Imperium – Blu-Ray-Review mit Gewinnspiel

Daniel Radcliffe als Undercover-Agent unter Rechtsradikalen – Imperium (WerStreamt.es?) ist ein Film, der zu kaum einem besseren Zeitpunkt die Frage nach dem Entstehen von Rassismus und Hass stellen könnte. Wir haben für euch die BluRay unter die Lupe genommen und verlosen wie immer ein Exemplar!

Filmkritik

Unerwartet versöhnliche Worte findet Lars angesichts dieses belasteten Themas in seiner Filmkritik zu diesem Film. Kein Wunder, warum er den Film mit 4/5 bewertet.

Imperium inszeniert einen erstaunlich zurückgenommenen Thriller, der mit wenig Musik, nahezu ohne Action-Sequenzen und ohne Gewalt auskommt und sich stattdessen ganz auf seine Figur konzentriert, auf Nate Foster, der den Spagat zwischen zwei Welten schafft, die in ihm zusammenlaufen, die Berührungspunkte offenbaren und deren fragile Balance schließlich kippt. Die Macht liegt nicht in der Tat, nicht in der Gewalt, von wem auch immer sie ausgehen mag – sie liegt im Wort. 

Die gesamte Filmkritik gibt es in unserem Filmbereich zu Imperium.

BluRay-Rezension

ic

Ton: Deutsch/Englisch (DTS-HD Master Audio 5.1)
Untertitel: Deutsch
Bild: 1080p (2.38:1)

Die Extras

Interview mit Daniel Redcliffe und Impressionen vom Zurich Film Festival

In einem etwa 15-minütigen Feature werden zwei Interviews mit Daniel Radcliffe und ein paar kurze Aufnahmen vom roten Teppich bei der Filmpremiere auf dem Zurich Film Festival gezeigt. Die gut geführten Interviews bringen keine bahnbrechenden Erkenntnisse zu Tage, sind aber sehr interessant anzuschauen.

Weitere Extras

  • Trailershow
  • Wendecover

Fazit

Die BluRay ist nicht unbedingt der Inbegriff einer üppigen Ausgabe – bietet aber neben der zu erwartenden Trailershow und dem absoluten Muss eines Wendecovers (kaum zu glauben, dass das noch immer nicht selbstverständlich ist …), ein interessantes, wenn auch nicht außergewöhnliches Feature mit Hauptdarsteller Daniel Radcliffe. Ton und Bild der BluRay sind einwandfrei, die Sprachversionen sind etwas dünn bestückt – zumindest englische Untertitel sollten schon vorhanden sein.

Das Gewinnspiel

Blu-Ray-Cover Imperium

Wir verlosen eine BluRay des Films – alles was ihr dafür tun müsst (ihr ahnt es schon): einen Kommentar unter diesen Artikel schreiben. Schreibt darin über eure Erfahrungen mit Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit, Hass – und was ihr dagegen tut, oder in der Zukunft tun werdet.

Einsendeschluss ist am Sonntag, 11.12.2016, um 20.00 Uhr – passend zum dritten Advent. 😉

Unter allen Teilnehmern wird der Gewinner ausgelost. Es gelten unsere Teilnahmebedingungen.

Wir freuen uns auf eure Einsendungen!

Alle Bilder (c) Ascot Elite Home Entertainment

9 Gedanken zu „Imperium – Blu-Ray-Review mit Gewinnspiel“

  1. Also meine Erfahrungen sind folgende, in der Stadt in der ich lebe gab es vor einiger Zeit einen Thor Steinar (bekannte nazi marke) laden, und eine JN Zentrale (junge Nationalisten)…. der laden hat sich auch echt lange gehalten wurde immer wieder beschmiert und Scheiben eingeworfen usw. und irgendwann hat sich die Sache erledigt und der Laden wurde aufgelöst und die Leute zeigen sich zurück….

    und zum Thema Flüchtlinge usw kann ich noch kurz sagen, dass ich vor einiger Zeit mit 2 Flüchtlingen reden konnte die nun hier in Deutschland studieren und die Sachen die sie sagten waren extrem interessant und haben einen echt ein Stück die Augen geöffnet.. eine tolle Erfahrung! mfg Nico

  2. Ich wohne in der Nähe von Wunsiedel, wo jedes Jahr ein Aufmarsch der Rechten in Gedenken an Rudolf Hess stattfindet. Die Bewohner machen dann mobil und lassen sich viel einfallen um Wunsiedel bunt statt braun zu machen.

  3. ich habe damit ehrlich gesagt noch keine erfahrungen gemacht. wir leben auf einem dorf und jeder kennt jeden, ich glaube würde jemand anders sein, würden die leute hier ihn ausschließen,.. wie sone sekte sind wir 😀

    lg junibrummer@gmx.de

  4. Erfahrungen mit Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit etc. Eine gute Frage. Am ehestens noch Leute, die in der Form “Ich habe ja nichts gegen Ausländer/Flüchtlinge/.., ABER (…)” argumentieren, was mich gedanklich zu einem Facepalm veranlasst. Leider typischer Alltagsrassismus.

  5. Ich bin in Berlin-Lichtenberg aufgewachsen, wo es Anfang der 90er Jahre auch einige Hausbesetzungen durch Nazis gab. Auch später, während meiner Jugend, waren NPD-Aufkleber leider durchaus auch präsent im Straßenbild. Direkte konfrontative Erfahrungen mit Faschos hatte ich dann zum Glück nie, höchstens auf Demos gegen Rechts, bei denen ich letztendlich um die anwesende und trennende Polizei immer recht froh war. Da rechtsextremes Gedankengut ja leider nicht verschwindet, aktuell wohl eher zunimmt, bleibt breiter bürgerlicher Protest gegen Rechtsextremismus hochaktuell und wichtig. Über die gelegentliche Teilnahme an Protesten gegen rechte Kundgebungen/Demos geht das Engagement bei mir aber nicht hinaus.

  6. Ich hatte als Schüler meine erste und erschreckende Erfahrung mit rechtem Gedankengut im Alltag: Mir wurde der Weg zu der Party eines Freundes von einem meiner Mitschüler vollkommen ohne Anschein eines Witzes als “politische Wegbeschreibung” gegeben. Diese lautete: “Falsch, falsch, richtig (links abbiegen, links abbiegen, rechts abbiegen).” Dieses Erlebnis und die darauf folgende Feier mit lauter stramm-rechten Fußballfans erschütterte mein Weltbild als Mitglied der Jusos extrem, ich hielt es vorher nicht für möglich, in meiner friedlichen Stadt auf solche Menschen zu treffen.

  7. Ich habe meine Ausbildung in Brandenburg absolviert, und in meiner Berufsschulklasse war, leider ganz dem Klischee entsprechend, der Anteil an rechts-Orientierten weitaus höher als das in Schulen in Berlin der Fall war. Allerdings waren sie alle (irgendwie passend zum Film) im Klassenverbund sehr nett, und das auch zu dem einzigen dunkelhäutigen Mitschüler, den wir hatten. Das kam mir damals einigermaßen absurd vor, wenn zum einen sehr rechtsradikale Reden geschwungen wurden, man sich dann aber mit allen in der Klasse super verstanden hat. Aber das zeigt vielleicht auf, wie unreflektiert solche Leute einfach sind, und dass das gerade bei sehr jungen Menschen eine Entwicklung ist, die irgendwie auf Perspektivlosigkeit und/oder schlechten Einflüssen im Elternhaus etc. begründet aber durch den Dialog immer noch umkehrbar ist.

    Auf jeden Fall hört sich der Film sehr interessant an. Wichtiges Thema, gerade heute.

  8. Ich hab persönlich zum Glück noch keine persönliche Erfahrung mit Rechtsextremer Gewalt gemacht.
    Ich hab jedoch einen tollen und spannenden Dokumentarfilm gesehen, “Black Sheep”.
    Dort geht es um einen 14 jährigen Jungen, der in einer rechtsextremen Kleinstadt in England lebt und sich mit seinem großen Bruder zusammen auf eine Demo gegen Muslime vorbereitet. Bei der Demo selbst, zieht er jedoch den Schwanz ein und geht nicht mit sondern wartet am Bahnhof. Somit ist die Frage, ob er das schwarze Schaf ist oder das kleine Dorf in England…
    Ich habe mit dem Regisseur sprechen können und er erzählte, dass er aus dieser Kleinstadt kam und es dort total normal ist rechtsextrem zu sein. Er ist aber links.

  9. Vielen Dank an alle Teilnehmer! Das Gewinnspiel ist beendet und der Gewinner wurde ausgelost:

    Die BluRay geht an Michael Kastner. Herzlichen Glückwunsch!
    Schick uns doch bitte Deine Adresse an gewinnspiel@nerdtalk.de, damit wir Dir den Gewinn zukommen lassen können.

    Falls ihr nicht erfolgreich wart – keine Sorge! Ein weiteres Exemplar verlosen wir in unserem Besucher-Tippspiel.

Schreibe einen Kommentar