Nerdtalk Sendung 309

Gesehene Filme:

Only God Forgives * (WerStreamt.es?)
Oh Boy * (WerStreamt.es?)
La Grande Bellezza * (WerStreamt.es?)

Vorgestellte Filmstarts der Woche

The Conjuring

Die Schlümpfe 2

Die Möbius-Affäre

Sonstiges / Links

Was ist ein Überwachungsstaat?



Feedback

Social Media

Support

Kontakt

25 Gedanken zu „Nerdtalk Sendung 309“

  1. Hi, was ist den diese Woche los – hat euch jemand im Arthouse-Kino eingesperrt? 🙂

    Bin sehr positiv überrascht von euer Filmauswahl – gerade Oh Boy und La Grande Bellezza sind wirklich gut. Und am Ende sogar noch Literaturtipps

    La Grande Bellezza ist wirklich ein guter Film, aber hat mich im Endeffekt nicht restlos überzeugt. Der Film will das “La Dolce Vita” unserer Zeit sein, ohne aber die Brillanz von Fellinis Meisterwerk zu erreichen. Wenn dir der Film gefallen hat, Lars, guck unbedingt “La dolce Vita”, müsste genau dein Fall sein. Auch die meisten anderen Filme von Sorrention sind echt einen Blick Wert, vor allem „Le conseguenze dell’amore“.

    Zu Only God Forgives: Wenn Nicolas Winding Refn wollte, das Drive-Fans keinen Spaß mit dem Film haben, und das auch so eintrifft – ist dem Film dann nicht genau das gelungen, was er wollte? Filme haben ja die sehr faszinierende Möglichkeit ganz bewusst auf Ablehnung des Zuschauers abzuzielen. Refn hat sich anscheinend sehr über die Begeisterung für Drive geärgert und sich missverstanden gefühlt – Viele fanden Drive “cool”, haben sich aber mit der Thematik wohl für Refns Geschmack zu wenig auseinandergesetzt, also hat er hier den Holzhammer ausgepackt und prügelt dem Zuschauer immer wieder wütend „DAS IST NICHT COOL“ ins Gesicht.
    Ich bin auch nicht restlos überzeugt von dem Endergebnis, habe aber irgendwie Spaß an dem Ärger und der Frustration, den der Film bei Drive-Fans ausgelöst hat. Finde viele Kritiken lesen sich wie wütende Kinder, denen jemand die Süßigkeiten vorenthalten hat, auf die sie sich gefreut haben. Finde das Thema “Gewalt ist nicht konsumierbar, oder sollte zumindest nicht konsumierbar sein” solide verarbeitet, besser als z.B. bei Michael Haneke in Funny Games der ja in eine sehr ähnliche Richtung geht.
    Zu euer Diskussion der Überwachungsthematik:
    Ich muss gestehen, dass ich mich bei der Thematik als Einzelbürger sehr hilflos fühle. Klar bin ich auf Demos, aktives Mitglied einer Partei u.s.w. , aber auch wenn ich sonst diesem weitverbreiteten Zeitgeist kritisch gegenübersteht, laut dem Postdemokratie (nach Colin Crouch) in vollem Maße Realität fühl ich mich hier vom Umfang der Problematik erschlagen
    Stimme hier eher Phil zu und halte Lars Position leider für (wie er sie ja auch selber bezeichnet) etwas naiv – durch Metadatenanalyse und „Big Data“- Suchmachschinen (auch z.B. eben XKey-Score) kann jeder Einzelne betroffen sein, unabhängig von der Datenmenge. Natürlich ist Paranoia keine sinnvolle Lösung, niemand sollte Angst vor seinem Staat haben, aber ein ambivalentes Verhältnis zur Geheimdiensten und staatlichen Sicherheitsstrukturen ist wichtig. Die effizienteste Lösung wird wohl (sowohl in den USA als auch in Deutschland) eine stärkere parlamentarische Kontrolle sein, und die ist durchaus mit den Maßnahmen, die mir als Bürger zur Verfügung stehen, zu erreichen. Ich finde z.B. auch den Umgang der Opposition in Deutschland mit den Enthüllungen passend und ausreichend, mehr können abwägende Politiker mit der Hoffnung auf Regierungsbeteiligung natürlich nicht tun.
    Wenn ich aber Aussagen wie von Hans-Peter Friedrich oder Otto Schilly (im aktuellen Spiegel-Interview) höre wird mir übel, vor allem der Versuch, den öffentlichen Aufschrei mit „Antiamerikanismus“ gleichzusetzen. Das wichtigste ist, das wir nicht versuchen das Problem zu relativieren um uns in illusorischer Sicherheit zu wiegen.

  2. Es wäre übrigens cool, wenn man Kommentare bei euch editieren könnte. Ohne Absätze lesen ja noch weniger meinen dümmlichen Textschwall 🙂

  3. Die Sache mit Only God forgives ist wenig überraschend. Winding Refn steht für prätentiösen, inhaltslosen Käse. Auch Drive ist ein extremer Blender. Der beste Film mit Ryan Gosling bleibt deshalb für mich auch Lars und die Frauen.

    Zu Lars’ Position bezüglich PRISM und Tempora werfe ich mal die Begriffe “Backpack” und “Pressure Cooker”. Einfach mal googlen (oder besser nicht 😉 ). In Kombination mit bestimmten Entwicklungen, die sich z.B. in Italien, Russland und Ungarn zeigen (diese Staaten sind hier direkt vor unserer Haustür, keine dunklen Zukunftsvisionen) ist die flächendeckende Überwachung aller Bürger sehr problematisch. Das Potential für Missbrauch ist quasi unendlich groß.

    In Anbetracht dessen, dass es wahrscheinlicher ist, von einem Polizisten erschossen zu werden, als bei einem Terroranschlag umzukommen, sind auch solche Aussagen unserer Kanzlerin sehr besorgniserregend: http://udovetter.de/lawblog/merkel_os.mp3

    Danke für das Fanpaket! Ich freue mich schon sehr auf den Comic.

  4. “Winding Refn steht für prätentiösen, inhaltslosen Käse.”

    Was für eine merkwürdige Aussage. Wo genau ist den Drive – eine Hommage an Filme wie Bullit oder Walter Hills “The Driver”, beides sicherlich keine hohe Kunst, oder ? – prätentiös? Oder ein simpler CRime/ Thrillerfilm wie Bronson ? Wo genau wird da etwas vorgetäuscht? Das Wort hat wohl auch einen Bedeutungswandel zu “alles was ich nicht mag” erfahren.

  5. Ich halte mich mal an Drive, weil ich den von Refns Filmen noch am besten kenne. Dort wird einfach nichts erzählt. Die hochtrabende Bildsprache findet sich inhaltlich überhaupt nicht wieder, sodass die ganzen Standbilder einfach ermüdend sind. Dazu kommt die überbordende Gewalt, die als Gegensatz zum ruhigen Rest des Films sehr offensichtlich das darstellt, was Schiller als “Affekte” bezeichnen würde: Oberflächliche Effekthascherei. Jedes Katzenvideo ist tiefsinniger als Drive. Da wo Tarantino mit seinem Filmwissen prahlt findet man bei Refn Standbilder, Neonlampen und ziemlich tolle Soundtracks. Die emotionale Ebene des Films wird von entmenschlichten Figuren und die inhaltliche von einem Plot auf dem Niveau von Fast & the Furios unzugänglich gemacht. Das reicht mir nicht und wenn der Inhalt nicht das widerspiegelt, was die Verpackung verspricht ist eine Sache genau was ich schon schrieb: Prätentiös.

    Ich habe Drive im Dezember 2011 in einer Sneak Preview gesehen, bevor ich auch nur eine Rezension dazu gelesen habe. Ich habe mich während der Vorstellung viel gelangweilt, aber auch viel gelacht, weil ich den Film oftmals als unfreiwillig komisch empfand. Das Brimborium um den Film hat sich mir nie erschlossen.

  6. @Teo

    Mit der Zeit wurde Drive zu meinem absolutem Lieblingfilm, und bin etwas fassungslos was du da schreibst. Das war auch der einzige Film in meinem Leben, wo ich nach dem Kinogang wirklich den Drang hatte, ihn gleich nochmal zu schauen.

    Nach dem Blu-Ray Release hab ich mich nochmal in den Film verliebt. Er hat mich quasi nicht nur mit seinem ausgezeichnetem Soundtrack hypnotisiert, sondern das ganze Filmprojekt an sich.

    Der Streifen vereint so vieles: Liebesfilm,Action,Autojagd,Thriller,Drama. Du weisst nie was auf dich zukommt.
    Der Hauptdarsteller ist ein schleichender Psychopath und Antiheld, die Liebe zwischen ihm und Carey Mulligan ist so wunderbar rein, dass man sowas auch selten sieht. Keine platten Fickszenen oder sowas, es war auf einer ganz anderen ebene.

    Die Farben,die Autofahrten mit der genialen Musik, der tolle Cast. Für mich ein perfekter Film durch und durch.

    Schau dir den mal ein 2. Mal an. Ich hab schon von etlichen Leuten gehört, dass die beim 2. Mal wesentlich begeisterter waren

    Ich war nach dem 2. Mal so fasziniert von dem Film, dass ich mir sogar so eine Skorpionsjacke bestellt habe. Es steht erstaunlicherweise nicht nur Gosling gut

  7. Wie gesagt: Der Soundtrack und das Spiel mit dem Neonlicht sind durchaus schöne Sachen, aber die Story ist eine ziemlich klassische Damsel in Distress-Geschichte (http://tvtropes.org/pmwiki/pmwiki.php/Main/DamselInDistress?from=Main.DistressedDamsel), nur dass der Klempner diesmal ein autistischer Autofreak ist (Ron Perlman hat sogar eine gewisse Ähnlichkeit mit Bowser 😉 ) Es gibt nur eine Hand voll Figuren, die überhaupt menschliche Züge haben, die meisten könnten kaum flacher sein. Von einem Film, der so tiefsinnig tut, erwarte ich einfach ein bisschen mehr als, eines der am häufigsten gebrauchten Tropes noch einmal vorzukauen.

  8. Ich will Drive jetzt weder in den Himmel loben, noch verteufeln, aber ich verstehe deinen Kritikpunkt nicht – wo genau tut Drive den tiefsinnig?

    Es ist absolut legitim das der Film dir nicht gefallen hat – jeder Mensch reagiert auf einen Film anders, Objektiv gute oder schlechte Filme wird es nie geben.

    Ich finde nur das prätentiös hier ein absolut falsches Wort ist – ich persönlich habe im ausreichenden Maße Zugang zu den Figuren gehabt. Ich kann an Goslings und Mulligans Performances wenig entmenschlichtes finden – es gibt so viele einfache, sympathische Momente, ohne dass die Liebesgeschichte kitschig wird. Gerade über Blicke, über Reaction-Shots und eben über Soundtrack und Bildsprache wird hier genug vermittelt um über die knappen Dialoge hinwegzuhelfen – lies dir mal das Script durch, ich finde James Sallis Roman ist in dem Film schon gut umgesetzt.

    http://www.imsdb.com/scripts/Drive.html

    TV-Tropes finde ich eine alberne und meistens sehr pendantisch Seite. Nur weil ein Film sich einem Tropus bedient macht ihn das nicht schlechter, über Tropen die Qualität von etwas ermessen zu wollen funktioniert nicht. Der Super-Mario vergleich ist vollkommener Blödsinn und das ist dir auch selbst bewusst.

    Nur weil du etwas nicht magst, ist es nicht prätentiös. Ich lese aus dem was du schreibst eine Ablehnung heraus, weil Anderen der Film sehr gut gefallen hat – das Brimborium ist da, weil Menschen in dem Film eben mehr gesehen haben als in einem Katzenvideo oder The Fast and the Furious.

  9. Tropes sind nicht albern, sondern kommen in allen Formen des Geschichtenerzählens zum Einsatz. Sie sind ein Hilfsmittel, um Plots zu strukturieren bzw. zu analysieren. Man kann damit sowohl die Motivik von Literatur oder Comics, als auch Filmen und Serien genauer betrachten. TV-Tropes ist wahrscheinlich die umfangreichste Datenbank dieser Plotdevices. Du hast mich da wahrscheinlich falsch verstanden: Jede Geschichte enthält Tropes, meine Kritik bezieht sich nicht darauf, dass Drive überhaupt welche beinhaltet, sondern dass die gesamte Story von Drive auf einem der billigsten und am häufigsten verwendeten Tropes überhaupt aufbaut. Dabei wird der Grundidee kaum etwas hinzugefügt. Held rettet Frau. Ein bisschen Mafia hier, ein toter Sidekick da. Usual Business. Dabei wird mir aber durch die Bildsprache die ganze Zeit etwas ganz anderes versprochen. Ich habe mich regelrecht verarscht gefühlt, als der Abspann einsetzte. Ich habe irgendeinen interessanten Twist oder eine krasse Enthüllung erwartet, aber nichts da. Nur gähnende Langeweile.

    Ausser der Figur von Bryan Cranston und Mulligens Knacki zeigt kaum eine Figur menschliche Züge. Selbst in Extremsituationen scheint alles egal zu sein. Damit bleibt der Film für mich immer lauwarm. Ich schiebe das nichtmal auf das Schauspiel der Darsteller, die haben ja schon in anderen Filmen gezeigt, dass sie es anders können. Der Pferdefuss ist für mich hier eindeutig Refn.

    Wie schon gesagt: Meine Meinung zu dem Film hatte ich schon, bevor ich den Hype um Drive überhaupt realisiert habe. Das ist keine simple Anti-Haltung. Übrigens bin ich mit meiner Meinung nicht alleine: http://youtu.be/Gb_yqoFrycw

  10. Ah, mir fällt gerade ein, dass ich sogar kurz nach dem Kino-Besuch eine Kritik zu Drive auf meinem alten Blog geparkt habe:

  11. Es sagt keiner das du mit der Meinung alleine bist – im Gegenteil, Refn-Filme sind immer sehr spaltend, sowohl unter Kritikern als auch unter Zuschauern. Natürlich hast du bis zu einem gewissen Grad eine Antihaltung – wenn Leute eine Reaktion oder eine emotionale Wirkung eines Films beschreiben, die man selber nicht Empfunden hat, ist kognitive Dissonanz ja etwas ganz natürliches. Ich sage ja nur das deine Ablehnung gegenüber dem Film eben auch dem “Hype” um dem Film gilt was zu einem insgesamt schlechteren Urteil führt.

    Was Tropes sind weiß ich, ich habe nicht gesagt das sie albern sind, sondern nur das die Seite TVTropes halt wirklich furchbar ist. Tropen selber sind vor allem ein Werkzeug, um Filme in ihrer Sprache zu analysieren, sind für mich aber kein gutes Utensil, um sich ein Urteil über die Wertigkeit eines Films zu erlauben. Natürlich ist der Übergang zwischen Hommage und Pastiche fließend, aber ich finde Refn findet in dem Stoff genug eigenes und erzählt die, zugegeben simple, Story auf sehr eindringliche Weise.

    Wer einen Regisseur sehen will, der wirlich kalte, distanzierte, unemotionale und entmenschlichte Filme macht soll sich Christopher Nolan angucken, oder Zack Snyder oder viele andere “Comic”-Regisseure.

    Es gibt sicher Regisseure, die Figuren wenig tiefe geben weil sie Filme machen als eine primär intellektuelle Tätigkeit verstehen – das passiert zum Beispiel manchmal bei einem Steven Soderbergh oder einem Andrei Tarkovsky.

    Refn kann man beides nicht vorwerfen,ich denke er ist eben primär ein visueller Künstler und kein großer Geschichtenerzähler.

  12. “Refn kann man beides nicht vorwerfen,ich denke er ist eben primär ein visueller Künstler und kein großer Geschichtenerzähler.”

    Da sind wir uns also einig 😉

    Wenn ich aber nichts zu sagen habe, warum mache ich dann einen Film mit verfluchten 100 Minuten und kein Musikvideo?

  13. Weil Filme mehr sind als ihre Narrative, mehr als ihre Geschichte. Filme als Gesamtkunstwerk sind eben auch Darsteller, Kamera und Bild, Musik u.s.w.

    Nicht jeder Film braucht eine gute oder überhaupt eine Handlung. Guck dir Regisseure wie Gus van Sant (z.B. Elephant), Sophia Coppola (Lost in Translation) oder Terrence Malick (Thin Red Line, Badlands). Oder Richard Linklater, alle Mumblecore-Filme u.s.w. Man kann einen berührenden, beeindruckend oder spanenden, lustigen oder traurigen Filme ohne jegliche Handlung schaffen.

    Und ein vor allem visueller Künstler zu sein ist nicht etwas negatives und taugt zu weit mehr als Musikvideos: Für mich sind auch Filmschaffende wie Stanley Kubrick, Steve McQueen oder (der frühe) Ingmar Bergman visuelle Künstler, das macht sie nicht oberflächlich, belanglos oder gar “prätentiös”.

  14. Ich möchte aber Filme sehen, aus denen ich irgend einen Mehrwert ziehen kann. Kubrick schafft es wie kein anderer Regisseur eine Projektionsfläche zu schaffen, auf der sich der Zuschauer auslassen kann. 2001 ist visuell wie inhaltlich ein Meisterwerk, weil er Leerstellen hat, die es zu füllen gilt, weil er inspiriert, weil er zum Träumen einlädt. Bei Drive gibt es das nicht. Refn macht es sich einfach. Er kennt sich mit Werbefilmen aus, baut einen mit 100 Minuten Laufzeit und bewirbt dabei nichtmal etwas. DAS ist das Prätentiöse an Drive. Er ist inhaltsleer, hat keine Aussage, sieht nur hübsch aus und hat mich persönlich nichtmal unterhalten. Ein Aufschneider aus dem Lehrbuch.

  15. Ich glaube diese Diskussion führt langfristig zu nicht, irgendwie erschließt sich mir deine Argumentation nicht. Es ist absolut legitim, dass dir der Film nicht gefallen hat und du dich nicht unterhalten gefühlt hast. Aber das macht Refn nicht zum Aufschneider. Ist jeder Regisseur ein Aufschneider, der dich nicht ausreichen unterhält ? Und wo krieg ich das Lehrbuch für Aufschneider her, das ist sicher spannend. 🙂

    Du sagst 2001 inspiriert und lädt zum träumen ein. Stimmt, ein fantastischer Film. Aber genau wie Drive wurde der Film von zeitgenössischen Kritikern als prätentiöser Unsinn verteufelt und als leer und geistlos beschimpft. Und das ist sogar noch besser nachvollziehbar als bei Drive, schließlich hat 2001 20 Minuten Falschfarben zu klassischer Musik. Ich werde und will dich nicht überzeugen, sondern nur sagen, dass ich in Drive mehr gesehen habe als nette Bilder: Es ging für mich um Einsamkeit, um Isolation und um leere, um die Frage, ob es Helden gibt und Menschen solche sein können. Du kannst ihn weiter als Leer empfinden, aber verabsolutier bitte nicht und tue nicht so, als ginge es hier um objektive Fakten.

  16. Na, ich würde eben auch gerne verstehen, was alle an dem Streifen finden. Ich seh’s nur einfach nicht. Dieses Einsamkeits-Ding kommt bei mir überhaupt nicht rüber, weil die Figuren so offensichtliche, flache Plotdevices sind und ich einfach keine Empathie für sie empfinden kann.

    2001 und Drive spielen in ganz verschiedenen Ligen, daher meine kleine Empörung, als du Kubrick ausgepackt hast 😉

  17. Kein Sorge, wollte die Filme nicht gleichsetzten, Refn ist sicher kein Kubrick und wird es auch wohl nie sein. 😉 Hatte nur das Gefühl du gehst zu hart mit Drive um. Schau dir vielleicht mal Bronson oder Pusher von Refn an und guck ob die Filme dir mehr zusagen.

  18. Jurassic Park gewinnen? Bei uns ist das möglich.
    Einfach als erster unter diesen Kommentar selbst kommentieren und schon kommt die Triple-Box zu euch nach Hause.

    Fresst euch nicht gegenseitig auf 😉

  19. Only God Forgive hat mich auch ziemlich ratlos zurückgelassen. Eine nur angedeutete Handlung, kaum Dialog. Starre Blicke. Drive hat mir dich um Längen besser gefallen. Drive hat wirklich eine Geschichte erzählt UND hat diese stylisch und kunstvoll verpackt. Only God Forgives war mir wirklich zu auf Lynch getrimmt.

Schreibe einen Kommentar