Shopaholic – Die Schnäppchenjägerin


Filmposter: Shopaholic – Die SchnäppchenjägerinRegie: ,
Drehbuch:
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Kinostart D:
Kinostart US: (PG)
Originaltitel: Confessions of a Shopaholic
Laufzeit: 1:44 Stunden

Filmkritik zu “Shopaholic – Die Schnäppchenjägerin”

3/5 von andreas

Belanglosigkeit, Dein Name ist „Shopaholic“! Und auch Du, Vorhersehbarkeit, kannst Dich fortan bestens mit diesem Namen schmücken! Filme, die den klischeehaften Kaufrausch und Markenwahn in ihren Mittelpunkt stellen, sind genauso notwendig wie Lesebrillen für Analphabeten – unterhalten kann der Film trotzdem.

Die Journalistin Rebecca Bloomwood hat ein Problem: Schulden. Durch das hemmungslose Durchziehen des beliebten Plastikgeldes durch unzählige Kartenleser, hat sich auf ihrem Konto ein dickes Minus breit gemacht. Als bei dem angesagtesten Modemagazin der Stadt eine Stelle ausgeschrieben wird, hofft sie auf den Sprung vom Gartenmagazin zur trendigen Fashion-Gazette. Der Plan misslingt. Doch um einen Fuß in die Tür des Verlages zu bekommen, heuert sie per Zufall beim hauseigenen Wirtschaftsmagazin an. Doch ein hoher Schuldenberg ist im neuen Job ebenso wenig hilfreich wie fehlendes Wissen über wirtschaftliche Zusammenhänge…

Leute, ich weiß nicht was es ist: der Film war dermaßen vorhersehbar, dermaßen klischeebehaftet und alles in allem ebenso zuckersüß wie Aspartam – trotzdem hat er meine Sympathien gewonnen. Mit der Realität hat dieser Film (hoffentlich!) absolut nichts zu tun. Weder kenne ich Wirtschaftsmagazine, die durch Artikel von ahnungslosen Nichtswissern ihre Auflage drastisch steigern können, noch wird es bei Selbsthilfegruppen für Kaufsüchtige so zugehen wie im Film.

Was ich hingegen kenne, sind viele Filme gleicher Machart: Problem – Schnitt – Lösung des Problems – Schnitt – nächstes Problem… Man könnte dem Film vorwerfen, dass er viel zu simpel gestrickt ist; dass er sich nie einen inhaltlichen Kniff aufhebt, um damit erst später aufzutrumpfen. Nein, hier wird von Problem zu Problem gehangelt – aber das auf eine amüsante Weise.

Getragen wird der Film von einer hervorragend aufspielenden Isla Fisher. Sie gibt die konsumsüchtige Prada-Pilgerin mit voller Hingabe und Überzeugung. Ihr sehr angenehmes Äußeres trägt zudem viel dazu bei, dass ich den – ganz offensichtlichen – Frauenfilm bis zum bitteren Ende durchgestanden habe. Doch auch Kritin Scott Thomas konnte überraschen: hat man sie in „So viele Jahre liebe ich dich“ unlängst als sehr zurückgezogene Einzelgängerin erlebt, beweist sie mit der Rolle der extravaganten Chefredakteurin des Modamagazins, dass Meryl Streep in „Der Teufel trägt Prada“ nicht unbedingt die Bestbesetzung war.

Zugegeben: wirklich viele gute Lacher kann der Film nicht platzieren. Dank Disney im Hintergrund spielt sich aber im Vergleich zu etwa „House Bunny“ alles weit über der Gürtellinie ab. Ein lockig-flockiger Film, der für einen beschwingten Abend in großer (Frauen-)Runde für viel Laune sorgen kann, am nächsten Tag aber schon wieder vergessen ist.

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