Nerdtalk Sendung 534 – Die Sendung ohne Avengers: Endgame. Fast.

Da denkt man, wir kommen um das Thema Avengers: Endgame herum, aber nein. Auch wir schnacken über das Filmphänomen. Vermutlich anders als Andere. Aber egal. Aber wir reden über auch wiederverschließbare Kabelbinder und Rasenmäherroboter. Und über 25 km/h, Osmosis und Bonding. Also eigentlich alles.

Gesehene Filme:

Osmosis
Bonding
25 kmh
Der Vorname
Du gegen die Wildnis
Merz gegen Merz
American Horror Story
Umbrella Academy

TIMECODES:
00:08:03.024 Phil hat Ostern seinen PC-Tisch neu verkabelt
00:15:24.688 Andy hat einen Rasenmäherroboter
00:25:24.460 Teaser: Nerdtalk Extended - Filmposter incoming!
00:28:57.526 Podcastempfehlung: “Sträter - Bender - Streberg”
00:34:36.662 Der Vorname
00:44:00.226 25 km/h
00:56:18.050 Osmosis
01:05:19.098 Bonding
01:11:58.520 Merz gegen Merz
01:20:16.512 Du gegen die Wildnis
01:28:02.177 American Horror Story, Staffel 7
01:32:03.947 The Umbrella Academy
01:32:41.857 Avengers Endgame - haben wir nicht geschaut. Reden wir aber trotzdem drüber. Ohne Spoiler. Geht ja auch nicht. Haben den Film ja auch nicht gesehen.
01:48:53.477 Spoilertank: Der Vorname


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8 Gedanken zu “Nerdtalk Sendung 534 – Die Sendung ohne Avengers: Endgame. Fast.”

  1. so mal eben auf dem Flug nach Hanoi euren Content gegönnt (nachdem ich mir Annihilation im Flugzeug gesehen habe…irgendwie gar nicht mal so gut der Film)

    danke dafür, dass ihr die Top 5 Ideen in einem Pool sammelt 🙂

    muss euch auch noch Recht geben, was den ganzen Marvel Hype betrifft…hab mich vor ein paar Jahren auch von den ganzen Superhelden-Filmen distanziert…jeder der Filme besteht aus dem obligatorischen CGI-Overkill und den coolen Sprüchen der Protagonisten. Der Großteil meiner Kumpels feiert das MCU auch hart ab, auch wenn sie teilweise zugeben, dass gefühlt 17 der 21 Filme nur semi-gut sind

    @Phil, du ziehst deinen Hut davor, dass die Vielzahl der Filme raffiniert miteinander verstrickt sind? 😛 muss dir da widersprechen…99 Prozent aller Verknüpfungen der Filme basiert darauf, dass nach den Filmen immer durch die ganzen Post-Credit-Szenen irgendwelche Handlungen für die kommenden Teile künstlich kreiert werden, würde das aber nicht als Geniestreich bezeichnen.

    Macht euch auf jeden Fall nur sympathischer, dass ihr dem Mainstream-Hype nicht blind folgt. Ich persönlich freue mich auf den kommenden Jokerfilm mit Joaquin Phoenix (weil kein CGI Gedöns, sondern hoffentlich eine spannende Charakterstudie eines Bösewichten, der von der Gesellschaft geschaffen wurde)

  2. Wir müssen auch den gleichen Netflix Account haben, denn die drei Serien (Osmosis, Bonding und der Wildniskram) wurden auch bei mir auf den Account prominent beworben, obwohl mich keine davon interessiert. Ich finde den Netflix Algorithmus echt nicht so gut. entweder bietet er allen bestimmmen Content an oder ich muss Suchen was ich sehen möchte.

  3. Hmm, höre euch wie immer gerne zu, wenn mir auch eure wirklich manchmal einseitige Herangehensweise an das MCU anfängt zu nerven. Hier wäre es mal interessant, wenn es eine echte Disskusion geben könnte. Aber da ihr drei euch da ja weitestgehend einig seid, endet es immer mit dem gleichen Konsens.
    Daher hier jetzt meine Meinung, ob ihr wollt oder nicht.
    Ich würde mich nicht als krassen Fanboy von Comic Verfilmungen bezeichnen. Habe selber in meiner Jungend wenige gelesen, womit ich auch nicht viel darüber sagen kann, wie nah solche Filme an ihren Vorlagen sind. Trotzdem vermögen diese Filme mich doch zu unterhalten. Natürlich sind sie oftmals sehr kurzweilig, aber genau das will man auch ab und zu. Für mich geht ihr all zu oft total verkopft an Filme heran. Das funzt aber bei diesen Filmen nicht. Und die Millionen Menschen die diese Filme mögen Pauschal für dumm zu halten……naja. Wie gesagt, echt einseitig was das angeht ab und zu. Ich liebe Kino und da darf es gerne Filme mit ganz viel Tiefgang und Platz für Interpretation und Diskussionen im Anschluss geben, aber ab und zu darf es auch mal kurzweilig und “stumpf” sein. Man weiß worauf man sich einlässt und das ist auch OK. Was ist schlimm an einem CGI Spektakel? Ich liebe es ab und zu diesen visuellen Overkill auf die Augen zu bekommen. Ab und zu mal in Welten abtauchen die natürlich nicht real sind und zugegebener Weise oft jeglicher Logik trotzen. Ist das nicht auch der Sinn von Kino? Und ich bitte euch, Comics und Filme die auf ihnen basieren, funktionieren neunmal immer nach dem gleichen Schema. Superheld, Bosewicht der Welt oder Superheld zerstören will, Held rettet Welt. Fertig! Na und? Ein bekanntes Schema verfolgen bestimmt 90 % aller Filme. Also kurzgemacht. Echte Gründe für euer schlechtes Bild über diese Filme liefert ihr mir nicht. Natürlich muss man sie persönlich nicht mögen, aber alle anderen sind ja nicht dämlich, nur weil sie solche Filme unterhaltsam finden. Filme müssen auch nicht immer das Genre neu erfinden um zu unterhalten. Also eine kurze Zusammenfassung der +Punkte aus meiner Sicht.
    – gute Effekte und Action Szenen denen man das Geld ansieht, das drinsteckt.
    – fantastische Welten und unglaubliche Kräfte
    – zumindest bei MCU eine gute Komik die sich selber nicht so ernst nimmt
    – und auch wenn hier in den Kommentaren schon anders behauptet, sind durchaus gut durchdachte Verflechtung der Einzelnen Filme ineinander (MCU)
    Sry, Ich höre euch echt gerne, aber bei dem Thema ist mir eure Meinung oft zu wenig differenziert 😉 Ansonsten weiter so

  4. @Hardios: Ich glaube, dazu habe ich auf Facebook einen passenden Kommentar gepostet.
    Hier der Direktlink: https://www.facebook.com/nerdtalk.de/posts/10157219593113524?comment_id=10157219726473524&reply_comment_id=10157220080983524&comment_tracking=%7B%22tn%22%3A%22R%22%7D

    Für diejenigen, die Facebook eher ungeil finden (es ist euch nicht zu verübeln!):
    […] was wir da gerade erleben, ist irgendwie ein unschöner Teufelskreis, aus dem wir gern ausbrechen würden. Aber aktuell scheint es ja nicht zu gehen.

    Wir haben ja in der aktuellen Sendung dargestellt, dass wir beide irgendwie Actionfilm-übersättigt sind. Das ist allem voran auf jeden Fall Marvel und DC zu verdanken: Allein vom MCU gab es in den letzten 10 Jahren 21 Filme. Das sind statistisch zwei Filme pro Jahr mit einem respektablen Budget und auch einer respektablen Optik.

    Was haben wir vor 10 Jahren den ersten Iron Mans nachgefiebert, auch der erste Avengers hat uns weggerockt. Aber irgendwann tritt schon eine gewisse Sättigung ein, denn nicht nur Marvel buhlt um die Zuschauer, auch DC und dann noch Produktionen, die ebenfalls groß sind (Star Wars, Fast & Furious, Mission Impossible, …).

    Ich schaue gern Hirn aus-Filme und lass mir Abends das Gehör durchblasen, weil alles um mich herum akustisch einstürzt. Aber solche Filme wirken doch nur, wenn sie ein Event sind. Zumindest bei mir/uns. Und 10 Jahre lang alle sechs Monate ein weiterer hochqualitativer Actionfilm, allein aus dem MCU, das senkt zumindest bei mir die Begeisterungsfähigkeit, weil alles schon einmal gesehen wurde und man sich nur noch CGI-Schlachten übertrumpft.

    Filme wie John Wick oder Mission: Impossible – Fallout loben wir aufgrund der Bodenständigkeit der Kämpfe. Captain Marvel wegen der schon fast mütterlichen Inszenierung, Spiderman: Homecoming wegen der comicartigen Inszenierung, selbst für Aquaman habe ich gute Worte übrig gehabt.

    Es ist also nicht so, dass wir Actionfilme per se schlecht finden – oder ihnen keine Chance geben. Doch die lobenswerten Bereiche sind nicht “Kopf aus” oder “fette Action”, sondern etwas Neues, cleveres. Und das fehlt bei vielen Blockbustern der CGI-Action-Riege.
    Wir lechzen nach cleveren Filmen, ganz unabhängig, ob Mainstream oder Independent. Doch aktuell sind wir von diesen Riesen-Blockbustern recht enttäuscht, weil wir häufig das selbe erleben.

    Also suchen wir andere Filme – und landen eben beim Programmkino (was ich aus vielerlei Gründen auch grundsätzlich als Alternative zum Blockbuster sehe).
    Wir werden also leider bei vielen Versuchen, dem aktuellen Trend eine Chance zu geben, häufig in unseren Ansichten bestätigt, was wir dann auch mit euch teilen.

    Aber oben erwähnte Filme zeigen ja, dass auch die Produktionsfirmen gemerkt haben, dass es eine Übersättigung gibt, und lenken schon in vielen Filmen gegen.

    Von daher bin ich zuversichtlich, dass es bald wieder mehr Filme gibt, die “Kopf aus”-Faktor mit Cleverness verbinden können. 🙂

  5. @phil: Entschuldige bitte. Facebook nutze ich tatsächlich nicht. Dabei passt dein Kommentar sehr gut zu meinen. Ich möchte dir da auch in vielen Punkten Recht geben. Eine solche Aufklärung fehlt mir halt im Podcast ab und zu, oder sagen wir mal etwas zu kurz. Wie gesagt, jede Meinung wird akzeptiert. Ich verstehe euren Standpunkt sogar. Ihr schaut auch nochmal deutlich mehr Filme, als ich es von mir behaupten kann. Da wird es einem wohl auch schneller zu viel, mit dem “immer gleichen” Comic Verfilmungen. Mir persönlich fehlte halt bei diesem Thema einfach manchmal die kritische Diskussion, die meiner Meinung nach halt nur entstehen kann, wenn es Für-und Wiedersprecher gibt. Ich weiß Phil, du machst es immer wieder, gibst aber manchmal gegen den lauten Micha zu schnell auf. 😉 Wenn ich noch eins zu dem Thema sagen darf. Ich versuche diese Filme ( MCU ) als Serie zu betrachten. Dann sind 21 Filme in 10 Jahren gar nicht so wild oder? 😀 Und wie bei jeder Serie gibt stärkere und schwächere Folgen. So ist es sicher auch hier. Aber die Enden einer Staffel geben oft nochmal Vollgas. So auch hier. Ich finde die beiden Avengers Teile durchaus unterhaltend und Facettenreich. Und am Schluss von Endgame haben gestandene Kerle neben mir geheult wie Schlosshunde. Natürlich bekommt man oft nicht die spannendste Story mit dem heftigsten Plottwist, aber ich finde die Mühe der Drehbuchmacher ist zu erkennen. So, Jetzt aber genug davon. Ich stimme deinem Post ansonsten zu und mag euch Jungs auch super gerne zuhören.
    Also falls das noch nicht richtig rübergekommen ist. Hier noch mal ein riesen Lob für eure ganze Mühe und Arbeit die sicherlich hier in eurem Baby steckt. Es ist wirklich sehr unterhaltsam und oft auch wirklich komisch euch zuzuhören. Trotzdem fehlen keine wichtigen Infos. Also Daumen hoch! Macht bitte weiter so.

    PS. Sorry für meine unterirdische Rechtschreibung. Ich versuche das nächste mal die Audiokommentarfunktion zu nutzen. Zu spät gesehen.

  6. Hier noch paar Vorschläge für die Top 5-Ausgaben:
    Die gruseligsten/besten Horrorfilme, Filme von denen ihr gerne eine Fortsetzung haben würdet, Eure Lieblingsserien, Beste Regisseure, Beste Mindfuckfilme/ Filmtwists (da beschwere ich mich dann auch nicht über Spoiler :D).

    Noch kurz zur Marvel Diskussion: Ich habe Endgame sowie Infinity War nicht gesehen und bin auch ganz froh darüber. Jeder Hype um einen Marvel Film hat sich für mich letztendlich als heiße Luft entpuppt, man wurde jedes mal aufs Neue enttäuscht und ich werde keinen Cent mehr für diesen Einheitsbrei ausgeben. Zerstörte Städte, unlustige Witze und immer gleiche Actionsequenzen bis zum Abwinken, mehr ist Marvel für mich nicht. In 30 Jahren wird man zurückschauen und sich fragen warum diese Filme derart viel Erfolg hatten, weil außer ein paar Spezialeffekten nicht viel übrig bleibt. Die Dark Knight Reihe bleibt für mich die einzig relevante Superheldenverfilmung, die alles hat, was Marvel nie bieten konnte: Ernsthaftigkeit, hervorragende Antagonisten und eine Story mit Tiefgang.

  7. @hardios:
    Dann will ich auch noch mal als Nerdtalker meinen Senf zu der Thematik abgeben. Als allererstes (ganz lieb gemeint): bitte ganz schnell das “Wenn ich noch eins zum Thema sagen darf” abgewöhnen. Klar darfst Du! Du sollst sogar! Rückmeldungen jeglicher Art freuen uns und regen uns an, uns damit zu beschäftigen, es vielleicht zu verinnerlichen und besser zu werden. Also: immer her damit!

    Was das Thema an sich angeht… Ganz so schwarz-weiß will ich das nicht stehen lassen. Ich gebe zu: mein Interesse an MCU-Filmen geht inzwischen gegen null, obwohl “Iron Man” für mich einer der tollsten Filme überhaupt ist. Das liegt nun aber nicht daran, dass diese Filme keinen Anspruch haben und ich lieber was verkopft-intellektuelles gucken will. Es liegt einfach nur daran, dass ich in den ganzen MCU-Filmen, die ich bis auf wenige Ausnahmen auch alle gesehen habe, schon so ziemlich alles gesehen habe. Da wurde New York fast zerstört, da wurden ganze Erdteile dem Boden gleich gemacht und in “Guardians Of The Galaxy” gar ganze Universen zerstört. Für mich hat sich das inzwischen so gesteigert, dass der Reiz des Neuen verflogen ist. Es ist immer ein “Nur noch mehr vom schon Bekannten”-Film. Mein liebstes Gegenbeispiel ist “The Dark Knight”. Da wird viel Fokus auf die Charaktere gelegt und die Action-Sequenz, die (zumindest ich) noch am meisten in Erinnerung habe ist ein sich überschlagender Truck. Eben kein Mond, der die Erde zerstört oder ähnliches. Während in “The Dark Knight” die Biographien der Charaktere Auswirkungen auf ihre Handlungsweisen haben, sind die Personen im MCU-Universum oft nur Abziehbilder ewig gleicher Stereotypen. Nerds, die auf einmal zu Helden werden und lustige Sidekicks (I am Groot!), die sich mit der 21. Verfilmung dann auch irgendwann abgenutzt haben.

    Auf der anderen Seite: ich habe erst kürzlich von “Deadpool 2” geschwärmt, weil er so schön blöde war. Ein richtig schöner “Kopf aus uns Spaß haben”-Film. Klar muss es sowas auch geben! Und einer Meinung sind wir auch nicht immer. Ich kann mich noch gut an Diskussionen über “Wonder Woman” und ähnliches erinnern. Wenn Micha in so einem Film dann wieder ein Bollwerk des Feminismus hineininterpretiert, plädiere ich immer gerne dafür, nicht zu viel nachzudenken, sondern einfach den Kopf auszuschalten und zu staunen. Sich einfach berieseln lassen. Sowas gibt es also durchaus auch bei unseren Diskussionen. Andererseits gab es auch Filme, die mir einfach zu wenig “Fleisch am Knochen” hatten, bei denen ich mich belehren musste, dass man bei Unterhaltungs-Filmen eben auch mal nicht zu viel erwarten, sondern einfach nur genießen soll.

    Und falls mal wieder ein echter No-Brainer mit Comic-Vorlage gesucht wird, da empfehle ich weiterhin “Polar” bei Netflix. Nicht, dass mir hier einer zuviele Arthouse-Filme guckt. 😉

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