Die Gewinner des Oscars 2010

Vor etwas mehr als einer Stunde ging die Auszeichnung der Besten in der Filmbranche zu Ende.
Wir waren live vor dem TV und werden wie gewohnt in der kommenden Nerdtalk-Epsiode darauf eingehen.

Trotz 9 Nominierungen ging der sicher gewähnte “Avatar” mit nur drei Oscars in verhältnismäßig kleineren Auszeichnungen aus dem Abend. Verdienter Überraschungserfolg war hingegen “Tödliches Kommando“, der 6 Oscars verzeichnen konnte. Darunter auch als bester Film und beste Regie.
Als beste männliche Nebenrolle konnte Christoph Waltz für seine Performance in “Inglorious Basterds” den goldenen Jungen nach Deutschland bringen, für “Das weiße Band” hat es leider nicht zu einem Oscar gereicht.

Hier aber für euch alle Sieger des Abends:

Bester Film:
Tödliches Kommando – The Hurt Locker (The Hurt Locker)

Beste Regie:
Kathryn Bigelow – Tödliches Kommando – The Hurt Locker

Bester Hauptdarsteller:
Jeff Bridges – Crazy Heart

Beste Hauptdarstellerin:
Sandra Bullock – Blind Side – Die große Chance

Bester Nebendarsteller:
Christoph Waltz – Inglourious Basterds

Beste Nebendarstellerin:
Mo’Nique – Precious – Das Leben ist kostbar

Bestes Originaldrehbuch:
Mark Boal – Tödliches Kommando – The Hurt Locker

Bestes adaptiertes Drehbuch:
Geoffrey Fletcher – Precious – Das Leben ist kostbar

Bester Animationsfilm:
Oben – Pete Docter

Bester fremdsprachiger Film:
El secreto de sus ojos – Argentinien

Bester animierter Kurzfilm:
Logorama – Nicolas Schmerkin

Bester Kurzfilm:
The New Tenants – Joachim Back und Tivi Magnusson

Bestes Szenenbild:
Avatar – Aufbruch nach Pandora – Rick Carter, Robert Stromberg und Kim Sinclair

Beste Kamera:
Avatar – Aufbruch nach Pandora – Mauro Fiore

Bestes Kostümdesign:
The Young Victoria – Sandy Powell

Bester Dokumentationsfilm:
Die Bucht (The Cove) – Louie Psihoyos und Fisher Stevens

Bester Dokumentations-Kurzfilm:
Music by Prudence – Roger Ross Williams und Elinor Burkett

Bester Schnitt:
Tödliches Kommando – The Hurt Locker – Bob Murawski und Chris Innis

Bestes Makeup:
Star Trek – Barney Burman, Mindy Hall und Joel Harlow

Beste Filmmusik:
Oben – Michael Giacchino

Bester Filmsong:
„The Weary Kind“ (Crazy Heart) – Ryan Bingham und T-Bone Burnett (Musik und Liedtext)

Bester Ton:
Tödliches Kommando – The Hurt Locker – Paul N. J. Ottosson und Ray Beckett

Bester Tonschnitt:
Tödliches Kommando – The Hurt Locker – Paul N. J. Ottosson

Beste visuelle Effekte:
Avatar – Aufbruch nach Pandora – Joe Letteri, Stephen Rosenbaum, Richard Baneham und Andrew R. Jones

6 Gedanken zu “Die Gewinner des Oscars 2010”

  1. Tja, so sollte es sein, Hurt Locker als großer Gewinner des Abends, der Film hats mir aber auch angetan, und finds gut das er Avatar vom vermeintlichen Thron gestossen hat. Leider hab ich verrallt am Oscar-Gewinnspiel mitzumachen, gestern um viertel vor eins war das Ding schon geschlossen, was meine Tipps auf Hurt-Locker und Avatar bezogen anging, hätt ich wohl nicht schlecht gelegen.

    Freu mich auf den nächsten Podcast,

    Grüße,

    iPwned

  2. Bin diesmal im großen und ganzen doch zufrieden mit der Verleihung. Der Event selbst war überraschend kurzweilig und zog sich nicht in die Länge wie sonst (abgesehen vom Schluss, als die 10 nominierten Hauptdarsteller mit Geschwall “geehrt” wurden). Für Christoph Waltz und Jeff Bridges freu ich mich mit, waren beide aber vorher ja schon mehr oder weniger klar. Den Basterds hätte ich noch 1,2 mehr Auszeichnungen gewünscht, aber der Hurt Locker-Sieg über Avatar gleicht das ganze wieder aus 😀

    Steve Martin und Alec Baldwin gaben ein tolles Moderatoren-Duo ab, hatte mit ihnen mehr Spaß als mit Billy Crystal, vor allem der Einspieler vor dem Horror-Teil war grandios Neil Patrick Harris und der obligatorische Ben Stiller waren auch für ein paar Lacher gut. Kann es übrigens sein, dass der heutige Miesepeter George Clooney ein persönliches Problem mit den beiden hat, oder war er nur bedient, weil er schon im Vorfeld wusste, dass er keine Chance gegen den Dude hat? 😀

    Precious werde ich wohl dringend sehen müssen. Anfangs hat der mich gar nicht interessiert, aber je mehr ich davon lese und sehe, umso interessanter wird er für mich. Schade nur, dass die alte Granny dann doch leer ausgegangen ist 😀

  3. In der BILD-Zeitung vom 9.3.2010 gab es eine Doppelseite über den Oscar, ein paar markante Auszüge daraus möchte ich euch nicht vorenthalten.

    Große Überschrift: “Avatar nicht zum besten Film gewählt”

    “Der 82. Oscar war eine Sensation – und eine Tragödie. Der großartigste Film seit Jahrzehnten, Avatar, wurde gedemütigt. Gewonnen hat ein Film den keiner kennt. The Hurt Locker (in Deutschland haben ihn 8768 gesehen).”

    “In der Kategorie Bester ausländischer Film verlor Das Weiße Band von Michael Haneke gegen den deutlichen schwächeren El Secreto de Sus Ojos (Argentinien).”

    “Die Botschaft der Oscars? Ja zu den kleinen Filmen! Aber das ist die falsche Botschaft! Avatar wurde bestraft – weil er erfolgreich ist. Es war der Oscar der Verlierer – Mitleid ist die neue Kategorie.”

    Über Kathryn Bigelows Filmographie: “Ihre bisherigen Filme? Fast unbekannt (Die Lieblosen, Blue Steel)”.

    Aber einen Lacher gab es auch:
    Oscar Preisträger Christoph Waltz (53) wird von Frauen umschwärmt. Auf der Oscar-Party von Produzent Harvey Weinstein (57) bot ihm eine Blondine Oralsex an, sagte deutlich hörbar: “Ich gebe super Blowjobs.” Waltz lehnte verdutzt ab.
    😀

    Wie würde Uli Hoeneß nun sagen? “Das ist doch ein populistischen Scheiße!!!”

  4. Tja, was soll man zu dem Drecksblatt sagen ? Entschuldigt die Ausdrucksweise, aber nur weil es viele Leute lesen/sehen, handelt es sich jedoch nicht um Qualität, was man ja auch nur zu gut auf dieses Blatt projezieren kann. Avatar mag sicher Bildgewaltig sein, und unterhalten hat er mich auch. Aber der Film hat mich auch nicht mitgerissen oder bewegt, wie ein, damals ja ebenfalls ausgezeichneter, Black Hawk Down. Da fand ich Hurt Locker durchaus aufwühlender und bewegender. Aber da endet auch schon der Horizont des geneigten Bild-Lesers.

  5. AVATAR hat zurecht die wichtigen OSCARS® nicht gewonnen.
    Technik: Ja, aber der Rest, der zu einem OSCAR® prämierten Film gehört: Nein.
    In dem Sinne hat die Academy völlig richtig entschieden.

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