Happythankyoumoreplease


Filmposter: HappythankyoumorepleaseRegie:
Drehbuch:
Darsteller: , ,

Kinostart D:
Kinostart US: (R)
Originaltitel: Happythankyoumoreplease
Laufzeit: 1:40 Stunden

Filmkritik zu “Happythankyoumoreplease”

3/5 von andreas

Zwei Gründe waren für mich ausschlaggebend diesen Film zu gucken. Zum einen hat er im Jahr 2010 beim Sundance Festival den Zuschauerpreis bekommen. Wichtiger war für mich jedoch, dass er von einem Cast-Mitglied meiner liebsten Sitcom geschrieben und verfilmt wurde. Und da ich auch die Film-Aktivitäten von Jason Segel („Die Muppets“) und erst recht von Allyson Hannigan („American Pie“) und noch viel mehr von Cobie Smoulders („The Avengers“ – und aus Gründen…) verfolge, war dieser Film natürlich Pflicht.

Anfangs fiel es mir sehr schwer mich auf den Film einzulassen. Dass diese mühselige Aneinanderreihung von Szenen einen Publikumspreis gewonnen hat, erschien mir komisch. Vor allem die Geschichte von Sam und seinem kleinen zugelaufenen Freund Rasheen hatte für mich eher etwas Nerviges. Da ist dieser Autor, der vom eigenen Misserfolg schon genervt ist, und dann trottelt ihm da auf der Straße jetzt auch noch immer ein kleiner Junge hinterher. Auch der Handlungsstrang von Annie braucht einige Zeit, um warm zu werden. Anfangs ist sie nur eine Frau, die aufgrund einer Erkrankung keine Körperbehaarung hat und daran verzweifelt, dass sie sich immer auf die falschen Typen einlässt. Naja, was Frauen eben so für Probleme haben. Einzig die Story um Mary und Charlie hat bei mir von Beginn an funktioniert. Das Für und Wider die eigenen Träume für die des Partners zu begraben ist immer wieder ein ertragreiches Bergwerk, in dem sich unendlich lange schürfen lässt.

Nach gut einer Stunde habe ich dann langsam doch ein Gefühl dafür bekommen, warum dieser Film beim Sundance-Publikum hoch in der Gunst stand. Die Charaktere werden einem sympathisch, die Situationen wirken wie aus dem Leben gegriffen, die Reaktionen der Handelnden ebenso. Das Herz wird warm, man leidet und freut sich mit, ohne dass es auch nur ansatzweise schmalzig wird. Radnor versteht es im Lauf des Films, allen Akteuren genug Platz einzuräumen, um deren Geschichten authentisch zu erzählen, ohne in die große Drama-Kiste zu greifen. Im echten Leben schmeißt man schließlich auch nicht immer Porzellan an die Wand.

Letztendlich enden alle Erzählstränge auf ihre Weise versöhnlich und entlassen einen mit einem guten Gefühl aus dem Film. Man hat mal wieder ein paar Gestalten dabei zugesehen, wie sie versuchen, ihr Leben auf die Reihe zu bekommen. Dass die Geschichten wie aus dem Alltag gegriffen sind, kann natürlich seinen Reiz haben. Aber vermutlich hätte ich mir doch ein wenig mehr Drama gewünscht. Wie ein ähnlicher Plot wie der von Mary und Charlie dramatischer umgesetzt werden kann, haben Leonardo DiCaprio und Kate Winslet in „Titanic“ „Revolutionary Road“ gezeigt. Was bleibt ist ein okayer Film, der für einen Abend gut unterhält, aber nicht nachhaltig zum Nachdenken anregt. Immerhin: ein Regie-Debüt kann schlimmer ausfallen.

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Kommentare(2)
  1. bullion 27.11.2012
  2. Andreas 27.11.2012

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