Thor – The Dark Kingdom


Filmposter: Thor – The Dark KingdomRegie:
Drehbuch:
Darsteller: , ,

Kinostart D: (FSK 12)
Kinostart US: (PG-13)
Originaltitel: Thor - The Dark World
Laufzeit: 1:52 Stunden

Filmkritik zu “Thor – The Dark Kingdom”

3/5 von Phil

Man vertut sich viel, wenn man diesen Film unabhängig vom ersten Thor-Film schaut. Da er direkt an die Ereignisse von “The Avengers” anschließt, sollte man auch diesen vorher gesehen haben.
Spielen die vorhergehenden Teile schwerpunktmäßig auf der Erde, so entführt einen “The Dark Kingdom” auf die neun Welten, nach Asgard, raus ins Universum.
Vielleicht ist es genau das, was mir an diesem Film nicht gefiel: Die vielen verschiedenen, sehr sphärischen Welten, die “The Dark Kingdom” zu einem SciFi-Fantasy-Actionmovie machen statt eine SciFi-Komponente in bekanntes Umfeld zu bringen. Wer Nerdtalk kennt, kennt auch meine Ablehnung gegen solche Filme.

Dabei ist an “The Dark Kingdom” nur wenig auszusetzen: Schauspielerisch ist das Dreiergespann Hemsworth, Portmann und natürlich Hiddleston kaum zu schlagen. Wie schon in den vorhergehenden Filmen füllt Hiddleston als Loki die Rolle so charismatisch und zugleich boshaft aus, dass er den Hauptdarstellern manchmal die Show stiehlt. Natürlich sind Portmann und Hemsworth auch großartig, aber irgendwie hat Loki das kleine Quentchen mehr, das er sich gutschreiben kann.
Auch die anderen Rollen sind sehr gut besetzt und insbesondere mit einem unfassbar guten Kostüm ausgestattet. Über die CGI-Effekte brauchen wir nicht zu sprechen, die sprechen und überzeugen schon ganz allein für sich.

Von der Erzählung springt der Film gern hin und her und hat mit dem Gebrüderkonflikt, der Zuneigung Thors zu Jane und der Persönlichkeit Odins schon ausreichend Erzählstränge. Dabei ist Malekiths Feldzug noch gar nicht berücksichtigt. Man kann den Film schon attestieren, dass er versucht, das komplexe Familiengeflecht darstellen möchte und sich ab und zu hier auch verrennt. Auch zünden die eingebauten Wort- und Handlungswitze so gut wie gar nicht. Dafür sind sie zu flach und simpel gestrickt als dass der Unterhaltungsfaktor hierdurch gehoben würde. Stattdessen stört es manchmal sogar.

Nach Abschluss des Films verbleibt ein gemischtes Gefühl: Handwerklich gut gemacht, gute Optik, sehr guter Sound, fetter Soundtrack, dazu gute Schauspieler – was wünscht man sich mehr? Und doch fehlt das gewisse Etwas, das Etwas, was den Film rund macht – vielleicht ist der Film tatsächlich so anders, dass er den Grat zwischen Action und Gefühle nicht ganz selbstsicher balancieren kann. Doch es bleibt bei einer grundsätzlichen Empfehlung für einen inszenatorisch hervorragenden Film.

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