Beautiful Boy: Blu-Ray-Review und Gewinnspiel

Am 24.01.2019 kam der Film in die deutschen Kinos und seit dem 06.06.2019 kann man sich Beautiful Boy auch im Heimkino ansehen.
Wir haben für euch mal die Blu-Ray gesichtet und verlosen jeweils eine Blu-Ray/DVD.

Story

Der Film erzählt die bewegende Geschichte einer Familie, die über Jahre hinweg gegen die Drogenabhängigkeit des ältesten Sohns Nic ankämpft. Als Nic drogenabhängig wird, kann David es nicht glauben, er kann es nicht aufhalten, und er tut alles dafür, seinen Sohn zurück zu bekommen. Während er mit Nics Lügen und Vertrauensbrüchen ringt, blickt der Film immer wieder zurück auf den Nic, wie er früher einmal war – ein rücksichtsvoller, wunderbarer Junge.

Filmkritik

Phil hat dem Film eine Wertung von 4/5 Sternen gegeben und ist ziemlich angetan von der ruhigen Inszenierung eines so brisanten Themas.

Es ist ein ruhiger Film, der einen erwartet. Er legt keinen Wert auf emotional aufwühlende Szenen. Stattdessen lässt er nur dem Thema und seinen zwei Hauptdarstellern freien Lauf. Das sich so entspinnende Vater-Sohn-Konstrukt ist von Menschlichkeit und Herzlichkeit durchzogen – mit dem Schatten einer Drogensucht, der beide immer wieder insbesondere an sich selbst zweifeln lässt.

Die komplette Filmkritik gibt es in unserem Filmbereich zu Beautiful Boy.

Vater Jack schaut mitleidig auf Nic, der angesichts seiner Drogensucht in  Tränen ausgebrochen ist
Auch Nic (Timothee Chalamet) zerbricht an seiner eigenen Drogensucht.

Die Blu-Ray

Ton: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch (erzwungen mit englischer Tonspur)
Bildseitenformat: 16:9 – 1.77:1

Es ist recht bedauerlich, dass die Blu-Ray nur so wenige Tonspuren mit sich bringt. Insbesondere trifft es ins Herz, dass die englische Tonspur im Menü nur mit deutscher Untertitltung bereitgestellt wird. Sicherlich kann man in den Untiefen seines Blu-Ray-Players mit den Sprachen und Untertiteln frei jonglieren. Die Auswahl im Menü wäre jedoch schöne gewesen.
Generell erscheint der Film auf der Blu-Ray ungewöhnlich körnig und rauschend. Sicherlich findet dies auch Gründe in so manch dunkler Szene, die mehr Bildrauschen der Kamera hervorruft. Dennoch erwartet man dies weder von so einem Film noch von einer Blu-Ray.

Bonusmaterial

Das Bonusmaterial ist kurz und erweitert nur wenig die Welt rund um die reale oder die Film-Geschichte von der Familie Sheff. Das ist besonders schade, da Cast & Crew durch die Familiengeschichte beflügelt wurden. Die Möglichkeit, mehr über die echte Familie zu lernen, ihren Umgang mit einem drogenkranken Kind, Handreichen zu liefern zum Umgang mit Drogenkranken oder eine Brücke zu schlagen zwischen der Filmwelt und den realen Therapiemöglichkeiten – jede Möglichkeit wurde vergeben.
Zudem ist es recht lieblos geschnitten, was sich insbesondere in den Interviews bemerkbar macht, in denen der Frangensteller nach dem Interview aufsteht und sein Kopf/Oberkörper das gesamte Kamerabild einnimmt: Vier Sekunden früher schneiden kann so viel bewirken.

Making Of: Anatomie einer Krise

Drei Minuten geht es in diesem Special um die Inspiration zum Film, verbunden mit einigen Szenen aus dem Film. Nach der Sicht des Films ist die Intention des Films klar, so erweitert dieses Special das Filmuniversum kaum.

Making Of: Eine filmerische Reise

Auch dieses Special geht lediglich drei Minuten. Inhalt ist insbesondere die Sicht von Regisseur Felix van Groeningen: Was hat ihn zum Film inspiriert und wie war die Arbeit mit Cast und Crew? Zudem gibt es einen kurzen Überblick über die Locations, an den der Film gedreht wurde.

Vater und Sohn umarmen sich innig.
Trotz aller Probleme verbinden Vater und Sohn eine enge Beziehung – die täglich auf die Probe gestellt wird.

Making Of: Das Ensemble

Aller guten Dinge sind drei. Das dritte Feature, das knapp drei Minuten geht. Das Special mit den meisten Behind-The-Scenes-Inhalten. Wie der Name es vermuten lässt, geht es um die Auswahl der Schauspieler und insbesondere deren Qualitäten.
Neben dem bekannten Lob über die schauspielerischen Qualitäten gibt es aber nicht sehr tiefe weitere Einblicke.

Interview mit: Steve Carell & Timothée Calamet

In knapp vier Minuten kann man nicht besonders in die Tiefe gehen. So gibt es hier und da gute Fragen, für deren tiefgreifende Beantwortung oder konkretes Nachhaken doch die Zeit fehlte.

Interview mit: Amy Ryan

Amy Ryan spielt die Mutter von Nic Sheff, dem drogenabhängigen Sohn. Bedauerlicherweise gibt es ähnliche Fragen wie beim vorherigen Interview, sodass die Kreativität etwas leidet. Dennoch sind die Fragen interessant und so auch die Antworten.

Interview mit: Regisseur Felix van Groeneningen

Fast vier Minuten gibt es Antworten des Regisseurs auf Fragen zum Film, zur echten Sheff-Familie und auch der Zusammenarbeit mit dem Cast. Auch hier gibt es recht klassische Fragen und erwartbare Antworten.

Gewinnspiel

Filmposter Beautiful Boy

Auch, wenn das Bonusmaterial nicht überzeugt, so tut es auf jeden Fall der Film.
Zum Heimkinostart verlosen wir jeweils eine Blu-Ray/DVD von Beautiful Boy. Wie immer wollen wir eure Geschichte in den Kommentaren.

Teilt mit uns eure Geschichte zum Thema “Drogen”. Hast du selbst sanfte oder gar harte Drogen genommen? Setzt du dich politisch für oder gegen Marihuana ein? Wann hast du gemerkt, dass auch Alkohol eine Droge sein kann? Gab es Momente, in denen du dich “wie auf Droge” gefühlt hast, ohne etwas genommen zu haben – aus Freude oder aus Trauer?
Schreibe deine Geschichte zum Thema “Drogen” in die Kommentare und schon bist du im Pott.

Unter allen Teilnehmern verlosen wir jeweils eine Blu-Ray/DVD von Beautiful Boy.
Teilnahmeschluss ist der 04.07.2019, 18 Uhr.
Bitte beachtet unsere Teilnahmebedingungen.

Viel Erfolg 🙂

Gewonnen haben Tomasz (Blu-Ray) und Sultan-of-Swing (DVD). Die Konkurrenz war aber auch nicht besonders groß 😉

2 Gedanken zu “Beautiful Boy: Blu-Ray-Review und Gewinnspiel”

  1. Von “Beautiful Boy” habe ich bisher irgendwie nichts mitbekommen, aber der Film hört sich durchaus interessant an. Deshalb Danke für das BluRay-Review!

    Was eine Geschichte zum Thema Drogen angeht, kann ich nicht viel liefern. Die einzigen Drogen, die ich in meinen bisherigen 35 Lebensjahren probiert habe waren Alkohol und Koffein. Mag vielleicht langweilig vorkommen, aber ich hatte nie das Interesse verspürt etwas anderes zu probieren. Auch war mein einziger Berührungspunkt mit harten Drogen das Medium Film oder höchstens Geschichten von Bekannten über Dritte.

  2. Ich trinke nicht, rauche nicht und nehme auch sonst keine Drogen.

    Das mit dem Antialkoholiker hat sich so ergeben. Ich habe irgendwann festgestellt, dass ich ein Jahr kein alkoholisches Getränk hatte und habe dann beschlossen, dass ich es sein lasse. Ich mochte nie besonders gern alkoholische Getränke, hasse es die Kontrolle zu verlieren und mir wurde immer schlecht von dem Zeug.

    Als Teenager war ich mal Gelegenheitsraucher, bis ich mal eine starke französische Zigarette geraucht hatte, danach wurde mir so schlecht, dass ich nicht mehr geraucht habe.

    Härtere Droge habe ich nie ausprobiert.

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