Moonwalkers


Filmposter: MoonwalkersRegie:
Drehbuch:
Darsteller: , , ,

Kinostart US: (R)
Originaltitel: Moonwalkers
Laufzeit: 1:47 Stunden

Filmkritik zu “Moonwalkers”

4/5 von Phil

Filme über die Mondlandung gibt es schon viele. Aber selten in dieser komödiantischen Art, wie es Moonwalkers inszeniert.
Die Komödie ist das Erstlingswerk vom französischen Regisseur Antoine Bardou-Jacquet und konnte für sein Debüt auf erfahrene Schauspieler setzen.

So spielt Rupert Grint den verpeilten Rockband-Manager Jonny wirklich hervorragend: Eigentlich wächst ihm alles über den Kopf und so passt es ihm ganz gut, dass ihn CIA-Agent Kidman für den Manager vom großen Stanley Kubrick hält. Denn für das geheime Filmprojekt gibt es viel Geld – was Jonny gut gebrauchen kann. Grint passen einfach Rollen, in denen er den Überforderten inszenieren kann; jemanden, dem alles entgleitet und mit verschwitzten Haaren versucht, alles dennoch zusammenzuhalten. Seine kiffenden Bandkollegen sorgen hier für ausreichend Probleme, zusätzlich sind diese so schräg, dass der Zuschauer auch eine Menge zu lachen hat.
Im krassen Gegensatz zu diesem wilden Rock’n’Roll-Leben hat Ron Perlman in seiner Rolle des Kidman ein solides, schon fast unerschütterliches Auftreten. Die unvermeidliche Zusamenarbeit mit Jonny und seinen Bandkollegen bringt ihn dabei aber häufiger an die Grenzen – dem Zuschauer gefällt es.

Der Film nimmt sich von der ersten Sekunde an nicht ernst, jeder Charakter und jedes Setting sind leicht überzogen dargestellt. Das Büro des Managers ziert ein Tisch in Form einer auf dem Boden knienden Domina, die Rockband kifft sich die Seele aus dem Leib. Schusswechsel enden meist in bluterfüllt platzenden Köpfen, Kunstfilme werden mit dicken Männern in Windeln auf einem Trampolin springend dargestellt. In diesem absurden Szenario bewegen sich Grint und Perlman mit großem Spaß am Schauspiel: Anders wäre der Film so auch nicht möglich gewesen. Man muss auf diesen Film-Trip stehen und sich mitreissen lassen, um dem Film zu mögen. Denn die Komik über ein wildes Verwechslungsspiel, verbunden mit Drogen und vielen Anspielungen auf die Popkultur, ist schon etwas speziell. Umso schwieriger ist es, nicht zu überdrehen und so den Film zu sehr vollzustopfen mit dem kreativen Wahnsinn.
Dass dies manchmal dann doch passiert, ist bei dieser Fülle schon fast abzusehen, aber dann doch schade.

Vielleicht hilft einem, sich selbst mit so manchem “Hilfsmittel” in die Stimmung für den Film zu bringen. Schaden tut es sicherlich nicht.
Doch auch nüchtern betrachtet strotzt der Film vor vielen Ideen, die in so einem absurden Szenario wie hier größenteils aufgehen.

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