Bild: SarahRichterArt (Pixabay-Inhaltslizenz)

Dokumentationen – Nerdtalk Top 5

Die Top5-Dokumentationen. So naheliegend und wir haben diese Top5 noch nicht gemacht. Aber das wird nun aufgeholt. Taucht mit uns ein in ein Genre, das vielfältiger ist, als man zuerst annehmen würde.



    📝 Übersicht aller Top5-Bewertungen

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    Micha
    Yoza, hier sind sie wieder, eure drei Leute, die es ganz genau wissen wollen, Andi, Phil und ich.
    Andy
    Yo, yo, yo.
    Phil
    Jetzt hast du kurz überlegt.
    Micha
    Ja, ich sag, ich sag, ich kann ja nicht in der dritten Person finden. Ich weiß nicht.
    Phil
    Nein, nein, nein, du sagst immer.
    Andy
    Immerhin hat der Esel nicht sich selbst als erstes genannt. Das ist schon mal
    gut. Das ist ein guter Start. Besser, mehr wollen wir gar nicht erwarten.
    Micha
    Das stimmt, aber auch das habe ich, glaube ich, auch noch nie gemacht in der
    Top 5, oder? Haben wir schon mal selber genannt?
    Andy
    I don't know.
    Micha
    Ich, Andi, Phil und mir. Ich traue es dir nicht zu. Nee, glaube ich nicht.
    Phil
    Nee, da gibt es andere in dieser Runde.
    Micha
    Das rollt einfach nicht so von der Zunge.
    Phil
    Ja, das ist ganz tief in dir sitzender Gentleman, der einfach den Knigge einfach kann.
    Micha
    Genau, der hin und wieder einfach durchbricht und sich denkt,
    man ey, jetzt lass mich auch mal. Mhm, genau. Ja, naja.
    Heute unser Thema, erstaunlicherweise noch nie gehabt und es fällt uns ja eigentlich
    immer schwerer, neue Themen zu finden auch, aber bei dem dachten wir so,
    stimmt Mensch, warum haben wir das eigentlich noch nicht? Nämlich Top 3 Dokus, äh Top 5 Dokus.
    Dokumentationen.
    Phil
    Michael, du musst das noch ein bisschen lernen hier. Top 3, Top 5.
    Micha
    Nee, Top 5. Top 5 Dokus. Wie heißt die Sendung hier? Top 5 oder nicht?
    Top 5. Nur Doku, sondern nur Doku. Alles klar. Nicht so Doku,
    nicht so, so Doku, sondern eine richtig geile Doku.
    Doku Film. Dokumentarfilm.
    Phil
    Ach, Film auch noch. Keine Serien, Andi.
    Andy
    Keine Radiofeatures, alles klar.
    Micha
    Nicht hier der Podcast, der total interessant berichtet über die Mauer.
    Phil
    Das haben wir vorher nicht geklärt.
    Micha
    Haben wir nicht. Ich bin jetzt einfach davon ausgegangen, weil wir müssen ja
    auch ein bisschen streiten. Geht ja auch nicht ohne.
    Phil
    Nein, nein, nein, nein. Da bin ich. Da sind wir, glaube ich, alle gut vorbereitet.
    Micha
    Ja. Also, ihr habt eure Listen startklar?
    Phil
    Ja.
    Andy
    Sichi.
    Micha
    Sehr gut. Pass auf. Dann machen wir es doch einfach mal so. Dann fängt diesmal
    Phil an, dann ich dann Andi.
    Phil
    Mhm. Mhm.
    Micha
    Mhm, mhm. Ja.
    Phil
    So, das heißt, ich komme.
    Micha
    P5, genau, ich schreibe auch schon mal hier mit. Dann Micha.
    Und wir fangen natürlich immer auf Platz 5 an.
    Wie immer. Geilste am Ende.
    Andy
    Das ist geilste am Ende. Das macht spannend, ey.
    Micha
    Naja, wirklich, wie immer, wie immer.
    Das ist hier Edge of Your Seat Entertainment, das ist hier.
    Okay, Phil, dann fangen wir mal an. Deine fünftplatzierteste,
    geilste Doku, die du kennst.
    Phil
    Ja, die Sache ist tatsächlich, also bei Dokumentation, ich habe immer so geguckt,
    was ich alles an Dokus geguckt habe und es gibt natürlich viele interessante
    Dokus, die mich auch mitgerissen haben und so etwas, die aber vielleicht irgendwie dann so,
    nur einmal ganz nett waren oder irgendwo ganz unterhaltsam waren,
    weil sie irgendwie um die Ecke gedacht haben und ich habe meine gesamten Dokus zusammengestellt,
    so ein bisschen übergreifender, dass die halt einfach so auch gewissermaßen,
    zeitlos sind und in irgendeiner Form Einblicke liefern und nicht nur so unterhaltsam. Egal. Fünfter Platz.
    Andy
    Dokus sollten schon Einblicke liefern, da hast du recht.
    Micha
    Ja, das merkst du selbst. Weil man was lernt dabei.
    Phil
    Also tatsächlich als Einstieg dafür möchte ich auf Platz 5 Sleep Paralysis anführen.
    Die Doku über Schlafparalyse, die da
    eigentlich in diese Definition super hineinpasst, weil sie einfach da mir,
    einen Blickwinkel gegeben hat, wo ich noch überhaupt gar keinen Einblick hatte
    in dem Bereich der Schlafparalyse, nie vorher gehört, groß und dann auch tatsächlich
    ganz gut umgesetzt, auch optisch und technisch und so etwas.
    Und das ist wirklich so eine Doku, wo ich heute immer noch drüber nachdenke,
    sie mir so bewusst mache und so sage, Mensch, ja, interessant,
    weil man sieht halt Menschen, wie sie Schlafparalyse haben.
    Keiner weiß so genau, woher es kommt, wohin es geht. Und dann wird auch mit
    Wissenschaftlern gesprochen, die auch so sagen, ja,
    Menschen wachen auf, sind paralysiert im Bett, können sich nicht bewegen und
    haben auf einmal Halluzinationen oder so etwas.
    aber woher das kommt, wissen wir nicht.
    Micha
    Hast du an der Doku nicht mitgewirkt eigentlich?
    Phil
    Nein, ich habe nicht mitgewirkt. Wir haben von Nerdtalk die begleitet,
    diese Produktion, also tatsächlich mit so Interviews und so.
    Micha
    Kann man die irgendwo sehen, die Doku?
    Phil
    Die gibt es meines Erachtens irgendwo in so einem Indie-DVD-Label oder irgendwie
    sowas. Da holst du mich jetzt gerade tatsächlich auf den falschen Fuß.
    Micha
    Weil es ist ja schon eher, also sag ich mal, Bis zum nächsten Mal.
    Ein Insider, Insider, Insider. Also, um nicht zu sagen, unter Ausschluss der Öffentlichkeit.
    Phil
    Umso, nein, umso schlimmer eigentlich, also umso eher, sagen wir es mal,
    eher so hat sich ja was zu suchen, dass man einfach dann auch mal darauf aufmerksam wird.
    Also, wenn man da irgendwo jetzt tatsächlich diese ganz großen Dokus nimmt,
    hier, keine Ahnung, wie heißen sie, Bowling for Columbine oder sowas,
    dann drehen wir uns ja alle auch vor Langeweile auf dem Stuhl und sagen, ja.
    Micha
    Ich muss kurz mal meine Liste umstellen jetzt.
    Phil
    Ich wusste es.
    Andy
    Super immer, wenn du andere Dokumentationen nennst. Auch so total unbekannte.
    Phil
    Ja, ganz genau. Da habe ich mir den Anspruch genommen, eben die nicht zu nehmen,
    sondern eher tatsächlich welche, die man vielleicht jetzt nicht jeden Tag im Kopf hat.
    Andy
    Michael, deine Auswahl war scheiße. Hast du gehört zwischen den Zeilen?
    Micha
    Ja, genau.
    Andy
    Das wollte er eigentlich sagen.
    Micha
    Ja, ich habe schon relativ bekannte, schätze ich, Dokus.
    Phil
    Ja, gut. Darum erläutere ich ja gerade, wie ich da so herangegangen bin.
    Und das ist dann ein Ergebnis der Sache, Sleep Paralysis.
    Micha
    Da können wir uns einstellen auf lauter Filme, die wir nie gesehen haben,
    von denen wir nie gehört haben und wo wir auch nichts gegen sagen können.
    Phil
    Vielleicht ist das Taktik.
    Micha
    Ja, ich glaube auch. Na gut.
    Andy
    Und gleich kommt noch eine Dokumentation über eine Tontöpferin aus Kirgisistan.
    Micha
    Ja, genau, richtig, ja.
    Phil
    Nee, die anderen könnte man zumindest mal gehört haben. Und bei meinem Top-One-Pick,
    weiß ich zumindest, dass wir sogar in der Talkdauer gesprochen haben.
    Micha
    Mhm, na gut.
    Na gut, dann mache ich mal weiter. Ich glaube, das könnte hier gerade mal ein
    Pick werden, wo möglicherweise Andi und ich aneinander geraten.
    Fabian auf die Welt der Amelie.
    Nee, nicht im Streit, sondern mehr so vom Ding. Ach Mist, den hatte ich auch.
    Und na ja, aber ich dachte mir, ich muss die irgendwie schon noch mit reinnehmen
    in meine Top 5. Es geht leider nicht anders. Haben wir auch in Nerd Talk drüber
    gesprochen, nämlich The Greatest Night in Pop.
    Andy
    Kannst du haben.
    Phil
    Kannst du haben.
    Andy
    Ist nicht mehr in der näheren Auswahl.
    Micha
    Ach so, okay. Ja, bei mir schon. Ich fand es eine richtig geile Doku.
    Gar nicht mal, weil man jetzt irgendwie, weil die irgendwie,
    weil ich meine, die Frage ist ja, was ist eine Doku?
    Also ist die reine Dokumentation von etwas schon eine Dokumentation oder braucht
    es irgendwie mehr und so?
    Und bei der Doku würde ich jetzt argumentieren, die dokumentiert einfach nur.
    Es gibt halt eben diese Aufnahmen von dieser einen Nacht, wo die ganzen Prominenten
    in den 80ern, den We Are The World Song aufgenommen haben, wie hieß er noch,
    USA for Africa oder irgendwie so,
    und einfach eine Kamera mitlief quasi und jemand hat sich dann die Mühe gemacht
    und das zusammengeschnitten mit so ein paar Talking Hats darüber,
    ich glaube Lionel Richie erzählt das Ganze so ein bisschen und so,
    ein paar von den Leuten, die noch leben,
    haben sie auch nochmal vor die Kamera bekommen, da ein bisschen Kontext zu geben,
    aber alles in allem ist es eigentlich nur ein,
    ja, Schaubild in einen Abend in den 80ern und ich fand das mega interessant,
    weil das sind diese ganzen gestandenen Popstars,
    die total chaotisch jetzt hier zusammengefärbt wurden, um schnell mal diesen
    Song aufzunehmen und auch sich so kleine Dramen auftun, wie jetzt so ein Bob
    Dylan total unangenehm ihm das ist, da vor anderen Leuten zu singen und so und
    alles unterwegs ist so krass.
    Andy
    Das war geil.
    Micha
    Genau, so einfach das Who is Who einfach der Musikszene in den 80ern,
    also wirklich A-Prominenz, noch und nöcher.
    Ja, war einfach eine faszinierende Doku für mich. Es war wie so ein Sog.
    Es hat mich einfach reingezogen und ich wollte nicht aufhören.
    Andy
    Jetzt kann ich hier ein Argument bringen, dass du mir nachher bei meiner Nummer
    1 komplett wieder hinten reindrücken kannst.
    Ich schreib mal mit. Ich fand die auch gut, aber das war so eine Doku für mich
    irgendwie ohne Erkenntnisgewinn.
    Und irgendwie war es für mich auch nicht so, es gibt so dieses Gefühl dieser
    Zeit wieder, aber wirklich nur in dieser kleinen Kapsel.
    Ich meine, der Titel ist ja nun echt wirklich perfekt gewählt,
    The Greatest Night in Pop, weil wenn wir uns das heute angucken,
    selbst mit allen anderen, die es heutzutage gibt, du wirst nie,
    so ähnlich viel Charisma haben, wenn du da jetzt Billie Eilish und Lana Del
    Rey und keine Ahnung wen zusammen packst, weil das waren wirklich die Popstars, die,
    Millionen Menschen begeistert haben.
    Heute ist alles sehr nischig, keiner ist mehr so allgegenwärtig wie damals dann
    Tina Turner, Joe Cocker, die Stones und keine Ahnung wer und Michael Jackson.
    Aber irgendwie habe ich das auch geguckt, fand das auch eigentlich sehr cool,
    aber irgendwie habe ich dann am Ende gedacht, ja, war jetzt geil,
    aber irgendwie so hat mir das jetzt, außer dass sie sich dann irgendwie zwischendrin
    mal Pizza bestellt haben und Bob Dylan irgendwie nicht vor anderen Leuten singen mag.
    Das war jetzt so der Erkenntnisgewinn, der mir bei einer Doku dann doch ein bisschen zu wenig war.
    Micha
    Ja, also fair enough. Deswegen hatte ich auch gesagt, also was ist eine Doku eigentlich?
    Die Tatsache, dass eine Kamera mitläuft und das dokumentiert schon Doku genug.
    Kann man natürlich argumentieren, dass das nicht ist. Für mich als Musikfan
    und so war es einfach irgendwie schon faszinierend, weil du dekonstruierst auch
    quasi so ein bisschen diesen Mythos,
    um diese Leute. Also weil, wie du sagst, das sind einfach die größten Pop-Titanen,
    die die Welt irgendwie je gesehen hat.
    Und dann guckst du das aber so und merkst du, das sind einfach ganz normale Menschen.
    Die haben auch ihre kleinen Psychosen und Macken und so und Dings.
    Und ich fand das, also das war für mich der Erkenntnisgewinn,
    dass du so dachte, krass, Popstars, they're just like us.
    Phil
    They're human.
    Micha
    Genau, human after all sozusagen, ja.
    Andy
    Ey, jetzt lach den Bob mal nicht alle aus, gib mal raus. Genau,
    der kann das eigentlich so.
    Micha
    Genau, der kann nicht vor Leuten.
    Andy
    Geht ihr mal raus eure Pizza essen.
    Micha
    Genau, genau. Nee, also von daher, das hat mir als Erkenntnisgewinn gereicht,
    um die Doku noch mit reinzuschieben.
    Aber da bin ich mal sehr gespannt, was du auf eins hast. Also, na gut.
    Ja, dann darfst du jetzt aber anfangen mit der 5 erstmal.
    Andy
    Ja, ich finde das ganz spannend, dass gerade ich, der ja eigentlich seinen Schwerpunkt
    im Leben jetzt irgendwie anders gesetzt hat, auf den besseren Platzierungen
    nur irgendwelche Musikdokumentationen hat.
    Aber ich fange an mit einer Dokumentation aus dem Bereich Sport und zwar Das Limit bin nur ich.
    Eine Dokumentation über Jonas Deichmann.
    einen absoluten Ausnahmeathleten. Vielleicht schon mal was von gehört.
    Momentan ist er, glaube ich, unterwegs an den Außengrenzen von Europa mit dem
    Fahrrad irgendwie 10.000 Kilometer unterzustrampeln.
    Ein Ausdauersportler.
    Der hat auch schon mal die gesamte Welt umrundet, indem er irgendwie 15.000
    Kilometer Rad gefahren ist, 400 Kilometer geschwommen und den Rest dann gejoggt
    ist, einmal quer durch die USA.
    und das Größte finde ich, dass er wirklich 180 Ironman am Stück gemacht hat.
    Also 180 Tage, an denen er jeden Tag die 42 Kilometer Marathon plus 180 Kilometer
    Radfahren und ich glaube 3,5 Kilometer.
    Micha
    Warum tut man sich sowas an? Ja, aber das kann nicht gesund sein. Das ist ja Junkie, ne?
    Also es ist ja einfach sozusagen abhängig von dem Botenstoff im Gehirn.
    Andy
    Naja, aber guck, das ist mehr oder weniger natürlich im wesentlich kleineren
    Format, das, was ich mir jetzt am Wochenende auch wieder zumuten werde,
    wenn ich mit dem Fahrrad 420 Kilometer nach Dänemark fahre an drei Tagen.
    Das ist dann, wo du dann irgendwann erschöpft bist und bei der Hitze und der
    Hinternschmerz und du am Ende deiner Kräfte bist, aber trotz allem dann irgendwie
    sagst, ja, aber irgendwie ist es schon geil. Das ist so dieses Runner's High.
    Der ist da anscheinend wirklich sehr süchtig nach.
    Micha
    Habe ich noch nie gehabt. Ja, weiß ich nicht.
    Andy
    Wird dir gut tun.
    Micha
    Weiß ich nicht.
    Nee, aber das ist also, weiß ich nicht.
    Das ist schon zu viel des Guten. Zu viel des Guten einfach.
    Phil
    So, aber jetzt mal kurz zurück zur Doku. Was ist da jetzt? Also das Limit bin
    nur ich. Was passiert oder was macht er? Oder ist das einfach nur so ein Porträt
    von dem Dude oder was ist hier los?
    Andy
    Das ist ein Dokumentarfilm. Ich muss mal ganz kurz gucken, weil ich habe jetzt
    mehrere von ihm geguckt. Genau, er fährt nämlich da mit dem Fahrrad einmal quer,
    durch Europa durch und will dann bis nach Wladivostok fahren.
    Kommt in Wladivostok an, fliegt dann rüber in die USA und läuft dann durch die
    USA und Mexiko, weil das alles zur Zeit der Corona-Pandemie ist,
    hat er dann seine Route geändert,
    läuft dann durch Mexiko durch und wird in Mexiko quasi sogar zum Volksheld.
    Das fand ich sehr putzig.
    Irgendwie so ein Lokalfernsehsender hat über ihn berichtet und irgendwie am
    Ende sind dann jeden Tag hunderte Leute neben ihm hergelaufen.
    Er hat da wirklich auch in anderen Ländern, die seine Sprache gar nicht sprechen,
    sehr viele Leute motiviert, Sport zu treiben. Das fand ich dann schon sehr,
    sehr cool und das wird in dieser Doku ziemlich cool gezeigt.
    Genau, also da geht es auch darum, dass er erstmal in Kroatien ins Wasser springt
    und 450 Kilometer an der Adria-Küste entlang schwimmt.
    Phil
    Wild.
    Andy
    Das heißt, er hat dann einfach nur so einen Sack wasserdicht dabei,
    den er hinter sich herzieht und irgendwo, wenn die Felsen mal nicht ganz so
    schroff sind, dann geht er dann
    abends an Land, baut da kurz sein Zelt auf oder nur seinen Schlafsack,
    isst ein bisschen was, schläft und macht den nächsten Tag dann quasi das Gleiche,
    geht wieder ins Wasser, schwimmt da wieder dutzende Kilometer und das für,
    ich glaube, 30 Tage hat er dafür gebraucht.
    Und dann mit dem Fahrrad bis nach Wladivostok und von da an dann durch Mexiko laufen.
    Phil
    Ja gut, okay, ja.
    Andy
    Fand ich schon, was man halt so macht.
    Phil
    Nö, ganz genau.
    Micha
    Was man halt so macht, echt, ja.
    Andy
    Okay.
    Micha
    Ja, hörst du nicht.
    Phil
    Oh, Jesus. Also es ist bestimmt irgendwie zum, ja, also sich das anschauen und
    zu sagen, wow, dass Menschen, das sie durchhalten, da noch Spaß dran haben und
    so etwas, ist das glaube ich schon interessant sich anzuschauen.
    Wenn man dann natürlich so vielleicht sogar ein bisschen mitfühlt und irgendwo
    dort in dieser Szene drin ist oder sich zumindest der so peripher anhängig fühlt,
    dann mag das tatsächlich echt ganz mitreißend sein.
    Andy
    Ja, fand ich schon. ist auf alle Fälle ein Charakter.
    Micha
    Na gut, naja.
    Phil
    Okay, cool.
    Micha
    Phil, kommst du wieder, Platz 4.
    Phil
    Ganz genau. Bei mir geht es auch international jetzt quer einmal um die Welt,
    fast auf die andere Seite der Welt.
    Es geht um Total Trust, eine Dokumentation über China und den Überwachungsstaat in China.
    Super, super interessant, weil wir wissen alle in irgendeiner Form,
    ja, China, Überwachungsstaat und so.
    Und diese Dokumentation geht da dann halt einen näher ran und interviewt Familien, wo auf einmal,
    morgens oder auch nachmittags einfach die chinesische Polizei vorbeikam und
    einfach den Vater mitgenommen hat, ohne Begründung und ohne alles.
    Oder wo Menschen sich dann, weil sie gewissermaßen opportunistisch unterwegs
    sind, sich da wirklich dann vor dem Überwachungsstaat verstecken müssen.
    Wie die chinesische Justiz tatsächlich ganz offen.
    Wohnungen belagert und darauf wartet, dass irgendwie eine Person die Wohnung
    verlässt, weil in die Wohnung dürfen sie rechtlich nicht, aber sie wollte diese Person haben.
    Also belagernd über Tage und Wochen halt diese Wohnung, weil irgendwann muss
    dieser Mensch ja raus und da so nah dann dran zu sein, dass wirklich mal außer
    diesem, ja China und Überwachungsstaaten, die sehen alles, das wirklich mal mit,
    betroffenen Menschen zu sehen und da wirklich in Anführungsstrichen live dabei
    zu sein oder Liveaufnahmen davon zu sehen, das ist nochmal eine ganz andere
    Nähe zu diesem dann doch recht abstrakten Thema.
    und man hat vielleicht hier oder da so zwei, drei Dokus schon über dieses Thema gesehen.
    Aber das war eine für mich, die sehr beeindruckend war in ihrer Machart und
    auch den Leuten, die sie begleitet und halt auch diesen Maßnahmen, die man da so sieht.
    Micha
    Ja, ist gut, dass es so eine Doku gibt, also gleichzeitig, aber auch.
    Ist es ja vielleicht auch,
    ich will jetzt nicht sagen heuchlerisch, aber vielleicht sollte man auch mal
    ein bisschen hingucken, also man muss ja nicht nach China reisen, um zu schauen, dass,
    das Thema Datenschutz und Überwachung auch in der westlichen Welt durchaus anfängt zu irridieren.
    Und da sind solche Dokus natürlich sinnvoll als Weckruf.
    Wäre aber schön, wenn die dann vielleicht auch ein bisschen,
    Wirkung zeigen würden.
    Phil
    Ja, auch da werden wir vielleicht.
    Micha
    Das kann man jetzt der Doku nicht sozusagen anlasten. Also das ist jetzt nicht
    die Aufgabe der Doku, aber ich denke mir so, ja China und so.
    Weil ich meine, ich komme da jetzt drauf, nämlich weil John Oliver hatte jetzt
    in seiner Sendung neulich halt eben auch das Thema Überwachungsstaat und Amerika und so.
    Und das war schon erschütternd so. Also da gibt es ja wirklich so ein Kameranetzwerk,
    ich weiß gar nicht wie der Hersteller heißt. Da gibt es so ein System,
    auf das sich quasi die Polizei beruft, was halt auch Innenräume filmt und alles.
    und die Daten einfach so abrufbar sind von jedem, also von den Polizisten,
    Mitarbeiter, wie auch immer. Und du denkst dir so,
    Das ist irgendwie falsch abgebogen auch.
    Phil
    Ja, vielleicht ist das dann tatsächlich auch ein Weckruf, so nach dem Motto,
    wenn man da das extrem gesehen hat,
    sieht man, was auch, also auch da wieder so Datenschutz und so etwas,
    da werden dann irgendwelche Schreckgespenste in die Luft gemalt und es ist irgendwie abstrakt, ja.
    Im Grunde wie Klimawandel irgendwie abstrakt ist und jetzt merkt man,
    der ganze Scheiß wird warm, dieser ganze Scheiß, wir haben Katastrophen,
    Menschen sterben Und dann bekommt das auf einmal eine Griffigkeit.
    Und das ist hier vielleicht dann bei Datenschutz und Überwachungsstaat dann,
    ähnlich, dass gerade wir da auch noch so sitzen und sagen, ja,
    hat nichts und ja, sollte man nicht machen.
    Micha
    Wenn man es merkt, ist es zu spät.
    Phil
    Genau. Und da sieht man halt, wie weit das auch nicht nur mal so mit einem Schreckgespenst
    die Luft gemalt ist, sondern wie krass das halt tatsächlich schon gelebt wird in anderen Ländern.
    Andy
    Phil, du kleiner Lump, jetzt muss ich meine, ich habe gerade noch gesagt,
    ich habe so viel mit Musik zu tun, aber jetzt muss ich tatsächlich noch eine
    Doku, die mir gerade in den Sinn kommt, nochmal auf diese Liste raufsetzen.
    Micha
    Da bin ich mal gespannt, vielleicht bringe ich sie ja jetzt.
    Phil
    Also aufgeschreckt, nein, das hatte ich tatsächlich schon vorbereitet,
    aber wer die Doku sehen möchte, die hat hier in Deutschland den Titel,
    was China der Welt nicht zeigt.
    und ist eine Doku, die man bei Arte gucken kann. Arte Mediathek beziehungsweise
    YouTube-Channel oder einfach Total Trust und Arte suchen, dann findet man das.
    Micha
    Ja, Total Trust ist ein bisschen griffiger, ne?
    Phil
    Ja, ne? Was China der Welt nicht zeigt, klingt ein bisschen arg schwer.
    Micha
    Bisschen so nach so einem schlechten YouTube-Video.
    Andy
    Ja, sind wir wieder bei den schlechten deutschen Titeln.
    Phil
    Oh ja.
    Micha
    Ja, genau, so sieht es aus.
    Ja, Thema Datenschutz und Überwachungsstaat, da habe ich eigentlich auch eine
    Doku, die ist jetzt bei mir auf A4.
    Die hat wahrscheinlich keine besonders gute Halbwertszeit, weil dieses ganze
    Thema sich sehr schnell entwickelt und was heute irgendwie die Alarmglocken
    schrillen lässt und so ist morgen vielleicht schon wieder irgendwie kalter Kaffee und so.
    Nichtsdestotrotz fand ich, hat sie das Thema sehr gut aufbereitet,
    nämlich das Thema oder die Doku ist The Social Dilemma.
    Phil
    Oh ja, bin ich auch zwei, drei Mal drüber gestolpert.
    Micha
    Genau, weil die hat dieses Thema einfach soziale Medien, ja irgendwie Abhängigkeit
    von sozialen Medien, aber halt auch Manipulation,
    emotionale Informationsmanipulation und so in sozialen Medien sehr gut aufgearbeitet
    und wie wir quasi uns immer mehr in so unsere Blasen radikalisieren einfach.
    und die hat das halt so gut gemacht, dass das auch für einen Laien verständlich
    ist. Also auch meine Eltern haben die geschaut und waren danach so,
    ja krass, sollte man vielleicht aufhören mit Social Media.
    Ja, gerade just heute schickt mir meine Mutter schön einen Screenshot von irgendeinem
    AfD-nahen Scheiß-Account, der irgendwie behauptet, die Bahn hätte aufgegeben
    und schützt die Reisenden nicht mehr und ist alles wegen den Ausländern ab.
    Und ich denke mir so, boah. Und sie so, wie soll man sich da noch schützen?
    Und ich so, vielleicht schützt du dich einfach damit, dass du nicht mehr so
    Scheiß-Accounts folgst. So, das wäre schon mal ein guter Anfang.
    Ja, aber, ne, also das ist dann halt der kurze Weckruf, ne, da sind wir wieder
    beim Thema und man denkt so, boah, ich fasse nie wieder mehr Instagram an.
    So, bumm, halbe Stunde später bist du wieder bei Instagram, so, ne.
    Aber, ja, die hat schon was losgetreten auch bei mir, wo ich so dachte,
    hm, sind wir da auf dem richtigen Pfad unterwegs eigentlich?
    Weiß ich nicht. Glaub nicht.
    Andy
    Richtig. Ich freue mich gerade, dass du wahrscheinlich gedacht hast,
    die hätte ich auch im Sinn. Aber ich habe eine etwas abseitigere Dokumentation im Sinn.
    Micha
    Ich bin halt eine Mainstream-Schlampe, was du gesagt hast.
    Andy
    Die man vielleicht nicht so gleich auf dem Schirm hat.
    Micha
    Na gut.
    Phil
    Ist das jetzt dein Platz 4 oder was?
    Micha
    Nee.
    Andy
    Mein Platz 4 ist eine Dokumentation, so eine der ersten, glaube ich,
    die ich im Kino sogar gesehen habe. Und zwar aus dem Jahr 2004.
    Super Size Me.
    Phil
    Oh, ja.
    Andy
    Ja, das war eine Sache, das wird heute gerne als YouTube-Format gemacht,
    so nach dem Motto, ich ernähre mich 30 Tage lang nur von McDonald's und guck
    mal, was es mit meinem Körper macht.
    Und das war damals noch ein ziemlich neues Format, da hat also einer sich wirklich
    hingesetzt und gesagt, ich esse jetzt 30 Tage morgens, mittags,
    abends nur Sachen, die bei McDonald's auf der Karte stehen.
    Und immer wenn die fragen, ob ich das Menü als Supersize haben will,
    dann werde ich sagen ja. Und an den Tagen werde ich auch nie mehr als 5000 Schritte gehen.
    Und dann gucke ich mal, was das mit meinem Körper macht. Damals war das noch sehr innovativ.
    Heute gibt es ja letztlich kaum noch einen Tag, wo nicht irgendwie STRG F oder
    das Y-Kollektiv irgendwie eine ähnliche Dokumentation macht,
    die dann vielleicht nicht gerade Spielfilmlänge hat, aber in die gleiche Richtung geht.
    Ich probiere irgendwas aus, ich mache irgendwas. Oder hier The Changeman.
    Josef The Changeman. Das ist ja nun eigentlich der, der quasi alles schon ausprobiert
    hat. 30 Tage vegan, 30 Tage Yoga, 30 Tage schlafen.
    Phil
    Mich schlafen, ganz genau. Ja, voll krass.
    Andy
    Den kann ich sicherlich auch nicht mehr empfehlen. 30 lebt er noch?
    Nein, 30 Tage nicht schlafen.
    Oder was weiß ich hier, alles, mein ganzes Hab und Gut total reduzieren,
    Sachen wegschmeißen, dass ich
    wirklich nur noch das habe, was ich wirklich ganz, ganz dringend brauche.
    Er verliert in der Infobox. Der dann wirklich so weit geht, dass er auch,
    er ist ja nur Freiberufler, dass er seine Experimente so weit treibt,
    dass ihm vielleicht auch irgendwelche Projekte dann flöten gegangen sind,
    weil er sie halt nicht in sein jeweiliges Experiment einbringen konnte,
    weil er gerade sagt, ich arbeite jetzt gerade nur mal drei Stunden am Tag und,
    für das Projekt müsste ich länger arbeiten und so weiter und so fort.
    Also der zieht das auch immer sehr, sehr gut durch.
    Sehr kompakt, auch immer mit sehr viel Information.
    Und ähnlich war es dann halt auch bei Super Size Me. Also dass man dann wirklich
    nochmal schön aufgezeigt kriegt.
    Zum einen, was macht das alles mit deinem Körper? Und zum anderen aber auch,
    wie tief ist denn McDonalds eigentlich in der Ernährung der USA verankert?
    Also dass man da dann wirklich sieht, dass Schulmensen von McDonalds betrieben
    werden, dass du dir dann in der Pause da deinen Cheeseburger holst,
    wo du dir damals noch an den Kopf gefasst hast. Alter, gibt's das?
    Und heutzutage weiß ich nicht, ob wir da so weit von entfernt sind.
    Nur, dass es wahrscheinlich viele jetzt nicht in der Schule holen,
    sondern sagen, ey komm, wir gehen in der Pause mal rüber, holen uns einen Döner.
    Micha
    Ja, also Super Size Me war zu seiner Zeit natürlich ein Brecher an Doku.
    Also da hat ja wirklich jeder drüber gesprochen. Das war auch so ein Pre-Internet
    oder Pre-Social-Media-Ding ja auch noch, was sich wirklich so verbreitet hat
    über, hast du diesen Film gesehen und Leute sich das quasi so erzählt haben,
    im Real Life und nicht auf Twitter.
    Und von daher, ja, also erfolgreiche Doku und so, ist allerdings im Nachgang
    deutlich in Verruf geraten.
    Also ich weiß nicht, ob du das auf dem Schirm hast, Aber die hatte ja dann noch
    einige Makel, die auch nicht so einfach zu übersehen sind, unter anderem,
    und ich gebe es jetzt vielleicht nicht ganz korrekt wieder, aber unter anderem,
    dass Morgan Spurlock, der ja diese Doku gemacht hat,
    auch ein Alkoholproblem hatte und dann auch während der Doku dann wieder getrunken hat.
    Und das verwässert dann natürlich die Ergebnisse auch ein bisschen.
    Andy
    Naja, verwässert nicht. Nein.
    Micha
    Okay.
    Andy
    Wäre besser gewesen.
    Micha
    Ja, aber weißt du, was ich meine? Also es ist halt nicht ganz so schwarz weiß,
    glaube ich, wie die Doku das so darstellt und so reißerisch.
    Was natürlich außer Frage steht, ist, dass jeden Tag sich von McDonald's für
    Ernährung natürlich nicht gut ist. Gar keine Frage.
    Und auch dieses Thema Verankerung von McDonald's in der amerikanischen Lebensmittelindustrie
    oder Fast Food insgesamt, alles kein Thema.
    Aber wie gesagt, im Nachgang wurde die Doku dann doch ein bisschen kritisch betrachtet noch.
    Andy
    Okay.
    Micha
    Das habe ich nie mitgekriegt so. Nee, da gab es ein bisschen...
    Rabatz. Dissens, genau.
    Andy
    Bambule.
    Micha
    Bambule, genau. Ja, na gut, vielleicht begegnet uns Super Size mir ja in einer
    der anderen Topfische nochmal demnächst. Mal gucken.
    Phil
    Okay.
    Micha
    Mal gucken, ja. Na gut, Phil, du bist dran.
    Phil
    Mein Film hat kein Bambule gemacht und steht auch nicht in irgendeiner Form
    in einem anderen Licht, als er 2021 veröffentlicht wurde.
    Ganz im Gegenteil, der wurde bei der Berlinale sogar ausgezeichnet.
    Und zwar ist es die Dokumentation Herr Bachmann und seine Klasse.
    Eine Dokumentation über Herrn Bachmann als Lehrer.
    Und seine Klasse.
    Andy
    Ich hab's gewusst.
    Phil
    Hast du auch schon gesehen.
    Andy
    Checker, ey.
    Micha
    Irre für unser Titel.
    Phil
    Ja, ja. Und tatsächlich ist das eine Klasse irgendwo, jetzt muss ich nachlesen,
    aus Stadt Allendorf in Mittelhessen.
    Und das ist so eine Industriestadt mit ganz hohem Anteil von Bewohnern ausländischer Herkunft.
    Und Herr Bachmann hat halt in seiner Klasse tatsächlich Schüler und Schülerinnen aus zwölf Nationen.
    Und wir sehen einfach in dieser Doku, die dreieinhalb Stunden geht,
    einfach nur, wie er mit diesem,
    um jetzt mal so einen Begriff zu nutzen, diesem Schmelztiegel der Nationen umzugehen
    oder es schafft, da umzugehen.
    Und dann wirklich, es schafft verschiedene Kulturen, Wertesysteme und so etwas
    übereinander zu bringen.
    Keine Ahnung, dass dann, dass das Kind bringt einen Döner mit und alle essen
    auf einmal, was heißt auf einmal, aber alle essen Döner und darüber kommt man
    irgendwie so in die Esskultur verschiedener Menschen rein.
    Oder es gibt so eine ganz tolle Szene, wo ein Junge muslimischen Glaubens es
    nicht wertschätzen konnte, dass jetzt eine Mitschülerin wirklich eine ganz tolle
    Hausaufgabe abgeliefert hat, weil er einfach sagt, nee, Frauen sind.
    Die lobt man nicht, die machen nichts gut, wir Männer sind die Starken.
    Und all diese Konflikte, die da ja irgendwo auch schwelen, gerade natürlich
    bei Kindern, die auch noch sehr impulsiv damit umgehen und so etwas,
    das schafft Herr Bachmann ganz, ganz toll pädagogisch zu begleiten.
    Das ist eine großartige, warme, liebenswürdige Doku über die Wertschätzung auch
    natürlich von Menschen, aber auch irgendwo so der,
    Multikultur, Multikulti und tatsächlich so dieses, du bist ein Mensch und du
    bist okay als Mensch und wir alle leben als Mensch.
    Großartige Doku, wirklich ganz, ganz toll.
    Micha
    Du sagst das jetzt so, also das würde mich jetzt schon interessieren,
    also ist die Doku so Friede, Freude, Eierkunden oder so oder geht die auch ein
    bisschen rein in so, sag ich mal, Problemfelder?
    Weil ich meine, das klingt jetzt so,
    als wäre da ja schon durchaus Sprengstoffpotenzial irgendwie thematisch.
    Phil
    Nein, also es gibt immer wieder Sprengstoffpotenzial, aber der Herr Bachmann,
    fängt das in der Regel relativ frühzeitig schon ein, indem er im Zweifel auch
    Grenzen aufstellt und sagt, nein, so läuft das hier nicht.
    Oder eben tatsächlich, dass da zum Beispiel die Wertschätzung für eine junge
    Frau nicht da ist, für eine junge Mitschülerin, das diskutiert er dann mit der
    Klasse und dem Jungen dann auch wirklich aus und dann fängt er an zu reflektieren und sowas.
    Also es geht nicht darum, die schlagen sich dann nicht. Er muss dann nicht in
    irgendeiner Form dazwischen gehen.
    Micha
    Nee, es geht nicht um Action-Szenen oder so, sondern einfach,
    dass man vielleicht auch mal, ich weiß nicht, ob die Doku jetzt gesellschaftlich
    vielleicht auch mal beleuchtet. Ja,
    wie ist das eigentlich mit so vielen ausländischen Kindern in der Klasse?
    Du hast es ja gerade aufgezeichnet, was sind die Problemfelder und so?
    Das scheint die Doku ja zu machen, aber ist da auch so ein bisschen Reality-Check
    drin? Oder ist das so, nee, wenn wir uns alle lieb haben, dann funktioniert das?
    Phil
    Es ist eine Doku, es ist Reality.
    Also es ist nicht Friede, Freude, Eierkuchen, sondern es ist ja genau das,
    dass er versucht, diese gesamten Kulturen und Sichtweisen übereinander zu bringen
    und das birgt immer wieder mal kleines Konfliktpotenzial, aber es ist halt am Ende...
    Da ist halt ein Pädagoge, der irgendwie 30 Jahre lang auch da tatsächlich in
    diesem Bereich unterwegs ist, das heißt, der fängt das schon gut ein und begleitet das dann halt,
    tatsächlich pädagogisch, indem er jetzt nicht sagt, ja, jetzt fasst euch mal
    an die Hand und umarmt euch und alles wird gut, sondern der ist dann wirklich
    durchdiskutiert und mit den Kindern irgendwo erarbeitet,
    dass manche Sichtweisen vielleicht irgendwie zumindest hinterfragenswürdig sind.
    Also warum kannst du als Junge nicht auch mal ein Kopftuch aufsetzen?
    Also das Mädel, das möchtest du ja aufsetzen, das sieht doch eigentlich auch
    ganz hübsch mit diesem Kopftuch aus, oder?
    und dann so, ja, ja, schon und dann traut sich dieses Mädchen auch mal das Kopftuch
    weiterzugeben und dann hat er am anderen Tag zwei weitere Kopftücher und sagt,
    komm, wir machen jetzt hier mal,
    gucken wir uns alle mal mit Kopftüchern an und so tut er einfach was für sehr, sehr viel,
    Toleranz, für Toleranz, Verständnis anderer Kulturen und nicht dieses Abgrenzen
    andauernd, sondern dieses, ey, lass mal neugierig herausfinden,
    was die anderen Kinder uns auch noch zu erzählen haben, wo du vielleicht nichts
    von weißt, wo du was lernen kannst, wo du was Neues siehst.
    Micha
    Und das geht dreieinhalb Stunden?
    Phil
    Das geht dreieinhalb Stunden.
    Micha
    Uff.
    Phil
    Und das funktioniert hervorragend.
    Micha
    Okay.
    Phil
    Das funktioniert wirklich hervorragend. Wurde da bei der Berlinale ausgezeichnet,
    wie gesagt, irgendwie mit einem silbernen Bären oder sowas.
    Und genau, silbernen Bären. Und kann man 24-7 tatsächlich in der Mediathek der
    Bundeszentrale für politische Bildung abrufen.
    Genau, also großartige Doku ist natürlich mit dreieinhalb Stunden echt ein Brecher
    und ich weiß noch, ich habe sie jetzt auch nicht on block gesehen,
    diese Doku, aber Herr Bachmann ist unfassbar sympathisch und offen und mit den
    Kindern und also das Britzeln macht es natürlich aus.
    Du guckst diese Doku natürlich so ein bisschen auch, weil du sagst,
    boah, da ist so viel Konfliktpotenzial, da ist so viel Culture Clash.
    Und dann ist es sehr bemerkenswert, wie er das dann da managt und in irgendeiner
    Form für Offenheit und Toleranz bei den Kindern wird.
    Micha
    Na gut dann mach ich mal weiter jawollo, mach mal,
    mein Platz 3, also ich guck grad auf meine Liste und ich merke,
    ich hab eigentlich so verschiedene Doku-Genres eigentlich abgedeckt also auf
    jedem Platz ist was anderes wir hatten ja eine Musik-Doku bei mir dann Gesellschafts-Doku,
    und dann jetzt mal meine einzige Sport-Doku auf dieser Liste oder Sportler-Doku tatsächlich,
    und zwar Senna ah Ja, die Dokumentation über, ich weiß nicht mehr,
    wie der Regisseur hieß, aber die,
    Dokumentation über Ayrton Senna, den Formel-1-Rennfahrer, der tödlich verunglückt
    ist, irgendwann in den 90ern, glaube ich.
    Andy
    Habe ich damals live gesehen.
    Micha
    Ich glaube, ich auch. Imola oder so, ne? Kann das sein?
    Ja. Genau, habe ich, glaube ich, auch damals live gesehen. Ich war aber,
    glaube ich, noch so jung, dass mich, das habe ich irgendwie nicht so...
    Ja, irgendwie nicht richtig verarbeitet damals. Das war so, ja,
    okay, da ist halt einer irgendwie verunglückt.
    Phil
    Ja, wie es heute ist.
    Micha
    Ja, und diese Doku ist wirklich herausragend und ich habe die tatsächlich mehrmals auch gesehen,
    weil das für mich so ein Paradebeispiel von einer Doku ist, die es schafft,
    jemandem einen Eindruck davon
    zu vermitteln, wer dieser Mensch war und wie diese Person getickt hat.
    Und dass es eigentlich nur so kommen musste eigentlich, weil der einfach geboren
    war für die Rennstrecke.
    Also ich will jetzt nicht dieses blöde Benzin im Blut so bemühen,
    aber es ist einfach so, wenn du dir diese Doku anschaust, du verstehst einfach
    das Alpenzenner einfach, das war sein Ding.
    Also Rennfahren, es gab nichts anderes links, nichts anderes rechts,
    das war einfach alles für die Craft und für sozusagen die Kunst und ja, dieses Talent und,
    die Machart dieser Doku, also wie die so echte,
    also oder Footage von damals irgendwie so zusammenschneidet und auch der Soundtrack,
    der da benutzt wird und alles, das ist einfach eine Doku, die reißt einen so
    mit und die ist einfach auch richtig schön gemacht und richtig schön anzusehen
    und einfach auch so audiovisuell total spannend,
    ja, dass die einfach mit in meine Töpfen gehört.
    Also Senna ist für mich eine absolute Top-Doku.
    Phil
    Es ist auch, es ist eine dieser Personen, die wahrscheinlich auch noch in,
    keine Ahnung, 50 oder Jahren da,
    noch eine gewisse Strahlkraft haben, weil einfach, wie du so sagst,
    diese Person hatte einfach, war fürs Rennen geboren und es gibt halt so andere
    Menschen oder auch in der Musik und so etwas, wo man einfach sagt,
    okay, da spricht man irgendwo noch,
    lange Zeit von und Senna ist so einer.
    Micha
    Ja, genau, einer der ganz Großen.
    Phil
    Ja.
    Micha
    Genau, Koryphäer, genau. Oh,
    auch ein schönes Wort. Ja, auch ein schönes Wort, genau. Ja, also Senna.
    Phil
    Ja, tatsächlich, ist das jetzt, wie ist denn das aufgemacht?
    Ist das viel Originalmaterial? Ist das viel Talking Heads oder wie ist das?
    Micha
    Im größten Teil Originalmaterial. Ich glaube, es gibt ein paar Talking-Hats,
    aber ich bin nicht sicher.
    Aber das größte Meister davon ist irgendwie Originalmaterial,
    aber es ist halt auch geschnitten. Also auch das Originalmaterial ist quasi behandelt,
    wie sozusagen Rohmaterial, aus dem man dann was Neues schafft und so.
    Und es sind aber auch sehr viele Privataufnahmen. Also es ist nicht nur irgendwie
    hier das Rennen und das Rennen, sondern es gibt dann auch irgendwie,
    weißt du, Aufnahmen von ihm irgendwie, weißt du, am Ferien machen und irgendwie so.
    Ja, gibt einem schon einen sehr guten Einblick da rein, wer das so war als Mensch.
    Phil
    Und das dreht sich nicht nur irgendwie um seinen Tod und irgendwelche Theorien und so.
    Micha
    Nee, nee, nee, es dreht sich eher um sein Leben.
    Phil
    Ja, okay.
    Micha
    Also es geht wirklich darum, wer ist das? Nicht hier von wegen,
    öh, wie ist der verunglückt oder so, sondern er ist halt verunglückt.
    Also es ist halt kein Sport. So passiert halt. Ja.
    Phil
    Verstanden.
    Micha
    Ja.
    So, Andi, deine Nummer drei.
    Andy
    Das Thema Social Media gerade schon mal mit seiner China-Dokumentation.
    Micha, du hattest ja auch schon, wie heißt es, The Social Dilemma,
    The Social Media Dilemma erwähnt.
    Und einer, den man vielleicht nicht so auf dem Schirm hat, aber den ich auch
    sehr beeindruckend fand, war The Great Hack. Oder auf Deutsch Cambridge Analytica's Großer Hack.
    Phil
    Oh ja, oh ja.
    Andy
    Weil der hat einem die Augen geöffnet. Der hat jetzt eine andere Herangehensweise.
    Dieses Social Media Dilemma ging ja eher so um diese persönliche Erfahrung,
    was Social Media mit einem macht und welche Tricks Leute nutzen,
    um dich bei Social Media zu halten.
    Und bei dem geht es jetzt eher darum, welchen Einfluss man durch dieses ganze
    angesammelte, diesen Datenschatz auf Politik nehmen kann beispielsweise.
    Also die Firma Cambridge Analytica hat viele Datensätze von Facebook genommen,
    als Drittanbieter und hat darauf dann seine Kampagnen aufgebaut,
    und in dieser Dokumentation dreht sich alles um.
    Eine Frau, die als sehr hohe Angestellte dort gearbeitet hat und zwar Brittany
    Kaiser bei der SCL Group, der Tochterfirma von der Cambridge Analytica.
    die dann in Thailand gespottet wird, weil sie sich da als Whistleblower zur
    Verfügung stellen will, um mal zu zeigen, was denn alles auf das Konto dieser Firma geht.
    Und da stellt sich dann raus, dass der Brexit zu großen Teilen auf Cambridge
    Analytica's Zutun zurückgeführt werden kann.
    Ich glaube dann Indonesien, die Präsidentschaftswahlen, ich glaube Venezuela,
    Uruguay, also da wurden wirklich viele, viele Sachen genannt, wo du dir denkst,
    Es geht ja nicht immer darum, Leute von irgendwas absolut zu überzeugen und
    zu sagen, hier, du hast jetzt den und den zu wählen, sondern,
    du nimmst einfach den Datenschatz von den Leuten, kannst daraus analysieren,
    was sind ihre Bedürfnisse, was ist für diese Person wichtig und dann.
    Nutscht du diese Person einfach nur in so eine Richtung, weil du weißt,
    wo du bei ihr so ein kleines bisschen Einfluss nehmen kannst,
    um sie vielleicht in die eine oder andere Richtung zu stupsen. Mehr unbewusst.
    Micha
    Der Finger ein bisschen auf die Waage gelegt.
    Andy
    Genau. Und das wird hier einfach mal wirklich schön, schön ausgebaut.
    Es geht nicht darum, dass da Anzeigen geschaltet werden, wählt Donald Trump,
    sondern es geht darum, das ist eine Person, die hat ein Problem mit Migranten.
    Ja, es gibt natürlich die Möglichkeit, eine Mauer zu wählen.
    Ich weiß ja nicht, wen du jetzt wählen willst, aber ein bisschen überzogen gezeigt.
    So wird dann wirklich Einfluss genommen, weil du weißt, wo ist der Sweet Spot
    von den Leuten, wo kannst du...
    ihre Bedürfnisse spotten. Und das machen wir uns, glaube ich,
    alle viel zu selten bewusst, dass wir alle diese Punkte haben und uns immer
    fragen müssen, wie kommt es denn, dass irgendwie diese oder jene Sache mir jetzt
    gerade hier vorgeschlagen wird.
    Micha
    Ich sehe das an meinen Screenshots, die meine Eltern und mir schicken können.
    Da habe ich mir so, ah ja, live in action, die Manipulation.
    Andy
    Gestern hatten wir auch wieder so ein gruseliges Ding, da ging es darum,
    ein neues Medikament verschrieben zu kriegen.
    Gibst du bei Gemini ein, hier, was sind die Vorteile, was sind die Nebenwirkungen,
    sag mal schnell, ohne jetzt irgendwie einen persönlichen Kontext herzustellen.
    Einfach nur generell zu diesem Medikament.
    Und dann abends gucke ich hier durch meinen YouTube, durch meinen Fahrradkramkanal,
    wo wirklich fast nur Fahrraddinger sind.
    Und auf einmal kommt dann ein Video, ja, meine ersten zwei Wochen mit diesem
    Medikament, wo ich dann denke, hallo, YouTube, ja klar, ist auch Google,
    aber irgendwie hängt alles zusammen. Also der Weg war nicht so weit.
    Genau, das war jetzt sehr offensichtlich, aber es muss ja nicht immer so offensichtlich
    sein, um irgendwie politische Entscheidungen herbeizuführen.
    Ja, gruselig.
    Micha
    Ja, nee, das ist, ich, und ich meine, ich habe es ja in dem Podcast schon häufiger
    gesagt, so Abstand von Social Media und so, das ist ja ein Dauerprojekt für mich.
    Und ich habe auch mein Instagram, meine App einfach gelöscht und ich habe mich
    neulich seit Jahren mal wieder auf Facebook eingeloggt.
    Andy
    Oh, ja.
    Micha
    Und war so, Alter, das ist echt so eine Zeitkapsel, ne? Also das ist einfach
    stehen geblieben, so 2016 oder so.
    Und da passiert einfach gar nichts mehr, aber egal.
    Aber ich muss sagen, ich sehe das auch hin und wieder. Ich habe so bestimmte
    Sachen ausgespielt bekommen, wo ich genau weiß, warum.
    Also weil das einfach so ins Bild passt, weil ich irgendwas gegoogelt habe vor
    einer Woche oder so. Oder irgendwer hat mir einen Link geschickt,
    dann habe ich draufgeklickt und auf einmal, bam, das nächste Video zu dem Thema und so.
    Und ganz schlimm ist halt, wie gesagt, auch Twitter, wo eigentlich,
    also ganz ehrlich, ich benutze Twitter eigentlich nur für Porno. so.
    Und dann kommen aber halt so politische Sachen, so, weißt du,
    mit so Überfolgung und überhaupt.
    Und ich denke mir so, okay, krass, also was hat es hier zu suchen?
    Wo kommt das her überhaupt und so? Und dann ja, weil dein Alkohol spiegelt ja das wieder.
    Und dann so, nee, eben auch nicht immer. Also manchmal werden einem Sachen ja
    auch so suggeriert, oder ausprobiert, von wegen so, hey, vielleicht springst
    du ja darauf an. Vielleicht ist das ja was für dich.
    Andy
    Das ist so krass.
    Micha
    Und so geht es halt.
    Andy
    Ja. Auch bei Instagram letztens, dass ich switche so durch meine Reels und dann
    sehe ich da irgendwie eine, so ein Ad für T-Shirts, die ich cool fand.
    Dachte, klickst du mal drauf auf die Seite, dachte, ja, nee, ist mir doch zu teuer.
    Und seitdem zwei, drei Firmen mit den gleichen Motiven, die mir regelmäßig in
    den Reels ausgespielt werden. Einfach nur, weil Andi hat sich das mal für 30
    Sekunden irgendwo angeguckt.
    Wir nudgen ihn jetzt hier so lange, bis er dann vielleicht doch sagt.
    Micha
    Ach komm, jetzt kauf es hier doch. Neuer Datensatz.
    Andy
    Genau.
    Micha
    Na ja.
    Ja, und das sind halt nur dumme T-Shirts, ne? Also, wenn es dann wirklich...
    Andy
    Die waren schon geil, ne?
    Micha
    Ja.
    So ein Trump 2028, ne?
    Andy
    Ne, so ein schönes Shirt mit Tadej Pogacar, mit Fluppe und Pole Bier in der
    Hand, der dann so ganz aggressiv in die Kamera guckt. Da dachte ich,
    wäre schon cool für so einen Fahrrad-Enthusiasten, aber ne, lass mal sein.
    Micha
    Ja, aber wenn es dann wirklich um so gesellschaftliche Themen geht,
    es ist eigentlich erschreckend, also mich erschreckt das ja tatsächlich regelmäßig,
    wenn ich mir so denke, wie Leute, oder wenn ich auch so sehe,
    was Leute sich angucken auf Handys, so in Bussen und so.
    Also du sitzt neben ihm und guckst mal so aufs Handy und denkst dir so.
    Andy
    What the fuck? Halt, was bist du da für den Scheiß?
    Micha
    Genau. Und wenn du dann mal so hochguckst und dich im Bus umschaust und einfach
    so 70 Prozent oder mehr einfach mit dem Kopf im Handy einfach festgesaugt und so,
    da denkst du dir so, ach du Scheiße, hier wird einfach in großem Stil einfach
    durchindoktriniert, jeder in seiner eigenen Bubble und so.
    Also, und dann geht es halt an die Wahlurne. Und dann hast du dann so Leute, der Ausländer.
    Geh vielleicht mal raus einfach und touch grass.
    Andy
    Ich habe es mir so zur Prämisse gemacht, wenn ich auf dem Bus warte oder irgendwo
    einfach nur im Wartezimmer sitze, ich bin nicht derjenige mit dem Handy in der
    Hand, weil ich möchte die Zeit nicht so verdaddeln.
    Und das ist so spannend, was in deinem Kopf passiert in dem Moment.
    Guck mal, die anderen gucken alle. Oh, guck mal, das Wetter ist geil.
    Oh, du kannst doch noch dies und das machen.
    und wolltest du nicht nochmal das und denk doch nochmal über das nach,
    aber wenn du dich nur zumüllen lässt und deinem Gehirn gar keinen Auslauf mehr
    gibst, bist du mental total unterfordert.
    Micha
    Ja, ja, ja.
    Andy
    Keine Kreativität mehr.
    Micha
    Ja, stimmt. Deswegen Leute, wir können es nur immer wieder sagen,
    einfach weg mit dem Ding.
    Einfach weg. Einfach löschen. Löscht euer Instagram und so. Hört einfach nur noch Nerd Talk.
    Phil
    Genau, nur noch Talkcatcher.
    Micha
    Ja, genau. Und gut ist, ja. Naja.
    Andy
    Ja, wir sagen euch schon, wie es läuft.
    Phil
    Genau.
    Micha
    Vertraut uns. Vertraut uns. Wir wissen es.
    Na gut, Phil. Dein Platz 2.
    Phil
    Ja,
    ich habe spontan meinen Platz gewechselt. Oder nicht gewechselt,
    sondern von 1 auf 2. Nee, ich habe tatsächlich einmal einen kompletten Film ausgetauscht.
    Micha
    Das ist ja mal was, was man auch kennt.
    Phil
    Ja, tatsächlich. Es ist der verzweifelte Versuch, euch Mainstream-Leuten das
    ein bisschen näher zu bringen.
    Wobei auch dieser Film jetzt nicht, ich habe gerade mal geguckt,
    Er hat jetzt bei der IMDb knapp 1.000 Bewertungen.
    Im Gegensatz aber zu einem anderen Film, den ich sonst vorgestellt hatte, zu 114. Whatever.
    Versucht euch mal tatsächlich, ist bei Amazon Prime verfügbar,
    zumindest in einem der Channels zu gegeben, nicht im Kosten, egal.
    And the King said, what a fantastic machine.
    Micha
    Das Ding, ja.
    Phil
    Dokumentation über die Kamera, über die Filmkamera.
    Wir starten relativ früh so halt mit diesen typischen Bildern,
    die wir kennen, das in irgendeiner Form in so einer Art Karussell,
    wo dann so einzelne Schlitze sind und du dann ein,
    Pferd siehst, wie es galoppiert, weil es so der allererste Schritt ist von statische
    Bilder, die sich schnell genug bewegen, erscheinen uns als Menschen als bewegte Bilder,
    und dann sieht man so die Evolution der Der Kamera und gar nicht mal so aus so einem.
    Nüchternen Blick, sondern immer so aus dem Blick, was hat der Mensch Kreatives
    da mitgemacht, was hat der Mensch da auch Unterhaltsames mitgemacht.
    Das heißt, das ist nicht so, ja, dann wurde die Linse so und so erfunden und
    sie hat dann das Filmgenre verbessert, sondern es ist wirklich so,
    wow, dann haben die Leute so rumprobiert und auf einmal gab es sowas wie Kino.
    Und dann hat man so auch so mit Tricks gearbeitet, so mit Spiegeltricks und
    sowas und auf einmal konnte man Dinge tun mit Kameras, die man zu der Zeit gar
    nicht gedacht hat und so etwas.
    Und das endet dann natürlich damit, dass jetzt heutzutage in,
    jedem Smartphone eine Kamera ist, die jegliche Qualität der Filmkameras von
    vor 30, 40 Jahren quasi übertüncht teilweise und wie dann die Massen an Menschen damit auch umgehen.
    alles sehr unterhaltsam aufgemacht tatsächlich, auch immer mit so einem Spruch
    aus dem Off begleitet, aber vielleicht auch genau deswegen so faszinierend und,
    mitreißend einfach mal so eine Reise durch die.
    Zeit der Kamera, der Filmkamera zu machen.
    Durchaus empfehlenswert und wie gesagt weg von so nüchternen und vielleicht
    gar belastenden Dokus oder schweren Dokus hin zu etwas,
    leichterem und Wissensvermittlung auf unterhaltsamer Art.
    Micha
    Aber, also gibt's ja nicht, erste Frage, gibt's ja nicht eine Kurzversion von
    auf YouTube auch? Ich hab das Gefühl, ich hab das schon mal,
    also hab da so eine 20-Minuten-Version von gesehen.
    Phil
    Das kann sogar sein. Ich glaub, das hast du sogar als wir in Nerdtalk mal länger
    drüber gesprochen haben, auch schon mal gefragt.
    Micha
    Genau, weil nämlich, du stellst das so davon, ja, da geht's um Kameras und wie
    so Kameras erfunden wurden und wie so Kameras so einfach in die Menschheit,
    so man Leute Dinge gemacht haben.
    Und das ist mir ein bisschen zu seicht und ein bisschen zu wenig,
    weil dieses YouTube-Video,
    und ich frage mich halt, ob das das Gleiche ist, nur halt in kurz,
    aber das YouTube-Video geht halt ganz stark da rein, von wegen,
    okay, wir haben diese Kameras und Kameras sind Geräte zum Dokumentieren unserer
    Kultur und wer wir sind als Menschen.
    Und jetzt sind wir aber plötzlich an einem Punkt, wo wir einem Bild nicht mehr
    vertrauen können, weil Fotografie ja quasi fotografischer Beweis war.
    Und jetzt aber nicht mehr, weil wir jetzt KI haben und so weiter.
    Und was macht das mit einer Gesellschaft, wenn die Basis für eine visuelle gemeinsame Wahrheit fehlt?
    Und ich habe das Gefühl, diese Doku macht das gar nicht und das ist ein bisschen
    eine vertane Chance dann, oder?
    Phil
    Also diese Doku konzentriert sich wirklich darauf,
    was experimentieren Menschen mit einer Filmkamera?
    Wie gehen sie neugierig daran? Welche Werke erschaffen sie?
    Wie erweitern sie immer mehr das? Das heißt tatsächlich diese ganzen,
    in Anführungsstrichen, kritischeren Themen, wie zum Beispiel,
    ist das eigentlich gut, dass wir beispielsweise so viel auf Social Media sind
    und unser gesamtes Leben,
    jetzt veröffentlichen, dass wir auch so viel konsumieren auf TikTok zum Beispiel
    und eben auch, was ist Wahrheit, was ist manipuliert, das klammert dieser Film
    tatsächlich ein bisschen aus.
    Micha
    Total seltsam, weil wenn ich auf IMDb gehe und mir das angucke,
    dann ist oben der Trailer und das Thumbnail ist direkt Donald Trump.
    Ja, also scheint ja nicht so auszuklammern, was visuelle Medien mit der Gesellschaft machen, oder?
    Phil
    Ja, das ist...
    Das eine schließt doch nicht das andere. Der Film heißt ja auch in The King's
    Head, The Fantastic Machine.
    Also auch da, das wird in der Doku auch noch ein bisschen vertieft,
    geht es natürlich auch darum, dass ein Herrscher sozusagen dann,
    die Faszination entdeckt hat, dass er einen Film drehen kann und damit in Kontakt
    zu seinem Volk kommen kann und er muss nicht hinreisen.
    Sondern es wird ein Film generiert und damit ist er im übertragenen Sinne seinen Leuten nahe.
    So, da mag dann vielleicht auch dieses jetzt paar hundert Jahre nach vorne gespult,
    das Trumpsche Thema auch mit reinspielen, dass Trump dann eine Kamera nimmt, um damit, ja,
    auch, um es mal abstrakt auszudrücken, zu experimentieren oder sie zu nutzen für gewisse Zwecke.
    Aber dieser, wie gesagt, dieser hochkritische Aspekt ist da weniger drin,
    sondern dieses, gucke mal, dann ist ein Mensch, der nimmt jetzt diese Linse,
    dieses bewegte Bild und macht damit etwas. Macht damit etwas Neues,
    macht damit etwas anderes.
    Dieses ganze Soziokritische ist tatsächlich da ein bisschen im Hintergrund,
    sondern einfach so, gucke mal, was Menschen kriegen, eine Filmkamera,
    gucke mal, was die alles damit machen.
    Micha
    Das klingt nicht so spannend.
    Phil
    Das ist unfassbar faszinierend.
    Micha
    Weiß ich nicht. Also ich habe das Gefühl, so wie du das hier darstellst,
    dass das schon eine vertane Chance ist irgendwie. Aber na gut.
    Andy
    Geil, Dokus sind bei Filmen immer irgendwas mit gucke mal. Gucke mal,
    was Leute mit Kameras machen.
    Micha
    Gucke mal, wie der Lehrer die Kinder zusammenbringt. Ja, das ist halt,
    wenn man aufwächst mit Peter lustig.
    Andy
    Gucke mal.
    Micha
    Gucke mal, gucke mal. Und dann macht er das. Ah, cool.
    Potzblitz, ja. Na gut.
    Phil
    Ja, am Ende ist es doch so, dass man eine Doku guckt und dann hoffentlich,
    du hast es ja auch schon gesagt, Andi, da so rauskommt mit einer gewissen mit einer Mehrerkenntnis.
    Micha
    Ach Mensch.
    Phil
    Ach Mensch, das peckt ganz genau. Dass man da rausgeht und sagt,
    ich bin jetzt schlauer oder habe einen anderen Blickwinkel drauf oder habe ein
    Thema entdeckt, was ich vorher noch überhaupt nicht auf dem Schirm habe.
    War mir durchaus auch für diese Zusammenstellung hier wichtig,
    dass diese Dokus diesen Vibe mit sich bringen.
    Micha
    Na gut. So, dann bin ich jetzt wieder dran, richtig?
    Phil
    Jawollo.
    Micha
    Meine Nummer zwei ist eine Doku, die ich tatsächlich nur einmal gesehen habe,
    vor Jahren, als die rauskam und die steht ganz weit oben auf meiner Rewards-List,
    weil ich die unbedingt nochmal wiedersehen wollte, weil damals hat die ordentlich
    geballert und ich glaube, dass sie immer noch ordentlich ballert.
    Aber ich kann es leider nicht verifizieren, weil es, wie gesagt,
    jetzt schon Jahre her ist, seit ich sie gesehen habe. Die Rede ist von Exit through the Gift Shop.
    Hm, Banksy. Ja, genau. Eine Auseinandersetzung mit dem Thema Kunst und Kommerz.
    Was ist eigentlich Kunst? Ab wann wird Kunst zu Kommerz?
    Und wann ist es halt nur noch Kommerz? Und es ist also sind schließen sich die
    beiden Sachen aus. Und wo stehen wir eigentlich als Gesellschaft gerade beim
    Thema so Kunstverständnis und Rezeption und überhaupt?
    Und das Ganze ist ja so ein bisschen aufgemacht wie so ein Mockumentary irgendwie mit so Mr.
    Brainwash. und der verkauft dann irgendwelche komischen Scheiß-Trashing-Pop-Art-Gemälde,
    wird dann aber da total reich mit und so.
    Und man weiß bei dieser Doku immer nicht so richtig, was da eigentlich Fiktion,
    was da eigentlich echt. Und dadurch wird die Doku selbst ja in gewisser Weise
    zu so einer Art Kunstwerk auch.
    Also den möchte ich unbedingt nochmal wieder schauen. Und ja,
    ich erinnere mich, wie gesagt, dass ich den damals sehr, sehr geil fand, als er rauskam.
    Phil
    Ich habe ihn auch mal gesehen, aber gar keine Erinnerung mehr daran. Leider.
    Micha
    Der war sehr wild. Und auch ein super Titel, ehrlich gesagt.
    Phil
    Das stimmt.
    Micha
    Exzertröse Giftjob. Das ist ja, das denke ich mir halt bei so vielen Museen
    manchmal. Also irgendwie bin ich ja immer ganz dankbar, dass es dann noch so
    einen Giftjob gibt, aber gleichzeitig ich mir auch so, ja.
    Andy
    Da geht's raus, tu mal noch was kaufen.
    Micha
    Genau, genau. Das ist irgendwie nicht so Sinn und Zweck der Sache für Kunst.
    Oder dann jetzt noch einen Kühlschrankmagneten mit der Mona Lisa zu kaufen.
    Andy
    Oder?
    Micha
    So. Ja, so, naja.
    Phil
    Vor zehn Jahren gesehen bei mir. Ich habe das gerade mal nachgeschlagen.
    Micha
    Ja, bei mir auch. Ich erinnere mich, ich habe die im Kino geschaut.
    Ich glaube, am Raschplatz, wenn ich mich enttäusche.
    Phil
    17.05.2016. Drei Sterne habe ich ihm gegeben. Also tatsächlich.
    Micha
    Naja, das ist nicht so viel. Nee, bei mir wäre das schon eine vier Sterne.
    Naja, wollte ich immer mal wieder gucken. Ich glaube, ich habe auch irgendwo
    einen DVD-Rap oder sowas auf der Festplatte liegen. Ja, na, mal schauen.
    Vielleicht, wenn mal wieder Covid ist oder so.
    Phil
    Das stimmt, ja. Großartig. Warten wir einfach drauf. Cool.
    Micha
    Genau, wieder im Lockdown. Na gut. Andi, deine Nummer zwei.
    Andy
    Ja, meine Nummer zwei hat auch mit Commerz zu tun. und zwar Kommerz,
    der in eine komplett falsche Richtung geht und der einen dann irgendwie am Arsch
    der Welt irgendwie hängen lässt und zwar ist es FIRE, the greatest party that never happened.
    Ein Festival, das auf einer Karibikinsel stattfinden sollte mit ganz,
    ganz tollen Stars, die da hinkommen
    und wirklich sehr VIP, so nach dem Motto, die ganzen reichen Kids,
    lassen sich dann einfliegen und kriegen dann alle da jeweils am Strand ein schönes, kleines Apartment,
    und dann stellte sich raus, Das Ganze ist alles hier ein großer Betrug und funktioniert alles nicht.
    Die Finanzierung steht nicht. Die Organisation funktioniert nicht.
    Die Leute haben keinen Platz irgendwo zu pennen, kriegen dann nur Luftmatratzen,
    haben nicht ausreichend Toiletten, damit sie ihr Geschäft machen können.
    Und irgendwann geht natürlich die ganze Randale los. Und das fand ich in Fire
    schon sehr, sehr schön dokumentiert. So dieses, wir wissen nicht wohin mit unserem
    Geld. Ach Gott, wir fliegen mal zu einem Festival.
    CO2, Fußabdruck ist scheißegal. Hauptsache, wir sind cool und können Instagrams machen.
    YOLO. Und dann stehst du da und denkst dir, scheiße, jetzt sind wir hier mal
    reingefallen. Und das gut dokumentiert.
    Phil
    Ja, krasses Ding. Ja, habe ich auch gesehen. War super interessant,
    sich diese Doku anzuschauen.
    Micha
    Ja, ich fand die auch gut. Irgendwas erinnere ich mich, irgendwas hat mich ein
    bisschen daran gestört. Ich weiß aber nicht mehr genau, was.
    Ich glaube, es war mir ein bisschen zu, ja, guck mal, so das war und so.
    Aber es war gleichzeitig natürlich auch ein mega interessantes Fallbeispiel
    oder so eine Studie über so Wirklichkeitsverzerrung.
    Also wie einfach so Leute meinen, nur weil man etwas so manifestiert und ins
    Leben ruft, dass es dann auch so ist.
    Also so, ja, wir machen jetzt ein Festival, das wird richtig cool mit Luxus-Apartments und alles.
    Aber hast du dir mal überlegt? Also ich habe so ein bisschen,
    also ein bisschen habe ich das Gefühl, wir sind gerade kollektiv in so einer
    Blase mit so Claude und so.
    wo alle Leute so, nee, ich habe jetzt ein Business, dann mache ich 100.000 die
    Woche und so und überhaupt.
    Ja, was ist denn dein Business? Ja, Claude hat mir einen Agenten geschrieben.
    Ja, wofür denn? Ja, nee, der macht die ganze Arbeit für mich.
    Ja, aber was denn für Arbeit? Ja, nee, ist das so.
    Phil
    Gerade heute, gerade heute, kurz vor der Aufnahme, habe ich die South Park-Episode
    gesehen, wo Randy mit Chachi-PT seine Tegrity-Farm, seine Marihuana-Farm jetzt
    pushen möchte und so etwas.
    Also das, du hast doch auch irgendwo hier eine kleine Kamera und droppst das jetzt so nebenbei.
    Micha
    Als ob das zufällig wäre.
    Phil
    The real dilemma, nicht the social dilemma.
    Micha
    The real dilemma ist, dass ich heimlich deine Wohnung ausspülen werde.
    Deswegen wusste ich auch, dass du den Toshiba Fernseher noch hast.
    Phil
    Ja.
    Micha
    So kommt es raus.
    Andy
    Was ich an der halt so gut fand, war, du hast kein Mitleid mit den Leuten.
    Da fallen welche auf Betrüger rein, zahlen da Tausende für Tickets,
    aber das sind alles so diese Rich Kids, so von wegen, hey Tiffany,
    ich habe in meinem Luxusflugzeug noch einen Platz für dich. Willst du nicht
    mitkommen? Wir fliegen jetzt in die Karibik zu einem festival.
    Und du denkst dir, da ist keiner, der sich das Ticket irgendwie vor Munde abgespart
    hat, sondern alles Leute, die nicht wissen, wohin mit ihrem Geld.
    Und da ist dann das Mitleid auch sehr begrenzt, muss ich sagen.
    Das kommt da, glaube ich, auch nochmal mit dazu.
    Phil
    Die Doku funktioniert ja auch so gut, weil dort dann doch die Influencer da
    waren und die ganzen Insta-Bitches und so etwas. Und dadurch ja Videos schlichtweg existieren.
    Und man dementsprechend dann einen guten Eindruck eben ganz live vom Gelände selber bekommt.
    und das nicht so nüchtern von außen betrachtet mit so einem Off-Erzähler,
    sondern du bist ja wirklich dann dank der Videos mittendrin.
    Und das macht es natürlich nochmal so richtig greifbar.
    Andy
    Ganz im Gegensatz zu dieser Dokumentation, zu diesem Revival von Woodstock,
    das ja auch so dermaßen fantastisch in die Binsen gelaufen ist.
    Da denkt man sich dann, okay, das sind irgendwie echte Musikfans,
    die da hingepilgert sind, die diesen Spirit von damals aufleben ließen.
    Klar ging es dann natürlich auch um Kohle, aber es war halt nicht so dieses
    Exklusivität und wirklich nur für die reichsten der Reichen,
    die sich hier jetzt ein Loft mieten können.
    Da ist natürlich dann schon ein Mitleid im Spiel, dass man sich denkt,
    scheiße, ihr hättet eigentlich eine geile Show haben sollen hier.
    Phil
    Kommen wir zu Platz 1.
    Micha
    Du bist dran, ne?
    Phil
    Jawollo.
    Micha
    Ich könnte jetzt einen schönen Bogen machen, aber... Ja bitte,
    mach mal. Dein Platz ist jetzt dazwischen noch.
    Phil
    Ach so. Ah, fuck. Jetzt mache ich dir deine Überleitung kaputt. Hiebst du die auf?
    Micha
    Ja.
    Phil
    Auf Platz 1, ich habe es gerade eben so ein bisschen eingeleitet,
    Dokus müssen nicht immer sehr steif und nüchtern und so etwas sein,
    sondern können auch einen gewissen unterhaltsamen Faktor in sich tragen.
    Und was bei mir wirklich eine tolle Doku war oder angekommen ist,
    die Informationen lieferte, die ein großes Event porträtierte mit dann auch
    noch tollen Insights, so Bildern, die man gefühlt noch nie gesehen hat und dann
    auch noch modern und interessant aufgemacht.
    Deswegen ist Apollo 11 auf meinem Platz 1, die Doku über exakt jenes,
    nämlich die Apollo 11 Mission,
    Wie sie vorbereitet wird, wie sie auch medial aufgepusht wird, wie,
    die ganzen Ingenieure daran arbeiten und so etwas und einfach versuchen,
    Neil Armstrong, Buzz Aldrin und den Dritten, dessen Namen alle immer vergessen,
    inklusive Michael Collins, so sieht es nämlich aus, auf den Mond zu bringen.
    und was natürlich dann auch ein Welt-Event ist, bis hin dann tatsächlich,
    dass die Rakete unter auch wieder medialer Begleitung und Spannung von Millionen
    von Menschen dann abhebt.
    Das ist einfach eine durch und durch gute Doku, weil sie.
    Ein großes, großes Event der Menschheitsgeschichte begleitet,
    das mit tollen Einblicken und auch einer gewissen Spannung aufbereitet,
    wo du so denkst, oh mein Gott, oh mein Gott, wird die Mission klappen.
    Du weißt ja, dass sie klappt.
    Aber so und dann einfach auch noch so modern zusammengeschnitten und ich klebte
    dort von Minute eins an dem Film und finde das eine großartige Doku.
    Micha
    Ja, da kann ich tatsächlich nichts gegen sagen, weil sowohl du als auch Andi
    haben dem Film beide fünf Sterne gegeben auf Lederbox.
    Sehe ich gerade, habe ich gerade mal nachgeguckt. Echt?
    Andy
    Ja, krass.
    Micha
    Ja, ja, es handelt sich um den Film von 2019 von Todd Douglas Miller.
    Ja, es scheint ein Brett zu sein, scheint ein krasses Ding zu sein, ja.
    Andy
    Ich wollte gerade sagen, ich habe auch gesehen, dass ich den gesehen habe,
    aber ich habe es nicht geglaubt.
    Also der hat bei mir, in dem Moment war ich wahrscheinlich total begeistert,
    aber ich habe da jetzt keine Bilder mehr im Kopf.
    Ich meine, klar, Apollo 11 hat meine Bilder im Kopf, aber nicht so,
    dass ich sagen würde, oh, da waren jetzt irgendwie so tolle Szenen,
    die mich jetzt nachhaltig immer noch begeistern oder so. Also es muss so eine
    Momentaufnahme gewesen sein.
    Micha
    Das ist ja ein bisschen das Problem wahrscheinlich mit Dokus,
    die reale Sachen, die so kollektiv auch im Menschheitsgedächtnis verankert sind,
    beleuchten, weil man dann eben die Sachen durcheinander wirft.
    Also weil du hast dann die Bilder im Kopf zwar, aber nicht mehr von der Doku,
    weil die Doku halt nur diese Bilder benutzt, die du eh schon kennst, größtenteils.
    Aber wahrscheinlich ist das ja dann auch die Kunst, oder nicht das ist die Kunst,
    aber die Kunst, so eine Doku zu machen, ist dann die Doku trotzdem so gut zusammenzuflicken
    und so, dass du am Ende der Doku dann sagst, boah krass, fünf Sterne hier, direkt like.
    Das ist ja noch die höhere Kunst, sag ich mal. Das ist ein Ding,
    die schon bekannt sind, eine Doku zu machen, die offensichtlich so ballert,
    dass ihr beide der fünf Sterne gebt.
    Phil
    Also was die Doku halt so besonders macht, glaube ich auch, ist, dass sie ohne,
    Talking-Heads und ohne Off-Kommentator auskommt, sondern einfach mit Originalmaterialien
    arbeitet und dadurch dann es trotz alledem schafft, irgendwo eine spannende,
    in Anführungsstrichen, Geschichte zu erzählen.
    und dadurch gewinnen natürlich die Doku auch nochmal massiv an Authentizität,
    weil du einfach, du bist drinnen, du bist dabei, das ist alles Originalmaterial
    und es kommt keiner davon außen irgendwie kontextualisiert, einordnet,
    Zeiten springt oder so etwas.
    Es ist eigentlich wie eine Art Film,
    nur mit Originalmaterial und du denkst so, wow, das ist packend,
    das ist spannend, du bist gerade live dabei, in Anführungsstrichen live dabei,
    wie hier Weltgeschichte geschrieben wird. Ja.
    Micha
    Ja.
    Andy
    Krass.
    Micha
    Na gut. So, meine Nummer, ach so, ja, aber, ach nee, warte, nee,
    da muss ich mir nur aufheben.
    Meine Nummer 1. Sorry.
    Meine Nummer 1, deswegen da eben die Brücke, ist vom gleichen Regisseur wie Fire.
    Und ich hatte auch eine Doku auf der Nachrückerliste, ebenfalls von diesem Regisseur,
    nämlich der Regisseur heißt Chris Smith.
    Und meine Doku auf der Nachrückerliste wäre die Wham! Doku gewesen.
    Die fand ich nämlich sehr, sehr gut. Aber bei weitem nicht so gut,
    wie die Doku Jim and Andy über die Dreharbeiten zu Man in the Moon mit Jim Carrey 1997,
    96, irgendwie so, wo anscheinend auch
    mitgefilmt wurde, was ich ja immer faszinierend finde, wenn eine Doku,
    also wenn Dinge einfach mitgefilmt werden und dann so 30 Jahre später einfach
    diese Aufnahmen auftauchen und man da daraus eine Doku Und man so denkt,
    krass, wer hat der denn, also wer war denn so geistesgegenwärtig, so viel mitzufilmen bei
    einem relativ insignifikanten Ereignis,
    um dann am Ende dann nach, wie gesagt, zwei Jahrzehnten irgendwie eine Doku draus zu machen?
    Wie dem auch sei, jedenfalls handelt davon, dass Jim Carrey das Biopic oder
    sozusagen den Film dreht über das Leben von Andy Kaufman, einem amerikanischen Comedian.
    Der Film heißt Man on the Moon oder Man on the Moon heißt er in Englisch, ne? Der Mohnmann.
    Phil
    Das weiß ich nicht.
    Micha
    Ja, irgendwie so. Und Jim Carrey lehnt sich halt voll rein in so eine komische,
    abstruse Art von Method-Acting,
    wo er 24-7 in der Rolle bleibt und einfach nicht nach Drehschluss aufhört,
    sondern einfach weitermacht und die komplette Crew in den absoluten Wahnsinn treibt.
    Und man so teilweise diese Doku guckt und denkt so, das ist nicht sein scheiß
    Ernst. Also was zum Geier.
    Aber was eintritt in dieser Doku ist, die kriegt nämlich so einen Tiefgang,
    weil Jim Carrey dann anfängt wirklich sehr aus dem Nähkästchen zu plaudern und
    über die Beziehung zu seinem Vater, der irgendwie zu früh gestorben ist und so.
    Und die Doku kriegt dann halt eben diesen Anstrich auf einmal,
    wo man, ähnlich wie Senna, wo man so sagt, ja nee, deswegen ist Jim Carrey einer
    der ganz Großen, weil der halt einfach dahin geht, wo es irgendwie wehtut und
    dahin geht, wo andere eben nicht hingehen.
    Also wo er einfach seine Kunst so überhöht, dass man einfach sagen muss, ja, okay, krass, also.
    Das ist so dieser schmale Grat zwischen Genie und Wahnsinn, der da austariert
    wird, wo man auch schnell auf der Seite landen kann, okay, der ist wahnsinnig,
    also was macht der denn da?
    aber du kannst halt auch auf der Seite landen wo du sagst, ja krass,
    das ist ein Genie einfach das ist ein Genie unserer Zeit, Jim Carrey und deswegen
    finde ich es so spannend und deswegen ist die Doku für mich auch oft der 1 weil,
    einem lebenden Menschen so ein Denkmal zu setzen,
    durch sein eigenes Schaffen auch ist halt auch was, weil über einen toten Menschen
    eine Doku zu machen, ja okay cool, dann,
    shapest du das halt genau wie du willst aber bei Jim and Andy ist es halt so
    Jim Carrey kommt ja auch in dieser Doku vor Er ist ja im Talking Head und redet auch darüber und so.
    Und dann, ja, dir so ein gutes Gefühl davon zu vermitteln, was für ein Typ Jim
    Carrey eigentlich ist und dass er halt nicht nur der hampelnde Blödmann irgendwie
    ist, sondern einfach ein richtiger Charakterkopf mit Tiefgang.
    Ja, krasse Doku, die liebe ich einfach, diesen Film.
    Phil
    Ja, ich stelle fest, wir reden definitiv nicht das erste Mal über diesen Film.
    Micha
    Ich habe den schon mal vorgestellt, glaube ich.
    Phil
    Stell gerade fest, ich habe den noch gar nicht gesehen. Ja, ja,
    das ist auf meiner Watchlist.
    Andy
    Man kann tief kramen.
    Phil
    Irgendwo wird der schon auf der Watchlist.
    Micha
    Wir müssen mal so einen Soundeffekt etablieren, wenn Phil hier in seiner Watchlist
    kramt, dass so ein Katzengeschrei kommt und so Pötte, die auf den Boden fallen.
    So ein Kramgeräusch.
    Phil
    Oh ja, oh ja.
    Micha
    Ja, also unbedingte Empfehlung. Also ich finde, das ist wirklich eine irrsinnige Doku.
    Also eben wegen des Themas und wegen dem, was gezeigt wird.
    Phil
    Ich mag Jim Carrey auch super gerne. Fand dann eigentlich Wahnsinn,
    dass ich das noch nicht geguckt habe.
    Micha
    Ja, gibt es bei Netflix. Also tatsächlich drei von fünf Dokus,
    die ich hier genannt habe, in
    meiner Top-5-Liste sind tatsächlich Netflix-Dokus, wo ich da denke, uff.
    Also es zeigt halt entweder, dass Netflix halt im Thema Doku halt echt krass
    unterwegs ist oder dass ich einfach so eine Mainstream-More bin,
    dass nur Dokus auf Netflix gucke. Letzteres, definitiv.
    Naja, das dazu. Die Überleitung ist, genau, Jim und Andi.
    Andy
    Ja, die Überleitung müsste ich eigentlich machen mit einem Film,
    den ich jetzt aus meinem Top 5 rausgeschmissen habe.
    Und zwar, es geht bei mir auch in Dokumentationen um Kunst, um eine Künstlerin,
    um es genauer zu sagen. Und ich möchte es gerne einleiten.
    Ich habe eine Dokumentation rausgeschmissen aus dem Jahr 1970 und zwar Gimme
    Shelter, die ging um die Rolling Stones und gerade vor kurzem hat es mir in YouTube reingespült,
    ein Clip aus Ende der 60er Jahre, wo Keith Richards und Mick Jagger zusammensitzen
    mit Brian Jones und dann Sympathy for the Devil entwickeln.
    Also du hörst so dieses Riff so ganz langsam und dann nuschelt Mick Jagger seine
    Lyrics da rein und ich denke mir, das ist ein magic moment.
    Nicht the greatest night in Pop, aber schon ziemlich nah dran,
    finde ich. So ein Lied, das irgendwie 50 Jahre überstanden hat und immer noch
    ein Klassiker ist und da hörst du, wie dieses Lied quasi geboren wurde.
    Und deswegen, lange Überleitung zu meiner neuen Nummer 1, und zwar Billie Eilish,
    The World's A Little Blurry.
    Eine Dokumentation über Billie Eilish.
    Und vorhin haben wir darüber gescherzt oder darüber uns mokiert,
    dass ja das Handy heutzutage nicht mehr wegzudenken ist.
    In dem Fall kann man sogar fast sagen, gut, denn das Handy sorgt letztlich dafür,
    dass ich das Gefühl hatte, hier eine Dokumentation zum ersten Mal zu sehen.
    von einem stinknormalen Mädchen, das auf einmal zu einem gefeierten Weltstar geworden ist.
    Weil du hast Aufnahmen aus ihrem Smartphone, da siehst du dann zum einen entweder
    sie mit ihrem Bruder zusammen auf dem Bett liegen, wo sie dann irgendwelche
    Lieder komponieren, die dann Monate später als Welthits gefeiert werden.
    Oder du siehst Szenen auch mit dem Handy gefilmt, wie sie von Papa den Schlüssel
    fürs erste eigene Auto kriegt, weil sie gerade ihren Führerschein gemacht hat
    und damit ein doch sehr nahbarer Star ist, im Gegensatz zum Kaliber Michael Jackson.
    Und ich fand das so geil zu sehen, wie diese ganzen Hits von ihr entstanden
    sind. Einfach gelangweilt auf dem heimischen Bett liegend im Kinderzimmer werden
    da Hits gemacht, die dann richtig, richtig abgehen.
    Und ich habe gerade noch mal nachgeguckt, also der Erfolg von ihr,
    sie hat inzwischen zehn Grammys gewonnen und mit 21 hat sie ihren ersten Oscar
    gekriegt, mit 23 hat sie ihren zweiten Oscar gekriegt.
    Also das ist, finde ich, schon eine ziemlich große Karriere.
    Micha
    Ach so, für James Bond und für den Barbie-Song, ne?
    Andy
    Genau, richtig. What was I made for. Und dann denkst du dir,
    alter Vater, und ich muss ehrlich auch zugeben, ich finde ihre Stimme richtig, richtig geil.
    Und gerade auch in diesen Momenten, wo du sie als 15-, 16-jähriges Mädchen siehst,
    und du dann denkst, alter, ist das ein Rohdiamant, so eine begnadete Stimme in dem jungen Alter.
    ich habe mir echt die Karten gelegt. Und von daher hat, glaube ich,
    keine andere Doku so einen Eindruck auf mich gemacht, muss ich sagen.
    Micha
    Ja, krass.
    Phil
    Ja, also wir machen uns ja mal lustig über dich, Andi, dass du ja dann doch
    der Greis in unserer Runde bist und so.
    Andy
    Jetzt macht der hier eine Doku über junge Mädchen.
    Micha
    For all the wrong reasons.
    Phil
    Den Boden hast du jetzt aufgemacht. Ich wollte jetzt einfach sagen,
    dass du da dann doch an so einer modernen Künstlerin irgendwie dran bist und das verfolgst.
    Micha
    Am Preis der Zeit.
    Phil
    Billie Eilish, ey, ist tatsächlich so, glaube ich, die erste Künstlerin,
    wo ich überhaupt gar kein Gefühl, kein Vibe zu habe.
    Also ich verstehe diesen gesamten Auffriss um diese Frau nicht.
    Nicht, weil ich sage, die performt nicht, sondern einfach, weil es irgendwie
    voll an meinem Interessen und Musikgeschmack und weiß ich nicht alles da vorbeigeht.
    Und ja, faszinierend, faszinierend, dass gerade du dann damit um die Ecke kommst.
    Das wäre ja eigentlich sowas für die, also sie hat ja auch als Zielgruppe jetzt
    nicht gerade die, also so uns zum Beispiel, sondern eher tatsächlich die Gen,
    Z und so etwas, die wirklich jetzt junge Erwachsene sind, die ihr Alter haben.
    Und ja, bemerkenswert, bemerkenswert vor allen Dingen, dass du dich damit so
    auseinandersetzt und dann sogar auf Platz 1 ziehst.
    Andy
    Naja, ich finde vor allem bemerkenswert, was sie für eine diverse Künstlerin ist.
    Also die macht ja noch nicht nur irgendwie Pop, sondern wie gesagt einen Bond-Song.
    Hallo, mit 21 Jahren schreibt die mit ihrem Bruder zusammen einen Bond-Song,
    der dann auch noch nicht mal scheiße ist, sondern einen Oscar prämiert.
    Wenn ich jetzt als alter Mann denken würde, was ich nicht mehr verstehe,
    könnte ich jetzt das Stichwort Icky-Mail sagen.
    Also da hänge ich dann wirklich total hinterher. Da komme ich dann nicht mehr
    mit und denke mir, Alter, das ist doch keine Musik. das ist doch nur noch Lärm
    und aneinandergereihte Wörter, aber ist jetzt momentan Trend.
    Also ich bin schon älter, aber Billie Eilish verstehe ich noch.
    Micha
    Ja, interessant. Also ich muss sagen, ich kann jetzt mit Billie Eilish nicht
    so mega viel anfangen, aber wahrscheinlich ist bei mir einfach auch noch nicht der,
    Knoten geplatzt oder so, wie bei Lady Gaga damals, wo ich auch so dachte,
    ja, whatever. Und dann irgendwann ist der Groschenland gefallen und ich war
    so, uff. Okay, die ist ja krass.
    Andy
    Lady Gaga ist ein schönes Beispiel.
    Phil
    Das fühle ich genauso wie du, Micha.
    Micha
    Aber gut. Ja, aber da haben wir wieder was gelernt. Andi hat sich die Karten
    gelegt. Richtig. Warum das heißt.
    Ja, okay. Ja, gut. Krass. würde ich jetzt noch schnell entgegenscheppern,
    ja, wo ist denn da der Erkenntnis gewinnen, aber ja.
    Andy
    Hat das das erste Mal wirklich einen Weltstar in the making sehen kann und nicht
    irgendwie dann so im Nachhinein so eine Doku über die Stones,
    wie sie angefangen haben, sondern wirklich an dem Punkt noch bevor sie berühmt geworden sind,
    quasi als hätten Mick Jagger und Keith Richards den Moment gefilmt,
    wo sie sich da in der University und London das erste Mal über den Weg gelaufen
    wären. Das wäre genau so eine Magic.
    Micha
    Ja, ja, ja.
    Phil
    Ich hatte noch zwei Nachrücker zu erwähnen, die müssen einfach erwähnt werden.
    Einerseits relativ modern, All the Empty Rooms, ein Fotograf besucht Kinderzimmer
    von Kindern, die bei Massenshootings an der Schule in den USA getötet wurden.
    Sehr bedrückend, aber irgendwie auch gerade sehr augenöffnend,
    weil auch da wieder die Nähe da ist. Und einfach wirklich, weil es ein ganz
    eigener Stil von Doku ist, im Grunde alle Werner Herzog Dokus.
    Also jede, die ich gesehen habe,
    da geht einem irgendwie auf einem ganz eigenen Stil das Herz bei auf.
    Andy
    Das ist wie so eine warme Badewanne, oder?
    Phil
    Jaja, die haben einen ganz eigenen Stil, natürlich dank Werner Herzog auch eine ganz eigene,
    Off-Stimme und so etwas und ganz große Dinge sind ja hier, was war das,
    mein bester Feind mit Klaus Kinski, aber es gibt noch ganz, ganz viele weitere
    Dokus von Werner Herzog, die alle einfach nur unterhaltsam und auch sehenswert an sich sind.
    Micha
    Keine einzige Werner Herzog.
    Andy
    Wobei man sagen muss, dass ich wirklich einen genialen Meisterkniff gefunden
    habe, dass er in seinen Dokumentationen ja immer selber spricht und diese Stimme
    ist ja so was von die Erzählstimme vor dem Herring und ihn dann zu besetzen
    als Bösewicht in Jack Reacher.
    Also echt genial.
    Phil
    Werner Herzog. Echt eine Ikone.
    Micha
    Na gut.
    Phil
    Gut, Dankeschön.
    Micha
    Ja, danke auch.
    Andy
    Ja, geil.
    Micha
    War ja mal wieder in Luster. Feierabend. Genau, Feierabend.
    Phil
    Feierabend.
    Micha
    Feierabend, genau. In diesem Sinne, gehabt euch wohl, wir hören uns bald wieder.
    Phil
    Bis zum nächsten Mal.
    Andy
    Tschüssi.
    Micha
    Tschüss.
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