Filmszene aus The Guest

The Guest

Regie: Adam Wingard, Kiran Kaur Saini
Drehbuch:
Schauspieler: Dan Stevens, Maika Monroe, Brendan Meyer, Sheila Kelley

Kinostart D: (FSK 18)
Kinostart US: (FSK R)
Originaltitel: The Guest
Laufzeit: 1:39 Stunden
Filmposter: The Guest

Filmkritik zu The Guest

Benutzerbild von Betti
5/5 von

So viel sei vorweg genommen: Während diese Zeilen zu Papier gebracht werden, läuft in ohrenbetäubender Lautstärke der zum Film gehörige Soundtrack. Allein der hätte den Kinobesuch gelohnt. Elektro-Trash-Synthie-Pop vom feinsten und mit einer gehörigen Portion Selbstironie.
Es ist wahnsinnig schwer, die Begeisterung die dieser Film bei mir ausgelöst hat, in Worte zu fassen, aber The Guest war für mich definitiv und mit Abstand der beste Film der Fantasy Film Fest Nights 2015. Schrill und laut und brutal, mit einer ganz eigenen Dynamik. Ein Film, der nicht viel erklärt (beziehungsweise quasi überhaupt gar nichts wirklich erklärt) und trotzdem keine Fragen offen lässt. Er ist weder formal herausragend, noch von sonderlicher Innovation, trotzdem ist diese Hommage an das Action Kino der 1980er und 90er Jahre zumindest in meinen Augen durchweg gelungen. Der Retro-Look des Films, in Verbindung mit der Musik, dazu der Anspielungsreichtum auf Horror-Genre- Klassiker vor allem im Showdown, machen aus The Guest eine unterhaltsame Mischung mit Potenzial.

Die Schauspieler haben sichtlich Spaß, allen voran Dan Stevens als David, der vor allem dem geschätzten Downton-Abbey-Publikum ein Begriff sein dürfte und mit dieser Rolle eine mehr als bewusste Kehrtwende zu seiner üblichen Rollenwahl hinlegt (und dabei noch unfassbar gut aussieht). Und auch Maika Monroe alias Anna, der Tochter der Familie, wird man in Zukunft bestimmt noch öfter zu sehen bekommen.

The Guest ist ein Film, das unterstelle ich jetzt ganz dreist, der das Publikum spaltet, dich entweder völlig mitnimmt oder schon aufgrund der erwähnt-unerklärten plot holes völlig kalt lässt. Wenn man sich aber darauf einlässt, bringt The Guest echt Spaß. Folglich ist es ausnehmend schade, dass der Film in Deutschland keinen Kinoverleih gefunden hat – ich würde ihn mir sofort noch einmal ansehen. Satt dessen bleibt mir jetzt nur, noch ein bisschen durch meine Wohnung zu tanzen…

The Guest im Heimkino

5 Gedanken zu “The Guest”

  1. Ihr habt recht, der Film spaltet wohl. Ich bin leider auf der anderen Seite. Ich kann die Faszination leider nicht teilen. Schade hab mich, dank euch, echt auf den Film gefreut.
    Die Handlung des Films plätscherte so vor sich hin, ohne das etwas spektakuläres passierte. Der Film bietet auch nichts besonderes in Bezug auf Gore, Optik oder Spannung. Die vielgelobte 80ér Atmosphäre fand ich nur gekünstelt. Wirkte sehr gewollt. Da hat einer meiner Meinung Drive gesehen und gedacht, das er das auch kann. Ich muss allerdings zugeben, dass mich die Atmosphäre in den letzten 10 Minuten doch noch in den Bann gezogen hat. Warum der Film auf 80ér macht, habe ich allerdings nicht verstanden. Der Hauptdarsteller macht seine Sache allerdings wirklich sehr gut.
    Fazit: 0815 Thriller mit ein paar guten Szenen. Keine Empfehlung von mir (5,5 /10)
    PS: Die Gewaltspitzen im Film, waren meiner Meinung keine 18´er Freigabe wert.

  2. Also ich würde auch keine volle Punktzahl geben, aber er hatte viele gute Szenen und der mir bis dato unbekannte Dan Stevens ist einfach der fucking bessere Ryan Gosling. Ganz große Klasse.
    Die FSK18 erschließt sich mir aber ebenso nicht, wie die…

    Achtung Spoiler.

    unfassbar dumme Schießerei im Wohnhaus.
    Gut, dass ich den Trailer nicht vorher gesehen hatte. Die Diner Szene ist ja mal das Lässigste, was ich seit langem gesehen habe. Ebenso ist der Soundtrack fast immer pefekt ausgesucht.

  3. Ich muss Sultan of Swing da zustimmen. Die Stimmung ist mehr so pseudo-80er mit Drive-Aroma. Eine Prise Ryan Gosling-Steingesicht-Schauspielschule, etwas Universal Soldier, angerührt mit aufdringlichem Kraftwerk-Soundtrack und den Melonen-Foley-Effekten von Bud Spencer und Terrence Hill-Filmen und schwups hat man den Salat. Für eine Parodie leider nicht lustig genug. Für einen Thriller zu vorhersehbar. Weder Fisch noch Fleisch und nichts wirklich Neues, Interessantes oder besonders Ansehnliches.

  4. Es ist für mich ebenfalls unbegreiflich, wie man diesem Film die volle Punktzahl geben zu können. Das Drehbuch ist qualitativ auf einem schlechten Niveau, die Leistung der Schauspieler lässt zu wünschen ubrig und der Soundtrack ist auch eher so lala. Das war eine wahre Verschwendung meiner Zeit.

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