Nerdtalk Sendung 426

Lars schaute exklusiv ZOOMANIA, Phil dafür DEADPOOL und THE FOREST. Lars holte SILVER LININGS nach, Phil dafür TAXI DRIVER. Zudem legt Phil ein gutes Wort für KARTOFFELSALAT ein, Lars kontert mit BETTER CALL SAUL.

Gesehene Filme:

Zoomania
Deadpool
The Forest
Silver Linings
Kartoffelsalat
Better Call Saul
Taxi Driver

Vorgestellte Filmstarts der Woche

Hail, Caesar!

Colonia Dignidad

Zoolander 2

Midnight Special

Erschütternde Wahrheit

TIMECODES:
00:08:21.010 Filmstarts der Woche
00:28:19.627 Besucher-Tippspiel
00:32:19.757 HTTP-Statuscode 426
00:36:41.157 Zoomania
00:54:50.205 Daedpool
01:14:18.439 The Forest
01:31:45.658 Silver Linings
01:42:11.731 Kartoffelsalat – nicht fragen!
01:56:34.458 Better Call Saul
02:04:08.828 Taxi Driver
02:17:05.287 Sonstiges / Links



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6 Gedanken zu “Nerdtalk Sendung 426”

  1. “Deadpool” fand ich ebenfalls ziemlich gut. In der Kampfszene mit Colossus hatte ich Tränen in den Augen vor Lachen. Übrigens war etwa 1/3 des Publikums bei meiner Sichtung weiblich. Ich selbst war in weiblicher Begleitung und sie fand den Film ebenfalls gut. Ich glaube also nicht, dass “Deadpool” unbedingt ein “Männerfilm” ist.

    Kurzer Hintergrund zu “The Forest”: Den Aokigahara in Japan (https://en.wikipedia.org/wiki/Aokigahara) gibt es tatsächlich und dort hat er den Beinamen “Suizid-Wald”, was daran liegt, dass er so ziemlich der beliebteste Ort für Selbstmord in Japan ist (ausserhalb der eigenen vier Wände). In 2010 gab es dort ca. 250 Suizidversuche, was wohl auch mit dem steigenden Bekanntheitsgrad der Legenden um den Wald zusammenhängt. Die Polizei läuft regelmäßig Streifen durch den Wald, um eventuelle Selbstmorde zu verhindern. Wenn man also nicht gerade versucht sein eigenes Leben zu beenden, ist Aokigahara wahrscheinlich einer der sichersten Wälder in Japan.

  2. Hi Leute,

    wollte nur mal kurz meine Meinung zu “The Forest” abgeben. Habe den ebenfalls letzten Sonntag gesehen und ich fand den wirklich richtig mies. Bin echt großer Fan von Horrorfilmen und hol mir echt viel Schrott, auch viele Direct-to-DVD Produktionen und kann meist echt aus dem billigsten Horrorfilm noch was positives rausziehen aber The Forest war für mich eine einzige Enttäuschung von vorne bis hinten.

    Ich habe echt auch nichts grundsätzlich gegen diese “quiet-quiet-bang” momente wie ihr sie nennt (dürfte das selbe sein wie Jumpscares oder? Ist glaube ich der geläufigste Begriff hierfür) , aber wenn die so inflationär und uninspiriert eingesetzt werden wie in diesem Film ist das einfach nur noch nervig.

    Phil hat glaube ich ca. 3 dieser Momente im Film gezählt. Ich glaube aber das dreifache hiervon kommt der Realität etwas näher… Und wirklich jeder einzelne (bis auf einen vielleicht) dieser Jumpscares war auch total vorhersehbar. Die ganze Machart bzw. der Aufbau der Jumpscares hat man so in der Art schon in 1000 Horrorfilmen zuvor gesehen.

    Aus auch dem grundsätzlich sehr coolem Setting mit dem Selbstmörderwald in Japan hat man meiner Meinung nach zu wenig rausgeholt. Eine besonders beklemmende Atmoshäre oder ein Gefühl von verloren sein oder ähnliches kam bei mir nie auf. Ich find man hat den titelgebenden Wald nicht gut inszeniert. Die Aufnahmen im Wald waren irgendwie so beliebig…

    Wie das besser gelingen kann zeigen Filme wie Lars von Triers Antichrist, Blair Witch Project und vorallem auch der wohl recht unbekannte italienische Horrorfilm Across the River von Lorenzo Bianchini. Hier geht von der Natur selbst schon eine absolut unheimliche Aura aus, die einen einfach nur gruseln lassen und man ist heilfroh sich zuhause auf der Couch zu befinden und net in diesem fuck`n forest. Und das eben nicht nur wegen diesen dummen und teilweise echt einfach nur sinnlosen Jumpscares. tztz.

    Also die 4 von 5 Punkte Bewertung von Phil find ich schon sehr krass! Ich glaube ich würde dem Film maximal 1 von 5 Punkten geben.

    Ansonsten gibts von mir noch ein allgemeins Lob: Höre euch beiden echt sehr gerne zu. Finde ihr ergänzt euch echt spitzenmäßig und die Chemie zwischen euch stimmt irgendwie. Höre mittlerweile doch recht viele Podcasts aber eurer nimmt für mich schon eine Headlinerposition im großen Podcastfestival ein. Weiter so !

  3. So, da ich einige der von Euch angesprochenen Filmstarts und von Euch besprochene Filme gesehen habe Zeit für meinen Senf.

    Colonia Dignidad: Lars, aus meiner Erfahrung kann ich Dir sagen, dass deine Befürchtungen alle eintreffen. Der Film ist ein Thriller, der sich mehr auf die Beziehung zwischen den beiden Hauptfiguren konzentiert und die Grausamkeiten der Kolonie nur berührt. Zudem ist der Film bis auf Nyqvist schlecht gespielt.

    Zootopia: Hier habe ich auch nicht verstanden warum da im detuschen Zoomania draus wird. Sehe die veränderte Bedeutung wie Du. Mit hat der Film auch ganz gut gefallen, vor allem die vielen verstecken Anspielungen. Die reine Geschichte ist zwar nicht innovativ, aber wird gut erzählt. Auf jeden Fall ein Film der Spaß macht.

    Deadpool: Phil, Phil Phil. Als Du die Origins-Story erzählt hast, habe ich mich gefragt ob Du im Kino einen auf Deadpool gemacht hast und an dir rumgespielt hast, anstatt der Story zu folgen. 😉

    Wade wird schon mehr versprochen als die Heilung und Ajax klärt ihm auch auf, warum man ihn folter. Aus Wade und den anderen Propanden sollen Supersklaven werden und die Folter soll sie brechen und den Körper dazu bringen eine Mutation ausbrechen zu lassen.

    Überhaupt hatte ich das Gefühl, dass Du den Film etwas falsch aufgenommen hast, Phil. Klar ist die Story nicht sonderlich komplex, doch wird über die gesamte Länge eine Geschichte erzählt und eben nicht nur eine reine Rachegeschichte. Deadpool ist von deutlich mehr Gefühlen getrieben als der puren Rachsucht. Auch finde ich, dass dein Vergleich zwischen Crank und Deadpiool stark hinkt. In Crank ist die Hauptfigur gezwungen ständige kranke Sachen zu machen um überhaupt am Leben zu bleiben, Deadpool mach die kranken Sachen von Beginn an, weil er sie machen will. Dies kommt auch ziemlich gut rüber als er beginnt seine Origins-Story zu erzählen. Und auch wenn Deadpool sicher nicht der typische Superheldenfilm ist, bleibt er ein Superheldenfilm. Wir haben schließlich einen Held mit Superkräften, einen Gegner und das Ziel des Helden den Gegner zu stellen.

    Achso, ein Cameo von Stan Lee ist noch keine Nebenrolle.

    Im übrigen hat das Leichen zum Namen legen in der OV einen Sinn. Deadpoll sagt Ajax auf die Frage nach seinem Namen “I spell it out four you!” und beginnt daraufhin Ajax-Armee zu minimieren. Und am Ende liegt dann eben der Name aus Leichen gelegt.

    Deadpool ist auch kein Marvel-Film. Hier muss man etwas aufpassen. Der Film passiert zwar auf einem Charakter aus Marvel-Comics, ist aber eine 20th Century Fox Produktion. Dies ist wichtig, um die Tonalität des Films richtig zu fassen und um klarzustellen, dass Deadpool nichts mit dem MCU zu tun hat. 20th Century Fox platziert den Film zudem ja nicht mal in einer der beiden X-Men Timeline, sondern stellt ihn als etwas eigenen hin.

    Für mich ist Deadpool ein knapp zweistündiges Fest voller popkultureller Referenzen. Egal ob Comicbücher, Comicverfilungen, Musik,. Film, Schausspieler, Politik, alles wird treffend durch den Kakao gezogen und den Film auf seine derben sexuellen Witze und die übertriebene Gewalt zu reduzieren wird Deadpool einfach nicht gerecht. Ich gebe dem Lars aus dem ersten Kommentar übrigens recht, was das Thema Frauen angeht. Auch ich war mit meiner Frau im Kino und sie hat den Film 9/10 Punkten gegeben und sie ist wahrlich niemand der tief in der Comicwelt verwurzelt ist oder auf übermäßig gewalttätige Actionfilme steht.

    Zum Schluss ist mir noch aufgefallen, dass Phil in letzter Zeit scheinbar ein Problem mit Character Driven Movies hat. Wie sonst kommt man zu der Aussage, dass bei Taxi Driver nichts passiert?

  4. Ich kann Lars bei “Silver Linings” nur zustimmen, nachdem mir American Hustle sehr gut gefallen hat, fand ich David O’Russells Nachfolgewerk eher konventionell und ziemlich nah dran an der klassischen RomCom.
    Zu Kartoffelsalat: Lars ist nicht gerade objektiv, wenn er einen Film so hasst, den er noch gar nicht gesehen hat. Wobei: Ich persönlich werde ihn mir auch nie angucken.
    Ich fand die Diskussion zu Taxi Driver interessant. Es gibt wirklich viele Filme, deren Narrative sich, spätestens bei näherer Betrachtung, als ziemlich dünn erweist.Aber allein die Beschreibung und Entwicklung eines Charakters im Film ist ja schon eine Erzählung. Und davon, ob man Identifikationspunkte hat, welche Erwartungen man mit den Protagonisten verknüpft, und vor allem, ob man die Charaktere interessant findet, hängt ab, ob einen der Film fesseln kann. Und da bin ich in puncto Taxi Driver bei Phil: Der Film ist zweifellos sehr gut gemacht, aber mich holt er nicht ab. Ich denke, jeder hat seine Filme mit 8er imdb-Bewertung, wo er sagt: Guter Film, aber werde ich mir wohl nicht nochmal angucken.

  5. Ich bin ja schon fast dankbar, dass man sich auch mal für mich einsetzt 🙂

    Aber es ist wirklich so: Im Gegensatz zu bspw. FACK JU GÖHTE 2 kann ich es zumindest nachvollziehen, dass Menschen diesen Film gut finden. Aber TAXI DRIVER hat mich schlichtweg nicht gepackt.

    Und solche Äußerungen schon fast immer mit Blasphemie abzutun, das finde ich eben schwer.

    @Johnny:
    Du kritisierst die Beliebigkeit des Waldes, das ist genau das, was mich so packt: Ich bin mitten drin, denn bereits in der Sendung sprachen wir darüber wie verdammt creepy Wälder eigentlich sind. Mit diesem Feeling kann sich jeder identifizieren. Und von daher ist die Beliebigkeit für mich schon fast eine Stimmungskonzentrator statt Stimmungshemmer.

  6. Also manchmal verwundert ihr mich. Daniel Brühl wird schlecht geredet (und als kein guter Schauspieler bezeichnet?!?) dafür Ben Stiller gelobt, dessen Filmographie zu 95% aus selbstdarstellerische Scheisse besteht

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