Filmszene aus Die Frau des Zeitreisenden

Die Frau des Zeitreisenden

Regie: Robert Schwentke, Elizabeth Tremblay, Mike Topoozian, Karl Irvine, Michael McCue
Drehbuch:
Schauspieler*innen: Eric Bana, Rachel McAdams, Michelle Nolden, Arliss Howard

Kinostart D: (FSK 12)
Kinostart US: (FSK PG-13)
Originaltitel: The Time Traveler's Wife
Laufzeit: 1:47 Stunden
Filmposter: Die Frau des Zeitreisenden

Filmkritik zu Die Frau des Zeitreisenden

Benutzerbild von andreas
4.5/ 5 von

Allein die gleichnamige Buchvorlage muss schon etwas außergewöhnliches sein, habe ich doch von unterschiedlichen Leuten schon gehört, dass sie bei der Lektüre tatsächlich weinen mussten. Eigentlich also doch beste Voraussetzungen für einen Film, dem mich dank Eric Bana in der Hauptrolle nicht wirklich viel zugetraut habe. Ich habe den „Hulk“-Darsteller noch nie gemocht und rechnete dem Film somit nicht viele Chancen zu, bei mir landen zu können. Denkste!

„Die Frau des Zeitreisenden“ hat mich richtig gepackt, denn von Anfang an hatte die Story für mich genau die Magie, die mir bei „Der seltsame Fall des Benjamin Button“ gefehlt hat. Zwar hat der knapp dreistündige „Button“ auch sehr viele unterschiedliche Aspekte aus dem „Rückwärts-Altern“ gezogen; nur haben die mich nicht wirklich berührt. Die Zeitreise-Story hingegen war irgendwie genau mein Ding. Lag es daran, dass Eric Bana nun sogar für mich mal sympathisch war? Lag es daran, dass Rachel McAdams mit ihren Rehäuglein meinen Beschützerinstinkt anspricht und somit all meine Sympathien auf ihre Seite zieht? Oder lag es an der dramatischen Story? Vermutlich lag es an all dem.

Vermutlich liegt es an den Möglichkeiten, die Zeitreisen im Film geben, aber nie in der Wirklichkeit passieren werden. Die Möglichkeit die zukünftige Freundin in der Kindheit zu besuchen, mit dem Wissen, dass man diese Frau einmal lieben wird, finde ich tödlich romantisch. Als Erwachsener in der Zeit zurückzureisen, um die eigene Mutter zu treffen, die vor Jahrzehnten gestorben ist, finde ich hochdramatisch und berührend. Und so ist „Die Frau des Zeitreisenden“ für mich ein gelungener Mix aus rührenden Szenen, lustigen Anekdoten und einer gewissen Tragik, gegen die auch das Zeitreisen nichts ausrichten kann.

Der Realist mag sich fragen, warum Henry seine Fähigkeit nicht dazu nutzt, der Vergangenheit das Wissen der Zukunft zu bescheren. Warum er das Zeitreisen nicht „für etwas Gutes für die Allgemeinheit“ einsetzt. Doch der Realist hat auch an „Benjamin Button“ keinen Spaß wenn er den umgekehrten Alterungsprozess nur auf die medizinische Unmöglichkeit reduziert.

Ich gebe zu: ich habe im Kino geweint, was doch eher selten ist. Hätte ich den Film zuhause bei einem Glas Rotwein gesehen, wäre er in einer ähnlichen „Rotz-und-Tränen-Orgie“ geendet wie seinerzeit „Million Dollar Baby“. Der Film hat mein vollste Sympathie. Ob trotz Eric Bana oder gerade wegen ihm – egal.

Die Frau des Zeitreisenden im Heimkino

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