Nerdtalk Sendung 551 – Eskalation im Podcast

Der Podcast eskaliert, Phil ist beleidigt. Streitgespräche über Streitgespräche in Filmen. Kurz vor den Oscars kochen die Emotionen der Nerdtalker hoch...

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Der schwarze Diamant (WerStreamt.es?)
Jojo Rabbit * (WerStreamt.es?)
1917 * (WerStreamt.es?)
Marriage Story (WerStreamt.es?)

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00:01:07.207: Wie verbringt ihr die Oscars?
00:27:02.793: Star Trek Picard
00:30:14.920: Superbowl 2020
00:42:40.740: Der schwarze Diamant / Uncut Gems
01:00:57.535: 1917
01:21:23.721: Jojo Rabbit
01:40:19.624: Marriage Story

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2 Gedanken zu „Nerdtalk Sendung 551 – Eskalation im Podcast“

  1. „Eskalation im Podcast“. Da wittert man einen Skandal, schaltet voller Sensationsgier den Podcast ein, weil man denkt, Andrew und Michel hätten geputscht und den Podcast-Vorsitzenden Philomeno rausgemobbt, und dann….bewerft ihr Euch mit Watte…
    Nun gut, es hat funktioniert, ich bin 2 Stunden drangeblieben…
    Zwei Anmerkungen zu den Filmen:
    Bei „1917“ bin ich ja ein bisschen auf Phil´s Seite: Technisch ist der Film natürlich grandios, ich habe selten eine so beeindruckende Kamera gesehen. Aber emotional hat mich der Film null abgeholt. Natürlich geht es Sam Mendes eher darum, die Gräuel des Krieges in Bilder und Atmosphäre zu verpacken. Das gelingt ihm auch. Aber ehrlich gesagt: Dahaben mich die Bilder aus der Doku „They shall Not grow old“ fast mehr erschüttert. Aber 1917 will eben keine Doku sein, sondern ein Unterhaltungsfilm. Und als solcher hat er mich mit seinem dürftigen Drehbuch nicht überzeugt. Vielleicht waren nach den vielen Vorschusslorbeeren auch einfach die Erwartungen zu groß…
    Bei „Marriage Story“ bin ich ein wenig auf Michas Seite: Tolles Schauspiel, guter Film, aber am Ende sagt man sich: „Na ja, irgendwas passt nicht ganz…ist nicht ganz rund“. Und was für ein Miststück Scarlett Johansson in dem Film ist, wurde mir erst durch Micha bewusst.
    Daher muss ich für mich sagen, dass „Joker“ immer mehr zu meinem persönlichen Oscar-Favoriten wird, weil mich in letzter Zeit kein Film so emotional und nachdenklich zurückgelassen hat. Und irgendwie macht das doch gerade die Kategorie „Bester Film“ aus…

  2. @fidelitas73:
    Ich fand “1917” vermutlich deswegen so gelungen, weil er im Vergleich mit anderen Kriegsfilmen wie etwa “Full Metal Jacket” zwar das Grauen des Krieges zeigt, aber eben nicht unbedingt mit der Kamera drauf hält. Zumindest hatte ich das Gefühl, dass einzelne grausame Szenen eher belanglos gezeigt werden, anstatt darauf den Fokus zu legen. Beispielsweise ganz zu Beginn, als einer von beiden sich abstützen muss und dabei in den Troso eines verrottenden Deutschen greifen musste. Ja, ist ekelig und heftig, wird aber nicht wirklich ausgeschlachtet, sondern eher beiläufig erwähnt. Kurz ein angewiderter Blick auf Hand und Leiche, schon geht es weiter in der Mission. Das hat mir gut gefallen. Ebenso wie die wortkargen Dialoge mit den “temporären Wegbegleitern”. Ich kann mir gut vorstellen, dass man nach mehreren Monaten oder gar Jahren an der Front sehr wortkarg wird, zum einen kaum noch Empathie für andere zeigen kann, zum anderen aber auch versucht, sich selbst und andere durch kleine Lästereien auf lispelnde Kameraden abzulenken. Das wurde meiner Ansicht nach recht behutsam und wohldosiert eingebaut. Oder: in welchem anderen Kriegsfilm wird die “Heldenreise” in einem Truppen-LKW nach nur wenigen Minuten schon wieder unterbrochen, weil entweder ein Baum auf der Straße liegt oder sich der LKW im Matsch festgefahren hat? Fand ich gut.

    Dem Urteil von Micha zu “Marriage Story” konnte ich mich ja auch anschließen. Ich fand die Darstellerleistungen jetzt nicht unbedingt oscarreif (auch wenn beide Hauptdarsteller sicherlich zu den Besten ihrer Zunft und Zeit gehören), und den Film in sich auch ein wenig unstimmig. Wer keine Trennung in Feindschaft will, der sagt irgendwann zum Anwalt “Halt, stop! Nicht so!”.

    “Joker” als Favoriten zu sehen kann ich auch gut nachvollziehen. Stimmt schon: der lässt einen sehr nachdenklich zurück. Ich meine mich daran zu erinnern, dass eine Person in dem Film den Satz sagt: “Man denkt immer, es könnte nicht schlimmer kommen, aber irgendwie geht es immer weiter”. Und wenn man sich das dann so überlegt. Es ist ja nicht so, dass vor 2016 nicht schon einiges im Argen gelegen hat, aber mit Trump als US-Präsidenten merkt man dann, dass es immer noch etwas schlimmer kommen kann. Und auch in Sachen Trump dachte man immer, dass es kaum schlimmer kommen könne – und dann kam der Freispruch im Impeachment-Verfahren, der vermutlich für einige Dinge erst der Anfang sein wird, denn nun fühlt er sich mit seinem Handeln auch noch im Recht.

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