DVD-Kritik „Feuchtgebiete“

Charlotte Roche hat 2008 ihren ersten Roman „Feuchtgebiete“ herausgebracht. Im Spätsommer 2013 kam die Verfilmung des Buches heraus, nun ist der Film auf DVD/BluRay zu haben.
Wir haben für euch den Film angeschaut – ob das Ergebnis abstoßen oder anziehend wirkt, das finden wir nun gemeinsam heraus.

Story

Helen (Carla Juri) ist 18, aber weitaus weniger sexuell verklemmt als der Großteil der Älteren. Für sie ist ein fischiger Geruch zwischen den Beinen Mittel zum Zweck, Selbstbefriedigung gehört zum Tagesgeschäft. Und weil sie allen Praktiken offen gegenübersteht, steht auch der Anus als mögliches Objekt der Begierde zur Verfügung. Deswegen rasiert sie sich auch dort.
Dummerweise ist Helen dabei unvorsichtig und holt sich eine Analfissur (oder plumper ausgedrückt: Sie schneidet sich in den Anus). Deswegen muss sie ins Krankenhaus, stationär, mit Operation. Diesen Umstand will sie gleich nutzen, um ihre geschiedenen Eltern am Krankenbett wieder zu vereinigen. Und dann ist da noch der Pfleger Robin (Christoph Letkowski), der so hässlich nun auch wieder nicht ist…

Filmposter "Feuchtgebiete"

Kritik

In unserer Filmsektion gibt es eine umfangreiche Kritik, aber hier das Fazit der Kritik, die den Film mit 5/10 Sternchen bewertet:

Eine solche Tiefe habe ich in diesem Film nicht erwartet und es hat mich positiv überrascht. Doch es bleibt dabei, dass der Film das eigene Ekelgefühl schon auf die Probe stellt – schwache Gemüter könnten den Film unter Umständen nicht zu Ende schauen…

Die DVD

Bild: 16:9 – 2.35:1
Ton: Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel: Deutsch

Der Film macht ab und zu guten Gebrauch von seinem Dolby Digital, insbesondere in einigen Wahnszenen erschreckt man sich heftig über den Rumor aus den Seiten-Lautsprechern. Dennoch bleibt der Film eine Art Drama und setzt so eher auf Film anstatt brachialen Sound. Über das Bild gibt es nichts zu meckern, ganz im Gegenteil.

Extras

Die Extras sind recht rar gesät, neben dem Filmtrailer gibt es noch ein Musikvideo der Band „Von Eden“, die zwei Songs zum Film beigesteuert haben.

Zudem gibt es ein recht gutes sechsminütiges Making-Of, das erklärt, wie dieser sehr explizite Stoff verfilmt wurde. Viele Interviews und Gedanken zum Film selbst, querbeet von Regisseur über Schauspieler bis hin zur „Urmutter“ Charlotte Roche. Ein schöner Rundumblick hinter die Kulissen, der endlich auch mal mit mehr Interviews als schlicht Filmszenen gefüllt wurde. Da wünscht man sich mehr solcher MakingOfs.

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