Sleepless – Eine tödliche Nacht


Filmposter: Sleepless – Eine tödliche NachtRegie: , ,
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Kinostart D: (FSK 16)
Kinostart US: (R)
Originaltitel: Sleepless
Laufzeit: 1:35 Stunden

Filmkritik zu “Sleepless – Eine tödliche Nacht”

4.5/5 von andreas

Der korrupte Cop Vincent (Jamie Foxx) überfällt zusammen mit seinem Kollegen in Las Vegas einen Drogen-Kurier und erbeutet Kokain im Wert von mehreren Millionen Dollar. Dumm nur, dass diese Lieferung für Novak, einen der mächtigsten Paten der Spielerstadt bestimmt war – und der ist bei der Wiederbeschaffung seiner Ware nicht zimperlich. Als Novak Vincents Sohn entführt, will der ihm seine Beute zurückgeben. Dabei hat Vincent aber die Rechnung ohne seine Kollegin Bryant (Michelle Monaghan) aus der Innenrevision gemacht. Sie hat schon lange den Verdacht, dass Vincent geschmiert ist und zeigt somit auch großes Interesse für den millionenschweren Müllbeutel, mit dem er ins Casino spaziert.

Das war für mich mal wieder so ein typischer Beifang beim letzten Amazon Movie Friday: Für 99 Cent kann man da ja nicht viel verkehrt machen. Action-Film mit Jamie Foxx? Läuft. Tatsächlich entpuppt sich “Sleepless” als eine echte Perle des Genres.

Der Film verliert keine Zeit, um einen Spannungsbogen aufzubauen. Er beginnt direkt mit dem Überfall auf den Drogenkurier – keine lange Vorgeschichte, keine platten Dialoge. Einfach mitten rein in die Action. Und diesen hohen Pulsschlag kann der Film über seine gesamte Laufzeit von erfreulicherweise gerade mal knapp 90 Minuten halten. Nebenstränge der Handlung wie etwa Vincents Verhältnis zu seiner in Trennung lebenden Ehefrau werden nur so weit angerissen wie nötig. Hier wird keine Zeit verplempert.

Auch die Charaktere erfüllen allesamt ihren Zweck: der Casinobesitzer, der Gangsterboss, Vincents Partner, seine Frau, sein Sohn, die Ermittler von der Innenrevision – alle Charaktere sind so glaubwürdig, wie es ein Action-Thriller erfordert. Der Film verschwendet aber auch keine Zeit auf unnötige Charakterstudien, sonden ist erfreulich stark auf seinen Plot fokussiert.

Und da geht es mächtig zur Sache: irgendwas ist immer, dem Zuschauer wird keine Pause gegönnt, es gibt immer wieder kleine und größere Wendungen. Diese Überraschungen sind in sich schlüssig und wirken nicht abwegig herbeikonstruiert, so dass zumindest ich mich über ein paar tolle Aha-Momente freuen konnte.

Um den ganzen Überschwang zu relativieren: “Sleepless” erfindet das Genre nicht neu und wird auch nicht als “Instant Classic” in die Filmgeschichte eingehen. Und auch wenn der Film keinen Durchhänger hat, sondern konstant sein gutes Tempo halten kann, ist er beileibe kein Vergleich zu Adrenalin-Spritzen der Sorte “Crank” oder “Hardcore Henry”. Vermutlich kam der Film bei mir auch deswegen so gut an, weil ich absolut ohne Erwartungen an ihn heran gegangen bin. Zugegebenermaßen spiegelt die durchschnittliche Wertung von 5,6 in der IMDB nicht ganz meine Begeisterung wider.

Fazit: mit “Sleepless” hat der Schweizer Regisseur Baran bo Odar nach “Who am I” den zweiten Film abgeliefert, der vielleicht in in der Champions League ganz oben mitspielen kann, aber für einen unterhaltsamen DVD-Abend bestens geeignet ist.

Diese Kritik erschien zuerst beim Fifi-Blog.

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Kommentare(2)
  1. Tomasz 05.11.2017
  2. Sultan- of- Swing 14.11.2017

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