Bild: Warner Bros. GmbH

Nerdtalk Sendung 493

Es ist FantasyFilmFest in Berlin und wir beide sind natürlich vor Ort. Welche Filme wir gesehen haben und wie wir sowohl die Neuverfilmung von Stephen Kings ES und Darran Aranowskys MOTHER! empfunden haben, das hört ihr in dieser Sendung!

Gesehene Filme:

Es (orig. It; R: Andy Muschietti, USA 2017)
mother! (R: Darren Aronofsky, USA 2017)
The Autopsy of Jane Doe (R: André Øvredal, USA 2016)
Raw (orig. Grave; R: Julia Ducourneau, FR/BE 2016)
It Came From the Desert (R: Marko Mäkilaakso, CA/UK/FI 2017)
Sicilian Ghost Story (R: Fabio Grassadonia, Antonio Piazza, FR/IT/CH 2017)

Vorgestellte Filmstarts der Woche:

Kingsman – The Golden Circle

Körper und Seele

Schule, Schule – Die Zeit nach Berg Fidel

Blind & Hässlich

The Book of Henry



TIMECODES:
00:04:16.475 Filmstarts der Woche
00:18:29.236 Besucher-Tippspiel
00:23:01.756 Es
00:39:31.467 mother! (Spoiler!)
01:13:09.529 mother! - Fazit (spoilerfrei)
01:15:48.924 The Autopsy of Jane Doe
01:25:32.425 Raw
01:46:12.996 It came from the Desert
01:55:15.532 Sicilian Ghost Story
02:11:01.953 Sonstiges / Frage von Lord Gold


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9 Gedanken zu “Nerdtalk Sendung 493”

  1. Nachdem ich den Podcast jetzt zur Hälfte gehört habe, muss ich hier mal was kommentiere.
    Mother! Scheint ja ein Horror für Filmstudenten zu sein, nachdem ich Lars zugehört habe.
    Der Film kommt mit Allegorien daher und hat gewaltige Bilder und das macht ihn aus. Jedoch ist das aber wohl so schlicht gehalten, dass es anscheinend auch jeder normale Menschen versteht (was nicht stimmt) und es dadurch ja gar nicht mehr gut sein kann. Denn wenn man dafür nicht studiert haben muss, kann es kein guter Film sein.
    Und das ist meine Interpretation von deiner Meinung zu diesem Film Lars und das erschreckt mich etwas, bestätigt aber auch gleich wieder meine Meinung zu vielen Filmstudenten sie sich gerne mal für klüger halten und Filme nur dann gutheißen wenn sie ihnen mehr Spielraum für Interpretationen bieten.
    Und damit ich hier nicht einfach nur rumstänker, geb ich auch gerne meine Meinung zu Mother! wieder. Die Meinung eines unstudierten.

    Als ich im Kino saß, hatte ich keine Ahnung was mich erwartet und ich habe einige Theorien während des schauens gehabt, jedoch alle beim dritten Akt fallen lassen.
    Ich war einfach nur befristet von der Bildgewalt.
    Zuhause habe ich mich dann auf die Suche nach Antworten gemacht und ziemlich schnelle war klar, es ging um unsere Welt verpackt in der Erzählung der Bibel (in erster Linie). Im Grunde also eine Bibelverfilmung der anderen Art. Nach vielem nachdenken machte das dann auch Sinn und selbst der Regisseur hat es mehr oder weniger bestätigt. Für mich reicht das und ich finde es schön, dass es so ist. Ich brauche selbst nicht mehr und bin zufrieden. Wieso sollte man einen Film auch vorwerfen, dass er nicht bis zur Unkenntlichkeit verkompliziert wurde?

    Eines ist zumindest klar. Diesen Film kann man entweder lieben oder hassen. Eine andere Meinung ist fast nicht möglich. Und dafür liebe ich ihn.

    Du Fatzke.

    Grüße, Rinku!

  2. Da haben wir sie, die erste WG Ehekrise.

    Ich mochte mother! nach dem ersten Schauen und finde einige Metaphern sehr geschickt. Augenmerk sei insbesondere auf das Haus und dessen Aufteilung gerichtet. Was die Stockwerke symbolisieren und welche Ereignisse dort geschehen. Gerade im Keller.

  3. Rinku: Phil hat doch auch nicht Film studiert und wir haben beide inhaltlich sehr ähnliche Befunde zum Film geäußert? Mir völlig egal, ob jemand studiert hat oder nicht.

  4. Als erstes : ich habe beide Filme noch nicht gesehen aber die Besprechungen zu mother /raw habe ich inhaltlich absolut genossen! einwandfrei! toll wie ihr die Filme immer auf allen Ebenen ausleuchtet!

    klingt interessant @tobiasluca, hab immer mehr Lust den Film schnell zu sehen!!

    Vielen Dank für die Beantwortung meiner Frage 🙂 erstmal : beste Grüße zurück und ich freue mich, dass du, Lars, mit dem ollen Teil viel Spaß hast 🙂

    Eure Antworten waren definitiv sehr aufschlussreich und für mich persönlich zufriedenstellend. Mit mother gab es ja die perfekte Grundlage für die Aufarbeitung der Frage 🙂 toller Zufall
    Ich bewerte meist relativ zeitnah. Ich denke je frischer das Gefühl desto echter ist die Bewertung. Aber man muss natürlich im Genre auch da Abstriche machen… Dramen usw.

    mfg Nico

  5. Krasse Sache, ich hab Mother! weder in eine politische noch religiöse Richtung interpretiert.

    Ich setze lieber mal eine SPOILER!-Warnung:

    Für mich war das ganze wirlich “nur” eine Geschichte über einen narzistisschen Schriftsteller und die Probleme die sich für seine Frau aus seinem Egoismus und Ich-Bezogenheit ergeben. Für mich symbolisierten die Menschenmassen die da ins Haus einbrechen und alles auseinandernehmen wirklich “nur” eine Gefühlswelt die sich in der Ehefrau abspielt. Quasi dass die Dame halt nicht damit klarkommt dass ihr Mann auch von anderen so verehrt wird und sie möchte ihn eigentlich nur für sich. Oder irgendwas so in die Richtung halt.

    Wahrscheinlich beschäftige ich mich zu wenig mit Politik und Religion, so dass das für mich irgendwie gar kein Thema war. So zwischenmenschliche Konflikte bzw. Einzelschicksale interessieren mich in Filmen einfach mehr. Evtl. interpretier ich dadurch in die Geschichte gar nichts “Größeres” wie Politik und Religion rein.

    Fands also schon irgendwie heftig dass Lars im Film also wirklich so gar keinen anderen interpretatinsspielraum sieht. Ich weiß es nicht, bin da in der Filmanalyse nicht so bewandert aber fakt ist doch ja schon dass im Film eindeutig eine krisenhafte Situation innerhalb dieser Beziehung zwischen den beiden gezeigt wird. Das ist doch das was optisch gezeigt wird. Allein aus dem Grund könnte man doch schon eine interpretatin des Filmes in die Richtung “Zwischenmenschliche Probleme zwischen den zwei Leuten” auch zulassen und nicht so strikt sagen Haus = Land, Mann = Diktator.

    Phil meinte doch auch dass 2,3 andere Leute die er kennt auch andere Interpretationen des Filmes haben. Das hätte mich interessiert wenn du die auch kurz angeschnitten hättest. Weil wie Phil auch richtig einmal anmerkte macht Lars Kritik ja nur Sinn wenn seine Interpretatin des Filmes die einzig Wahre ist.

  6. Also ich logge einen Film erst am nächsten Tag bei Letterbox ein und schlaf sozusagen nochmal ne Nacht drüber bevor ich ihn bewerte. Die Wertung weiß ich allerdings schon meistens nach dem Film, tendiere dann höchstens noch zwischen nem halben Punkt mehr oder weniger.
    Wenns ums Fantasy Filmfest geht find ich eure Folgen immer besonders spannend, da waren in der Vergangenheit immer gute Tipps dabei, bin euch z.B. besonders dankbar für den großartigen “The Guest” oder “Belko Experiment” die ich ohne euch whs nicht geschaut hätte. Dieses mal ist “Raw” auf der Watchlist gelandet.
    Den Teil zu mother hab ich ausgespart aber werde den definitiv anschauen genauso wie “Es”!!

  7. Eine kleine Anregung meinerseits – bei früheren Podcasts habt ihr den Spoilertalk immer an das Ende verlegt und so war es relativ einfach diesen Teil auszusparen. Da mich euer Podcast meistens beim Autofahren begleitet, wurde ich bei der Ankündung zur Spoiler Besprechung zu “mother” mitten im “regulären” Teil etwas hektisch und bog auf den nächsten Parkplatz ab um darüber zu skippen. Falls möglich vielleicht wieder den Spoilerteil ans Ende verlegen, außer ihr haltet es dramaturgisch für wichtig!

  8. Gerade Es gesehen! Wirklich faszinierend wie die Mischung aus coming of age und horror aufging! Was für mich aber unbegreiflich bleibt : wie manche Kinobesucher es schaffen, auch über die relativ lange Laufzeit, sich ununterbrochen zu unterhalten… recht nervig!

  9. Zu Es: Die arg CGI-lastigen Horrorsequenzen sind wenig effektiv und schnell wieder vergessen (schade um Skarsgards an und für sich starke Pennywise-Darbietung, die nur in der Auftaktszene wirklich zur Geltung kommt und später mehr und mehr durch CGI überzeichnet wird), aber die einnehme Story um den Losers Club, die mich angenehm an Stand By Me erinnert hat, und die starken Jungdarsteller (insbesondere Jeremy Ray Taylor) haben mich wirklich überzeugt. Schön altmodisches Storytelling a la Spielberg (Muschietti legt es ja sowohl inhaltlich wie visuell auch voll und ganz darauf an), nicht gerade originell, aber so ein wenig wie Comfort Food: vertraut und lecker.

    Sehr viel mehr zu Es sowie Blade Runner 2049, Blade Runner und mother! schon ganz bald in der 28. Folge meines Film-Podcasts Kinokost: https://soundcloud.com/kinokost

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