All Beauty Must Die – BluRay Review und Gewinnspiel

Still und leise erschien im März 2012 ein Film, der mit Ryan Gosling und Kirsten Dunst erwähnenswert gut besetzt war. Dennoch ist es in Deutschland eine Direct2DVD bzw. Direct2BluRay-Produktion. Doch “All Beauty Must Die” hätte durchaus das Potential für einen spannenden Kinothriller auch hier in Deutschland gehabt.

 

All Beauty Must Die
Veröffentlichung: 13.03.2012
© 2012 Ascot Elite Home Entertainment
mit freundlicher Unterstützung von Ascot Elite Home Entertainment

Story:

David Marks (Ryan Gosling) lebt in guten Verhältnissen: Sein Vater (Frank Langella) ist ein erfolgreicher Immobilienverwalter, der viele Gebäude rund um den Time Square besitzt. Es liegt auf der Hand, dass David in die Fußstapfen seines Vaters treten soll. David verliebt sich in die ländliche Katie (Kirsten Dunst) und will ein zurückgezogenes Leben führen.
Doch das Leben lässt sich nicht planen und so findet sich David schnell als Angesteller bei seinem Vater wieder. David wird zusehends stiller und eines Tages verschwindet Katie spurlos. Wenig später ereignen sich mehrere mysteriöse Todesfälle und David taucht unter.

Der Film basiert auf wahren Ereignissen rund um die Vorwürfe gegenüber Robert Durst, in dessen Umfeld in 30 Jahren 3 nahestehende Personen auf höchst unerklärliche Weise verschwanden bzw. ermordet wurden.

Kritik

Eine lange Kritik gibt es in unserem eigenen Filmbereich über All Beauty Must Die. Phil gibt dem Film eine Wertung von 4/5. Hier sein Fazit:

“All Beauty Must Die” ist ein ruhiger Film, der seine Wirkung nicht mit dem Holzhammer erreicht, sondern viele Ereignisse nur anreisst und so das Kopfkino erst recht anlaufen lässt. Damit hält er sich auch gut an die Vorlage aus der Realität, denn die Person des Robert Dust ist ebenso undurchsichtig wie sein Filmäquivalent David Marks. Ein Film, den man durchaus mehrmals sehen kann.

Die gesamte Kritik erhaltet ihr im Filmkritik-Bereich zum Film.

Die BluRay

Die BluRay enthält den Film in deutscher und englischer Tonspur, jeweils in DTS-HD 5.1. Natürlich geht der Film auch locker ohne Surroundsound, doch der Film nutzt seine Möglichkeiten aus und spricht auch gern die hinteren Boxen an. Übrigens hat der Film streng genommen noch mehr Tonspuren, da kommen wir später zu…
Bildtechnisch bewegen wir uns natürlich bei 1080p in 16:9 bzw. 1.78:1. Das Bild der BluRay ist etwas körnig, aber irgendwie passt es einfach. Untertitel gibts auf Deutsch.

Und ganz viel…

Bonusmaterial

Dieses Bonusmaterial bringt natürlich mit seiner Based-on-a-True-Story mehr Potential für Blicke über den Tellerrand mit, doch viele Extras sucht man auch auf anderen BluRays vergebens. In der Summe macht das über 3 Stunden Bonusmaterial, das in seiner Bedeutung selbstverständlich zusätzlich zur guten Umsetzung auch von der mysteriösen Vorlage profitiert.

Deleted Scenes

Knapp 6 Minuten von Szenen, die es nicht in den Film geschafft haben. Naturgemäß kriegt man aus diesen keine überraschenden Twists mit. Nett anzusehen, sonst nichts.

All Beauty Must Die – Die Wahrheit hinter der Fiktion

Alle wichtigen Personen des Films kommen zu Wort: Hauptdarsteller, Regisseur, Producer, … . Sie sprechen von ihrem Verständnis der Geschichte, was als Informationsquelle der Geschichte diente. Allein die Recherche dauerte 3 Jahre, ehe der Film zum Dreh kam. Darauf basierend kennt das Team die realen Personen sehr gut, tot oder lebendig, und bewertet die Beziehung der einzelnen Personen sehr ausführlich und detailliert. Dieser Part nimmt den größten Teil der über 30 Minuten(!) ein und das ist gut so, denn die Charaktere gewinnen durch die Ausführungen spürbar an Tiefe.
Den Abschluss bilden die Darsteller, die über ihre jeweiligen Rollen und deren Erlebnisse sprechen.

Zeitsprung in die Vergangenheit: Die ursprüngliche Geschichte

Nachdem das Filmteam zur Sprache kam, werden hier Personen interviewt, die den echten Robert Durst, seinen Vater oder Kathie lang kannten oder mit ihnen zusammenarbeiteten. Viele verschiedene Statements zum selben Thema zusammengeschnitten bekommt man schnell ein Bild, wie der Durst-Clan tickte. Und man bekommt ein Bild wie beängstigend nah die Fiktion des Films an der Realität ist.
Mehr als 20 Minuten, die sich gerade am Ende eklatant zuspitzen und ein flaues Gefühl im Magen hinterlassen. Großartiges Extra!

Interview mit Andrew Jarecki: Ein Blick unter die Oberfläche von All Beauty Must Die

Also mit langen Titeln haben sie es ja im Extras-Bereich… Ein Interview mit Andrew Jarecki über alles, was ihn in dieser Produktion bewegte: Die Story, die Recherche, die Kontakte zu Bekannten von Robert Durst, die daraus entstandenen Charaktere, ihre Schauspieler. Besonders spannend ist das Interview vor dem Hintergrund, dass Jarecki eigentlich ein Dokumentarfilm-Regisseur ist und dafür 2003 auch für den Oscar nominiert wurde. Dies verdeutlicht ansatzweise, welche Sorgfalt er bei der Recherche hat walten lassen.
Interessant ist auch, dass Robert Durst erwartungsgemäß die Zusammenarbeit verweigert hat, dies aber erst die Tür zu einer detaillierten Charakterisierung von Durst öffnete, wie es wohl vorher nie abzusehen war und wie dies den Film aufgewertet hat.
Das längste Extra auf der BluRay, über 1 Stunde Einblick in den Film. Manchmal wünscht man sich eine Raffung, eine Stunde Monolog kann anstrengend sein. Aber im Nachhinein ist man glücklich, alles gesehen zu haben.

Falten der Zeit: Die MakeUp-Effekte von All Beauty Must Die oder “Ryan altert”

Da braucht man ja fast genau so viel Zeit, die Überschrift zu lesen wie dieses Extra dauert. Bereits in den ersten Szenen sieht man Ryan Gosling einen alten Robert Durst spielen, mit Falten, Altersflecken und zusammengefallenen Wangen. In 1:40min sieht man im Zeitraffer, wie Ryan Gosling auf alt getrimmt wird. Nichts, was man vorher noch nie gesehen hat. Nette Spielerei, mehr nicht.
Übrigens das erste Mal, dass mir auffiel, dass Gosling ein Tattoo auf der Schulter hat.

Weitere Extras

Neben einer kleinen Trailershow hat die BluRay noch zwei weitere Tonspuren, genauer: Zwei Audiokommentare. Ein Audiokommentare stammt von Regisseur und Produzent Andrew Jarecki und -Achtung!- Robert Durst. Der zweite Audiokommentar stammt von Jarecki und den Co-Autoren/-Produzenten Marcus Hinchey und Marc Smerling.

Fazit:

Ein beklemmend guter Film mit einem Bonusmaterial, das selbst gegen große Hollywoodproduktionen gewinnt. Toller Film, tolle Schauspieler, tolle Umsetzung (inszenatorisch wie technisch) und ein fast dreistündiges Bonusmaterial.
Eine Scheibe, bei der ich dankbar bin, sie gesehen zu haben, da mir sonst ein kleines Filmjuwel durch die Lappen gegangen wäre.

Gewinnspiel

Wir haben für euch zwei BluRay-Exemplare von “All Beauty Must Die” auf Lager, die ihr gewinnen könnt.

Wie?
Ganz einfach: Schreibt folgenden Tweet auf eurem Twitterprofil und schon seid ihr dabei:

Hey @nerdtalk ! Ich will eine BluRay von “All Beauty Must Die” mit Ryan Gosling gewinnen! http://bit.ly/GJOekI

Einsendeschluss ist der 29.03.2012, 18 Uhr! Wenn gewinnen doch immer so einfach wäre…
Viel Erfolg 🙂

Es werden alle Tweets gewertet, die oben genannten Text enthalten und unter dem Benutzer @nerdtalk gelesen werden können. Insbesondere der zweite Punkt ist für Twitter-User mit einem protected Account von Relevanz.
Nur eine Teilnahme pro Person/Twitteraccount. Die Gewinner werden im Podcast und unter Nerdtalk.de bekannt gegeben, zudem werden Sie per Direct Message, alternativ @-Mention von @nerdtalk informiert. Daraufhin haben die Gewinner 14 Tage Zeit, die geforderten Daten zu senden. Nach Ablauf der Frist gehen die Gewinne einem Gewinnpool für andere Gewinnspiele zu.

10 Gedanken zu “All Beauty Must Die – BluRay Review und Gewinnspiel”

  1. Eric: Nö, eigentlich muss man die Tweet-URL nicht posten. Aber so mancher Teilnehmer meint, das erhöhe die Chancen. Tuts nicht.

    Dass hier Tweets stehen, ist ein Seiteneffekt dessen, dass (mal wieder) viele Leute mitmachen, die über Gewinnspielseiten zu uns kamen. Großteil dieser Teilnehmer haben Nerdtalk vorher noch nie besucht und werden es vermutlich auch nicht. Sie kommen einfach zum Abstauben.

    Schau dir doch die Tweet-Accounts der “Teilnehmer” an: Alle Timelines sind voll von “Gewinnspieltweets”. Es liegt nahe, dass diese Accounts nur zu einem Zweck dienen…
    Und es ist so ein pawlowscher Effekt bei diesen Teilnehmern, nach einem Tweet auch die URL hier abzusetzen.

  2. Ohja, diese Gewinnspielseiten sind eine echte Seuche. Unsere Gewinnspiele werden immer relativ schnell auf http://forum.gewinnspiele.com/ gelistet und dann schnellen auf einmal die Teilnehmerzahlen hoch. Ich neige dazu ab dem Veröffentlichungstag in dem dortigen Forum einen Cut zu machen und nur die Teilnehmer von vorher zu akzeptieren. Der Rechtsweg ist ja ausgeschlossen 😉

  3. Wenn wir eine Deadline festsetzen, dann halten wir uns auch dran. Mit allen Konsequenzen. Die Herausforderung besteht also eher darin, die Aufgabenstellung dergestalt aufzuziehen, dass es für Beutelratten zu komplex wird oder dass es unmittelbar etwas mit der Seite zu tun hat, was nur Stammhörer/-leser zu beantworten wissen.

    Wenn beispielsweise das Besucher-Tippspiel mal auf einer Gewinnspielseite landen würde, schütte ich gern die Gewinne an die Leute aus. Auch, wenn sie nur des Tippens wegen Nerdtalk.de besuchen. Aber sie haben im Idealfall 13 Wochen lang eine gute Leistung gezeigt und das ist auch “belohnenswert”.
    Aber einen Tweet auf einem sonst verwaisten Account absetzen oder Blogeinträge bei einem kostenlosen Bloghoster schreiben, umgeben von zig weiteren Gewinnspielblogeinträgen (alles gehabt 🙁 ), das ist keine ausreichend große Hürde.

    Naja, zur 250. denken wir uns was Anderes aus. Und selbst, wenn die Hürde zu hoch ist und gar keiner mitmacht: Lieber würde ich doch den BluRay-Player behalten und verlose ihn beispielsweise beim Hörertreffen als dass ich irgendwelchen Gewinnspiel-Schmarotzern einen Gewinn von solchem Wert in den Arsch blasen würde.

  4. Der Film ist einfach klasse – habe ihn vor ein paar Tagen gesehen und er hat mich nicht mehr losgelassen. Habe dann sogar nach dem Originalfall “Robert Durst” recherchiert. Absolut genial gespielt – es hängt immer eine unheilvolle Spannung über dem ganzen Film, die man aber nicht greifen kann. Zwei Daumen nach oben! Ansehen!

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