Die Tore der Welt


Filmposter: Die Tore der WeltRegie:
Drehbuch:
Darsteller: , ,

Kinostart D: (FSK 16)
Kinostart US:
Originaltitel: World Without End

Filmkritik zu “Die Tore der Welt”

2/5 von Schindler

Der Film wird dem grandiosen Bestseller von Ken Follett in keiner Weise gerecht. Trotz gar nicht so geringer Produktionskosten wirkt er leider stellenweise sehr billig gemacht. Die Perücken möchten nicht immer so ganz zu den Schauspielern passen, die Kostüme wirken wie Kostüme (unter anderem weil sie viel zu sauber und gut sitzend sind), das Szenenbild häufig kulissenhaft. Das ist schade, wäre aber – vor allem in Anbetracht der Tatsache, dass es sich um eine Verfilmung für das TV handelt – noch zu verschmerzen, wenn der Film ansonsten punkten könnte. Auch wenn Game-of-Thrones durchaus vormacht, wie es auch fürs TV richtig geht.

Leider hat die Verfilmung auch sonst eininge Schwächen. Vor allem wird dem Film aufgrund seiner Länge von über sechs Stunden (aufgeteilt in vier Teile) zum Verhängnis, dass die Figuren sehr stereotyp geraten sind. Es gibt – trotz tapfer spielender Schauspieler, die alles geben um aus ihren Rollen das beste herauszuholen – keinen einzigen Charakter, mit dem man sich wirklich identifizieren kann. Die Aufspaltung in gut und böse ist so überdeutlich, dass man sich als Zuschauer teilweise stark unterschätzt fühlt. Man sieht sich einfach schnell satt, wenn die Guten immer wieder aufs Neue unter den Bösen leiden, zumal die Art und Weise wie die Bösen ihre Bosheit ausleben doch immer wieder stark der vorherigen ähnelt. Die Dramaturgie der Vorlage hätte hier durchaus viel hergegeben, auch in Anbetracht möglicher Ambivalenzen innerhalb der Charaktere. Leider wurden da viele Möglichkeiten verschenkt. Nebenbei ist das Drehbuch sehr episch, es ist gut vorstellbar, dass die Sätze auf dem Papier gut funktionieren. Gesprochen sind sie nicht besonders schön und die Schauspieler haben offensichtlich ihre Mühe sie umzusetzen. Dennoch spielen sie nicht durchweg schlecht, allen voran fallen hier Nora von Waldstätten und Rupert Evans (zu Beginn des vierten Teils) positiv auf.

Trotz aller Schwächen überträgt sich die starke Geschichte Folletts auch in den Film und er hat daher ein gewisses Unterhaltungspotential, das aber eindeutig nicht den Filmemachern, sondern dem Autor geschuldet ist.

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