Transformers: Dark of the Moon


Filmposter: Transformers: Dark of the MoonRegie:
Drehbuch:
Darsteller: , ,

Kinostart D: (FSK 12)
Kinostart US: (PG-13)
Originaltitel: Transformers: Dark of the Moon
Laufzeit: 2:34 Stunden

Filmkritik zu “Transformers: Dark of the Moon”

4/5 von Phil

Man merkt es schon an der Inhaltszusammenfassung: Der Film hat unerwartet viel “Geschichte”, wobei der Begriff bewusst in Anführungsstriche gesetzt ist: Natürlich ist Transformers wilde Animations-Filmschlacht. Aber er hat eben genau für dieses Genre einen interessanten Storyverlauf, der sogar einen Hauch von Spannung abseits der Klopperei generiert.

Aber mal von vorn:
Man kann den Film sehr gut in zwei Teile gliedern: Der erste Teil ist recht storylastig. Er handelt von der Inszenierung der Mondlandung, den alltäglichen Problemen, die sich Sam (Shia LeBouf) ausgeliefert sieht, und der Arbeit der Autobots, die ihre Dienste nun dem Militär zur Verfügung gestellt haben. Auch, wenn die Autobots Teile des Raumschiffs finden und Sentinel Prime retten, geht es weiterhin eher gemäßigt zu. Zwar gibt es hier und da ein bisschen Ballerei und Keilerei, die legt sich aber nach wenigen Minuten schon wieder. Das Kompetenzgerangel zwischen Sam und Charlotte Mearing (Frances McDormand), die als Direktorin der Nachrichtendienste wider besseren Wissens die Existenz von den Autobots leugnet, ist da schon ein kleines Highlight. Doch wer Charaktertiefgang oder -entwicklung erwartet, der ist in diese Film komplett falsch. Alles schön auf Oberflächenniveau, bloß nicht in die Tiefe gehen. Interessant: Ken Jeong, der Japaner aus Hangover 1 und 2, hat einen kleinen Auftritt, auch, wenn seine ausgeflippte Art eher weniger in den Film reinpasst.

Der zweite Teil weiß schon eher zu überzeugen, ach was sage ich, der zweite Teil weiß so richtig zu überzeugen. Fette Kämpfe, das Metall fliegt nur so, endlich das, was man von einem guten Transformers-Film erwartet. Spannend ist hier die Frage: Kommt man bei den schnellen Schlachten überhaupt hinterher? Die verblüffende Antwort: Ja. Wichtige Combos oder coole Moves werden ganz im Bullet-Time-Stil in Zeitlupe gezeigt, nur um Sekunden später wieder in die Realgeschwindigkeit überzugehen. So hat man immer einen Überblick und kommt eigentlich ganz gut hinterher. Der zweite Teil des Films ist einfach nur Augenporno (Michael Bay, muss ich mehr sagen?), mit fettem Bass unterlegt kracht und rummst es um einen nur, dass es eine wahre Freude ist.

60% des Films wurden mit echten 3D-Kameras gedreht, 15% komplett digital und der Rest von 2D in 3D konvertiert. Für mich lässt 3D-Effekt durchgehend etwas zu wünschen übrig, hier fehlte mir sowohl die Tiefe als auch der Effekt in den Zuschauerraum hinein. Selbst eine Glassplitterszene mit anschließendem Fall, die 1:1 aus “Resident Evil: Afterlife” hätte stammen können, konnte im Vergleich zur Vorlage nicht überzeugen. Wenn man sich aber mal in anderen Kritiken umschaut, scheine ich damit einer Minderheit anzugehören.
Megan Fox’ Ersatzfreundin für Sam (Rosie Huntington-Whiteley) spielt ihre Rolle im Rahmen der Möglichkeiten, die aber angesichts des Genres eher gering ausfallen. Platter Charakter, jederzeit hochglänzend geschminkt und sich nicht zu schade, einem gefallenen Transformer mitten im Kampfgefecht mal die Meinung zu geigen. Nun gut: Wichtiger sind ja sowieso die Transformer-Kämpfe.

In der Summe kann man mit dem Film schon zufrieden sein, ich würde ihn als besten der Trilogie bezeichnen: Die Story am Anfang ist ungewohnt, aber gut umgesetzt, die Kämpfe übersichtlich und so manchen (wenn auch recht einfach vorhersehbaren) Twist hat der Film auch noch in Petto. Perfektes Popcorn-Kino, das auch in 2D Spaß macht, aber ohne fette Sorround-Sound-Anlage seine Trümpfe nicht ausspielen kann.

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Kommentare(7)
  1. onkelmicha 12.07.2011
  2. phil 12.07.2011
  3. onkelmicha 13.07.2011
  4. Eric 13.07.2011
  5. onkelmicha 13.07.2011
  6. phil 13.07.2011
  7. Jens 14.07.2011

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