Last Vegas


Filmposter: Last VegasRegie:
Drehbuch:
Darsteller: , ,

Kinostart D: (FSK 12)
Kinostart US: (PG-13)
Originaltitel: Last Vegas
Laufzeit: 1:45 Stunden

Filmkritik zu “Last Vegas”

5/5 von andreas

Von den ersten Sekunden an war mir diese Komödie absolut sympathisch. Im Vorspann sieht man wie die vier Steppkes in den 50er Jahren Quatsch-Fotos in einem Fotoautomaten machen. Erstaunlicherweise fiel mir sofort der perfekt gecastete Kinderdarsteller des späteren Robert DeNiro auf, der nicht nur so aussah wie das Original, sondern auch dessen Mimik perfekt beherrschte. Die namhaften Darsteller sind natürlich in ihren Rollen zumindest ebenso perfekt. DeNiro spielt einen mürrischen Witwer, der nach dem Tod seiner geliebten Frau jegliche Freude am Leben verloren hat. Michael Douglas ist in der Truppe derjenige, „der es geschafft hat“: der reiche Geschäftsmann, der es sich von seinem Geld nun gut gehen lässt. Eben das lässt man bei Morgan Freemans Figur nicht zu: er wird inzwischen von seinem übervorsichtigen Sohn bevormundet. Aus Angst vor einem erneuten Schlaganfall darf Archie nicht mal mehr ausgelassen mit seiner Enkelin spielen. Kevin Kline, dessen Filmographie mir weit weniger vor Augen ist als die der anderen Darsteller, gibt einen aufgedrehten Sittenstrolch, dessen Anmachsprüche ein ums andere Mal vor Fremdscham sprühen.

Junggesellenabschiede in Vegas sind wahrlich nicht neu. Spätestens seit „Hangover“ denkt man, alles mögliche gesehen zu haben. Dem ist aber nicht so. Während „Hangover“ ein chaotischer Rausch mit einem bunten Mix aus Drogen, Stripperinnen und nackten Asiaten war, kommt „Last Vegas“ überaus liebenswert daher. Die vier besten Freunde sprühen wahrlich vor Charme und verzaubern mit ihren dynamischen Sprüchen nicht nur ihre Umgebung, sondern auch mich als Publikum. Während „Hangover“ von der ersten bis zur letzten Minute Klamauk und Action pur bietet, bleibt bei hier auch ein wenig Zeit für die leisen Töne.

Auch wenn dieser Film alles in allem eine große Menge Spaß gemacht hat, lenkt er den Fokus in seinen ruhigen Momenten auf die Themen Alter und Tod, jedoch nie so sehr als dass man nicht doch mit einem kurzen Augenblinzeln wieder die Lebensfreude der alten Garde verspürt. Die Story kommt trotz der teils traurigen Themen nicht schmalzig daher und bietet inhaltlich mehr als so manch andere Komödie. Und wenn Morgan Freeman mit coolen Moves die Disco-Tanzfläche entert und ein prominenter Rapper einen kurzen Cameo-Auftritt hat, kann man gar nicht mehr anders als vor Lachen auf dem Boden zu liegen.

Ja, es war „nur“ eine Komödie, aber dank der außerordentlich spielfreudigen und gut aufgelegten Seniorentruppe eine aus der Kategorie „besonders herzerwärmend“. Von mir dafür eine unbedingte Seh-Empfehlung!

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