Wall Street: Geld schläft nicht


Filmposter: Wall Street: Geld schläft nichtRegie:
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Kinostart D: (FSK 12)
Kinostart US: (PG-13)
Originaltitel: Wall Street: Money Never Sleeps
Laufzeit: 2:13 Stunden

Filmkritik zu “Wall Street: Geld schläft nicht”

3/5 von andreas

Erst wenige Tage zuvor habe ich den Vorgängerfilm gesehen und hatte somit eine gute Möglichkeit, beide Filme miteinander zu vergleichen. Beide haben ihre Schwächen und Stärken. “Wall Street” ist inzwischen immerhin schon 25 Jahre alt, das Alltagsleben eines Investmentbankers aus dieser Zeit wirkt da heutzutage glanzlos und bieder. Es fehlt der Pomp, das große “Bäng!” wenn da von 800.000 Dollar täglichem Gewinn gesprochen wird. Damit kann man heute keinen mehr hinter der Couch vorlocken. Geckos Mobiltelefon, das Mitte der Achtziger sicherlich noch neidische Blicke erzeugt hat, funktioniert heute nur noch als Treppenwitz. Aber Michael Douglas wirkte damals weitaus charismatischer. Auch im zweiten Teil hat Regisseur Oliver Stone versucht, privates Schicksal mit dem ewigen Spiel der Aktienkurse zu verbinden. Nur leider ist es ihm meiner Meinung nach nicht so gut gelungen wie im Vorgänger. Überhaupt wirkt der komplette Film wie ein Abklatsch des ersten Teils, der allerdings nichts Besonderes mehr zum Thema beizusteuern hat. Gut, die Summen, mit denen gehandelt wird sind weitaus höher, der Reichtum wirkt ein wenig faszinierender als im ersten Teil, aber sonst? Sonst versinkt der Film leider ziemlich im Durchschnitt. Michael Douglas kann nur selten den wahren Gecko-Charme versprühen, kommt nur selten als das profitgeile und rücksichtslose Arschloch rüber, das dem ersten Teil einen Spitzenposten in seiner Vita bescherte. LeBeouf und Mulligan spielen ihre Rollen routiniert ab, so dass für mich Josh Brolin schon fast zum schauspielerischen Highlight des Films wird. Um eine andere missglückte Fortsetzung heranzuziehen: “Wall Street” ohne Wall Street ist wie “Sex And The City” ohne City. Fehlte bei dem Frauenfilm der Charme New Yorks, der zugunsten des edel polierten Abu Dhabi aufgegeben wurde, fehlt bei “Wall Street – Geld schläft nie” die kompromisslose Hingabe zum Thema Aktienhandel. Leider wird der Beziehung von Gecko zu seiner Tochter zu viel Platz eingeräumt, was vom eigentlichen Thema zu sehr ablenkt. Somit bleibt “The Social Network” der Wirtschaftskrimi der Stunde und “Wall Street 2” ein Film, der den Gang ins Kino nicht wirklich lohnt.

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