Prestige – Die Meister der Magie


Filmposter: Prestige – Die Meister der MagieRegie:
Drehbuch:
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Kinostart D: (FSK 12)
Kinostart US: (PG-13)
Originaltitel: The Prestige
Laufzeit: 2:10 Stunden

Filmkritik zu “Prestige – Die Meister der Magie”

4/5 von Schindler

Ein Suspense-Film von Christopher Nolan – die Erwartungen sind hoch. Und vorneweg, sie werden nicht enttäuscht.

Es dauert eine Weile, bis man einen Zugang gefunden hat zu der Welt, die dort präsentiert wird. Die Handlung spielt auf drei verschiedenen Zeitebenen, was den Einstieg in den Film schwieriger macht. Glücklicherweise hat “Prestige” aber mit Hugh Jackmann und Christian Bale zwei hervorragende Hauptdarsteller, denen es mühelos gelingt den Zuschauer für die Zusammenhänge zu interessieren und so von vorneherein zum Mitdenken zu motivieren.

Über die Handlung des Films soll hier gar nicht so viel verraten werden. Wie bei vielen Filmen Nolans gelingt es auch hier, einen Plot mit vielen Twists und Überraschungen zu kreiieren, der bis zum Schluss spannend bleibt und vollkommen schlüssig ist in sich. Der Film basiert auf einem Roman, nichtsdestotrotz ist das Drehbuch sehr zu loben. Denn auch wenn es sich nicht um einen Original-Skript handelt, funktioniert es dramaturgisch hervorragend, wofür sicherlich einige Adaptionsarbeit geleistet wurde.

Die Bilder die Nolan findet, sind passend dunkel und geheimnisvoll. Der ganze Film ist ein Spiel mit Illusionen – Nolan lädt den Zuschauer ein, diesem zu folgen und versetzt ihn beinahe in eine Art Rausch. Wie in einer Zaubershow möchte man hinter das jeweilige Geheimnis der Figuren kommen. Und wie ein guter Magier gibt Nolan dem Zuschauer permanent das Gefühl, fast dahintergekommen zu sein – nur um ihn schließlich darauf zu stoßen, dass er doch vollkommen im Dunkeln tappte.

Bale und Jackmann funktionieren wunderbar als Gegenspieler. Im Laufe des Films wechselt mehrmals die Sympathie des Zuschauers von einem zum anderen und wieder zurück. Beide Schauspieler verstehen es, wechselweise sowohl die guten Seiten, als auch die Abgründe ihrer jeweiligen Figur hervorzukehren. Und bei aller Geheimniskrämerei – und das ist der größte Verdienst – wirken die Charaktere zu jeder Zeit menschlich. Auch wenn man nicht immer nachvollziehen kann, warum eine Figur etwas tut, so wirkt es doch immer so, als habe sie einen guten Grund. Unterstützung erhalten die beiden unter anderem von Michael Cane, David Bowie und Scarlett Johansson. Die ebenfalls durchweg gute Leistungen bringen, jedoch hinter den beiden Hauptdarstellern verschwinden.

Wenn dem Film etwas vorzuwerfen ist, dann höchstens, dass er auf zwei, drei kleinere Drehpunkte hätte verzichten können, um noch etwas dichter zu sein. Als Beispiel sei hier ein Großbrand genannt. Größtenteils tun aber auch diese kleineren Twists “Prestige” gut. Auch wenn sich für deren Auflösung nicht immer genügend Zeit genommen wird.

Allen, die intelligente Filme zum Mitdenken mögen, sei dieser absolut empfohlen.

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