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The Guard – Ein Ire sieht schwarz - Filmkritik und alle Infos

The Guard – Ein Ire sieht schwarz

Quick Facts

Kinostart:

Regie: John Michael McDonagh
Drehbuch:
Darsteller: Brendan Gleeson, Don Cheadle, Mark Strong

Laufzeit: 1:36 Stunden

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Kurzinhalt

Irland. Weite Landschaft, kleine Städte. In einer der Kleinstädte arbeitet Sergeant Gerry Boyle (Brendan Gleeson) streng nach Dienst nach Vorschrift. Ab und zu hält er sich nicht an die Vorschriften. Wenn es ihm passt und ihm Vorteile verschafft. Aber ehrlich ist er, wenn auch mit einem sehr krudem Humor. Ein komischer Charakter. Aber eines steht fest: Er lässt sich ungern in seiner Arbeit stören.
Umso mehr stört es ihn, als FBI-Agent Wendell Everett (Don Cheadle) in sein kleines Städtchen kommt, um mit seiner Hilfe gegen einen internationalen Drogenring zu ermitteln.
Aber was bleibt Sergeant Boyle übrig? Also macht er sich ans Werk – aber mit seinen eigenen Methoden…


Erwähnt in

  • Nerdtalk Sendung 327
  • Nerdtalk Sendung 254
  • “The Guard – Ein Ire sieht schwarz” – BluRay-Review
  • Nerdtalk Episode 221
  • 6/10

    Ich dachte lange, die Briten hätten einen schwarzen Humor. Aber “The Guard” ist der Beweis, dass es noch schwärzer geht. Wenn ein Cop bei einer Leiche erst einmal in den Schritt packt mit den Worten “Wieso, er merkt doch nichts mehr davon – und mir macht’s Spaß!”, dann ist man erst einmal sprachlos. Der Film ist voll von solchen Grenzüberschreitungen gesellschaftlicher Natur, die herrlich emotionslos von Brandon Gleeson dargestellt werden. Und das ist vollkommen positiv gemeint. Den Cop mit einer ganz eigenen Art, einem trockeneren Humor als Hausstaub und der ständigen leichten Verdummung. Doch – ist der Cop wirklich dumm? Man weiß es nicht…

    Die Geschichte ist eher behäbig erzählt, eine Dynamik ist eher selten gegeben. Dennoch gibt es immer wieder neue Erkenntnisse im Fall des Drogenrings. Aber eigentlich geht es in “The Guard” gar nicht um den Drogenring. Es geht um das großartige Spiel zwischen dem schwarzen FBI-Agenten und den rassistischen, antiamerikanischen Irland-Städtecop. Die Wortgefechte und Sticheleien untereinander sind eigentlich der Inhalt des Films. Während Don Cheadle den um Seriösität bemühten Agenten mimt, sorgt Brendan Gleeson immer wieder für unerwartete Breaks und absurde Gedankengänge, die auch den Zuschauer erst einmal wortlos dastehen lassen.
    Kleine Nebenplots wie die an Krebs erkrankte Mutter, die ihr Schicksal überaus zynisch nimmt und mit Sohn Boyle in der Kneipe über Koks plaudert, runden die Geschichte gut ab, ohne vom Hauptplot abzulenken. Schade ist, dass es auch in der Hauptstory an einigen Stellen Zeitsprünge gibt, deren Sprungweite im Vergleich zum Film überproportional groß sind und einen so ziemlich verwirren.

    Am Ende bleibt ein Film, der zwar mit seinen Grenzüberschreitungen durchaus unterhalten kann und mit Brendan Gleeson und Don Cheadle großartig besetzt ist. Dafür bleibt ab und zu die Story ein bisschen auf der Strecke und es stellt sich die Frage, ob man hier und da nicht den Bogen etwas überspannt hat.

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