The Green Hornet


Filmposter: The Green HornetRegie:
Drehbuch:
Darsteller: , ,

Kinostart D: (FSK 12)
Kinostart US: (PG-13)
Originaltitel: The Green Hornet
Laufzeit: 1:59 Stunden

Filmkritik zu “The Green Hornet”

4/5 von andreas

Hätte man mir vor Jahren gesagt, dass wir Seth Rogen mal in einem waschechten Superhelden-Film sehen würden, ich hätte ihn ausgelacht. Aber: es funktioniert! Natürlich ist Rogen meilenweit von der Coolness eines Christian Bale in “The Dark Knight” entfernt, schließlich geht im dauernd etwas schief und über echte Kampferfahrung verfügt der Sohn aus reichem Hause natürlich auch nicht. Aber mit seiner lockeren, teils tollpatschigen Art und seinen frechen Sprüchen wirkt er schnell wie die sympathischere Version des Antihelden “Hancock”.

Die sich zwischen Britt und Kato entwickelnde Freundschaft wird amüsant in Szene gesetzt und wirkt glaubhaft. Cameron Diaz als Reids Assistentin bekommt als Superhirn hinter den eigentlichen Helden auch eine reizvolle Ausgestaltung ihrer Rolle verpasst. Sie ist nicht nur das kleine Blondchen, das den Kaffee kocht, sondern hat viel mehr Einfluss auf die Superhelden als sie selbst weiß. Nett arrangiert.

Ein weiteres Highlight für uns Deutsche ist natürlich die Rolle des Schurken Chudnofsky, der von Christoph Waltz hervorragend gespielt wird. Ein Bösewicht mit Minderwertigkeitskomplexen – darauf muss man erst mal kommen. Schade, dass die deutsche Synchro gerade bei ihm einiges kaputt macht. Zwar hat Waltz sich selbst synchronisiert, aber zum einen scheint es besonders irritierend zu wirken, wenn er dann nicht die Lippen synchron zu seinem eigenen Mund bewegt, zum anderen wirkte der ihm hier verliehene Akzent irgendwie aufgesetzt und nicht authentisch. Da würde sich vielleicht noch mal eine Zweitsichtung in der OV lohnen.

Auch optisch kann “The Green Hornet” in seinen besten Szenen durchaus gefallen. Die Action-Szenen sind sehr unterhaltsam choreographiert und bieten einige sehenswerte Special-Effects. Sehr bemerkenswert war darüber hinaus eine Szene, in der sich der Bildschirm in immer weitere Spiltscreens aufteilt, sobald zwei Personen sich voneinander entfernen und der Zuschauer somit den weiteren Weg beider nachverfolgen kann.

Richtig enttäuschen kann eigentlich nur der 3D-Effekt, der hier unnötig ist wie ein Kropf. Nur selten wird die dritte Dimension wirklich gut eingesetzt, zudem wird in vielen Momenten deutlich, dass der Film nachträglich auf 3D hochgerechnet wurde. Somit funktioniert “The Green Hornet” (vemutlich im Gegensatz zu “Resident Evil: Afterlife”) sicherlich auch im heimischen Wohnzimmer.

Alles in allem spielt “The Green Hornet” sicherlich nicht in der Spitzenklasse der Superhelden-Adaptionen. Dennoch ist Michel Gondry hier eine unterhaltsame Verfilmung mit sympathischen Darstellern gelungen, die durchaus sehenswert ist.

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