X-Men: Zukunft ist Vergangenheit


Filmposter: X-Men: Zukunft ist VergangenheitRegie:
Drehbuch:
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Kinostart D: (FSK 12)
Kinostart US: (PG-13)
Originaltitel: X-Men: Days of Future Past
Laufzeit: 2:11 Stunden

Filmkritik zu “X-Men: Zukunft ist Vergangenheit”

2/5 von Schindler

Das größte und grundsätzlichste Problem aller bisherigen X-Men-Filme war, dass sie schlicht zu unübersichtlich waren. Für den Zuschauer war es kaum möglich, sich die Namen und Eigenschaften aller Figuren zu merken, die in einem wahnsinnig hohen Tempo eingeführt werden und dann nicht selten auch sofort wieder für eine lange Zeit aus dem Film verschwinden, bis sie plötzlich wieder auftauchen, wenn man sich kaum noch an sie erinnert. Eine Sache, die von elementarer Bedeutung ist für Fantasy-Filme wurde hier regelmäßig vernachlässigt: nämlich jene, dass der Zuschauer gerne bereit ist, sich auf eine Welt einzulassen, die nach anderen Regeln funktioniert als unsere reale Wirklichkeit. Aber es muss möglich sein, diese Regeln zu verstehen. Und in dieser Hinsicht hat die X-Men-Reihe regelmäßig versagt.

Auch in diesem Teil der Reihe ist das zu spüren, aber es ist besser als in allen anderen Teilen davor. Der Film hat eine ziemlich klare Struktur und beschränkt sich in den Kernszenen auf einige wenige Charaktere, die auch fast alle bereits aus vorherigen Filmen bekannt sind. So wird es tatsächlich möglich, mitzudenken, weil man weiß, welche Möglichkeiten die Figuren hätten. Es tut dem Film gut, dass das Erzähltempo langsamer ist als in seinen Vorgängern, dass er sich mehr Zeit lässt, um zu erzählen – und tatsächlich auch den einen oder anderen Schauspieler (die sonst in X-Men häufig mehr noch als in anderen Actionfilmen pure Dekoration gewesen sind) zu seinem Recht kommen. Vor allem James McAvoy als Junger Professor X. kann hier in einigen Szenen zeigen, was er kann. Aber auch Jennifer Lawrence und Michael Fassbender haben große Momente. Sehr kurz kommen die alten Figuren rund um Patrick Stewart und Ian McKellen, die in einer kaum thematisierten Rahmenhandlung zu sehen sind. Hugh Jackman spielt solide, aber nicht wirklich herrausragend. Auch Peter Dinklage als Bösewicht macht zwar einen guten Job, hat aber kaum Möglichkeiten in dem Film zu glänzen. Halle Berry und Ellen Page sind in ihrer Rollengröße kaum der Rede wert.

Der Film lohnt sich nur eingeschränkt in 3D und hat zwar optisch (trotz einer Unaufregtheit an vielen Stellen) viel zu bieten, aber das auch nur an wenigen Stellen wie der Zeitreise oder bei einigen beeindruckenden Szenen, die durch die Fähigkeiten Magnetos entstehen. Größtenteils ist das 3D aber überflüssig und trägt an einigen Stellen auch zur Unübersichtlichkeit bei.

Der Film ist auch in Originalsprache sehr gut verständlich.

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