgendwie,
weiß nicht, sein Auto laden oder wie auch immer so. Also das wollte ich mir noch mal angucken.
Und ich wollte mir auch ganz gerne das Endeavor Space Shuttle angucken,
weil die haben tatsächlich eins ausgestellt hier im Science und Natural History
oder irgendwie so Center.
Aber aktuell leider zu, weil die da gerade umbauen und das Space Shuttle wird
jetzt vertikal aufgestellt. Ja.
Andy
Toll. Wie bei mir damals. Du bist einmal in New York City in der Public Library,
und die Gutenberg-Bibel ist gerade nicht zu besichtigen, weil wegen Umbau. Super geil.
Micha
Genau. Nee, genauso geht es mir hier auch. Also es gibt so ein paar Sachen,
wo ich so dachte, oh ja, das willst du ja angucken. Nee, ist zu.
Sehr cool. Danke. Aber gut. Nicht das erste Mal, nicht das letzte Mal in L.A. hoffentlich, also.
Phil
Ja, dann hab eine angenehme Zeit in L.A.
Micha
Ja, dankeschön.
Phil
Genieß es, komm wohlbehalten wieder
zurück, sofern du überhaupt wieder zurückkommst, oder da jetzt nicht.
Micha
Naja, doch. Nee, nee, also L.A., also ich muss schon sagen, das ist schon cool
hier und ich bin diesmal angekommen und war so ein bisschen so,
ach, weiß nicht mehr, luck is up, irgendwie nicht so cool, aber dann ist eine
Woche vergangen und ich hab mir gesagt, nee, L.A. ist schon geil.
Phil
Ja, das glaube ich.
Micha
L.A. ist schon cool, also irgendwie so voll grün und so und wenn man jetzt Autofahren
jetzt nicht ganz scheiße findet, weil ich meine, wenn du mit Autofahren natürlich
überhaupt nicht zu Rande kommst, so, dann ist LA halt nichts für dich, so.
Aber wenn man mit Autofahren eigentlich ganz gut, ja, klarkommt,
so, dann kommt man schon zurecht in LA, so. Und das ist schon cool.
Phil
Das ist das Schlusswort.
Micha
Geiles Essen.
Phil
Wo immer ihr auch seid, fühlt euch wohl. Und das Wichtigste ist,
schaltet das nächste Mal wieder ein.
In diesem Sinne, habt euch wohl. Tschüssi.
Micha
Jau, tschüss. Bis zum nächsten Mal.