Nerdtalk Extendend – Rollenbilder in Filmen

Rollenbilder in Filmen. Besonders die der Frau. Genau für dieses Thema kommt (endlich!) eine Frau zu Wort und diskutieren mit Ricci über Emanzipation in Filmen, toxische Maskulinität und warum König der Löwen ein vorbildlicher Film ist. Musik: http://www.bensound.com

Shownotes

Vielen Dank an Ricci, die ihr in ihrem Podcast Beziehungsweise PlusMinus hören könnt.



TIMECODES:
00:12:48.566 Der Bechdel-Test
00:23:31.674 Strong Female Lead
00:45:14.072 Toxische Maskulinität
00:59:20.980 Gewalt in Filmen und in Pornos
01:18:32.477 Das Körperbild der Frau im Film
01:31:24.231 Männliche Sexualität
01:38:56.264 Negativbeispiel Birds of Prey
01:48:31.537 Wo bewegen sich Filme in Zukunft hin?

Feedback

Kontakt

Support

Social Media

3 Gedanken zu „Nerdtalk Extendend – Rollenbilder in Filmen“

  1. Super Sendung. Wirklich klasse. Kann man das irgendwo beim Grimmepreis einreichen? Ich finde auch das wichtigste, das hat Ricci gesagt und sie hat es auf den Punkt gebracht. Gleichberechtigung fängt bei Gleichwertigkeit und Wertschätzung an. Und so sehe ich Birds of Prey auch mit anderen Augen. Ich dachte im ersten Moment auch: “Cooler Film, wo coole Frauen Arschlöcher verprügeln” Aber das die Arschlöcher allesamt Männer sind…. Die kommen da wirklich nich git weg. Und was ich so beobachten kann, dass es auch genreabhängig ist, ob die Geschlechter gut weg kommen. Bei vielen Actionfilme is es echt schlimm, wohingegen bei Dramen (Marriage Storry, Tully) und sogar einigen Komödien (Long Shot) es deutlich besser ist.

    Bitte mehr kritische Sendungen zu mehr kritischen Themen und mehr mega sympathischen Gästen. Weiter so.

  2. Ui, welch Ehre. Da werde ich ja ganz rot.
    Zugegeben gibt es so viele Formate da draußen, die mit jeder Sendung einen großen Mehrwert liefern. Da sehe ich uns als einen Beitrag, aber nicht den Anführer.
    Aber es ehrt mich schon zutiefst, wie gut die Sendung ankommt.

    Und, falls wer die Demut widerlegen möchte:

    Der Grimme Online Award bezieht sich nur in Ausnahmefällen auf einzelne Episoden. Aber vielleicht ist der gesamte Podcast ja grimme-würdig? 😉
    https://www.grimme-online-award.de/

    Ansonsten gibt es ja noch den Deutschen Podcast Preis: Ist aber gerade frisch vergeben worden.
    https://www.deutscher-podcastpreis.de/

    Auf auf, nominiert uns 😉

  3. Ohne Frage – ein sehr guter Podcast, und die Vorbereitung merkt man! Vielen Dank!
    Micha war klar MVP, einfach weil er Zusammenhänge hinterfragt hat, und Ansichten diversifiziert hat. Danke, Micha!
    Dennoch von mir kritische Anmerkungen (“devil’s advocate”)..
    – es wurde sehr auf 6 Underground gebasht, mit der Quintessenz, dass dessen Bilder und Darstellungen in der Rezeption zu einem falschen Weltbild führen.

    Es wurde dann mehr oder weniger gesagt, dass dieser (und Filme dieser Art) aus den falschen Gründen “gefeiert” werden; Szenen wie das Zerreißen eines Henchman durch einen Baufahrzeug seien verantwortlich.
    Im Laufe der Diskussion wurde postuliert, dass eine Art “Intellekt-Ausweis” sinnvoll wären, oder zumindest die Produktion von Filmen ohne solche reißerischen – Gewalt glorifizierende – Szenen auskommen sollte.
    (btw die FSK hat keinerlei pädagogischen Auftrag!!)

    Hier möchte ich als Gegenbeispiel “Scarface” (die Pacino-Version) nennen. Künstlerisch gefeiert. Kultfilm. Referenz. Und doch wird er von einer nicht kleinen Menge an Menschen aus ebenso falschen Gründen verherrlicht.
    Rapper, Gangster, GTA-Spieler uvm. sehen (und verweisen) auf diesen Film, insbesondere die Villa-Szenen, “The world is yours”, “Say hello to my little friend” – Szenen usw., ohne den Gesamtkontext des Films, und deren Bedeutung innerhalb desselben, zu realisieren.
    Und auch Gewalt, Stichwort Kreissäge-Szene, hat in den Zusammenhang fast Kultstatus (ohne den tieferen Sinn betrachtet) – genauso wie das Shootout am Ende, wo der Bodycount auch sehr hoch ist!
    Wird Scarface nun für diese Darstellung kritisiert? Entzieht man ihm deswegen den Status oder rezensiert ihn negativer?

    Ich finde, man kann nicht einen Film heraussuchen, der seinem persönlichen Narrativ entpricht, andere aber weglassen.

    Riccis Argument, dass Filme dafür sorgen, dass Frauen in der echten Welt geprägt werden für Neigung zu Seitensprüngen und Verhalten von Männern kam mir befremdlich vor, gerade in Bezug auf die Gaming-Diskussion (=Gaming führt zu Amokläufen).
    Hier stimmt Micha zu (Trope!), zum Glück relativiert Ricci dann wieder, dass man nicht alle Männer in einen Korb packen sollte.

    Stichwort Werbe- und Medienwelt. Ja, die Darstellung von Frauenkörpern ist kritisch zu betrachten. Mir hat hier die Stimme gefehlt, die dies auch auf Männerkörper extrapoliert — den die wenigsten von uns sind die dargestellten Brad Pitts, Chris Hemsworths usw.
    (ja, ihr habt oft auf das notwendige Gleichgewicht gezeigt, dass es kein Schwarz/Weiß gibt – nur in dem Segment eben nicht)
    Ich weiß, das sieht nach Whataboutism aus – die Frage kam mir aber in Bezug auf das Argument.

    Für jemanden, der nicht alle eurer Folgen präsent hat, wäre bzgl. Star Wars 8 / Rey die Besprechung/Einschätzung dazu als Recap sinnvoll gewesen (analog zum Einspieler Micha vs 6 Underground).
    Ich sehe das nämlich ganz und gar nicht wie Seba (Stichwort: unverdiente Fähigkeiten / keine Opfer) – aber hatte eben nicht mehr präsent, was genau gesagt wurde.
    Das schwächt ein wenig das ganze Beispiel. Hier fällt Seba auch auf die Falle rein, dass die vokale Minderheit in Social Media (Rausekeln von Kelly Marie Tran) stellvertretend sind für die Gesamtmeinung. Dafür gibt es keinen Anhaltspunkt.

    Bzgl. Spielen/Games habt ihr ja die Reißleine gezogen (bzw. Ricci), hier nicht genug Expertise zu haben.
    Sonst hätte ich gesagt, GERADE der Aspekt der aktiven Beteiligung im Geschehen bei Games sollte doch zu einer stärkeren Formung des Weltbilds beitragen (ggü. Filmen) – tut es aber nicht (wie Micha wirklich treffend erwähnte).

    Ich muss die Folge nochmal hören, das sind meine ersten Gedanken.
    Der “Rausschmeißer” durch Ricci, dass junge Erwachsene, die mit 13 Pornos geguckt haben, und mit Michael Bay aufwachsen und dann natürlich Dickpics schicken, fand ich schwach, oberflächlich und unreflektiert. Es erhebt euch als “etwas besseres”, die die Moral mit Löffeln gefressen haben.
    Aber das war nur ein minimaler Aspekt. Denn auch hier spricht Ricci kurz darauf davon, dass man nicht alle Männer zusammenwerfen sollte.
    Dieses Agrument macht es aber schwierig, den Podcast einzuordnen. Ich höre ihn nochmal 🙂

Schreibe einen Kommentar