Nerdtalk Sendung 549 – Mit ganz viel Star Wars

Wochenlang haben wir euch aufgefordert, uns eure Kommentare zum neusten StarWars einzusenden. Hier ist sie, die große Sendung über den Abschluss der Skywalker-Saga. Eure Meinung, unsere Meinung: Über 90 Minuten sprechen wir über das Ende einer Ära. Und The Mandalorian kommt noch hinzu.

Gesehene Filme:

Star Wars – Der Aufsteig Skywalkers * (WerStreamt.es?)
Booksmart * (WerStreamt.es?)
The Mandalorian * (WerStreamt.es?)
Cats (WerStreamt.es?)
6 Underground * (WerStreamt.es?)
John Wick 3 * (WerStreamt.es?)

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Tenet – Official Trailer

Der Quadrataugen Podcast



TIMECODES:
00:00:14.341 Beginn
00:01:10.049 Lehrer der Vergangenheit
00:06:05.595 Tenet Trailer & Prologue
00:12:22.234 Feedback
00:17:05.082 6 Underground
00:42:30.015 Booksmart
00:55:17.284 John Wick 3
01:06:31.808 Deutsche Markennamen
01:08:01.511 Cats
01:20:22.682 The Mandalorian
01:32:04.012 Star Wars 9 - Der Aufstieg Skywalkers

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8 Gedanken zu „Nerdtalk Sendung 549 – Mit ganz viel Star Wars“

  1. Habe erst den Anfang gehört, aber die “6 Underground” Diskussion ist ja mal das Beste, was man sich als Hörer wünschen konnte! Klare Gegenpositionen, und Phil -aufgrund Nichtkenntnis des Films- neutral!
    Das hättet ihr gerne bis aufs Blut in allen Aspekten ausfechten können, es war Entertainment pur (hatte die ganze Zeit dieses Bild von Ken Watanabe aus Godzilla vor Augen “Let them fight”! 😉 , und als eigenen Cast raushauen können, wäre sicherlich eine der TOP – Episoden!
    Bin klar auf Andi’s Seite.

    Michas Argumentation hinkt an 2 Stellen:

    1. Erwartungshaltung:
    Michael Bay’s Filme kann man nicht ohne seine Person/Werdegang betrachten, die stilisierte Hochglanz-Optik ist sein ureigenstes Bedürfnis, ebenso die übertriebene Action und Schnitte.
    Und das macht er so gut wie kein Anderer (Tony Scott war derjenige, der es ehesten hinbekommen hat).
    Man wird es ihm nicht ausreden können. Und er ist ein echter Meister seines Fachs, wenn es um die Bilder geht. Aber auch das simplifizierte Weltbild und Geschichten sind eben ein Aspekt (den es braucht, um seine Bilder zeigen zu können).

    Nehmen wir die Kunstform Musik, dort weiß man auch um die unterschiedliche Qualität, ob man sich auf ein klassisches Konzert einlässt, oder DJ Ötzi – Geschmäcker sind verschieden, und mit der damit verbundenen Erwartungshaltung geht so viel einher: mir ihr steht oder fällt ein Film.
    Die Erwartungshaltung ist nicht zu ignorieren, wenn man einen Bay-Film sieht, sie MUSS eine Rolle spielen bei der Betrachtung. Micha klang so, als müssten alle Filme einen Erwartungshaltung erfüllen, die bei Bay (gibt viele weitere Beispiele, zB. Zack Snyder, Peter Berg usw.) aber völlig fehl am Platz ist.
    Andersrum: wir sprechen von einem “Nolan”-Film, einer “Fincher Serie”, “Tarantino-Dialogen” oder “Spielberg-Happy End” – warum sollte das bei denen möglich sein; aber bei Bay nicht? Wie Andi sagte: ein Popcorn-Spaß auf optisch höchstem Niveau, dass das Kind in uns, den Spieltrieb oder einfach nur den Drang nach Eskapismus entspricht.

    2. die sexistische, patriarchische, klischeehafte, propagandahafte Darstellung von Menschen, Welt und Bösewichten
    Stereotypen haben sich gebildet, weil sie gewisse Menschentypen beschreiben und zusammenfassen, dabei aber stark vereinfachen (ironischerweise kurz darauf in eurem Podcast, dann zu “Booksmart”, von Phil aufgegriffen “die Typen, die jeder aus der Schulzeit kennt”) – Filmen jedenfalls nichts Unbekanntes.
    Nichts anderes sind hier Bösewichte, Frauen und Männer. Eben in Michael Bays Stil.
    Im Gegensatz zu anderen vergleichbaren Männertruppen wie “A-Team” oder “Expendables” sind hier von Anfang an Frauen integraler Bestandteil dieser, gleichberechtigt, mit Funktion, alles andere als schwach. Klar, sie sehen gut aus – das sah Scarlett Johannson in “Die Insel” aber auch!
    Der Rest hat nichts mit “Es ist 2019!!! Kann man nicht mehr machen” zu tun; sondern sind Bay’s Versuche, Bad Guys darzustellen.
    Klar ist das Land und die Darstellung des Bösewichts klischeehaft, die Geographie passt auch hinten und vorne nicht, und genau hier bleibt Micha die Antwort schuldig, was er denn stattdessen für diese Art Film an Antagonist eingesetzt hätte. Bay nimmt seine simplifizierte Version, die aber – eben weil stereotyp – von dem Zuschauer sofort akzeptiert wird. Und auch hier bin ich bei Andi: für den Film spielt es deswegen eine Rolle, weil er sein Volk leiden lässt. Auch hier liegt die Team America Analogie auf der Hand: Nordkorea, und das entstammt ja der Realität.

    Mich würde jetzt interessieren, wie Micha tatsächlich zu “Team America” steht (denn ohne den Vergleich geht es nicht bei 6U); und falls er ihn sich anguckt den demnächst startenden “3 Engel für Charlie”; und ob er bei Kritik des Films dessen ins andere Extrem gerückte Feminismus-Keule ebenso angeht.

    Achja, und natürlich wie Phil 6 Underground empfunden hat! Bin sehr gespannt!

    Zum Schluss noch ein Link zu einer sehr interessanten Betrachtung von Michael Bay, seinen Filmen, Motiven, Ursachen: https://www.youtube.com/watch?v=pyx7YRU4trs&

  2. Hihihi
    Bin bei 14:30 – höre euch bei der Arbeit und hab da maximal eine Hand frei und telefonieren ist gar nicht drin 🙂
    6th underground hatte ich begonnen und bin eingeschlafen muss ich nochmal schauen.

  3. Hallo nerdtalker,
    erstmal ein frohes Neues Jahr und man was für eine Sendung als Jahresabschluss. Verschiedene differenzierte Meinungen zu fast allen Filmen, da macht das zuhören echt Spaß.

    Als Lehrer habe ich mich sehr über eure anfängliche Anekdote gefreut, vor allem über Phil, der immer mal wieder von einer Schulform berichtet, die kaum erwähnt wird in der Öffentlichkeit, was ich persönlich sehr gut finde, da man sso aus jeder Bildungsdebatte raus ist ;-).
    Übrigens nennen auch wir das schnelle überlegen eines Themas “Schwellenpädagogik”. Das isst für mich die höchste Form der Pädagogik, wenn es einem dabei gelingt 90 Minuten den Schüler/innen etwas beizubringen bzw. sie sinnvoll zu beschäftigen. denn mit nichts in den Unterricht zu gehen, ist echt eine Herausforderung.

    Bei 6 Underground muss ich Micha zustimmen, die Botschaft ist rassistisch und sexistsich, was ich persönlich einfach ablehne. Wobei ich sogar noch weiter gehen würde und sagen, dass Bay Menschen, außer sich und seine Freunde, generell hasst. Allein wie unsensibel mit Menschenopfern umgegangen wird ist mehr als fragwürdig und ich bin ein Freund von Actiongeballer. Aber kein Filmemacher ergötzt sich so an dem niedermetzeln von Personen wie bay hier in diesem Film (oder bei Bad Boys 2).

    Ob die Action gut ist bzw. der Film schöne BIlder hat mag ich nicht zu beurteilen, denn bei dem irren Schnittgewitter kann man nichts erkennen.

    Bei Star wars bin ich sogar der Meinung, dass Disney gar nicht vorhatte eine triologie zu planen, sondern einfach nur drei Filme herausbringen wollte. Der ersste war der Versuch Star Wars wieder den Look und feel zu geben, den Episode 1- 3 nicht hatte. Dabei geht man natürlich auf Nummer Sicher, denn es musste ein Erfolg werden. Fanpleasing par Exelance und es ist geglückt.

    Es gab aber zu Recht die Kritik, dass Episode 7 der vierten sehr ähnlich war. Da es Disney um viel Geld ging, hat man nun explizit darauf geachtet, dass es auf keinen Fall einem anderen Film ähnelt, deswegen hat man Johnson freie Hand gegeben, aber nur mit dem Hinweis, dass es auf keinen Fall dem Rest ähneln soll, geht ja um viel Geld. Ich persönlcih halte das experiment für sehr gelungen.

    Durch die nun wiederum auftretende Kritik musste Disney ja schon wieder handeln und raus kam Episode 9, der handlungstechnisch katastrophal erzählt ist. Abrahams muss ja zwei Episoden in einen Fim packen und schafft es nicht. Nebenbei soll er wieder Milliarden einspielen, Merchandise verkaufen und die Fans zufriedenstellen, die Episode 8 hassten bzw. mochten. Wie soll er da gewinnen können.

    Wenn wir eine durchdachte Triologie haben wollen, müssen wir Disney im vorfeld versprechen, dass alle Fime, egal ob sie uns gefallen, mindestens 2 Milliarden Dorllar einspielen und wir wie verrückt Merchandise kaufen. Vielleicht reicht auch ein Lebenslanges Disney PLus Abo, aber mit Merchandisekauf.

  4. @Sultan:
    Solange wir nicht Nerdtalk zu einem Schulpodcast ummünzen müssen, ist doch alles gut (wobei, Geschichten hat doch jeder von uns… ).

    Über die realen Gedanken bei Disney wird man vermutlich die kommenden Jahre und Jahrzehnte nichts erfahren. Und wenn dann J. J. Abrams Rentner ist oder die Executives bei Disney nichts mehr zu befürchten haben, dann wird ausgepackt.
    Aber das wird noch sehr sehr lang dauern…

  5. Das Product-Placement in 6 Underground war so schamlos und in einer bisher ungewohnten Häufigkeit, dass ich beim Captain Morgan Rum, gezeigt bei einer Seebestattung, abgeschaltet habe.
    Was mich im Nachhinein sehr erschreckt ist die Tatsache das wirklich ein US Millionär ohne Kongress oder Senat einen hochrangigen General im Iran eliminieren kann.
    Hat hier jemand zu viel von seiner eigenen Propaganda genascht?

  6. @butmayselche:
    Najaaaaaa… Ich bin nun eigentlich kein Verschwörungstheoretiker, sondern eher Freund von Fakten und Realist. Aber auf der anderen Seite spielt Reynolds ja keinen Millionär, sondern einen Milliardär. Und wer über mehr oder weniger unbegrenzte Geldmittel verfügt, hat sicher auch die Möglichkeiten – den Ehrgeiz an derlei “unmoralischem politischen Gestaltungswillen” vorausgesetzt – echte Experten anzuheuern. Seien es jetzt Killer, angstlose Parcourläufer oder IT-Cracks. Natürlich werden auch diese “IT-Cracks” nicht so schnell so umfangreiche Alles-Lösungen für jegliche Probleme aus dem Hintern zaubern können wie im Film, aber hey: Michael Bay ist nicht gerade für Realismus bekannt.

    Und was das Thema “ohne Kongress oder Senat” angeht. Wie gesagt sind Verschwörungstheorien nicht so meins, aber wenn ich mir mal auf Netflix “The Great Hack” (https://www.zeit.de/kultur/film/2019-07/the-great-hack-netflix-doku-facebook-skandal-cambridge-analytica) ansehe, dann möchte ich gar nicht wissen, was der eine oder andere aus der Riege der Superreichen ohne Genehmigung oder gar Wissen des Kongresses oder Senates macht. 😉

  7. Hallo Andreas…
    Du bist lustig… 😉
    Vielleicht muss ich etwas genauer erläutern was ich zuvor in zwei Sätzen geschrieben habe.
    Zum Film selbst, ja es ist ein Bay Film. Knallig bunt, super Kamerafahrten mit ungewöhnlichen Winkeln, schönen Menschen und genial in Szene gesetzten Landschaften. Um es auf den Punkt zu bringen, es ist eine Aneinanderreihung von Werbespots welche so gestaltet sind das sie eine zusammenhängende Geschichte erzählen. Lückenfüller und Träger der Emotionen ist dabei die Action, welche zwischen den einzelnen Spots platziert ist.
    Ich für meinen Teil erwarte von einem Film eine gute Balance zwischen dem Erzählen einer Geschichte und der Action die in diesem stattfindet, wobei ich Filme mit einer guten Geschichte immer bevorzugen werde. Und dieses Gleichgewicht habe ich nicht erkannt oder war nicht vorhanden. Deswegen frei nach Peter Lustig, abschalten!
    Zum anderen, also der Tatsache das die erzählte Geschichte parallelen zur Realität aufweist und mich das erschreckt hat. Ganz gleich ob Millionär, Milliardär oder Billionär, geben wir dem Kind einfach einen Namen und nennen ihn mal Donald. Und jetzt geht unser lieber Donald her definiert Gut und Böse nach seiner Vorstellung um anschließend alle Führungsspitzen in eine der beiden Schubladen zu stecken. Böse wird bekämpft, denn Gut sind wir selbst. Nach seiner Diktatur startet eine Operation. Im Film mit sexy Ladys, agilen Männern und hellen Köpfen. In der Realität wahrscheinlich ohne sexy Ladys aber mit agilen Männern und hellen Köpfen und mit noch ein paar fiesen Drohnen dazu.
    Was mich jetzt daran erschreckt ist die Tatsache das Bay anscheinend eine Art Nostradamus ist und vorhergesagt hat was passiert. Natürlich nicht eins zu eins. Genie!
    Oder er einfach nur sehr gut informiert ist und das umsetzt was gerade angesagt ist. Werbefachmann!
    Alles andere kann natürlich genauso möglich sein und ich liege sowas von daneben das Du mich mit der Verschwörungstheorie Keule vermöbeln darfst. 🙂
    Wie auch immer, dieses Mal stimme ich Michael zu, den der Film wütend gemacht hat. Mich nicht so sehr wegen der Darstellung der Geschlechter Rollen, sondern viel mehr wegen der Unverschämtheit sich in fremder Länder Dinge ein zu mischen und das so dar zu stellen das es, wahrscheinlich für die Mehrheit, in Ordnung ist um damit wieder einen kleinen Beitrag zum Mosaik des chronischen Bruchs des Völkerrechtes durch die USA zu legen.
    ganz leise
    Und jetzt kannst Du kommen und mich fragen: “Ja, in welcher Welt lebst Du denn?“.
    Dann müsste ich sagen: „Bisher, in einer sehr behüteten.“

  8. @butmayselche:
    Ah, meinen Fehler erkannt – Gefahr gebannt. Ich hatte Deine zwei Sätze auf den Film bezogen und nicht mitbekommen, dass Du – aus welchen Gründen auch immer – vom Film in die Realität geswitcht bist.

    Dass man den Film langweilig finden kann, klar: Handlung hat er nun nicht wirklich viel. Meiner Meinung nach aber viele spektakuläre Action-Szenen und gute One-Liner. Ich kann bei einem Film durchaus auch mal den Kopf ausschalten und fühle mich dann auch nicht vom Film unterfordern. Ebenso gerne schaue ich ja auch tiefgehende Dramen. Es ist mir also möglich, eine große Bandbreite an Filmen zu schauen. Übrigens auch ohne, dass es meinen moralischen Kompass verwirrt. Ich kann durchaus auch mal Filme schauen, in denen Frauen als “Hochglanz-Trophäen” gezeigt werden oder Gewalt zelebriert wird, ohne dass ich deswegen zum Anti-Feministen oder Gewalttäter werde.

    Den Vergleich, den Du zwischen dem Film und der Realität aufmachst, würde ich so nicht mitgehen. Zum einen ist der Dreh- und Angelpunkt ja eben gerade die Tatsache, dass bei “6 Underground” kein Staatsoberhaupt die Truppe anführt, sondern eben ein No-Name-Typ mit einer Menge Geld. Es geht doch eben genau darum, dass hier Privatpersonen gegen die – vermeintlichen – bösen Diktatoren kämpfen, weil Staatsoberhäupter in dieser Situation eben machtlos sind. Um es auf die Realität abzubilden: Donald Trump (oder welches Staatsoberhaupt auch immer) geht eben nicht einfach hin und liquidiert Kim Jong Un und Ayatollah Chamenei. Weil’s eben nicht geht auf dem internationalen diplomatischen Parkett. Diese private Untergrundorganisation kann es aber eben doch. (Dass der Film mal ganz die internationalen Auswirkungen außen vor lässt – geschenkt.)

    Und Michael Bay da jetzt irgendwelche Prophezeihungsqualitäten zuzuschreiben, finde ich auch nicht so dolle. Der Film wurde im Sommer 2018 gedreht und das dargestellte Szenario hat nur in Ansätzen was mit der Tötung von Soleimani zu tun. Da sehe ich persönlich absolut keine Zusammenhänge.

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