14 Gedanken zu “Nerdtalk Sendung 377”

  1. Hallo Lars,
    Sendung wie immer Gut.
    Jetzt zu meine Bitte: Besprecht SUPERVIXEN von Russ Meyer.

  2. Meine Tipps zu euren Tipps:
    – 5 Freunde: da liegt ihr glaube ich ziemlich daneben. Die vergangenen Teile hatten jeweils ca. 200.000 Zuschauer am Startwochenende
    – Birdman: Der Film läuft nur in 119 Kinos … der Tipp von lars daher ziemlich gut! die 200.00 von phil … unwahrscheinlich!
    – John Wick: Hier dürfte Phil ziemlich nah dran sein … realistisch!

  3. Kommentar zu Imitation Game:
    Ein guter Film, der aber eher in Richtung Durchschnitts-Biopic geht. Der Film hat nichts was ihn besonders macht.
    Hat aus meiner Sicht keine Oscars verdient, schon die Nominierung ist übertrieben.

    Birdman ist da das genaue Gegenteil, ein brillianter Film, ein Triumph der Kreativität.

  4. Lob zu dieser Sendung:
    Sie war wieder sehr gut! Eine sehr schöne Filmauswahl.

    Für nächste Woche:
    Ich freue mich besonders auf die Besprechung von SUPERVIXENS!

    Kingsmen und Inherent Vice werden auch sehr interessant.

    Kommentar zum Dilemma der Bewertungsskalen:
    – 5 Sterneskala ohne Zwischensstufen: Absolut untragbar (meiner Meinung nach)
    – 5 Sterneskala mit 1/2 Zwischenstufen: akzeptabel
    – %-Skala (0-100%): das einzig Wahre

  5. Zum Thema Kritik/Filmkritik:
    Das wird sich sicherlich nächste Woche nach eurer Sichtung von BIRDMAN nochmals diskutieren lassen, im Film ist das auch eine Thematik.

  6. Ich hatte überlegt das als Audiokommentar zu schicken und vielleicht mache ich das auch noch, aber ich denke in Textform bekomme ich meine Gedanken zum Stellenwert von Unterhaltung in der Bewertung von Filmen besser sortiert. Nachdem ich einen Film gesehen habe, stelle ich mir zwei Fragen:

    1. Hat mich der Film unterhalten?
    2. Nehme ich etwas aus dem Film mit?

    Beantworte ich beide Fragen mit Ja, stehen die Chancen gut, dass ich da einen tollen Film geguckt habe, der mich auch in den nächsten Jahren begleiten wird. So ging es mir z.B. mit Zach Galifianakis “Visioneers”. Brachialer Humor trifft auf Gesellschaftskritik.
    Beantworte ich nur die erste Frage mit Ja und die zweite mit Nein, ist es meistens auch in Ordnung. Es fühlt sich dann in der Regel nicht nach Zeitverschwendung an, weil ich zumindest etwas Zerstreuung gefunden habe. So ein Film ist z.B. “Pacific Rim”. Schnell weggeguckt, Spaß gehabt, auf zum nächsten!
    Beantworte ich nur die zweite Frage mit Ja und die erste mit Nein, wird es schon etwas haariger. Damit ich Lust habe, mich von irgendwem erleuchten zu lassen, ohne, dass es wenigstens ein Comic Relief gibt, muss ich schon in der richtigen Stimmung sein. Es klappt nur sehr selten bei mir, dass ich solche Filme mag, da manche Regisseure und Drehbuchautoren Tiefsinnigkeit mit Folter verwechseln. Ich behaupte beinahe jedes Thema ließe sich statt der bierernsten Trauerballade auch mit einem Lächeln auf den Lippen vermitteln. Bei “Perfect Sense” hat es funktioniert. Der Film ist oberflächlich nicht sonderlich unterhaltsam und kurzfristig kann er arg nerven, aber ich habe lange darüber nachgedacht und finde die Experimente darin toll.
    Beantworte ich keine Frage mit Ja, stehen die Chancen gut, dass ich eine Gurke geschaut habe. So ein Fall war bei mir “Drive”, der äußerlich auf Pseudostylisch getrimmt ist, mich aber völlig kalt gelassen hat und nach 5 Minuten hätte man ihn vergessen, wenn man sich nicht drüber aufregen müsste.

    Tendenziell sind mir also gut gemachte Unterhaltungsfilme lieber, als Streifen, die so tun, als wären sie Tiefsinnig, in Wahrheit ihre Zuschauer aber nur foltern. Eigentlich ist es doof, so ein polarisierendes Beispiel heranzuziehen, aber es passt so schön: Dieser Unterschied wird gut von Marvel und DC illustriert. Die Marvel-Verfilmungen enthalten immer auch komische Elemente, sie sind stellenweise sogar self-aware. DC macht gerne bierernsten Kram und guckt immer ganz böse, was dazu führt, dass die Filme gerne mal unfreiwillig komisch werden. Ich mag ersteres deutlich lieber, weil es weniger vorgibt etwas zu sein, das es nicht ist.

  7. Kann Lars zustimmen in Sachen Flags of our Fathers. Mir war der Film echt uninteressant was den Plot um die Propaganda anging. Die Charaktäre waren unsymphatisch und der Film in die Länge gezogen. Die Schlacht war gut, was besonders dann Interessant ist, wenn man auch die japanische Version anschaut. In der US Version sieht man zB einen Hinterhalt, in der japanischen, wo die das genau vorbereiten.

    Die japanische Version ist klar besser, ich fands auch sehr interessant mal einen Einblick zu gewinnen in den Bereich, wo es relativ wenige Filme gibt.

    Zu Jackass: Ich kann Phils Meinung nicht teilen, dass man aus Jackass rauswachsen kann. Ist zeitlose Unterhaltung, wo sicherlich nicht jede Idee zündet, aber als Gesamtkonzept sehr lustig ist.

    Und Phil, du kannst mir doch nicht sagen, dass du den Anfang mit dem Boxhandschuh im Flur oder Bams Schlangenphobie nicht lustig fandest 😉

    Den dritten solltest du dir aber auch noch anschauen. War übrigens das beste 3D Kinoerlebnis ever. Eins der ganz wenigen, wo es sich mal lohnte diese beschissene Brille aufzuhaben.

  8. Hallo Nerd-Talk-Team (Phil & Lars),

    erstmal vielen Dank für eine weitere tolle NT-Folge mit über 2 Stunden Laufzeit. Weiterer so.

    Dennoch möchte ich euch ein paar Kommentare meinerseits mitteilen.

    Zu Baymax:
    Habe den Film letzes Wochenende zum 2.ten Mal in der deutschen Synchro zusammen mit meiner 6-jährigen Nichte in 3D angesehen.
    Er ist nach wie vor eine der bisherigen Highlights des Kinojahres.
    Die Kritik von Phil, dass der Film zum Schluss in klassische Action-Erzählstrukturen verfällt, kann ich durchaus nachvollziehen. Dennoch muss man bedenken, dass die Story auch ganz klar darauf hinsteuert, dass Uni-Nerds zu Nerd-Superhelden werden und einen Bösewicht bekämpfen. Hier ist auch der Originaltitel “Big Hero 6” zutreffender.

    Zu Bewertungssytemen:
    Als erstes muss man immer bedenken, dass es sich bei einer Bewertung bzw. Kritik, immer um eine subjektive Meinung handelt.
    Ich persönlich finde eure 10 Sterne-Wertung besser, als die Letterboxed oder Amazon 5-Sterne-Wertung. Ausserdem hilft es einem persönlich mehr, wenn man den Geschmack des Kritikers kennt und evtl. Übereinstimmungen mit seinem eigenen Geschmack findet. Soll heissen: wenn dir ein Film wie z.B. “Megamind”, “Pixar’s-Die Unglaublichen” oder “Ralph reicht’s” gefällt, dann gefällt dir auch “Baymax”.

    Zum Schluss möchte ich allen Amazon-Prime-Kunden noch den Film “Nonstop” mit Liam Neeson empfehlen. Diesen gibt es seit kurzem kostenlos (als Prime-Kunde) im Stream. Der Action-Thriller ist super-spannend erzählt und fesselt von der ersten bis zur letzten Minute. Liam Neeson spielt den gebrochnen Helden wieder mal super.
    Beim Sehen hatte ich eine gewisse Ahnung, wer der Erpresser sein könnte. Und trotz dass der Film nichts neu macht, bleibt er eine uneingeschränkte Sehempfehlung.

    So, dass soll es erstmal gewesen sein.
    In diesem Sinne, weiter so!

    Euer sonst-so stiller Hörer
    Timo

  9. Erstmal: DANKE, das es euch gibt. Nerdtalk macht mir die Fahrten zur Arbeit und wieder zurück nach Hause angenehmer.

    Ich erhebe mich somit mal aus der schwarzen Masse und sage mal, für was (meiner Meinung nach) ein Film (oder auch Serien, oder auch Kunst im Allgemeinen) da ist:
    Ich möchte etwas schönes unter Unterhaltsames sehen.
    Es gibt z.B. auch FIlme, die durchaus von anderen als GUT eingestuft werden, die mich aber nicht Unterhalten, da dort Dinge passieren, die ich nicht sehen will (Kriegsfilme, Vergewaltigung, Elend, Armut).
    Dagegen kann ich mich manchmal durch sehr speziellen Humor (z.B. britischen) sehr gut unterhalben lassen.
    Auf einen Nenner gebracht: Kunst ist und bleibt Geschmacksache.

    Was mich aber reizt, ist es bei Kritiken von Filmen auf andere Sichtweisen hingewiesen zu werden.
    Kunst manipuliert eben auch und wenn ich diese Manipulation nicht bemerke bin ich dankbar darüber, dass mich jemand aufklärt.
    Das ist machmal ernüchternd, aber da muss man durch.

    Beispiel: Der Hobbit 3: Ich hätte den Film bestimmt besser gefunden, wenn nicht vorher alle über die vielen Schlachten gelästert hätten und ich schon vorab mit einem negativen Gefühl in den Film hineingegangen wäre. Klar, es war kein Herr der Ringe und auch die anderen Hobbit-Filme waren einen Tick besser. Trotzdem hat mich der Hobbit 3 verdammt gut unterhalten und ich bin gut Gelaunt aus dem Kino gegangen. Hobbit 3 (obwohl eigentlich kein guter Film): Ziel erreicht!

  10. Hey “der Theo” – cool, dass du aus der schwarzen Masse hervortrittst, vielen Dank 🙂
    Deine Sichtweise auf Filmkritik und auch “Kunst” im Film ist durchaus interessant – das zeigt auch wieder, wie vielseitig und vielschichtig das so “simple” Medium Film ist.

    @sorge100:
    Woran machst du das denn fest?

  11. Tach ihr beiden,

    ich melde mich seit einer Weile mal wieder mit einem kleinen Verbesserungsvorschlag:

    Es wäre echt angenehm, wenn ihr wahlweise in den Shownotes, oder (dafür bräuchte man natürlich m4a-files) in der Datei einen Timecode/Kapitelmarken hättet. Ihr besprecht echt viel pro Sendung und mir ist aufgefallen, dass ich z.B. die “was läuft im Kino an” Sektion immer überspringe. Ich weiß was anläuft, daher brauche ich die nicht. Wenn ich dann wild nach vorne skippe, weiß ich aber nie auf Anhieb, ob das noch Kinostarts, oder schon die Besprechung des ersten Films ist.

    Ich weiß das macht mehr Arbeit, aber es würde ja grob sowas wie:
    0:00 Begrüßung
    0:05 Kinostarts der Woche
    0:10 Lars bespricht XY
    0:18 Phil bespricht YZ
    reichen.

    Denn zusätzlich gibt es – bei aller Offenheit – auch immer wieder mittendrin Filme, die ich (und einige andere sicher auch) mir niemals ansehen werde, egal wie sehr ihr die lobt oder zerreist (hier z.B. FRAU MÜLLER MUSS WEG). Da wäre das praktisch! Würde Nerdtalk auf jeden Fall den letzten Schliff geben 😉

    Greets, jacker

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