Filmszene aus Transformers

Transformers

Regie: Michael Bay, Simon Warnock, Fred Usher, Brian Relyea, Karen Golden, Adam Martin, Stephen W. Moore
Drehbuch:
Schauspieler*innen: Shia LaBeouf, Megan Fox, Mark Ryan, Peter Cullen

Kinostart D: (FSK 12)
Kinostart US: (FSK PG-13)
Originaltitel: Transformers
Laufzeit: 2:24 Stunden
Filmposter: Transformers

Filmkritik zu Transformers

Benutzerbild von andreas
4/ 5 von

Ich hatte meine Zweifel, ob eine Realverfilmung der Transformers funktionieren könnte. Erleichtert kann ich nun feststellen: Es ist möglich. Transformers ist der absolute Sommerblockbuster und gleichzeitig einer der größten Effektfeuerwerke. Und er funktioniert selbst dann, wenn man weder die TV-Show und Comics noch mit dem Spielzeug etwas anfangen kann. Natürlich darf man keinerlei Tiefgang oder Anspruch erwarten, das wird schon in den ersten zehn Minuten nur allzu deutlich, als ein einsamer Decepticon eine ganze Militärbasis effektvoll in Schutt und Asche legt.

Danach tritt Michael Bay auf die Bremse und führt die Hauptfiguren ein. Shia LaBeouf (Sam) und Megan Fox (Mikaela) geben eine Teeniekomödie nach Schema F. Sie ist die überaus attraktive Highschool-Schönheit, er der Loser, der sie rumkriegen will. Die Transformers kommen wieder ins Spiel, als Sam von seinem Vater einen alten Camaro geschenkt bekommt, der in Wahrheit der Transformer Bumblebee ist. Und damit ist Sam inmitten eines intergalaktischen Krieges zwischen Kampfroboters. Clever, das Ganze so aufzuziehen. Es geht letztlich um ein wichtiges Gadget, wo nie so richtig klar wird, warum es eigentlich so wichtig ist. Interessiert einen auch nicht wirklich.

Transformers ist überraschend komisch gehalten. Während die Gags um die Teenieklamotte noch halbwegs originell sind, gibt es daneben leider einige nervende Handlungselemente. Da wären zum einen die beiden Hobby-Hacker, die spielende den ganzen NSA-Apparat an die Wand hacken sowie der Decepticon Frenzy, der ein Nervpotenzial entwickelt, wie ihn zuletzt Jar Jar Binks in Star Wars Episode 1 hatte. Hier wäre weniger mehr gewesen, der Laufzeit des Films hätte es gut getan. Auch die Idee, dass die Transformers die menschliche Sprache im Web gelernt haben und sich dadurch entsprechend merkwürdig artikulieren ist eine weniger gute Idee gewesen.

Aber genug gemeckert, es geht letztlich um Action und Effekte und davon bietet Transformers mehr als das Auge vertragen kann. Es ist nahezu unglaublich, was Michael Bay zusammen mit den Trickspezialisten von Industrial Light & Magic auf die Leinwand gezaubert haben. Allein die Transformationen lassen einen bis zum Ende des Filmes immer wieder staunen. Einfach gigantisch. Das letzt Mal, dass ich etwas ähnlich imposantes gesehen habe, war in Terminator 2 der flüssige Terminator. Abeits davon gibt es spektakuläre Verfolgungsjagden sowie gigantische Explosionen und Materialschlachten.

Meckern könnte man noch über das übertriebene Product Placement sowie eine deutliche Spur zu viel Pathos, aber das wäre es dann auch. Abseits davon hat Transformers so unheimlich viel, was einen staunen lässt. Eine unverschämt attraktive Megan Fox, die man besser kaum in Szene setzen könnte. Einen unheimlich sympathischen Shia LaBeouf, der gerade eine Mords-Karriere hinlegt. Dazu wahnsinnige Action und Effekte. Und natürlich sprechende Riesen-Roboter, die sich beinahe in jeden Scheiß verwandeln können. Wer darauf nicht steht, hat einfach nicht wenigstens ein bisschen von seiner Kindheit konservieren können. Besser hätte man diesen Stoff jedenfalls nicht auf die Leinwand bringen können.

Transformers im Heimkino

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