Bild: Tobis Film

Nerdtalk Sendung 486

Lars hat endlich mal wieder Werner Herzog gesehen. Und wir reden endlich auch mal wieder über Games. Welche Filmstarts ihr euch sparen solltet, welche nicht und warum wir über Depressionen sprechen: Alles im Podcast.

Gesehene Filme:

Hampstead Park – Aussicht auf Liebe (orig. Hampstead; R: Joel Hopkins; USA 2017)
Stroszek (R: Werner Herzog; DE 1977)
How Much Wood Would A Woodchuck Chuck (R: Werner Herzog; DE 1976)
Alle Farben des Lebens (orig.: 3 Generations; R: Gaby Dellal; USA 2015)
Rupture (R: Steven Shainberg; USA 2016)

Vorgestellte Filmstarts der Woche:

Baby Driver

Dunkirk

The Party

Sonstiges / Links

Snubby J und seine RimbaDrums – absolut sehenswert

Lars’ Kritik zu RUPTURE auf kino-zeit

Picross für Einsteiger / Pricross für … Fortgeschrittene 😉

verbockt.com – Herr Bock schreibt über seine Depression
Die Telefon-Seelsorge: 0800 111 0 111 / 0800 111 0 222.

How Much Wood Would A Woodchuck Chuck



TIMECODES:
00:11:49.636 Filmstarts der Woche
00:21:45.628 Besucher-Tippspiel
00:26:09.804 Hampstead Park - Aussicht auf Liebe
00:38:36.174 Stroszek
00:48:55.451 How Much Wood Could A Woodchuck Chuck
00:51:59.646 Alle Farben des Lebens
01:02:06.474 Rupture - Überwinde deine Ängste
01:06:17.688 Game: The Wolf Among Us
01:15:21.625 Game: Picross
01:23:12.039 Audiokommentar: Montagesequenz
01:27:28.000 verbockt.com - Der Depressionist


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6 Gedanken zu “Nerdtalk Sendung 486”

  1. Hallo zusammen,

    da ich bereits eine Weile (2016) begeisterter Hörer bin habe ich mich nun anläßlich meines letzten Kinobesuchs, am gestrigen Tag, registriert um mein Erlebnis zu teilen und mich über den gesehenen Film “Dunkirk” zu äußern der gestern gestartet ist.

    Um mir diesen Film anzuschauen hab ich getan was ich schon lange mal vor hatte. Ich bin einige Kilometer gefahren um ihn mir in einer analogen 70mm Projektion, selbstverständlich in OV, anzuschauen.

    Ort des Geschehens war die “Schauburg” in Karlsruhe.

    Das Kino kannte ich bisdato nur von Fotos und ich habe mich wirklich sehr gefreut diese nun mal live zu erleben und mir hat es richtig gut gefallen. Ein richtig “altes” Kino so wie ich sie von früher kenne, vor Multiplexzeiten. Mit schöner Einrichtung, tollen Dekor, Nostalgie pur und dies inkl. Gong vor Start des Hauptfilms. Diesen Gong habe ich seit meinem letzen Besuch im Programmkino des Nachbarorts meiner Kindheit nicht mehr gehört und hatte richtig Gänsehaut.

    Ich saß in der letzen Reihe, direkt vor dem Vorführraum und was mir als erstes aufgefallen ist war dass man den Projektor hörte, was aber nur in stillen und sehr ruhigen Momenten der Fall war. Davon abgesehen finde ich es nicht schlimm weil es so was herrlich nostalgisches hat. Kein digitaler Schnick-Schnack sondern einfach nur das Geräusch des Projektors welcher die Filmrolle abspielt, einfach nur schön.

    Bildtechnisch konnte ich einige Unschärfen wahrnehmen die mich aber auch keinesfalls gestört haben. Diesbezüglich war eben auch alles wie früher. Soundtechnisch konnte war ich echt überrascht und hatte einen solch guten Ton nicht wirklich erwartet. In meinem Lieblingskino, welches ich seit meiner Kindheit besuche obwohl ich dafür ebenfalls eine Ecke fahren muss, ist es oftmals leider so dass die Sprachverständlichkeit aufgrund mangelnder Lautstärke arg zu wünschen übrig lässt. Gerade als ich im letzten Dezember “Rogue One” in 4k angeschaut habe war dies doch ein wirklich unangenehmer Nebeneffekt welcher das Gesamterlebnis etwas trübte. Ich sprach sogar einen Techniker, kurz nach Start des Films, direkt darauf an weil es mir zu leise war. Dieser meinte ja es hat sich noch keiner beschwert und es sei alles korrekt eingemessen und so wie es laut THX-Vorgaben sein soll was aber für mich leider nicht gut ist. Das Phänomen der Sprachverständlichkeit kenne ich auch von meinem Set-Up im Heimkino. Dort habe ich den Center ebenfalls einen kleinen Tacken aufgedreht um alles gut verstehen zu können. Ich bin da übrigens nicht alleine, meiner Frau geht es z.B. genau so. Wenn ich nur auf Grundlage der Einmessung Filme schauen würde müsste ich zu sehr aufdrehen um alles ohne Probleme verstehen zu können. Teilweise so weit dass es dann bei Effekten schon fast unangenehm rüberkommt. Meines Erachtens ein echtes Phänomen welches ich nicht ganz nachvollziehen kann. Jetzt in der Schauburg hatte ich damit aber so ganz und gar keine Probleme und alles war sehr gut verständlich.

    Soviel zum Gesamterlebnis aber leider war die Qualität des Films nicht wirklich etwas dass mir Freude bereitet hätte. Er fing sehr gut an und alleine die ersten Minuten versetzten mich umgehend ins Geschehen und ich hatte das Gefühl mir würden die Kugeln persönlich und wahrhaftig um die Ohren fliegen. Obwohl nicht soviel passierte, sprich es gab nicht viele Effekte, aber die Intensität und Anspannung war auch für mich als Zuschauer greifbar und durchaus spürbar und ich dachte noch mein lieber Mann wenn das so weiter geht wird das Ganze emotional recht anstrengend. Beim Angriff der ersten Stukas, bei dieser infernalischen Geräuschkulisse, wurde mir gleich noch eine Stufe unwohler. Kurz danach hatte es sich erledigt und irgendwann habe ich mich dabei ertappt mich tatsächlich zu langweilen. Der Film wurde ja als Film über eine Rettungsmission angekündigt, ich meine gelesen zu haben dass es sich eben nicht um einen Film über eine Schlacht handelt. Wahrscheinlich wurde dies so publiziert um falschen Erwartungen vorzubeugen. Dessen war ich mich durchaus bewusst aber auch Filme über Rettungsaktionen habe ich schon spannender erlebt als es hier der Fall war und dann wurde noch was eingebaut was ebenfalls absolut unnötig war. Falls dieses Vorkommnis zu auf Tatsachen beruht bitte ich meine Unwissenheit zu entschuldigen aber wenn nicht dann war es absolut überflüssig.

    Erschwerend hinzu kommt für mich eine Ungereimtheit bei der es plötzlich Nacht war, an allen anderen Orten war heller Tag, dann war plötzlich wieder Tag. Man muss erstmal erkennen dass verschiedene Situationen aus verschiedenen Blickwinklen, zu unterschiedlichen Zeiten, mehrfach gezeigt werden was bei mir auch einen Moment gedauert hat dies zu realisieren. Trotz allem, dieser Tag/Nacht-Abschnitt war und bleibt mir unverständlich. So sehr ich auch versuche es zu verstehen, es gelingt mir nicht und das stört mich doch ausgsprochen mehr als ich es je gedacht hätte.

    Alles in allem war ich eher enttäuscht und hatte von Christopher Nolan wesentlich mehr erwartet. In diesem Fall ist für mich leider nur ein eher durchschnittlicher Film herausgekommen der meinen Erwartungen nicht gerecht wurde, Schade.

    Von mir gibt es dafür 5/10 Punkten wobei ich bei einer 5er Skala auf die 3 gehen würde.

  2. Ich habe deinen Kommentar mal ein bisschen anders formatiert, sodass er gut lesbar ist 🙂

    Danke für die umfangreichen Ausführungen und deinen eindruck zu DUNKIRK.
    Und natürlich einen herzlichen Dank für das regelmäßige Hören 🙂

  3. Super, vielen Dank phil.

    Das Ganze war mir recht richtig peinlich aber nun entspannt es sich langsam wieder.

  4. Durchmischte Kritiken für Dunkirk? Woher hast du denn die Info, Lars? In den USA hat der Film EXTREM gute Kritiken erhalten, auf Metacritic hat er einfach mal einen Score von 94: http://www.metacritic.com/movie/dunkirk Und auch auf Rotten Tomatoes (obwohl ich auf diese Quatschseite nix gebe) hat er ausgezeichnete Bewertungen: https://www.rottentomatoes.com/m/dunkirk_2017/

    Und auch in Deutschland wurde er zumeist hochgelobt (ob nun z.B. Spiegel, Zeit oder Filmstarts). Was ich persönlich etwas schade finde – denn ähnlich wie zuletzt im Fall von Spider-Man: Homecoming kann ich die so positiven Stimmen nicht ganz nachvollziehen. Ja, ein bild- und soundgewaltiges Kinoerlebnis ist Dunkirk fürwahr, aber Nolan inszeniert die handlungszentraleren Figuren so distanziert und unterkühlt, dass man eigentlich zu keinem Zeitpunkt einen wirklichen emotionalen Zugang zu dem tosenden Kriegsgewimmel erhält. Und auch der alles dominierende Lärmteppich von Hans Zimmer war mir dieses Mal (bei Interstellar dagegen funktionierte das für mich großartig) zu viel des Guten. Im Kino sollte man diesen technisch wirklich brillant umgesetzten Kriegsfilm dennoch sehen, aber so ergreifend und mitreißend wie ein Thin Red Line oder auch Saving Private Ryan ist Dunkirk nicht mal ansatzweise.

    Mehr dazu und zu Spider-Man: Homecoming, Planet der Affen 3: Survival sowie Atomic Blonde in der neuen Folge Kinokost: https://soundcloud.com/kinokost

  5. Es gibt im Moment “Hunt for the wilderpeople” auf Netflix…

    Heute gesehen, und ich muss sagen, dass ich mindestens genauso begeistert bin wie Lars.
    Ein wunderschöner Film!

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